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InaVainohullu

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.04.2021

Ein rundum schöner, zweiter Band.

Walk through HOPE
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Auch mit dem zweiten Band ihrer "faith.hope.love"-Reihe ist es Felicitas Brandt gelungen, mich zu begeistern, mich zu amüsieren und mein Herz zu berühren. So ist New Adult, wie ich es gerne häufiger finden ...

Auch mit dem zweiten Band ihrer "faith.hope.love"-Reihe ist es Felicitas Brandt gelungen, mich zu begeistern, mich zu amüsieren und mein Herz zu berühren. So ist New Adult, wie ich es gerne häufiger finden und lesen möchte.

Eine realitätsnahe Geschichte mit starken Protagonisten, in dem es keine unnötig aufgebauschten Dramen, sondern sanfte Charakterentwicklungen gibt.

Lia will ihre Freundschaft zu Izzy kitten, wobei sie sich gar nicht mal sicher ist, was überhaupt zwischen ihnen passiert ist. Izzy hat plötzlich kaum noch auf Nachrichten reagiert und sich irgendwie zurückgezogen und genau deshalb packt Lia einfach ihren Koffer und macht sich auf die Reise nach Lokvard an det Ostseeküste. Dort trifft sie jedoch nicht nur Izzy, sondern auch schon nach kurzer Zeit auf Milan und obwohl es hier vordergründig erst einmal um Freundschaften geht, erleben wir schon bald auch eine einfühlsame Liebesgeschichte, die unter die Haut geht.

Felicitas Brandt hat eine sehr facettenreiche Geschichte geschrieben und vor allem hat sie starke Protagonisten geschaffen. Lia ist ein herzlicher, vorurteilsfreier und weltoffener Mensch, sie ist mutig und tough und versucht überall zu helfen, wo es geht. Milan ist zunächst etwas distanziert, wirkt oft sehr wütend, spricht nicht über seine Gefühle und kämpft mit äußeren und vor allem inneren Narben. Im Verlauf erlebt er für mich eigentlich die größte Wandlung.

Auch das Setting mochte ich sehr. I mean: Strand, Meer, Liebe. Besser geht es eigentlich kaum. Ich fand die Beschreibungen so detailliert und schön, ich wäre am liebsten direkt selbst los, um eine Runde am Meer spazieren zu gehen.

Und auch den Schreibstil fand ich wunderschön. Flüssig und leicht, an den richtigen Stellen tiefgründig, spannend oder dramatisch. Immer mit einer Brise Humor gespickt und auch christliche Werte und der Glaube an Gott fließen hier wieder mit ein, ohne überbordend oder ein Fingerzeig zu sein.

Mir hat es wirklich unglaublich gut gefallen und ich freue mich wahnsinnig auf den letzten Band.

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Veröffentlicht am 14.04.2021

Der Titel ist Programm ! Zauberhafte Seelennahrung !

Soul Food
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Emoni ist 17 Jahre alt und ist es bereits gewohnt Entscheidungen immer auch für Andere mitreffen zu müssen, denn die Afro-Latina ist bereits Mutter einer 2jährigen Tochter, unterstützt ihre 'Buela bei ...

Emoni ist 17 Jahre alt und ist es bereits gewohnt Entscheidungen immer auch für Andere mitreffen zu müssen, denn die Afro-Latina ist bereits Mutter einer 2jährigen Tochter, unterstützt ihre 'Buela bei der sie lebt, finaziell durch ihren Job im Burgerladen und muss sich nebenbei auch noch auf ihr letztes Highschooljahr und ihren Abschluss konzentrieren. Es ist ein täglicher Kampf, dies alles unter einen Hut zu bringen und das Kochen hilft ihr, komplett abzuschalten und in ihre ganz eigene Welt einzutauchen.

Als an ihrer Schule ein Culinary Arts Kurs angeboten wird, ist sie begeistert, wägt aber schon im Vorfeld ab, ob sie sich das zeitlich wirklich leisten kann. Bestärkt von ihrem Umfeld schreibt sie sich schließlich ein und bereitet sich, noch ohne es zu ahnen, selbst einen stabilen Weg in ihre Zukunft....

Schon als ich das Buch in der Programmvorschau im Herbst gesehen habe, war ich begeistert von Klappentext, Cover und Titel und konnte es kaum erwarten, das Buch in den Händen zu halten.

Und der Titel SOUL FOOD ist tatsächlich Programm, denn genau dies ist es, was der Inhalt einem gibt. Seelennahrung.

Das Buch ist ausschließlich aus Emonis Sicht geschrieben und hat sehr kurze Kapitel, die höchstens 6 Seiten umfassen, was mich anfangs irritiert und auch etwas gestört hat, im Nachhinein betrachtet, aber sehr gut zum Inhalt gepasst hat. Jedes Kapitel ist ein Fragment des großen Ganzen, ein kurzer Blick in den jeweiligen Tag oder eine bestimmte Situation mit der sich Emoni auseinander setzen muss.

Elizabeth Acevedos Schreibstil würde ich als flüssig und irgendwie warm bezeichnen, es fließt so viel Harmonie und Magie durch die Worte und über allem liegt ein rythmischer Beat, den man nie so richtig hören, aber stetig fühlen kann.

Magie und Rythmus findet man auch in Emonis Kochkünsten. Obwohl sie sich den Großteil bisher selbst beigebracht hat und das Kochen nur ihr alltäglicher Ausgleich zu Schule und Kind war, macht sie durch den Culinary Arts Kurs viele Fortschritte, verliert dabei ihr Faible für das Zusammenspiel verschiedener Zutaten nicht. Es geht ihr von der Hand wie Zauberei und steckt ihr scheinbar im Blut. Das bestätigen auch diverse Figuren mit ihren Reaktionen immer wieder.

Mir haben diese Momente, neben Emonis eigenem Wachsen, mit am Besten gefallen. Und ja, sie wächst mit jeder Seite wirklich mehr und mehr über sich hinaus. Durchbricht die Barriere zwischen Teenagerdasein und Erwachsenwerden und trifft, obwohl sie sich zunächst hilflos und zerrissen fühlt, am Ende die richtigen Entscheidungen, vor allem für sich selbst.

Überhaupt ist sie eine tolle Protagonistin, die eine starke Wandlung vollzieht. Sie ist besonnen, handelt immer überlegt, egal ob es dabei um schulische Aktivitäten, um ihre Tochter oder um Jungs geht. Sie ist ein wirklich starker, junger Charakter. Sie lernt täglich mehr über sich selbst, über ihre Wurzeln, über Familienbande und gewinnt permanent an Stärke.

Und auch die Nebencharaktere wie 'Buela, Angelica und Malachi habe ich schnell ins Herz geschlossen. Besonders Erstere ist Emoni immer die größte Stütze gewesen.

Einziger Charakter, der mir wirklich richtig auf den Keks ging, war Exfreund Tyrone. Der Vater von Emonis Tochter, der sich zwar um das gemeinsame Kind kümmert, aber Emoni gegenüber ständig den Patriarch raushängen lassen muss. Die Beiden sind nicht zusammen und er lebt ein völlig anderes Leben, trifft sich ständig mit irgendwelchen Mädchen auf Dates, dreht aber durch, als in Emonis Leben plötzlich Malachi auftaucht, der zunächst auch einfach nur ein Freund ist. An diesen Szenen zeigt sich, wie ausgelaugt Emoni tatsächlich ist, denn sie bietet ihm kaum die Stirn, obwohl sie innerlich vor Wut kocht. Stattdessen versucht sie, um Emmas Willen, die Wogen zu glätten. Das konnte ich einerseits nachvollziehen, andererseits hat es mich aber auch rasend gemacht.

SOUL FOOD ist ein großartiger Roman über das Wachsen und Erwachsenwerden, über die Magie des Kochens, über Familienbande und über ethnische und kulturelle Wurzeln. Mir hat er wirklich tolle Lesestunden beschert und ich kann und will ihn genau deshalb an euch weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 09.04.2021

Ein komplexer und großartiger Auftakt!

Coral & Pearl
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Coral & Pearl ist mir zuerst wegen seines unglaublichen Covers ins Auge gefallen, dessen Farben förmlich leuchten, dass außerdem magisch anmutet und eine fantastische und geheimnisvolle Geschichte verspricht. ...

Coral & Pearl ist mir zuerst wegen seines unglaublichen Covers ins Auge gefallen, dessen Farben förmlich leuchten, dass außerdem magisch anmutet und eine fantastische und geheimnisvolle Geschichte verspricht.

Und genau die habe ich auch inhaltlich bekommen. Nor und ihre Schwester Zadie sind Zwillinge und wachsen auf der Insel Varenia auf, auf der den Frauen ihre Schönheit alles bedeutet. Denn nur die Schönste wird vom Rat der Ältesten erwählt und nach Ilara geschickt, um den Kronprinzen des Königreichs zu heiraten und die nächste Königin zu werden.

Auf Varenia ist allen klar, dass Zadie diejenige sein wird. Doch als sie sich kurz vor ihrem Aufbruch schwer verletzt, schickt man Nor nach Ilara. Obwohl den Vareanern klar ist, dass sie Hochverrat begehen, wenn die Verwechslung auffliegt. Und das könnte sie, denn auch wenn Nor ihrer Schwester ähnlich sieht, gibt es doch einen kleinen, aber optisch prägnanten Unterschied zwischen ihnen. Und auch vom Wesen her, könnten die beiden gar nicht unterschiedlicher sein.

Nor ist jedoch fest entschlossen, alles zu tun, um ihre Schwester, ihre Familie und ihr Volk zu schützen, tritt die Reise mutig an und stößt in Ilara nicht nur auf einen feindseligen Kronprinzen, sondern auch auf bedrohende Geheimnisse und auch auf ihre wahre Liebe....

Diese Zusammenfassung gibt nicht mal die Spitze des obligatorischen Eisbergs wieder, den die Handlung dieses Buches beinhaltet, denn die ist so facettenreich, dass man gar nicht weiß, wo man ansetzen soll. Und ehrlich gesagt, möchte ich auch gar nicht so viel verraten.

Nur, dass es ein absolut fantastisches Buch ist, dem die Autorin ausreichend Raum gibt, um sich zu entwickeln. Bevor wir nämlich gemeinsam mit Nor nach Ilara aufbrechen, erfahren wir erst sehr viel über das Leben auf Varenia, was mir sehr gefallen hat. Später tauchen wir dann in eine für Nor völlig fremde Welt ein, in der sie auf einen absolut feindseligen Kronprinzen trifft, gegen den sie sich in vielerlei Hinsicht behaupten muss. Sie entdeckt schreckliche Geheimnisse und erkennt, dass es nur einen Weg gibt, um ihr Volk zu retten.

Nor ist eine tolle Protagonistin, sie ist klug, unerschrocken und kämpferisch. Trägt ihr Herz auf der Zunge und ist entschlossen für alles zu kämpfen, dass sie liebt.

Der Schreibstil ist flüssig und auch wenn die Handlung etwas gemächlich startet, so nimmt sie im Verlauf immer weiter an Spannung zu, so dass ich das Buch irgendwann nicht mehr weglegen wollte. Besonders die Mischung aus Fantasyelementen, Intrigenspinnerei, Spannung und Romance mochte ich sehr.

Das Ende ist zum Glück halbwegs rund, alle Rätsel werden so aufgelöst, dass sie mich zufriedenstellen konnten, lassen aber auch eine Vorahnung zu, was in Band 2 passieren könnte, auf den ich mich schon sehr freue und auf den wir hoffentlich nicht so lange warten müssen.

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Veröffentlicht am 07.04.2021

Liebe ? Ja, man ! Leseempfehlung? Auf jeden Fall!!!

Mein Leben als lexikalische Lücke
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Benni und Jule fühlen sich wie lexikalische Lücken. Jule hat das Gefühl, dass sie nicht in ihre Familie passt und Benni denkt, dass er einfach nirgendwo reinpasst. Und dann, dann begegnen sie sich und ...

Benni und Jule fühlen sich wie lexikalische Lücken. Jule hat das Gefühl, dass sie nicht in ihre Familie passt und Benni denkt, dass er einfach nirgendwo reinpasst. Und dann, dann begegnen sie sich und plötzlich fühlen sie sich nicht mehr als Lücken im Wortschatz. Doch das Leben kann kompliziert sein, besonders wenn man vom direkten Umfeld mit Einflüssen und Ansichten überschüttet wird, die man selbst nicht teilt. 

Kyra Groh hat einen brillanten Jugendroman geschrieben, den ich aufgrund der vielen, aktuellen und wichtigen Themen und der hervorragenden Umsetzung viel lieber gar nicht als Jugendroman, sondern als All Ager oder zeitgenössische Literatur bezeichnen würde.

Weil, i mean, echt jetzt: es geht um Klimaschutz, um Alltagsrassismus, um Feminismus, Politik, Veganismus, darum, was Worte eigentlich anrichten können und welche Macht sie auf unser Handeln und Denken haben. Es geht aber auch um die erste Liebe, ums Erwachsenwerden, darum herauszufinden, was man eigentlich will und wo man steht. Ums über sich Hinauswachsen, ums Zusammenwachsen, um Freundschaft, um Familie, die es einem manchmal echt schwer macht und um Vertrauen. Um Mut und ums Lautsein.

Kyra Groh erzählt über all das in einem jugendlichen, aber sehr wortgewandten Schreibstil, der mich durch die Seiten hat rauschen lassen.

Aber auch ihre Protagonisten Benni und Jule, die beide, sowie auch sämtliche Nebencharaktere, so authentisch und liebenswert sind, egal wie nerdig und verloren sie sich selbst fühlen und vorkommen, haben dafür gesorgt, dass ich mich nicht vom Lesen lösen wollte.

Mit Benni hatte ich erst extremes Mitleid, weil er in Sachen sozialer Kompetenz einfach so unfassbar hilflos wirkt. Er hat kaum Freunde, keinen Vater, eine streng gläubige Mutter, die ihn so dermaßen umgluckt, dass er sogar sein Studium aufschiebt. 
Im Verlauf und nicht zuletzt Dank Jule, legt er eine starke Wandlung hin, wird selbstbewusster, spricht aus, was er lange zurückgehalten hat.

Das Gleiche trifft auch auf Jule zu, die sich unter anderem für den Klimaschutz einsetzt, zuhause jedoch nicht offen darüber sprechen kann, weil sie sich in ihrer Familie wie ein Außenseiter fühlt. Ihre Eltern leben so, wie sie es schon in den 90ern getan haben. Offensichtliche und mentale Veränderung sind gar nicht denkbar, oder vielleicht doch ? 

Ich könnte hier stundenlang weiterschreiben, weil dieses Buch so viele Facetten hat und so viel passiert, aber vielleicht reicht erstmal ein abschließendes Fazit, nämlich:
MEIN LEBEN ALS LEXIKALISCHE LÜCKE ist ein gleichermaßen großartiges, wie wichtiges Buch, dass den Nerv der Zeit zu 100 Prozent trifft und das ich möglichst Jedem in die Hand drücken möchte.

Liebe? Ja, man !!! Leseempfehlung? AUF JEDEN FALL ! 

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Veröffentlicht am 05.04.2021

Ganz großes Gefühlskino!

Durch die kälteste Nacht
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Ich glaube, es gibt exakt 5 Autorinnen im Genre Romance / New Adult, deren Bücher ich nicht nur komplett blind, also ohne zu wissen worum es überhaupt geht, kaufe/lese, sondern die es auch in aller Regelmäßigkeit ...

Ich glaube, es gibt exakt 5 Autorinnen im Genre Romance / New Adult, deren Bücher ich nicht nur komplett blind, also ohne zu wissen worum es überhaupt geht, kaufe/lese, sondern die es auch in aller Regelmäßigkeit schaffen, mich während des Lesen emotional komplett zu zerschießen, mich aber am Ende immer mit vielen positiven Vibes und wieder geheiltem Herzen zurück zu lassen.

Eine dieser Autorinnen ist Brittainy C.Cherry.

Und eine dieser Regelmäßigkeiten war definitiv "Durch die kälteste Nacht", wo es um zwei sehr gebrochene Menschen geht, die das Schicksal zusammengebracht, voneinander getrennt und dann wieder vereint hat, weil sie einfach füreinander bestimmt sind.

Kennedy kämpft mit schweren Verlusten und einem lieblosen Ehemann, der sich nur für sich selbst interessiert und eine schwache Frau, wie er sagt, nicht gebrauchen kann. Als die Situation durch eine von Kennedys Panikattacken ausgelöst, eskaliert und Penn seine Frau vor die Tür setzt, wendet sie sich an ihre Schwester, die ihr einen Neustart in Havenbarrow ermöglicht.

Hier trifft Kennedy aber nicht nur auf viele neugierige und auch sehr ätzende Nachbarn, sondern macht direkt in den ersten Tagen Bekanntschaft mit dem vermeintlich größten Miesepeter der Stadt: Jax.

Jax gibt sich gerne als Mensch, dem man besser aus dem Weg geht, dabei hat er ein absolut gutes Herz und nur sein eigenes Trauma hat ihn dazu gebracht, eine Meterdicke Wand um sein wahres Ich zu bauen und niemanden an sich heranzulassen.

Beide kämpfen im Verlauf der Handlung mit ihren ureigenen Dämonen, mit viel Dunkelheit und geringem Selbstwertgefühl, welches ihnen von außen eingetrichtert wurde. Sie geben sich die Schuld an den Ereignissen, die ihr Leben so aus der Bahn geworfen haben und es dauert ein bisschen, bis sie sich endlich gegenseitig in ihr Leben lassen und der jeweils Andere versteht, dass er den Sturm nicht alleine überstehen muss.

Brittainy C. Cherry hat MAL WIEDER eine hochemotionale Geschichte geschrieben, die mich tief berührt, zu Tränen gerührt, aber auch zum Lachen und Dahinschmelzen gebracht hat.

Die Charaktere sind so liebenswert, egal ob Kennedy oder Jax oder Nebencharaktere wie Connor, Joy und Yoana.

Und die Handlung war sehr rund und, wenn man mal von praktischen Zufällen und der offensichtlichen Perfektion manch einer Figur absieht, auch sehr authentisch. Besonders in Bezug auf den Heilungsprozess, den sowohl Kennedy als auch Jax hier durchmachen. Ein Trauma zu bewältigen bedarf harter Arbeit und zu verstehen, dass man, auch wenn man vielleicht keine familiäre Unterstützung hat, nicht alleine ist, weil es immer Menschen gibt, die sich im Sturm zu dir setzen und warten bis er vorüber ist und die Sonne wieder durch die Wolken kommt, dauert manchmal ziemlich lang.

Ich liebe alles an diesem Buch. Naja, vielleicht alles bis auf die ganzen Idioten, die es in Havenbarrow gibt. Aber selbst denen bin ich irgendwie dankbar, weil sie sowohl Kennedy als auch Jax nur stärker gemacht haben.

Von mir gibts also die volle Punktzahl und eine dicke Leseempfehlung.

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