Profilbild von Leseleidenschaft

Leseleidenschaft

Lesejury Profi
offline

Leseleidenschaft ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Leseleidenschaft über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.01.2019

Empfehlenswerter Reihenauftakt für jeden, der Hexengeschichten mag

Die Hexen von Fairhollow High - Plötzlich magisch
0

„Die Hexen von Fairhollow High“ ist ein brandneues Buch, welches erst seit dem 21. Januar 2019 im Handel erhältlich ist.

Nessa soll vorübergehend zu ihrer Tante nach Fairhollow ziehen und ist darüber ...

„Die Hexen von Fairhollow High“ ist ein brandneues Buch, welches erst seit dem 21. Januar 2019 im Handel erhältlich ist.

Nessa soll vorübergehend zu ihrer Tante nach Fairhollow ziehen und ist darüber …… sagen wir mäßig begeistert. Ihr Vater muss beruflich nach Dubai und ihre Mutter ist bereits vor vielen Jahren gestorben.

Fairhollow ist nicht gerade der Traum ihrer schlaflosen Nächte. Zu allem Überfluß lebt Tante Clara auch noch vergan. Na das kann ja heiter werden… Das Buch ist aus Nessas Sichtweise heraus erzählt, d.h. der Leser taucht mit ein in ihre Gedanken-/und Gefühlswelt. Das ist interessant, spannend und zweitweise auch witzig. Ich musste wirklich lachen, als Nessa ihr erstes (veganes!) Frühstück serviert bekommt. Aber das ist nicht ihr einziges Problem. Natürlich kennt sie in Fairhollow niemanden und muss dort auch zur Schule.

Das sind für einen Teenie ja schon so einige Baustellen – aber zu allem Überfluß kommt sie in eine Klasse mit der schwer angesagten Oberzicke Izzy. Der vermeintlich freundliche Empfang entpuppt sich irgendwann natürlich als Fassade.

Nessa ist das total sympathische Mädchen von nebenan, welches dann zum Glück in Holly eine gute Freundin findet. Die beiden Charaktere sind dem Lesealter entsprechend aufgebaut und haben dazu passend so ihre Gedanken und Probleme. Doch es passieren immer mehr seltsame Dinge. Manchmal ist eben alles anders als es scheint – und das muss Nessa auch erleben.

Der Titel verrät es ja bereits – wir haben es in diesem Buch mit waschechten Hexen zu tun. Welche Kräfte diese Hexen besitzen und was es nun mit der Clique rund im Izzy auf sich hat, solltet Ihr selbst lesen. Dann erfahrt Ihr auch, was eine Silberhexe ist.

Gegen Ende wird es nochmal spannend und ein Grundstein für Band 2 der Reihe wird gelegt. Wenn ich diesen Ausblick richtig deute, dürfte da noch ein wichtiges Abenteuer auf die jungen Hexen warten. Dieses Buch selbst ist in sich jedoch abgeschlossen. Wer Hexengeschichten mag, dem kann ich diesen wunderbaren Reihenauftakt wärmstens empfehlen.

Dieses Buch ist einfach toll geschrieben. Auch rein sprachlich hat es Spass – es ist flüssig zu lesen und gut formuliert (immer im Hinblick auf die Zielgruppe). Ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen und hatte keine Sekunde Langeweile.

Fazit: Ein rundum gelungener Auftakt einer Hexenreihe, der Lust auf mehr macht. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf Band 2 und ein Wiedersehen mit Nessa, Holly und Tante Clara.

Ich bedanke mich herzlich beim Verlag arsEdition für das Rezensionexemplar. Meine Beurteilung wurde hiervon natürlich nicht beeinflusst.

Veröffentlicht am 27.01.2019

Fesselnder Auftakt einer Trilogie

Die Schokoladenvilla
0

An dieses Buch hatte ich ziemlich hohe Erwartungen und wurde wahrlich nicht enttäuscht. Es war zum einen zauberhaft in die Welt Anfang des 19. Jhdt. entführt zu werden, aber auch mitreissend und packend ...

An dieses Buch hatte ich ziemlich hohe Erwartungen und wurde wahrlich nicht enttäuscht. Es war zum einen zauberhaft in die Welt Anfang des 19. Jhdt. entführt zu werden, aber auch mitreissend und packend zu erleben, wie sich insbesondere zwei Frauenschicksale entwickeln.

Das Buch ist der Auftakt einer Trilogie, deren Folgebände ich mit Vorfreude erwarte. Denn die Autorin hat einen tollen und angenehm lesbaren Schreibstil. Die Charaktere im Buch sind liebevoll entwickelt und sehr individuell ausgebildet. Im Vordergrund stehen Judith und ihre Mutter, die mit ihrem derzeitigen bzw. vorherbestimmten Leben hadern und ausbrechen wollen. Das Bild der Frau in der damaligen Zeit sah jedoch keinen eigenen Willen oder Entscheidungsrechte vor. Interessant fand ich auch die Entwicklung einiger Randfiguren, die mir die Gesellschaftsstruktur noch einmal von einer anderen Seite vor Augen hielt. So sahen sich junge Frauen der arbeitenden Schichten teilweise gezwungen ihr Geld mit Prostitution zu verdienen.

Dieser Roman hat zahlreiche, wirklich fesselnde Erzählstränge, die perfekt miteinander verknüpft wurden. Das enge gesellschaftliche Korsett der damaligen Zeit bot allen eine gewisse Sicherheit – wer daraus ausbrechen wollte, befand sich jedoch im freien Fall. Während in England und in den USA die Suffragetten begannen für die Rechte der Frau zu kämpfen, so war Deutschland noch ein Bollwerk aus gesellschaftlichen Ständen, Konventionen und Traditionen.

Judiths Mutter erhält den Anstoß zu einem Umbruch im Sanatorium. Dort lernt sie Hermione von Preuschen kennen – eine der historisch verbürgten Charaktere dieses Buches. Judith lehnt sich aus eigenem Willen auf, da sie – wie damals üblich – plötzlich vor vollendete Tatsachen gestellt wird, als ihr Vater ihre Verlobung bekannt gibt. Ihr Vater, seines Zeichens ein typisch patriachaischer Unternehmer, kann dies aus diversen Gründen nicht dulden und versucht im Hintergrund weiter die Fäden zu spinnen.

Die Autorin hat meiner Meinung nach sehr akribisch recherchiert, denn die zahlreichen Charaktere, Orte und Entwicklungen wirkten auf mich sehr authentisch. Das Sahnetüpfelchen waren für mich noch die „Exkursionen“ in die zeitgenössische Schokoladenmanufaktur, diese Hintergrundthematik passt einfach auch hervorragend in die Winterzeit.

Wer gerne Familiensagen liest, sollte an diesem Buch nicht vorbeigehen – es hat mich von Anfang bis Ende gefesselt und ich habe die rd. 600 Seiten tatsächlich am Stück gelesen…

Vielen Dank an den Penguin Verlag für das Rezensionsexemplar.

Veröffentlicht am 27.01.2019

Zauberhaft und der Zielgruppe absolut entsprechend

Twyns, Band 1: Die magischen Zwillinge
0

Ich war ehrlich gesagt schon etwas gespannt, ob das Buch ein bißchen viel vom doppelten Lottchen hat - denn die Geschichte der getrennten Zwillinge ist ja schon ein paar Tage älter.
Aber die Parallelen ...

Ich war ehrlich gesagt schon etwas gespannt, ob das Buch ein bißchen viel vom doppelten Lottchen hat - denn die Geschichte der getrennten Zwillinge ist ja schon ein paar Tage älter.
Aber die Parallelen sind erfreulich schwach und der Autor hat eine völlig eigenständige Story geschaffen.
Die Zwillinge Wynn und Annlea werden direkt nach ihrer Geburt getrennt um den Untergang eines Königreichs zu verhindern.
Fortan wächst ein Mädchen mit dem Vater in unserer Welt und eines mit der Mutter in der Anderwelt auf. Ihr Alltag könnte unterschiedlicher nicht sein, denn Wynn lebt in dem Wissen eine Prinzessin zu sein - Anny hingegen als Tochter eines leicht verschrobenen Buchhändlers.
Michael Peinkofer hat eine wirklich zauberhafte und magische Geschichte um und über die beiden Mädchen und ihr Schicksal gesponnen. Die Charaktere sind dem Lesealter entsprechend (ab 10) entwickelt, es ist nicht überladen. Die Handlungstiefe selbst finde ich ebenfalls absolut angemessen für die Zielgruppe.
Der Schreibstil ist locker und leicht lesbar, die Kapitel sind angenehm kurz gehalten.
Die Geschichte spielt überwiegend in unserer Welt (fühlte sich für mich so an), dennoch kommen die magischen Elemente und dementsprechende Wesen nicht zu kurz. Wie in eigentlich jeder guten Geschichte gilt es über sich hinauszuwachsen und das Böse zu besiegen.
Wer jetzt noch nicht überzeugt ist, sollte sich einfach mal das Cover anschauen - ich finde es einfach traumhaft.
Für mich war ungefähr in dem empfohlenen Lesealter "Märchenmond" der Einstieg in die Fantasy-Welt. Ich denke dies Buch hat das Zeug dazu heute die künftige Leserschaft für dieses Genre zu begeistern.

Veröffentlicht am 27.01.2019

Spannend, witzig und mitreissend - ein tolles Abenteuer in London

Penny Pepper - Diebesjagd in London
0

Penny und ihre Freunde sind bei Frau Pepper, das ist Pennys Oma. Sie hat ein Kreuzworträtselgewinnspiel gewonnen. Der Hauptgewinn ist eine Fahrt nach London, das lassen sich die Mädchen natürlich nicht ...

Penny und ihre Freunde sind bei Frau Pepper, das ist Pennys Oma. Sie hat ein Kreuzworträtselgewinnspiel gewonnen. Der Hauptgewinn ist eine Fahrt nach London, das lassen sich die Mädchen natürlich nicht entgehen. Als sie in London ankommen, merkt Pennys Oma, das ihre goldene Halskette weg ist und so stolpern die Mädchen schon mitten in ein neues Abenteuer rein. Kurz nach dem Vorfall werden noch andere Sachen gestohlen. Die Mädchen ermitteln wie die Weltmeister und klappern nach und nach alle Verdächtigen ab. Werden Sie den Dieb fassen? Mehr erfahrt Ihr, wenn Ihr Penny Pepper 7 lest.

Ich fand die englischen Sprüche und Tee Party Tips supercool. Die Probleme mit dem Diktiergerät waren richtig lustig. (Beispiel: „Wir bringen Dich zackig in den Knast“ wird zu „Wir zwingen dich nackig auf den Ast“)

Ergänzung: Meine Tochter hat das Buch fast am Stück verschlungen und sie hat häufig gelacht. Ich habe das Buch selbst nicht gelesen, mir aber einen Überblick verschafft.

Der Schreibstil ist locker und mitreissend – genau passend für das Alter. Und wenn es dann immer mal was zu lachen und auf den Bildern zu entdecken gibt, ist das doch schon die halbe Miete. Neben dem Kriminalfall sind in diesem Buch ganz tolle Hinweise zu London und diverse englische Redensarten und Vokabeln eingearbeitet. Das ist eine hervorragende Idee, zumal in dem Alter ja nun englisch unterrichtet wird (zumindest bei uns in NRW). Das Buch selbst ist mit zahlreichen Illustrationen witzig gestaltet und hat an den Ecken den Hintergrund eines Notizbuchs. Das finde ich toll gemacht, es passt hervorragend zum Detektivthema. Zudem gefällt mir das Flexcover gut. Ein Taschenbuch ist in dem Alter nicht unbedingt passend, aber ein gebundenes Buch für manche Kinder vielleicht unhandlich. Außerdem macht dieses Buch einen „Komm lies mich doch mal – ich bin doch gar nicht so lang“ – Eindruck. Durch die vielen Illustrationen finde ich es auch geeignet für Kinder, die das Lesen noch nicht so für sich entdeckt haben.

Abschließend vielen Dank an den dtv Verlag für das Rezensionsexemplar.

Veröffentlicht am 27.01.2019

Super Reihenauftakt für die Liebhaber von spannenden und intelligenten Geschichten

Der Blackthorn-Code - Das Vermächtnis des Alchemisten
0

London im Jahre 1665: der Waisenjunge Christopher steht als Lehrling im Dienste des Apothekermeisters Benedict Blackthorn. Die Geschichte beginnt schon ziemlich unterhaltsam mit einer "Versuchsanordnung", ...

London im Jahre 1665: der Waisenjunge Christopher steht als Lehrling im Dienste des Apothekermeisters Benedict Blackthorn. Die Geschichte beginnt schon ziemlich unterhaltsam mit einer "Versuchsanordnung", die es in sich hat. Bei dieser Gelegenheit lernt der Leser nicht nur den Protagonisten Christopher kennen, sondern auch seinen Lehrmeister. Dieser Einstieg in die Story war nicht nur ganz witzig, sondern bot meiner Meinung nach Einblicke in den Charakter Blackthorns. Das finde ich im Hinblick auf den weiteren Verlauf nicht ganz unwichtig.

Da habe ich gerade noch gelacht und da nimmt die Geschichte schon richtig an Fahrt auf. Durchatmen ist nicht mehr - aber wollte ich das überhaupt? Ehrlich gesagt: ganz sicher nicht. Denn die Geschichte ist mitreißend erzählt und wirklich spannend. Daher habe ich das Buch auch in kürzester Zeit gelesen und mich immer geärgert, wenn ich unterbrechen musste.

Wer spielt denn in der Geschichte noch eine Rolle? Hauptakteur ist natürlich Christopher, dem das Leben bislang nicht gerade seine sonnigste Seite gezeigt hat. Er hat in dem Bäckerssohn Tom einen unglaublich treuen Freund, der ihm in jeder Notlage beisteht. Diese Freundschaft ist wirklich erwähnenswert, denn Tom nimmt für ihn aus freien Stücken große Probleme in Kauf. Damals war das Leben eben noch anders. Ansatzweise gewinnt der Leser Einblicke in die zeitgenössischen sozialen Zustände. Es ist gerade so beschrieben, dass man ein Gefühl dafür bekommen kann - aber nicht mehr. Das reicht im Hinblick auf die Leserschaft (ab 11 Jahren) auch vollkommen aus.

Vorab kann man nicht erahnen in welche Richtung sich die Handlung bewegt - das ergibt sich auch nicht so richtig aus dem Klappentext. Daher war es für mich schon eine Überraschung - aber eine positive. In der Beschreibung des dtv Verlags steht " der Da-Vinci-Code für Leser ab 11" und ich muss sagen ich finde die Beschreibung sehr zutreffend. Zumal ich gestern Abend mal wieder den "Da-Vinci-Code" im Fernsehen gesehen habe. Verschlüsselte Botschaften führen zu der Lösung - eine einfache wie auch wirksame Methode um eine Geschichte noch spannender zu machen.

Da wir uns in diesem Buch bekanntermaßen im Bereich der Alchemisten bewegen, geht es überwiegend um chemische Prozesse. So einige Dinge waren mir aus der Schulzeit bekannt, aber nicht alles. Christopher und Tom müssen zudem Rätsel lösen und Codes knacken.

Dabei hat mir sehr gut gefallen, dass im Buch einige Codes mit abgedruckt wurden - die Erklärung ist also nicht nur theoretischer Natur. Der Leser kann etwas miträtseln. Es ist insgesamt auch etwas Kopfarbeit gefragt, daher ist das Buch wirklich erst vollumfänglich ab ca. 11 Jahren zu empfehlen.

Erwähnenswert finde ich noch, dass dieses Buch vielleicht nicht ideal für allzu zart besaitete Kinder ist. Das Leben und die Sitten im 17. Jahrhundert waren eben rauer und wir haben es hier mit der Lösung einer waschechten Verschwörung zu tun. Bei der Geschichte kann man nicht abschalten - man muss schon aktiv im Geschehen bleiben, denn es passiert innerhalb kürzester Zeit manchmal eine ganze Menge. Aufgrund der Story ist das Buch nicht nur toll für Kids, sondern auch für Jugendliche oder Erwachsene, die diese Art von Büchern lieben.

Fazit: Ein absolut gelungener Reihenauftakt für die Liebhaber von spannenden und interessanten Geschichten mit ein wenig Hirnschmalz.

Ich bedanke mich herzlich beim dtv Verlag für das Rezensionexemplar. Meine Beurteilung wurde hiervon natürlich nicht beeinflusst.