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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.04.2022

Einfühlsam und authentisch

Die Dorfschullehrerin
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Februar 1961: Helene, eine 30-jährige Lehrerin aus der Sowjetischen Besatzungs-Zone, tritt ihren Dienst an einer kleinen Dorfschule an der deutsch-deutschen Grenze in der hessischen Rhön an. Bei den Kollegen ...

Februar 1961: Helene, eine 30-jährige Lehrerin aus der Sowjetischen Besatzungs-Zone, tritt ihren Dienst an einer kleinen Dorfschule an der deutsch-deutschen Grenze in der hessischen Rhön an. Bei den Kollegen findet ihr engagierter, moderner Unterrichtsstil wenig Anklang, doch bei den Schülern ist sie damit schnell beliebt. Mit der jungen, lebensfrohen Hebamme Isabella freundet sie sich bald an und er Dorfarzt Tobias weckt zarte Gefühle in ihr. Doch darf sich Helene darauf einlassen? Denn sie ist nicht zufällig gerade in diesem Ort gelandet. Die schleppt ein großes Geheimnis mit sich herum, eine Mission, die erfüllt werden muss.

Da ich selbst in der Nähe der unterfränkischen Zonengrenze aufgewachsen bin, hat dieser Roman sofort ein Kopfkino erzeugt. Dazu tragen auch die Passagen in Mundart sehr stark bei. Eva Völler ist es gelungen, eine deutsch-deutsche Geschichte einfühlsam und authentisch zu erzählen, ohne zu werten. Der Zeitgeist ist fühlbar. Die Protagonisten werden sympathisch und realitätsnah dargestellt. Sie wirken sehr lebendig und echt. Der flüssige, gefühlvolle und doch spannende Schreibstil überzeugt mich. Das wird mit Sicherheit nicht mein letztes Buch dieser Autorin bleiben! Ich freue mich auf die Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 22.03.2022

Pony unter Verdacht

Sheltie - Wie Sheltie zu uns kam
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Emma muss mit ihrer Familie aufs Land ziehen. Davon ist sie zunächst gar nicht begeistert. Doch gleich am ersten Morgen im neuen Heim entdeckt sie ein Shetlandpony auf den Grundstück. Tatsächlich gehörte ...

Emma muss mit ihrer Familie aufs Land ziehen. Davon ist sie zunächst gar nicht begeistert. Doch gleich am ersten Morgen im neuen Heim entdeckt sie ein Shetlandpony auf den Grundstück. Tatsächlich gehörte es zum neuen Heim dazu und heißt Sheltie. Die Vorbesitzerin unterrichtet Emma im Reiten und schon fühlt sie sich richtig wohl. Bis Sheltie von einem Nachbarn verdächtigt wird, etwas gestohlen zu haben. Emma muss unbedingt Shelties Unschuld beweisen.

Das farbenfrohe und fröhliche Cover und auch der tolle Serien-Schriftzug sind richtig gut gelungen und machen Lust auf diese Ponygeschichte. Vor allem für viele Mädchen dürfte das ein Genre sein, zu dem es gar nicht genug Lesefutter geben kann. Diese Geschichte ist wegen der Krimi-/Detektiv-Elemente ebenso für Jungen geeignet.

Die Hauptperson Emma ist ein Mädchen, mit dem sich Kinder sicher gut identifizieren können und bei dem man gut mitfühlen kann, wenn es fröhlich, enttäuscht oder traurig ist. Auch die anderen Personen sind sehr authentisch und freundlich, bis auf den Nachbarn, der sehr miesepetrig erscheint und so nicht gerade die Sympathie auf sich zieht. Sheltie ist ein hübsches und sehr kluges Pony, das man einfach gern haben muss.

Die Geschichte enthält sowohl lustige als auch spannende Elemente, was für genug Abwechslung sorgt. Die Illustrationen lockern die Geschichte gut auf und sind sehr detailreich. Für ein Erstlesebuch gibt es schon ordentlich viel zu lesen, wobei die Schreibweise sehr kindgerecht und der Inhalt nicht allzu schwer zu verstehen ist. Außerdem sorgen Kapitel dafür, dass man auch mal eine Lesepause einlegen kann.

Meiner Enkelin hat das Buch total gut gefallen und sie hat sich gefreut, dass sie mit ihm auch Antolin-Punkte sammeln konnte.

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Veröffentlicht am 22.03.2022

Katzenflüsterer auf Rettungsmission

Mitternachtskatzen, Band 1: Die Schule der Felidix (Katzenflüsterer-Fantasy in London für Kinder ab 9 Jahren)
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Hilfe! Nova beobachtet eines Nachts, wie eine Katze von einer Gruppe Artgenossen entführt wird. Doch warum kann sie den Hilferuf der Katze verstehen? Hat das vielleicht mit der neuen Schule zu tun, die ...

Hilfe! Nova beobachtet eines Nachts, wie eine Katze von einer Gruppe Artgenossen entführt wird. Doch warum kann sie den Hilferuf der Katze verstehen? Hat das vielleicht mit der neuen Schule zu tun, die sie mit ihrem Freund Henry besucht. Dort wimmelt es nur so von Katzen. Tags darauf, taucht eine Straßenkatze auf, die Nova ebenfalls um Hilfe bittet. Die Katzenkönigin und fast ihre gesamte Leibwache, die Mitternachtskatzen, wurden gefangengenommen, damit Siamkatze Penelope sich selbst zur Königin krönen kann. Als Tochter des berühmtesten Gefängnisausbrechers, soll Nova helfen, die Katzen aus ihrem unterirdischen Gefängnis zu befreien.

Uns, meiner Enkelin und mir, hat es sehr viel Spaß gemacht, die Mitternachtskatzen und die Felidix Nova und Henry kennenzulernen. Nicht nur für Katzenfans ist diese Geschichte ein tolles, aufregendes Abenteuer, bei dem man nebenbei einige Sehenswürdigkeiten Londons entdeckt. Überhaupt gefiel uns die Atmosphäre der Erzählung sehr. Es war spannend, aufregend und manchmal auch ein bisschen gefährlich. Die unterschiedlichen Katzencharaktere, sowohl die guten als auch die bösen, hat die Autorin wirklich toll kreiert. Henry und Nova sind richtig pfiffige und mutige Schüler und am Ende bekommt man schon einen kleinen Vorgeschmack darauf, was in Band 2 passieren könnte. Sowas mag ich immer, weil ich dann genau weiß, dass meine Enkelin den neuen Lesestoff herbeisehnt.

Vergessen werden dürfen hier natürlich auch nicht die Illustrationen, die Szenen oder Katzen aus der Geschichte darstellen und so dafür sorgen, dass man sich alles besser vorstellen kann. Sie sind wirklich toll gelungen und lockern den Text schön auf.

Das Buch ist meiner Meinung nach für Mädchen und Jungen gleichermaßen geeignet. Ich empfehle es gern weiter!

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Veröffentlicht am 16.03.2022

Die besten Dinge im Leben kommen ganz plötzlich

Die kleine Buchhandlung im alten Postamt
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Die 35-jährige selbstlose Hannah lebt mit ihrem arbeitswütigen Mann Phil und dem pubertierenden Sohn Ben in der Nähe von Manchester. Phil ist selten zu Hause und Ben droht durch falsche Freunde abzurutschen. ...

Die 35-jährige selbstlose Hannah lebt mit ihrem arbeitswütigen Mann Phil und dem pubertierenden Sohn Ben in der Nähe von Manchester. Phil ist selten zu Hause und Ben droht durch falsche Freunde abzurutschen. Als Hannah das Angebot erhält den Dorfladen ihrer Cousine Beth in Little Maude zu übernehmen, zögert sie nicht lange und nutzt diese Chance, sich selbst zu verwirklichen. Mit Ben zieht sie in das kleine Dorf in den Cotswolds, wo er gleich Anschluss im Fußballverein findet. Ehemann Phil will nach der Auflösung des Hausstandes nachkommen.

Allmählich wird Hannah in die eingeschworene Dorfgemeinschaft aufgenommen und kann sich ihren Traum von einem kleinen Buchladen erfüllen. Doch Phil macht sich immer rarer und meldet sich selten. Dafür lässt Jake, ein ehemaliger Fußballnationalspieler und Trainer ihres Sohnes, Hannahs nicht kalt.

Die kleine Buchhandlung im alten Postamt ist mein erster Roman dieser Autorin, sie war mir vorher nicht bekannt. Das Cover war sehr ansprechend, farbenfroh, aber auch romantisch angehaucht. Es ergänzt den Inhalt perfekt. So stelle ich mir ein englisches Dorf vor.

Mir gefällt an der Geschichte besonders der leichte fließende Text mit einem Schuss Romantik. Die Dorfbewohner und das Dorfleben sind sehr bildlich, sympathisch und zuweilen etwas schrullig beschrieben, so wie ich es aus englischen Serien kenne und mag. Dass es zu einem Happy End kommen könnte, wird bald klar. So lädt der Roman zu entspannten und gemütlichen Lesestunden ein, ohne dass man beim Lesen groß nachdenken müsste. Ein gelungener Wohlfühlroman mit englischem Flair, der mir nach einem anspruchsvollen Buch gelegen kam. Nun würde ich jederzeit zu weiteren Büchern der Autorin greifen.

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Veröffentlicht am 31.01.2022

Magische Schulgeschichte

Das zaubernde Klassenzimmer - Achterbahn statt Stundenplan (Das zaubernde Klassenzimmer 1)
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Elena zieht mit ihren Eltern in ein verschlafenes Örtchen auf dem Lande und ist gar nicht glücklich darüber, dass sie ihre Freundin zurücklassen muss. Eigam ist in ihren Augen ein richtiges Kaff und die ...

Elena zieht mit ihren Eltern in ein verschlafenes Örtchen auf dem Lande und ist gar nicht glücklich darüber, dass sie ihre Freundin zurücklassen muss. Eigam ist in ihren Augen ein richtiges Kaff und die Schule eine Bruchbude. Leider sagt sie das laut und gerät gleich mit Friedlinde aneinander, die am ersten Schultag auch noch zu Elenas neuer Klasse gehört. Das kann ja heiter werden. Doch dann verschwindet die Katze des Hausmeisters in einem vergessenen Klassenzimmer und statt einem unangenehmen Schultag erlebt Elena mit ihren Mitschülern ein magisches Abenteuer.

Das Buch startet ganz anders als erwartet mit einer Rückblende in das Jahr 1950. Ein Junge mit dem Namen Alois bringt ein verbotenes Buch mit in die Schule und damit setzt er seltsame und magische Dinge in Kraft. Es ist schön, wie in dem Kapitel ein bisschen rauszulesen ist, wie Schule in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts ablief. Ich glaube das wissen die Kinder heute gar nicht mehr. Meiner Enkelin hat das super gefallen und sie fragte mich dann auch gleich über meine Schulzeit aus.

Das zweite Kapitel beginnt mit einer ziemlich ärgerlichen und ein bisschen traurigen Elena. Sie fühlt sich auf dem Hof, den ihre Eltern gekauft haben zunächst nicht wohl. Kinder können sich in diese Situation toll hineinversetzen. Wer lässt schon gern seine Freunde zurück und ist der einzige Neue in der Klasse. Die Gefühle und Zweifel hat die Autorin wirklich perfekt getroffen. Es ist aber sehr schön, wie sich Elena durch die Ereignisse in der Schule weiterentwickelt und durch neue Bekanntschaften Hoffnung schöpft. Sehr lustig ist der Lehrer, der immer erst direkt ist und dann seine Redeweise korrigiert. Auch den trödelnden Felix fanden wir sehr sympathisch.

Besonders lustig wird es, als die Klasse das verschlossenen Klassenzimmer betritt und viele seltsam magische Dinge passieren. Friedlinde kriegt zwar einiges ab, ist danach aber gleich viel netter. Am Ende findet sich sogar eine Verbindung zwischen der Vergangenheit im Anfangskapitel und der Gegenwart. Leider endet das Buch dann ziemlich schnell. Wir hoffen, dass die Geschichte noch fortgesetzt wird, weil sie uns sehr gefallen hat.

Das Buch eignet sich super für Kinder, denen Erstlesebücher zu einfach sind, aber richtig dicke Bücher noch zu schwer. Der Schriftgrad ist ziemlich groß und es gibt noch recht viele, ganz tolle Illustrationen, die das Gelesene unterstützen. Das Cover sieht einfach total magisch aus und hat uns dazu verführt, das Buch zu lesen. Auch kann man dafür Punkte bei Antolin sammeln. 5 Sterne

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