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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.06.2019

Realität trifft auf Fiktion

Der blutrote Teppich
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Inhalt:

Der deutsche Privatdetektiv Hardy Engel wird von dem berühmten Filmregisseur William Desmond Taylor beauftragt. Die beiden verabredeten sich um weitere Details zu besprechen doch leider findet ...

Inhalt:

Der deutsche Privatdetektiv Hardy Engel wird von dem berühmten Filmregisseur William Desmond Taylor beauftragt. Die beiden verabredeten sich um weitere Details zu besprechen doch leider findet ihn Hardy tot auf.
Die Mächtigen aus der Filmindustrie sind nicht daran interessiert Hardy´s Theorie zu unterstützen deshalb gerät er schnell selbst unter Mordverdacht. Nun liegt es wieder an ihm den wahren Mörder zu finden.


Schreibstil/Art:

Der Schreibstil und die Sprache sind teilweise etwas anspruchsvoller aber dennoch angenehm und leicht zu lesen. Die Geschichte ist aus der Ich-Perspektive von Hardy Engel, dem Protagonisten geschrieben.


Fazit:

Ich bin, wie bereits im ersten Fall, der Meinung, dass auch dieser Kriminalroman definitiv etwas kürzer sein könnte. Teilweise ist es einfach zu umfangreich, zu detailliert und zu lang. Stellenweise hätte ich mir einen Personenverzeichnis gewünscht um mir einen besseren Überblick zu verschaffen.

In Anbetracht des realen Mordfalls ist das Ende definitiv stimmig. Nichtsdestotrotz hat es mich stark an ersten Fall erinnert, zumindest war das Ende ähnlich.

Ich fühlte mich oftmals in die 1920er Jahre versetzt und spürte die Atmosphäre der Zeit. Spannend finde ich die Zusammensetzung zwischen der Wahrheit und den fiktiven Fakten. Lobenswert und bewundernswert finde ich auch das ganze Detailwissen rund um die Entstehung von Hollywood und der Filmindustrie.
Ich kann mir wirklich vorstellen, dass es sehr viel Zeit und Arbeit gekostet haben muss um auf so eine Idee zu kommen, reale Mordfälle von vor knapp 100 Jahren nochmal neu aufzurollen und sie mit eigenen Ideen, Einfällen und Vorstellungen zu kombinieren.

Veröffentlicht am 22.05.2019

Ein ruhiger Kriminalroman mit überraschendem Ende

Nachts schweigt das Meer
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Inhalt: 
Eigentlich nimmt sich DI Benesek „Ben“ Kitto eine Auszeit und kehrt zu seiner Heimatinsel Bryher zurück. Sich ausruhen und sein eigenes Schicksal verarbeiten kann er allerdings nicht, denn die ...

Inhalt: 
Eigentlich nimmt sich DI Benesek „Ben“ Kitto eine Auszeit und kehrt zu seiner Heimatinsel Bryher zurück. Sich ausruhen und sein eigenes Schicksal verarbeiten kann er allerdings nicht, denn die 16 jährige Laura wurde tot am Strand aufgefunden. 
Er übernimmt den Fall, merkt aber schnell, dass er nicht davor zurückschrecken darf sogar die engsten Freunde zu verdächtigen.
Knapp über 80 Einwohner, viele Verdächtige und doch ist nur einer der Täter.

Schreibstil/Art: 
Der Schreibstil und die Sprache ist angenehm flüssig und relativ einfach zu lesen. 
Die Geschichte wird aus 2 Perspektiven geschrieben - den Ermittlungen im Fall „Laura“ (in der Ich-Form aus Ben´s Sicht) und den kursiv gedruckten Einschüben über Rose (in der ersten Person Präsens), einer Außenseiterin im Dorf, die in Schwierigkeiten steckt.

Fazit: 
An und für sich hat mir das Buch gefallen. Die Spannung kam bei mir allerdings erst später auf.
Dafür steigerte sie sich, so dass ich die Identität des Täters unbedingt erfahren wollte. Zum Schluss wurden die erschreckenden Hintergründe ersichtlich.
Mein Verdacht und die Sympathie wechselten stetig, so war ich am Ende sehr überrascht.
Wenn man auf der Suche nach einem ruhigen Kriminalroman ist, so kann ich das Buch empfehlen.

„Nachts schweigt das Meer“ bildet den Auftakt zur Ben Kitto - Krimireihe der Autorin Kate Penrose (Kate Rhodes). 
Der zweite Teil „Dunkel leuchten die Klippen“ erscheint im Januar 2020.

Veröffentlicht am 20.05.2019

Humorvoll und voller Ironie

Bruchlandung auf Wolke 7
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Inhalt:

Den Partner fürs Leben zu finden, wenn man an AD(H)S leidet, ist gar nicht so einfach. Mit Zeitsprüngen zwischen Hier und Jetzt und den ersten Bruchlandungen beschreibt Mina Teichert auf eine ...

Inhalt:

Den Partner fürs Leben zu finden, wenn man an AD(H)S leidet, ist gar nicht so einfach. Mit Zeitsprüngen zwischen Hier und Jetzt und den ersten Bruchlandungen beschreibt Mina Teichert auf eine lustige/verpeilte Art aber auch mit ernsten Gedanken, ihren Weg zum Glück.

Schreibstil/Art:

Der Schreibstil ist fluffig und sehr angenehm zu lesen. Unglaublich viele lustige Momente die mit viel Selbstironie, Ungeschicklichkeit und Missgeschicken beschrieben sind.

Fazit:

Der Einblick ist überhaupt nicht überladen an Fakten und Infos.
Es liest sich wie eine kleine Biografie mit Zeitsprüngen ins Teenagealter.
Die persönliche Geschichte ist voller Selbstironie und trockenem Humor.
Ich musste so oft schmunzeln, weil ich mich in vielen Momenten/Situationen wiedergefunden habe.
Einen Stern muss ich leider abziehen, weil ich Schwierigkeiten hatte die Krankheit zwischen "Neben der Spur stehen" und AD(H)S zu unterscheiden.

Veröffentlicht am 18.02.2024

Hebt sich von der Masse ab

Murder in the Family
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Klappentext:

„Es war ein Fall, der die ganze Nation bewegte und doch nie aufgeklärt wurde: Dezember 2003, Luke Ryder wird ermordet im Garten des Familienhauses in London aufgefunden und hinterlässt eine ...

Klappentext:

„Es war ein Fall, der die ganze Nation bewegte und doch nie aufgeklärt wurde: Dezember 2003, Luke Ryder wird ermordet im Garten des Familienhauses in London aufgefunden und hinterlässt eine wohlhabende ältere Witwe und drei Stiefkinder. Niemand hat etwas gesehen. Doch jetzt, Jahre später, werden die Geheimnisse live vor der Kamera gelüftet. Eine Gruppe von Experten untersucht in der True-Crime-Show ›Infamous‹ erneut die Beweise – mit schockierenden Ergebnissen. Weiß das Team mehr, als es zugegeben hat? Liegt die Wahrheit vielleicht ganz nahe? Und vor allem: Kannst du den Fall vor den Experten lösen?“





Fazit:

Dass sich dieses Buch von der Masse abhebt, ist ganz klar. Das Konzept sowie die Herangehensweise ist untypisch, außergewöhnlich und mal was ganz anderes. Das zusammengestellte Team, bestehend aus 6 Personen, versucht nach 20 Jahren einen Cold Case aus allen möglichen Perspektiven zu durchleuchten. Da dieser Thriller ausschließlich aus Artikeln, Szenenbeschreibungen, Interviews, Lebensläufen, Akteneinsichten, Chatverläufen und Abschriften von Nachrichten besteht, hat es mir zunehmend wirklich das Gefühl vermittelt, als würde ich ein Skript lesen und mich auf eine True Crime Doku vorbereiten.

Zeitgleich hat es mir diese Art schwergemacht, lange und aktiv dranzubleiben. Ich verwechselte ständig alle Beteiligten und kam mit dem Aufbau nicht immer zurecht. Manche Rätsel waren mir persönlich eindeutig zu schwer, so dass ich das Miträtseln eher frustrierend fand. Im Großen und Ganzen ist dieses Buch eine kleine Herausforderung, welches Spaß machen kann, wenn man sich vorab die Leseprobe anschaut und für sich selbst entscheidet ob es was für einen ist. Interessant aber nicht ganz meins. Mir fehlte stellenweise der flüssige Gesamttext.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.01.2023

Surrealismus vs. Realität vs. Widersinn vs. Bizarrerie

Was geschieht in der Nacht
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Inhalt:
„Ein New Yorker Ehepaar reist mit dem Zug in eine abgeschiedene, schneeverwehte Kleinstadt im Norden Europas, um im örtlichen Waisenhaus ein Kind abzuholen, das sie adoptieren wollen. Er hofft, ...

Inhalt:
„Ein New Yorker Ehepaar reist mit dem Zug in eine abgeschiedene, schneeverwehte Kleinstadt im Norden Europas, um im örtlichen Waisenhaus ein Kind abzuholen, das sie adoptieren wollen. Er hofft, durch das Kind seiner Frau wieder näherzukommen. Sie, gezeichnet vom Kampf gegen eine tödliche Krankheit, will ihn nach ihrem Tode nicht allein zurücklassen. Am Ziel ihrer Reise angelangt, quartieren sich die beiden im Grand Imperial Hotel ein, das von der Pracht längst vergangener Tage zeugt und in dem eine Handvoll skurriler Gäste logiert. Am nächsten Morgen setzt das Taxi sie fälschlicherweise nicht beim Waisenhaus ab, sondern vor dem Haus von Bruder Emmanuel, einem mysteriösen Heiler. Dies löst eine Reihe von Verwicklungen aus, die den Plan, das Kind abzuholen, nach und nach in den Hintergrund treten lassen

In diesem Buch darf nichts für bare Münze genommen werden – und nie weiß man, was als Nächstes geschieht. Peter Cameron stört empfindlich unsere Gewissheiten über den natürlichen Ablauf der Welt und liefert dabei einen Roman ab, dessen eigenartige Spannung und grotesker Humor ihresgleichen suchen.“


Schreibstil/Art:
Peter Cameron – ein kreativer und fantasievoller Autor, der sich ein interessantes Setting ausgesucht hat. Er hat einen Ort erfunden, den man sich so vorstellen kann: "...denn ihr Ziel war ein Ort am Rand der Welt, im hohen Norden eines nördlichen Landes, nicht leicht zu erreichen. Ihre Reise glich einer Reise in eine früheres Jahrhundert, dauerte Tage, nicht Stunden, und die Erde unter ihnen war ernst und sehr real und bestand nachdrücklich auf ihrer unermesslichen Weite."

Kopfkino also an und Vorhang auf für eine atypische Schauergeschichte.
Die Atmosphäre ist durchweg düster inszeniert und lässt nicht erahnen was sich der Autor als nächstes einfielen ließ. Das hat mir äußerst gut gefallen, auch wenn ich zunächst nicht jede Handlung bzw. den Sinn dahinter verstanden hatte.

Hier ist es nämlich so: Surrealismus vs. Realität vs. Widersinn vs. Bizarrerie. Das Wechselspiel ist gut gewählt.


Fazit:
Meine anfängliche Freude schrumpfte leider nach und nach. Denn ich hatte ein bisschen Probleme mit der Geschichte an sich. Ich habe nicht ganz verstanden was uns der Autor mit dem Ausgang der Geschichte sagen möchte. Auch wirkten die Charaktere immer blasser und es gab einige Wiederholungen. Eine Leseerfahrung die zwar ganz okay war, ich aber nicht maßgeblich wieder brauche.

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