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Veröffentlicht am 06.11.2016

Marie und die Kühlschränke...

Die wunderbare Welt des Kühlschranks in Zeiten mangelnder Liebe
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"Die wunderbare Welt des Kühlschranks in Zeiten mangelnder Liebe" wartet nicht nur mit einem etwas ungewöhnlichen Titel auf, sondern auch das Cover ist ein Cover, was sofort ins Auge sticht, weil es schon ...

"Die wunderbare Welt des Kühlschranks in Zeiten mangelnder Liebe" wartet nicht nur mit einem etwas ungewöhnlichen Titel auf, sondern auch das Cover ist ein Cover, was sofort ins Auge sticht, weil es schon alleine durch die unterschiedlichen Schriftarten, aber auch durch die verschiedenen Größen der Buchstaben auffällt und wann hat man denn schon mal Kühlschränke auf dem Cover? Also daher ist es ein Cover, was man nicht immer findet.
Marie ist eine ganz normale Frau, die einfach nur einen Kühlschrank für ihre Wohnung in Toulouse bestellen will, doch leider wird ihr immer wieder ein defektes Teil geliefert oder es gibt einen anderen Grund, warum der Kühlschrank immer und immer wieder nicht funktioniert. Das Spielchen mit den Austauschen des Kühlschranks geht das über 16 Mal und nicht nur Maries Verzweiflung über die Misere wird immer größer, es werden auch nach und nach immer mehr Medien auf die Geschichte aufmerksam und so wird Marie immer mehr ein Magnet für die Öffentlichkeit.
Doch es geht nicht nur um die Kühlschränke, Marie, die zu Beginn des Buches als recht normal erschien, kristallisiert sich im Laufe des Buches immer mehr als Frau heraus, die an sich ein Problem mit zwischenmenschlichen Beziehungen hat und das schwebt über der ganzen Geschichte mit den Kühlschränken, weil dadurch wird erst offensichtlich, wo das Problem von Marie liegt.
Alain Monnier verpackt aber auch in seine Marie, dass sie eine weiche Seiten haben kann und bei weitem nicht immer so hart und direkt ist, wie es zu Beginn den Anschein hat.
Die Geschichte wird von einem recht weit außenstehenden Erzähler erzählt, der immer eine gewissen Distanz zu allem behält und so lernt man nur die Sicht des Erzählers kennen und schafft es nicht wirklich, in Marie reinzuschauen und ihre Gefühlswelt zu entdecken. Der Vorteil des Erzählers ist aber, dass man als Leser mit zusätzlichen Informationen versorgt wird und so immer einen gewissen Wissensvorsprung hat, was dem Buch aber etwas den Charme nimmt.
Alain Monnier verpackt auf gerade mal 160 Seiten einen kleinen Roman über ein recht normales Problem, was er aber in einer übergeordnete Geschichte verpackt. Sein Stil mutet etwas überheblich an und daran muss man sich etwas gewöhnen, weil er auch etwas schwer verständlich schreibt, daran muss man sich gewöhnen, weil der Stil schon etwas sehr eigenes ist.

Fazit:
Alain Monnier schafft mit "Die wunderbare Welt des Kühlschranks in Zeiten mangelnder Liebe" ein Buch, was nun nicht mit viel Spannung aufwartet, aber es ist ein kleiner süsser Roman rund um Irrungen und Wirrungen rund um einen Kühlschrank und Maries Gefühlswelt. Man sollte bei dem Buch aber den französischen Humor, einen sehr eigenwilligen Autorenstil und etwas skurrile Themen mögen, sonst wird das Buch sicher nichts für einen werden.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Wünsche und 2. Chancen...

Das Wunschjahr
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Das Cover von "Das Wunschjahr" ist wirklich schön, weil es das küssende Liebespaar (was vermutlich Olive und Phil zeigt) im Spiegel der Regenpfütze zeigt und das hat etwas besonderes, weil man das selten ...

Das Cover von "Das Wunschjahr" ist wirklich schön, weil es das küssende Liebespaar (was vermutlich Olive und Phil zeigt) im Spiegel der Regenpfütze zeigt und das hat etwas besonderes, weil man das selten sieht, dass die Covergestaltung so gelingt.
Ich hatte die Chance, das Buch als Wanderbuch lesen zu dürfen und deswegen ist das Buch inzwischen schon weitergewandet, hat also schon andere Leser glücklich gemacht.
Mit Olive und auch Phil schafft Andrea Lochen zwei Charaktere, die an sich recht unterschiedliche Auffassungen vom Leben haben, was natürlich Konfliktpotenzial hat und vielleicht auch die Spannung des Buches unterstreicht. Olive kommt am Anfang etwas unterkühlt rüber, aber das wird im Laufe des Buches besser. Phil bleibt leider immer etwas unnahbar, was schade ist, weil so springen die Emotionen nicht wirklich auf den Leser über.
Interessant ist, wie das Umfeld von Olive auf die neue oder besser gesagt vertraute Situation reagiert, weil sich keiner mehr an die Trennung erinnern kann. Olive scheint in einer Art Zeitschleife zu hängen, weiss aber sicher, dass sie sich getrennt hat. Die Geschichte erinnert etwas an "Und täglich grüßt das Murmeltier", allerdings ist da die Umsetzung anders.
Nun ist die grosse Frage was Olive aus der Chance macht - eine 2. Chance für die Liebe oder doch die Trennung, die sie eigentlich wollte...
An sich ist die Idee der Geschichte wirklich gut überlegt, auch der Beginn des Buches ist recht gut gelungen, aber leider ist danach die Umsetzung etwas holprig geworden. Der Stil von Andrea Lochen ist wirklich schön und man liest das Buch an sich gerne, aber die Entwicklung der Geschichte zieht sich ziemlich, manche Längen hätten man vielleicht weglassen können und manchmal hatte man das Gefühl, dass das Buch etwas stockt, was dann aber auch die Spannung und den Spannungsbogen nach unten reisst.
Das Buch ist in insgesamt 24 Kapitel unterteilt, was zum Lesen angenehm ist, verleitet aber auch etwas dazu, das Buch öfters mal aus der Hand zu legen.

Fazit:
Mit "Das Wunschjahr" ist eine gute Idee leider nicht so gut umgesetzt wurden, der Plot passt, aber der Rest der Geschichte zieht sich leider ziemlich lang und das macht das Buch etwas langatmig. Der Schreibstil ist zwar gut, aber durch die Längen und die doch recht gut gelegten Kapitel kommt es immer wieder dazu, dass man das Buch doch aus der Hand legt und dann eben nicht so schnell wieder in die Hand nimmt.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Kann man lesen, muss man aber nicht...

Holly. Die verschwundene Chefredakteurin
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Das Cover erinnert stark an eine Frauenzeitschrift, mit dem Preis von 5 € kann man das Buch auch eher mit einer modernde Frauenzeitschrift gleichsetzen und es verleitet durch den Preis wirklich zu einem ...

Das Cover erinnert stark an eine Frauenzeitschrift, mit dem Preis von 5 € kann man das Buch auch eher mit einer modernde Frauenzeitschrift gleichsetzen und es verleitet durch den Preis wirklich zu einem echten Spontankauf. Auch die Idee, dass Holly insgesamt 6 Monate lang (also einmal im Monat) erscheint, erinnert sehr an gängige Frauenmagazine.
Simone, die wir zu Beginn des Buches kennenlernen, ist neu bei Holly und dann passiert das, was für jeden ein Supergau ist. Die Chefredakteurin Annika Stassen, die sich wirklich zu Beginn als echt Zicke dargestellt wird, verschwindet und alles steht Kopf. Neben dem Verschwinden sind auch sonst die Beziehungen zwischen den Charakter ziemlich undurchsichtig.
Zudem bleiben die Charakter über das gesamte Buch blass, man kann gar nicht viel über sie sagen, weil man nicht wirklich viel über die einzelnen Personen erfährt, was ziemlich mühsam ist, weil man dann immer und immer wieder in der Personenliste nachschauen muss, die zu Beginn des Buches abgedruckt ist.
Etwas nervig sind auch die ständigen Markennennungen, was sicher beabsichtigt ist, aber trotzdem ziemlich nervt, weil es muss kein Volvic sein, es kann auch einfach nur Wasser sein, was auf dem Tisch steht und solche Sachen ziehen sich durch das gesamte Buch.
Der Stil des Buches erinnert an ein Drehbuch, was wirklich schwierig zu lesen ist, das sollte man schon mögen, sonst wird man mit dem Buch an sich nicht wirklich warm.

Fazit:
Mit der Covergestaltung und dem Klappentext hat man wirklich einen Aufreisser, aber leider hält der Inhalt nicht, was die Verpackung verspricht und daher überzeugt Holly nicht wirklich. Also man kann es lesen, weil die 160 Seiten sind schnell weggelesen, aber die Charaktere und auch die Geschichte kann nicht wirklich überzeugen. Teilweise ist es auch verwirrend, weil man nicht wirklich die Beziehungen der Charakter untereinander durchschauen kann. Ausserdem sollte man mit dem Drehbuch-Stil des Buches klar kommen, sonst quält man sich eher durch das Buch.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Leider nicht so gut wie erwartet...

Schon Konfuzius sagte ...
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Die Ausgabe stammt von einem Flohmarktverkauf und ich habe sie eher durch Zufall in die Hände bekommen und wegen des schönen Covers gekauft.
Das Cover ist an sich sehr schlicht gestaltet, passt aber zu ...

Die Ausgabe stammt von einem Flohmarktverkauf und ich habe sie eher durch Zufall in die Hände bekommen und wegen des schönen Covers gekauft.
Das Cover ist an sich sehr schlicht gestaltet, passt aber zu der Art von Konfuzius, die ebenfalls schlicht war. Das Cover ist gestalterisch asatisch angehaucht, was perfekt passt.
Im Inneren ist die Ausgabe auch sehr schön gestaltet, es gibt neben den Zitat von Konfuzius immer wieder gezeichnete asiatische Symbole und asiatisch-aussehende Menschen, die die Ausgabe wahrscheinlich abrunden sollen.
Zu Beginn des Buches liest man etwas über das Leben und das Werk des berühmten Philosophen und bekommt so eine gute Einleitung bzw. Einführung in das Buch. Das übrige Buch besteht allerdings nur aus Weisheiten und Zitaten, also sollte man hier kein Buch über das Werken und Wirken von Konfuzius erwarten.
An sich ist die Sammlung aber sehr übersichtlich geordnet und man findet leicht ein passendes Zitat für jede Gelegenheit. Die grossen Überschriften über den einzelnen Kapiteln macht das Suchen sehr leicht.
Negativ fällt aber auf, dass weder in noch auf der Ausgabe ein Autor oder Herausgeber noch ein Übersetzer vermerkt sind. Da das Original der Gespräche auf chinesisch ist und man durch das Weglassen dieser Angabe nicht genau auf die Qualität der Übersetzung bauen kann, kann man sich in keiner fundierten Arbeit auf diese Übersetzung berufen. Das ist wirklich schade, weil es die Ausgabe etwas in der Gewichtigkeit nimmt.
Übersetzer und andere wichtige Angaben wegzulassen finde ich zudem für den Leser ziemlich schwierig, weil das sieht man dem Buch ja nicht an und dann findet man - wie in diesem Fall - auch keine weiteren Angaben dazu im Internet.

Fazit:
Die gebundene Ausgabe "Schon Konfuzius sagte ..." ist eine schön illustrierte Ausgabe, die durch ihre schöne Aufmachung begeistert und sich dadurch als wirklich schönes Geschenk für China-Fans eignet oder eben als nette Mitbringsel. Da aber leider die Angabe zum Herausgeber und Übersetzer fehlt, muss man allerdings die Übersetzung etwas in Frage stellen und daher kann man über die Richtigkeit der Übersetzung nichts weiter sagen, was schade ist, weil dadurch verliert die Ausgabe sehr an Aussagekraft.

Veröffentlicht am 31.10.2022

Verwirrend zu lesen...

Sommer des Schweigens
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Das Cover schaut recht ruhig und an sich nicht aussagekräftig aus, passt aber an sich zu der Geschichte.
Wir sind in einer Dorfgemeinschaft in San Martino di Tauranova in Kalabrien, in der schnell fest ...

Das Cover schaut recht ruhig und an sich nicht aussagekräftig aus, passt aber an sich zu der Geschichte.
Wir sind in einer Dorfgemeinschaft in San Martino di Tauranova in Kalabrien, in der schnell fest steht, wer hier welche Rollen einnimmt und auch die Rolle der Kirche ist bedenklich, weil man die "Täter" in dem Dorf als ehrenhaft ansieht und sich dann verschwört, so kommt es zumindest rüber.
Die Geschichte ist irgendwie an sich nicht schlüssig, so gibt sie selber ihre Nummer raus, dann geht sie immer wieder zu den Treffen, das ist alles recht seltsam und auch nicht nachvollziehbar.
Man spürt die Angst, den Kummer und alles, aber im gleichen Moment muss man sagen, stilistisch ist das Buch einfach nicht so gut umgesetzt.
Geschrieben wird das Buch von Anna Maria Scarfò zusammen mit Cristina Zagaria, eine Kombination, die sich negativ auf den Lesefluss auswirkt. Weil man hat immer zwischen den Kapiteln nicht nur immer den Abschnitt mit der Überschrift "Das Dorf", was manchmal nicht so ganz so in das Buch zu passen mag. Teilweise gewinnt man auch den Eindruck, dass man die Kapitel mit den Beschreibungen des Dorfes teilweise nicht wirklich zum vorherigen Kapitel passen. Dieser Einschub stört echt den Lesefluss. Zudem muss man sagen, teilweise ist das Buch unlogisch, weil in einem Kapitel hat man die Überschrift Drei Männer, aber dann wird im Teil von vier Männer gesprochen. Für den Leser sehr verwirrend. Die Kombination aus beiden Autorinnen ist wirklich nicht ideal.

Fazit:
Ein Dorf in San Martino di Tauranova in Kalabrien, ein Verbrechen und ein Dorf, was sich schnell auf eine Seite stellt und damit einen Erdrutsch auslöst, weil die Geschichte ist an sich leider nicht schlüssig. Irgendwie fehlt einfach ein roter Faden in dem Buch.
Leider ist die Umsetzung im Buch nicht so gut gemacht, weil einfach dieser Nachsatz zu dem Verhalten des Dorfes echt beim Lesen stört und auch der stilistische Wechsel ist irgendwie nicht so leserfreundlich.

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