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Veröffentlicht am 21.03.2021

Die Mondschwester

Die Mondschwester
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Tiggy d’Apelièse wurde wie ihre Schwestern von Pa Salt adoptiert. Als dieser stirbt, erhält sie einen Brief von ihm. Sie soll nach Granada zu den sieben Hügeln von Sacromonte fahren. Als sie dort ankommt, ...

Tiggy d’Apelièse wurde wie ihre Schwestern von Pa Salt adoptiert. Als dieser stirbt, erhält sie einen Brief von ihm. Sie soll nach Granada zu den sieben Hügeln von Sacromonte fahren. Als sie dort ankommt, erfährt sie die Geschichte der berühmten Flamenco-Tänzerin Lucía, welche ihre leibliche Großmutter war.

„Die Mondschwester“ ist der fünfte Band der „Sieben-Schwestern-Reihe“ von Autorin Lucinda Riley. In diesem Teil begleitet der Leser Tiggy auf der Suche nach ihrer Herkunft. Während diese in der Gegenwart, die im Jahr 2008 spielt, noch ihren Weg zu ihrer Vergangenheit sucht, erfährt der Leser viel über den Lebensweg ihrer Großmutter.

Beide Stränge der Geschichte sind sehr gut geschrieben und ausgearbeitet. Die Charaktere haben mich alle erreicht. Sowohl der Teil um Tiggy als auch der um Lucía nehmen den Leser mit auf eine emotionale Reise. Beides sind gleichwertige, spannende Geschichten und ergeben eine wunderschöne Lesezeit.

Die über 700 Seiten lassen sich gut lesen, und ich hätte gerne noch viele weitere Dinge erfahren, insbesondere über das weitere Leben von Tiggy. Vielleicht gibt es im kommenden sechsten Teil der Reihe eine kleine Randnotiz oder einen Hinweis, wie ihr Leben weitergegangen ist. „Die Mondschwester“ ist eine gelungene Fortsetzung der Reihe. Da jede Geschichte einer Schwester abgeschlossen ist, können die Bände einzeln gelesen werden.

Veröffentlicht am 14.03.2021

Zeit der wilden Rosen

Zeit der wilden Rosen
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Caitlin kommt aufgrund ihrer epileptischen Anfälle 1952 in die südenglische Rose Hill Psychiatrie. Dort lernt sie schon bald, welchen brutalen Therapiemethoden die Patienten ausgesetzt sind. Viele Jahrzehnte ...

Caitlin kommt aufgrund ihrer epileptischen Anfälle 1952 in die südenglische Rose Hill Psychiatrie. Dort lernt sie schon bald, welchen brutalen Therapiemethoden die Patienten ausgesetzt sind. Viele Jahrzehnte später reist die junge Ärztin Dalina aus den USA nach Südengland. Ihre Mutter und sie haben geerbt. Unter anderem ein leerstehendes, heruntergekommenes Herrenhaus. Bald stellt sich die Frage, was wirklich geschah, damals in Rose Hill.

Auf zwei Zeitebenen verfolgt der Leser interessante und spannende Ereignisse. Der Zeitstrang um Caitlin bietet hierbei etwas Gruselfaktor, wenn man erfährt, wie damals mit erkrankten Personen umgegangen wurde. Was damals als neueste Behandlung zählte, würde man heute als Qual bezeichnen. Auch, wenn die Geschichte fiktiv ist, so gab es diese Behandlungsmethoden und noch viele mehr, die man so heute nicht mehr anwenden würde.

Der romantische Aspekt des Romans spielt in der Gegenwart, als Dalina ihr Erbe nach und nach entdeckt. Geschickt werden die beiden Erzählungen miteinander verwoben. Abwechselnd erfährt der Leser, wie es mit den Frauen weiter geht. Die Kapitel sind verhältnismäßig kurz und enden fast immer mit einem Cliffhanger. Dies fördert die vorhandene Spannung.

Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, und besonders Caitlin hat mich emotional erreicht. Auch wenn die Autorin nicht viel auf die einzelnen Erkrankungen der Insassen eingegangen ist, konnte ich mich gut in sie hineinversetzen.

Auch, wenn die Orte in diesem Buch nur der Fantasie der Autorin entsprungen sind, sind diese plastisch und wunderschön beschrieben, und man möchte sich eine solche Landschaft gerne mal ansehen. Freunde von Familiensagen werden dieses Buch mögen und ihre Freude daran haben. Ich empfehle es gerne weiter.

Veröffentlicht am 14.03.2021

Exkarnation – Seelensterben

Exkarnation - Seelensterben
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Claire, alias Lene, hat sich in ihrem neuen Leben eingerichtet, kommt jedoch nicht zur Ruhe. Sie sucht weiter nach Eric und Elena, und ein Mann ohne Gedächtnis macht Jagd auf die Seelenwanderer.

„Exkarnation ...

Claire, alias Lene, hat sich in ihrem neuen Leben eingerichtet, kommt jedoch nicht zur Ruhe. Sie sucht weiter nach Eric und Elena, und ein Mann ohne Gedächtnis macht Jagd auf die Seelenwanderer.

„Exkarnation – Seelensterben“ ist die Fortsetzung von „Exkarnation – Krieg der alten Seelen“. Jedoch konnte mich dieser Teil nicht so packen, wie es der erste geschafft hat. Es gibt mehrere Handlungsstränge, die sich bis zum großen Finale hin vereinigen. Allerdings sollte der Leser auch die anderen Thriller, nicht nur den ersten Teil der Duologie, gelesen haben, da die meisten Figuren und deren Geschichten in den anderen Büchern vorkommen. Als „Neu-Leser“ waren die Charaktere nicht immer eindeutig zuordenbar, was das Lesen etwas erschwerte.

Geschrieben ist der Fantasy-Thriller gut, und die Figuren sind entsprechend ausgearbeitet. Lene hat sich weiterentwickelt und kämpft mit der einen oder anderen Wendung genau wie der Leser. Bis zum Schluss bleibt die Spannung auf einem guten Niveau. Manches bleibt für mich ein Rätsel, da ich die anderen Romane mit den Hintergründen nicht kenne. Ob das Ende der Geschichte wirklich das Ende ist, bleibt offen. Ich empfehle das Buch bzw. die Duologie gerne weiter.

Veröffentlicht am 14.03.2021

Grandhotel Schwarzenberg – Rückkehr nach Bad Reichenhall

Grandhotel Schwarzenberg – Rückkehr nach Bad Reichenhall
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Im Jahr 1911 kehrt Michael Schwarzenberg nach Bad Reichenhall zurück. Er ist in der Fremde zu Reichtum gekommen. Doch seine große Liebe Anna ist mittlerweile verheiratet und hat einen Sohn. Diesen würde ...

Im Jahr 1911 kehrt Michael Schwarzenberg nach Bad Reichenhall zurück. Er ist in der Fremde zu Reichtum gekommen. Doch seine große Liebe Anna ist mittlerweile verheiratet und hat einen Sohn. Diesen würde sie verlieren, wenn sie ihre Liebe zu Michael wieder aufblühen lassen würde. Als wären die Probleme nicht schon groß genug, droht auch noch ein Kriegsausbruch.

Auch in diesem Teil der Reihe „Grandhotel Schwarzenberg“ muss Anna Höhen und Tiefen durchleben. Ihr innerstes wird dem Leser sehr nahe gebracht. Sie ist der mit Abstand am emotionalsten ausgearbeitete Charakter. Die meisten Nebencharaktere sind auch gut dargestellt, jedoch stehen sie weit hinter Anna zurück.

Es ist spannend mitzuerleben, wie es das Grandhotel zur Blüte bringt. Langsam scheint sich Annas Leben zu entspannen. Doch das Schicksal meint es nicht gut mit ihr. Als Leser nimmt man gefühlvoll an den Ereignissen einer längst vergangenen Zeit teil. Unterschiedliche Figuren bringen dem Leser die Charaktere einer früheren Zeit nahe.

Stück für Stück baut sich eine angenehme Spannung auf, die durch einen Cliffhanger am Ende ihren Höhepunkt findet. Nach zwei Büchern dieser Triologie um Anna und das Grandhotel bin ich gespannt, was der dritte Teil bereit hält. Der zweite hat mir ausgesprochen gut gefallen.

Veröffentlicht am 13.12.2020

Die Diagnose

Die Diagnose
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Im Magazin „stern“ berichten Ärzte unter der Rubrik „Die Diagnose“ von ungewöhnlichen Krankengeschichten. Da findet sich eine Schlange im Bauch oder auch ein Zahnstocher in der Leber. Dr. med. Anika Geisler ...

Im Magazin „stern“ berichten Ärzte unter der Rubrik „Die Diagnose“ von ungewöhnlichen Krankengeschichten. Da findet sich eine Schlange im Bauch oder auch ein Zahnstocher in der Leber. Dr. med. Anika Geisler hat für dieses Buch die interessantesten Fälle aus dem „stern“ ausgesucht.

Es ist spannend, die einzelnen kurzen Geschichten zu lesen. Einige sind zum Kopfschütteln, weil der Patient durch unsinniges Verhalten seine Beschwerden selbst verursachte. Andere Geschichten zeigen, dass die Erstdiagnose nicht immer zutreffend sein muss und Patienten jahrelang auf der Suche nach der richtigen Diagnose sein können.

Das Buch lässt sich ohne medizinische Grundkenntnisse lesen, da auf Fachbegriffe entweder verzichtet wird oder diese gut erklärt werden. Durch die vielen Autoren gibt es natürlich unterschiedliche Schreibstile, die Texte lesen sich aber alle gut.

Mir hat das Buch gut gefallen und es dürfte auch ein schönes Geschenk oder Mitbringsel für Mitarbeiter aus dem Gesundheitsbereich sein. So mancher Fall zeigt, dass man sich nicht in eine Diagnose „festbeißen“ oder den Patienten als Psycho, der sich seine Beschwerden einbildet, abstempeln sollte.