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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.05.2024

Weniger spannend als der erste Band

Brynmor University – Versuchungen
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Leider hat mich der zweite Band der Brynmor-Reihe nicht so überzeugt, wie es der erste Teil geschafft hat.

Zwar kann man schon irgendwie mit den Charakteren mitfühlen, da sie wieder gut konstruiert sind ...

Leider hat mich der zweite Band der Brynmor-Reihe nicht so überzeugt, wie es der erste Teil geschafft hat.

Zwar kann man schon irgendwie mit den Charakteren mitfühlen, da sie wieder gut konstruiert sind und es auch wieder einige emotionale Stellen sowie gute Background-Stories gibt.
Allerdings ist die zentrale Handlung in diesem Band weniger spannend - und man kann schon nach spätestens der Hälfte des Romans erahnen, wie das zentrale Geheimnis, um das es geht wohl lauten wird.

Was mich auch gestört hat, ist, dass sowohl Nate als auch Lucas nicht besonders überlegt oder achtsam handeln. Abgesehen davon, dass sie sich nicht besonders Mühe geben, ihre Beziehung geheimzuhalten; hätte es auch mögliche andere Auswege gegeben, um die Beziehung nicht mehr geheimhalten zu müssen. Natürlich ist mir auch klar, dass das alles irgendwie wichtig für den Spannungsaufbau war - aber ich mag es trotzdem nicht, wenn Charaktere unüberlegt handeln.
Auch das Verhältnis zwischen Dozent und Student ist meiner Meinung nach sehr romantisierend und wenig hinterfragend dargestellt.

Trotz der Kritikpunkte möchte ich anmerken, dass sich der Roman aufgrund des guten Schreibstils, der (größtenteils) sympathischen Charaktere und des coolen Settings schon gut lesen lässt.

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Veröffentlicht am 03.05.2024

Cooles Setting, spannende Story

Brynmor University – Geheimnisse
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An sich ist der Roman ein recht typischer Vertreter des Dark Secret-Trope, den man so ähnlich bestimmt schon mal gelesen hat (also nichts besonders Innovatives). Dennoch hat er es geschafft mich zu überzeugen.

Das ...

An sich ist der Roman ein recht typischer Vertreter des Dark Secret-Trope, den man so ähnlich bestimmt schon mal gelesen hat (also nichts besonders Innovatives). Dennoch hat er es geschafft mich zu überzeugen.

Das liegt zunächst einmal am Schreibstil: Alles geht recht schnell voran, die Handlung geht immer weiter. Gleichzeitig wird aber auch an emotionalen Szenen nicht gespart und - für einen New Adult-Roman recht typisch - dürfen auch ein paar spicy Szenen nicht fehlen. Diese Mischung macht es spannend.
Auch die Protagonisten sind sympathisch und man kann mit ihnen mitfühlen (wenn beide auch etwas zu sportlich sind, um ihnen ganz nachzufühlen).
Das Setting ist relativ cool. Ich konnte mir beim Lesen richtig vorstellen, wie die Universität sich in der verregneten englischen Landschaft auftut, in der wahrscheinlich auch die Queen schonmal spazieren war.

Was ich nicht so mochte, war die Storyline rund um die Studierendenverbindung, die schon im Klappentext angeteasert wird, da sie - Achtung kleiner Spoiler - zu nichts führt und letztendlich nur einige Szenen bietet, ohne die der Roman auch gut ausgekommen wäre.

Abschließend möchte ich noch anmerken, dass man (wie aber bei vielen anderen New Adult - Romanen aber auch), nichts zu Innovatives erwarten sollte. Der Roman ist allerdings wirklich gut geschrieben und für Fans von queerem New Adult, dem Dark Secret - Trope und der englischen Landschaft definitiv lesenswert.

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Veröffentlicht am 02.05.2024

Leichte Young Adult-Romance

Kein bisschen verliebt
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Im Prinzip weiß man nach Lesen des Klappentext direkt was einen erwartet: Eine queere YA-Lovestory mit dem Enemies to Lovers-Trope im Setting einer Reality-Dating-Show. Bis auf den Aspekt der Reality-Dating-Show ...

Im Prinzip weiß man nach Lesen des Klappentext direkt was einen erwartet: Eine queere YA-Lovestory mit dem Enemies to Lovers-Trope im Setting einer Reality-Dating-Show. Bis auf den Aspekt der Reality-Dating-Show nichts besonders Innovatives. Da zumindest "Nur fast am Boden zerstört" von der selben Autorin allerdings inzwischen zu meinen queeren Lieblingsbüchern gehört, habe ich auch diesem Roman eine Chance gegeben.

Und - es hat sich gelohnt. Natürlich ist der Plot an sich schon ein wenig vorhersehbar, da schon ziemlich viel durch den Klappentext geteasert wird. Dank dem wirklich tollen Schreibstil von Sophie Gonzales - witzig, emotional und trotzdem mit einem gewissen Spannungsaufbau - kann man meiner Meinung nach darüber hinwegsehen.
Auch das Setting ist wirklich gut gemacht: Abgesehen davon, dass die Autorin den Roman in einem erfundenen europäischen, monarchischen Land spielen lässt und dieses - ohne zu ausschweifend zu werden - auch beschreibt, ist auch das Reality Show - Setting erfrischend, spannend und tatsächlich innovativ. Ich könnte in diesem Genre kein vergleichbares Setting benennen.

Ein weiterer Pluspunkt sind die sympathischen Charaktere. Insbesondere mit den Protagonistinnen Skye und Maya kann man gut mitfühlen und man ist in ihre Charakterentwicklung eingebunden. Das Enemies to Lovers - Trope, von dem im Klappentext die Rede ist, konnte ich aber nicht so wirklich ausmachen. Jordy ist dagegen ein typischer Antagonist - und meiner Meinung nach sehr stereotypisiert dargestellt - das hätte auch besser gelingen können.

Abschließend kann ich sagen, dass ich wirklich Spaß beim Lesen hatte und sich der Roman als leichte Lektüre definitiv lohnt.

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Veröffentlicht am 01.05.2024

Deeper als gedacht

Becoming a Queen (humorvolle LGBTQ+-Romance, die mitten ins Herz geht und dort bleibt)
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Um ehrlich zu sein, dachte ich nach dem lesen der Beschreibung und des Klappentext - ein Typ, der ein Kleid sieht, darin seine wohl ware Bestimmung findet, worauf sich sein Freund von ihm trennt - zuerst: ...

Um ehrlich zu sein, dachte ich nach dem lesen der Beschreibung und des Klappentext - ein Typ, der ein Kleid sieht, darin seine wohl ware Bestimmung findet, worauf sich sein Freund von ihm trennt - zuerst: Das habe ich so ähnlich doch schonmal gelesen, das ist doch nichts neues. Dennoch habe ich mich in Erwartung eines leichten, queeren YA-Romans, doch dazu entschieden, diesem eine Chance zu geben.

Das war gut so: Es wird nämlich überraschenderweise ziemlich deep und emotional, als nach circa der hälfte des Romans ein relativ unerwarteter Twist kam. Wichtig ist, hier unbedingt die Triggerpunkte zu beachten, da man emotional - auch aufgrund starker Beschreibungen - sehr mitfühlen kann.
Das Thema Drag spielte dagegen - anders als von mir erwartet - nur eine sehr untergeordnete Rolle. Ich persönlich fand das überhaupt nicht schlimm, da ich das Thema auch nicht unbedingt brauchte. Wer allerdings nach Romanen sucht, in denen Drag eine sehr entscheidende Rolle sucht, ist mit anderen vielleicht besser aufgehoben.

Richtig gut sind auch die Charaktere, die vielfältig beschrieben sind und die Storyline noch deutlich interessanter machen. Was mir dagegen noch ein wenig gefehlt hat, ist die Entwicklung der Beziehung des Protagonisten Marks mit seinem neuen Freund Ezra. Das geht hier relativ schnell und die Beziehung an sich bleibt deshalb eher oberflächlich. Nicht nur Slowburn-Fans wird da vermutlich etwas fehlen.

Insgesamt ein spannender queerer YA-Roman, der deutlich mehr kann, als aus dem Klappentext hervorgeht.

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Veröffentlicht am 24.04.2024

Selbstfindung, High School, Drag

In all seinen Farben
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Auf den ersten Blick und nach lesen des Klappentext, denkt man eigentlich, man weiß schon, was man von dem Roman erwarten kann. Im Prinzip eine typische Queer-YA-Story: Selbstfindung, High School (wobei ...

Auf den ersten Blick und nach lesen des Klappentext, denkt man eigentlich, man weiß schon, was man von dem Roman erwarten kann. Im Prinzip eine typische Queer-YA-Story: Selbstfindung, High School (wobei in diesem Fall in den UK) und ein Freund, der noch nicht Out ist. Dazu ein bisschen was zum Thema Drag.

Tatsächlich hat der Roman auch das, und geht nur ein wenig tiefer, als es um Homophobie und homophobe Gewalterfahrungen geht, wobei ich sagen muss, dass ich davon in der queeren Literatur der letzten Jahre relativ viel gelesen habe - also nichts bahnbrechend neues. Wovon ich dagegen nicht so viele Äquivalente kenne, ist das Thema Drag (insbesondere im YA-Bereich). Dazu gab es tatsächlich auch einiges neues zu erfahren.

Was mir zeitweise ein bisschen gefehlt hat, ist das Rüberbringen von Gefühlen. Robin als Protagonist fand ich - um ehrlich zu sein - nicht besonders relatable, auch wenn man natürlich hin und wieder mit ihm mitfühlt; ansonsten blieb er für mich relativ stereotypisch und recht flach.
Das fehlen von wirklichen Gefühlen wird dadurch kompensiert, dass es einen starken Hang zum Drama gibt (insbesondere gegen Ende des Romans). Auch das ist im YA-Bereich natürlich nicht besonders selten, aber trotzdem fand ich ein bisschen übertrieben, dass plötzlich alle ein Problem mit unserem Protagonisten haben, sodass er als "letzte Zuflucht" nur noch Drag findet.

Der Roman wird sicherlich nicht zu meinen Queer Favorites kommen, aber als leichte Lektüre ist er dennoch zu empfehlen, zumal er eine Leerstelle bedient, die wir bei queeren YA-Büchern vorher hatten (Thema Drag).

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