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Veröffentlicht am 15.04.2017

Ich kann den Hype nicht nachvollziehen

Begin Again
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Allie will einen Neuanfang. Nach ihrem neuen Haarschnitt muss nun auch eine neue Bleibe her. Für ihr Studium zieht sie also in eine andere Stadt und lernt dort bei der Wohnungssuche den überheblichen Kaden ...

Allie will einen Neuanfang. Nach ihrem neuen Haarschnitt muss nun auch eine neue Bleibe her. Für ihr Studium zieht sie also in eine andere Stadt und lernt dort bei der Wohnungssuche den überheblichen Kaden kennen. Zwar ist das WG-Zimmer bei Kaden das Letzte wo sie bleiben will, allerdings bleibt ihr nichts anderes übrig, da sie mit der Suche viel zu spät dran ist. Gleich zu Beginn stellt er einige Regeln auf, die Allie mit der Zeit in den Wahnsinn treiben — und trotzdem fühlt sie sich irgendwie zu ihm hingezogen.


Cover: Das Cover ist sehr typisch für dieses Genre, aber nicht zu kitschig und auch nicht zu überladen. Die Farben sind schön gewählt und harmonieren toll miteinander. Alles in allem ein sehr gelungenes Cover!

Meine Meinung: Zuallererst muss ich sagen, dass ich mit sehr hohen Erwartungen an dieses Buch herangegangen bin, was daher rührt, dass es von vielen Seiten sehr hoch angepriesen wurde. Unter anderem auch von Leuten, deren Buch-Geschmack ich sonst teile. Leider wurde ich sehr enttäuscht.

Der Beginn des Buches mochte ich noch recht gerne. Durch den flüssigen Schreibstil und die Sympathie der Protagonistin findet man sehr schnell in das Buch hinein. Allie machte den Anschein, dass sie wirklich ihr Leben umkrempeln und einen kompletten Neustart machen möchte. Diese anfangs sehr starke Protagonistin wurde mir allerdings, als sie auf Kaden traf, immer unsympathischer. Nicht nur dass sie ihre ganzen Grundsätze über Board wirft, lässt sie sich von Kaden auch noch ständig herumkommandieren.

An Kaden, dem männlichen Protagonisten, finde ich leider überhaupt nichts sexy. Er ist überheblich und einfach nur unverschämt. Anscheinend stört das Allie aber wenig, solange sie nur seine Tattoos anschmachten kann, was gefühlt alle fünf Seiten passiert. Die Liebesgeschichte — wenn man das überhaupt so nennen kann — hat für mich überhaupt keine Tiefe, sodass mich die Protagonisten bald nicht mehr interessiert haben.

Generell finde ich das Buch einfach nur unglaubwürdig und inhaltlich sehr fragwürdig. Leider wird durch Bücher wie „Begin Again“ jungen Mädchen suggeriert, dass es okay ist, wenn ein Junge schlecht mit ihnen umgeht. Quasi „Solange er gut aussieht, ist es egal wie er dich behandelt!“

Die letzten 100 Seiten habe ich demnach nur überflogen, ich konnte einfach nicht weiterlesen. Mir war es auch egal, was nun mit den Protagonisten passiert. Zusätzlich hat es mich sehr gestört, dass Mona Kasten sich hier ein bisschen zu sehr bei anderen AutorInnen inspirieren lassen hat. Natürlich kann man das Rad nicht neu erfinden, aber es waren schon einige Aspekte der Geschichte, die mich an Bücher von z.B. Jennifer L. Armentrout erinnert haben.

Fazit: Ich kann leider gar nicht nachvollziehen, warum Begin Again von vielen Seiten so gute Bewertungen bekommen hat. Obwohl mir die Nebencharaktere gut gefallen haben, werde ich vom zweiten Band die Finger lassen.

Veröffentlicht am 15.04.2017

Leider sehr enttäuschend

Ein Riss im Himmel
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„Ein Riss im Himmel“ handelt von Alexandra und Eric, die sich auf den ersten Blick ineinander verlieben und sich schließlich in eine Beziehung voller Leidenschaft stürzen. Als Eric zufällig erfährt, dass ...

„Ein Riss im Himmel“ handelt von Alexandra und Eric, die sich auf den ersten Blick ineinander verlieben und sich schließlich in eine Beziehung voller Leidenschaft stürzen. Als Eric zufällig erfährt, dass er HIV-positiv ist, bricht für das Paar eine Welt zusammen. Sie versuchen alles um Eric zu retten – mehr Zeit zusammen ist alles, was sie wollen.


Cover: Das Cover ist ganz nett gestaltet, aber definitiv nichts Besonderes. Schade finde ich, dass das Cover weder etwas mit dem Titel des Buches, noch mit dem Inhalt zu tun hat.

Meine Meinung: Nachdem ich „Dem Horizont so nah“ von Jessica Koch gelesen und geliebt habe, bin ich sehr skeptisch an „Ein Riss im Himmel“ herangegangen. Beide Bücher behandeln das Thema HIV bzw. Aids — eine Thematik, die mich persönlich sehr interessiert und die ich als äußerst wichtig empfinde. Ich sollte mit meiner Skepsis recht behalten.

Das Buch startet mit der Beerdigung von Eric, somit war der Ausgang eigentlich schon vorweggenommen. Natürlich rechnet man mit seinem Tod, vor allem auch aufgrund des Untertitels „Nur die Liebe ist stärker als der Tod“, aber meiner Meinung nach war dieser Beginn einfach unnötig. Mir wurde eigentlich schon da die Lust zum Lesen geraubt.

Die Protagonisten und deren Liebesgeschichte machte es auch nicht besser. Für mich waren die Charaktere das ganze Buch über sehr blass, weshalb ich auch irgendwo keine Bindung zu ihnen aufbauen konnte. Erics und Alexandras Liebesgeschichte wirkte konstruiert und ging für meinen Geschmack einfach viel zu schnell. Generell hatte ich das ganze Buch über das Gefühl, dass alles innerhalb von zwei, drei Monaten passierte, dabei erstreckte sich die Geschichte über mehrere Jahre.

Positiv herauszuheben ist der Schreibstil der Autorin, der sich angenehm und auch schnell lesen lässt. Jeannie Brewer hat definitiv eine philosophische Ader! Manche ihrer Sätze und Gedanken über die Liebe und das Leben waren wirklich wunderschön formuliert und regten mich zur Reflexion meines eigenen Lebens an. Allerdings gab es auch einige Stellen, an denen ich im Geiste die Augen verdrehen musste. Zum einen übertreibt sie es manchmal einfach, wie z.B. mit Sätzen wie „Er explodierte in einem Orgasmus von solcher Gewalt, wie ich es noch nie gesehen hatte“, zum anderen gibt es teilweise extrem komische Dialoge, die im echten Leben niemals auf diese Art stattfinden würden — zumindest kann ich mir das nicht vorstellen.

Fazit: Für mich leider eine große Enttäuschung. Die Geschichte konnte mich trotz der sensiblen Thematik emotional einfach nicht mitreißen. Obwohl ich sehr nahe am Wasser gebaut bin, musste ich bei „Ein Riss im Himmel“ keine einzige Träne vergießen — bei mir ein vernichtendes Urteil für ein Buch, das von Krankheit und Tod handelt.