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Veröffentlicht am 21.03.2021

Teilweise ähnlich zu anderen Jugendbüchern mit dieser Thematik, aber dennoch sehr einnehmend

Lügentochter
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Klappentext
„Piper ist in einer Sekte aufgewachsen, sie weiß es nur nicht. Deshalb stellt sie auch keine Fragen. Niemals. Denn ihr Vater ist für Piper ein Prophet, er hat immer recht. Bis er es eines ...


Klappentext
„Piper ist in einer Sekte aufgewachsen, sie weiß es nur nicht. Deshalb stellt sie auch keine Fragen. Niemals. Denn ihr Vater ist für Piper ein Prophet, er hat immer recht. Bis er es eines Tages nicht mehr hat: Als die Regierung eine Razzia auf ihrer Anlage durchführt, wird Piper von ihren Geschwistern, von Mutter, den Tanten und von allen Anhängern Vaters getrennt – sogar von ihrem Schwarm Caspian. Nun lebt Piper in der Außenwelt. Unter IHNEN. Bei einer wildfremden Frau, die sie angeblich beschützen soll. Doch Piper weiß es besser. Und sie wird entkommen.“

Gestaltung
Das Cover ist in dunkleren Pastelltönen gestaltet und weist beige Kratzer oder verknickte Ecken auf, sodass es „verwaschen“ und „abgegriffen“ wirkt. Diese Optik sieht sehr real aus, sodass das Motiv wie ein altes, in einer Schublade gefundenes Foto aussieht. Dass der Titel in einem schwarzen Balken steht, welcher über den Augen und der Nase auf der Fotografie des Mädchens liegt, finde ich eine spannende Idee. So erkennt man zwar, dass es ein Mädchen ist, aber dennoch bleibt sie anonym.

Meine Meinung
Ich habe schon mehrere Geschichten gelesen, in denen es darum ging, dass eine Jugendliche in einer Sekte aufgewachsen ist. Auch in „Lügenmädchen“ geht es um diese Thematik. Da der Klappentext jedoch andeutete, dass die Protagonistin zur Sekte zurück will, wurde ich neugierig, da dies bei den mir bekannten Büchern nicht der Fall war. In dem Buch geht es um Piper, dessen Vater eine Sekte anführt. Nach einer Razzia wird sie von ihrer Familie getrennt und in der Außenwelt bei einer fremden Frau untergebracht. Piper plant jedoch, dieser zu entkommen…

So ganz umhauen konnte mich „Lügentochter“ leider nicht. Vielleicht lag es daran, dass ich schon das ein oder andere Jugendbuch mit dieser Thematik gelesen hatte und ich deswegen vor allem in der erzähltechnischen Umsetzung nichts Neues gefunden habe. Das Buch wird in zwei Zeitebenen, dem Davor und dem Danach, erzählt, was ich einerseits schon gut fand aufgrund dessen, dass man als Leser so Einblicke in beide Welten erhält. Andererseits kam mir diese Erzählweise aber einfach auch sehr bekannt vor.

Das Leben in der Sekte fand ich dennoch interessant und die Autorin hat hier eine Lebensweise geschaffen, die sich durch Lügen, Manipulationen und eine für mich ungewöhnliche Art zu leben auszeichnet. Das Sektenleben war sehr speziell und anders als mir bisher bekanntes, sodass ich hier mitgenommen wurde und von den Gefühlen her eine Schwere gefühlt habe, die mich bedrückt hat. Für Piper war das Leben normal, da sie etwas anderes nicht kannte, aber es ist wirklich aufwühlend zu lesen, wie in der Sekte gelebt wurde.

Gut gefallen hat mir die Erzählung vom Danach, da hier das emotionale Chaos von Piper sehr gut nachvollziehbar war. Immerhin wurde alles, was sie bisher kannte und glaubte, auf den Kopf gestellt. Dies stürzt Piper in eine große Verzweiflung, da sie nicht mehr weiß, was der Wahrheit entspricht und was Lügen sind. Diesen inneren Konflikt fand ich nachvollziehbar und emotional mitreißend. Vor allem verdeutlichte es auch, wie tief die Indoktrination von ihrem Vater ging. Spannend fand ich aber auch die Frage, wie es mit Piper weitergehen würde. Wie würde sie sich entscheiden? Würde sie zurück zur Sekte wollen? Oder der Außenwelt trauen? Und wird sie wieder zu ihrer Familie dürfen? Durch Fragen wie diese wurde vor allem das Danach zu einem spannenden Leseerlebnis.

Fazit
Ich habe schon mehrere Jugendbücher gelesen, in denen junge Menschen in Sekten aufwuchsen. Daher bot die Erzählweise von „Lügentochter“ für mich nichts Neues und überraschte mich auch nicht. Dennoch fand ich das Leben in der Sekte gut und eindringlich geschildert, da das dortige Leben auf mich bedrückend wirkte. Besonders interessant fand ich aber die Erzählungen von Pipers Erlebnissen außerhalb der Sekte. Ihre innere Zerrissenheit war wirklich nachvollziehbar geschildert und ging mir unter die Haut. Zudem wurde die Spannung durch Fragen wie „Was wird Piper am Ende glauben?“ aufrechterhalten.
4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
Einzelband

Veröffentlicht am 21.03.2021

Ein anspruchsvollerer Loewe WOW Titel

Groona - Die letzte Insel
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Klappentext
„Groona hat eine epische Katastrophe überlebt. Die Zivilisation ist untergegangen und die Welt wird nun von Raubsauriern, Pterodaktylen und anderen urtümlichen Tieren beherrscht. Es ist schwer, ...

Klappentext
„Groona hat eine epische Katastrophe überlebt. Die Zivilisation ist untergegangen und die Welt wird nun von Raubsauriern, Pterodaktylen und anderen urtümlichen Tieren beherrscht. Es ist schwer, sich allein zu behaupten. Zur Seite steht Groona als einziger Freund ein Tyrannosaurus Rex. Die beiden ernähren sich von der Jagd und durchsuchen täglich die Kisten, die am Strand angespült werden, nach brauchbaren Gegenständen. Eines Tages findet Groona etwas, das alles für immer verändern wird …“

Gestaltung
Ich finde das Cover vor allem durch die realistische Illustration des Dinosauriers sehr gelungen. Mir gefällt zudem sehr, dass der Dino Gefahr ausstrahlt und dies für mich ein wenig im Kontrast zu dem hellblauen, freundlichen Himmel steht. Auf dem Rücken des Dinos sitzt ein Mädchen in kämpferischer Pose, was mir auch sehr gefällt, da es sonst oft Jungs sind, die sich stark und kriegerisch zeigen.

Meine Meinung
Da „Groona – Die letzte Insel“ von Raimund Frey illustriert und erdacht wurde, war die Geschichte für mich ein Muss, denn ich liebe seine Illustrationen. In dem Buch geht es um Groona, die als einziger Mensch eine Katastrophe überlebt hat. Sie lebt mit Dinosauriern verschiedener Arten zusammen und hat einen Tyrannosaurus Rex als einzigen Freund. Gemeinsam jagen sie und durchsuchen am Strand angespülte Kisten. In einer dieser Kisten findet Groona eines Tages etwas Lebensveränderndes…

Groona lebt auf einer Insel mit Dinosauriern, wodurch ein gewisses Urzeitflair entsteht, das auf den Illustrationen genauso aussieht, wie ich es mir immer vorstelle. Es war ein wenig wie Jurassic Park für jüngere. Sehr cool fand ich die Verbindung hiervon mit futuristischer Technik. Das sind zwei so konträre Gegensätze aufgrund ihrer großen Verschiedenheit, dass die Kombination von beidem einfach spannend macht. Mir hat diese Mischung jedenfalls sehr gefallen, weil es interessant war hochtechnologische Entwicklungen inmitten von steinzeitlichem Ambiente wiederzufinden. Ich jedenfalls hätte in einer solchen Umgebung nicht damit gerechnet.

Was mir leichte Schwierigkeiten bereitet hat, war allerdings zum einen die Schriftart. Wenn technologische Geräte auf die Bildfläche traten wechselte die eher an handgeschriebene Schrift erinnernde Schriftart zu einer breiten, geradlinigen. Ich fand den Schriftartenwechsel zwar genial und auch fand ich, dass die gewählte Schriftart zur Technik passte, aber für mich war sie einfach schwer zu lesen sobald sie dickgedruckt war. Auch wenn neue Lebewesen auftauchten gab es eine Art Infobox mit dieser Schriftart und einigen für mich manchmal wirren Infos über die Wesen. Ich könnte mir aber vorstellen, dass Dinofans mit den Namen der Lebewesen vielleicht etwas anfangen könnten.

Toll fand ich dafür immer die Erzählungen von Groona, denn diese waren knapp, auf den Punkt gebracht und authentisch. Cool fand ich diesbezüglich auch, dass manchmal Worte durch Symbole ersetzt wurden wie beispielsweise das Wort „Wasser“, welches von einem Bild von Wellen ersetzt wurde. Groonas Parts fand ich richtig klasse. Erstaunt hat mich auch, dass der Textanteil generell in dem Buch recht gering gehalten ist. Dafür fand ich es aber durchaus auch anspruchsvoll, denn gerade beispielsweise die technische Sprache ist durchaus herausfordernd. Aus diesem Grunde finde ich auch das empfohlene Alter angemessen.

Dies ist meiner Meinung nach auch aufgrund der Handlung passend, denn wie es für Dinos üblich ist, geht es unter Umständen auch mal brutaler zu. Ich fand es klasse, dass mit „Groona“ nun ein etwas „erwachsener“ Loewe WOW Titel vorliegt, der auch etwas ältere Kids ansprechen sollte. Vor allem finde ich es klasse, dass diese Geschichte gleichermaßen etwas für Mädchen und Jungen ist, da es rasant zugeht, einige Überraschungen auf die Leser warten und neben einer weiblichen Heldin auch einige für Jungs spannende Aspekte aufgegriffen werden. Die Handlung hat mir jedenfalls sehr gut gefallen, da es actionreich zugeht. Außerdem gibt es auch humorvollere Momente, die für gute Unterhaltung sorgen.

Da ich großer Raimund Frey Fan bin, kann ich vermutlich nichts Unvoreingenommenes zu den Illustrationen sagen, aber ich finde sie unschlagbar genial. Zum einen liebe ich es, dass der Illustrator einen unvergleichlichen, eigenen Stil hat. Unter mehreren Illustrationen verschiedener Zeichner erkennt man meiner Meinung nach sofort, welche von Raimund Frey sind. Zum anderen fand ich die Landschaften, die Dinos und Groona sehr detailreich gezeichnet. Vor allem die Nutzung von Schattierungen und verschiedenen Schwarz-Grau-Tönen fand ich hier hervorragend, da so viel Tiefe in die Illustrationen kam.

Fazit
Mit der genialen Verbindung von hochtechnologischen Geräten und der Urzeit hat Raimund Frey mit „Groona – Die letzte Insel“ eine Geschichte erschaffen, die für mich ein Jurassic Park für jüngere darstellt. Ich fand diese Kombination echt genial und auch wenn ich manchmal Schwierigkeiten mit der Schriftart und den Infos bei der Technik hatte, war das Text-Bild-Verhältnis einfach perfekt ausgewählt. Die wechselnden Schriftarten passten super und haben immer verdeutlicht, wer spricht. Außerdem wurde hierdurch die spannende Geschichte mit all ihrer Action und ihren Überraschungen toll unterstützt. Ein Buch, das Jungs und Mädchen ab 12 Jahren gleichermaßen gefallen wird!
4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
1. Groona – Die letzte Insel
2. ???

Veröffentlicht am 21.03.2021

Eine schöne Mischung aus Romanze und Ernst

What if we Stay
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Klappentext
„Er steht für alles, was sie verabscheut. Ihrem Herzen lässt er dennoch keine Wahl

Amber Gills hat alles verloren: ihren Studienplatz, den Respekt ihrer Eltern und sämtliche Hoffnung, jemals ...

Klappentext
„Er steht für alles, was sie verabscheut. Ihrem Herzen lässt er dennoch keine Wahl

Amber Gills hat alles verloren: ihren Studienplatz, den Respekt ihrer Eltern und sämtliche Hoffnung, jemals genug zu sein. Nur durch die Beziehungen ihres Vaters erhält sie die Chance, ihren Abschluss zu retten. Als sie sich im Gegenzug im Architekturbüro ihrer Eltern beweisen soll, bietet Emmett ihr seine Hilfe an. Er ist engagiert, zuvorkommend, ein Vorzeigestudent - und damit das exakte Gegenteil von Amber. Dass ihr Herz in seiner Gegenwart schneller klopft, kann Amber dennoch nicht verhindern. Was sie nicht ahnt: Mit dem gemeinsamen Projekt setzt sie nicht nur Emmetts Vertrauen aufs Spiel ...“

Gestaltung
Mit den Farben in Rot und Rose trifft das Cover genau meinen Geschmack. Ich mag die warmen Farben und das verwaschene Muster am unteren Coverrand, das an eine Welle erinnert. Besonders gefallen mir die Licht- und Goldeffekte, die die Welle betonen und schimmern sowie glänzen lassen. Der Titelschriftzug fügt sich vor dem pastelligen Hintergrund auch sehr gut ein und sticht gleichzeitig hervor, da er auf dem helleren Hintergrund sofort auffällt.

Meine Meinung
Da ich Amber in „What if we drown“ schon gerne mochte, hab ich mich besonders auf „What if we stay“ gefreut. In dieser Fortsetzung geht es nämlich um Amber und darum, dass sie nur dank der guten Beziehungen ihres Vaters versucht, ihren Studienabschluss zu retten. Gleichzeitig soll sie im Büro ihrer Eltern arbeiten und ihr Können unter Beweis stellen. Hierzu bietet Vorzeigestudent Emmett ihr seine Hilfe an. Amber mag ihn gerne, doch ein gemeinsames Projekt stellt sein Vertrauen zu ihr auf eine harte Probe…

Wie gesagt, mochte ich Amber in „What if we drown“ ganz gerne, weil sie als Lauries beste Freundin für sie da war und sie auf ihre Weise motiviert hat, mutig zu sein. Nun war ich gespannt, Amber genauer kennen zu lernen. Hier muss ich sagen, dass ich Amber anfangs aber irgendwie nicht mochte, da sie mir zu abweisend und zickig war gegenüber ihren Mitmenschen. Sobald ich aber einen Einblick in Ambers Geschichte erhalten habe und ihre Vergangenheit kennenlernte, verstand ich ihr Verhalten viel besser. Zudem entwickelte sie sich im Verlauf des Buches, was mir gut gefallen hat, da sie ein wenig von ihrer Schutzhülle ablegte und sich öffnete.

Emmett fand ich total toll. Er ist nicht nur ein Musterstudent und sehr fleißig, sondern auch auf der sozialen Ebene einfach klasse. Er unterstützt Amber und interessiert sich wirklich für sie. Emmett ist verantwortungsbewusst und hilfsbereit. Für mich war er ein guter Loveinterest fernab des Bad Boy Image. Gleichzeitig ist er aber auch nicht zu „perfekt“ und „glatt“, sondern hat auch eine Geschichte.
Auch über das Wiedersehen mit Laurie und Sam habe ich mich gefreut, ebenso wie über das mit Hope und Cole.

Die Handlung hat mir gut gefallen, denn nachdem Amber zunächst als die „Böse“ erschien, zeigten sich bald Gründe für dieses Verhalten und erste Versuche ihrerseits, sich zu ändern. Ich habe die Geschichte neugierig verfolgt. Erst weil ich wissen wollte, was Ambers Erlebnisse in der Vergangenheit waren und später dann, weil ich neugierig war, wie sich die Beziehung mit Emmett entwickeln würde. Die beiden wirkten wirklich sehr unterschiedlich, sodass ich neugierig war, wie die beiden miteinander umgehen würden. Zudem gefiel mir gut, dass auch ernstere Themen in die Geschichte eingearbeitet wurden ohne dass diese zu aufgesetzt und künstlich wirkten.

Fazit
Mir hat „What if we stay“ wirklich gut gefallen, denn die Protagonistin hat eine glaubwürdige Entwicklung durchgemacht und den Leser ihren anfangs unsympathischen Charakter verständlich gemacht. Der männliche Protagonist war verständnisvoll und in meinen Augen tolles „Boyfriend“-Material. Die Handlung gefiel mir, da es immer etwas gab, das meine Neugierde geweckt hat und da auch ernste Themen gut eingearbeitet waren.
Gute 4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
1. What if we drown
2. What if we stay
3. What if we trust

Veröffentlicht am 02.03.2021

Leider wieder mit Längen, dafür aber auch mit einigen Aha-Momenten

Der Orden des geheimen Baumes - Die Königin
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Leider wieder mit Längen, dafür aber auch mit einigen Aha-Momenten

Klappentext
„Der zweite und abschließende Teil der großen Saga: Werden Königin Sabran und ihre Magierin Ead einen Weg finden, den namenlosen ...

Leider wieder mit Längen, dafür aber auch mit einigen Aha-Momenten

Klappentext
„Der zweite und abschließende Teil der großen Saga: Werden Königin Sabran und ihre Magierin Ead einen Weg finden, den namenlosen Drachen zu töten?

Königin Sabran ist in ihrem eigenen Palast gefangen. Sie setzt alles daran zu entkommen, doch erst als die Magierin Ead vom Kloster des geheimen Baumes zurückkehrt und sie unterstützt, gelingt ihr die Flucht. Gemeinsam brechen sie auf, um das magische Schwert Ascalon aufzuspüren, die einzige Waffe, die den namenlosen Drachen töten kann. Doch in den verbotenen Wäldern finden sie nicht nur Hoffnung. Sabran muss auch erkennen, dass ihr ganzes Leben auf einer schrecklichen Lüge fußt. Hat sie überhaupt noch das Recht, sich Königin von Inys zu nennen?“

Gestaltung
Das Covermotiv ist dasselbe wie das des ersten Bandes: wieder sieht man einen Drachen, der einen Turm umklammert hält und sein Maul weit aufreißt. Im Hintergrund ist eine Stadt zu sehen. Dieses Mal ist der Hintergrund jedoch Blau und der Drache Gelb, wodurch es so aussieht, als würde gerade Dämmerung über der Stadt herrschen. Mir persönlich hat der gelbe Hintergrund des ersten Bandes besser gefallen, was daran liegt, dass man dort die verschiedenen Farbtöne des Hintergrundes besser erkennen konnte und das Cover so Vielschichtiger wirkte.

Meine Meinung
Da mir die Geschichte im ersten Band gut gefallen hatte und ich unbedingt wissen wollte, wie alles endet, habe ich „Der Orden des geheimen Baumes – Die Königin“ gelesen. In diesem Abschlussband brechen Königin Sabran und Magierin Ead auf, um das magische Schwert Ascalon zu suchen. Nur diese Waffe vermag es, den namenlosen Drachen töten. Die Reise zum Schwert ist jedoch mit Gefahren, Geheimnissen, verdeckten Lügen und vielem mehr gepflastert…

Habe ich noch beim ersten Band eine schleppende und teilweise mit Längen versehene Handlung kritisiert, kann ich sagen, dass man diese auch bei der Fortsetzung findet. Immer wieder tauchen zwischendrin längere Dialoge und Gespräche auf, die dafür sorgen, dass ich beim Lesen das Gefühl habe, als würde ich an einer Haltestelle stehen und auf den Bus warten. Die Dialoge zögerten für mich Dinge heraus, auf die ich gebannt wartete und das ohne, dass ich einen für mich ersichtlichen Mehrwert aus den Gesprächen ziehen konnte.

Gerade da „Die Königin“ ein Feuerwerk an Aha-Momenten und sich zusammensetzenden Puzzleteilen ist, fand ich es schade, dass es zwischendrin wieder Längen gab, die mich auf meine Erkenntnisse warten ließen. Mir gefiel es nämlich sehr gut, dass in diesem Band viele Geheimnisse und Fragen aus dem ersten Band geklärt werden und gleichzeitig werden neue Rätsel eingeworfen, die wieder neue Fragen aufwerfen, bis auch hier erstaunliche Lösungen zu Tage treten.

Vor allem Königin Sabran entdeckt hier überraschendes bezüglich ihres Lebens und ihrer Herrschaft, sodass sie sich fragen muss, ob sie überhaupt Königin von Inys sein darf. Dies und viel mehr macht „Der Orden des geheimen Baumes – Die Königin“ zu einer spannenden Fortsetzung, die wiederum die Geschichte zu einem runden Abschluss führt. Gleichzeitig finde ich aber auch, dass man die Geschichte ruhig in einem Band hätte erzählen können, wenn man einige der Längen gestrichen hätte.

Fazit
Das Ende der „Der Orden des geheimen Baumes“-Dilogie hat mir gut gefallen, weil es viele Antworten auf Fragen und Geheimnisse aus dem ersten Band gab. Dieser Band setzte die letzten Puzzleteile zusammen. Schade war allerdings, dass es wieder Längen gab, die bei mir das Gefühl auslösten, als müsste ich auf meine Aha-Momente warten. Interessant fand ich auch die Enthüllungen um Königin Sabran, die ich überraschend fand.
4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
1. Der Orden des geheimen Baumes – Die Magierin
2. Der Orden des geheimen Baumes – Die Königin

Veröffentlicht am 02.03.2021

Lucien gefiel mir richtig gut!

Someone to Stay
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Klappentext
„Kann ich es wagen, mein Herz über meinen Verstand zu stellen? Aliza weiß nicht, wo ihr der Kopf steht. Nicht nur versucht sie, ihr Jurastudium durchzuziehen, sie hat auch mit ihrem erfolgreichen ...


Klappentext
„Kann ich es wagen, mein Herz über meinen Verstand zu stellen? Aliza weiß nicht, wo ihr der Kopf steht. Nicht nur versucht sie, ihr Jurastudium durchzuziehen, sie hat auch mit ihrem erfolgreichen Instagram-Account alle Hände voll zu tun, und ihr erstes Kochbuch steht kurz vor der Veröffentlichung. Da kann sie sich keine Ablenkung erlauben - selbst dann nicht, wenn sie so attraktiv und faszinierend ist wie Lucien. Doch obwohl Aliza fest entschlossen ist, das heftige Prickeln zwischen ihnen zu ignorieren, fällt es ihr immer schwerer, sich von Lucien fernzuhalten. Dabei hat dieser seine ganz eigenen Gründe, warum die Liebe für ihn zurzeit an letzter Stelle steht ...“

Gestaltung
Das Cover ziert dieselbe Rauch- bzw. Qualmwolke wie schon die anderen beiden Bände der „Someone“-Reihe von Laura Kneidl. Auch dieses Mal sind die Farben wieder leicht geändert worden, wobei mir die helleren Pastelltöne gut gefallen, da sie dieses Mal intensiver und kräftiger leuchten. Hübsch finde ich nach wie vor, dass die Buchstaben des Titels in dem Rauch verschwinden und von diesem umrahmt werden.

Meine Meinung
Laura Kneidl ist eine Autorin, die vielfältig aufgestellt ist und die mich vor allem mit ihren Fantasytiteln überzeugt. Ich tauche zwischendurch aber auch an und an in New Adult Geschichten ein, sodass ich hier gerne zu mir bekannten Autoren greife. In „Someone to Stay“ geht es um Aliza, die neben ihrem Jurastudium auch ihren erfolgreichen Instagram-Account versorgt. Auch veröffentlicht sie ihr erstes Kochbuch, sodass sie alle Hände voll zu tun hat. Da kann sie Ablenkungen nicht gebrauchen, doch genau dann trifft sie auf Lucien – eine sehr attraktive Ablenkung…

Im Klappentext wurde schon angedeutet, dass auch Lucien Gründe dafür hat, dass er im Moment keine Liebesbeziehung führen möchte und dieser Teaser hat mich total neugierig gemacht. Beim Lesen klebte ich an den Seiten und wollte immer mehr wissen. Dabei bemerkte ich dann irgendwann, dass ich zu Lucien einen intensiveren Draht aufgebaut hatte als zu Aliza.

Ich fand, dass Lucien sehr gut ausgearbeitet worden ist und dass er sehr authentisch und realistisch wirkte. Er war sehr emotional und seine Geschichte hat mich für sich eingenommen. An Aliza habe ich auch Eigenschaften entdeckt, die sie mir sympathisch gemacht haben, aber ich hatte nie das Gefühl, dass ich ihr wirklich nahe war. Aber gut fand ich an ihr, dass ihr ihre Familie so wichtig ist, trotzdem ist sie im Vergleich zu Lucien für mich immer ein klein wenig untergegangen.

Toll fand ich die Vielfalt, die man in beiden Charakteren entdecken konnte, denn sie haben spannende Hobbies, Fähigkeiten, Jobs und Hintergründe, sodass es diesbezüglich nicht langweilig wird beim Lesen. Es hat mir auch gefallen, dass die Liebesgeschichte sich nicht zu sehr in den Vordergrund gedrängt hat. Vielmehr fügte sie sich in meinen Augen perfekt in das große Ganze ein. So fühlte es sich beim Lesen von „Someone to Stay“ an, als würde ich Mäuschen spielen und beim Leben zweier anderer Menschen zuschauen. Es ist eine Geschichte wie aus dem Leben gegriffen.

Fazit
Mit „Someone to Stay“ bekamen nun Aliza und Lucien ihre eigene Geschichte und ihr Rampenlicht. Mir persönlich hat Lucien sehr, sehr gut gefallen und in meinen Augen hat er Aliza sogar ein wenig die Show gestohlen. Er war für mich sehr authentisch und seine Geschichte total emotional. Gut gefallen hat mir auch, dass ich beim Lesen das Gefühl hatte, die beiden bei ihrem Alltag zu belgeiten und Zeuge zu werden, wie sie sich ganz nebenbei doch innig ineinander verlieben.
4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
1. Someone New
2. Someone Else
3. Someone to Stay