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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.10.2023

Tödlich

Mord im Christmas Express
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Das Cover und der Klappentext haben mich auf dieses Bauch aufmerksam gemacht. Das Versprechen „Ein Weihnachtskrimi, wie Agatha Christie ihn schreiben würde: spannend, skurril und absolut zeitgemäß. …“ ...

Das Cover und der Klappentext haben mich auf dieses Bauch aufmerksam gemacht. Das Versprechen „Ein Weihnachtskrimi, wie Agatha Christie ihn schreiben würde: spannend, skurril und absolut zeitgemäß. …“ lockte mich.

Leider wurden meine so geweckten Erwartungen schwer enttäuscht.
Das weihnachtliche Flair fehlt hier, dass der Zug durch einen Schneesturm fährt und es in der Geschichte gerade Weihnachten ist, reicht nicht aus.

Die im Zug versammelten Menschen sind sehr unterschiedlich, das an sich war gut, da hätte man etwas draus machen können, aber jeder hatte ein Päckchen ungeahnten Ausmaßes zu tragen, was breit ausgewalzt wurde. So entstanden Längen, die das Weiterlesen hinderten. Viele der Entscheidungen konnte ich nicht nachvollziehen. Einige Szenen, u.a. die die sexuellen Missbrauch schildern, sind recht heftig, das hätte ich in einem Weihnachtskrimi so nicht erwartet.
Die Aufklärung des Falls trat zeitweilig sehr in den Hintergrund und war dann unglaubwürdig. Sehr schade, von mir gibt es hierzu leider keine Empfehlung, da lese ich lieber einen Agatha Christie Krimi und werde gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 26.02.2023

Langweilig

Northern Spy – Die Jagd
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Tessa erfährt bei ihrer Arbeit für den Sender BBC nebenbei, dass ihre Schwester Marian ein Terroristin der IRA ist. Sie hat sie in einem Beitrag erkannt. Ihre Welt gerät aus den Fugen, sie wird von der ...

Tessa erfährt bei ihrer Arbeit für den Sender BBC nebenbei, dass ihre Schwester Marian ein Terroristin der IRA ist. Sie hat sie in einem Beitrag erkannt. Ihre Welt gerät aus den Fugen, sie wird von der Polizei verhört, hinterfragt die Vergangenheit und versucht das Richtige zu tun. Ständig ist da nun auch die Angst zwischen die Fronten zu geraten. Belfast ist ein gefährliches Pflaster.

Die Geschichte wird ausschließlich aus Tessas Sicht erzählt. Sie ist gerade Mutter eines kleinen Jungen geworden und ihre Gedanken kreisen ständig um ihn, seine Gesundheit, seine Entwicklung und seine Sicherheit.
Wie verhält man sich richtig in diesem besonderen Konflikt? Kann man sich überhaupt raushalten? Bezieht man hier nicht auch Stellung, wenn man sich nicht äußert?
Leider wird das IRA Thema nur oberflächlich behandelt, Zeit und Geschehen lassen sich nicht eindeutig zuordnen. Dadurch entsteht der Eindruck, dass nicht gründlich und korrekt recherchiert wurde. Die Zerrissenheit Tessas wurde gut herausgestellt. Aber ihre Entscheidungen konnte ich größtenteils nicht nachvollziehen, vieles erschien mir unglaubwürdig.
Die Probleme, dass unbescholtene Menschen sowohl von der IRA als auch dem britischen Geheimdienst eingespannt und ausgenutzt werden, wird glaubhaft thematisiert, verliert aber durch die ständigen Gedanken Tessas um ihr Baby. Trotz des tollen Themas habe ich mich hier von Anfang an gelangweilt. Bis zum Schluss hoffte ich auf eine spannende oder aussagekräftige Wendung, statt dessen gab es eine hanebüchene Entwicklung, in der es vorne und hinten hapert. Die Sprecherin konnte hier leider nichts mehr retten. Schade. Insbesondere nach dem Lob von Reese Winterspoon hatte ich hier viel erwartet und war entsprechend enttäuscht. Von mir gibt es hier keine Empfehlung.

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Veröffentlicht am 22.01.2023

Nö oder

Royal Christmas
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Daniela Felbermayr versucht in "Royal XMAS ein Prinz zu Weihnachten" eine altbekannte Geschichte neu zu erzählen. An so einem Vorhaben ist zunächst mal nichts auszusetzen, klappt wie die Film- und Buchindustrie ...

Daniela Felbermayr versucht in "Royal XMAS ein Prinz zu Weihnachten" eine altbekannte Geschichte neu zu erzählen. An so einem Vorhaben ist zunächst mal nichts auszusetzen, klappt wie die Film- und Buchindustrie zeigen, immer wieder gut bis zufriedenstellen, wenn man sich Mühe gibt und es gut ausarbeitet. Letzteres fehlt hier leider. Aus dem Plot, das eine Journalistin über die Feiertage etwas über eine geplante royale Hochzeit herausfinden soll, hätte man viel machen können. Die Leseprobe war immerhin so gut, das ich mir das Ebook zugelegt habe. Leider versinkt die Geschichte sehr bald in abgedroschenen Klischees. Die personale Erzählperspektive hat verhindert, dass man in die Gedankenwelt der Protagonisten einsteigen konnte und so blieb jede Sympathie für die Personen einfach aus. Schade, ich hatte mir hier eine angenehme Lektüre für zwischendurch ohne anstrengenden Tiefgang erwartet, nicht mal dazu hat es gereicht.

Veröffentlicht am 09.12.2022

Fehlgriff

Mörderische Masche
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Der Titel und das Cover mit den Totenköpfen und dem Blut versprechen einen Krimi, den man leider nicht bekommt. Schade.
Die Autorin hat hier eher das Geschehen rund um Henri, den Tod seiner Frau und um ...

Der Titel und das Cover mit den Totenköpfen und dem Blut versprechen einen Krimi, den man leider nicht bekommt. Schade.
Die Autorin hat hier eher das Geschehen rund um Henri, den Tod seiner Frau und um deren Handarbeitsgeschäft geschrieben. Es werden viele Personen vorgestellt, viele sollen urig sein, wirken aber etwas gekünstelt und unecht.

Henris Frau Maike ist als versierte Gutachterin für Pferde auf dem Weg über eine Weide von einem Stier getötet worden. Nach und nach ergeben sich Hinweise darauf, dass sie in eine Falle gelockt wurde. Die Aufklärung des Falls geht in den neuen Bekanntschaften, geplanten und wieder verworfenen Plänen der unterschiedlichen Personen aber etwas verloren. Das Agieren der einzigen Angestellten Edda und der neu gegründete Club sind nicht glaubwürdig. Gut fand ich nur, dass aufgezeigt wurde, dass die Vorurteile der meisten Dorfbewohner eben nicht stimmten und sich die Dinge häufig anders darstellen, als sie vordergründig erscheinen, aber das kam leider sehr spät und als Nebensache zur Sprache.
Insgesamt hat mich dieses Buch leider nicht überzeugt und ich kann es nicht weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 12.08.2022

Handlung verzettelt sich

Dunkle Gemäuer
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Der Klappentext zu dem Buch und die Leseprobe hatten mich sehr neugierig gemacht.

Eine Privatdetektivin soll sich um verschwundene Requisiten an einem Filmset kümmern. Der geplante Horrorfilm beruht auf ...

Der Klappentext zu dem Buch und die Leseprobe hatten mich sehr neugierig gemacht.

Eine Privatdetektivin soll sich um verschwundene Requisiten an einem Filmset kümmern. Der geplante Horrorfilm beruht auf wahren Begebenheiten und wird durch das Fehlen von wichtigen Gegenständen immer wieder ausgebremst. Als noch die Kamerafrau verschwindet, ergibt sich ein zweiter Fall für die Detektivin. Leider verfolgt sie wegen einer nicht nachvollziehbaren Schwärmerei für einen abgehalfterten Sänger beide Fälle nur sehr halbherzig. Dann und wann neigt sie dann zu einem Aktionismus, der wenig glaubhaft ist. Unterstützt wird sie von einem jungen Mann, der seine Detektei gerade an die Wand gefahren hat, dessen hohe Ansprüche passen nicht zu seiner Situation, was ihn immer wieder in neue Schwierigkeiten bringt.

Im Laufe der Ermittlungen gibt es einige Verdächtige, deren Motive allerdings teils schwammig bleiben. Spannung kommt trotz vieler Szenensprünge nicht auf, da sich die Protagonisten viel auf Nebenschauplätzen ihres Lebens tummeln und es in der eigentlichen Handlung nicht voran geht. Auf den letzten Seiten gibt es noch ein Show down mit dem Täter, der allerdings sehr unglaubwürdig ausfällt.

Das Buch ist der zweite Teil einer Serie, die Kenntnis von Teil 1 ist zum Verständnis nicht erforderlich. Bei Krimiserien ist ein größerer Anteil an privaten Szenen mit den Ermittlern in Ordnung, hier empfand ich es allerdings durchweg als störend, da es sich um nervtötende Eigenschaften oder Schwärmereien handelte. Die Figuren kamen mir sehr eindimensional vor, eine Entwicklung fand nicht statt. Der hin und wieder durchblitzende Humor in Verbindung mit dem örtliche Dialekt konnte die Mankos leider nicht wettmachen. Lediglich der Schluss war fesselnd, das Buch endet mit einem guten Cliffhanger.

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