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Veröffentlicht am 14.03.2018

Die Spannung steigert sich mit jeder Seite!

Fire & Frost, Band 1: Vom Eis berührt
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Klappentext
„Ruby lebt in ständiger Gefahr, denn sie besitzt die Gabe, mit Feuer zu heilen und zu zerstören. Und Firebloods wie sie werden von der Frostblood-Elite des Königreichs gnadenlos gejagt. Als ...

Klappentext
„Ruby lebt in ständiger Gefahr, denn sie besitzt die Gabe, mit Feuer zu heilen und zu zerstören. Und Firebloods wie sie werden von der Frostblood-Elite des Königreichs gnadenlos gejagt. Als die königlichen Soldaten Ruby aufspüren, wird sie ausgerechnet von dem jungen Frostblood-Krieger Arcus gerettet. Kälte und Eis sind seine Waffen, doch er braucht Rubys Feuer, um eine Rebellion gegen den verhassten König anzuzetteln. Ruby weiß, dass sie einem Frostblood nicht vertrauen sollte, doch jede Berührung zwischen ihnen knistert wie eine Flamme im Schneesturm. Sie ahnt nicht, welch dunkles Geheimnis sich hinter seiner eisigen Fassade verbirgt …“

Gestaltung
Meine Aufmerksamkeit hat vor allem dieses grandiose Buchcover erregt, denn die Farbkombination sieht echt klasse aus! Vor allem mag ich aber den Hintergrund und das Schloss, das darin verschwindet und die Haare des Mädchens, die brennen. Ihr Gesicht sieht mit den roten Lippen auch richtig schön aus. Vor dem weißen Hintergrund kommen all diese Farben richtig gut zur Geltung! Alles passt super zusammen: die Farben (die auch zum Titel passen) und die silbernen Funken im Haar sind nochmals ein richtiger Eyecatcher.

Meine Meinung
Zunächst hat mich das wunderschöne Cover total geflasht, sodass ich dann den Klappentext und die Leseprobe gelesen habe und aufgrund dessen schließlich unbedingt das Buch lesen wollte. Und ich bin wirklich froh, dass ich zu dieser spannenden, rasanten Geschichte gegriffen habe, denn „Fire & Frost“ hat mir wirklich sehr gut gefallen.

Zunächst hat mich die Idee des Buches von sich überzeugt, denn es geht um sogenannte Fire- und Frostbloods, die entsprechend ihres Namens verschiedene Fähigkeiten haben. Diese Grundidee fand ich unheimlich ansprechend und spannend, denn in dieser Art und Weise ist mir sowas bisher noch nicht zwischen die Finger gekommen. Dabei spielt das gesamte Buch mit Gegensätzen: nicht nur Feuer und Eis, sondern auch Licht und Dunkel bzw. Schatten nehmen eine bedeutsame Rolle ein. Dabei empfand ich die Art, wie Autorin Elly Blake die Gegensätze aufbereitet hat, als sehr ansprechend, denn sie ist nicht in Klischees abgedriftet oder in ein schwarz-weiß-Denken. Vielmehr konnte ich auch gewisse Parallelen zu unserem Leben ziehen und erkennen, was mir sehr gefallen hat.

Interessant fand ich in diesem Zusammenhang auch die Figuren, da die Autorin hier einige verschiedene Charaktere aufgezeigt hat, die in manchen Fällen auch das Spiel mit den Kontrasten aufgegriffen haben. Gerade im Fall von Protagonistin Ruby und ihrem männlichen Pendant Arcus war dies der Fall. Ich persönlich empfand Ruby am Anfang des Buches jedoch als recht unüberlegt, unvorsichtig und wankelmütig, wobei viele ihrer Charaktereigenschaften zu ihrem Alter passten. Mit der Zeit hatte ich mich dann auch daran gewöhnt, sodass mir dies nicht mehr ganz so stark ins Auge gestochen ist. Zudem erhoffe ich mir bei ihr noch eine starke Charakterentwicklung im Verlauf der Reihe. Arcus mochte ich sehr, denn er ist ruhig, besonnen und vernünftig. Zudem war er ein sehr geheimnisvoller Charakter, über den ich erst nach und nach mehr erfahren habe. So war mein Interesse an ihm geweckt.

Auch fand ich den Weltentwurf des Buches interessant, wobei ich diesbezüglich eine Karte oder genauere Erklärungen gut gefunden hätte, da ich beim Lesen gemerkt habe, wie durchdacht und detailliert das Setting von „Fire & Frost“ ist. Dies hätte die Autorin ruhig zeigen können, indem sie manche Zusammenhänge genauer erklärt. Dieses „fehlende Detail“ hat aber insgesamt meine Leseverständnis und meinen Lesefluss nicht beeinträchtigt, sodass es mich beim Lesen nicht groß gestört hat, aber es wäre nach wie vor ein schönes Gimmick gewesen.

Die Handlung des Buches empfand ich als sehr temporeich und rasant. Da ich ein großer Fan von Geschichten bin, die bei mir dafür sorgen, dass mein Herz vor Aufregung schneller schlägt, war ich hiervon natürlich richtig angetan. Die Szenerie wechselt in diesem Buch rasend schnell und Protagonistin Ruby gerät von einer dramatischen, gefährlichen oder brisanten Situation in die nächste bis schließlich alles am Ende in einem explosionsartigen Höhepunkt endet. Hier gab es auch packende Überraschungen, coole Auftritte und gefährliche Kämpfe, die mich geradezu mitgerissen haben.

Gleichzeitig fand ich es super, dass das Ende in sich abgeschlossen ist und mich zufrieden zurückgelassen hat, aber gleichzeitig doch noch mein Interesse und meine Neugierde für den zweiten Band geweckt wurden. Auf den Grund hierfür möchte ich gar nicht genauer eingehen, da dies zu viel spoilern würde, aber ich kann verraten, dass über dem Ende etwas Unheilverkündendes liegt, das eine kleine Aussicht auf die Folgebände gewährt.

Fazit
Mit „Fire & Frost – Vom Eis berührt“ habe ich ein temporeiches Abenteuer gelesen, das mir vor allem mit seiner Grundidee von Fire- und Frostbloods sehr gut gefallen hat. Die Handlung war super rasant und schnelllebig, wodurch ich das Buch kaum aus den Händen legen wollte. Zudem steigert sich die Spannung immer weiter bis sie am Ende in packenden Kämpfen und Enthüllungen explodiert. Protagonistin Ruby war für mich anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, aber mit der Zeit kam ich gut mit ihr zurecht. Auch mochte ich es, dass die Autorin mit Gegensätzen gespielt hat und diese auf ansprechende Weise in die Geschichte eingewoben hat.
4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
1. Fire & Frost – Vom Eis berührt
2. Fire & Frost – Vom Feuer geküsst (erscheint voraussichtlich am 1.Oktober 2018)
3. Nightblood (erscheint auf Englisch am 05.06.18)

Veröffentlicht am 11.03.2018

Fesselnde Thematik, gefährliche Jagd und kleines Rätselraten

Bloody Weekend. Neun Jugendliche. Drei Tage. Ein Opfer
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Klappentext
„Greer will eigentlich nicht dazugehören. Als Außenseiterin folgt sie zwar den unausgesprochenen Regeln des altehrwürdigen Internats St. Aiden – kein Handy, kein Internet, kein Plastik. Doch ...

Klappentext
„Greer will eigentlich nicht dazugehören. Als Außenseiterin folgt sie zwar den unausgesprochenen Regeln des altehrwürdigen Internats St. Aiden – kein Handy, kein Internet, kein Plastik. Doch sie weiß: Zu den "Medievals", der herrschenden Clique um den reichen Henry de Warlencourt, wird sie nie gehören. Als ausgerechnet sie eine der drei begehrten Einladungen erhält, ein Jagdwochenende auf Henrys Anwesen zu verbringen, fühlt sich Greer wider Willen geschmeichelt und sagt zu. Vor Ort wird allerdings schnell klar, dass dort weit mehr gejagt wird als nur Hirsche und Fasane. Mit zwei weiteren Jugendlichen kämpft Greer im Schatten des Anwesens schon bald um ihr Überleben ... und die Jagd ist erst der Anfang.“

Gestaltung
Der goldene Hirsch strahlt vor dem schwarzen Hintergrund richtig, was mir sehr gefällt. Zudem mag ich die Kombination dieser beiden Farben sehr gerne, da sie edel aussieht und das glänzende Gold dem Cover etwas Besonderes verleiht. Der Hirsch passt zudem super zur Handlung des Buches und er sieht außerdem sehr elegant aus. Die Schrift des Titels mit den Bluttropfen deutet auf die blutige Jagd im Buch hin und zudem hebt sie sich vom Rest des Covers ab, was es für mich sehr interessant macht.

Meine Meinung
Nachdem ich das erste Mal auf der Frankfurter Buchmesse vom Inhalt von „Bloody Weekend“ gehört hatte, wollte ich das Buch am liebsten sofort lesen und war geradezu gehyped auf die Geschichte, denn ich fühlte mich ein wenig an „Die Tribute von Panem“ (eins meiner Lieblingsbücher) erinnert. So war ich unheimlich neugierig, wie die Geschichte von „Bloody Weekend“ aufgebaut sein und wie sie mir gefallen würde. Meine Erwartungen waren dementsprechend hoch und glücklicherweise wurde ich nicht enttäuscht!

In „Bloody Weekend“ wird eine Gruppe Jugendlicher von den coolsten Kids der Schule zu einem Jagdwochenende eingeladen. Protagonistin Greer hätte mit dieser Einladung nie gerechnet, da sie zu den Außenseitern am angesagten Internat St. Aiden gehört. Aus ihrer Perspektive wird die Geschichte auch erzählt, wobei sie die Geschehnisse meist nüchtern, sarkastisch und jugendlich angemessen kommentiert. Der Schreibstil der Autorin ist dabei sehr fesselnd und lebendig, denn M.A. Bennett umschreibt das Setting und die Jagd sehr bildlich, wodurch ich mir alles gut vorstellen konnte und meist sofort innerlich ein kleiner Film vor mir ablief, in welchem ich die Geschehnisse ablaufen sah. Dies hat mir wirklich gut gefallen.

Aber gleichzeitig hatte ich manchmal auch kleinere Probleme mit der Erzählweise des Buches, denn Greer ist ein wahrer Film-Nerd, weswegen sie einige Vergleiche oder Anspielungen mit diesen anstellt. Hierbei kannte ich jedoch nicht jeden von Greer genannten Film, wodurch ich mich manchmal etwas außen vor gelassen fühlte. Nichtdestotrotz war ich aber begeistert von der Idee, dass Greer den Leser manchmal direkt anspricht oder ihm Fragen stellt, denn sowas ist mir noch nicht allzu oft begegnet und in diesem Buch hat es für mich auch wirklich gut gepasst, da dies mich dann doch wieder in die Geschichte hineingezogen hat.

Die Handlung des Buches hat mich dabei mehrmals überrascht und die Umsetzung der Jagd hat mir gut gefallen, da hier die Erlebnisse eines Wochenendes sehr rasant dargestellt werden. Die Jugendlichen erleben einige Gefahren und dramatische Ereignisse, die für Spannung sorgen. Gerade die Andeutung des Untertitels, dass es von neun Jugendlichen in drei Tagen ein Opfer geben wird, hat schon bei mir für Neugierde gesorgt und mich immens mitfiebern lassen. Allerdings gab es in diesem ganzen Mix aus Spannung, Rätsel, Rasanz und Dramatik einen Wermutstropfen: all die Mysterien und Andeutungen werden überschattet davon, dass Greers Erzählung im Rückblick geschildert wird. So weiß der Leser zu Beginn, was er zu erwarten hat und das Greer eine gewisse Verantwortung für einen Todesfall teilt. Dies sorgte dafür, dass ich schon wusste, worauf die Geschichte hinauslaufen würde und es nahm mir doch ein wenig den Spaß am Rätselraten, welches durch diesen Vorausgriff nicht mehr so unvoreingenommen stattfinden konnte.

Dennoch gab es in „Bloody Weekend“ zwischendurch kleinere Überraschungen oder versteckte Rätsel, die für Unterhaltung gesorgt haben. Besonders spannend fand ich auch die Thematik des Buches, denn eine Jagd habe ich in einem Jugendbuch bisher noch nicht mitverfolgt und diese sorgt auch für einige Rasanz durch die blutigen Ereignisse und Gefahren. So wurde mir das Lesen dann trotz Vorahnung einiger Ereignisse nicht langweilig! Vielmehr empfand ich die Erlebnisse der Jugendlichen als fesselnd.

Gut gefallen haben mir auch die Charaktere bzw. die Botschaft des Buches, die eng mit den Ursprüngen der Figuren einhergeht. An dem Eliteinternat, das Greer besucht, gibt es zwei Schichten: die Elite und die Unterschicht. Diese beiden Gruppen und ihre Position in der Gesellschaft bzw. in der Rangordnung werden bei der Jagd mehr als deutlich, denn „Bloody Weekend“ veranschaulicht sehr eindringlich, was die Folgen für die Figuren aus ihrer Schichtzugehörigkeit sind. So wird klar, wer das Sagen hat und wer gehorchen muss. Dies hat mich zum Nachdenken angeregt und ich finde das Thema auch sehr aktuell, was mir gut gefallen hat. Zudem sorgte diese Thematik bei mir für einige Gänsehautmomente, da die Autorin sie wirklich realistisch verpackt und nachvollziehbar dargestellt hat, wodurch ich mich gut in die Gefühlslagen der Charaktere hineinversetzen konnte.

Fazit
„Bloody Weekend“ greift mit der Schichtzugehörigkeit zur Elite und zur Unterschicht ein aktuelles Thema auf, das mich fesseln konnte und welches sehr eindringlich dargestellt wurde. Die Jagd hat zudem für einige Gänsehautmomente gesorgt, da sie gefährlich und spannend mitzuverfolgen war. Etwas schade fand ich, dass durch die rückblickende Erzählweise von Protagonistin Greer manch eine Entwicklung im Handlungsverlauf vorweggenommen wurde und so auch ein unvoreingenommenes Rätselraten nicht mehr ganz möglich war. Der Schreibstil der Autorin war dafür sehr fesselnd, denn er hat Bilder vor meinem inneren Auge entstehen und die Geschehnisse sehr lebendig werden lassen.
4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
Einzelband

Veröffentlicht am 07.03.2018

Schöne, kurzweilige Unterhaltung mit Themen, die viele Leser kennen

Der erste Blick, der letzte Kuss und alles dazwischen
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Klappentext
„Ab morgen wird Clare an der Ostküste studieren und Aidan auf ein College in Kalifornien gehen. Clare ist skeptisch, ob ihre Beziehung trotz der Entfernung zwischen ihnen bestehen kann. Dennoch ...

Klappentext
„Ab morgen wird Clare an der Ostküste studieren und Aidan auf ein College in Kalifornien gehen. Clare ist skeptisch, ob ihre Beziehung trotz der Entfernung zwischen ihnen bestehen kann. Dennoch lässt sie sich darauf ein, gemeinsam mit Aidan all die Orte aufzusuchen, die für ihre Liebe eine Rolle gespielt haben. Können zwölf Stunden Clares Entschluss beeinflussen? Im Morgengrauen ist der Moment der Wahrheit gekommen: Ist es eine Trennung auf Zeit oder ein Abschied für immer??“

Gestaltung
Das Cover ist mir sofort ins Auge gestochen, denn der dunkelblaue Hintergrund mit den bunten Lichtreflexen erinnert mich an eine Stadt. Vor diesem Hintergrund kommen der weiße Titel und die weißen Umrisse der Skizze eines Liebespaares super zum Vorschein. Der Titel sieht dabei aus, als sei er per Hand hingeschrieben worden, was für mich gut zur Skizze passt. Diese Zeichnung mag ich auch gerne, denn obwohl sie nur aus Umrissen besteht, sieht sie sehr lebendig und echt aus und passt schön zur Hintergrundkulisse der erleuchteten Stadt.

Meine Meinung
Von Jennifer E. Smith habe ich schon verschiedene Bücher gelesen, die mit gut gefallen haben. Darum war ich gespannt auf ihr neustes Werk. „Der erste Blick, der letzte Kuss und alles dazwischen“ erzählt die Geschichte von Clare und Aidan, die ihr Studium beginnen werden – jedoch an völlig unterschiedlichen, weit voneinander entfernt liegenden Orten. Für Clare ist dies der Grund, ihre Beziehung zu beenden. Allerdings begeben sie sich in der Nacht vor ihrem jeweiligen neuen Leben nochmals auf eine Art Spurensuche ihrer Liebesbeziehung. Sie suchen die wichtigsten Orte ihrer Liebe auf. Wird dies nochmal alles verändern oder werden sich die beiden wirklich trennen?

Die Geschichte versprach für mich eine schöne, kurzweilige Unterhaltung zu werden und genau das war sie auch. Durch den Schreibstil von Jennifer E. Smith flog ich geradezu durch die Seiten, denn die Autorin schreibt in leichten Sätzen und schafft es mit wenigen Worten viel zu sagen. Das Augenmerk liegt dabei auf Clares Gedanken und Sichtweise, wodurch mir diese Figur näher gebracht wurde als Aidan, was ich stellenweise etwas schade fand, da ich seine Ansichten nur aus Clares Perspektive wahrnehmen konnte. Gerne hätte ich auch Einblicke in seine Gedanken erhalten. Aber nichtdestotrotz hat die Autorin es trotz der wenigen Seiten des Buches geschafft, beiden Figuren Leben einzuhauchen.

Dies lag vermutlich vor allem daran, dass Clare und Aidan sich an einem Punkt im Leben befinden, an dem ich auch schon war und den ich gut nachvollziehen konnte, denn die beiden haben die Schule abgeschlossen und beginnen ihr Studium. Dies ist ein wichtiger Punkt im Leben eines Menschen und er bringt viele Veränderungen und auch Unsicherheiten mit. Dies hat die Autorin für mich sehr gut rüber gebracht und mit Clares Entschluss bzw. Unsicherheit darüber, die Beziehung zu beenden, schön veranschaulicht. Zudem ist dies Thema eines, das ich sehr wichtig finde, denn ich denke, dass jeder Mensch in seinem Leben einmal an einer Art Scheideweg stehen wird und so hat Jennifer E. Smith eine Thematik aufgegriffen, die viele Leser berührt und beschäftigt. Gerade, dass sie hier auch das Abschiednehmen, das mit einem solchen Punkt im Leben verbunden ist, thematisiert hat, fand ich gut.

Die Liebesbeziehung der beiden Figuren hat mir insgesamt auch gut gefallen, denn ich empfand sie nicht als zu kitschig oder gefühlsduselig. Vielmehr war sie eine schöne Ergänzung zu den Themen des Abschiednehmens, der Veränderung und des Scheidewegs im Leben. Die Handlung war dabei allerdings eher ruhig, womit ich allerdings schon gerechnet hatte. Sie verschafft eine schöne, kurzweilige Unterhaltung, die mir persönlich ein zufriedenes Lächeln auf die Lippen gezaubert und mir schöne Lesestunden beschert hat.

Fazit
„Der erste Blick, der letzte Kuss und alles dazwischen“ ist eine schöne Geschichte, die die Erlebnisse einer Nacht von Clare und Aidan erzählt. Ihre Liebesbeziehung war für mich nicht zu kitschig oder romantisch, sondern genau richtig. Ich hätte mir gewünscht, dass ich als Leser auch etwas tiefere Einblicke in Aidan und vor allem seine Gedanken sowie Ansichten bekomme, denn dies geschah nur aus Clares Perspektive. Besonders gefallen haben mir die Themen, die das Buch anschneidet, denn das Abschiednehmen, die Veränderungen und der Neuanfang nach dem Schulabschluss bzw. der Scheideweg an dem man sich zu dieser Zeit befindet, werden schön veranschaulicht.
4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
Einzelband

Veröffentlicht am 04.03.2018

Etwas langsamer Anfang, aber dafür mit überraschendem Ende!

Secret Zero. Das Spiel beginnt ...
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Klappentext
„Kyle Bradford ist beliebt am Internat Drayton, doch das ändert sich, als er in spektakuläre Überfälle verwickelt wird. Um seine Unschuld zu beweisen, muss Kyle den wahren Schuldigen finden: ...

Klappentext
„Kyle Bradford ist beliebt am Internat Drayton, doch das ändert sich, als er in spektakuläre Überfälle verwickelt wird. Um seine Unschuld zu beweisen, muss Kyle den wahren Schuldigen finden: ZERO, ein mysteriöser Meisterdieb, der seine Identität hinter einer silbernen Maske verbirgt. Kyle hat das ungute Gefühl, dass ihn etwas mit dem Dieb verbindet ...“

Gestaltung
Auf dem Cover ist außer der silbernen Maske vor dem schwarzen Hintergrund und dem Titel nicht viel zu sehen und genau dies erzeugt beim Betrachter irgendwie ein unheimliches Gefühl. Ich finde, dass gerade die Maske und die leeren Augen den Blick magisch anzieht und für Gänsehaut sorgt. Durch die dunklen Farben wird dieser gruselige, unheimliche Effekt noch zusehends verstärkt. Gut finde ich an dem Cover, dass die Maske ein wichtiges Element der Handlung aufgreift.

Meine Meinung
Ich glaube, ich habe noch nie ein Buch gelesen, das ursprünglich aus dem spanischen Raum stammt. Daher und aufgrund des spannend klingenden Klappentextes sowie der interessanten Hintergrundgeschichte der mysteriösen Autorin, deren Identität niemand kennt, war ich super neugierig auf „Secret Zero“. In dem Buch geht es um Kyle, der in eine Reihe von illegalen Machenschaften verwickelt wird und damit eigentlich nichts zu tun hat. Seine Unschuld kann er nur beweisen, wenn er den wahren Schuldigen findet: ZERO, ein Meisterdieb, dessen Identität vollkommen unbekannt und geheim ist… wird Kyle es schaffen und seine Hände reinwaschen können?

Das Buch zieht den Leser sehr schnell in sein packendes Netz aus Lügen, Geheimnissen und Rätseln, die er gemeinsam mit Protagonist Kyle versucht zu entschlüsseln. Wer steckt hinter dem geheimnisvollen Dieb ZERO, der seinen Namen daher hat, dass er nie eine Spur hinterlässt? Schnell entfaltet „Secret Zero“ seine spannenden Fänge und wickelt diese um den Leser, der im Spiel der Lügen und Geheimnisse gefangen genommen wird. Ein fesselndes Katz und Maus spiel entsteht, bei dem ich ständig versuchte alle Puzzleteile zusammenzufügen.

Dies hat mir richtig gut gefallen, denn ich habe beim Lesen von „Secret Zero“ mitgefiebert und mitgerätselt. Gemeinsam mit dem ebenso ahnungslosen Kyle habe ich mich auf Spurensuche begeben und wurde überrascht angesichts manch einer Entwicklung…Ich fand es richtig klasse, dass mich das Buch dazu angeregt hat, die verschiedensten Theorien aufzustellen und herausfinden zu wollen, was hinter all den Geheimnissen stecken mag (wobei ich allerdings meistens im Dunkeln tappte)!

Dieses Buch ist eine Art Thriller mit Mystery-Aspekten, die mit einem paranormalen Twist versehen werden, wodurch die Geschichte durchaus besonders und überraschend wird. Allerdings empfand ich den Anfang des Buches doch als etwas schleppend und langsam. Die zweite Hälfte des Buches war allerdings um Längen besser, denn hier kommt die Geschichte so richtig in Schwung. Die Geheimnisse entfalten sich und das Rätselraten macht dann so richtig Spaß. Zudem konnte mich das Ende des Buches mit einem Twist in der Handlung sehr überraschen.

Als sehr spannend empfand ich die mysteriösen Botschaften, die Zero Kyle hinterlässt, denn so habe ich mich immer gefragt, welche Verbindung zwischen beiden besteht. Dabei hat die Handlung dann auch durchaus gefährliche Bahnen eingenommen…wobei bei dieser Geschichte nichts so ist, wie es zunächst scheint! Auch ist mir die Atmosphäre des Buches als sehr positiv aufgefallen, denn es schien mir durch die rätselhaften Botschaften und den mysteriösen Schurken manchmal so, als würde eine gewisse Dunkelheit, etwas Unheimliches über der Geschichte schweben.

Fazit
„Secret Zero“ voll von mysteriösen Rätseln und Geheimnissen, vielen aufgeworfene Fragen und dem Bedürfnis, hinter die Fassaden des Spiels aus Lügen zu blicken. Gefahren, spannende Überraschungen und ein Twist am Ende des Buches sorgen für gute Unterhaltung. Für mich persönlich war der Anfang des Buches etwas zu schleppend und langsam, aber die zweite Hälfte konnte dann richtig fesseln. Am meisten habe ich allerdings geliebt, wie das Buch mich immer tiefer in sich hineingezogen hat und bei mir das Gefühl erzeugt hat, dass ich herausfinden wollte, was hinter all den Geheimnissen steckt.
4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
1. Secret Zero – Das Spiel beginnt
2. Double Zero (bereits auf Spanisch erschienen)

Veröffentlicht am 26.02.2018

Erschütternd, emotional und voller Erinnerungen

Was von mir bleibt
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Klappentext
„Sammie ist klug, selbstbewusst und hat nur ein Ziel: den besten Schulabschluss machen und ihrer Heimatstadt so schnell wie möglich den Rücken kehren. Wäre da nicht diese unheilbare Krankheit, ...

Klappentext
„Sammie ist klug, selbstbewusst und hat nur ein Ziel: den besten Schulabschluss machen und ihrer Heimatstadt so schnell wie möglich den Rücken kehren. Wäre da nicht diese unheilbare Krankheit, die ihr – so sagen die Ärzte – nach und nach alle Erinnerungen rauben wird. Doch Sammie will sie festhalten: die Erinnerung an Stuart und ihren ersten Kuss. An Maddie und den großen Streit. Und an Cooper, der wie kein anderer Sammie zum Lachen bringt. Sammie schreibt, um eins niemals zu vergessen: dass sie ihr Leben gelebt hat, bis zum Schluss.“

Gestaltung
Auch wenn ich nicht unbedingt ein Fan des Babyblaus bin, so passt die Aufmachung des Covers doch wie die Faust aufs Auge zur Geschichte. Das Mädchengesicht, das hinter der blauen, löchrigen Wand verschwindet, symbolisiert ideal die Thematik des Erinnerungsverlustes dieses Buches, denn das Gedächtnis der Protagonistin wird löchrig, wodurch sie sich selbst verliert, wie auf dem Cover dargestellt. Eine tolle Idee, den Inhalt zu verbildlichen!

Meine Meinung
„Was von mir bleibt“ ist eine Geschichte, die mich zutiefst bewegt hat, denn es geht um die junge Sammie, die an einer unheilbaren Krankheit leidet. Diese Krankheit sorgt dafür, dass sie nach und nach alles vergisst: Erlebnisse, Freunde, Familie und auch sich selbst. Darum schreibt Sammie alles auf, was ihr wichtig ist. Genau diese Notizen kann der Leser von „Was von mir bleibt“ hautnah mitverfolgen, wodurch das Buch so berührend und besonders wird.

Sammie schreibt an ihr zukünftiges Ich und erzählt dabei ihre Erinnerungen. Diese Erzählweise empfand ich als sehr einnehmend, denn so war ich als Leser immer direkt in Sammies Gefühls- und Gedankenwelt eingespannt. Ich konnte auf diese Weise aus erster Hand erfahren, wie sie versucht mit ihrer Krankheit umzugehen und was sie darüber denkt und fühlt. So ist der Leser immer mitten im Geschehen und emotional sehr beteiligt, da das Gefühlschaos der Protagonistin geradezu auf den Leser übergeht. Als auflockernd habe ich es dabei empfunden, dass die Kapitel nicht so lang waren und dass es auch immer wieder Erklärungen zu Sammies Familie oder Chatverläufe zu lesen gab, denn dies nahm dem Buch etwas die Schwere.

Gerade der Kontrast aus Sammies Wünschen, Träumen und Hoffnungen und der Realität wird dabei immer wieder deutlich, wodurch sich mein Herz manchmal so anfühlte, als würde es zerreißen. Auf anschauliche Weise wird so klar gemacht, wie Sammie sich fühlen muss und wie sehr sie unter ihrer Krankheit leidet. Dies nahm mich beim Lesen auch wirklich mit, denn Sammie gibt nie auf, aber gleichzeitig verliert sie sich immer mehr durch die demenzähnliche Krankheit.

Neben dieser emotionalen Involviertheit, die mich wirklich mitgerissen und beschäftigt hat, löste das Buch vor allem auch einiges an Erstaunen und Erschütterung bei mir aus. Vor allem dann, als die Krankheit das erste Mal richtig zugeschlagen hat, fühlte ich mich wie gelähmt. Durch den Schreibstil der Autorin werden diese Geschehnisse sehr realistisch, zumal es Sammies Krankheit wirklich gibt. Man merkt dem Buch an, wie gut recherchiert alles ist, denn dadurch wird alles unglaublich authentisch.

Mein einziger Kritikpunkt ist jedoch, dass ich mir oftmals gewünscht hätte, gerne mehr über die (Neben-)Figuren zu erfahren. Ich konnte zwar mitverfolgen, wie alle reagieren und was die Krankheit sowohl für Sammie als auch für ihr Umfeld bedeutet, aber ein paar Einblicke in die Tiefe wären hier schön gewesen. Wie geht es ihrer Familie damit? Wie sind diese Figuren überhaupt zu charakterisieren? Manchmal konnte ich mir kein wirkliches Bild von den Charakteren machen, was vielleicht auch daran lag, dass der Fokus auf der Krankheit und dem Umgang damit lag und nicht auf dem Ausbau der Figuren.

Fazit
„Was von mir bleibt“ ist ein realistisches Buch über eine grausame Krankheit, die einem jungen Mädchen ihre Erinnerungen und ihr ganzes Leben nimmt. So ist das Buch sehr nachdenklich und durch die Erzählweise in Form von Tagebucheinträgen auch sehr mitreißend, da der Leser unmittelbar in die Gefühlswelt der Protagonistin eintaucht. Ich hätte mich gefreut, wenn wir dabei noch ein wenig mehr Tiefe bei den Figuren hätten entdecken können, aber insgesamt habe ich beim Lesen dieses Buches einfach nur emotional mitgelitten und wurde immer wieder erschüttert.
4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
Einzelband