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Veröffentlicht am 18.05.2021

Stark und wütend

Drei Kameradinnen
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Ein unbequemes Buch. Ein anstrengendes, aggressives, anklagendes und ausfallendes Buch. Provokant, pessimistisch - und intim.

Es geht um die drei Frauen Kasih, Saya und Hani, über die wir ganz bewusst ...

Ein unbequemes Buch. Ein anstrengendes, aggressives, anklagendes und ausfallendes Buch. Provokant, pessimistisch - und intim.

Es geht um die drei Frauen Kasih, Saya und Hani, über die wir ganz bewusst nicht viel erfahren. Denn wir sollen mit unseren einverleibten, rassistischen Denkmustern mal so gehörig auf die Schnauze fallen - und wenn man denkt 'nee, ich doch nicht', dann spätestens zum Ende eben doch.
Was wir hingegen wissen ist, dass es sich um drei Frauen unter Alltagsrassismus an einem beliebigen deutschen Stadtrand handelt. Der Interpretation des Lesers werden hier keine Grenzen gesetzt. Ich will gar nicht viel zur Handlung sagen - das Geschehen spitzt sich lediglich auf irgendeine vage angedeutete Katastrophe zu und erzählt währenddessen von einigen prägnanten Erlebnissen aus dem Alltagsleben der drei Kameradinnen, komplett ohne roten Faden.
Kasih übernimmt die Rolle der Erzählerin, springt dabei von einem belanglosem Thema zur nächstbesten zynischen Anekdote. Dann verliert sie sich wieder in Abschweifungen, dass das genau so passiert wäre, wäre es denn tatsächlich passiert. Und dies und jenes ist passiert, das kann sie sich denken und das weiß sie auch ganz sicher und der Leser natürlich nicht, denn der ist dumm und grundlegend rassistisch und kann aus seinem angeborenen rassistischem Sog nicht ausbrechen. Puh, irgendwie anstrengend zu lesen und verwirrend, aber das ist die Eigenart des Romans.

Also. Was will das Buch nun vom Leser? Aufklären durch Publikumsbeschimpfung vielleicht, oder Sensibililisieren durch Rollentausch. Hasstiraden mischen sich mit stumpfen Parolen, die drei Protagonistinnen wollen das Gegenteil dessen sein, was sie anprangern, sind aber letztendlich genau so, wie sie nicht sein wollen. Klingt irgendwie verquirlt, aber ist so.

Vom Leser wird unterdessen viel abverlangt. Die Erzählerin spielt ein komplexes Spiel mit uns, das uns irgendwo zwischen Vertrauen, Interpretation und Abrechnung komplett an der Nase herum führt. Die Charaktere sind überwiegend nervig und ja, ich war froh, als sich das Buch irgendwann dem Ende neigte. ABER am Ende gab es dann doch plötzlich ein unerwartetes Gefühlschaos bei mir, denn das Ende war wirklich gut. Wer es schafft bis zum Ende zu lesen, wird hier belohnt. Das Ende ist nicht nur gut, sondern eigentlich wirklich ziemlich grandios.
 
Es ist auf jeden Fall ein starker und wütender Roman. Ein Lesegenuss war es mittendrin ganz sicher nicht, aber im Nachhinein irgendwie schon. So verworren wie das Buch auch meine Rezi, entschuldigt, ich bin komplett geplättet.
Ich war mir noch nie so unschlüssig bei der Bewertung eines Buches, das hier liegt irgendwo zwischen Grottenschlecht und Lesehighlight. Daher keine pauschale Leseempfehlung von mir und neutral gemeinte (aber lodernde) 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 10.05.2021

Das Leben ist mehr als eine Formel

Caspers Weltformel
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Der Berliner Physik-Doktorand Casper hat eine Weltformel aufgestellt, mit der sich jegliche soziale Interaktionen vorhersagen lassen. Als er unverhofft seinen Zug nach München verpasst, steht der vor der ...

Der Berliner Physik-Doktorand Casper hat eine Weltformel aufgestellt, mit der sich jegliche soziale Interaktionen vorhersagen lassen. Als er unverhofft seinen Zug nach München verpasst, steht der vor der Chance, aus seinem Leben der Gewohnheiten zu entfliehen und die ihn anödende Stadt hinter sich zu lassen. So kommt es, dass er in den nächstbesten Zug steigt, welcher ihn nach Budapest bringt. Dort trifft er auf Ilona - eine Frau, die ihm weder sonderlich charmant, noch berechenbar erscheint. Eine Frau, die ein ihm total gegensätzliches Leben führt und die ihm zeigt, dass das Leben eben doch manchmal andere Wege einschlagen kann, als geplant. Eine Frau, die seine Formel erstmals auf die Probe stellt.

Ich muss zugeben, dass mich das Buch streckenweise gelangweilt hat und ich schon kurz davor war, das Buch beiseitezulegen. Wirklich packen konnte mich das Buch erst im letzten Drittel.

Das lag überwiegend an den Charakteren, die mir unglaublich unnahbar und furchtbar eintönig waren. Casper - ein gutsituierter Mann, dessen Leben sich um seine Formel dreht und der versucht, aus seiner faden Existenz auszubrechen und dem wilden Leben nachzuspüren. Doch leider ist sein Charakter sehr spärlich definiert und für mich bleibt er einfach nur ein mir fremder, uninteressanter Mann der den Doktortitel anstrebt und noch schnell ein wenig das jugendliche Aussteigerleben nachholen will, das er bisher verpasst hat.
Ilona, von Anfang an sehr oberflächlich und materiell geprägt, wurde leider im Verlauf des Buches immer unsympathischer und unerträglicher. Das ging mir einfach zu sehr ins Extreme. Sie träumt wie Casper davon, aus dem gewohnten Leben auszubrechen. Klar, sie stammt aus armen Verhältnissen und natürlich möchte sie etwas daran ändern, aber sie sehnt sich nach einem ihr unerreichbaren Leben in Extravaganz an der Seite eines Prinzen. Ilona bleibt leider ein graues Mäuschen, das vor Hinterlistigkeit strotzt. Statt klein anzufangen, will sie gleich das ganz Große und stolpert dabei immer wieder über ihre eigenen, sehr hohen Ansprüche. Sie ist kein Mensch, dem das Glück vor die Füße fällt, und als Casper bei ihr einzieht (natürlich gegen Miete und Einkauf), nutzt sie ihn schamlos aus. Eine Frau, bei der ich einfach nur den Kopf schütteln kann. Wenn sie sich zum Essen einladen lässt, muss natürlich auch Champagner dabei sein und der Mann muss selbstverständlich auch ansehnlich aussehen, weil sonst könnten ja die Leute über sie urteilen. Rundum ein sehr schwacher, naiver Charakter, der mich einfach kalt ließ. Ich bin mir sicher, das Buch wird sein Publikum finden, aber mein Geschmack war es leider nicht. Das Ende hat's für mich etwas raushauen können, das fand ich wirklich gut gelungen und hat mich tatsächlich doch noch positiv überrascht.

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Veröffentlicht am 21.04.2021

Durchwachsen

So wie du mich kennst
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Karla reist nach New York, um das Appartment ihrer verstorbenen Schwester Marie aufzulösen. Schon seit ihrer Kindheit sind sie beide unzertrennlich und durch ein sehr intimes, geschwisterliches Band verbunden. ...

Karla reist nach New York, um das Appartment ihrer verstorbenen Schwester Marie aufzulösen. Schon seit ihrer Kindheit sind sie beide unzertrennlich und durch ein sehr intimes, geschwisterliches Band verbunden. Doch dann findet Karla verstörende Fotos auf Maries Laptop, die fortan ihre Welt und die Bindung zu Marie immer stärker ins Wanken bringen. In New York verschanzt sie sich überfordert und trauernd in Maries Wohnung, denkt viel über Ungesagtes nach und versucht den tragischen Tod ihrer Schwester zu verstehen. Und dann, mit den Fotos auf Maries Laptop als stetige Begleiter im Hinterkopf, begibt sie sich auf die Suche nach der Wahrheit hinter den Aufnahmen. Und allmählich verschwinden in der Großstadt die Grenzen der Anonymität.

Das Buch ist zweifellos harter Tobak, aber es hat mich leider nicht vom Hocker gehauen. Keine Frage handelt es sich hier um ein trauriges Buch, in dem Trauerbewältigung eine zentrale Rolle spielt, und auch ich konnte natürlich ihre Trauer in der Situation nachempfinden. Aber Karla ist mir emotional doch relativ fern geblieben. Sie ist zwar authentisch beschrieben, aber irgendwie sind manche Szenen einfach zu kurz, um groß mitzufühlen und tiefer darüber nachzudenken.

Auf jeden Fall ist es ein nettes Buch für zwischendurch über eine Schwester, die vom Schicksalsschlag getroffen versucht, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen, aber ich hatte etwas mehr Spannung erwartet. Denn ab dem Moment, in welchem man erfährt was auf den Fotos ist (was man sich auch schon eine ganze Weile vorher denken konnte), zieht sich das Buch zunehmend.
Aber: Teilweise kam ein charmanter New-York-City-Flair bei mir auf, in etwa wenn Karla und Marie im Hinterhof des Apartments auf der Feuertreppe sitzen, Vino trinken und Joints rauchen.
Und gerade solche zwanglosen Situationen des (möglicherweise sehr klischeehaften Künstler-) Lebens in New York haben für mich das Buch doch ganz lesenswert gemacht. Ich denke man muss das Thema mögen, mich hat's emotional eher kalt gelassen. Vielleicht war auch einfach der Zeitpunkt falsch, dass das Buch bei dem schönen Wetter nicht richtig auf mich wirken konnte. Ich würde es gerne trotzdem denen empfehlen, die auch mal ein Buch über den Umgang mit Trauer lesen möchten.

Zu guter letzt, weil ich's hier angebracht finde: Triggerwarnung häusliche Gewalt.

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Veröffentlicht am 05.09.2023

Hätte mehr Potential

So weit der Fluss uns trägt
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Victoria wächst auf einer kleinstädtischen Pfirsichplantage im Colorado der 1940er Jahre auf. Bereits in jungen Jahren verliert sie ihre Mutter bei einen Autounfall, wird folglich zur Frau des Hauses auserkoren ...

Victoria wächst auf einer kleinstädtischen Pfirsichplantage im Colorado der 1940er Jahre auf. Bereits in jungen Jahren verliert sie ihre Mutter bei einen Autounfall, wird folglich zur Frau des Hauses auserkoren und vor allem mit der Aufgabe betreut, den Vater, den kriegsinvaliden Onkel und ihren missmutigen Bruder zu verköstigen. Als sie sich eines warmen Herbsttags Schlag auf Schlag in den Ortsfremden Wil verliebt, setzt dies kurz darauf eine Kette von Ereignissen in Gang, die Victoria zur Flucht aus ihrem Zuhause zwingen. Sie begibt sich in die Tiefe der Berge, wo sie der rauen Natur ausgesetzt ist, um alsbald wieder zurückzukehren und ein anderes Land vorzufinden als jenes, das sie verlassen hat.

Eines vorweg: die Geschichte hat mich zeitweise wirklich berührt. Es handelt sich um eine eindrucksvolle Coming-of-Age-Geschichte, die sich um eine den Widrigkeiten der Zeit trotzende Protagonistin dreht. Leider war aber ein tieferer Einstieg in die Hauptfigur nur partiell möglich, da zwischendurch immer mal wieder ein paar Jahre übersprungen werden, die den Leser ständig aus den Lebenspfaden Victorias hinauskatapultieren. Es fiel mir daher recht schwer, mich auf tiefgreifende Gefühle und Sympathien den Charakteren gegenüber einzulassen. Gut gefallen hat mir die Atmosphäre, auch wenn die etwas zu arg romantisierende Beschreibung der Natur hie und da stark von der eigentlichen Geschichte abgelenkt hat und einige Beschreibungen doch ein bisschen over the top waren. Noch weniger gefallen hingegen hat mir die mitunter leider total unkritische Sichtweise auf Rassismus sowie Gewalt und die Zentrierung auf eine sehr einvernehmende, schicksalhafte Liebe auf den ersten Blick. Alles in allem trägt die leider ziemlich unspannende, zu hastig erzählte Geschichte mehr Potential in sich, als im Endeffekt ausgekostet wurde.

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Veröffentlicht am 14.04.2023

Not worth the hype

Liebes Arschloch
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Rebecca ist eine berühmte französische Schauspielerin, die mit ihren jedoch etwa 50-jährigem Kapital (aka ihrem Körper) für den Filmmarkt nunmehr als zu alt sprich uninteressant gilt. Auf Instagram sieht ...

Rebecca ist eine berühmte französische Schauspielerin, die mit ihren jedoch etwa 50-jährigem Kapital (aka ihrem Körper) für den Filmmarkt nunmehr als zu alt sprich uninteressant gilt. Auf Instagram sieht sie einen reißerischen Beitrag vom etwa 10 Jahre jüngeren Oscar, der zwar selbst efolgreicher Schriftsteller ist, aber zur Zeit ebenfalls in einer Schaffenskrise steckt. Öffentlich lästert er über Rebecca: der ehemalige Teenie-Schwarm sei nicht nur zur Schlampe verkommen und alt geworden, "Sie ist auch auseinandergegangen, verlebt, schlechte Haut, ein schmuddeliges, lautes Weibstück" (S. 5). Rebecca lässt das natürlich nicht unkommentiert und reagiert promt mit folgenden keifenden Worten: "Liebes Arschloch [...] Ich hoffe, dass deine Kinder von einem Lastwagen überfahren werden und du ihren Todeskampf mitansehen musst, ohne etwas tun zu können, und dass ihnen die Augen aus den Höhlen spritzen und ihre Schmerzensschreibe dich jeden Abend verfolgen." (S. 6).

Als dritte im Bunde mischt sich alsbald Zoé ein, ehemalige Pressereferentin in Oscars Verlag, die nach übergriffigem Verhalten durch Oscar inklusive Stalking nur noch die Kündigung als Ausweg sah und sich nun auf Instagram zur bekannten, radikalfeministischen Aktivistin hochgebloggt hat - und Oscar im Zuge von

MeToo an den Pranger stellt.

Was sich ergibt, ist ein 330 Seiten mächtiger elektronischer Briefwechsel zwischen Rebecca und Oscar, der hin und wieder durch Essays von Zoé unterbrochen wird. Aus dem anfänglichen Hasstiraden zwischen Rebecca und Oscar ergibt sich nach und nach so etwas wie Freundschaft, denn beide sind sich ähnlicher als gedacht und nähern sich immer weiter einander an. Doch die 330 Seiten umfassende Korrespondenz hat mich nicht mal annähernd so begeistert wie erwartet und leider regelrecht gelangweilt und genervt. Beide Protagonisten sind schrecklich nervtötende Persönlichkeiten, die eine Person anstrengender und unsympathischer als die Andere. Es wurde so viel um sich gebissen (ja, es wurde auch so etwas in der Art wie sich versöhnt, Einsicht gezeigt und aufeinander zu gegangen).

Und ja, der Roman thematisiert viele aktuelle, unbestreitbar wichtige Themen wie Feminismus und das systemische Patriarchat, Elternschaft, Älterwerden, Sucht, Cyber-Mobbing und psychische Gesundheit in Zeiten von TikTok. Zudem spielt das Buch in großen Teilen zur Zeit des Lockdowns, wobei infolgedessen auch immer wieder so viel uninteressantes hochgefahren und eingefangen wird (erklär mir doch noch mal Zoom! Und juchu, jetzt klatschen wir alle nochmal schön für die Pflegekräfte!) Aber die Charaktere leiden unter ausgeprägten Narzissmus und übertrumpfen sich ständig selbst mit endlosen Gefasel über sich selbst. Despentes Roman ist ein Werk über die rage culture, und Rebecca ist dabei eine unerträgliche Diva, Oscar ein zutiefst gekränkter Täter mitten im

MeToo-Skandal, der sich ja auch so leid tut und damit durchgehend in Selbstmitleid suhlt (hust Täter-Opfer-Umkehr). Die Dialoge sind langatmig, beide haben ein Faible dazu endlose Monologe zu führen und drehen sich dabei thematisch oft und immer wieder im Kreis.

"Liebes Arschloch" hat mich leider Mal so richtig kalt gelassen und war dem Schreibstil sei dank sehr anstrengend zu lesen, ich habe nichts gefühlt und keinen Zugang gefunden - weder zu irgendeinem Charakter noch zu Despentes mir zu aufgesetzten, mal umgangssprachlich mal intellektuell hochtrabenden Schreibstil. Gestört hat mich auch der unkritische exzessive Drogenmissbrauch. Oscar (dieser Kotzbrocken - sorry) schließt sich zwar als Teil seiner persönlichen Charakterentwicklung den Narcotic Anonymous an - in seiner Lage wäre es ja auch immerhin brandgefährlich unter dem Einfluss von Alkohol noch etwas schlechtes in die Welt herauszuschreien. Rebecca (die Femme Fatale schlechthin) kokst und säuft derweil fröhlich weiter - Drogenmissbrauch ist für sie das, was sie scheinbar ein stückweit jung hält und nach wie vor interessant macht.

Zwischendurch gab es immer wieder einige interessante Ansätze und auch die Protagonisten haben eine relativ ansehbare Entwicklung zum Guten hin durchlebt, aber die monologisch gehaltenen Dialoge zweier privilegierter Menschen haben mich doch ziemlich entnervt zurückgelassen. Was mich aber am stärksten entzaubert hat war die Form des Briefromans, in der zwei Boomer in ihrer Midlife-Crisis vor sich hin fabulieren - und was am Anfang noch witzig und spritzig war, war am Ende leider nur noch ermüdend und qualvoll. Dem Buche zugutehalten muss ich: die Themen sind gut, die Umsetzung hat mich durch die ständig unter Drogen stehenden und wehleidigen Protagonisten null erreicht.

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