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Irmi

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.10.2019

Barbarotti trifft Van Veeteren

Der Verein der Linkshänder
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Eigentlich ist Kommissar Van Veeteren schon lange in Rente. An seinem 75. Geburtstag macht er sich mit seiner Gattin Ulrike aus dem Staub - lieber ein Kurzurlaub als eine grosse Feier!
Doch dann wird eine ...

Eigentlich ist Kommissar Van Veeteren schon lange in Rente. An seinem 75. Geburtstag macht er sich mit seiner Gattin Ulrike aus dem Staub - lieber ein Kurzurlaub als eine grosse Feier!
Doch dann wird eine Leiche gefunden, die mit eibem seiner alten Fälle zu tun hat und schon ist er wieder zum Ermitteln genötigt. Kann es wirklich sein, dass er damals einen Fehler gemacht hat? War der Täter zu der Zeit des Mordes bereits nicht mehr am Leben?
Als dann in Schweden ein weiterer Toter auftaucht, wird sehr schnell klar, das Verbrechen von vor 18 Jahren und der aktuelle Fall zusammengehören. Gemeinsam mit Kommissar Barbarotti beginnt Van Veeteren die Ermittlungsarbeit. Als aussergewöhnliches Duo funktionieren die Beiden recht gut, doch das fehlende Motiv und die fehlenden Gemeinsamkeiten der Opfer erschweren die Tätersuche.
Was den Krimi ausmacht, sind due Gespräche und teilweise philosophischen Gedankengänge der beiden Ermittler. Bisher waren Van Veeteren und Barbarotti getrennt unterwegs ( beide sind die Ermittler zweier Krimibandreihen vom Autor Håkan Nesser ) aber diese ungewöhnliche gemeinsame Konstellation gibt dem Fall das gewisse "Etwas" - ein Must Read für Fans der beiden Buchreihen.
Der eigentliche Fall ist spannend, fordert aber aufmerksames Lesen, da in drei Erzählsträngen auf verschiedenen Zeitebenen spielt. Wieder einmal ein gelungener Kriminalroman von Nesser, der auch ohne Blut und Gewalt spannend ist und von den ich uneingeschränkt empfehlen kann.

Veröffentlicht am 22.10.2019

Inspirierendes Wohnbuch

Mein Zuhause zum Aufatmen
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Dieses Buch besiegelte endlich meinen Abschied vom Leben als Kram-Managerin. Beruhend auf eigenen Erfahrungen lehr uns die Autorin, wie wir unser Heim befreiend und minimalistisch aber doch auch gemütlich ...


Dieses Buch besiegelte endlich meinen Abschied vom Leben als Kram-Managerin. Beruhend auf eigenen Erfahrungen lehr uns die Autorin, wie wir unser Heim befreiend und minimalistisch aber doch auch gemütlich einrichten können.

Sie nennt es "gemütlichen Minimalismus" - kurz GeMi und zeigt uns den Lösungsweg hierher. Gemütlichkeit geht nicht einher mit vielen kleinen Dekoartikeln, die uns nur belasten. Anhand von Fotografien ihres eigenen Hauses mit Vorher-Nachher Effekt lernen wir ihre Vorschläge umzusetzen.

Mich hat dieses Buch sehr inspiriert und gelehrr, wie ich eine gewisse Ruhe in meine Räume übertragen kann, die einen sofort spürbaren Wohlfühlcharakter implizieren.

Veröffentlicht am 19.10.2019

Mama wird zum Troll

Fake
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Ein junges Paar wird zum ersten Mal Eltern. Sophia mit ihrem Sohn Max in Elternzeit zuhause ist versucht der Journalist Jan in seinem Beruf Fuss zu fassen. Bisher wurden ihm allenfalls Praktikantenstellen ...

Ein junges Paar wird zum ersten Mal Eltern. Sophia mit ihrem Sohn Max in Elternzeit zuhause ist versucht der Journalist Jan in seinem Beruf Fuss zu fassen. Bisher wurden ihm allenfalls Praktikantenstellen abgeboten, so arbeitet er als freier Journalist. Sophia hatte einen gut bezahlten Job bei Daimler mit grossen Karrierechancen, zuhause mit einem Kolikbaby fühlt sie sich unterfordert und unglücklich. Hier kann man kaum glauben, dass ein Mann dieses Buch geschrieben hat, so realistisch wird das Leben einer jungen Mutter geschildert, die sich plötzlich mit einem ständig schreienden Säugling mit schmerzenden Brüsten zwischen Windeln, Wiege und durchwachten Nächten fragt, ob sue als Mutter überhaupt taugt. Auf ihr Kind darf Sophia nicht wütend sein, deshalb sucht ubd findet sie ein Ventil: im Mütterforum im Internet beschimpft sie andere Frauen, ekelt sie aus der Community und findet darin kurze Befriedigung. Sie erschafft immer mehr Fake Profile im Netz, ihre Kommentare werden immer boshafter. Als Jan für eine Recherche zu einem Artikel im Internet die "Stuttgart21" Gegnerin Rita auf Facebook erfindet übernimmt Sophia irgendwann diesen Part und geht dabei einen Schritt zu weit. Mir hat der Roman sehr gefallen, vor allem die Perspektivwechsel zwischen Sophia und Jan brachten Spannung in die Erzählung. Obwohl überspitzt dargestellt ist die Geschichte nah dran an der Realität. Ich musste oft sehr lachen und habe mich an ein chinesisches Sprichwort erinnert: "Der Scherz ist das Loch, aus dem die Wahrheit pfeift ."

Veröffentlicht am 03.10.2019

Erneut Spannung für Tribute Fans

Die Arena: Grausame Spiele
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Ich habe nachfolgendes Buch im Rahmen einer Leserunde von vorablesen.de gewonnen.
Wie ich schon in meinem Eindruck zur Leseprobe schrieb, erinnert mich Hayley Barkers Fantasy-Roman "Die Arena: Grausame ...

Ich habe nachfolgendes Buch im Rahmen einer Leserunde von vorablesen.de gewonnen.
Wie ich schon in meinem Eindruck zur Leseprobe schrieb, erinnert mich Hayley Barkers Fantasy-Roman "Die Arena: Grausame Spiele" sofort an die Buchreihe Panem.
Hier spielt die Geschichte im London der Zukunft und auch hier ist die Gesellschaft igespalten in die reichen Pures und in die armen und unterdrückten Dregs.
Nach dem Motto Brot und Spiele treten die Kinder der Dregs in einem Wanderzirkus auf, wo sie waghalsige Kunststücke zeigen.
Die Artistin Hoshiko und begegnet während eines schiefgelaufenen Auftrittes dem Pure-Jungen Ben und verliebt sich in ihn.
Natürluch hat diese Beziehung keinerlei realistische Zukunft, trotzdem halten beide an ihren zarten Gefühlen füreinander fest. Ein wenig wie Romeo und Julia kämpfen sie für ihre Liebe und damit auch gegen das System.
Die Handlung der Story ist sehr spannend, an machen Stellen auch sehr grausam und blutig für ein Jugendbuch.
Trotzdem möchte ich den Roman allen Tribute-Fans empfehlen! Es wird noch mehr Teile geben, dem Erscheiningstermin kenne ich nicht aber ich freue mich schon darauf.

Veröffentlicht am 31.08.2019

Einfühlsames Jugendbuch

Alles okay
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Alles okay" ist ein Jugendbuch der Autorin Nina LaCour.

Er handelt vom Leben Marins, die nach Beendigung der Highschool auf ein College tausende Kilometer fernab ihres Wohnortes gewechselt ist.

Marin ...

Alles okay" ist ein Jugendbuch der Autorin Nina LaCour.

Er handelt vom Leben Marins, die nach Beendigung der Highschool auf ein College tausende Kilometer fernab ihres Wohnortes gewechselt ist.

Marin lebte nach dem Tod ihrer Mutter bei ihrem Großvater. Als auch der geliebte "Gramps" stirbt, flüchtete sie mehr oder weniger auf das weit weg gelegene College. So konnte sie am besten trauern und vor allem sich in sich selbst zurückziehen.

Es ist Weihnachten und es sind Semesterferien. Alle ihre Studienkollegen besuchen ihre Familien. Marin bleibt im Studentenwohnheim zurück und erwartet Besuch von ihrer alten Freundin Mabel. Sie beginnt, über ihre Einsamkeit, die Vergangenheit und ihr altes Leben nachzudenken und ihr Verhalten von damals zu reflektieren.

In Marins gedanklichen Rückblenden erfährt der Leser, was damals mit Gramps passiert ist und auch, was zwischen Marin und Mabel geschah. Hier möchte ich keinesfalls spoilern, denn die Story wird hier unvorhersehbar und spannend.

Nina LaCour ist es in den 200 Seiten des Buches gelungen, mir auf authentische und einfühlsame Art und Weise die Gefühle von Malin zu vermitteln. Ich konnte mich ohne Probleme mit der Figur Marins identifizieren. Auch läd die Erzählung ein, sich selbst mit Themen wie Trauer, wahrer Freundschaft und Einsamkeit auseinander zu setzen. Ein schönes, mal nicht oberflächliches Jugendbuch, das ich nur weiterempfehlen kann.