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Veröffentlicht am 23.08.2020

Etwas zu ruhiger Beginn, dafür aber später enormer Lesesog

Die Lügner
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Klappentext
„Wenn der Traum zum Alptraum wird

Jess Walker hält sich für wertlos und unscheinbar. Als sie jedoch ihr Studium beginnt, lässt sie Familie und Vergangenheit zurück und beschließt, sich neu ...


Klappentext
„Wenn der Traum zum Alptraum wird

Jess Walker hält sich für wertlos und unscheinbar. Als sie jedoch ihr Studium beginnt, lässt sie Familie und Vergangenheit zurück und beschließt, sich neu zu erfinden. Schnell findet Jess anziehende Vorbilder für ihr Vorhaben: Lorna Clay, die von Jess überaus bewunderte, exzentrische Literaturwissenschaftlerin. Und Alec, den charismatischen Journalisten, in den sie sich Hals über Kopf verliebt. Beide zeigen ihr, wie außergewöhnlich sie selbst und das Leben sein können.

Als Alec Jess’ Gefühle erwidert, glaubt sie am Ziel ihrer Träume angekommen zu sein. Doch dann reist Alec nach Südafrika – und wird wenige Tage später tot aufgefunden. Und plötzlich muss Jess alles infrage stellen, was sie je für die Wahrheit gehalten hat.“

Gestaltung
Mit der Farbkombination aus gelb und weiß, gefällt mir das Cover gut, weil gerade die gelben Umrisse des Waldes ziemlich cool aussehen. Dafür sorgen auch die kleinen Schatten an den Baumstämmen, denn so wirkt der Wald trotz seiner Farbe realistisch. Der Titel fügt sich auch sehr schön in das Gesamtbild des Covers ein, wobei die drei kleinen Figuren im Wald etwas fehlplatziert wirken, was es aber gerade interessant macht, das Cover anzusehen.

Meine Meinung
Die Geschichte von „Die Lügner“ klang ziemlich interessant, was vor allem an dem Titel und dem Klappentext lag, denn in dem Buch geht es um Jess, die ihr Studium beginnt und dafür ihre Vergangenheit zurücklässt. Sie sucht sich Vorbilder und ändert ihren Charakter und ihre Person. Eins der Vorbilder ist Alec, in den sich Jess verliebt und der bei einer Reise in Südafrika tot aufgefunden wird. Dies sorgt dafür, dass Jess Wahrheiten und Lügen erkennen muss…

Mir persönlich war „Die Lügner“ zu Beginn etwas zu ruhig, denn die Charaktere wurden eingeführt und das neue Leben der Protagonistin an der Universität und auf dem Campus. Dies fühlte sich für mich ein wenig lang an, weswegen ich mich hier ein wenig durchkämpfte. Doch mehr und mehr schlich sich eine unterschwellige Spannung in die Handlung ein. Die Atmosphäre wurde düsterer und dunkler, sodass sich auf einmal eine Anziehung um mich legte, die ich erst bemerkte, als ich das Buch über die Hälfte durchgelesen hatte. Das fand ich sehr erstaunlich und hat mir beim Lesen gut gefallen, denn dieser Sog zog mich immer tiefer hinein.

Tiefer in eine Mischung aus Krimi und Bildungs- bzw. Coming-of-Age-Roman. Es geht einerseits um die Entwicklung von Protagonistin Jess, die sich immer als unscheinbar empfunden hat. Mit der Zeit lernt sie, dass dem nicht so ist und dass das Leben mehr zu bieten hat, auch wenn es manchmal nicht den Anschein hat. Dies ist auch eine schöne Botschaft für die Leser. Hinzukommt aber auch ein Gestrick aus Lügen und Wahrheiten, die mit einer Krimihandlung verbunden werden. Die Mischung ist außergewöhnlich und cool!

Sehr gut gefallen hat mir auch, wie ich als Leserin die Perspektive von Jess einnahm und genauso wie die Protagonistin irgendwann nicht mehr wusste, was der Wahrheit entspricht und wem ich trauen kann. Man beginnt alles und jeden zu hinterfragen, wird skeptisch und ist verunsichert. Gleichzeitig versucht man aber auch hinter das Konstrukt aus Irrungen, Täuschungen und Lügen zu kommen und überlegt hier intensiv mit.

Fazit
Mit „Die Lügner“ hat Kate Weinberg eine gelungene Mischung aus Krimi und Bildungsroman erschaffen. Auch wenn ich den Einstieg in das Buch als etwas zu ruhig empfand, so breitet sich doch mehr und mehr die düstere Atmosphäre als spannender Lesesog über einen aus. Dadurch kann man sich irgendwann nur schwer vom Buch trennen, denn man möchte unbedingt wissen, wem Jess trauen kann und was denn die Wahrheit in dieser Geschichte ist.
4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
Einzelband

Veröffentlicht am 23.08.2020

Hat mir echt gut gefallen trotz einem kleinen Kritikpunkt

Das Gegenteil von Hasen
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Klappentext
„Sie sind in derselben Jahrgangsstufe und trotzdem in verschiedenen Welten. Julia, Marlene und Leonard im Zentrum der Aufmerksamkeit, der Rest irgendwo in ihrer Umlaufbahn. Dann geschieht ...


Klappentext
„Sie sind in derselben Jahrgangsstufe und trotzdem in verschiedenen Welten. Julia, Marlene und Leonard im Zentrum der Aufmerksamkeit, der Rest irgendwo in ihrer Umlaufbahn. Dann geschieht etwas, das alles verändert: Eines Morgens macht plötzlich eine Internetseite die Runde, die bis dato auf privat gestellt war. Darauf zu finden sind Julias ungefilterte Gedanken, Bomben in Wortform, die sich in kürzester Zeit viral verbreiten. Es sind Einträge, die ein ganz anderes Bild des beliebten Mädchens zeigen, das alle zu kennen glauben.

Wer hinter der Aktion steckt, ist zunächst unklar, doch nach und nach kommt heraus: Gründe dafür hätten einige.“

Gestaltung
Ich finde vor allem den Hasen auf dem Cover sehr gelungen, denn er ist sehr detailliert gezeichnet. Er sieht auch etwas übellaunig aus, was aber in gewisser Weise auch irgendwie zur Geschichte passt, da hier einige Charaktere keine schönen Dinge erfahren. Vor dem türkis-hellblauen einfarbigen Hintergrund hebt sich der Hase zudem sehr stark ab. Nicht ganz so gerne mag ich die gelbe Schrift auf diesem Hintergrund, da ich finde, dass sich Gelb immer nicht so gut lesen lässt.

Meine Meinung
Ein neues Werk von Anne Freytag. Da greife ich natürlich zu. Wenn dann noch ein Hase auf dem Cover ist, bin ich sowieso dabei! In „Das Gegenteil von Hasen“ geht es darum, dass die in der Schule beliebte Julia eine private Internetseite mit all ihren geheimsten Gedanken betreibt. Eines Tages jedoch wird diese Seite öffentlich gestellt, sodass die ganze Schule von Julias intimsten Gedanken erfährt. Auch über andere Mitschüler und Freunde von ihr.

Ein wenig fühlte ich mich an die Geschichte von „Love, Simon“ erinnert, bei der auch auf einmal etwas Privates öffentlich gestellt wird. Ich finde diese Thematik richtig gut gewählt, weil es den Nerv jugendlicher Leser trifft, aber gleichzeitig auch ältere Leser anspricht. Es zeigt, wie schnell das digitale Leben ist und wie leicht Geheimnisse ans Licht kommen können. Ich persönlich habe auch total mit Julia mitgelitten als all ihre geheimen Gedanken, die durchaus auch für andere brisant sind, an die Öffentlichkeit treten.

Hier hat die Autorin die Gefühlswelt der Jugendlichen nicht nur authentisch, sondern sehr nahbar und emotional eingefangen. Ich hatte einen Klos im Hals bei dem Gedanken, wie es mir gehen würde, würde ich in Julias Haut stecken. Bezüglich des Schreibstils von Anne Freytag kann ich auch weiter lobend erwähnen, dass die Beziehungsgeflechte zwischen den Jugendlichen total realistisch dargestellt wurden. Ich konnte darin echt einige Cliquenzusammensetzungen aus meiner eigenen Schulzeit wiederfinden und finde es klasse, dass es hier diesen Effekt des sich-in-der-Geschichte-Wiederfindens gibt!

Die öffentlich Gestellten Blogeinträge und die Verarbeitung dieser im Handlungsverlauf hatten auch eine interessante Botschaft, denn die Geschichte zeigt, dass man sich immer alles viel schlimmer vorstellt, als es dann wirklich wird. Das ist eine wichtige Botschaft, die ich mir persönlich auch mehr zu Herzen nehmen sollte. Dennoch fand ich diesbezüglich aber auch, dass die ganzen Stricke, die sich aus Julias Wortbomben entwickelt haben, etwas zu schnell abgehandelt wurden, denn sie wurden vergeben und vergessen und es gab auch positive Entwicklungen aus der ganzen Misere. Grundsätzlich finde ich, dass damit auch eine schöne Botschaft verbunden ist (auch aus Schlechtem kann etwas Gutes kommen), aber in meinen Augen ist es nicht ganz so realistisch, dass die Einträge nur ein paar Tage für Aufruhr sorgen. In meiner Schulzeit habe ich etwas ähnliches erlebt und da war der „Skandal“ wochenlang Thema und die Person, der es passiert ist, hatte sogar Monate später noch daran zu knabbern.

Richtig gut fand ich, dass bis zum Schluss des Buches nicht klar war, wer die Blogeinträge veröffentlicht hat. Hierdurch bleibt es nicht nur spannend, sondern man rätselt auch richtig mit, wer dahinterstecken könnte. Es werden diesbezüglich falsche Fährten gelegt, die dafür sorgen, dass man in seinen Vermutungen verunsichert wird. Auf diese Weise fiel es mir sehr schwer, das Buch aus den Händen zu legen, weil ich gerne mehr über die Hintergründe und Umstände der Veröffentlichung erfahren wollte.

Fazit
Mir hat „Das Gegenteil von Hasen“ mit seiner Thematik echt gut gefallen, da private Gedanken der Protagonistin an die Öffentlichkeit gelangen und hierdurch einiges an Aufregung entsteht. Aber nicht nur dadurch wird es spannend, auch die Frage, wer die Blogeinträge veröffentlich hat, beschäftigt den Leser bis zum Schluss! Auch wenn mir die Verarbeitung der Veröffentlichung von den Charakteren etwas zu schnell vorkam, fand ich all die damit verbundenen Botschaften sehr toll, gerade auch für jugendliche Leser! Dies ist ein Buch, aus dem man lernen kann ohne das Gefühl zu haben, belehrt zu werden!
4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
Einzelband

Veröffentlicht am 23.08.2020

Ein sehr anspruchsvolles Jugendbuch

Das Konsortium oder: Die ungenaue Zeit
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Klappentext
„1. Gesetz: Die Leuchttürme gehören dem Konsortium. Wer sie nutzt, zahlt.
2. Gesetz: Die Sterne gehören dem Konsortium. Wer sie beobachtet, ist des Todes.
3. Gesetz: Die Zeit gehört dem Konsortium. ...


Klappentext
„1. Gesetz: Die Leuchttürme gehören dem Konsortium. Wer sie nutzt, zahlt.
2. Gesetz: Die Sterne gehören dem Konsortium. Wer sie beobachtet, ist des Todes.
3. Gesetz: Die Zeit gehört dem Konsortium. Wer Zeit genau misst, stirbt.

Das Konsortium fackelt nicht lange. Als auffliegt, dass Mariettas Vater heimlich an einer genauen Uhr gearbeitet hat, wird er sofort verhaftet. Entsetzt nimmt Marietta die Uhr aus ihrem Versteck und ergreift die Flucht.
Ganz woanders erbt Charles, Sohn eines Leuchtturmbauers, einen Sextanten und beginnt, die Sterne zu beobachten. Als das Aufmerksamkeit erregt, muss er ebenfalls fliehen.
Auf verschlungenen Wegen lernen Marietta und Charles sich kennen. Beide besitzen sie etwas, das die Grundfesten des Konsortiums erschüttern kann …“

Gestaltung
Ich finde das Cover total interessant und auffällig, weil es sich von anderen Jugendbüchern abhebt. Das pastellige Orange in Kombination mit dem sandfarbenen Beige wirkt richtig hübsch. Das Highlight ist für mich aber das Motiv des Leuchtturms vor einem Ziffernblatt. Dies greift wunderbar wichtige Elemente aus der Handlung auf und gleichzeitig ist die Illustration sehr detailreich, sodass man viel entdecken kann, wenn man sich das Cover genau ansieht.

Meine Meinung
Als ich zum ersten Mal von der Handlung von „Das Konsortium oder die ungenaue Zeit“ gehört habe, war ich sofort interessiert, denn die Geschichte klang außergewöhnlich. In dem Buch von Martin Gries geht es um das sogenannte Konsortium, das knallharte Gesetze aufstellt. So ist es beispielsweise verboten die Sterne zu beobachten oder die Zeit zu messen. Doch sowohl Marietta als auch Charles tun genau dies und fliehen vor dem Konsortium. Auf ihrer Flucht lernen sie sich kennen und merken, dass sie Gegenstände besitzen, die gefährlich für das Konsortium werden können…

In meinen Augen ist „Das Konsortium“ eine Geschichte, die sich nicht einfach so nebenbei lesen lässt. Vielmehr verlangt sie ihrem Leser einiges ab, da man sich beim Lesen konzentrieren und aufmerksam sein muss, um die Handlung zu verstehen. Ich persönlich hatte zu Beginn leichte Startschwierigkeiten, weil ich nicht so richtig rein fand in die Geschichte. Es war zwar rätselhaft und mysteriös, was ich eigentlich liebe, aber mir anfangs noch zu trocken und zu schwer zu durchschauen. Dies legte sich jedoch mit der Zeit, denn es wurde immer spannender.

Wie gesagt: ich bin ein Leser, der gerne Rätsel und Geheimnisse löst und mit „Das Konsortium“ habe ich hier ein anspruchsvolles Werk gefunden, das meine Rätselvorliebe angesprochen hat. Hier muss man wirklich mitdenken und auch aufmerksam zwischen den Zeilen lesen. Auf diese Weise wird eine fesselnde Sogwirkung erzeugt, da ich durch immer neue Indizien immer wieder Theorien aufstellte, wieder verwarf und mir neue Vermutungen überlegte. Es gefiel mir, dass ich immer wieder in Unsicherheiten bezüglich meiner Ideen gestürzt wurde und meine Vorahnungen nur selten eintrafen, da ich so immer wieder überrascht wurde.

Dennoch denke ich, dass gerade auch die Komplexität der Geschichte dem Leser viel Aufmerksamkeit abverlangt und dies nicht für jeden Leser gemacht ist. Dieses sollte einem also vor dem Lesen bewusst sein, denn zwischendurch geht es auch mal etwas langatmiger zu. Generell kann und möchte ich auch nichts Genaueres über die Handlung verraten, außer dass mir persönlich die Idee des Konsortiums mit den strengen Regeln echt gut gefallen hat. Das Setting hat mich sehr fasziniert und mir eine Welt präsentiert, die ähnlich zu der unseren war und doch gänzlich für sich stand. Es ist ein unglaubliches Erlebnis in die Welt von „Das Konsortium“ einzutauchen!

Fazit
Mit „Das Konsortium“ hat Martin Gries ein Buch geschaffen, das in meinen Augen ein sehr anspruchsvolles Jugendbuch darstellt. Die Geschichte ist ziemlich komplex und gründlich geschildert, wobei sie die volle Aufmerksamkeit des Lesers abverlangt. Dies sollte dem Leser bewusst sein, bevor man zum Buch greift. Ich hatte leichte Schwierigkeiten, in die Geschichte hineinzufinden und fand es auch stellenweise etwas trocken. Doch dass das Buch mich zum Spekulieren und Rätseln animiert hat, fand ich richtig klasse.
4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
Einzelband

Veröffentlicht am 23.08.2020

Der Text war nicht so melodisch wie erhofft, aber die Botschaft ist dafür umso schöner

Leopeule
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Klappentext
„Weil jede Eule einzigartig ist!
Als Leopeule aus dem Ei schlüpft, staunen ihre Eltern nicht schlecht: Sie sieht ganz anders aus als ihre Eulengeschwister. Wo kommen die Flecken auf ihren ...


Klappentext
„Weil jede Eule einzigartig ist!
Als Leopeule aus dem Ei schlüpft, staunen ihre Eltern nicht schlecht: Sie sieht ganz anders aus als ihre Eulengeschwister. Wo kommen die Flecken auf ihren Federn her? Und warum passt sie nicht in den Vogelkindergarten, kann nicht fliegen und nicht singen? Ist sie ein hoffnungsloser Fall? Nein, ganz im Gegenteil: Leopeule zeigt allen, dass in jeder Eule - ganz egal wie sie auf die Welt kommt - etwas ganz Besonderes steckt!“

Gestaltung
Die für das Cover gewählte Illustration finde ich total passend und schön, denn man sieht den Moment, als die kleine Leopeule aus ihrem Ei geschlüpft ist. Die Eltern sind ganz verzückt und alle Tiere scheinen ein Lächeln auf den Schnäbeln zu haben. Mir gefällt auch der pastellgelbe Hintergrund, der super zu Leopeules Gefieder passt, aber nicht die Aufmerksamkeit von der Eule wegzieht.

Meine Meinung
Da es in „Leopeule“ um eine besondere Botschaft geht, wollte ich das Bilderbuch sehr gerne lesen und genauer unter die Lupe nehmen. In dem Buch ist nämlich Leopeule die Heldin. Die kleine Eule sieht anders aus als alle anderen. Mit gelbem Gefieder und braunen Flecken drauf. Sie kann auch nicht fliegen oder singen wie die anderen Vögel. Dafür kann Leopeule etwas, was alle anderen nicht können und damit wird sie zur Retterin…

Ich fand die Geschichte von „Leopeule“ so schön! Wie die kleine gelb-gefleckte Eule geboren wird, aufwächst und dabei merkt, dass sie anders ist als alle anderen, war richtig schön erzählt. Erst ist die Stimmung ein wenig verunsichert und ängstlich, genauso wie Leopeule. Sie probiert sich aus und entdeckt am Ende, dass in ihr eine wahre Heldin schlummert. Ab dem Moment wird die Stimmung auch bei Leopeule richtig gut und fröhlich!

Das Ende bzw. Leopeules besondere Fähigkeit fand ich dabei richtig überraschend und unerwartet, was mir gut gefallen hat, denn so gibt es eine süße Wendung, die eine schöne Botschaft vermittelt: egal wie du aussiehst, auch du bist besonders und kannst etwas, das niemand kann. So vermittelt das Buch, dass das Aussehen egal ist und dass jeder so akzeptiert werden sollte wie er oder sie ist. Außerdem lernen kleine Leser, dass jeder etwas Besonderes kann und dass jeder wichtig ist. Für mich als Leserin der älteren Generation war dies eine herzerwärmende Botschaft, die ich für sehr wichtig halte.

Die Autorin Nina Hundertschnee hat hier eine sehr schöne Geschichte erschaffen, die von kurzen versartigen Textblöcken erzählt wird. Ich fand den Text insgesamt gut erzählt, allerdings klang er für mich nicht ganz so melodisch, wie ich es mir erhofft hatte. Mancher Versatz zwischen zwei Textblöcken war mir zu abrupt, weswegen ich fand, dass sich die Geschichte für mich nicht ganz so flüssig lesen ließ.

Dafür ist der Text aber richtig gut mit den Illustrationen kombiniert. Stellenweise habe ich sogar den Eindruck gehabt, als würde der Text in der Illustration weitererzählt, was ich super cool fand, weil es so für die Kleinen mehr zum Entdecken gibt. Außerdem mochte ich den Illustrationsstil von Pe Grigo richtig gerne. Die Tiere sind richtig süß gezeichnet und die kleine Leopeule fällt auf jeder Seite auf wie ein bunter Hund. Die Illustrationen sind farbenfroh und verbreiten gute Laune. Außerdem bringen sie die Emotionen von Leopeule gut rüber, denn in den Momenten wo Leopeule verunsichert ist, sieht man ihr dies auch an.

Fazit
Wer auf der Suche nach einem Vorlesebuch für das Alter ab 4 Jahren ist, der sollte unbedingt zu „Leopeule“ greifen, denn dieses Bilderbuch bringt eine wichtige Botschaft mit sich: egal wie du aussiehst, du bist besonders und kannst sicher etwas, was andere nicht können! Dies ist eine Nachricht, die meiner Meinung nach von klein auf vermittelt werden sollte. Den Text fand ich nicht ganz so melodisch wie erhofft, dafür war er aber toll in die Illustrationen eingebunden und mit diesen verwoben. Die Illustrationen sind farbenfroh, lebendig und richtig süß.
4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
Einzelband

Veröffentlicht am 10.08.2020

Mit Asher hatte ich leichte Probleme

It was always you
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Klappentext
„Sie wollte niemals zurückkehren. Er wollte sie nie gehenlassen …
Vier Jahre ist es her, dass Ivy alles verlor. Kurz nach dem Tod ihrer Mutter hat ihr Stiefvater sie ins Internat abgeschoben, ...

Klappentext
„Sie wollte niemals zurückkehren. Er wollte sie nie gehenlassen …
Vier Jahre ist es her, dass Ivy alles verlor. Kurz nach dem Tod ihrer Mutter hat ihr Stiefvater sie ins Internat abgeschoben, weil sie sich ständig mit ihrem älteren Stiefbruder Asher stritt. Doch in diesem Sommer will ihr Stiefvater sie plötzlich unbedingt sehen und ruft sie zurück nach Hause – auf eine Insel an der Küste von New Hampshire. Dort trifft sie auch Asher wieder. Immer noch unausstehlich. Immer noch kompliziert. Und immer noch viel zu gut aussehend. Verdammt. Das Wiedersehen setzt ihr viel mehr zu, als sie erwartet hätte. Doch als Ivy erfährt, warum sie zurückkehren sollte, droht ihre Welt vollkommen auseinanderzubrechen …“

Gestaltung
Wie schön dieses Cover einfach ist! Ich finde den blau-grünen Hintergrund mit den weißen und gelben Lichteffekten in Form von Punkten total hübsch. Auch gefällt mir der gelbe Titelschriftzug davor, da dieser sich einerseits vom Hintergrund abhebt, andererseits aber auch schön mit ihm verschmilzt. Das Handlettering des Titels gefällt mir auch sehr gut, da die Schrift gut zu lesen ist und gleichzeitig stylisch aussieht.

Meine Meinung
Ich habe mich zuallererst in das Cover verliebt und danach wurde durch den Klappentext meine Neugierde geweckt, da ich schon mal eine Liebesgeschichte zwischen zwei Charakteren, die etwas ähnliches waren wie Stiefgeschwister, gelesen hatte. In „It was always you“ geht es um Ivy, die auf ein Internat geht, nachdem ihre Mutter starb und ihr Stiefvater sie dorthin abgeschoben hatte, weil sie sich immer mit ihrem Stiefbruder Asher stritt. Nun kehrt sie nach Hause zurück und begegnet auch Asher wieder, der widerstreitende Gefühle in ihr wachrüttelt.

Sehr gut gefallen haben mir die Handlettering-Seiten, die im Buch verteilt sind. Hier finden sich in schöner Handschrift tolle Zitate und Sätze, die an Sprüche oder Lebensweisheiten erinnern. Dabei fand ich, dass diese Seiten auch an den passenden Stellen in der Geschichte eingesetzt wurden. Zudem hatten sie einen Bezug zu „It was always you“, da sie dem Journal der Protagonistin Ivy entspringen. Aus Ivys Ich-Perspektive wird auch die Geschichte erzählt, sodass ich als Leserin sie gut kennen lernen konnte.

Ich persönlich fand es manchmal trotzdem schwer, Ivys Gedanken an bestimmten Stellen nachzuvollziehen. Dies war meist dann der Fall, wenn sie auf ihren Stiefbruder Asher trifft, für diesen ins Schwärmen gerät und in meinen Augen dann ihr Gehirn ausschaltet. Dann handelte sie ohne wirklich zu reflektieren und zu denken, was mögliche Konsequenzen ihres Handelns sein könnten. Insgesamt fand ich sie aber trotzdem in ihrem Handeln und Denken konsistent und verständlich. Generell hätte ich es aber auch hilfreich und spannend gefunden, ab und an in Ashers Sichtweise einzutauchen, um Einblicke in seine Gedanken zu erhalten.

Asher blieb für mich nämlich etwas undurchsichtig und in seinen Handlungen schwer nachzuvollziehen. In meinen Augen verhielt er sich teilweise recht wenig verantwortungsvoll, obwohl er schon Mitte zwanzig ist und das war etwas, womit ich mich doch ein wenig schwer tat. Trotzdem konnte er auch charmant und süß sein, was mich dann doch wieder zum Schmelzen brachte. Bei ihm war ich tatsächlich ziemlich hin und her gerissen, was mich im Nachhinein denken ließ, dass ich mich da vermutlich ähnlich wie Ivy fühlte.

Die Handlung wurde für mich vor allem dadurch spannend, dass einerseits zwischen Ivy und Asher aufgrund ihrer Geschwisterbindung Liebesgefühle eigentlich verboten sind und durch den Grund für Ivys Stiefvater, sie zurück zu holen. Durch die verbotenen Gefühle wird es ziemlich brisant und in gewisser Weise auch spannend, weil man sich fragt, wie und vor allem in welche Richtung sich die Beziehung zwischen den beiden Geschwistern entwickeln wird.

Fazit
In „It was always you“ steckt eine Vielzahl an Themen: neben einer Familiengeschichte verbirgt sich auch die verbotene Liebe zwischen Stiefgeschwistern in diesem Buch. Ich fand die Frage, wie sich die Beziehung zwischen Ivy und Asher entwickeln würde echt spannend. Etwas gestört hat mich allerdings, dass Ashers Handlungen teilweise für mich unverständlich waren, da er meiner Meinung nach oft recht verantwortungslos gehandelt hat. Die Seiten mit Handlettering-Sprüchen fand ich super in das Buch integriert, da die Sprüche zum Inhalt passten und sie eine Bedeutung in der Geschichte haben.
Knappe 4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
1. It was always you
2. It is alway love (erscheint am 15.September 2020 auf Deutsch)