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Veröffentlicht am 25.08.2023

nur langsam kommt etwas Spannung auf

Verlogen
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Vor sieben Monaten gab es einen Vermisstenfall, die alleinerziehende Mutter Marianna Pòrsdòttìr. Die Polizei nimmt die Suche nach der vermissten Frau auf, findet weder Marianna lebend noch ihre Leiche. ...

Vor sieben Monaten gab es einen Vermisstenfall, die alleinerziehende Mutter Marianna Pòrsdòttìr. Die Polizei nimmt die Suche nach der vermissten Frau auf, findet weder Marianna lebend noch ihre Leiche. Doch nun, sieben Monate später, finden Kinder beim Spielen auf einem Lavafeld in einer recht verborgenen Höhle eine Frauenleiche. Bald wird es zur Verwissheit, dass es sich um die vermisste Marianna handelt….
Also wird aus der alten Vermissten- eine Mordermittlung. Dabei beginnen Elma und ihr Kollege Sævar wieder ganz von vorne. Im Buch hinterlassen diese beiden Polizeibeamten bei mir einen eher hilflosen Eindruck. Ellenlang werden ihre damaligen Schritte beschrieben, die nun nochmals wiederholt, dann neu bewertet um neue Ermittlungsansätze zu finden. Mir kam es vor, als würden die Ermittler ihre damaligen Schritte rechtfertigen wollen. Spannend fand ich das nicht.
Dem Leser Rätsel aufgebend waren dagegen die Kapitel, als eine namenlose Frau ihre fehlenden Gefühle gegenüber ihrem neu geborenen und später immer größer werdenden Kind beschreibt. Denn diese Gefühle sind nun gar nicht herzlich, mütterlich und liebevoll. Das fand ich spannend. Mit meiner Vermutung der Identität der Mutter lag ich vollkommen daneben, was wieder einmal beweist, wie geschickt die Autoren den Leser manipuliert und in die Irre führt. Auf jeden Fall entwickelt sich die Aufklärung in eine nicht vorhersehbare Richtung und wird zum Ende hin dann doch recht spannend. Doch leider konnte dies meinen Gesamteindruck nicht wesentlich aufwerten. Von mir gibt’s 3,5 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 02.07.2023

Ende gut, alles gut

Der Makel der Hoffnung
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In diesem dritten Teil, der uns in die Jahre 1924 ff zurückversetzt, sind die Zeichen der Zeit auf die braune Ideologie und dessen Terror ausgerichtet. Gerade Enna, die nun wieder mit ihrer Tochter Clivia ...

In diesem dritten Teil, der uns in die Jahre 1924 ff zurückversetzt, sind die Zeichen der Zeit auf die braune Ideologie und dessen Terror ausgerichtet. Gerade Enna, die nun wieder mit ihrer Tochter Clivia in der Fabrikantenvilla gemeinsam und friedlich leben kann, muss das ganz hautnah erfahren. Das kleine Mädchen wird aufgrund ihres Aussehens als nicht arisch angesehen und trotz ihrer erst fünf Jahre öffentlich angefeindet und bedroht. Übergriffe auf friedliche Bürger sind auf der Tagesordnung. Wen wundert es da, dass Ennas Bruder Unno, ein überzeugter Sozialist und Karl ihr Duisburger Freund und Kommunist offen dagegen angehen. Eine turbulente Zeit, die so einiges an Leid mit sich bringt. Doch noch immer hoffen die Menschen, dass sich diese Ideologie und die zunehmende Gewaltbereitschaft nicht durchsetzen bzw. wieder legen.
Die beiden Fabrikbesitzer Heinz-Rudolf von Wolf und der Berliner Waffenfabrikant Hagen Brodenbeck verbinden noch immer ihre dubiosen, illegalen und lukrativen Geschäfte. Wobei Heinz-Rudolf noch immer nicht seine Vorliebe für sehr junge Dienstmädchen abgelegt hat. Doch diesmal geht er zu weit. Seine Tochter Elisabeth, Karl, Gertud und Janno schmieden einen Plan, der ihm und seinem Geschäftspartner das Handwerk legen soll. Es ist also auch in diesem Teil wieder spannend zu lesen, ob und wie das gelingt. Natürlich kommt auch die Liebe in diesem Band nicht zu kurz. Denn Karl erkennt nun endlich, für wen sein Herz wirklich Sprünge macht. Wobei mir sein Zuneigungswechsel von Enna zu >wird nicht verraten< etwas abrupt und übergangslos erfolgt ist. Insgesamt betrachtet habe ich mich aber sehr kurzweilig unterhalten gefühlt und bin mit dem glücklichen Ende für die jungen Leute sehr zufrieden. Von mir gibt’s 3,5 Lese-Sterne.

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Veröffentlicht am 30.01.2023

den ersten Band fand ich besser

Die Kinder von Schönbrunn (Die Schönbrunn-Saga 2)
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Greta lernt ganz zufällig Melanie im Schlosspark Schönbrunn kennen. Melanie ist Künstlerin, eine sehr lebhafte und kontaktfreudige junge Frau. Spontan lädt sie auch Greta ein, sich um einen Ausbildungsplatz ...

Greta lernt ganz zufällig Melanie im Schlosspark Schönbrunn kennen. Melanie ist Künstlerin, eine sehr lebhafte und kontaktfreudige junge Frau. Spontan lädt sie auch Greta ein, sich um einen Ausbildungsplatz als Erzieherin zu bewerben. Wenn man ehrlich ist, hat Melanie Greta regelrecht überrumpelt mit ihrer Einladung. Doch aus dieser Bekanntschaft wird eine innige Freundschaft. Melanie tut Greta, die noch immer wegen ihrem vermissten Ehemann trauert, gut. Holt Greta aus ihrem Trauertief heraus. Beide bestehen den Einstellungstest und können mit dem Studium beginnen. Ein erster Rundgang durch das Kinderheim lässt Greta ihre Entscheidung zur Ausbildung aber schnell infrage stellen…
Dieser zweite Band liest sich auch wieder sehr flüssig und ich fand ihn unterhaltsam. Doch vielfach war die Entwicklung der Geschichte vorhersehbar. Gut herausgearbeitet fand ich sind die Abweichungen zwischen Theorie und Praxis bei der Kindererziehung. Das stellt Greta auch sehr schnell fest und versucht für sich und ihre Arbeit mit den Heimkindern einen goldenen Mittelweg zu finden. Da sie selbst Mutter ist, fällt es ihr sehr schwer die zweckgerechte Unterbringung, von liebevoller Einrichtung der Schlafsäle im Heim kann keine Rede sein, der Kinder zu akzeptieren. Es sind nur kleine Veränderungen, die den Kindern jedoch auffallen und ein Lächeln auf ihre Lippen zaubert. Gretas Einarbeitung bei der Aufsicht der Kinder klappt mir zu reibungslos. Da hätte ich mir mehr Dramatik gewünscht. Insgesamt ist das aber ein lesenswertes Buch, dem ich 3,5 Lese-Sterne gebe.

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Veröffentlicht am 19.07.2022

gelungener Spiegel einfachen Landlebens

Die Töchter des Geistbeckbauern
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Im kleinen Ort Deimhausen besitzt die Familie Geistbeck die größte Landwirtschaft und betreibt auf ihrem Vierseitenhof auch eine Wirtschaft. Die Familie ist nicht reich, hat aber ihr Auskommen. Liebevoll ...

Im kleinen Ort Deimhausen besitzt die Familie Geistbeck die größte Landwirtschaft und betreibt auf ihrem Vierseitenhof auch eine Wirtschaft. Die Familie ist nicht reich, hat aber ihr Auskommen. Liebevoll gehen die Eltern mit den Kindern um. Insbesondere dem Vater gelingt es durch seine Fröhlichkeit und seine Wortgewandtheit Fröhlichkeit in die Familie und die Wirtschaft zu bringen. Doch leider macht der erste Weltkrieg, die nachfolgende Inflation auch vor dieser im Ort hoch angesehenen Familie nicht halt.
Die Autorin versteht es gut die Gefühle der Menschen und auch deren Sorgen wegen Missernten, menschlichen Schwächen und Geldknappheit dem Leser zu vermitteln. Wie Mutter Walburga immer wieder versucht ihren auf Abwegen schweifenden Ehemann einzufangen, hat mir gefallen. Aber Hauptfigur dieses Romans ist die kleine Walburga, genannt Wally. Behütet wächst auf dem Hof auf, doch Geld für die Heirat ihrer Jugendliebe Ludwig ist keins da. So muss sie mit 16 Jahren nach München und sich als Dienstmädchen verdingen. Ein harter Job mit oft sehr wenig Anerkennung. Die Beschreibungen von Wallys Erfahrungen dabei sind sehr unterhaltsam und realitätsnah. Und doch fehlte es mir irgendwie an Dramatik beim Lesen, somit gebe ich 3,5 Lesesterne.

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Veröffentlicht am 21.06.2022

unschlagbares Trio in wendungsreichem Fall

Todesbrandung
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Emma, freie Ermittlerin zum Teil im Auftrag des BKA, erfährt, dass die Journalistin Jana Kühn spurlos verschwunden ist. Mit ihr hatte sie in einem früheren Fall im Umfeld der organisierten Kriminalität ...

Emma, freie Ermittlerin zum Teil im Auftrag des BKA, erfährt, dass die Journalistin Jana Kühn spurlos verschwunden ist. Mit ihr hatte sie in einem früheren Fall im Umfeld der organisierten Kriminalität zusammengearbeitet und sie sind dabei so etwas wie Freundinnen geworden. Wenig später wird Jana in Rerik tot in einer Ferienwohnung aufgefunden. Angeblich Suizid, was Emma nicht glauben kann. Sie beginnt zu ermitteln, erhält auch einen anonymen Hinweis für ihre Suche.
Und die stellt sich für Emma, ihren Freund Christopher sowie dessen Partner, Jörg Padorn, als sehr schwierig dar. Mir war die Suche nach Hinweisen und Zusammenhängen zwischen Janas Recherchen und ihrem Tod etwas zu weitschweifig. Erst gegen Ende kam dann mehr Spannung bei mir auf. Denn nichts ist so wie es scheint und der Täter, ja es war kein Selbstmord bei Jana, ist den dreien immer einen Schritt voraus. Weder die Ermittler noch der Leser konnten ahnen, wie skurril er vorgeht und in welche Gefahr sie sich bei ihren Ermittlungen begeben. Das Ende hat mich mit diesem Ostseekrimi wieder etwas ausgesöhnt. Insgesamt betrachtet gebe ich ihm 3,5 Lese-Sterne.

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