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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.05.2021

Rettet das Schloss, findet den Schatz!

Malvina Moorwood (Bd. 1)
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Anstrengende Heldin für junge Leser

Es passiert nicht oft, dass mir der Klappentext total gut gefällt und das buch mich dann so enttäuscht. Wie kommt das nur? Was läuft schief auf Moorwood Castle?

Christian ...

Anstrengende Heldin für junge Leser

Es passiert nicht oft, dass mir der Klappentext total gut gefällt und das buch mich dann so enttäuscht. Wie kommt das nur? Was läuft schief auf Moorwood Castle?

Christian Loeffelbein schreibt mit einer schönen Mischung aus Spannung und Humor. Ein bisschen Schatzsuche, ein bisschen Krimi und einiges an Rätselspaß werden zu einem hübschen Plot verstrickt. Die Protagonisten Malvina und Tom könnten ein starkes Team sein. Malvina, die mutige, verwegene und freche und Tom, der ruhige, nerdige und super schlaue.

Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und passt super zur Zielgruppe des Buchs. Werte wie Freundschaft, Familie und Zusammenhalt werden angesprochen. Malvinas und Toms Familie haben tote Auftritte. Das Cover ist toll gestaltet und veredelt und auch die Illustrationen im Buch sind super, auch wenn sie nur schwarz-weiß sind. Alles Zutaten für ein tolles Kinderbuch.

Leider hat mir gerade die freche Malvina das Abenteuer unerträglich gemacht.
Sie ist nicht lustig und sympathisch, sondern eine launische und zickige Nervensäge. Ich bewundere Toms Geduld mit seiner Freundin. Sie verhält sich wie die größte Diva, hat dabei aber mehr Glück als Verstand. Ich bin bis zum Schluss nicht mit ihr warm geworden. Dabei nehmen ihre sprunghaften Aktionen im Verkauf der Geschichte immer mehr Raum ein, sodass sie die Handlung förmlich übertönt. Irgendwann habe ich nur noch Worte wie patzig, grantig, genervt und wütend gelesen. Keine tolle Botschaft für junge Leser, dass man nur lange genug seine Umgebung nerven muss, um am Ende doch seinen Willen zu bekommen.

Fazit:
Ein Klappentext ist halt doch nicht alles.
"Das Geheimnis von Moorwood Castle" hat viele tolle Ansätze für ein richtig gutes Abenteuer. Leider wird die Geschichte völlig von der mega anstrengenden Protagonistin erstickt. Vielleicht bessert sich das in Band 2. Aber diesen werde ich wohl nicht lesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.05.2017

111 Schimpfworte, die mich dieses Buch nicht zu Ende lesen lassen.

111 Gründe, seinen Chef zu hassen
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Natürlich kennen wir das alle. Der Chef, der im Vorstellungsgespräch noch so nett und aufgeschlossen rüber gekommen ist, stellt sich in den nächsten Wochen als Psychopath, Sexist und Tyrann heraus. So ...

Natürlich kennen wir das alle. Der Chef, der im Vorstellungsgespräch noch so nett und aufgeschlossen rüber gekommen ist, stellt sich in den nächsten Wochen als Psychopath, Sexist und Tyrann heraus. So ist das mit Chefs, haben sie dich einmal am Wickel, denken sie dass du ihr Eigentum bis. Und es liegt an dir daran etwas zu ändern.

Ich gebe dem Autor in seiner Grundaussage recht. Es gibt einfach zu viele furchtbare Chefs auf dieser Welt und auch viel zu viele Angestellte, die sich einfach alles gefallen und sich ihr Leben vom Job und vom Chef wegnehmen lassen. Der Weg, den der Autor gewählt hat um seinen Lesern diese Tatsachen nahe zu bringen finde ich allerdings eher unglücklich gewählt.

Von außen macht das Buch einen tollen Eindruck. Der Titel springt einem sofort ins Auge. Und die Karikatur eines Chefs, wie er auf dem Rücken seines Angestellten reitet und Anweisungen gibt ist wirklich niedlich und witzig gemacht. Schade ist, dass die Karikaturen, die im weiteren Verlauf des Buches zu finden sind einen ganz anderen Stil haben. Die sind weniger liebevoll und kindlich gezeichnet. So sind sie zwar vielleicht anschaulicher, aber ich bin der Meinung man sollte schon einen Stil beibehalten, wenn man schon gezeichnete Bilder in einem Buch verwendet.

Die Aufteilung in verschiedene Gründe finde ich ebenfalls recht gut gelungen. Die meisten Gründe kommen einem sofort bekannt vor und erklären sich von selbst. Der Autor fügt unter jedem Grund dann ein kurze Fallstudie an, in der er Beispiele auf dem Arbeitsalltag schonungslos und anschaulicher schildert und seine Meinung dazu äußert, was genau der Angestellte falsch gemacht hat. Diese Abschnitte sind dann je nach Länge noch in Unterthemen unterteilt.

Was mich gestört hat, ist wie der Autor die Abschnitte verfasst hat. Natürlich handelt es sich bei diesem Buch um Satire und dementsprechend kann man erwarten, dass der Ton recht offensiv und deutlich ausfällt. Wenn die Texte witzig sind und man als Leser schmunzeln kann ist das ja auch kein Problem und so gewollt.

Die einzelnen Abschnitte kam mir aber nur wie reine Schimpftriaden vor. Der Autor reit Flüche der untersten Kategorie aneinander und richtet sich dabei nicht nur gegen die Chefs. Er greift auch den Angestellten an. Er bezeichnet diesen als dumm, blauäugig und naiv. Natürlich werden furchtbare Chefs besonders für die Angestellten unerträglich, die sich alles gefallen lassen. Aber da sich dieses Buch gegen die Chefs richten sollte, habe ich kein Verständnis dafür, dass die Angestellten auf so aggressive Weise angegangen werden.

Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde bekommen und war guter Dinge eine Sammlung kurzweiliger und witziger Abrechnungen mit den Chefs dieser Welt vor mir zu haben. Nach knapp der Hälfte musste ich das Buch dann aber leider zur Seite legen, weil ich es einfach nicht mehr ausgehalten habe.

Das bekannte und beliebte F-Wort wurde sehr oft verwendet. Von anderen Schimpfworten und vulgären Ausdrücken garnicht erst zu reden.

Ich kann dieses Buch daher leider nicht empfehlen. Der Ton ist mir für ein humoristisches Werk einfach zu hart.

Veröffentlicht am 03.05.2017

Interessante Leben. Aber schräg ist anders.

Schräge Vögel, Faszinierende Lebensentwürfe
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Dieses Buch widmet sich den Lebenswegen und Lebensarten von verschiedenen Menschen, die für einige von außen betrachtet recht sonderbar erscheinen mögen.
Allerdings sind die Lebensentwürfe der beschrieben ...

Dieses Buch widmet sich den Lebenswegen und Lebensarten von verschiedenen Menschen, die für einige von außen betrachtet recht sonderbar erscheinen mögen.
Allerdings sind die Lebensentwürfe der beschrieben Personen gar nicht so unteschiedlich und schräg wird für einige Leute heute auch etwas anderes sein. Trotzdem ist dieses Buch für einige Leser sicherlich recht interessant.

Beschrieben werden die Lebenswege von verschieden Künstlern, Schauspielern und Lebenskünstlern. Alle haben gemeinsam, dass sie nicht das geworde sind, was von ihnen erwartet wurde, sondern dass sie das tun, was ihnen Freude macht. Und dabei haben sie sich auch in gehobenerem Alter noch nicht endgültig festgelegt.

In ihrer Umgebung oder auch in den entsprechenden Gesellschaftsschichten haben die Protagonisten wohl einige Bekanntheit erlangt. Mir persönlich ist leider noch keiner von ihnen begegnet.
Ich hatte beim Lesen allerdings auch das Gefühl, dass die Autoren sich auf Persönlichkeiten aus Süd-Ost-Deutschland und Österreich beschränkt haben. Vielleicht weil das ihr bevorzugtes "Jagdgebiet" ist, vielleicht waren "Schräge Vögel" aus anderen Teilen Deutschlands aber auch einfach nicht schräg genug. Das finde ich sehr schade.

Sprachlich ist dieses Buch sehr anspruchsvoll. Man könnte fast meinen, dass man eine Dokumentationsreihe aus dem Feuilleton der bekannten Tageszeitungen verfolgt.

Für den Interessierten Leser mit einem Interesse für Schauspiel, Kunst und eine etwas andere Lebensgestaltung ist dieses Buch vielleicht recht interessant. Mir persönlich waren die Leben der Protagonisten dann doch nicht schräg genug.

Veröffentlicht am 03.05.2017

Hexenjagd, zu viel Sex und noch mehr Blabla.

Fanatic Angels
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Fanatic Angel ist der mittlerweile dritte Teil der Reihe um die Agents Sean und Cat.
Allerdings ist dies meine erste Begegnung mit den beiden. Leider bin ich von diesem ersten Treffen eher enttäuscht.
Der ...

Fanatic Angel ist der mittlerweile dritte Teil der Reihe um die Agents Sean und Cat.
Allerdings ist dies meine erste Begegnung mit den beiden. Leider bin ich von diesem ersten Treffen eher enttäuscht.
Der Klappentext versprach mir eine nervenzerrende Jagd auf einen Mörder in der NS-Szene der USA und einen Agenten, der dabei seine ganz eigenen Ziele verfolgt.
Nervenzerrend war es auch, allerdings eher im negativen Sinne.

Dieser Band hätte sicher eine gelungene Fortsetzung der Reihe sein können. Gefühlte die Hälfte des Buches ist aber für Sex-Szenen vergeudet worden. Sex in der Küche, Sex im Hotel, Sex überall und zu jeder Gelegenheit.
Von der Jagd auf den Mörder ist auch weit und breit keine Spur. Statt dessen wird Agent Caver von seinem ganzen Team in seiner Hexenjagd unterstützt und keiner kommt mal auf die Idee auch nach anderen Spuren zu suchen.
So wird der wahre Mörder dann auch erst am Ende durch eine Art Geständnis entdeckt.

Der Antagonist hat sicher seinen Reiz, wenn man machtgierige, verdrehte, Hitler-Jünger gern als Bösewichte hat. Aber alle Charaktere bleiben für mich eher glatt und profillos. Beziehungen zwischen den einzelnen Personen bestehen zwar, aber man bekommt einfach kein tieferes Gefühl für sie.

Zu Beginn erfährt man ein paar Details aus Cavers Vergangenheit und zu seinen Familienverhältnissen. Für mich war das der eintig interessante Teil des Buches. Falls dieser Aspekt in den ersten beiden Büchern näher verarbeitet wird, werde ich mir überlegen sie vielleicht doch zu lesen.

Dieser Teil ist meiner Meinung nach aber eine ziemliche Pleite.
In der Schule würde es heißen: "Thema verfehlt, Sechs." Schade.

Veröffentlicht am 03.05.2017

Interessante Projekte, ausbaufähige Präsentation

Projekte der Wikimedia Fondation
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Die Idee zum Buch finde ich gut. Ich wusste nicht, wie viele verschiedene Projekte es von Wikimedia gibt. Ich kannte zwar verschiedene Wikis (-pedia, zu One Piece oder anderen Animes, u.a.) aber die anderen ...

Die Idee zum Buch finde ich gut. Ich wusste nicht, wie viele verschiedene Projekte es von Wikimedia gibt. Ich kannte zwar verschiedene Wikis (-pedia, zu One Piece oder anderen Animes, u.a.) aber die anderen Projekte sind bisher auch an mit vorbei gegangen.

In diesem Buch werden Blogbeiträge des Debras Verlags zu verschiedenen Projekten der Wikimedia Foundation wiedergegeben, die diese Projekte näher vorstellen und erklären.

Allerding ist die Präsentation der einzelnen Beiträge nicht wirklich ausgereift.

Die Struktur des Buches finde ist verwirrend. Einige Themen, wie Wikinews kommen doppelt vor. Und nach Datum der Blogeinträge scheinen die Abschnitte aber auch nicht sortiert zu sein.
Neben diesen und anderen inhaltlichen Merkwürdigkeiten sind mir auch sprachliche Schwächen aufgefallen. Sätze scheinen unvollständig zu sein, oder zwei Sätze scheinen irgendwie vermischt worden zu sein.
Der Kopf des Verfassers scheint stellenweise schneller gewesen zu sein, als seine Hände.

Insgesamt bleibt mir da nur zu sagen. Die Idee des Buches ist wirklich gut. Die Ausführung allerdings ist eher missglückt.
Für den interessierten Leser ist dieses Buch durchaus informativ. Man sollte dabei aber über einige Mängel hinweg sehen können, sonst könnte die Lektüre etwas anstrengend werden.