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Veröffentlicht am 19.08.2018

eine gelungene, ausgesprochen fesselnde Fortsetzung, mit der Laura Kneidl die emotionale Liebesgeschichte von Sage und Luca gekonnt zum Abschluss bringt

Verliere mich. Nicht.
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Verliere mich. Nicht. ist eine wundervolle Fortsetzung und zugleich ein überaus gelungener Abschluss der Liebesgeschichte um Sage und Luca, der einen sowohl zum Lachen als auch zum Weinen bringt und den ...

Verliere mich. Nicht. ist eine wundervolle Fortsetzung und zugleich ein überaus gelungener Abschluss der Liebesgeschichte um Sage und Luca, der einen sowohl zum Lachen als auch zum Weinen bringt und den man, einmal angefangen, nur schwer aus der Hand legen kann.
Die Handlung des zweiten Bandes setzt kurz nach dem Ende des Vorgängers an und beginnt somit ziemlich trübsinnig. Sage’ Schmerz über die im Grunde ungewollte Trennung von Luca ist deutlich spürbar und nimmt einen als Leser sehr mit. Luca ist, verständlicherweise, zunächst nicht gut auf Sage zu sprechen, da ihr plötzliches Verschwinden und ihre Worte ihn zutiefst verletzt haben. Die zwei gehen also sehr unterschiedlich mit dieser Trennung um; dass sie bei beiden Spuren hinterlassen hat, ist jedoch nicht zu übersehen. Es bricht einem regelrecht das Herz mitzuerleben, wie sie einander verletzen, obwohl sie sich eigentlich lieben.

Mit der Zeit nähern sie sich wieder etwas an, doch es ist vor allem Sage selbst, die ihrer gemeinsamen Beziehung im Weg steht. Sie hat nach wie vor sehr mit sich zu kämpfen, allerdings nicht nur wegen ihrer Ängste und Geheimnisse. Verstand und Gefühl ringen bei ihr permanent miteinander und es mangelt ihr an Selbstvertrauen. Im Grunde weiß sie, dass sie mit Luca zusammen sein will, redet sich aber andauernd ein, dass eine Beziehung mit ihm nicht möglich oder sie nicht gut genug für ihn sei. Manchmal kann man über Sage daher wirklich nur den Kopf schütteln, insbesondere wenn sie wiederholt zahlreiche Ausreden dafür erfindet, warum Luca seine Geständnisse nicht ernst meinen kann. Wie kann sie als einzige nicht sehen, dass Luca sie immer noch liebt?

Luca ist trotz seines anfänglich von Wut geprägten Verhaltens, das man nur zu gut nachvollziehen und ihm demzufolge nicht übel nehmen kann, weiterhin sehr liebenswert. Auch ihm merkt man den Schmerz über die Trennung und seine Verwirrung hinsichtlich Sage‘ mitunter widersprüchlichen Verhaltens eindeutig an. Er möchte zweifellos wieder mit Sage zusammen sein, bedrängt sie jedoch nicht. Stattdessen bringt er ihr unglaublich viel Verständnis entgehen, ohne die Gründe für ihre teils merkwürdig anmutenden Reaktionen zu kennen.

Dass Sage und Luca früher oder später erneut zusammen kommen, ist von Anfang an gewiss, alles andere wäre in diesem Genre nahezu undenkbar, aber der Weg ist bekanntlich das Ziel und man kann den Moment, in dem es soweit ist und Luca zudem endlich die ganze Wahrheit erfährt, kaum erwarten. Man möchte sogar so dringend wissen, wie ihre Nerven aufreibende Geschichte endet, dass man das Gefühl hat beim Lesen nicht schnell genug voranzukommen und sich infolgedessen fortdauernd zusammenreißen muss, um nicht schon einmal kurz zum Ende vorzuspringen und erst danach in Ruhe zu lesen, wie es schließlich dazu kommt.

Dem Genre entsprechend gibt es wieder ein paar intimere Szenen, allerdings erst zum Ende hin und nicht allzu viele, eben passend zur Geschichte und den Protagonisten. Dafür enthalten diese Szenen dann ansprechende, ausführliche Beschreibungen, aus denen unverkennbar hervorgeht, dass das Körperliche bei Sage und Luca sehr eng mit den Gefühlen der beiden füreinander verknüpft ist.

Neben der Beziehung zwischen Sage und Luca, die selbstverständlich klar im Mittelpunkt steht, ist auch Sage‘ Missbrauch durch ihren Stiefvater nach wie vor von großer Bedeutung. Im Hinblick auf diese Problematik wartet man bis kurz vor Schluss ebenfalls gespannt auf eine Auflösung. Laura Kneidl lässt sich damit nämlich sehr viel Zeit und die Nerven des Lesers sind schon zum Zerreißen gespannt als es endlich zu der bereits gefürchteten, aber längst überfälligen Konfrontation kommt. Schon lange vorher hat man Alan hinter nahezu jeder Ecke vermutet, jederzeit damit gerechnet, dass er Sage irgendwo auflauert und bei jeder unerwarteten Begegnung befürchtet auf ihn zu treffen. Dementsprechend war man eigentlich auf ihn gefasst, dennoch kommt sein tatsächliches Auftauchen gewissermaßen überraschend und sorgt für unangenehmes Herzrasen. Man fürchtet sich so sehr vor dem, was als nächstes geschieht, dass man sich kaum traut weiterzulesen.

Je näher die letzten Kapitel rücken, desto mehr fragt man sich zudem, wie die Autorin die ganzen offenen Probleme auflösen will bzw. ob ihr das überhaupt noch zufriedenstellend gelingen kann, wobei sich diese Sorge letztlich als unbegründet erweist. Abgesehen von ihrem Happy End mit Luca hofft man natürlich, dass es Sage gelingen wird, ihre Vergangenheit zu überwinden, zumindest ihrer Mutter endlich die Wahrheit über Alan zu sagen und dieser dann seine gerechte Strafe erhält.

Mit einem schönen Epilog, der die Geschichte wunderbar ausklingen und den Leser einen kurzen Blick auf die Zukunft der beiden Protagonisten werfen lässt, bringt die Autorin Verliere mich. Nicht. dann gekonnt zum Abschluss. Nur über die Reaktion von Sage‘ kleiner Schwester Nora auf die letzten Ereignisse erfährt man leider nichts, obschon es unmöglich sein wird einige Tatsachen vor ihr zu verbergen.

Lobend zu erwähnen ist ferner der Umstand, dass die Geschichte hinsichtlich bestimmter Aspekte weiterhin sehr realistisch geschrieben ist, denn selbst zweieinhalb Jahre später ist Sage‘ Angststörung nicht etwa auf wundersame Weise völlig verschwunden, sondern besteht fort und wird es vielleicht immer, aber dank der Therapie hat Sage inzwischen immerhin gelernt besser damit umzugehen.

Außerdem kann auch der zweite Teil mit tollen Nebencharakteren punkten, die eine wichtige Rolle spielen, indem sie das Geschehen aktiv beeinflussen und nicht nur am Rande agieren. Sage’ beste Freundin Megan ist einfach der Knaller, vor allem wegen ihrer manchmal echt fantastischen Sprüche. Lucas Schwester April ist unheimlich liebenswürdig und Sage eine große Stütze. Sie freut sich sogar als Sage und Luca wieder zusammen kommen, obwohl sie anfangs befürchtet hatte, dass diese Beziehung ihre Freundschaft mit Sage gefährden könnte. Connor, mit dem Sage zumindest teilweise über ihre Probleme sprechen kann, wird einem im Verlauf der Handlung ebenfalls immer sympathischer. Für die größte Überraschung sorgt allerdings eine gewisse andere Person, der Sage völlig unerwartet einmal so richtig die Meinung sagt, woraufhin sich deren Beziehung zu Luca langsam aufrichtig verbessert.

Abschließend sollte darüber hinaus noch das eingebaute, kleine Highlight für alle Fans von Bianca Iosivoni Erwähnung finden: Dylan und Emery, die Protagonisten aus Der letzte erste Blick, haben einen herrlichen, kurzen Gastauftritt in Verliere mich. Nicht..


FAZIT

Verliere mich. Nicht. ist eine gelungene, ausgesprochen fesselnde Fortsetzung, mit der Laura Kneidl die emotionale Liebesgeschichte von Sage und Luca gekonnt zum Abschluss gebracht und ihre Leser schon jetzt neugierig auf ihre kommenden Projekte gemacht hat.

Veröffentlicht am 19.08.2018

Serena Hodson hat eine tolle Idee gekonnt umgesetzt und das Ergebnis ist ein charmanter Bildband mit wundervollen, äußerst amüsanten Aufnahmen, die sofort für gute Laune sorgen.

Upside-Down Dogs
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Upside-Down Dogs ist ein weiterer, wirklich hinreißender Bildband von Serena Hodson, der Autorin von Dackel Ralph erklärt die Welt, mit wunderschönen Photographien, die einen sofort zum Lächeln bringen ...

Upside-Down Dogs ist ein weiterer, wirklich hinreißender Bildband von Serena Hodson, der Autorin von Dackel Ralph erklärt die Welt, mit wunderschönen Photographien, die einen sofort zum Lächeln bringen und den jeweiligen Betrachter all seine Sorgen für einen Augenblick vergessen lassen.
Das Buch beginnt, nach der Widmung sowie der Danksagung, mit einer kurzen, interessanten Einleitung, in der die Photographin nicht nur schildert, wie aus ihrem einstigen Hobby schließlich ihr Beruf wurde, sondern auch welche Bereicherung Haustiere im Allgemeinen bzw. Hunde im Speziellen für den Alltag darstellen und was die Vierbeiner bei uns Menschen alles bewirken können.

Es folgt eine wahnsinnig tolle Photostrecke mit zahlreichen, herzallerliebsten Aufnahmen, die einen darüber staunen lassen, in welchen Positionen und an welchen Orten Hunde sich mitunter räkeln, sei es auf einem Kissen, im Bett, in einer Box oder gar in einer Schubkarre. Nicht wenige Hunde liegen dabei mit allen Vieren von sich gestreckt – wortwörtlich. Manchmal kann man kaum fassen, dass es sich um echte Tiere handelt, und fragt sich, ob sie einfach so gut trainiert sind oder wirklich tief und fest schlafen, trotz Essbarem vor der Nase.

Sie alle sehen völlig entspannt und glücklich aus, obschon man sich zumindest ersteres bei manchen Haltungen kaum vorzustellen vermag – Wie können manche Hunde in der abgelichteten Stellung nur schlafen? – und man sehnt sich beim Anblick richtig danach die gleiche Entspannung zu empfinden oder möchte sich am liebsten dazulegen, weil es zum Teil so gemütlich aussieht. Herrlich ulkig und zugleich süß sind vor allem die Gesichtsausdrücke mancher Vierbeiner. Man stellt sich unwillkürlich die Frage, ob man selbst beim Schlafen mitunter ebenfalls so zerknautscht aussieht. Viele schauen zudem direkt in die Kamera, obwohl sie auf dem Rücken liegen – das ist ein echtes Kunststück. Immer wieder ein Blickfang sind ferner die schönen, rosafarbenen Zungen, die auf vielen Bildern zu sehen sind.

Darüber hinaus bieten die einzelnen Bilder reichlich Abwechslung und sind daher alles andere als langweilig: Es gibt Hunde verschiedenster Rassen, Farben, Formen, Größen und Altersstufen, einschließlich niedlicher Welpen, wobei manche Hunde sogar mehrfach in verschiedenen Posen abgelichtet wurden. Mal nehmen einzelne Portraits ganze Seiten ein, mal findet man bis zu vier Photos auf einer Seite. Manche Bilder wurden draußen aufgenommen, andere drinnen. Auch die Distanz zum Motiv sowie die Perspektiven – Normal- und Vogelperspektive, Frontal- und Seitenansicht – sind nicht immer gleich. Mal steht ein Vierbeiner allein im Mittelpunkt, mal ist es eine ganze Gruppe von ihnen. Die Aufnahmen letzterer sind dabei besonders erstaunlich und man wundert sich mehr als einmal, wie diese wohl bewerkstelligt wurden.

Sämtliche Photos stehen voll und ganz im Vordergrund und kommen ohne jegliche Beschriftung mit Informationen über die abgebildeten Hunde o.Ä. aus. Dank unterschiedlichster Locations und Requisiten sind sie außerdem sehr farbenfroh. Besonders schön sind zudem die vielseitigen Hintergründe. Die Photographin hat offenbar viel mit echten Textilien gearbeitet, wodurch die Aufnahmen authentischer, also weniger gestellt, wirken.

Am Ende folgt abschließend ein Verzeichnis aller Abbildungen mit Namen und Rassen der photographierten Hunde.


FAZIT

Serena Hodson hat eine tolle Idee gekonnt umgesetzt und das Ergebnis ist ein charmanter Bildband mit wundervollen, äußerst amüsanten Aufnahmen, die sofort für gute Laune sorgen.

Veröffentlicht am 19.08.2018

wahren Begebenheiten basiert und nicht nur eine ergreifende Geschichte erzählt, sondern auch ein wichtiges Thema näher beleuchtet

Der Traum von Olympia
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Der Traum von Olympia – Die Geschichte von Samia Yusuf Omar ist die bewegende und zugleich erschütternde wahre Geschichte einer jungen Sportlerin aus Somalia, gekonnt umgesetzt von Reinhard Kleist als ...

Der Traum von Olympia – Die Geschichte von Samia Yusuf Omar ist die bewegende und zugleich erschütternde wahre Geschichte einer jungen Sportlerin aus Somalia, gekonnt umgesetzt von Reinhard Kleist als mitreißenden Graphic Novel.
Samia ist eine mutige und willensstarke Protagonistin, deren trauriges Schicksal repräsentativ für das tausender weiterer Flüchtlinge ist. Sie träumt von ihrer zweiten Teilnahme an den olympischen Spielen und will einfach nur dafür trainieren. In ihrer Heimat scheint das jedoch nicht möglich zu sein, denn das einzige Stadion ist heruntergekommen und die Al-Shabaab-Miliz will ihr Training verhindern, weil sie eine Frau ist. Auch in Äthiopien will man sie nur wegen ihres Geschlechts nicht trainieren lassen oder sie gar ins Team aufnehmen. Voller Verzweiflung lässt sie sich daher auf den riskanten Plan ihrer Tante ein nach Europa zu fliehen und begibt sich zusammen mit ihr auf eine überaus beschwerliche und gefährliche Reise, die für die junge Athletin schließlich tödlich endet.

Ihr schwerer Weg wird anschaulich beschrieben und durch ihre (fiktiven) Facebook-Posts lässt Reinhard Kleist den Leser an Samias Gedanken, Sorgen, Ängsten und Hoffnungen teilhaben. Es ist wahrlich erschreckend, wie Samia und die anderen Flüchtlinge behandelt werden und wie rücksichtslos Schlepper ihre Hoffnungen und Träume von einer besseren Zukunft ausnutzen, um sich schamlos zu bereichern. Wie der Autor selbst in seinem berührenden Vorwort schreibt, kann man sich als behütet aufgewachsener Europäer kaum vorstellen, was einem Flüchtling auf seiner langen Reise alles widerfährt, was er dabei durchmacht. Obwohl es den Flüchtenden in der Regel schon kaum möglich ist das anfänglich aufgerufene Geld zu beschaffen, wird der Preis unterwegs beispielsweise mehrfach erhöht und wenn sie nicht in irgendeiner Zelle verrotten wollen, müssen sie Freunde oder Verwandte kontaktieren und geradezu anflehen ihnen Geld zu schicken. Geld, das sie ihnen auf jeden Fall zurückzahlen wollen, sobald sie es nach Europa geschafft und dort Arbeit gefunden haben.

Es ist einem unbegreiflich, warum so viele Menschen hierzulande die Beweggründe dahinter scheinbar nicht nachvollziehen können. Man kann es doch niemandem verdenken, ein Land verlassen zu wollen, in dem Krieg und Gewalt herrschen und in dem es, zumindest zurzeit, keine Perspektiven für die Menschen gibt. Ein Großteil der Bevölkerung wird im eigenen Land von militanten Bewegungen, deren fundamentalistische Ansichten sie nicht zwingend teilen, terrorisiert und unterdrückt, im schlimmsten Fall sogar getötet. Auch Samia bekommt von ihnen schließlich Todesdrohungen. Außerdem fällt es keinem von ihnen leicht ihre Familien zurückzulassen, sie alle hoffen allerdings auf eine friedliche Zukunft und einen Job, durch den sie ihre Familien aus der Ferne wenigstens finanziell unterstützen können, um ihnen so ein besseres Leben zu ermöglichen.

Das Werk macht demzufolge auf ein ausgesprochen wichtiges Thema aufmerksam, das in den Medien zwar nach wie vor präsent ist, aber dennoch nicht genug beleuchtet wird. Viel zu viele Menschen machen sich kaum Gedanken darüber oder verschließen die Augen vor den Konsequenzen. Fakt ist jedoch, dass jährlich unzählige Menschen bei dem Versuch sterben nach Europa zu gelangen. Sie sind sich dieser Gefahr durchaus bewusst – Samia und den anderen Flüchtlingen in der Geschichte ist ebenfalls vollkommen klar, dass ein Schlauchboot auf dem offenen Meer keineswegs ein sicheres Transportmittel ist, doch sie haben schlicht keine andere Wahl als einzusteigen, aus verschiedenen Gründen – trotzdem gehen sie das Risiko ein dabei ihr Leben zu verlieren, weil sie keine andere Chance sehen und darauf hoffen, dass es ihnen gelingen wird. Für die meisten von ihnen gibt es tatsächlich auch keine andere – legale – Möglichkeit nach Europa zu kommen.

Zusätzlich zur eigentlichen Lebensgeschichte von Samia, enthält das Buch unter anderem noch eine Karte mit der Route, die Samia von Somalia an die Küste Libyens führte, eine kurze, hilfreiche Erklärung zweier möglicherweise unbekannter Begriffe sowie ein geradezu beschämendes Nachwort des deutschen Journalisten Elias Bierdel, der sich mit einer eigenen Organisation für Flüchtlinge einsetzt.

Noch ein paar abschließende Worte zu den Zeichnungen von Reinhard Kleist: Sie sind grob und eher schlicht; Personen lassen sich besser anhand ihrer Kleidung als an den selten gleich aussehenden Gesichtszügen unterscheiden. Der Fokus des Graphic Novels liegt aber ohnehin unverkennbar auf der Handlung und einzelne Seiten enthalten teilweise nur wenig oder gar keinen Text. Der Autor lässt viele Zeichnungen also einfach für sich sprechen und erzielt dadurch eine ebenso starke Wirkung.


FAZIT

Der Traum von Olympia – Die Geschichte von Samia Yusuf Omar ist ein sehr empfehlenswerter Graphic Novel, der auf wahren Begebenheiten basiert und nicht nur eine ergreifende Geschichte erzählt, sondern auch ein wichtiges Thema näher beleuchtet, über das viel zu viele Menschen viel zu wenig wissen.

Veröffentlicht am 19.08.2018

unvergessliche, teils geradezu Atem beraubende Aufnahmen festgehalten wurde, wie man sie garantiert noch nie gesehen hat

Einfach unglaublich
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Einfach unglaublich – Erstaunliches Tierverhalten dokumentiert von den besten Naturfotografen der Welt ist ein überaus gelungener Bildband mit einer Vielzahl von großartigen Farbaufnahmen erstaunlichen ...

Einfach unglaublich – Erstaunliches Tierverhalten dokumentiert von den besten Naturfotografen der Welt ist ein überaus gelungener Bildband mit einer Vielzahl von großartigen Farbaufnahmen erstaunlichen Tierverhaltens sowie aufschlussreichen Informationen zu den abgebildeten Tieren und Erklärungen dessen, was genau auf ihnen zu sehen ist.

Alle in dem Bildband enthaltenen Photographien stammen von Naturphotographen, die in verschiedenen Jahren im Rahmen vergangener »Wildlife Photographer of the Year«-Wettbewerbe ausgezeichnet wurden. Sie zeigen etliche Wunder der Natur, die einen zum Teil wirklich in Staunen versetzen, und wurden nicht nur mit viel Liebe zur Natur aufgenommen, sondern vermutlich mit noch sehr viel mehr Geduld, die dafür garantiert erforderlich war. Es ist wahrlich beeindruckend, was manche Photographen offensichtlich mit eigenen Augen beobachten konnten und für alle anderen mit einer Kamera festgehalten haben.

Jede Doppelseite ist einem einzigen, faszinierenden Photo gewidmet und enthält neben diesem den Titel des Bildes; den Namen des dafür verantwortlichen Photographen; eine Beschreibung zu dem Naturschauspiel, das darauf zu sehen ist, sowie gegebenenfalls eine genauere Erklärung des Verhaltens und Angaben zu der Kamera sowie dem Zubehör (Objektive, Blenden, etc.), die verwendet wurden, als das Bild entstanden ist. Die einzelnen Texte sind dabei ausgesprochen interessant und enthalten viele neue Informationen bzw. Erkenntnisse über verschiedene Tierarten.

Auf den zahlreichen Ablichtungen sind von winzigen Insekten bis zu großen Raubkatzen nahezu alle Arten vertreten, selbst Meerestiere. Ein paar der abgebildeten Tiere hat man womöglich sogar noch nie gesehen. Manche Bilder sind lustig, einige traurig und andere machen mitunter einfach nur sprachlos. Teilweise handelt es sich um absolut beeindruckende Momentaufnahmen, die es einem ermöglichen Tiere in einem Augenblick zu betrachten, den man als gewöhnlicher Mensch sonst nie zu Gesicht bekäme, beispielsweise von einem Jaguar während der Jagd. Außerdem zeigen sie vereinzelt eindrucksvoll wie intelligent, anpassungsfähig oder sozial einige Tiere sind. Manche Photos wird man immer wieder gern betrachten, andere hingegen eher weniger, vor allem solche, die tote Tiere zeigen, wenngleich auch das natürlich zur Natur und dem Kreislauf des Lebens dazugehört.

Darüber hinaus wird durch einige Bilder auch einer traurigen Wahrheit Ausdruck verliehen, die viel zu oft in Vergessenheit gerät: Die größte Bedrohung der meisten Tiere ist und bleibt der Mensch, sei es nun wegen gezielter Jagden, rücksichtsloser Umweltverschmutzungen oder sukzessiver Verkleinerungen diverser Lebensräume. Immer mehr Tierarten sind inzwischen vom Aussterben bedroht und nur der Mensch kann diesen Prozess aufhalten, indem er sein Verhalten ändert.
Abschließend folgen am Ende noch Register mit allen Tieren und Photographen, bei letzteren zum Teil mit Angabe einer E-Mail- oder Internetadresse.


FAZIT

In Einfach unglaublich – Erstaunliches Tierverhalten dokumentiert von den besten Naturfotografen der Welt kann man das einmalige, bemerkenswerte Verhalten verschiedener Tiere bestaunen, das von einer Vielzahl von Photographen auf unvergesslichen, teils geradezu Atem beraubenden Aufnahmen festgehalten wurde, wie man sie garantiert noch nie gesehen hat.

Veröffentlicht am 19.08.2018

ein zauberhaftes Sachbuch, das man ausgesprochen gerne liest

Flügge – Die ersten Tage kleiner Tierkinder
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Flügge – Die ersten Tage kleiner Tierkinder ist ein wunderschönes, äußerst empfehlenswertes Sachbuch, das nicht nur Kindern gefallen wird, wenngleich es sich vorrangig an diese Zielgruppe richtet.
Das ...

Flügge – Die ersten Tage kleiner Tierkinder ist ein wunderschönes, äußerst empfehlenswertes Sachbuch, das nicht nur Kindern gefallen wird, wenngleich es sich vorrangig an diese Zielgruppe richtet.
Das Buch beginnt mit einem schönen Vorwort der Autorin und zugleich Illustratorin Hannah Dale über die Entstehung des Werkes, die Recherchen dafür und das Ziel, das sie damit verfolgt: dafür zu sorgen, dass der Leser beginnt die herrliche Vielfalt der Tierwelt mit neuen Augen zu sehen. Darauf folgen die einzelnen Tierbaby-Portraits, sortiert nach unterschiedlichen Kategorien entsprechend des Lebensraums, zum Beispiel ‚Wald‘ oder ‚Küste und Meer‘.

Die Portraits nehmen jeweils eine Doppelseite ein, deren Aufbau stets identisch ist. Auf der linken Seite befindet sich der Name des entsprechenden Tieres, zusammen mit einem kurzen Text, wohingegen die rechte Seite der dazugehörigen Illustration vorbehalten ist. Die Beschreibungen sind ausgesprochen interessant sowie aufschlussreich und enthalten verschiedenste Informationen, beispielsweise zu den Paarungsritualen der Tierart, der Anzahl der Tierkinder je Wurf, zu deren Aufzucht, zur Herkunft der Rasse, etc. Die Informationen sind vielseitig und die Schwerpunkte nicht bei allen Tieren identisch. Obwohl man die einzelnen Tiere natürlich kennt, waren einem viele Fakten bisher unbekannt – oder nicht mehr in Erinnerung. Auch die Auswahl der Tierkinder ist gelungen und abwechslungsreich; so sind unter den Wild- und Haustieren zu Lande und zu Wasser vergleichsweise viele Vögel, womit man trotz des Covers vielleicht nicht unbedingt gerechnet hätte, weil man bei Tierbabys in der Regel vermehrt an Säugetiere denkt.

Auf der einen Hälfte jeder Doppelseite befindet sich, wie schon gesagt, ein gezeichnetes Portrait des jeweiligen Tierbabys – manchmal ist ein einzelnes Neugeborenes abgebildet, manchmal sind es gleich mehrere und gelegentlich sind es auch Mutter und Kind – und von diesen Illustrationen ist eine niedlicher als die andere. Man kann sich unmöglich daran satt sehen, kommt regelrecht ins Schwärmen und kann einige Laute der Verzückung nicht unterdrücken. Durch ihre offenkundige Begeisterung für Vögel gelingt es Hannah Dale sogar verschiedenste Küken unfassbar süß aussehen zu lassen, obwohl zahlreiche Vögel frisch geschlüpft nicht annähernd so schön anzusehen sind wie ihre ausgewachsenen Vertreter. Am Ende hat man hinsichtlich der Illustrationen zwar definitiv seine ganz eigenen Favoriten, könnte aber nicht sagen, welche man davon nun am besten findet.


FAZIT

Flügge – Die ersten Tage kleiner Tierkinder ist ein zauberhaftes Sachbuch, das man ausgesprochen gerne liest und dessen zahlreiche Illustrationen man überaus gern betrachtet. So viele niedliche Tierbabys auf einem Haufen findet man nämlich nur selten.