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Veröffentlicht am 30.07.2020

1238 - Eine junge Frau reist durch das Reich und sucht nach ihrer Herkunft

Die Sündenbraut
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++ Schöner historischer Roman - - . Fenja ist eine Waise, die sich auf die Suche nach ihrer Herkunft macht - - leicht zu lesen ++

Ich habe von der Autorin schon "Die Klosterbraut" mit viel Freude gelesen. ...

++ Schöner historischer Roman - - . Fenja ist eine Waise, die sich auf die Suche nach ihrer Herkunft macht - - leicht zu lesen ++

Ich habe von der Autorin schon "Die Klosterbraut" mit viel Freude gelesen. Daher war ich sehr neugierig auf diese Geschichte und meine Erwartungshaltung war relativ hoch.

Die Geschichte spielt im Jahr 1238. Fenja reist mit ihrer Ziehmutter Runhild durchs Land. Sie bieten ihre Dienste als Heilerinnen an und kommen gut zurecht, bis sie auf einen verletzten Zisterziensermönch stoßen. Dieses Treffen löst weitere Ereignisse aus, die Fenjas Leben komplett auf den Kopf stellen.

Die zweite Hauptfigur ist der Ritter Gerald von Aue. Kaiser Friedrich II beauftragt ihn, die Rezeptur eines Donnerkrauts ( Schwarzpulver/Sprengstoff) zu besorgen. Für diesen Zweck soll er als Handwerker verkleidet zu einem alten Alchemisten reisen.

Südlich von München treffen Fenja und Gerald aufeinander und aus einer Not heraus beschließen sie, gemeinsam Richtung Norden zu ziehen. Während ihrer Reise kommen sich die beiden näher, doch für Gerald ist keine gemeinsame Zukunft in Sicht, weil er als Ritter schon seit Jahren einer anderen versprochen ist.

Meine Erwartungen an dieses Buch haben sich voll erfüllt. Ich war bestens unterhalten und dank ein paar pfiffiger Wendungen auch hin und wieder richtig überrascht.

Was mir besonders gut gefallen hat und ich noch extra erwähnen möchte war, dass es in dieser Geschichte keine intriganten und/oder naiv-dümmliche Weiber gibt. So ein Frauentyp wird leider viel zu oft in historischen Romanen dargestellt.

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Veröffentlicht am 18.07.2020

Eine zeitlose Geschichte - Ein modernes Märchen

Das Gauklermärchen
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+ + Vom Träumen und Lieben + +

Auf 100 Seiten erzählt Michael Ende ein modernes Märchen in 7 Bühnenbildern. Es geht um eine kleine Zirkusgruppe, die am Ende ihrer Kräfte ist. Sie sind pleite und es ...

+ + Vom Träumen und Lieben + +

Auf 100 Seiten erzählt Michael Ende ein modernes Märchen in 7 Bühnenbildern. Es geht um eine kleine Zirkusgruppe, die am Ende ihrer Kräfte ist. Sie sind pleite und es scheint, dass sich niemand mehr für ihre Kunststücke interessiert. Ein Chemie-Konzern macht ihnen ein lukratives Angebot, für das sie aber ein hohes Opfer bringen müssen. Sie sollen das 'gestörte' ( behinderte) Mädchen Eli zurücklassen bzw. loswerden.

Daraufhin erzählt der Clown JoJo ein Märchen ......

Veröffentlicht am 17.07.2020

Bär und Marlein retten wieder einmal das Christentum

Heiliger Bastard
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+ Emil Bär und Philipp Marlein kommen auf der Jagd nach Reliquiendieben zwischen die Fronten eines Glaubenskrieges - Wer war der Vater Jesu? +

Nachdem mir der erste Band des Autorenduos "Schwarze Madonna" ...

+ Emil Bär und Philipp Marlein kommen auf der Jagd nach Reliquiendieben zwischen die Fronten eines Glaubenskrieges - Wer war der Vater Jesu? +

Nachdem mir der erste Band des Autorenduos "Schwarze Madonna" sehr gut gefallen hat, war ich neugierig auf die Fortsetzung. Krimis mit religiösen Bezügen, die Fakten und Fiktion geschickt verbinden, lese ich grundsätzlich sehr gerne. Hier in diesem zweiten Band geht es um Reliquien und die Frage, nach der wahren Abstammung von Jesus.

Emil Bär und Philipp Marlein treffen sich nach zwei Jahren wieder und wollen im Kloster Andechs ihren Lastern abschwören. Der Klosteraufenthalt wird aber schnell abgebrochen, weil Diebe wertvolle Reliquien gestohlen haben.

Emil und Philipp fahren wieder heim und jeder für sich folgt aus unterschiedlichen Gründen, den Spuren der Reliquiendiebe. Im Verlauf der Handlung führen uns die Autoren zu bekannten Wallfahrtskirchen und wir erfahren einiges über Reliquien und ihre Verehrung. Das fand ich alles sehr interessant gut aufbereitet.

Da es um den Vater von Jesus geht, spielt Josef und die Josefsverehrung eine Rolle und die Autoren bringen noch eine andere historische Person ins Spiel.

Mich hat die Geschichte wieder bestens unterhalten und ich freu mich schon auf weitere Enthüllungen im nächsten gemeinsamen Fall von Emil und Philipp.

Für Neueinsteiger: Heiliger Bastard ist Band 2 des Autorenduos Gwaltinger / Rauch und Band 4 der Emil Bär-Reihe von Xaver. M. Gwaltinger. Im "Heiligen Bastard" wechseln sich die Autoren mit ihren Protagonisten in jedem Kapitel ab und erzählen jeweils in ihrem eigenen Stil und in der Ich-Form.

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Veröffentlicht am 16.06.2020

Max Heller hat in seinem 2. Fall mit menschlichen Dramen zu tun - - Tolle Geschichte

Tausend Teufel
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+ Dresden, 1947 -- Ein Leben zwischen Trümmern und ein täglicher Kampf ums Überleben -- Max Heller muss in seinem 2. Fall vorsichtig ermitteln +

Zwei Jahre nach dem Krieg ist in Dresden noch immer Notstand ...

+ Dresden, 1947 -- Ein Leben zwischen Trümmern und ein täglicher Kampf ums Überleben -- Max Heller muss in seinem 2. Fall vorsichtig ermitteln +

Zwei Jahre nach dem Krieg ist in Dresden noch immer Notstand und großes Elend an allen Ecken. Hunger und Kälte machen den Menschen im Februar 1947 schwer zu schaffen. Max Heller muss bei seiner polizeilichen Arbeit mit der russischen Besatzung kooperieren und zusammenarbeiten. In diesem Fall ist es besonders brenzlig, weil er den Tod von zwei Rotarmisten aufklären soll.
Frank Goldammer beschreibt auf sehr beeindruckende Weise das Leben und die Umstände der Nachkriegszeit. Es gibt ehemalige Nazis, die noch an eine Wende glauben, zerlumpte Gestalten in der ganzen Stadt und windige Geschäftsleute, die mit den Russen paktieren und für persönliche Vorteile, jegliche Moral vergessen.

Mir hat Band 1 „Der Angstmann“ schon recht gut gefallen, aber dieser zweite Band ist noch um Weiten besser. Die Mordfälle waren gut durchdacht und für mich auch nachvollziehbar. Das geschilderte Alltagsleben hat mich sehr betroffen gemacht und man kann und will sich gar nicht vorstellen, was die Menschen damals alles durchstehen mussten.

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Veröffentlicht am 13.06.2020

Der Henker stellt sich dem schwarzen Tod in den Weg [ Band 8 ]

Die Henkerstochter und der Fluch der Pest (Die Henkerstochter-Saga 8)
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+ 1679 kommt die Pest ins Allgäu - - Die Familie Kuisl hat wieder einige Herausforderungen zu meistern - - Geschichte wiederholt sich +

Ich bin ein großer Fan dieser Reihe und habe mich sehr auf diesen ...

+ 1679 kommt die Pest ins Allgäu - - Die Familie Kuisl hat wieder einige Herausforderungen zu meistern - - Geschichte wiederholt sich +

Ich bin ein großer Fan dieser Reihe und habe mich sehr auf diesen Band gefreut, weil er in meiner Region, dem Allgäu spielt. Die vorigen Bände habe ich mir als Hörbuch angehört, Band 8 ist der Erste, den ich gelesen habe.

Es gibt wieder mehrere Handlungsstränge, in denen die verschiedenen Mitglieder der Familie Kuisl, einige Herausforderungen meistern müssen.
Simon und Magdalena Fronwieser freuen sich, dass ihr Sorgenkind Paul beim Großvater die Lehre zum Scharfrichter/Henker antreten darf und fahren zum Familientreffen nach Schongau. Dort taucht auch der Kaufbeurer Henker schwer krank auf und spricht kurz vor seinem Tod in wirren Sätzen zu Jakob Kuisl. Da auch der älteste Sohn der Fronwiesers in Kaufbeuren sein soll, entschließen die Kuisls dort nach dem Rechten zu schauen. Da in Bayern strenge Auflagen wegen der Pest gelten, kommen die Kuisls nur mit einer Notlüge in die Reichsstadt Kaufbeuren. Dort gibt es eine mysteriöse Todesserie an hohen Würdenträgern. Sie erkranken an der Pest und sterben unter qualvollen Schmerzen. Das fand ich sehr interessant, weil der Autor den damaligen medizinisch-wissenschaftlichen Stand schön beschrieben hat. Wissenschaftliche Dogmen und altertümlicher Aberglauben bestimmten die Zeit.
Jakob Kuisls ältester Enkel Peter ist ein 'Freund' des Kurfürsten Max Emanuel von Bayern und erledigt für ihn einen Botengang, der ihn in höchste Gefahr bringt. Daheim in Schongau muss sich Georg ( der Sohn und Nachfolger vom Henker Kuisl ) mit dem eifrigen Schreiber Lechner und seinem Neffen Paul herumärgern.

Oliver Pötzsch hat mit seiner 'Pestgeschichte' den Zeitgeist perfekt getroffen. Die Parallelen zu heute sind nicht zu übersehen. Ausgangssperren, abgeriegelte Städte und ständige Angst vor Ansteckung, konnte man sich bis zum Corona-Ausbruch nicht mehr vorstellen.

Mir gefällt an dieser Reihe, dass wir die Familie Kuisl schon über viele Jahre begleiten dürfen und ich hoffe, dass Oliver Pötzsch den Jakob noch länger leben lässt.

Man kann diesen Band gut auch ohne Vorkenntnisse lesen, weil alle Figuren gut gezeichnet sind und die Handlung in sich geschlossen ist.

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