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Veröffentlicht am 01.11.2022

Unblutiger Thriller, der unter die Haut geht

Was ich euch verschweige
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Inhalt:

Detective Chief Inspector Jonah Sheens sitzt gerade in einem Biergarten, als eine blutüberströmte junge Frau seine Aufmerksamkeit erregt. Sie heißt Keely Lennox und versichert, dass es ihr gut ...

Inhalt:

Detective Chief Inspector Jonah Sheens sitzt gerade in einem Biergarten, als eine blutüberströmte junge Frau seine Aufmerksamkeit erregt. Sie heißt Keely Lennox und versichert, dass es ihr gut gehe - anders als ihrer Schwester Nina, die verschwunden sei und Hilfe benötige. Sheens ist alarmiert und verständigt sein Team. Keely wird verhört - und erzählt den Ermittlern eine unglaubliche Geschichte. Was ist wirklich geschehen? Was weiß Keely und kann man ihr glauben? Und vorallem: wo ist Nina?

Meine Meinung:

"Was ich euch verschweige" ist der vierte Teil der Reihe um Detective Chief Inspector Jonah Sheens und sein Team von der Kriminalpolizei Southampton. Die verschiedenen Teile der Reihe können jedoch problemlos unabhängig von einander und ohne Vorwissen gelesen werde, da die Fälle in sich abgeschlossen sind.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm zu lesen. Die Handlung wird aus verschiedenen Sichten erzählt, insbesondere aus Jonahs Perspektive, aber auch aus der seiner Teammitglieder, wodurch der Leser einen sehr umfassenden Einblick in die Ermittlungen erhält und zugleich auch das gesamte Team kennenlernt. Zudem gibt es Kapitel, in denen Keely im Rahmen von Vernehmungen ihre Geschichte erzählt, sodass der Leser und die Ermittler nach und nach die wahren Hintergründe erfahren....

Sheens und sein Team sind mir bereits aus dem vorherigen Band der Reihe sehr sympathisch. Im Zentrum der Handlung stehen die Ermittlungen, darüber hinaus spielt aber auch das Privatleben des Ermittlerteams immer mal wieder eine Rolle. Dies gilt insbesondere für Jonah, der gerade erst Vater geworden ist. Dadurch bekommen die Ermittler eine menschliche Komponente, was sie sympathisch und authentisch macht. Darüber hinaus sind sie aber auch ein eingespieltes Team und es macht einfach Spaß, sie bei ihren Ermittlungen zu begleiten.

Der Plot an sich ist spannend und fesselnd. Ich war hin- und hergerissen und habe während des Lesens ebenso wie die Ermittler immer wieder geschwankt, ob man Keely trauen kann oder ob sie ein falsches Spiel spielt... Darüber hinaus werden Sachen thematisiert wie bspw. Missbrauch und psychische und physische Gewalt, die durchaus unter die Haut gehen. Gerade zum Ende hin gibt es zudem einige Wendungen, die für zusätzliche Spannung sorgen und dazu führen, dass sich die Ereignisse im letzten Drittel überschlagen. Mir persönlich war es gegen Ende fast ein wenig zu konstruiert, aber das ist sicherlich Geschmackssache. Insgesamt hat mir die Auflösung gut gefallen. mich dieser sehr unblutige Thriller aber von Anfang bis Ende sehr gut unterhalten.

Fazit:

Unblutiger Thriller, der thematisch unter die Haut geht und mich von Anfang bis Ende sehr gut unterhalten hat. Gegen Ende vielleicht etwas zu konstruiert und dadurch etwas schwächer als die Vorgänger, aber trotzdem fesselnd und spannend.

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Veröffentlicht am 04.09.2022

Spannender Thriller mit Gruselfaktor

SCHNEE
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Inhalt:

An einem geselligen Abend, an dem auch einiges an Alkohol floss, kommen Dröfn, ihr Mann Tjörvi und ihre beste Freundin samt Ehemann auf die Idee, ihre neue Bekanntschaft auf eine waghalsige Tour ...

Inhalt:

An einem geselligen Abend, an dem auch einiges an Alkohol floss, kommen Dröfn, ihr Mann Tjörvi und ihre beste Freundin samt Ehemann auf die Idee, ihre neue Bekanntschaft auf eine waghalsige Tour ins isländische Hochland zu begleiten - mitten im tiefsten Winter. Doch sie kehren nicht zurück. Die Bergwacht macht sich auf die Suche nach den Vermissten. Zum Rettungsteam gehört auch Jóhanna, die Ehefrau des ortsansässigen Polizisten. Schon bald stoßen sie auf die ersten Spuren der Wanderer - und auf eine Leiche.

Zur gleichen Zeit kommt es in der unweit aber etwas außerhalb gelegenen Radarstation zu seltsamen Vorkommnissen. Hjörvar, der seit kurzem auf der Station arbeitet, findet heraus, dass es dort seit einem tragischen Unfall spuken soll...Doch was ist wirklich dran an dem Gerücht?

Meine Meinung:

Spätestens seit der Huldar-Reihe bin ich Fan der isländischen Autorin Yrsa Sigurdardóttir und war daher sehr gespannt auf dieses Buch, bei dem es sich um ein Stand-Alone handelt. Auch wenn es meiner Meinung nach nicht ganz an besagte Reihe heranreicht, hat es mich doch durchweg sehr gut unterhalten.

Der Schreibstil der Autorin ist gewohnt angenehm zu lesen. Die Handlung wird aus drei unterschiedlichen Perspektiven erzählt, was für Abwechslung und Spannung sorgt. Der Leser begleitet Jóhanna, die Teil des Rettungsteams ist, bei der Suche nach den vermissten Wanderern. Schnell ist klar, dass ihnen etwas zugestoßen sein muss. Doch was genau kommt erst nach und nach ans Licht. Dazu tragen auch die Rückblenden aus Dröfns Sicht bei, die mir persönlich nicht zuletzt aufgrund der sehr atmosphärischen und bildhaften Beschreibungen der Landschaft und schwierigen (Wetter-)Verhältnisse auf der Tour besonders gut gefallen haben. Darüber hinaus erfährt man durch Hjövar von den seltsamen Geschehnissen in und um die Radarstation. Und von seinen Nachforschungen - sowohl zu den Ereignissen auf der Radarstation als auch zum Unfalltod seiner Schwester, an die er selbst keine Erinnerungen hat.

Die Charaktere des Buches, insbesondere die drei Protagonisten Jóhanna, Dröfn und Hjörvar, haben mir gut gefallen. Durch die Erzählungen aus ihrer Sicht erfährt man einiges über sie sowie ihr privates und berufliches Umfeld. Insbesondere Johanna und Hjövar haben durchaus das eine oder andere Päckchen zu tragen. Ich fand sie sympathisch und habe während des Lesens mit ihnen mitgefühlt und -gefiebert.

Der Plot an sich ist spannend und fesselnd. Nicht nur in der Radarstation sondern auch auf der Tour und im Dorf kommt es zu seltsamen Vorkommnissen. Diese mystischen Elemente lassen nicht nur die Charaktere an sich zweifeln, sondern sorgen auch beim Leser für Gänsehautmomente. Spukt es wirklich? Oder gibt es eine ganz rationale Erklärung für all die Ereignisse? Einmal angefangen konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen und war sehr gespannt auf die Auflösung. Leider empfand ich persönlich das Ende etwas unbefriedigend, da es viel Raum für Spekulationen lässt. Ich hätte mir eine klarere Auflösung gewünscht.

Fazit:

Mit "SCHNEE" ist der isländischen Autorin Yrsa Sigurdardóttir ein spannender Thriller mit Gruselfaktor gelungen. Nur das Ende empfand ich persönlich etwas unbefriedigend.

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Veröffentlicht am 17.07.2022

(Dino-)Sau(-risch) spannend

Die Dinoschule – Betreten für Eltern verboten! (Band 1)
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Inhalt:
Tom ist neu an der Reptilia-Schule auf der Insel Sauritius, wo es noch Dinosaurier gibt. Gleich an seinem ersten Tag lernt er Onea und Freddy kennen, die ebenfalls neu sind. Mit ihnen zusammen ...

Inhalt:
Tom ist neu an der Reptilia-Schule auf der Insel Sauritius, wo es noch Dinosaurier gibt. Gleich an seinem ersten Tag lernt er Onea und Freddy kennen, die ebenfalls neu sind. Mit ihnen zusammen lernt er die Welt der Dinosaurier und die damit einhergehenden Gefahren kennen. Und ehe die drei sich versehen, sind sie mitten drin in ihrem ersten gemeinsamen Abenteuer.

Meine Meinung:
"Die Dinoschule - Betreten für Eltern verboten!" ist der Auftakt der neuen Kinderbuchreihe der deutschen Autorin Britta Sabbag.

Der Schreibstil ist zielgruppengerecht eher einfach gehalten, aber angenehm zu lesen. Die fantasievollen und bildhafte Beschreibungen der Insel und insbesondere der Dinosaurier gepaart mit den sehr gelungenen Illustrationen nehmen den Leser mit auf ein kurzweiliges Abenteuer.

Die Charaktere haben mir insgesamt gut gefallen, auch wenn mich Toms teils etwas überhebliche und Oneas besserwisserische Art stellenweise etwas genervt haben. Entsprechend fand ich den etwas ängstlichen, aber liebenswerten Freddy am sympathischten.

Der Plot ist spannend. Zunächst müssen die drei Kinder ersteinmal die neue Schule kennenlernen und natürlich auch die Welt der Dinosaurier, wodurch der Anfang des Buches eher etwas gemächlicher ist. Dann aber gewinnt die Handlung zunehmend an Spannung und vermag den Leser zu fesseln. Darüber hinaus enthält das Buch durchaus die eine oder andere wissenswerte Informationen über Dinosaurier und gut verpackte kritische Andeutungen beispielsweise zum Thema Naturschutz, was mir sehr gut gefallen hat.

Fazit:
Ein spannendes Leseabenteuer, insbesondere für dinosaurierbegeisterte Jungen und Mädchen, das Lust auf mehr macht.

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Veröffentlicht am 06.07.2022

Die Tote aus Namibia

TEAM HELSINKI
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Inhalt:

Mittsommer in Helsinki. Kommissarin Paula Pihjala und ihre Kollegen werden zu einem grausamen Fund gerufen: Auf dem Grundstück der Villa einer bekannten Unternehmerfamilie steht ein Seefrachtcontainer. ...

Inhalt:

Mittsommer in Helsinki. Kommissarin Paula Pihjala und ihre Kollegen werden zu einem grausamen Fund gerufen: Auf dem Grundstück der Villa einer bekannten Unternehmerfamilie steht ein Seefrachtcontainer. In ihm die Leiche einer Frau, die qualvoll ertrunken ist. Schon bald finden die Ermittler heraus, dass es sich bei dem Opfer um eine Frau aus Namibia handelt, die erst vor wenigen Tagen nach Finnland gereist ist. Und dass sie in irgendeiner Weise mit der Unternehmerfamilie Lemusoja in Verbindung stehen muss…

Meine Meinung:

„Team Helsinki – Die Tote im Container“ ist der Auftakt zu einer neuen, in Helsinki spielende Krimireihe.

Der Schreibstil des Autors, hinter dem sich das Ehepaar Aki und Milla Ollikainen verbirgt, ist angenehm und flüssig zu lesen. Die Handlung wird größtenteils aus Sicht der Ermittler erzählt, wodurch der Leser einen umfassenden Einblick in die Ermittlungen bekommt. Die finnischen Namen haben es mir zu Beginn etwas schwer gemacht den Überblick zu behalten, dies gibt sich aber mit der Zeit. Das Setting an Mittsommer hat mir gut gefallen, da der Leser dadurch auch einen Einblick in die finnische Kultur bekommt.

Die Ermittler, sei es die Protagonistin Paula Pihjala oder ihre Ermittlerkollegen, haben mir gut gefallen. Sie sind sehr unterschiedlich, ergänzen sich aber gut. Paula, die Protagonistin der Reihe, ist resolut und lässt sich so schnell nicht an der Nase herumführen. Ich finde sie sympathisch, hoffe aber im nächsten Band der Reihe noch ein bisschen mehr über sie zu erfahren.

Der Plot ist spannend und gut konstruiert, wenn auch stellenweise etwas verworren. Jeder der in irgendeiner Weise in den Fall involvierten Personen scheint ein Motiv für den Mord zu haben und steht im Laufe der Zeit mindestens einmal unter Verdacht. Der Leser wird animiert selbst mitzurätseln, dank einiger ungeahnter Wendungen und Ereignisse bleibt die Identität des Täters sowie sein Motiv aber lange im Verborgenen. Dann aber fügen sich die Puzzleteile nach und nach zu einem großen Ganzen zusammen, die Situation spitzt sich zunehmend zu und die Handlung gipfelt in einem fulminanten Finale, das mir sehr gut gefallen hat.

Fazit:

Spannender Reihenauftakt mit einem sympathischen Ermittlerteam, der Lust auf mehr macht.

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Veröffentlicht am 07.04.2022

Janus ist zurück

Stadt des Zorns
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Inhalt:

Janus ist zurück. Und versetzt dieses Mal die ganze Stadt Köln in den Ausnahmezustand. Verkehrswege sind blockiert, Telefone und Handys sind tot,... Und schon bald beginnen die ersten Plünderungen ...

Inhalt:

Janus ist zurück. Und versetzt dieses Mal die ganze Stadt Köln in den Ausnahmezustand. Verkehrswege sind blockiert, Telefone und Handys sind tot,... Und schon bald beginnen die ersten Plünderungen und Diebstähle.

Auch Hannah, die Janus erstes Spiel nur knapp überlebt hat, ist in Köln. Geschickt gelingt es Janus, sie in dem herrschenden Chaos in eine Falle zu locken. Gemeinsam mit 7 Umweltaktivisten sitzt sie in den Katakomben Kölns fest und muss sich erneut einem Spiel auf Leben und Tod stellen. Wird es ihr erneut gelingen, mit dem Leben davonzukommen? Und wird es Hauptkommissar Kappler dieses Mal schaffen, Janus zu fassen?

Meine Meinung:

Nachdem mir bereits der erste Band der Escaperoom-Thrillerreihe von Autor Marc Meller sehr gut gefallen hat, war ich sehr gespannt was sich Janus dieses Mal für seine unfreiwilligen Mitspieler ausgedacht hat. Auch wenn es nicht zwingend für das Verständnis notwendig ist, empfieht es sich doch, zunächst den ersten Teil der Reihe zu lesen.

Die Protagonisten des Buches, die Studentin Hannah sowie Hauptkommissar Bernd Kappler, sind bereits aus dem vorherigen Band bekannt. Beide Charaktere sind sympathisch und haben mir gut gefallen. Sie sind intelligent und bewahren einen kühlen Kopf. Besonders mit Hannah habe ich mitgefiebert und gehofft, dass es ihr auch dieses Mal gelingt, Janus Rätsel zu lösen und zu entkommen. Ihre Mitspieler hingegen lernt der Leser ebenso wie Hannah erst im Laufe der Handlung besser kennen und nicht nur Hannah sondern auch mir als Leser fiel es sehr schwer sie einzuschätzen.

Der Schreibstil des Autors ist angenehm zu lesen. Die Handlung wird aus verschiedenen Perspektiven, größtenteils aber aus Hannahs und Kapplers Sicht, erzählt. Während Hannah erneut unfreiwillig an Janus Spiel teilnehmen muss, weil dieser noch eine Rechnung mit ihr offen hat, macht sich Kappler auf die fieberhafte Suche nach Hannah. Die häufigen Perspektiv- und damit einhergehenden Ortswechsel sorgen für Cliffhanger und somit für viel Spannung. Hierzu trägt auch die eine oder andere ungeahnte Wendung bei. Wie bereits beim vorherigen Band geht es teils brutal und blutig zu und es gibt den einen oder anderen Tote zu beklagen. Leider war es mir an einigen Stellen ein wenig zu konstruiert und dadurch zu unglaubwürdig. Nichts desto trotz hat Janus mir wieder einmal spannende Lesestunden beschert.

Fazit:

Spannender zweiter Teil der Reihe, auch wenn er meiner Meinung nach nicht ganz an den Vorgängerband heranreicht. Trotzdem ein absolutes Muss für alle Escape-Room-Fans.

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