Profilbild von Jasminleon

Jasminleon

Lesejury Star
offline

Jasminleon ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Jasminleon über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.04.2021

Ein schönes Pappbilderbuch mit witzigen Illustrationen!

Matz & Miep - Müde?
0

"Matz und Miep – Müde?" ist der erste Band der Matz und Miep-Reihe von der bekannten Comic-Künstlerin Isabel Kreitz und dem Verlag Penguin Junior, ein schönes und stabiles Pappbilderbuch für Kleinkinder ...

"Matz und Miep – Müde?" ist der erste Band der Matz und Miep-Reihe von der bekannten Comic-Künstlerin Isabel Kreitz und dem Verlag Penguin Junior, ein schönes und stabiles Pappbilderbuch für Kleinkinder ab 18 Monaten.

Ab ins Bettchen, Matz und Miep!
Matz und Miep sind sehr müde. Die beiden schlafen ja schon beim Vorlesen ein! Jetzt schnell die Zähne putzen – das gehört vor jedem Schlafengehen dazu! Doch dann hat Matz seine liebe Not beim Schlafanzuganziehen. Miep hilft nach Kräften. Doch als Matz sich endlich ins Bett legen kann – fehlt plötzlich Miep! Wo steckt er bloß? Ohne Miep kann Matz nämlich auf gar keinen Fall einschlafen!

Das Abenteuer des Kinder-Alltags mit der Katze Matz und dem gelben Vogel Miep enthält auf 20 Seiten das wichtige Eltern-Kind-Thema Zu Bett gehen. Auf dem Cover bekommt man schon einen guten ersten Eindruck von den Freunden Matz und Miep, die sichtlich müde sind. Nicht nur das Cover ist schön illustriert, auch die restlichen Seiten enthalten schöne, kindgerechte und witzige Illustrationen, die nicht zu vollgepackt sind. Kleinkinder können sich so voll und ganz auf die jeweiligen Situationen konzentrieren, sie klar erkennen und sie werden nicht reiz überflutet. Auch die Farben sind nicht zu grell was ich für meine Tochter bevorzuge.
Ganz kurze Sätze und Sprechblasen werden von den Illustrationen begleitet, langsam vorgelesen werden die Kleinen zum Nachsprechen animiert.
Die Alltagssituationen wie Zähne putzen und Schlafanzug anziehen werden von der Suche nach Miep begleitet, denn hier können Kleinkinder ihre Aufmerksamkeit trainieren, indem sie Matz helfen und die Suche nach Miep verfolgen, damit beide am Ende einer kleinen Anstrengung ins Land der Träume fallen.
Das klimaneutral hergestellte Buch wird nicht so schnell langweilig und es eignet sich wunderbar für ein abendliches Vorleseritual.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.03.2021

Ein fesselnder Thriller mit heiklem Thema!

Mörderfinder – Die Spur der Mädchen
0

Max Bischoff, ein hervorragender und geschätzter Fallanalytiker der sich in die Köpfe grausamster Psychopathenhirne hineinversetzen kann aus Düsseldorf ist zurück. Doch diesmal als Dozent an der Polizeihochschule ...

Max Bischoff, ein hervorragender und geschätzter Fallanalytiker der sich in die Köpfe grausamster Psychopathenhirne hineinversetzen kann aus Düsseldorf ist zurück. Doch diesmal als Dozent an der Polizeihochschule in Köln, denn sein vorheriger Fall hat nicht nur ihn psychisch an seine Grenzen gebracht. Seine über alles geliebte Schwester, die seit einem Unfall in der Kindheit querschnittsgelähmt im Rollstuhl sitzt, war ebenfalls Ziel des Täters. Deshalb arbeitet er nun als Dozent und macht es sich zur Aufgabe, künftigen Polizistinnen und Polizisten die Methodik der Fallanalyse nahezubringen. Bis plötzlich ein verzweifelter Vater vor ihm steht und um seine Hilfe bittet, denn seine Tochter Leni Benz ist seit sechs Jahren verschwundenen. Max will direkt ablehnen, doch er merkt, dass er es nicht kann. Zu viele Fragen sind ungeklärt im mysteriösen Fall der Grundschülerin, die auf dem Schulweg verschwand und nie mehr gesehen wurde. Doch wieso taucht jetzt Lenis Ranzen wieder auf, steht an seinem Platz in ihrem Elternhaus, als sei nichts geschehen? Wie kann das sein, nach all der Zeit? Und vor allem: Weshalb gibt es so viele Parallelen zu einem aktuellen Fall? Wird Max nach dieser langen Zeit in Ungewissheit endlich Leni finden oder spielt ein grausamer Psychopath ein perfides Spiel mit dem aufgelösten Vater? Max begibt sich auf die Spur des Täters und taucht so wieder in die Welt menschlicher Abgründe ein.

"MÖRDERFINDER-Die Spur der Mädchen" von Arno Strobel hat tiefe Eindrücke zu den dunkelsten Winkeln der menschlichen Seele offenbart. Fesselnd, spannend und intensiv. Hier bekommt man während des Lesens einiges an Gänsehaut, ein Thriller mit Nervenkitzelgarantie. Obwohl es hier um ein heikles Thema geht, hat der Autor einen gut durchdachten Plot entwickelt, der mich geschockt, angeekelt und trotzdem gefesselt hat. Sehr interessant fand ich die psychologischen Aspekte, die gut mit in die Geschichte eingearbeitet wurden. Faszinierend, was eine geschändete Seele verdrängen kann. Doch auch diese Seelen haben ein Ventil, was sich irgendwann öffnet.

"Mörderfinder" wird aus mehreren Perspektiven geschrieben, kursiv geschriebene Kapitel haben den Spannungsbogen in die Höhe schießen lassen und sie haben für Gänsehaut pur gesorgt. Denn gerade am Anfang war die Atmosphäre sehr unheimlich. Ein Kinderlied, was auf mysteriöse und skurrile Weise immer wieder auftaucht, hat für leichtes Gruselfeeling gesorgt und die Spannung auf Trab gehalten.

Bildlich konnte ich mir ebenfalls alles super vorstellen, die Geschichte ist authentisch, flüssig und detailliert geschrieben. Arno Strobel hat mich zum Miträtseln und mitfiebern animiert, die Handlung war jedoch für mich als Thriller-Vielleserin etwas vorhersehbar. Auch wurde es mir viel zu schnell deutlich, in welche Richtung und um welche Motive es geht. Trotzdem hat es der Spannung und dem Lesegenuss nicht weh getan.

Max Bischoffs' Charakter und sein Denken/Handeln war mir sehr schnell sympathisch, er ist ein gut ausgearbeiter Protagonist. Aber auch der auf dem ersten Blick unsympathische "erste Kriminalhauptkommissar" Menkhoff hat mich im Laufe der Geschichte positiv überrascht, er hat mir an Maxs' Seite sehr gut gefallen. Nur schade, dass er aus einem tragischen Grund im nächsten Teil nicht wieder mit dabei sein wird. Insgesamt ein gelungener und spannender Thriller, der nervenaufreibende Lesestunden beschert.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.03.2021

Grandios!

DUNKELKAMMER
0

Ein Obdachloser rettet sich in eine seit langem leerstehende Wohnung am Waldrand. Im Schlafzimmer findet er eine Leiche, die dort seit zwanzig Jahren unentdeckt geblieben war. Ein gefundenes Fressen für ...

Ein Obdachloser rettet sich in eine seit langem leerstehende Wohnung am Waldrand. Im Schlafzimmer findet er eine Leiche, die dort seit zwanzig Jahren unentdeckt geblieben war. Ein gefundenes Fressen für Pressefotograf David Bronski. Gemeinsam mit seiner Journalistenkollegin Svenja Spielmann soll er vom Tatort berichten und die Geschichte der Toten recherchieren. Dass dieser Fall jenseits des Spektakulären aber auch etwas mit ihm zu tun hat, verschweigt er.

Ich als großer Fan von Bernhard Aichner konnte es kaum erwarten, endlich sein neustes Werk "DUNKELKAMMER: Ein Bronski Krimi" zu lesen. Das Warten hat sich definitiv gelohnt, denn dieser Krimi hat mich wieder komplett überzeugt und von der ersten Seite an in den Bann gezogen. Innerhalb eines Tages war ich mit der Dunkelkammer durch und ich freue mich wahnsinnig auf Band zwei, der in ein paar Wochen erscheinen wird.

Der typisch rasante und gehetzte Schreibstil hat mich wieder durch die Seiten gejagt, die kurzen Sätze im Aichner Stil haben dafür gesorgt, dass ich mich in diesem Krimi wieder sofort wohlgefühlt habe. Der Schreibstil des Autors ist unter anderem der Grund, warum ich seine Bücher so liebe. Es wird auch hier zu keiner Zeit langweilig, denn Bernhard Aichner konzentriert sich auf das Wesentliche und schreibt nichts drumherum, er hält sich nicht großartig mit Beschreibungen der Schauplätze oder ähnliches auf, trotzdem schafft er immer eine passende Atmosphäre. Es gibt keine Längen. Wenn ich gekonnt hätte, hätte ich diese verrückte und skurrile Story in einem durch gelesen. Die kurzen und knackigen Kapitel wechseln sich aus der Erzählform verschiedener Perspektiven der Protagonisten mit rasanten unterschiedlichen Dialogen ab.

Hauptprotagonist David Bronski ist Pressefotograf und er wird sehr gut beschrieben. Ich hatte schnell ein komplettes Bild von ihm. Seinen distanzierten Charakter und sein komplettes Denken/Handeln konnte ich durch seine Vergangenheit sehr gut nachvollziehen. Seine tiefe Verbindung zu seiner Schwester und der große Zusammenhalt haben mir gut gefallen. Sie war und ist immer für ihn da, sie ist der einzige Mensch, den er noch hat. Bronski liebt seinen Job, obwohl er das Unglück fotografiert. Seine Dunkelkammer gibt ihm halt im Leben, nach einem schweren Schicksalsschlag findet er dort Trost und Lebenssinn. Er erschafft skurrile Kunstwerke von toten Menschen.

Obwohl hier und da wieder etwas Schnaps fließt, wird in diesem Krimi mit übermäßigem Alkoholgenuss nicht übertrieben. Diesmal wird noch im Rahmen gesoffen, ein paar Schnäpse für die Protagonisten gehören aber mittlerweile einfach in Aichner Krimis dazu. Es passiert in der kompletten Handlung einiges, die Leiche, die der Obdachlose am Anfang entdeckt ist noch harmlos. Der Spannungsbogen ist die ganze Zeit im extrem hohen Bereich, die Handlungen aus der Gegenwart und der Vergangenheit ergeben am Ende ein gelungenes Werk mit einem gut durchdachten Plot, der einige krasse Wendungen und Überraschungen zu bieten hat. Böse Intrigen kommen hier definitiv nicht zu kurz. Ich freue mich wahnsinnig auf den weiteren Bronski Krimi "Gegenlicht", der am 26. Juli erscheint.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.03.2021

Ein schönes Mitmachbuch für Kleinkinder!

Edition Piepmatz: Seif dich ein, sagt das Schwein
0

Hin und her!, sagt der Bär.
Wasch die Tatze!, sagt die Katze.
Windel aus!, sagt die Maus.
Seif dich ein!, sagt das Schwein.
Nur kein Drama!, sagt das Lama.
Jetzt der Kamm!, sagt das Lamm.
Schau in den ...

Hin und her!, sagt der Bär.
Wasch die Tatze!, sagt die Katze.
Windel aus!, sagt die Maus.
Seif dich ein!, sagt das Schwein.
Nur kein Drama!, sagt das Lama.
Jetzt der Kamm!, sagt das Lamm.
Schau in den Spiegel!, sagt der Igel.
Hände waschen, Zähne putzen, Haare kämmen – die Tierkinder machen vor, wie das geht.

Seif dich ein, sagt das Schwein (Edition Piepmatz) von Sandra Grimm mit schönen Illustrationen von Kathrin Wessel ist ein stabiles und handliches Pappbilderbuch, das perfekt für kleine Kinderhände gemacht wurde. Kinder ab 12 Monaten werden durch die hier sieben liebevoll erdachten, niedlichen und kurzen Reime für ein erstes Badezimmer-Ritual für Baden, Zähne putzen und Haare waschen zum Mitsprechen und Nachmachen animiert.

Die Illustrationen sind nicht überladen, damit kleine Kinder sich auf die jeweiligen Tierpaare konzentrieren können. Die einfachen Reime begleiten die Tiere für das allererste Ritual rund um Körperpflege.
Da jedes Tierkind ein bestimmtes Ritual vormacht, werden kleine Leser automatisch zum mitmachen animiert.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.03.2021

Ein rundum gelungener Thriller!

Dunkeltot, wie deine Seele
0

"Dunkeltot, wie deine Seele" ist der dritte Fall für Targa Hendricks von B.C. Schiller (Barbara und Christian Schiller) und dem Verlag Edition M.
Dieser spannende Fall mit der unkonventionellen Undercover ...

"Dunkeltot, wie deine Seele" ist der dritte Fall für Targa Hendricks von B.C. Schiller (Barbara und Christian Schiller) und dem Verlag Edition M.
Dieser spannende Fall mit der unkonventionellen Undercover Ermittlerin Targa Hendricks hat mir sehr gut gefallen und er hat mir ein paar unterhaltsame Lesestunden beschert.

»Dunkeltot, wie deine Seele ist mein Herz«
In einem düsteren Waldgebiet taucht eine halb verhungerte junge Frau am Straßenrand auf und stirbt. Bereits ein Jahr früher fand die Polizei in einem alten DDR-Bunker am Rande von Berlin ein Mädchen, das angekettet war und verhungert ist. Der Verdacht fällt auf das Geschwisterpaar Zoey und Adam Yankowski, das an einem Elite-College in dem mysteriösen Ort Blumenthal studiert.
Um sie zu überführen, setzt das BKA seine beste Undercover-Ermittlerin Targa Hendricks ein. Targa spürt, dass etwas Schreckliches in der Vergangenheit von Zoey und Adam passiert ist. Doch als sie hinter das Geheimnis kommt, ist es bereits zu spät …

Dieser Thriller ist packend und beinhaltet eine spannende Handlung, die Charaktere sind hier sehr gut ausgearbeitet und sie wirken sehr lebendig. Da die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird, ist der Thriller sehr abwechslungsreich. Die kurzen Kapitel und der flüssige, verständliche Schreibstil ist angenehm zu lesen. Es entsteht von Anfang an ein gutes Erzähltempo, deswegen war ich mit dem Buch leider schnell fertig.

Nicht nur Targa, auch das Geschwisterpaar Zoey und Adam konnte ich hier sehr gut kennenlernen und verstehen. Besonders das Verhalten der Geschwister war durch ihre Vergangenheit nachvollziehbar, denn was für Abgründe sie in ihrer Kindheit erlebt haben, werden grausam und verstörend auf Papier beschrieben. Warum sie die Dunkelheit lieben und das Tageslicht meiden hat seine Gründe, auch ihr gestörtes Verhältnis zur Nahrungsaufnahme gehört dazu. Zwischendurch gibt es immer wieder kurze Rückblicke aus der Vergangenheit.

Targa versucht undercover herauszufinden, ob Zoey und Adam mit einer Reihe von grausamen Morden in Verbindung gebracht werden können. Dazu muss sie sich erst einmal das Vertrauen der beiden erschleichen, damit sie sich in das krankhafte Denken der beiden hineinversetzen kann. Doch die Geschwister werden gewarnt und Targa muss starken Lebenswillen beweisen.

Ihr Charakter und ihre Art haben mir sehr gut gefallen. Sie versucht in diesem Thriller nicht nur verschiedene Morde aufzuklären, auch hat sie noch einige Fragen aus ihrem Leben offen, dessen Antworten sie auf jeden Fall noch haben möchte.
Sie lebt mit ihrem Hund ohne Handy, Computer und soziale Kontakte sehr zurückgezogen in einem VW-Bus. Außerdem ist sie sehr intelligent aber ohne Empathie. Bei fremden Menschen kommt ihr autistisches Verhalten oft sehr komisch rüber. Während der Geschichte konnte ich jedoch miterleben, wie sie versucht, ihr Leben sozialer zu gestalten. Ihre Ängste und Wünsche führen dazu, dass sie lernt, sich ihren Mitmenschen anzupassen. Außer ihrem Chef, einer männlichen Bekanntschaft, ihrer Mutter und ihrem Hund (der Hund heißt einfach nur Hund) hat sie niemanden, der ihr wichtig ist.
Als Autistin finde ich diesen Schritt wirklich stark. Wer sich mit dem Thema Autismus auskennt, kann diesen Punkt und ihre Persönlichkeit wahrscheinlich besser verstehen.

Das Ende hat mich mit einem heißen und brennendem Finale überrascht, aber auch für Targa gab es noch eine wichtige Antwort auf eine Frage aus ihrem Leben. Insgesamt ist "Dunkeltot wie deine Seele" ein rundum gelungener Thriller, der einen spannenden Plot beinhaltet. Auch das Setting (düsteres Waldgebiet in Blumenthal) hat wunderbar gepasst und mir richtig gut gefallen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere