Profilbild von KruemelGizmo

KruemelGizmo

Lesejury Star
offline

KruemelGizmo ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit KruemelGizmo über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.03.2018

Kurzmeinung zu Schlußblende

Schlussblende
0

Polizeipsychologe Toni Hill leitet eine neugegründete Profiler-Abteilung, die bald einsatzfähig sein soll. Zur Übung beschäftigen sie sich mit dem Verschwinden von 30 Mädchen. Shaz Bowman, ein Mitglied ...

Polizeipsychologe Toni Hill leitet eine neugegründete Profiler-Abteilung, die bald einsatzfähig sein soll. Zur Übung beschäftigen sie sich mit dem Verschwinden von 30 Mädchen. Shaz Bowman, ein Mitglied der neuen Abteilung kniet sich tief in diese Übungsaufgabe und hat bald den Verdacht, das bei einigen verschwunden Mädchen ein berühmter und beliebter TV-Star seine Finger im Spiel hat. Aber Shaz Verdacht wird von keinem wirklich ernst genommen und abgetan, kurze Zeit später wird sie grausam ermordet…

Schlußblende ist der zweite Teil der Reihe um Dr. Tony Hill und Carol Jordan aus der Feder von Val McDermid.

Nachdem mich der erste Teil (Das Lied der Sirenen) vor einiger Zeit so begeistern konnte, wollte ich die Reihe nun endlich mal fortsetzen. Leider konnte mich dieser zweite Teil nur wenig überzeugen. Die Story mit den verschwunden Mädchen und den TV-Star hat mir eigentlich gefallen, allerdings wurde das ganze sehr unspannend erzählt. Bis wirklich mal was passiert, müssen wirklich einige Seiten erst gelesen werden, in dem es um den Aufbau der Abteilung geht, Hills und Jordans Befindlichkeiten und Arbeitssituation, was für die Spannung nicht sehr förderlich war. Die Morde sind wirklich grausam und nichts für zartbesaitete Leser, aber das alleine macht nun mal keinen guten Thriller aus. Erst zum Schluss kommt wirklich Spannung auf und das Ende macht dann sogar neugierig auf den nächsten Teil.

Mein Fazit:

Ein Thriller mit wenig Spannung, leider deutlich schwächer als sein Vorgänger

Veröffentlicht am 15.11.2017

Rezension zu Zerbrochen

Zerbrochen
0

Viele Monate nach dem brutalen Überfall, bei dem Dr. Fred Abel fast gestorben wäre, tritt er nun seinen Dienst als Rechtsmediziner wieder an. Der „Darkroom-Killer“, ein Psychopath, der die Polizei und ...

Viele Monate nach dem brutalen Überfall, bei dem Dr. Fred Abel fast gestorben wäre, tritt er nun seinen Dienst als Rechtsmediziner wieder an. Der „Darkroom-Killer“, ein Psychopath, der die Polizei und die Berliner Bevölkerung in Atem hält und ist der neueste Fall bei der BKA-Einheit für Extremdelikte.
Aber Abel hat bald größere Probleme, seine 16-jährigen Zwillinge, die ihn in Berlin besuchen, werden entführt und so beginnt die Jagd nach den Kindern und Entführern. Abel fragt sich schnell ob noch jemand eine Rechnung mit ihm offen hat…

Zerbrochen ist der Abschlussteil der Trilogie um Dr. Fred Abel von Prof. Dr. Michael Tsokos in Zusammenarbeit mit Andreas Gößling.

Die beiden Vorgänger haben mir trotz kleiner Kritikpunkte gut gefallen und nach dem Cliffhanger des Überfalls wollte ich nun unbedingt wissen wie es weitergeht, aber leider konnte mich der letzte Teil der Trilogie nicht wirklich überzeugen.

Dr. Fred Abel agiert hier kaum als Rechtsmediziner was ich sehr schade fand, sondern ein Großteil der Geschichte handelt von seinen Kindern und der Suche nach ihnen. Das Abel für mich in den Vorgängerbänden immer so ein wenig zu superheldenhaft erschien, damit konnte ich leben, aber in diesem Teil wirkt ein Großteil der Geschichte für mich nicht besonders glaubwürdig bzw. realistisch. Angefangen mit Abels ständigen Alleingängen beim Entführungsfall seine Kinder, Protagonisten die so Unglaubliches mit einer Leichtigkeit vollbringen, und eine Unzahl an möglichen Tätern, das für mich der Untertitel True-Crime-Thriller leider etwas unglaubwürdig klingt.

Auch die eigentliche Story fand ich nicht besonders spannend, mir fehlte hier oft die Rechtsmedizin, die Forensik, der Fall spielt immer nur nebenbei eine Rolle. Die Entführung der Kinder steht hier klar im Vordergrund, deren Ablauf für mich einige Längen aufwies und die Geschichte dadurch nicht wirklich vorantrieb.

Der Schreibstil ließ sich flüssig lesen und es blitzten auch immer wieder spannende Momente auf, oftmals garniert mit grausigen Details oder durch einen Bezug zu relativ aktuellen Themen, aber für mich persönlich kann der Spannungsaufbau in diesem Teil nicht mit seinen Vorgängern mithalten.

Mein Fazit:
Ein True-Crime-Thriller, der mich bei der Spannung leider nicht wie seine beiden Vorgänger so überzeugen konnte.

Veröffentlicht am 17.10.2017

Rezension zu Fiona: als ich tot war

Fiona
0

Als Neue auf ihrem Revier bekommt Fiona Griffiths natürlich erstmal nur Routinefälle, und so bekommt sie es mit einem Abrechnungsbetrug in einem Möbelhaus zu tun. Fiona ist eine gute Polizistin, die ihre ...

Als Neue auf ihrem Revier bekommt Fiona Griffiths natürlich erstmal nur Routinefälle, und so bekommt sie es mit einem Abrechnungsbetrug in einem Möbelhaus zu tun. Fiona ist eine gute Polizistin, die ihre Fälle akribisch verfolgt und so geht sie der Spur des Geldes hinterher und stößt dabei auf Leichen. Bald stellt sich heraus, das es um einen groß angelegten Betrug geht und damit um unheimlich viel Geld. Fiona, die gerade ihre Ausbildung zur Undercover-Agentin absolviert hat, wird unter dem Namen „Fiona Grey“ erstmal als Putzfrau eingeschleust. Bald werden auch die Betrüger auf Fiona aufmerksam und nutzen ihre Fähigkeiten. Für Fiona ist dies ein gefährliches Spiel, denn die Grenzen ihrer Persönlichkeiten zerfließen immer mehr und nur Fiona Griffiths kann das Verbrechen verhindern, aber was will Fiona Grey?

„Fiona: als ich tot war“ stammt aus der Feder von Harry Bingham.

Fiona ist ein wirklich außergewöhnlicher und besonderer Charakter, der wirklich aus dieser Geschichte heraussticht. Sie ist oftmals schwer zu fassen und ihr Verhalten und ihre Gedanken sind nicht immer für den Leser einfach nachzuvollziehen, aber das machte hier den besonderen Reiz dieser Figur aus. Es war wirklich interessant ihre Entwicklung zu verfolgen.

Der Fall selbst konnte mich leider nicht so begeistern, für mich baute sich leider keine bis wenig wirkliche Spannung auf. Der Fall steht auch immer ein wenig im Hintergrund und hätte für mich kompakter erzählt werden können um die Geschichte voranzutreiben und somit auch ein Spannungsgefühl zu erzeugen. So hatte sie leider deutliche Längen für mich.

Auch finde ich es schade, dass die Reihe mittendrin anfängt, so erzählt Fiona zwischendurch von vergangenen Fällen, die leider nicht in Deutschland veröffentlicht wurden, und ihre Entwicklung und ihr Verhalten vielleicht noch ein bisschen verständlicher gemacht hätten.

Mein Fazit:
Ein Kriminalroman, dem für mich oftmals die Spannung fehlte, aber mit einer besonderen Protagonistin, die wirklich heraussticht.

Veröffentlicht am 24.09.2017

Rezension zu Die Terranauten

Die Terranauten
0

In den neunziger Jahren wird in den USA versucht in einem geschlossenen Ökosystem das Leben nachzubilden. Zwei Jahre lang werden acht Bewohner, vier Frauen, vier Männer, in die Glaskuppel „Ecosphere 2“ ...

In den neunziger Jahren wird in den USA versucht in einem geschlossenen Ökosystem das Leben nachzubilden. Zwei Jahre lang werden acht Bewohner, vier Frauen, vier Männer, in die Glaskuppel „Ecosphere 2“ eingeschlossen. Keiner darf die Kuppel in der Zeit verlassen egal was passiert. Touristen und Fernsehteams können die Bewohner beobachten wie bei einer Reality-Show. In der Kuppel verlieben sich Ramsay und Dawn ineinander und es kommt was nicht passieren darf, Dawn wird schwanger. Kann Dawn das Kind in der Kuppel zur Welt bringen?

Die Terranauten stammen aus der Feder des Autors T. C. Boyle

Die Geschichte wird aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt, von Dawn und Ramsey die innerhalb der Kuppel leben und Linda, die außerhalb lebt. Keiner der drei ist ein Sympathieträger, was ja eigentlich nicht stört, allerdings zeigen alle drei Charakterzüge von Egoismus, Neid und Narzissmus in unterschiedlicher Ausprägung und bei Linda mischt sich auch noch eine große Portion Selbstmitleid mit Neid zusammen, was mich beim Lesen leider immer mehr nervte.

Eigentlich hätte die Geschichte genügend Konfliktpotential gehabt um mich wirklich fesseln zu können, denn die Terranauten geraten immer wieder in Schwierigkeiten, die sie an die Grenzen bringen wie Sauerstoffmangel oder Hunger, leider wird dies für mich nicht ausreichend thematisiert sondern läuft nur so nebenbei mit, denn das Hauptaugenmerk liegt ganz klar auf ihre Beziehungen und Sex, wer mit wem und wann. Dadurch hatte ich manchen Abschnitten das Gefühl ich wäre in eine schlechte Reality-Show in Buchform gelandet, was ich wirklich ein wenig schade fand.

Auch hat dieses Buch einige Längen für mich, durch ständige Wiederholungen der Erklärungen des Tagesablaufes, war wer macht und auch dadurch das die drei Protagonisten ein und das selbe Ereignis oder Handlung aus ihrer Sicht nochmal erzählen, was mal interessant sein kann, brachte für mich die Geschichte aber auf Dauer nicht weiter.

Vom Schreibstil her ließ sich das Buch für mich gut lesen und so kam ich trotz der gefühlten Längen gut durch die Geschichte.

Mein Fazit:

Eine Geschichte mit Längen und Charakteren, die mich nicht überzeugen konnten, aber mit einer Thematik die mich eigentlich schon interessierte.

Veröffentlicht am 01.08.2017

Rezension zu Attic

Attic
0

Im stinkenden Schlamm des Hudson Rivers entdecken Polizeitaucher auf der Suche nach einem Drogenpaket zwei enthauptete Skelette. Eines der Skelette hat außergewöhnliche Knochendeformationen und so beschließen ...

Im stinkenden Schlamm des Hudson Rivers entdecken Polizeitaucher auf der Suche nach einem Drogenpaket zwei enthauptete Skelette. Eines der Skelette hat außergewöhnliche Knochendeformationen und so beschließen die Ermittler sich an den Anthropologen Dr. Frock und seine ehemalige Assistentin Margo Green vom Naturhistorischen Museum in New York zu wenden.

Eine Mordserie greift unter den Obdachlosen der Stadt New York um sich, deren Leichen werden oft ohne Kopf in den Schächten und Tunneln unter den Straßen Manhattans aufgefunden. Die Ermittler gehen bald von einem Zusammenhang zwischen den Fällen aus und stoßen dabei in die Tiefe des alten Tunnelssystems der Stadt vor, bis zum berüchtigten „The Devil´s Attic“ – dem Dachboden des Teufels. Dort fristen blutgierige reptilienartige Wesen ihr Dasein, die nun ihre Mordzüge an der Oberfläche vorbereiten.

Attic-Gefahr aus der Tiefe ist der zweite Teil der Pendergast-Reihe von Douglas Preston und Lincoln Child.

Der zweite Teil der Geschichte konnte mich leider nicht so ganz überzeugen. Schnell wird einem als Leser klar das sich die Geschichte aus dem ersten Teil hier fortsetzt und so bleiben einem auch die Protagonisten aus dem ersten Teil alle erhalten. Der Aufbau beginnt eigentlich ganz interessant durch das Auftauchen der kopflosen Skelette, auch die ersten Untersuchungen an selbigen konnten mich für sich einnehmen. Aber danach zog sich die Geschichte für mich so ein wenig dahin und viele Nebenschauplätze, wie zum Beispiel über die Befindlichkeiten und Nichtverarbeitung der Ereignisse aus dem ersten Teil, oder ein Großteil der Story um den Journalisten Smithback brachten für mich die Geschichte nicht wirklich vorwärts. Auch wurden mir zu viele Klischees und Stereotypen bemüht, bei der Polizei und Politik, was aber auch an dem Alter der Geschichte liegen mag, die 1997 veröffentlicht wurde.

Pendergast selbst kam mir persönlich als Protagonist hier zu kurz, von ihm würde ich einfach gerne mehr lesen. Leider konnten mich die Handlungen der einzelnen Protagonisten oftmals nicht wirklich überzeugen, sie waren mir manchmal einfach zu naiv oder unüberlegt.

Als es auf das Finale des Buches zusteuert kam bei mir wieder ein Spannungsgefühl auf und die Geschichte entwickelt sich flott weiter. Allerdings konnte mich der Showdown so gar nicht für sich einnehmen, für meinen Geschmack hätte dieser besser in einen Hollywood-Blockbuster gepasst, und ließ mich daher ein wenig enttäuscht zurück.

Mein Fazit:

Der zweite Teil der Reihe konnte mich durch zu viele Klischees, einige Länge und ein enttäuschender Showdown nicht so wirklich für sich einnehmen.