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Rebecca1493

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.08.2018

Idee und handlung sind tp, der Schreibstil ist für mich leider ein Flop

Du wolltest es doch
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Das Cover ist unglaublich ansprechend. Die Blumen, die nackten Beine und die Aufmachung des Titels der Geschichte machen einiges her und haben zusammen mit der Inhaltsangabe direkt mein Interesse geweckt. ...

Das Cover ist unglaublich ansprechend. Die Blumen, die nackten Beine und die Aufmachung des Titels der Geschichte machen einiges her und haben zusammen mit der Inhaltsangabe direkt mein Interesse geweckt. Auch nachdem ich den Roman beendet habe, finde ich das Titelbild trotz seines doch eher romantischen Charakters und der Verspieltheit passend, denn es vermittelt eine trügerische Idylle, die das Buch zu Beginn noch vermittelt, aber im Verlauf zerschlagen wird.

Darauf, dass die Geschichte alles andere als eine typische Lovestory ist, war ich schon durch diverse andere Leserstimmen und den Klappentext des Buches vorbereitet worden. Eigentlich mag ich solche sehr realistisch gehaltenen Romane nicht, aber einem Buch mit solch einem wichtigen Thema wollte ich dennoch eine Chance einräumen.

Wo hört der Spaß, die Unbeschwertheit und das Einvernehmen auf und wo fängt eine Vergewaltigung an? Ist ein Mädchen selbst schuld an ihrem Unglück, wenn sie Alkohol trinkt oder Drogen konsumiert oder gar einen zu knappen Rock trägt? Und wie geht das Umfeld der Missbrauchsopfer damit um, vor allem wie im Falle der jungen Emma, die scheinbar nie etwas hat anbrennen lassen? Diese Fragen versucht Louise O’Neill für sich durch ihren Roman mit dem provokanten Titel „Du wolltest es doch“ zu beantworten. Die Umsetzung ihrer Idee dieses doch sehr heiklen Themas ist ihr sehr gut geglückt und hat mich am Ende der Geschichte sprachlos zurückgelassen. Ein Mädchen wurde zum Opfer und ihre Mitmenschen wenden sich von ihr ab. Wie kann das sein? Und noch viel erschreckender ist, dass solche Fälle – nicht unbedingt immer im Ausmaß wie in diesem Roman geschildert – keinen Seltenheitswert haben.

Natürlich hat Emma sich willentlich bei einer der vielen Partynächte zugedröhnt und war nicht mehr die Herrin ihrer Sinne, aber das gibt niemand das Recht eine solche Situation derart schamlos auszunutzen und ein wehrloses Mädchen in dieser Form bloßzustellen. Aber das Buch zeichnet sich nicht durch die Beschreibung der in dieser Nacht geschehenen Dinge aus, sondern vielmehr durch die unglaublich verstörende Reaktion ihrer Mitmenschen aus. Während des gesamten Romans waren meine Gedanken: zum Glück ist mir so etwas nie passiert! Im Zeitalter von Facebook, Instagram und Snapchat machen Bilder und Videos schnell die Runde und können innerhalb weniger Sekunden ein Leben auf den Kopf stellen und zerstören. Das hat Louise O’Neill wirklich hervorragend herausgearbeitet.

So wichtig die Thematik und schockierend der Inhalt allerdings auch waren, die sprachliche Umsetzung konnten mich leider absolut gar nicht überzeugen. Wie bereits angedeutet, sind solch deprimierende Geschichten schon nicht unbedingt mein Fall, aber durch den sehr gewöhnungsbedüftigen Sprachstil viel mir der Einstieg besonders schwer gefallen. Ich konnte den Rückblenden durch Klammern gekennzeichnet, teilweise aber auch ohne nicht wirklich folgen. Es war einfach nicht meins und irgendwie war ich froh, als ich das Buch zur Seite legen konnte.

Fazit: Die Idee für das Buch, ebenso wie die Handlung sind wirklich authentisch und für sich genommen 5 Sterne wert. Der Schreibstil hat mir das Leseerlebnis allerdings leider deutlich geschmälert!

Veröffentlicht am 02.07.2018

Noch deutlich Luft nach oben!

Himmelstochter
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Bisher haben mir die Titelbilder der im Loomlight Verlag erschienen Bücher sehr gut gefallen, so auch dieses hier. Im Verlauf der Geschichte wird schnell klar, worauf Titel und die eigentliche Covergestaltung ...

Bisher haben mir die Titelbilder der im Loomlight Verlag erschienen Bücher sehr gut gefallen, so auch dieses hier. Im Verlauf der Geschichte wird schnell klar, worauf Titel und die eigentliche Covergestaltung hinweisen sollen. Beide passen in meinen Augen sehr gut zum Inhalt des Romans und sind gleichzeitig ein absoluter Eye-Catcher.

Das Buch ist der Debütroman der Autorin Lea Ringpfeil, weshalb ich nicht die gleichen Maßstäbe wie bei einem bereits erfahreneren Schriftsteller anlegen werde. Die Idee der Geschichte ist auf alle Fälle sehr durchdacht. Ich konnte mich ohne weiteres in die neu erdachte Weltordnung hineinversetzen und war nicht zu vielen neuen Begrifflichkeiten zusätzlich zu neu eingeführten Personen ausgesetzt. Das ist auf jeden Fall ein großer Pluspunkt! Allerdings merkt man Leas Schreibstil doch immer wieder an, dass er noch nicht hundertprozentig ausgereift ist und noch Luft nach oben besteht. Ab und zu waren es mir in aufeinanderfolgenden Sätzen zu viele Worte, die sich wiederholt haben und zusätzlich klang die ein oder andere Formulierung etwas holprig, aber wie gesagt, das sind Dinge, die sich in kommenden Romanen ändern lassen!

Leider haben mir die in doch recht großer Zahl vorkommenden Rechtschreib- und Zeichensetzungsfehler den Lesefluss erschwert. Dazu kam, dass immer wieder das Setzen von Abschnitten vergessen wurde, sodass zusammenhängende Passagen oft als solche nicht zu erkennen waren. Wirklich schade, aber vielleicht kann das in kommenden Ausgaben behoben werden!

Nach dieser Kritik möchte ich mich aber nochmals den positiven Seiten des Buches zuwenden: die im Roman vorkommenden Personen sind mir wirklich ans Herz gewachsen. Bei der Figurengestaltung hat die Autorin also alles richtig gemacht! Die für die mitwirkenden Protagonisten gewählten Namen wie Caitlyn oder Aiden waren ein besonderes Highlight ebenso wie das gewählte Setting für die Geschichte. Außerdem war ich zu jeder Zeit gefesselt, da der Spannungsbogen konstant aufrechterhalten werden konnte und die Ereignisse nicht vorhersehbar waren.
Es handelt sich um den ersten Teil einer Reihe, wobei ich nicht weiß, wie viele Teile noch folgen werden! Ich werde Band 2 auf jeden Fall eine Chance geben und bin gespannt, welche Richtung die Geschichte einschlagen wird.

Fazit: Ein Debutroman der vor allem durch seine Figurengestaltung und seinen Spannungsbogen punkten kann. Allerdings sehe ich beim Schreibstil noch Luft nach oben.

Veröffentlicht am 15.05.2018

Das gewisse Etwas hat gefehlt

Ladies Man - Wenn du mich loslässt
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Der junge Mann auf dem Titelbild ist als Eye-Catcher sehr gut geeignet. Er strahlt ein gewisses Maß an Sexappeal aus und ist gar nicht so weit von meiner Vorstellung von Tahoe entfernt. Allerdings wirken ...

Der junge Mann auf dem Titelbild ist als Eye-Catcher sehr gut geeignet. Er strahlt ein gewisses Maß an Sexappeal aus und ist gar nicht so weit von meiner Vorstellung von Tahoe entfernt. Allerdings wirken seine Haare etwas zu dunkel, könnte aber auch an der schwarz-gräulich-weißen Farbkonstellation liegen.

Da es einige positive Stimmen aus meinem näheren Freundeskreis zu diesem Buch gegeben hat, wollte ich der Geschichte eine Chance geben. Von der Autorin selbst hatte ich schon einige Romane durch den LYX-Verlag zumindest optisch wahrgenommen, allerdings noch keines ihrer Werke gelesen.

Dass es sich bei "Ladies Man" um eine Art Spin-Off der "Saint"-Reihe handelt, war in meinen Augen nicht wirklich aus dem Klappentext hervorgegangen. Da das Buch einen etwas unvermittelten Einstieg hat, der sich vermutlich mit den Vorkenntnissen aus den bisherigen Teilen leichter gestaltet hätte, wäre ein etwas eindeutigerer Klappentext hilfreich gewesen. Allerdings werden einige Szenen, die sich bereits zwischen Tahoe und Gina abgespielt haben, nochmal als eine Art Rückblende erzählt, sodass man schnell versteht, wie sie sich einander bereits auf eine doch recht innige Art kennengelernt haben.

Die Bezeichnung als "bester Freund" im Klappentext finde ich etwas irreführend, denn zu Beginn des Buches sind die beiden höchstens voneinander angezogen und entwickeln erst im Verlauf der Geschichte eine innige Freundschaft.

Den Schreibstil bzw. die Übersetzung fand ich teilweise etwas anstrengend. Manchmal bestanden Kapitel nur aus einer Aneinanderreihung von alltäglichen Ereignissen ohne wirklich Gefühle zu vermitteln oder die Handlung entscheidend weiter zu bringen. Andererseits waren mir die Gedankengänge und Unterhaltungen ab und an zu sprunghaft, sodass ich nicht immer gleich verstanden habe, um was es eigentlich ging. Außerdem war mir die Handlung leider eine Spur zu vorhersehbar.

Insgesamt war die Geschichte ganz nett, aber umgehauen hat sie mich nicht. Vielleicht hatte ich einfach zu hohe Erwartungen an Tahoe und Gina. Mir hat das gewisse Etwas, der "Wow"-Effekt gefehlt! So war es eine netter Liebesroman für Zwischendurch, aber nicht mehr!

Fazit: Nicht schlecht, aber die Geschichte war für mich teilweise zu sprunghaft - das gewisse Etwas hat gefehlt.

Veröffentlicht am 30.10.2017

Eine Spur zu kitschig

Für immer auf den ersten Blick
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Die winterlich anmutende Atmosphäre mit dem im Vordergrund innig beieinander stehenden Paar hat mich im Zusammenspiel mit den vorherrschenden Blautönen sofort überzeugen können. An diesem Buch wäre ich ...

Die winterlich anmutende Atmosphäre mit dem im Vordergrund innig beieinander stehenden Paar hat mich im Zusammenspiel mit den vorherrschenden Blautönen sofort überzeugen können. An diesem Buch wäre ich wohl auch in der Buchhandlung nicht vorbeigekommen ohne es kurz in die Hand genommen zu haben.

Durch ihren flüssigen Schreibstil war ich innerhalb weniger Seiten ohne Probleme in der Geschichte angekommen. Die Charaktere wirkten insgesamt stimmig und ihr Verhalten zunächst nicht aufgesetzt oder übertrieben. Durch die Unterteilung in überschaubare Kapitel wurde mein Lesefluss zusätzlich unterstützt. Erzählt wird das Buch ausschließlich aus der Sicht der Protagonistin Anna, die im Gegensatz zu ihren Klienten noch nicht das Glück hatte ihrem "Seelenverwandten" zu begegnen.

Die Idee, dass eine Person in der Lage ist, durch das Betrachten eines Gesichts den vom Schicksal bestimmten Partner zu finden, war für mich doch eher neu. Damit konnte Autorin Hanna Linzee sofort mein Interesse wecken. Die ersten 100 Seiten hatte ich im Nu gelesen, zu keiner Zeit fühlte ich mich durch die Geschehnisse gelangweilt. Allerdings häuften sich dann allmählich doch die "Zufälle" bzw. die konstruierten Handlungsstränge. Natürlich ist klar, dass bei einer romantischen Lektüre gewisse Handlungsverläufe offenkundig sind, allerdings konnte viel zu leicht erahnen, welche Schritte die Personen als nächstes gehen würden.

Mir fehlte ab einem gewissen Punkt die Leichtigkeit, die die Autorin zu Beginn ohne große Mühen vermittelt hatte. Schleierhaft war mir außerdem, weshalb eine der Protagonistinnen dauerhaft als "die alte Dame" bezeichnet wurde, obwohl alle anderen Mitwirkenden einen Namen erhalten haben. Die vielen Kosenamen, die sich die Protagonisten zugesäuselt haben, waren mir leider auch irgendwann zu viel des Guten, ebenso, dass Streitigkeiten innerhalb kürzester Zeit aus dem Weg geräumt wurden. Das erschien mir nicht unbedingt realistisch.

Im Verlauf haben einfach zu viele Menschen einen Deckel für ihren Topf gefunden und selbst im Epilog wurde nicht mit einem weiteren Happy End in Sachen Seelenpartnerschaft gespart. Weniger wäre in diesem Falle mehr gewesen!

Fazit: Eine Spur zu kitschig und für mein Empfinden ein paar Zufälle zu viel - die Grundidee hat mir allerdings gefallen!

Veröffentlicht am 28.10.2017

Hatte mir mehr erhofft

Deadly Ever After
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In meinen Augen ist das Cover ein Blickfang und im Zusammenspiel mit dem Namen der Autorin konnte das Buch relativ schnell mein Interesse wecken. Allerdings ist mir nicht so ganz klar, weshalb eine Rose ...

In meinen Augen ist das Cover ein Blickfang und im Zusammenspiel mit dem Namen der Autorin konnte das Buch relativ schnell mein Interesse wecken. Allerdings ist mir nicht so ganz klar, weshalb eine Rose abgebildet ist, denn damit hat die Geschichte wenig zu tun. Ein Hochzeitskleid wäre in Anbetracht des Inhalts vermutlich aussagekräftiger gewesen.

In den letzten Tagen habe ich in sehr kurzer Zeit inklusive des Buches "Deadly Ever After" drei Bücher der Autorin Jennifer Armentrout bzw. J. Lynn gelesen. Auch wenn die vorherigen beiden Geschichten nicht dem Genre "Sexy Crime" angehört haben, habe ich doch die ein oder andere Formulierung bzw. Thematik wiedererkannt, weshalb ich vielleicht deswegen einen gewissen Überdruss verspürt habe. Meine Erwartungen waren ebenfalls enorm, da ich schon einige Wochen auf das Buch gewartet und es unbedingt mein Eigen nennen wollte. All das kann vielleicht erklären, dass ich entgegen vieler anderer Leserstimmen kein Loblied über die Geschichte anstimmen kann.

Ganz gewiss lag es nicht am Schreibstil, der wie immer sehr gut von der Übersetzerin aufgenommen wurde und in der deutschen Sprache das Lesen zu einem kurzweiligen Erlebnis gemacht hat. Wie auch bei ihren vorherigen Romanen werden die Geschehnisse ausschließlich aus der Sicht der weiblichen Hauptperson, in diesem Fall Sasha, erzählt. Allerdings kommt wie in vielen anderen Romanen des Genre "Erotischer Thriller" der Täter zu Wort um die Spannung zu steigern. Diese Vorgehensweise war mir durch Romane der Autorin Nora Roberts bekannt. Wer also Bücher dieser Kategorie gerne liest, ist definitiv gut aufgehoben.

An Spannung mangelt es auf keinen Fall. Bis kurz vor Schluss konnte ich nicht wirklich einen Tipp abgeben, wer der Täter sein könnte, auch wenn es im Vorfeld den ein oder anderen Verdachtsmoment gegeben hat. Warum auch immer konnte mich die Geschichte trotz des Spannungsbogen nicht wirklich in Beschlag nehmen. Gewisse Aspekte wirkten auf mich doch etwas zu konstruiert. Außerdem waren es mir dann doch etwas zu viele Todesfälle, die schlussendlich zu beklagen waren. Für zarte Gemüter ist das vielleicht doch etwas zu viel des Guten. Aber auch die Liebesgeschichte konnte mich nicht wirklich überzeugen, da sie starke Ähnlichkeit mit dem "Beziehungsdrama" hatte, das im Buch "Fire in you" von J. Lynn (alias Jennifer Armentrout) vorkam. In diesem Falle wäre es wohl besser gewesen, ich hätte die beiden Romane mit einem gewissen zeitlichen Abstand zueinander gelesen. Vermutlich hätte ich die Geschichte "Deadly Ever After" dann in einem anderen Licht gesehen.

Der abschließende Epilog passt zwar irgendwie zum Stil der Autorin Jennifer Armentrout, hätte aber in meinen Augen nicht unbedingt den Abschluss des Buches bilden müssen. Gewisse Aspekte kann man auch der Fantasie des Lesers überlassen.

Fazit: Das Buch ist durchaus ein gelungener Sexy Crime Roman, allerdings erschienen mir einige Situationen zu konstruiert. Der Funke konnte leider nicht gänzlich überspringen. Aber für Liebhaber dieses Genre auf jeden Fall empfehlenswert.