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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.11.2017

Supersüß

The Romantics, oder wie Gael das mit der Liebe lernte
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Gaels Freundin Anika macht mit ihm Schluss. Keine Minute davor hat er noch mit ansehen dürfen, wie sein bester Freund mit ihr rummacht.
Damit Gael sein Happy End bekommt greift die Liebe jetzt höhstpersönlich ...

Gaels Freundin Anika macht mit ihm Schluss. Keine Minute davor hat er noch mit ansehen dürfen, wie sein bester Freund mit ihr rummacht.
Damit Gael sein Happy End bekommt greift die Liebe jetzt höhstpersönlich ein. Das wäre nur bedeutend einfacher, wenn Gael mal die Augen aufmachen würde ..

Ich kann dieses Buch nur empfehlen, denn es ist zum Einen total süß und auf der anderen Seite auch lehrreich.
Erzählt wird die Geschichte von der Liebe selbst, die immer mal wieder ein paar Kommentare einwirft, versucht die Situation zu ändern und uns erklärt welche unterschiedliche Arten von Menschen es gibt.
Abgesehen davon ist der Schreibstil sehr ansprechend, angenehem und die Seiten verfliegen total schnell.
Ich habe wirklich mit Gael mitgefiebert und mitgefühlt. Meines Erachtens war ich noch nie so empört gewesen wie als Anika Gaels besten Freund geküsst hat. Diese Szene war zwar nicht unbedingt ein literarisches Meisterwerk, ist aber ein gutes Beispiel dafür wie toll das Buch mit unseren Emotionen spielt.
Neben der tollen Aufmachung hat das Buch auch tolle Charaktere zu bieten (außer Anika). Gael ist wirklich etwas besonderes und keiner dieser absolut heißen Typen, die es auf irgendeine Weise einfach nicht mit der Liebe schaffen. Ganz normale Menschen eben - so wie du und ich. Dassselbe gilt auch für die Nebenfiguren.

Mir hat es unheimlich viel Freude bereitet das Buch zu lesen :)

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Figuren
  • Gefühl
  • Lesespaß
Veröffentlicht am 25.05.2017

Wunderschön

Anything for Love
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>Würde der Angeklagte sich bitte erheben?"

>Würde der Angeklagte sich bitte erheben?"<, Anything for love, Sarah Dessen, dtv, Seite 7

Sydney fühlt sich unsichtbar: Ihre Eltern fokussieren sich nur auf ihren Bruder, der momentan im Gefängnis sitzt und ihre Freundinnen sind ständig beschäftigt. Doch als sie auf Layla und ihren Bruder Mac trifft macht ihr Leben eine Kehrtwende.


Mein Tipp: Lesen.

Mich konnte das Buch von vorne bis hinten begeistern und obwohl die Geschichte auf den ersten Blick ganz schön normal klingt, hat sie dennoch ihren ganz eigenen Charme, den sie schon auf den ersten Seiten langsam entfaltet.

Der Schreibstil ist super angenehm und die Seiten verfliegen viel zu schnell.


Alle auftretenden Charaktere konnten mich überzeugen und haben ein stimmiges Bild abgegeben und sind ihrem Charakter treu geblieben. Gerade bei solchen Büchern gibt es an jeder Seite Stereotypen, aber Sarah Dessen hat wirklich Charaktere geschaffen, die Wiedererkennungswert haben. Egal ob es der ehrgeizige Musiker ist, der zu gerne Monologe hält, der riesige gutmütige Typ, der ohne Ende essen kann oder der zwielichtige Freund von Sydneys Bruder: Manche Charaktere konnte man ohne Umschweife lieben, andere hätte man am Liebsten gegen die Wand genagelt.

Sydney ist super und bleibt sich selbst treu. Sie ist jetzt nicht unbedingt einer der Charaktere, der die ganze Zeit Action macht, aber gerade durch ihre ruhige, überlegte Art konnte sie mich vollkommen überzeugen.

Layla ist einfach nur super originell und klasse und jeder der über diesen ganz besonderen Charakter lesen wird, kann mich nur zustimmen. Wir haben in ihr den Gegenpol zu Sydney und spätestens nachdem Layla bei Sydney übernachtet, kann man nicht anders als sich zu wünschen, als dass man seine eigene Layla hat.

Mac ist so ganz anders, als die anderen Typen aus diesem Genre. Ruhig, beherrscht, nett – und einfach zum Verlieben. Er ist durch und durch ein klasse Typ und man kann nicht über ihn lesen und nicht gemeinsam mit Sydney ins Schwärmen geraden.


Wie bereits gesagt verfliegen die Seiten im Flug, einfach auch weil es total spannend ist. Man fiebert mit, man hofft mit, man liebt mit. Die Höhen und Tiefen des Lebens wurden in diesem Buch toll dargestellt. Auch die Frage nach Schuld und der Bewältigung von Krisen in Familien wurden aufgenommen und wunderbar umgesetzt.


Insgesamt kann ich jedem dieses Buch nur ans Herz legen. Eine ganz besondere Geschichte, die zum Weinen, Lachen und Schreien anregt.

Veröffentlicht am 25.05.2017

Macht Spaß zu lesen!

Der letzte erste Blick
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Nach vielen Rückschlägen und schlechten Erfahrungen lässt Emery ihre Vergangenheit hinter sich und studiert in weiter Ferne. Doch das Unglück scheint sie weiterhin zu verfolgen: Nicht nur, dass das erste ...

Nach vielen Rückschlägen und schlechten Erfahrungen lässt Emery ihre Vergangenheit hinter sich und studiert in weiter Ferne. Doch das Unglück scheint sie weiterhin zu verfolgen: Nicht nur, dass das erste Zusammentreffen mit ihrem neuen Mitbewohner mit einer blutenden Nase endet – dessen bester Freund Dylan bringt Emerys Herz viel zu schnell aus der Fassung.

Schon alleine mit dem ersten Satz: „Es ist nicht gerade die feine Art, das erste Semester damit zu beginnen, jemanden die Nase zu brechen, Miss Lance.“ - Der letzte erste Blick, Bianca Iosivoni, Seite 9 zeigt die Grundatmosphäre des Buches auf. Dieses Buch macht einfach Spaß zum Lesen und hat mich sehr oft zum Schmunzeln gebracht, da es trotz des typischen Musters, das es in diesen Büchern immer gibt, einfach nur toll zum Lesen war.
Emery und Dylan sind einfach ein super Duo, das sich gegenseitig so ergänzt, dass man einfach nur Freude dabei hat zu lesen, was den Beiden als nächstes einfällt um sich gegenseitig zu ärgern. Unterstützt wird das natürlich noch durch den großartigen Schreibstil, der die Seiten im Flug verfliegen lässt, sodass das Buch plötzlich einfach vorbei sind.
Emery ist eine ganz besondere Protagonistin, die einem im Laufe des Buches immer näher kommt. Ich hatte sie wirklich gerne und man fiebert bei ihr richtig mit. Dylan war mir am Anfang noch nicht ganz so sympathisch, da hat er mich noch ein bisschen zu sehr selbst bemitleidet, aber auch er ist ein klasse Typ und endlich mal kein typischer Klischee-Badboy, sondern ein ganz besonderer Charakter, der einfach zum Knuddeln ist.
Es gab relativ viele Nebenfiguren, die teilweise noch ein bisschen blass geblieben sind. Dennoch sind zumindest die meisten ziemlich cool gewesen und nach einigen Kapiteln weiß man auch wer wer ist.
Die Geschichte ist flott, lustig, faszinierend, gegen Ende für mich persönlich ein bisschen zu sehr klischeehaft und kitschig.
Gerade als die „Vergangenheit“ die Beiden einholt, hätte ich mir einfach ein bisschen mehr gewünscht. Dylan wird da ein wenig außen vor gelassen und Emerys „Vergangenheit“ ist ein bisschen unvollendet, da hätten einfach noch mal ein paar Absätze gefehlt.
Dieses Buch macht einfach Freude zu Lesen und man fiebert einfach total mit. Ich kann allen das Buch empfehlen, die gerne Young Adult lesen und zwei ganz besondere Protagonisten kennenlernen wollen.

  • Einzelne Kategorien
  • Charaktere
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Gefühl
  • Cover
Veröffentlicht am 10.05.2017

Zum Verlieben!

Der Kuss der Lüge
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Weil ihre Eltern sie zwingen wollen einen Mann zu heiraten, den Lia weder kennt noch heiraten will, entschließt sich die Prinzessin mitsamt ihrer besten Freundin zu fliehen und heuert in einer Taverne ...

Weil ihre Eltern sie zwingen wollen einen Mann zu heiraten, den Lia weder kennt noch heiraten will, entschließt sich die Prinzessin mitsamt ihrer besten Freundin zu fliehen und heuert in einer Taverne an. Bald schon trifft sie auf Rafe und Kaden, weiß sie doch nicht, dass beide über ihre Identität lügen.

Die Aufmachhung des Buches ist wirklich wunderschön. Innen gibt es eine Karte auf der man Lias Reise verfolgen kann und die Welt kennenlernt. Die Welt ist generell sehr schön ausgearbeitet und die Autorin schafft es auch dem Leser diese näher zu bringen ohne dass man durcheinander kommt.

Die Charaktere haben mir wirklich gut gefallen, auch wenn ein paar relativ lange entweder uneindeutig geblieben sind oder sich doch ein wenig merkwürdig verhalten haben, aber das ist kaum aufgefallen und hat den Lesespaß auch nicht reduziert.

Lia ist super. Im Gegensatz zu anderen nervigen Prinzessinnen ist sie wirklich stark und sympathisch, wenn auch manchmal etwas unvorsichtig. Sie hat definitiv Potential für eine Lieblingsfigur und verschönert das Buch.

Rafe und Kaden sind relativ lange uneindeutig geblieben, vor Allem Kaden, aber nicht zuletzt durch geschickte Tricks hat es die Autorin geschafft uns beide Charaktere doch noch näher zu bringen, sodass ich auch wirklich wissen will, was es mit beiden auf sich hat, welche Vergangenheit sie haben, etc.

Auch die Dreiecksbeziehung gefällt mir in dieser Konstellation ganz gut und das Buch war nicht die ganze Zeit einzig darauf fokussiert.

Der Schreibstil hat mir super gut gefallen und die Seiten sind wirklich verflogen, sodass das Buch viel zu schnell wieder vorbei war. Ich persönlich wurde teilweise sehr überascht, war aber an manchen Stellen auch ein bisschen verwirrt, weil es doch sehr uneindeutig war.

In der Mitte des Buches hat es sich ein bisschen gezogen, dieser Teil wear mir ein bisschen zu sehr auf die Beziehungen Lias fokussiert, aber gerade das Ende war echt toll!

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, aber es gibt kleine Abzüge eben wegen der Mitte und den Charakteren, die teilweise ein bisschen fraglich bleiben. Dennoch kann ich nur meine Leseempfehlung aussprechen und warte voller Freude auf den zweiten Teil.

Veröffentlicht am 13.04.2017

Ein Ausnahmewerk!

Die Geschichte der Bienen
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Normalerweise bin ich nicht der Typ für Romane, aber die Geschichte der Bienen hat mich sofort angesprochen und nachdem ich es bei einer Freundin gefunden hatte musste ich es lesen - und bin ...

Normalerweise bin ich nicht der Typ für Romane, aber die Geschichte der Bienen hat mich sofort angesprochen und nachdem ich es bei einer Freundin gefunden hatte musste ich es lesen - und bin restlos begeistert.

Es gibt sozusagen drei verschiedenen "Geschichten", die miteinander verwoben werden und in denen die Bienen eine wichtige Rolle spielen.
Maja Lunde erschafft nicht zuletzt durch ihren fantastischen und wortgewaltigen Schreibstil eine Welt, die sowohl erschreckend wie auch realistisch klingt. Spätestens nach der Lektüre wird einem mal wieder klar, wie wichtig die kleinen Tiere für uns Menschen doch sind.

Alle drei Menschen, die die jeweiligen Handlungsstränge prägen, werden durch verschiedene Probleme belastet und müssen damit umgehen. Teilweise gleicht das Buch mehr einem Familiendrama, aber die Bienen sind praktisch das Leitmotiv.
Alle drei Geschichten sind für sich einzigartig ergeben aber im Großen und Ganzen ein Muster, das vor Augen führt wie sehr unser heutiges Handeln, das was wir jetzt und zu diesem Zeitpunkt tun, doch unsere Zukunft beeinflusst.

Wer außerdem einiges über die schwarz-gelben Tiere lernen will, der wird zufrieden sein. Die Autorin streut immer wieder kurze Informationen über die Bienen, sodass man sowohl informiert, aber nicht überfordert ist. Das hat mir auch sehr gut gefallen.

Insgesamt kann ich dieses Buch wärmstens empfehlen. Selbst ich als Genre-Außenstehende konnte mich von diesem Buch restlos begeistern lassen. Die Geschichte der Bienen ist definitiv ein Ausnahmewerk!