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Veröffentlicht am 16.04.2020

Gigantische Figuren und eine super süße Story

Love factually (Knitting in the City 1)
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In „Love Factually“ geht es um die etwas spezielle Janie. Das Buch beginnt an dem Tag, an dem sie nicht nur herausgefunden hat, dass ihr Freund sie betrogen hat, und sie somit keine Wohnung mehr hat, sondern ...

In „Love Factually“ geht es um die etwas spezielle Janie. Das Buch beginnt an dem Tag, an dem sie nicht nur herausgefunden hat, dass ihr Freund sie betrogen hat, und sie somit keine Wohnung mehr hat, sondern sie verliert gleichzeitig auch ihren Job. Und dann läuft ihr noch der attraktive Quinn Sullivan – einer der Wachmänner der Firma – über den Weg. Wie das Schicksal es will, bleibt es aber nicht bei dem einen mal und so kreuzen sich die Wege der zwei immer wieder, bis Quinn ihr schließlich ein nicht ausschlagbares Angebot macht.
Ich fand den Schreibstil wirklich sehr gut und sehr flüssig zu lesen. Die ganze Geschichte war aus einem Guss und auf der einen Seite voll mit Emotionen, auf der anderen kam aber auch der Humor keinesfalls zu kurz. Ich wurde auf der ersten Seite in den Bann der Geschichte gezogen und so blieb es bis zum Ende. Ich habe mit den beiden Protagonisten mitgehofft, mitgefiebert, mitgelacht und manchmal auch einfach nur den Kopf über sie geschüttelt.
Die Protagonistin Janie war mir von Anfang an super sympathisch. Sie hat eine etwas außergewöhnliche Art, mit schwierigen Dingen umzugehen und neigt dann dazu, ihr „Wikipedia-Wissen“, das oft sehr lustig und teilweise auch ziemlich interessant war, zu Tage kommen zu lassen. Auf mich wirkte sie recht clever aber teilweise ein bisschen – aber auf eine positive Art – naiv und leichtgläubig. Ein paar Mal stand sie einfach auf dem Schlauch und es viel ihr oft unheimlich schwer, das Offensichtliche zu erkennen. Dadurch habe ich sie aber noch mehr ins Herz geschlossen.
Quinn, die männliche Hauptfigur, ist sehr gut gelungen. Auch er war mir von Anfang an sympathisch und ich habe ihn schnell ins Herz geschlossen. Dennoch wirkt er gerade zu Beginn auf eine interessante Art etwas undurchschaubar, je näher man ihn kennengelernt hat, desto mehr mochte ich ihn aber auch.
Genial fand ich auch die super gut und sehr tiefgründigen Nebenfiguren – allen voran die Mädels aus Janies Strickclub und ihre Kollegen bei der Arbeit.
Thematisch bietet der Roman nicht so viel Außergewöhnliches, eine Romanze am Arbeitsplatz gibt es ja doch häufiger mal, aber dieser hat sich durch seine außergewöhnliche und bemerkenswert liebenswürdige Protagonistin, sowie die tollen Nebenfiguren deutlich von den anderen abgehoben.
Insgesamt fand ich „Love Factually“ vom Titel, übers Cover und den Schreibstil bis hin zu den absolut authentischen und herzlichen Figuren super süß und sehr gelungen. Es war eine tolle, auf den ersten Blick, leichte Geschichte mit trotzdem ausreichend Tiefgang und von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 08.04.2020

Super schöne Story mit den besten Figuren, die man sich wünschen kann

Raidase
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„Raidase – James und Grace“ ist der zweiter Teil der Reihe und in diesem geht es um James, den organisierten Manager der Band Raidase, der seinem Onkel einen Gefallen schuldet und deshalb die etwas chaotische ...

„Raidase – James und Grace“ ist der zweiter Teil der Reihe und in diesem geht es um James, den organisierten Manager der Band Raidase, der seinem Onkel einen Gefallen schuldet und deshalb die etwas chaotische aber sehr liebenswürdige Grace, bei sich einziehen lässt. Dieselbe Grace, die ihm vor einigen Jahren so viele bedeutet und die er doch alleine gelassen hat… und Grace? Ihr Herz schlägt noch immer für James – aber er spielt doch inzwischen in einer komplett anderen Liga oder nicht?

„Raidase – James und Grace“ war ein tolles Buch. Super liebenswürdige Protagonisten konnten mich von der ersten Seite an in ihrem Bann ziehen. Ergänzt wurden sie durch die – fast noch besseren – Nebenfiguren wie das gutmütige Monster, das mit Grace einzieht und James Ordnung durcheinander bringt, die Jungs aus der Band, die wir hier zum Glück wieder treffen dürfen – und natürlich ihre Freunde und ein bisschen Feenstaub weht auch durch die Geschichte :D Hinzu kamen natürlich klasse Themen wie das Backen, das Selbstvertrauen, die Freundschaft und Liebe und natürlich eine starke und ein bisschen verrückte Frau, die sich gut gegen ihre etwas garstigen Mitmenschen zur Wehr setzt.

Den Schreibstil fand ich, wie auch im ersten Band schon, ziemlich klasse, aber insgesamt wirkte diese Geschichte auch deutlich ausgeglichener und „reifer“. Es gab in der ganzen Geschichte eine gewisse Spannung, super kombiniert mit dem richtigen Humor an den idealen Stellen aber immer ganu das richtige, harmonische Maß, und so verging die Zeit beim Lesen einfach wie im Flug.

Ich hatte super viel Spaß beim Lesen und mit den Figuren und freue mich enorm auf den nächsten Band der Raidase Reihe.

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Veröffentlicht am 25.03.2020

Eine berührende Kombination aus Sehnsüchten, der Hoffnung und dem Schicksal

Rendezvous in zehn Jahren
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In „Rendezvous in zehn Jahren“ von Judith Pinnow trifft die Münchenerin Valerie in einem Café auf den Holländer Ted und die beiden beginnen direkt ein Gespräch über ihre Sehnsüchte und Träume. Schon nach ...

In „Rendezvous in zehn Jahren“ von Judith Pinnow trifft die Münchenerin Valerie in einem Café auf den Holländer Ted und die beiden beginnen direkt ein Gespräch über ihre Sehnsüchte und Träume. Schon nach wenigen Worten ist beiden klar, dass mehr zwischen ihnen ist und sie beschließen, sich in zehn Jahren am selben Ort wiederzutreffen um zu sehen, ob sich ihre Träume erfüllt haben. Doch kaum ist Valerie aus dem Café verschwunden, bemerkt Ted, dass er sich in sie verliebt hat und, dass zehn Jahre viel zu lange sind. Er beschließt dem Schicksal einen Strich durch die Rechnung zu machen und macht sich auf die Suche nach ihr. Eine Geschichte um Träume, Sehnsüchte, Hoffnung, Schicksal, das Leben, das Lieben und das (Nicht-)Loslassen-Können beginnt.
Ich habe schon beim Lesen des Klappentextes gewusst, dass ich mich in dieses Buch verlieben werde und als ich es dann in der Hand hatte, konnte ich nur noch daran denken, wie niedlich es ist – ein wunderschönes, handliches Taschenbuch.
Die Protagonisten Valerie und Ted fand ich von der ersten Seite an super sympathisch und nett. Sie waren genau auf meiner Wellenlänge. Valerie ist grade frisch von ihrem Exmann getrennt und betreibt einen Waschsalon in München. Ted hat einen Sohn, aber auch er ist lebt getrennt in Amsterdam. Beide haben von der ersten Seite an sehr viel Tiefe gehabt und ich fand es toll, mich in sie hineinversetzen zu dürfen.
Aber auch die Nebenfiguren hatten tolle Charaktere. Da gibt es auf der einen Seite die Schwester von Valerie, ihre beiden besten Freundinnen und ihre etwas spezielle Mutter. Auf der anderen Seite gibt es Teds besonderen Freund Roman, seinen Sohn und dessen Mutter. Alle haben genügend Tiefe und ihre eigenen Geschichten, die gelungen mit der „Hauptstory“ verknüpft sind und wunderschön miterzählt werden.
Die Idee hat mich schon im Klappentext sehr angesprochen und wurde dann auch alle Erwartungen erfüllend und übertreffend umgesetzt. Emotional ging es an sehr vielen Stellen auf eine ganz tiefe Ebene und Tränen gab es nicht zu wenige. Die Hoffnung auf ein „Happy End“ wurde immer wieder neu entfacht um dann doch wieder verworfen zu werden.
Der Schreibstil war etwas speziell, es gibt sehr viele Sichtwechsel, aber meiner Meinung nach war es für diese Geschichte eine geniale Methode. Sehr gelungen wurden auch ab und an Sichten von Nebenfiguren erzählt. Insgesamt hat dies alles aber sehr dazu beigetragen, sich noch tiefe in die Figuren hineinversetzen zu können und die Geschichte zu etwas besonderem Gemacht.
Insgesamt fand ich „Rendezvous in zehn Jahren“ wunderschön und berührend. Von der ersten Seite an hat es mich in seinen Bann gezogen und ich fand es wunderschön, mit den Figuren mit zu hoffen und zu fiebern. Ich finde es rundum gelungen und besonders gut hat es mir gefallen, wie die Sehnsucht, das Schicksal und die Hoffnung thematisiert wurden.

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Veröffentlicht am 21.03.2020

Rundum gelungener Auftakt

Anna Konda – Engel des Zorns
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In „Anna Konda – Engel des Zorns“ geht es um Anna, die in einem Kloster aufgewachsen ist. Ein paar Tage vor ihrem 17. Geburtstag begegnet sie dem attraktiven Leo, der jedoch einige Geheimnisse hat. Kurz ...

In „Anna Konda – Engel des Zorns“ geht es um Anna, die in einem Kloster aufgewachsen ist. Ein paar Tage vor ihrem 17. Geburtstag begegnet sie dem attraktiven Leo, der jedoch einige Geheimnisse hat. Kurz danach überschlagen sich die Ereignisse in Annas bisher wohlbehütetem Leben. Dunkle Mächte, die es scheinbar auf sie abgesehen haben, kommen auf und greifen Anna und Personen in ihrem Umfeld an. Dann erfährt Anna, wer sie wirklich ist… und was hat es mit Leo auf sich?

Das Cover von diesem Roman ist ein wunderschöner Eyecatcher und es fängt das Thema des Buches toll ein – Engel, Zorn, Hell und Dunkel – all das sind Themen von „Anna Konda“.

Thematisch war ich zunächst vollkommen überwältigt, dass ein Buch mit Thema Engel, Kloster,… in der heutigen Zeit spielt. Die Umsetzung ist aber super gut gelungen. Der Schreibstil war absolut packend und für mich war „Anna Koda“ ein wahrer Pageturner – ich habe es an einem Nachmittag durchgelesen.

Anna ist 17 Jahre alt und wohnt mit ihrer Mutter in dem Kloster, in dem sie auch aufgewachsen ist. Ich finde sie sehr sympathisch und authentisch.

Leo ist von Anfang an sehr geheimnisvoll und nur nach und nach kommen seine Geheimnisse – oder zumindest ein Teil davon – ans Licht. Dennoch habe ich ihn von der ersten Begegnung an ins Herz geschlossen. Er ist frech, vielleicht sogar gefährlich und dennoch absolut liebenswürdig und süß. Leo ist eine meiner Lieblingsfiguren in der Buchwelt überhaupt.

Ein großes Lob gibt es von mir für die tollen Figuren, die in diesem Buch vorkommen. Alle sind absolut authentisch und ich konnte die Beweggründe von ihnen immer super nachvollziehen.

Ein weiteres Lob an das Thema – Licht und Dunkelheit – und die tolle Umsetzung davon. Nicht immer ist alles so, wie es scheint oder so, wie es sein sollte und das wird hier toll verkörpert.

Am tollsten fand ich die super interessanten, tiefgehenden und dennoch sehr humorvollen Gespräche – vor allem zwischen Anna und Leo aber auch mit anderen Figuren.

Insgesamt fand ich „Anna Konda“ super gut gelungen, auf allen Ebenen. Es sieht toll aus, die Charaktere sind klasse, der Schreibstil ist spitze und packend. Ich konnte mich sehr gut in Anna hineinversetzen und das Sahnehäubchen waren dann die absolut geistreichen Unterhaltungen. Das Buch hat einfach zu hundert Prozent Spaß gemacht und ich weiß jetzt schon sicher, dass der 2. Teil einziehen muss – schade, dass es noch so lange hin ist.

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Veröffentlicht am 20.03.2020

Wunderschön mit vielen Gefühlen

Das Licht von tausend Sternen
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In "Das Leuchten von tausend Sternen" geht es um Harper, die zu Beginn ihres Studiums auf den vermeintlichen Frauenhelden Ashton trifft, der ihr nicht mehr aus dem Kopf geht. Dabei hat sie gar keine Zeit ...

In "Das Leuchten von tausend Sternen" geht es um Harper, die zu Beginn ihres Studiums auf den vermeintlichen Frauenhelden Ashton trifft, der ihr nicht mehr aus dem Kopf geht. Dabei hat sie gar keine Zeit für die Liebe, weil sie sich neben dem Studium um ihren authistischen Bruder kümmern muss und Familie schon immer das Wichtigste war...



Zunächst zum Cover und zum Titel: ich habe selten ein passenderes Cover und einen treffenderen Titel gesehen, als bei diesem Buch. Hinzu kommt, dass das Cover wirklich wunderschön ist. Allein das Buch in der Hand zu halten oder im Schrank stehen zu haben lohnt sich!



Die Figuren fand ich schon in der Leseprobe toll. Da gibt es zunächst Harper, die immer alles für ihre Mutter und ihren autistischen Bruder tut und auch den "Freuden" des Studenten-Daseins abschwört, bis sie auf Ashton trifft. Harper merkt, wie gerne sie einfach mal sie selbst wäre und probiert im Lauf der Geschichte dann das ein oder andere aus als "die andere Harper", wie sie sich selbst dann nennt. Harper lässt sich sehr leicht ins Herz schließen, sie ist einfach sehr süß und man kann ihre Gefühle meistens recht gut nachvollziehen.

Dann gibt es Ashton. Auch er war mir von Beginn an sympatisch, zunächst als der typische "BadBoy", im Lauf der Geschichte stellt sich dann aber heraus, dass doch einiges mehr hinter ihm steck als zunächst gedacht. Sehr gut gefallen mir Ashtons Veränderungen, Gefühle und Emotionen.

Tolle Nebenfiguren gibt es auch: da ist zum einen Becca, Ashs beste Freundin und Mitbewohnerin, die einen recht eigenen aber dennoch sehr liebenswürdigen Charakter hat. Dazu kommen noch weitere Freunde und Kommilitonen von Ash und Harper, die im Großen und Ganzen recht gut gelungen sind, die ich aber nicht alle erwähnen möchte.



Die Geschichte ist thematisch recht interessant, es wird recht viel über den Autismus von Harpers Bruder Ben gesprochen, dazu kommen aber auch noch ein paar Ausschnitte über Filme, Kunst, ... Der Roman sticht auf jeden Fall aus seinesgleichen hervor!



Den Schreibstil fand ich recht gut zu lesen, man war schnell im Geschehen drin und konnte sich recht gut in die Figuren hineinversetzen. Gut gelungen ist der Wechsel zwischen Harpers und Ashs Sichtweisen. Verschiedenste Gefühle und Emotionen auf allen möglichen Ebenen, zwischen Eltern und Kindern, Freunden, Verliebten, waren alle vorhanden und wurden soweit auch gut rüber gebracht.



Dennoch habe ich drei klitzekleine Kritiken. Das ist zum einen die Rolle von Jenna. Irgendwie ist sie für Harper wohl so etwas wie eine beste Freundin, aber wann die beiden sich mal wirklich nah stehen, ist mir leider nicht klar geworden. Dann das Thema erste Liebe - ich dachte einen Großteil des Buchs, dass Harper noch nie einen Freund hatte, stellt sich dann irgendwann heraus, dass dies wohl doch der Fall war. Und letztendlich hätte ich mir an machen Stellen einfach noch mehr Tiefe und gerne auch noch ein paar mehr Gedanken der Figuren gewünscht, das ein oder andere geschah dann doch eher überraschend.



Insgesamt finde ich Das Leuchten von tausend Sternen aber überdurchschnittlich gut gelungen. Thema ist interessant, die Figuren machen Veränderungen durch, es gibt Liebe und Probleme wie so oft, aber dennoch anders.

Von mir gibt es eine klare Lese- und/oder Kaufempfehlung. Wie schon bemerkt lohnt es sich allein des Covers wegen!

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