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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.09.2019

Gelungene, breit gefächerte Mischung

Schädelfick
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Neugierig machender Titel: „Schädelfick“. Im Buch enthalten sind 45 SM-Kurzgeschichten vom, einschlägiger Leserschaft sicher wohlbekannten, Woschofius.

Im Vorwort erfährt man ein wenig über den Autor, ...

Neugierig machender Titel: „Schädelfick“. Im Buch enthalten sind 45 SM-Kurzgeschichten vom, einschlägiger Leserschaft sicher wohlbekannten, Woschofius.

Im Vorwort erfährt man ein wenig über den Autor, seinen Blick auf die Subkultur der BDSMer und Swinger, sowie die Bedeutung seines Buchtitels.

Mit Humor und kreativer Sicht auf das, was uns vielleicht manchmal schon allzu selbstverständlich erscheint, lädt Woschofius seine Leserschaft zum Lachen, Nachdenken, Staunen und geil werden ein.
So muss ein Nacktfotoshooting nicht unbedingt antörnen, ein klassisches Konzert hingegen, kann vor Erotik nur so knistern. Männer haben’s nicht leicht – Frauen aber auch nicht. Je nachdem, wie man’s betrachtet. Und was kann nicht alles schief gehen, wenn man als vorbildlicher Dom neue Praktiken, die man seiner Sub antun möchte, erst mal an sich selbst ausprobiert …

Dieser Band ist eine absolut gelungene, breit gefächerte Mischung, kurzweilig, überraschend und stets unterhaltsam. Nehmt Woschofius’ Einladung zum „Schädelfick“ an. Es lohnt sich.

Veröffentlicht am 02.09.2019

Ansprechende Mischung

Las Vegas Gigolos: Passion Games
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Die junge Architektin Roxanne wird vom Schicksal kräftig in den Popo getreten und verlässt Hals über Kopf ihre Heimatstadt. Auf ihrem anschließenden Road-Trip stolpert Stripperin Lita in ihr Leben. Mit ...

Die junge Architektin Roxanne wird vom Schicksal kräftig in den Popo getreten und verlässt Hals über Kopf ihre Heimatstadt. Auf ihrem anschließenden Road-Trip stolpert Stripperin Lita in ihr Leben. Mit ihrer herzlichen und humorvollen Art, nimmt sie Roxanne sofort für sich ein und spontan brechen die beiden nach Las Vegas auf. Schon auf dem Weg dorthin kitzelt Lita Roxannes dunkle, wilde Seite hervor.
Kaum in Vegas angekommen, lernt Roxanne den sexuell dominanten Kaydan kennen. Mit ihm wagt sie es, ihre devoten Fantasien lebendig werden zu lassen. Und zwar nicht nur die prinzessinnenhaften, sondern auch schön obszöne Rollenspiele. Alles läuft perfekt zwischen den beiden: Erotik, Anziehung, Sex, Romantik, … zu perfekt? Beide beschließen, die gemeinsame Zeit einfach entspannt zu genießen: Keine Verpflichtungen, keine Tabus!

Na, ob das gut geht? Und welche unerwünschte dritte Person mischt da plötzlich mit?

Roxanne, die für ihr Vegas-Leben in die Rolle der „Foxy Roxy“ geschlüpft ist, erkennt durch ihre vielfältigen Erlebnisse mit Lita und Kaydan, dass die couragierte „Foxy Roxy“ gar keine künstliche Figur ist, sondern fester Bestandteil ihres eigenen, wahren Charakters.
Aber will man sich wirklich eingestehen müssen, eine andere Person zu sein, als man immer dachte? Roxanne/Roxy muss sich fragen, welcher Weg der richtige zu ihrem persönlichen Glück ist. Und ob sie bereit wäre, ihn zu beschreiten …


Was mich beeindruckt hat: Verantwortungsbewusstsein und gegenseitiges Einfühlungsvermögen werden in diesem Roman wundervoll als feste BDSM-Bestandteile eingewoben.

Besonders gefangen genommen hat mich das Erlebnis im BDSM-Club. Ich würd’s euch ja gern beschreiben, aber hier wird nicht gespoilert


Fazit: Ein in sich geschlossener Roman über Selbstwerdung, Freundschaft, Erotik, BDSM, kriminelle Gefahren und Schmetterlinge im Bauch. Eine sehr ansprechende Mischung, die Jazz Winter uns da im zweiten Teil der Las Vegas Gigolos-Reihe präsentiert. Den ersten Teil der Reihe muss man nicht kennen, um den zweiten zu genießen. Lest selbst!

Veröffentlicht am 02.09.2019

Besondere Empfehlung für Neugierige

Jung! Schön! Devot! Erotischer SM-Roman (BDSM, Devot, Dominant, Dominanz, Session, SM, Unterwerfung)
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Zwei junge Frauen entdecken BDSM für sich. Sina hat sich einen erfahrenen Dom auf einer BDSM-Party geangelt und ihre Erzählungen motivieren Freundin und Protagonistin Luna sich ebenfalls in die Welt des ...

Zwei junge Frauen entdecken BDSM für sich. Sina hat sich einen erfahrenen Dom auf einer BDSM-Party geangelt und ihre Erzählungen motivieren Freundin und Protagonistin Luna sich ebenfalls in die Welt des BDSM vorzuwagen.

Ein Buch, das tatsächlich nicht nur von Anfängerinnen handelt, sondern auch bestens für selbige geeignet ist. Tolle Metaphern und lebendige Erlebnisse, die BDSM greifbar machen. Statt plumpem Sex, stehen Erfahrungen mit allen Sinnen, gegenseitiges Vertrauen und gelöstes Fallenlassen im Vordergrund.

Leila Robinsons Schreibstil lässt mitfühlen, mitdenken und verursacht des Öfteren wohliges Prickeln.

Fazit: Besondere Empfehlung für neugierige Neueinsteiger. Wer romantisch und anschaulich in die Welt des BDSM eintauchen möchte, der wird diesen Roman genießen und verschlingen.

Veröffentlicht am 02.09.2019

Heidewitzka

Der Job - Eins
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In der Aufmachung ein schlichtes Buch, aber was drinsteht – Heidewitzka!

Der Klappentext verrät, dass das Werk ursprünglich als Online-Forumsgeschichte entstanden ist, „bei der der Autor in reger Interaktion ...

In der Aufmachung ein schlichtes Buch, aber was drinsteht – Heidewitzka!

Der Klappentext verrät, dass das Werk ursprünglich als Online-Forumsgeschichte entstanden ist, „bei der der Autor in reger Interaktion mit den Lesern deren Anregungen aufgriff und in die Handlung einbaute“.

Unsere Protagonistin, Sabine, und ihr Ex-Partner waren ein perfektes, in der Hamburger Szene geschätztes SM-Pärchen. Dann kam es zur Trennung aus gutem Grund und über eine Anzeige in den „Schlagzeilen“, wird Sabine nun in eine völlig neue Welt geschleudert. Denn „der Job“, den sie annimmt, beinhaltet weit mehr, als nur zuverlässig als Fremdsprachenkorrespondentin zu fungieren.

Sie entwickelt sich überraschend vielschichtig und bleibt dabei stets eine mündige Powerfrau und neugierige Switcherin, die durch sexuell erfüllende Abenteuer verschiedener Länder, in einen weltumspannenden BDSM-Zirkel eingeführt wird.

Der Erzählstil ist unglaublich angenehm, weil der Autor sich niemals in zu langen Situationsbeschreibungen verliert und dem Leser außerdem an keiner Stelle die rührselige Rosa Brille aufsetzt. Stattdessen erwarten uns griffige, erregende Hetero- und Bi-Sexszenen zwischen Frauen.

Eine wirklich tolle Mischung aus „Secretary“, „Verbotenes Verlangen“, „Shades of Grey“ und „Geschichte der O“, versteckt sich da zwischen den Buchdeckeln. Wenn euch die genannten Werke positiv im Gedächtnis sind, trifft „Der Job eins“ euren Geschmack.

 

Einen zweiten Teil scheint man noch nicht käuflich erwerben zu können. ’Wäre aber toll, wenn der Schwarze Zeilen Verlag auch Miradors Fortsetzung(en) verlegen würde.

Veröffentlicht am 02.09.2019

Sara-Maria Lukas heizt ihren LeserInnen ordentlich ein

Cool down, Püppchen!
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Kennt ihr das, wenn man schon nach den ersten Seiten denkt: „Tolles Buch!“? So ging’s mir mit diesem hier.

Michelle, masochistisch veranlagt, vom eigenen Ehemann und BDSM-Partner vernachlässigt, wagt ...

Kennt ihr das, wenn man schon nach den ersten Seiten denkt: „Tolles Buch!“? So ging’s mir mit diesem hier.

Michelle, masochistisch veranlagt, vom eigenen Ehemann und BDSM-Partner vernachlässigt, wagt sich in einen BDSM-Club. Dort lernt sie – sehr unterhaltsam geschrieben – den dominant-sadistischen Tyler kennen. Nach einer intensiven Session mit ihm ist Michelle verändert, vergeht aber auch vor schlechtem Gewissen gegenüber ihrem Mann, Patrick. Sie beschließt Tyler fernzubleiben.
Doch Letztgenannter entpuppt sich als mittlerweile auf Patrick angesetzter Privatdetektiv. Denn Patrick wird pädophiler Straftaten verdächtigt! Michelle ist also eine äußerst wichtige Zeugin für Tyler, und einander fernbleiben keine Option mehr.

Zunächst vermutet Michelle hinter den Anschuldigungen ein infames Komplott, doch schließlich muss sie erkennen, dass ihr Patrick nie der Mensch war, für den sie ihn gehalten hat. Bleibt die Frage: Was für ein Mensch ist Tyler?


Der Roman nimmt sofort Fahrt auf und hält das Tempo bis zum spannungsgeladenen Schluss. Die außergewöhnliche Konstellation der Handelnden heizt nicht nur den Hauptcharakteren, sondern auch der Leserschaft ordentlich ein. Wobei Humor und Herzlichkeit nie zu kurz kommen.

Sara-Maria Lukas hat Talent Szenen, Gedankengänge und daraus resultierende Veränderungen ihrer Charaktere so kurzweilig und klar zu beschreiben, dass man absolut mitfiebert. Ihr Stil hat es mir wirklich angetan und mich jede Sexszene und jedes Crime-Element gierig aufsaugen lassen. Seltenheit: Der Roman ist durchweg im Präsens verfasst. Und ein wundervolles Happy End ist, wie bei allen Romanen des Plaisir d’Amour Verlags, auch hier Pflicht.