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Veröffentlicht am 15.04.2020

Anfangs hätte ich gerne mehr gerätselt, aber ansonsten bin ich komplett überzeugt worden

Kinder des Windes
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Anfangs hätte ich gerne mehr gerätselt, aber ansonsten bin ich komplett überzeugt worden

Klappentext
„Der Wind flüstert Lola Geheimnisse zu, sie kann sich beinahe lautlos bewegen und wenn sie wütend ist, ...

Anfangs hätte ich gerne mehr gerätselt, aber ansonsten bin ich komplett überzeugt worden

Klappentext
„Der Wind flüstert Lola Geheimnisse zu, sie kann sich beinahe lautlos bewegen und wenn sie wütend ist, spürt sie in sich eine Kraft, die ihr Angst macht. Warum ist sie so anders? Pablo kennt die Antwort, denn die beiden teilen ein Schicksal. Sie sind Kinder des Windes und damit in großer Gefahr!“

Gestaltung
Ich finde das Cover sehr beeindruckend gestaltet mit der Illustration eines Mädchens, dessen Haare im Wind wild herumwehen. Umgeben ist sie von zwei Greifvögeln und Windströmungen, die in brauner Farbe dargestellt sind. Im Hintergrund sieht man passend zum Thema des Buches Wolken und auch die hauptsächlich blaue Farbe passt gut hierzu. Mir gefällt besonders der Rahmen, der die Illustration umgibt, da er schöne Muster beinhaltet. Auch mag ich das Schild mit dem Titelschriftzug gerne, da es sich abhebt.

Meine Meinung
Der Klappentext von „Kinder des Windes“ klang sehr vielversprechend, sodass ich gespannt auf die Geschichte wurde. In dem Buch geht es um Lola, die schon immer gespürt hat, dass sie anders ist. Sie hat eine besondere Verbindung zum Wind und erlebt einige geheimnisvolle Dinge. Eines Tages taucht der Junge Pablo auf. Erst durch ihn erhält Lola eine Erklärung für alles: sie ist wie Pablo ein Kind des Windes. Mit dieser Gewissheit wird es aber nicht ruhiger für Lola. Im Gegenteil: sie schwebt in großer Gefahr und wird verfolgt…

Die Idee des Buches fand ich richtig klasse, was vor allem daran lag, dass sie mir bisher noch nirgends begegnet ist. Außerdem gefiel mir der Einfallsreichtum. In „Kinder des Windes“ geht es um die gleichnamigen Kinder, deren Väter die Winde sind und die über besondere Gaben verfügen. Durch Personifikationen werden die Winde dabei menschlich, indem sie Namen und Gefühlsregungen bekommen. Dies hat mir richtig gut gefallen, weil ich die Idee richtig neu fand.

Die Geschichte beruht auf der besonderen Verbindung zu den Winden und der damit verbundenen Magie. Dabei ist der Wind jedoch nicht nur positiv besetzt, sondern ein Wind verfolgt Lola. Auf diese Weise wird auch die gefährliche Seite der Winde gezeigt. Cool fand ich auch die Ideen, mit denen der Wind Lola jagt. So wurden beispielsweise verschiedene Geschöpfe erschaffen, die Lola jagten.

Dadurch, dass ich durch den Klappentext schon wusste, dass Lola ein Kind des Windes ist, ist mir persönlich am Anfang des Buches ein wenig der Rätselspaß abhandengekommen. Die Geschichte beginnt ziemlich mitreißend und mit einem lauten Knall voller Action, was mir gut gefallen hat. Danach geht es um Lola und ihre Herkunft. Hier hätte ich persönlich gerne mehr gerätselt und gerne selber herausgefunden, was es mit Lolas Eigenarten auf sich hat.

Die Handlung hat mir ansonsten aber gut gefallen, da es durch den bösen Wind, der Lola verfolgt, und die besonderen Fähigkeiten der Kinder des Windes zu einigen spannenden Situationen kommt. So wird in diesem Buch der Kampf von Gut gegen Böse thematisiert, wobei mir vor allem das Ende gut gefallen hat, weil es hier kämpferisch und rasant zuging, wovon ich immer ein großer Fan bin.

Fazit
Auch wenn ich anfangs gerne etwas mehr gerätselt hätte bezüglich der Herkunft der Protagonistin, konnte mich „Kinder des Windes“ mit seinen frischen Ideen überzeugen. Die Idee, die Winde zu personifizieren und ihnen besondere Kinder an die Seite zu stellen, fand ich richtig klasse und total spannend. Auch die Handlung konnte mich mitreißen und vor allem mit dem kämpferischen Ende überzeugen, da es hier richtig schwungvoll zuging.
4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
Einzelband

Veröffentlicht am 15.04.2020

Für mich etwas vorhersehbar, aber trotzdem schön

Freischwimmen
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Klappentext
„Originell, lustig und tiefgründig schreibt Adam Baron über ein Familiengeheimnis, wahre Freunde und die Überwindung von Angst – für Fans von "Wunder"

Eine herzzerreißende, urkomische Geschichte ...


Klappentext
„Originell, lustig und tiefgründig schreibt Adam Baron über ein Familiengeheimnis, wahre Freunde und die Überwindung von Angst – für Fans von "Wunder"

Eine herzzerreißende, urkomische Geschichte über die Dinge, die man selbst erfahren muss, weil einem Erwachsene mal wieder nichts sagen. Cym ist noch nie geschwommen – kein einziges Mal. Kein Wunder, dass ihn die Aussicht auf den ersten Schwimmunterricht in der Schule nervös macht. Andererseits – wie schwer kann das schon sein? Cym trägt schließlich die Badeshorts seines Vaters. Leichtherzig lässt er sich zu einem Wettkampf gegen seinen Widersacher hinreißen. Dass Cym dabei fast ertrinkt, hätte niemand erwartet. Dass der Unfall eine Familienkrise auslöst, erst recht nicht. Cym muss einer Wahrheit auf die Spur kommen, die sein Leben völlig auf den Kopf stellt. Doch das Beste ist, dass er dadurch echte Freunde gewinnt.“

Gestaltung
Ich finde es so toll, dass das gesamte Cover schimmert und glitzert, wenn man es im Licht bewegt! Das passt total gut zu dem hellen Blau und dem Wasser, welches den Großteil des Covers einnimmt. In diesem sieht man die Figur eines Jungen, der zur Wasseroberfläche aufzuschauen und wie ein Stein zu sinken scheint. Die Blasen, die ihn umgeben, verstärken diesen Effekt. Der Teddybär und das Familienportrait am rechten Bildrand deuten auf ein Familiengeheimnis hin…

Meine Meinung
Geschichten mit Tiefgang und Humor sind genau mein Ding und da „Freischwimmen“ nach genau einem solchen Buch klang, hab ich natürlich gerne dazu gegriffen. In dem Buch geht es um Cymberline, kurz Cym genannt, dessen Vater starb als er noch sehr klein war. Beim Schwimmunterricht in der Schule ertrinkt Cym dann fast, sodass seine Mutter gänzlich verzweifelt. Dies ist der Anfang von Cyms Suche nach Antwoten auf all seine Fragen, denn seine Familie scheint ein Geheimnis vor ihm zu verbergen…

Tatsächlich fand ich die Handlung etwas vorhersehbar. Ich hab beim Lesen einfach schnell erahnt, worauf die Geschichte hinauslaufen würde und war am Ende auch nicht überrascht als es so kam. Dies fand ich zwar nicht schlimm, aber über ein paar kleinere Überraschungen beim Lesen hätte ich mich doch gefreut. Dennoch mochte ich die Geschichte gerade wegen ihrer Botschaft gerne, sodass ich mich damit abfinden konnte, dass manches etwas leicht zu erahnen war.

Mir gefiel es gut, dass Cyms Geschichte verdeutlicht, dass es nicht gut ist, von Familiengeheimnissen abzulenken und diese jahrelang totzuschweigen. Weder für Cyms Mutter noch für ihn selber. Beispielsweise fehlt Cym jegliche Art an Bindung zu seinem Vater, was meiner Ansicht nach nicht nur daran liegt, dass er erst ein Jahr alt war als sein Vater starb. Aber auch Cyms Alltagsleben fand ich authentisch und gut aufgegriffen, da er alle Hände voll zu tun hat mit seinen Freunden und Klassenkameraden.

So geht es auch um die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Cym und beispielsweise seinem besten Freund Lance, mit dem Cym sich streitet. „Freischwimmen“ verdeutlicht die verschiedenen Stadien, in denen sich Freundschaft befinden kann. Außerdem zeigt das Buch auf gefühlvolle und schöne Weise, dass auch Menschen, mit denen man überhaupt nicht rechnet, zu Freunden werden können. Dies fand ich sehr bewegend und berührend. Das Thema Freundschaft passte für mich gut zu der Geschichte von Cym.

Toll fand ich die Gestaltung des Textes, denn in den Text sind nicht nur Illustrationen eingearbeitet, sondern auch mit der Gestaltung der Buchstaben wurde gearbeitet. So gibt es beispielsweise Wörter und Sätze, die dick- oder großgedruckt sind, je nachdem welche Wirkung die Worte erreichen sollen. Ausrufe beispielsweise sind so nicht nur in Großbuchstaben gehalten, sondern auch fettgedruckt, was deren Bedeutung untermalt. Dies fand ich eine tolle Idee, die das Buch besonders macht!

Fazit
„Freischwimmen“ ist eine schöne Geschichte über Verlust und Freundschaft. Vor allem die Aussage, dass auch Menschen, mit denen man nicht rechnet, zu Freunden werden können, fand ich sehr ergreifend und schön. Die Handlung war für mich doch etwas vorhersehbar, da ich schnell geahnt habe, worauf die Geschichte hinauslaufen würde, aber dennoch konnte mich das Buch gut unterhalten und emotional berühren, da es tiefgründig ist mit schönen Botschaften.
4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
Einzelband

Veröffentlicht am 15.04.2020

Ein guter erster Band, der durchaus neugierig auf seine Fortsetzung macht

Four Keys – Die Stadt im Schatten
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Klappentext
„Auf den ersten Blick ist Four Keys eine friedliche Kleinstadt …

Im Schatten von Four Keys lauert eine altbekannte Gefahr: eine Bestie, die vor Generationen überlistet und in eine Parallelwelt ...

Klappentext
„Auf den ersten Blick ist Four Keys eine friedliche Kleinstadt …

Im Schatten von Four Keys lauert eine altbekannte Gefahr: eine Bestie, die vor Generationen überlistet und in eine Parallelwelt verbannt wurde. Als drei entstellte Leichen gefunden werden, ist klar, dass die Bestie einen Weg aus ihrem Gefängnis gefunden hat. Nun liegt alle Hoffnung auf vier Jugendlichen: Justin, Harper, Isaac und Violet. Jeder von ihnen hat eine übernatürliche Gabe, um die Gefahr abzuwenden. Die Voraussetzung dafür: Sie müssten zusammenarbeiten. Doch verdeckte Geheimnisse, unerwiderte Gefühle und Intrigen aus der Vergangenheit stehen ihnen dabei im Weg …“

Gestaltung
Passend dazu, dass es in dem Buch um eine Kleinstadt geht, sieht man am oberen Bildrand eine Reihe von gutbürgerlich aussehenden Wohnhäusern. Gestört wird diese Idylle durch den Titel in Neon-Leuchtbuchstaben, welcher von einer eingeschlagenen Scheibe umrahmt wird. Den Rand eines Waldes erkennt man gespiegelt am unteren Bildrand und vor diesem stehen vier Jugendliche, die von einem hellen Licht angestrahlt werden und deren Schatten zum Betrachter fallen, da sie diesem den Rücken zuwenden.

Meine Meinung
Mit Geschichten, in denen Personen übernatürliche Fähigkeiten haben, kriegt man mich immer und so wollte ich „Four Keys – Die Stadt im Schatten“ unbedingt lesen. In dem Buch geht es um die Stadt Four Keys, die von einer grausamen Bestie bedroht wird, die schon einige Menschen auf dem Gewissen hat. Nur vier Jugendliche mit übernatürlichen Fähigkeiten können die Bestie aufhalten, doch zwischen den jungen Menschen steht eine große Mauer aus Gefühlen…

„Four Keys“ spielt in einer Kleinstadt, die einerseits sehr real erscheint und andererseits vom Übernatürlichen bestimmt wird. So gibt es eine in eine Parallelwelt verbannte Bestie, Gründerfamilien und besondere Gaben. Diese Idee fand ich richtig genial, weil sie für mich eine Mischung aus modernen und alten Elementen hatte. Das sogenannte Grau lockt dabei ein Opfer nach dem anderen in seine Welt, weswegen es Leichen gibt. Hierdurch kommt auch ein wenig Thrill in die Geschichte hinein.

Dabei empfand ich die Geschichte aber auch als durchaus komplex, da ich die Geschichte schon als etwas verschachtelt empfunden habe. Es gibt soetwas wie verschiedene Erzählschichten in dem Buch, denn zum einen geht es um die Jugendlichen, deren Verbindungen zueinander und deren Gefühle. Zum anderen geht es aber auch um die Stadt, die Bestie und die Parallelwelt. Hier musste ich beim Lesen aufpassen, damit mir nichts entgeht und ich die Fäden beieinander halten kann. Je enger die Fäden sich gezogen haben, desto besser gefiel mir jedoch die Geschichte. Es wird jedoch auch noch nicht alles geklärt, weswegen ich neugierig auf die Fortsetzung bin.

Die Protagonisten von „Die Stadt im Schatten“ haben mir aufgrund ihrer unterschiedlichen Verbindungen zueinander gut gefallen. So sind manche von ihnen bereits befreundet, während andere neu zur Gruppe dazu stoßen oder anderweitige Gefühle involviert sind. Die Gruppendynamik hat mir persönlich gut gefallen, weil diese immer wieder an Stellen, in denen die Handlung gerade etwas ruhiger wurde, für Spannung sorgte. Gut fand ich auch, dass die Charaktere sehr unterschiedlich waren, genauso wie ihre Gaben.

Fazit
„Four Keys – Die Stadt im Schatten“ ist ein Auftaktband, der einige Fragen beantwortet, aber auch manches für seine Fortsetzung offen lässt. Die Idee und das Setting haben mir gut gefallen, weil ich gerne Geschichten über Menschen mit besonderen Kräften lese. Dabei ist die Geschichte durchaus auch komplex aufgebaut und je enger die Fäden zusammen gezogen werden, desto besser wird sie. Die Hauptfiguren haben eine spannende Gruppendynamik, da es divers Verbindungen zwischen ihnen gibt, die für Spannung sorgen.
4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
1. Four Keys – Die Stadt im Schatten
2. ???

Veröffentlicht am 15.04.2020

Ich bin Leigh Bardugo verfallen, obwohl ich nicht komplett von dem Buch überzeugt wurde

Das neunte Haus
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Klappentext
„MORS VINCIT OMNIA
Der Tod besiegt alles
Wahlspruch von Haus Lethe

Acht mächtige Studenten-Verbindungen beherrschen nicht nur den Campus der Elite-Universität Yale, sondern nehmen seit Generationen ...

Klappentext
„MORS VINCIT OMNIA
Der Tod besiegt alles
Wahlspruch von Haus Lethe

Acht mächtige Studenten-Verbindungen beherrschen nicht nur den Campus der Elite-Universität Yale, sondern nehmen seit Generationen Einfluss auf Politik, Wirtschaft und Gesellschaft der USA – das neunte Haus jedoch überwacht die Einhaltung der Regeln. Denn die Macht der Verbindungen beruht auf uralter, dunkler Magie: So können die Mitglieder der »Skull & Bones« die Börsenkurse aus den Eingeweiden lebender Opfer vorhersagen, während Haus Aurelian durch Blutmagie Einfluss auf das geschriebene Wort nehmen kann – ebenso hilfreich für Juristen wie für Bestseller-Autoren …

Als auf dem Campus von Yale eine Studentin brutal ermordet wird, sind die Fähigkeiten der Außenseiterin Alex Stern gefragt, die eben erst vom neunten Haus rekrutiert wurde: Nur Alex ist es auch ohne den Einsatz gefährlicher Magie möglich, die Geister der Toten zu sehen. Um eine Verschwörung aufzudecken, die weit über 100 Jahre zurückreicht, muss Alex ihre Fähigkeiten bis aufs Äußerste ausreizen.“

Gestaltung
Ich bin total begeistert von der edlen Gestaltung dieses Buches. Die blauschwarze Schlange, die sich über das Cover durch die Buchstaben des Titels zieht, glänzt nicht nur, sie ist auch erhaben, sodass man ihr Schuppenkleid fühlen kann. Auch der Titelschriftzug und der Autorenname glänzen silbern, was ein cooler Effekt ist. Ansonsten ist der Hintergrund schlicht Blau gehalten, wodurch der Fokus auf die übrigen Elemente gelenkt wird.

Meine Meinung
Neues von Leigh Bardugo! Ich liebe ihre Ketterdam-Dilogie und das gesamte Grishaverse. Darum war ich super gespannt als sie mit „Das neunte Haus“ einen Reihenauftakt vorlegte, der nicht in eben jenem Universum zu verorten ist. In ihrem neusten Buch gibt es aber auch Magie, denn die acht geheimen Gesellschaften der Yale Universität praktizieren hier Magie. Jede Gesellschaft eine andere. Dabei gibt es ein neuntes Haus, das alles überwacht. Protagonistin Alex studiert an der Universität und hat die Gabe Geister zu sehen. Als neues Mitglied des neunten Hauses wird sie auf einen Mord auf dem Campus angesetzt…

Von den anderen Geschichten der Autorin bin ich deren Komplexität gewohnt. Auch in „Das neunte Haus“ gestaltet sich die Handlung wieder komplex und auch durchaus kompliziert. Es gibt verschiedene Zeitebenen und Wechsel zwischen diesen. Zwar wusste ich beim Lesen, dass ich mich auf Frau Bardugo verlassen kann und dass sie alles aufklären und verbinden wird, aber gerade zu Beginn der Geschichte habe ich doch einige Nerven gelassen. Ich war etwas verwirrt durch die Zeitsprünge und musste mich stark auf die Geschichte konzentrieren. Es dauerte bis sich bei mir der Effekt einstellte, den ich von der Autorin kenne und mag: nämlich dass ich mich den verschiedenen Erzählschienen hingebe und immer wissen möchte, wie der jeweilige Strang weitergeht.

Cool fand ich die Verbindung von Realität und Magie. Die acht geheimen Gesellschaften gibt es in Yale wirklich und nur das neunte Haus und die Magie hat Frau Bardugo „dazuerfunden“. Dabei fand ich die Idee hinter allem aber durchaus realistisch, denn in der Vergangenheit hat sich die Magie zurückgezogen, bis sie nur noch in Yale ihr Wissen speicherte und praktizierte. Die Art und Weise der Magie passt auch richtig gut zu unserer Gesellschaft, denn es können Börsenkurse vorhergesagt oder Wörter beeinflusst werden. Alles ziemlich praktische Alltagsdinge, die große Wirkung erzielen. Was für eine coole Idee!

Eingebettet in das magische Geschehen ist eine Geschichte, die einem Thriller gleicht. So gibt es einen Mord, dem Protagonistin Alex genauer auf die Schliche kommen möchte, da sie mehr dahinter sieht. Die Aufklärung dieser Geschehnisse empfand ich als sehr spannend vor allem weil es so viele Handlungszweige gibt, die damit verbunden und auch nicht verbunden sind. Hier kommt eine Komplexität auf den Leser zu, die ihresgleichen sucht, denn einerseits wird der Fall mit Beweisen aufgeklärt, andererseits spielt aber Magie eine große Rolle. Wie kann ein klarer Verstand also mit nüchternen Fakten agieren wenn es doch auch magisch zugeht? Echt spannend, kann ich dazu nur sagen!

Fazit
Ich liebe Leigh Bardugo. Auch ihr neustes Buch fand ich wieder beeindruckend und großartig. In „Das neunte Haus“ zeigt die Autorin wieder ihr einmaliges Schreibtalent, bei dem sie in mehreren Schichten erzählt, diese nach und nach abzieht und sie zum Ende hin miteinander verbindet. Zu Beginn hat mich dies zwar auch einige Nerven gekostet, weil vieles verwirrend war, aber mit der Zeit fand ich mich immer besser zurecht, weswegen ich mich nicht mehr von der Lösung des Mordfalls lösen konnte. Auch die Verbindung von Realität und Magie fand ich richtig klasse und realistisch!
Gute 4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
1. Das neunte Haus
2. ???

Veröffentlicht am 15.04.2020

Gute Ansätze und spannende Szenen werden teilweise etwas von Langatmigkeit überdeckt

Shadowscent - Die Blume der Finsternis
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Klappentext
„Ausgerechnet am Blütenmond passiert in den geheimen Gärten der Hüterin der Düfte die Katastrophe: Der Kronprinz, der gerade erst angereist war, liegt vergiftet am Boden. Rakel, der armen Dienerin ...

Klappentext
„Ausgerechnet am Blütenmond passiert in den geheimen Gärten der Hüterin der Düfte die Katastrophe: Der Kronprinz, der gerade erst angereist war, liegt vergiftet am Boden. Rakel, der armen Dienerin mit einem besonderen Talent für Düfte, und Ash, dem Leibwächter des Prinzen, fällt die eigentlich unlösbare Aufgabe zu, das rettende Gegenmittel zu finden. Dafür müssen die beiden kryptische Geheimnisse aus uralten Zeiten entschlüsseln und ihre eigenen verborgenen Wahrheiten erkennen …“

Gestaltung
Mir gefällt das Cover mit all den Verschnörkelungen gut, weil mich diese ein wenig an alte Stuckverzierungen an Zimmerdecken von alten Schlössern erinnern. Das Muster ist filigran und passt auch gut zum Blumen- bzw. Duftthema des Buches. Auch finde ich die dunklen Farben interessant, weil das Cover durch die Lilatöne düster wirkt, aber die Kombination mit weiß und beige sorgt auch für ein freundliches Aussehen.

Meine Meinung
Die Geschichte klang beim Lesen des Klappentextes sehr verführerisch und dramatisch, weswegen ich unglaublich gespannt auf das Buch war. In „Shadowscent – Die Blume der Finsternis“ ist der Kronprinz des Landes Aramtesch vergiftet worden. Es kommt der Dienerin Rakel und dem Leibwächter des Prinzen die Aufgabe zu, das Gegenmittel zu finden. Um diese Aufgabe zu lösen, müssen die beiden nicht nur Aufgaben lösen, die unlösbar scheinen, sondern sich auch aufeinander verlassen…

Interessant fand ich das Setting des Buches, denn im Land Aramtesch spielen Düfte eine große Bedeutung. Selbst in Redensarten beziehen sie sich auf Gerüche. Diese Idee fand ich interessant, denn Aramtesch ist ein in meinen Augen leicht arabisch angehauchtes Land, wozu das Duftthema gut passt. In diesem Zusammenhang spielen verständlicherweise auch Blumen eine wichtige Rolle und so wird die Idee der wichtigen Bedeutung der Düfte auf mehreren Ebenen in dem Buch deutlich.

Auch das Setting bezieht sich immer wieder auf sein arabisches Flair, wobei ich persönlich leichte Schwierigkeiten hatte, mir bestimmte Orte oder Landschaften vorzustellen. Zwar hat die Autorin Andeutungen gemacht und Erklärungen der Ländereien und des Weltenentwurfs angeschnitten, aber ganz ausgeführt wurden diese in meinen Augen nicht. Hier hätte ruhig etwas mehr ins Detail gegangen werden dürfen, da ich durchaus den Eindruck hatte, als wäre das Setting gut durchdacht gewesen. Ich bin jedoch sehr gespannt, ob sich im zweiten Band diesbezüglich Erkenntnisse gewinnen lassen, denn ich fand, dass es einige Andeutungen gab, die auf eine mögliche Thematisierung in der Fortsetzung hoffen lassen.

Die Handlung fand ich etwas fade und zu trocken. Gerade zu Beginn passierte nicht viel und auch im weiteren Verlauf hatte ich persönlich mehr Ereignisse und mehr Dramatik erwartet. Zunächst werden die Situation eingeleitet und die Figuren eingeführt, was durchaus wichtig ist, wo man aber auch gerne schon etwas temporeicher hätte werden können. Als dann Rakel und Ash zur Reise bzw. Suche nach dem Gegenmittel für den Prinzen aufbrechen, gibt es zwar einige Hindernisse, aber diese wurden doch jedes Mal recht problemlos gelöst, wodurch auch hier für mich nicht so ganz der erwartete Nervenkitzel auftauchte. Generell fand ich schon, dass es viele spannende oder auch überraschende Momente und aufwühlende Szenen gab, dass diese aber angesichts manch einer in die Länge gezogenen Szene, etwas untergingen.

Sehr gut gefallen hat mir wie sich die Beziehung zwischen Rakel und Ash entwickelt, denn hier findet eine richtige Entwicklung statt. Am Anfang sind sie einander noch fremd und durch ihre starke Verschiedenheit passen sie auch augenscheinlich zunächst irgendwie nicht zusammen. Aber mit jeder Seite nähern sie sich an, werden zu einem Team, das sich toll ergänzt und deren Fähigkeiten gut zusammen passen. Auch entstehen langsam Gefühle, sodass die Liebesbeziehung nicht so schnell abläuft, sondern in meinen Augen realistisch bleibt.

Fazit
Etwas schade war, dass in der Handlung manche langatmige Szenen die guten, spannungsreichen Momente teils überlagert haben. So wirkte die Handlung ein wenig in die Länge gezogen, obwohl es einige gute Szenen gab. Das Thema der Düfte fand ich in „Shadowscent – Die Blume der Finsternis“ echt spannend, denn es wird an vielen Stellen aufgegriffen und passt auch toll zum arabisch angehauchten Setting. Außerdem gefiel mir die Entwicklung der Beziehung zwischen den beiden Hauptfiguren echt gut, da diese zu einem Team werden und mit der Zeit zusammenwachsen.
Knappe 4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
1. Shadowscent – Die Blume der Finsternis
2. Shadowscent – Die Krone des Lichts (erscheint am 15. Dezember 2020 auf Deutsch)