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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.07.2019

Guter Anfang, aber ab der Mitte mehr verwirrend als spannend

Samantha Spinner (1). Mit Schirm, Charme und Karacho
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Samantha bekommt einen mysteriösen Regenschirm, und begibt sich - begleitet von ihrem kleinen Bruder Nipper - auf eine Reise rund um die Welt. Und mittels ganz geheimer Gänge unter der Erde dauert so ein ...

Samantha bekommt einen mysteriösen Regenschirm, und begibt sich - begleitet von ihrem kleinen Bruder Nipper - auf eine Reise rund um die Welt. Und mittels ganz geheimer Gänge unter der Erde dauert so ein Trip von Seattle nach Paris auch nur ein paar Minuten.

Oft war es in der Vergangenheit so, dass beim Lesen solcher Abenteuergeschichten meine Söhnen und auch ich eher die zweite Hälfte des jeweiligen Buches besser fanden. Wenn alles wichtige etabliert ist und die Action richtig los geht.
Hier aber fanden wir alle, dass die Geschichte in den ersten Kapiteln richtig stark ist - und zum Ende hin leider abfällt.

Am Anfang begeben wir uns mit den Kindern (und Mops Dennis) schon relativ rasch auf die erste Reise, die uns nach Paris führt. Dort bekommen wir alle sogar was von der Stadt zu sehen, bevor es dann schon bald nach Florenz geht. Auch hier können die Kinder (sowohl Samantha und Nipper, als auch die lesenden Kinder) ein bisschen die Atmosphäre spüren, bevor dann schon wieder die schwarzen Ninjas aufkreuzen und abermals eine Flucht angesagt ist. Ab da an sind wir entweder in Seattle, oder irgendwie unterwegs, kurzzeitig auch mal in so etwas wie einem Museum oder einer Schatzkammer. Aber so richtig durchgeblickt, wo wir gerade sind, haben wir leider nicht immer (und schon gar nicht, wenn wir am nächsten Tag bei einem neuen Kapitel weiterlesen wollten und erstmal 2 Kapitel zurückblättern mussten um uns zu erinnern was zuvor passierte und wo wir ungefähr gerade sind).

Was genau diese maskierten Ninjas bezwecken und wollen blieb uns leider bis zum Ende ebenfalls ein Rätsel. Das war sehr verwirrend, genauso der "Showdown" (der so plötzlich und kurz war, dass er sich nicht wie einer anfühlte) im Museum dann. Auch wurde das Rätsel um Onkel Paul nicht zufriedenstellend aufgelöst.

Mittendrin gibt es auch immer noch Infoseiten zu verschiedenen Bauwerken, wie zB dem Eifelturm. Die fanden wir auch interessant, aber wieso da auch Maccu Pichu und die Chinesische Mauer dabei waren haben wir nicht verstanden, da die Kids dort nie waren. Falls doch, dann haben wir tatsächlich noch mehr von dem Buch nicht verstanden.

Ein Grund für mich, warum ich das Buch für meinen Sohn haben wollte, waren ja auch die auf dem Rückumschlag versprochenen Codes und Rätsel. Ich habe gedacht, dass es hier eine Art interaktive Geschichte ist, wo die lesenden Kinder miträtseln können mit den Protagonisten. Allerdings sind diese Rätsel hinten angestellt und haben für die Handlung an sich keine Relevanz. Schade!

In Summe war ich also schon etwas enttäuscht von diesem Buch. Meinen Söhnen hat es aber immerhin gut gefallen - beide fanden den ersten Trip nach Paris am spannendsten - und sie würden auch den 2. Fall lesen wollen.

Veröffentlicht am 28.06.2019

Zu kurz und etwas zu kitschig

Ein Sommerhaus in Cornwall
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Der Einstieg in die Geschichte war sehr erfrischend. Wir begegnen sofort den beiden Protagonisten Pippa (habe ich sofort ins Herz geschlossen) und Ben (scheint ein netter und vor allem attraktiver Kerl ...

Der Einstieg in die Geschichte war sehr erfrischend. Wir begegnen sofort den beiden Protagonisten Pippa (habe ich sofort ins Herz geschlossen) und Ben (scheint ein netter und vor allem attraktiver Kerl zu sein), samt sonstigen Lebewesen des Bauernhofes. Ein gemütliches Setting, das mich irgendwie etwas an die Mary Scott Romane erinnert hat die ich in den 90ern gern mal gelesen habe.

Leider fehlte im Mittelteil dann etwas Handlung. Plötzlich befinden wir uns schon Wochen später, und in wenigen Sätzen wird zusammengefasst was sich seitdem ereignet hat (eh nicht viel). Da hätte sich Debbie Johnson ruhig die Mühe machen können um uns einige Dates von Pippa und Ben zu schildern. Mit 256 Seiten ist das Buch eh an der äußersten Untergrenze von dem was ich noch "Roman" nennen würde.

Doch richtig gestört hat mich dann die seitenlange Selbstkasteiung von Pippa und Ben wie idiotisch sie sich doch jeweils verhalten haben. Dieses Lamentieren mittels innerem Dialog (wiedergegeben von einem auktorialen Erzähler übrigens, keine Ich-Perspektive!) ging mir eindeutig zu lang und war nur gespickt mit Wiederholungen. Schade, dass hat den Level für mich doch etwas heruntergezogen.

Veröffentlicht am 02.06.2019

Gut geschrieben, schönes Setting, aber ein bisschen zu viel künstliches Drama

Crystal Lake – Diagnose Liebe
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Dieses Buch ist mit 102 Seiten extrem kurz, und da es Teil einer (momentan nur 3teiligen) Reihe ist 'fühlt' es sich auch eher so an wie eine Episode einer TV-Serie. Von der ich womöglich die Pilotfolge ...

Dieses Buch ist mit 102 Seiten extrem kurz, und da es Teil einer (momentan nur 3teiligen) Reihe ist 'fühlt' es sich auch eher so an wie eine Episode einer TV-Serie. Von der ich womöglich die Pilotfolge verpasst habe... Aber gut, natürlich haben einige Figuren schon eine Vorgeschichte die sie mitbringen, und die Autorin versucht auch ihr möglichstes, durch Hinweise und eingestreute Bemerkungen diese für den Leser zu verdeutlichen.

Die Geschichte an sich ist gut geschrieben, klarerweise nicht sehr tiefgehend aber dennoch irgendwie rund. Ein bisschen hat mich der Hang zu Übertreibungen gestört. Mark verliert nach nur einer Woche im Krankenhaus schon seinen Sponsor? Leena will nach einem kleinen 'Zwischenfall' sofort wieder wegziehen? Und wie schnell gleich von wahrer Liebe gesprochen wird... Nun ja, zumindest passt diese Dramaturgie, die ich maximal aus US-Romance-Büchern kenne, gut zum Setting dieser Reihe. Diese Berge von Colorado - und ein Krankenhaus - ist eine sehr gelungene Wahl und birgt viel Potential (weil viel Personal) für zahlreiche Fortsetzungen! Worum es in Band 2 gehen wird, ist in einem Cliffhanger zumindest schon angedeutet.

Veröffentlicht am 23.05.2019

Niedliche Erlebnisse aus dem Hasenwald, doch keine speziellen Schulanfänger-Geschichten!

Hops & Holly 1: Die Schule geht los!
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Aufgrund des Titels und auch der Kurzbeschreibung nahm ich an, dass Hops und Holly nun in die Schule kommen und typische Erstklässler-Situationen durchleben. Dem ist nicht so, es geht einfach die Schule ...

Aufgrund des Titels und auch der Kurzbeschreibung nahm ich an, dass Hops und Holly nun in die Schule kommen und typische Erstklässler-Situationen durchleben. Dem ist nicht so, es geht einfach die Schule nach den Sommerferien wieder los. Sie erleben natürlich dennoch schultypische Dinge, wie einen Vertretungslehrer oder einen neuen Mitschüler. Aber auch Episoden aus dem Familienalltag werden geschildert, wie das Babysitten durch den Großvater oder wie die Zwillinge ihren Geburtstag feiern.

Meinen Kindern gefiel am besten, dass wir zur Abwechslung mal wieder ein Buch lasen, das in sich geschlossene Geschichten/Kapitel hatte. Bei einer fortlaufenden Story mit um die 150 Seiten dauert es halt doch mehrere Abende, bis wir sie durchhaben. Was blöd ist, wenn es gerade sehr spannend wird und wir dann abbrechen müssen.
Hier konnten wir 3-4 Kapitel lesen, und man erfuhr auf jeden Fall immer das Ende jeder Geschichte.

Mein jüngster Sohn kommt im Herbst in die Schule, und daher hoffte ich hier auf eine passende Einstimmung darauf. Diesen Zweck erfüllt das Buch nicht wirklich muss ich gestehen. Zudem fand ich die Geschichten nicht nur inhaltlich sondern auch sprachlich eher passender für Kinder ab der 2. bis ca. 4. Klasse (so alt sind in etwa auch Hops & Holly). Dem gegenüber stehen dann wieder die absolut entzückenden und zahlreichen farbigen Illustrationen, die mehr zu Büchern für Vorschulkindern passen und meinen kleinen Sohn auch definitiv bei der Stange hielten.

Veröffentlicht am 07.05.2019

Lebenstraum

Das Hotel der verzauberten Träume - Die goldene Botschaft (Das Hotel der verzauberten Träume 3)
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Dies ist der dritte Band über die kleine Traumdeuterin Joelle - und wenn ich mir anfangs vielleicht dachte 'Wie oft kann man dieses Thema denn variieren, so dass es sich nicht einfach nur wiederholt?' ...

Dies ist der dritte Band über die kleine Traumdeuterin Joelle - und wenn ich mir anfangs vielleicht dachte 'Wie oft kann man dieses Thema denn variieren, so dass es sich nicht einfach nur wiederholt?' so wurde ich positiv überrascht. Ging es im ersten Band um Träume im Allgemeinen und einen verlorenen Traum im Besonderen; und im 2. Band dann um einen ganz besonders fiesen Albtraum, so muss Joelle (unterstützt von ihrem Bruder Lancelot) nun einen 'Lebenstraum' mit seinem Besitzer vereinen, damit sie endlich nachts wieder in Ruhe schlafen kann.

Obwohl es sich in jedem Buch um einen neuen Traum dreht, würde ich empfehlen, zuvor zumindest das erste Buch gelesen zu haben, damit man eine Vorstellung hat von Joelle, den Apfel-Schwestern und ihren besonderen Fähigkeiten. Es wird hier zwar ansatzweise erklärt, aber ein besseres Verständnis haben die jungen LeserInnen sicherlich, wenn sie mehr vom ganzen Drumherum wissen.

Ich habe das Buch meinen Jungs beim abendlichen Zu-Bett-Gehen vorgelesen. Da passt die Thematik Träume ja eigentlich hervorragend, dennoch bin ich nicht sicher ob es in dem Fall die beste Wahl war da wir pro Abend nur ca. 20-30 Seiten schaffen. Weil anfangs erstmal die Geschichte etabliert wird, hält sich da die Spannung nämlich in Grenzen - und das Interesse meiner Jungs leider auch. Dann kamen noch Ferien dazwischen, wo wir abends gar nicht gelesen haben, und dann haben wir sogar noch ein ganz anderes Buch eingeschoben weil die zwei das unbedingt wollten, bevor wir uns wieder dem Hotel der verzauberten Träume zugewendet haben. Aber sobald wir dann bei etwa der Hälfte des Buches waren, hätte ich es am besten alles in einem Stück vorlesen sollen. Geht natürlich nicht, und so wurden sie noch 2-3 Mal auf die Folter gespannt wie es weitergeht.

Normalerweise liest die Altersgruppe für dieses Buch (ab ca. 8 Jahre) aber eh schon selbst, und kann das viel schneller durchlesen und dann fällt der gemächlichere Anfang nicht so sehr auf und das Ende kann man in einem Rutsch lesen. Das fiel dann aber leider auch ganz schön kurz aus, man könnte es sogar fast verpassen. Das hat uns alle ein bisschen enttäuscht.