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Veröffentlicht am 28.07.2020

Tolle Fortsetzung

Schwarzer August
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Hach, ich mag die Lost-Krimis.

Auch Teil 4 glänzt mal wieder mit viel portugiesischem Lokalkolorit, Lost als Autist ist wieder absolut nüchtern und bei der Sache und bildet so einen angenehmen Gegenpol ...

Hach, ich mag die Lost-Krimis.

Auch Teil 4 glänzt mal wieder mit viel portugiesischem Lokalkolorit, Lost als Autist ist wieder absolut nüchtern und bei der Sache und bildet so einen angenehmen Gegenpol zu seinen portugiesischen Kollegen.

In Teil 4 hat Leander Lost endlich die Bewilligung erhalten dauerhaft in Faro bleiben zu können. Kaum hat er Gelegenheit das mit seiner Herzensdame zu feiern, explodiert eine Autobombe direkt neben einer Bank. Doch bei diesem einen Anschlag wird es nicht bleiben...

Wer ein Faible für Krimis mit mediterranem Charme hat, ist hier absolut richtig. Der Plot ist tatsächlich auch extrem gut durchdacht, auf die Auflösung des Falles wäre ich nicht gekommen.

Die Weiterentwicklung der Charaktere gerät dabei etwas ins Hintertreffen, insbesondere Losts Plot ist mir etwas zu harmonisch und linear. Aber wer kann dem Autor bei dieser tollen Reihe da schon böse sein? Irgendwie liest man ja lieber vom Azur des Himmels über der Algarve als die Protagonisten straucheln zu sehen.

Ein unterhaltsamer Krimi für warme Sommerabende.

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Veröffentlicht am 07.07.2020

Leichte Lektüre für die Urlaubs-Sehnsucht

Ans Vorzelt kommen Geranien dran (Die Online-Omi 14)
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Renate Bergmann, die Online-Omi, ist schon längst eine Legende. Und mittlerweile bin ich auch auf den Geschmack gekommen.

Frau Bergmann schreibt locker von der Leber weg, was ihr (oder ihrem Schöpfer ...

Renate Bergmann, die Online-Omi, ist schon längst eine Legende. Und mittlerweile bin ich auch auf den Geschmack gekommen.

Frau Bergmann schreibt locker von der Leber weg, was ihr (oder ihrem Schöpfer Torsten Rohde) im Alltag passiert, stets versehen mit dem Weltbild einer typischen Mittachtzigerin.

In diesem Buch beschließt Frau Bergmann, mit ihren Freunden, dem ebenfalls schon längst verrenteten Ehepaar Gläser in den Urlaub zu fahren. Camping soll es sein, an einem idyllischen See.

Doch bis das passende hüftgerechte Campingmobil gefunden ist, Herr Gläser davon überzeugt ist besser einen 'Jungschen' ans Steuer zu lassen und alle Sachen inklusive Einwecktopf verstaut sind, ist schon ganz schön was passiert. Und kaum am Platz angekommen, lernen die Rentner Platzwart Habicht kennen, gegen den selbst gestandene Berliner Blockwarte wie Schuljungs aussehen.

Das Buch ist, wie immer bei Renate Bergmann, humorvoll und mit viel Situationskomik geschrieben. Wer ein Sommerbuch zum Kompensieren des Urlaubsdefizits und des Fernwehs sucht, ist hier genau richtig.

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Veröffentlicht am 07.07.2020

Bussi, verplant wie immer

Die Toten vom Lärchensee
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Mit dem zweiten Roman über Arno Bussi, den Wiener Kriminaler aus Tirol, bietet Joe Fischler wieder witzig-skurrile Unterhaltung.

Den Bussi, Arno kann man schwer beschreiben. Er ist ein bissl Schwerenöter, ...

Mit dem zweiten Roman über Arno Bussi, den Wiener Kriminaler aus Tirol, bietet Joe Fischler wieder witzig-skurrile Unterhaltung.

Den Bussi, Arno kann man schwer beschreiben. Er ist ein bissl Schwerenöter, ein bissl Kriminaler, ein bissl Chaot aber immer einer, der die Leute in seinem Tirol versteht.

Sein Spezialfreund, Innenminister Qulatinger, hatte ihn ja aufs Abstellgleis geschoben, aus sehr privaten Gründen. Doch als ein Bau-Projekt zum politischen Kräftemessen wird, beordert Qualtinger ihn nach Tirol zum Bauplatz um den Cold Case des toten Seewirts zu lösen.

Was Joe Fischler hier wieder an eigentümlichen Charakteren auffährt, ist kaum zu fassen. Allen voran Bernhard und Bernhard. Der eine der alte, stoische Dorfpolizist, der andere sein an Schneemangel leidender Lawinensuchhund, die Bernhard-Bernhard-Passagen sind urkomisch. Schneller als er sich versehen kann, ist Arno Bussi dran am schiefhängenden Dorfsegen, den verschiedenen Parteien im Kampf um Bau oder Nicht-Bau eines Luxus- Chaletdorfs.

Typisch Arno, für die Lösung des Falles muss er sowohl seine heile Haut als auch sein Herz riskieren...

Für Joe Fischler- Fans ein Muss, für Regionalkrimi-Fans ebenso lesenswert.

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Veröffentlicht am 09.03.2020

Typischer Sullivan

Im Schatten des Kronturms
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Wer noch nie Fantasy gelesen hat, sei hier gewarnt. Sullivan schreibt klassische Fantasy und pflegt dabei den Erzählstil der guten alten Zeit. Er verliert sich gern in Beschreibungen, nimmt sich Zeit die ...

Wer noch nie Fantasy gelesen hat, sei hier gewarnt. Sullivan schreibt klassische Fantasy und pflegt dabei den Erzählstil der guten alten Zeit. Er verliert sich gern in Beschreibungen, nimmt sich Zeit die Handlung aufzubauen und baut interessante, ausgefeilte Charaktere. Manche legen ihm das als Langatmigkeit aus, mir gefällt es aber, aber als erfahrene Fantasy-Leserin bin ich ausschweifende Beschreibungen ja gewohnt.

In 'Im Schatten des Kronturms' erzählt Michael J. Sullivan die Geschichte von Hadrian Blackwater und Royce Melborn, einer ein Krieger, einer ein Mörder, die sich begegnen und die Diebesbande Riyria gründen. Dieses Buch ist der Prolog zu den bereits erschienenen Riyria-Chroniken, man kann es zuerst lesen aber auch nachdem man die bereits veröffentlichten Bücher gelesen hat.

Mir hat die Geschichte gut gefallen, aber man muss eben den klassischen, manchmal etwas trockenen Erzählstil, mögen. Ganz so vom Hocker gehauen wie die The First Empire-Reihe hat es mich nicht, aber es ist passable, unterhaltsame Fantasyliteratur.

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Veröffentlicht am 28.02.2020

Spannend!

Knochengrab (Ein Sayer-Altair-Thriller 2)
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Dies ist der 2. Teil der Sayer Altair-Reihe.

Bei einer Wanderung im Shenandoah-Nationalpark stößt FBI-Agen Max Cho mit seiner Leichenspürhündin auf eine Grube voller menschlicher Überreste. Frisch aus ...

Dies ist der 2. Teil der Sayer Altair-Reihe.

Bei einer Wanderung im Shenandoah-Nationalpark stößt FBI-Agen Max Cho mit seiner Leichenspürhündin auf eine Grube voller menschlicher Überreste. Frisch aus dem Krankenstand zurück wird FBI-Agentin Sayer Altair dorthin entsandt um den vermeintlichen Cold Case aufzukären. Doch der Fall ist scheinbar gar nicht so kalt, wie zunächst vermutet...

Wir haben es hier mit typischer Thrillerkost zu tun, in der auch einige ziemlich fiese Folterszenen vorkommen. Leser*innen mit einer Sensibilität gegenüber Gewalt gegen Kinder seien hiermit gewarnt, dieses Buch könnte euch unangenehm belasten.

Der Spannungsbogen ist gut, man ist fast sofort mitten im Geschehen und ein knallharter Thriller vermischt sich hier mit Ränkespielen innerhalb Quanticos sowie einem tollen Plot, in dem man sich von fast zu Anfang an fragt, wem man hier eigentlich trauen kann.

Peter Lontzek als Hörbuchsprecher besitzt eine perfekte Thrillerstimme, er beherrscht alle Facetten vom ruhigen Erzähler bis hin zur durchgeknallten Psychopathie, es macht echt Freude ihm zuzuhören.

Den einzigen kleinen Minuspunkt den ich hier anbringen könnte, ist, dass ich die verantwortliche Person sofort in Verdacht hatte. Meine Intuition hat mich nicht getrogen, auch wenn der Autor es einem wirklich schwer macht und ich zwischendrin, inmitten all der unerwarteten Wendungen, meine Theorie fast aufgegeben hatte.

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