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Veröffentlicht am 02.02.2018

Regt zum Nachdenken an

Das Institut der letzten Wünsche
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“Das Institut der letzten Wünsche” von der deutschen Sprachkünstlerin Antonia Michaelis ist jetzt neu als Taschenbuch erschienen. Ein Buch, das sich mit nichts weniger auseinandersetzt als mit dem Tod ...

“Das Institut der letzten Wünsche” von der deutschen Sprachkünstlerin Antonia Michaelis ist jetzt neu als Taschenbuch erschienen. Ein Buch, das sich mit nichts weniger auseinandersetzt als mit dem Tod und der Liebe. Wortgewaltig, besonders — hinreißend! Gewürzt mit einer Prise Ironie, die den Leser schmunzeln lässt und einer Portion Ernsthaftigkeit, die nachdenklich macht. Der Lesetipp für Jugendliche ab 16 Jahren und vor allem Erwachsene (der Roman ist in einem Verlag für Erwachsene erschienen).

Die junge Mathilda lebt in Berlin. Eigentlich wollte sie Ärztin werden, bis sie gemerkt hat, dass das doch nichts für sie ist. Sie hat ihr Studium abgebrochen und arbeitet nun seit einem Jahr in einem ganz besonderer Institut. Dem Institut der letzten Wünsche. Zusammen mit Ingeborg erfüllt sie Menschen, die sich an sie wenden und die in den nächsten sechs Monaten sterben werden, einen letzten Wunsch. Das kann ein vorgezogenes Weihnachtsfest sein, der Wunsch nach Schneeflocken im Frühling, nach einem Konzert einer bereits verstorbenen Sängerin, einem Spieleabend in einer Studenten WG oder eine Fahrt ins Weltall. Mathilda und Ingeborg machen das Unmögliche möglich. Dabei improvisieren sie jede Menge und lassen sich viel einfallen. Doch dann verliebt sich Mathilda ausgerechnet in Birger, einer ihrer Klienten. Für ihn soll sie seine einst verlorene Liebe Doreen und sein Kind wiederfinden. Bald hat Mathilda auch eine Spur. Aber irgendetwas scheint seltsam an diesem Fall zu sein…

Antonia Michaelis Das Institut der letzten Wünsche“Das Institut der letzten Wünsche” erscheint inhaltlich gesehen für eine Antonia Michaelis fast ein bisschen zu mainstream zu sein. Aber auch nur fast. Denn sie erzählt die Geschichte, die vom Klappentext her gesehen zunächst wie ein gewöhnlicher Liebesroman klingt, auf ihre eigene Weise. Ihre ganz besondere Weise. Sie spielt mit der Sprache und tut dies zudem mit einen ungewohnten Hauch von Ironie, der sich in dem Roman äußerst gut macht. Schon der erste Satz des Buches lässt den Leser aufhorchen: “Es war nicht ganz einfach, das Pferd in die S-Bahn zu bekommen.” (Zitat S. 7) und neugierig weiterlesen. “[…] Sie bemühte sich, ihrer Stimme einen möglichst ruhigen Klang zu geben, freundlich, geduldig; wie man eben so mit Pferden spricht, die in S-Bahnen steigen.” (Zitat S.7). Mathilda als Charakter erscheint absolut menschlich und mit besonderen Eigenarten. Sie schaut mit ihrem Hund Eddie am liebsten den “Tatort” (manchmal auch auf türkisch, um besser denken zu können und nicht abgelenkt zu werden), sie nimmt zu viele Kopfschmerztabletten und hat auf all ihrer Kleidung Aufnäher alter Kinderklamotten. Selbst Randfiguren, wie Frau Kovalkska oder Herrn Mirusch, sind besonders schön gezeichnet. Vor allem durch seine Charaktere lebt “Das Institut der letzten Wünsche”, das nicht nur unterhält, sondern auch zum Nachdenken über das Leben und den Tod anregt.

Veröffentlicht am 02.02.2018

ABSOLUTE Leseempfehlung

Nur noch ein einziges Mal
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Die amerikanische Bestsellerautorin Colleen Hoover erfreut ihre Fans mit einem neuen Werk: “Nur noch ein einziges Mal”. Ein Roman über große Gefühle und wie schnell diese zerbrechen können. Eine packende, ...

Die amerikanische Bestsellerautorin Colleen Hoover erfreut ihre Fans mit einem neuen Werk: “Nur noch ein einziges Mal”. Ein Roman über große Gefühle und wie schnell diese zerbrechen können. Eine packende, höchst unterhaltsame und emotionale Geschichte von einer Meisterin des Erzählens. Wenige Tage nach Erscheinen bereits auf der Spiegel-Bestsellerliste gelandet — zu Recht! Eines ihrer persönlichsten und (meiner Meinung nach) besten Bücher. Für reife Jugendliche ab 16 Jahren und für Erwachsene.

Vor zwei Jahren ist die 23-jährige Lily erst nach Boston gezogen, als sie in ihr Heimatdorf zurückfährt, um ihren Vater zu beerdigen. Ihren Vater, den Bürgermeister, den sie gehasst hat. Der ihre Mutter regelmäßig schlug und nach außen hin den Schein wahrte, als sei alles in bester Ordnung. Als sie eine Trauerrede halten soll, um zu erwähnen, was sie an ihm schätze, fällt ihr einfach nichts ein. Sie steht vorne vor den Gästen und kann einfach keine Eigenschaft aufzählen, die sie an ihm mochte und bricht schließlich ab. Zurück in Boston will Lily einfach nur ihre Ruhe haben zum Nachdenken über alles und flüchtet sich auf das Dach eines Hochhauses. Dort trifft sie unerwartet auf jemanden, der ebenfalls mit seinen Gefühlen der Wut an diesen Ort geflüchtet ist. Ryle. Ein angehender Neurochirurg, der am heutigen Tag einen kleinen Jungen auf dem Operationstisch verloren hat. “Er sieht mich an. Sieht mich richtig an. Als sein Blick meinen trifft, kommt es mir vor, als würde er meineColleen Hoover - Nur noch ein einziges Mal tiefsten Geheimnisse offen vor sich sehen. Ich glaube nicht, dass ich schon mal jemandem begegnet bin, der einen so dunklen, eindringlichen Blick hatte. Und dann auch noch in Kombination mit einem derart einschüchternd selbstbewussten Auftreten.” (Zitat aus “Nur noch ein einziges Mal” S.15) Und so kommt es, dass sie — die sich überhaupt nicht kennen — einander Dinge aus ihrem Leben erzählen, die man nur Fremden erzählen kann, die man wahrscheinlich niemals wieder mehr sieht: “Die meisten Leute tun so, als hätten sie nie irgendwelche dunklen Gedanken, obwohl wir tief in uns doch alle gleich kaputt sind. Manche von uns können das nur besser verbergen als andere.” […] “Ich finde es nicht schlimm, wenn jemand zurückhaltend ist und nicht gleich sein ganzes Innenleben auspackt.”, sage ich. “Die nackte Wahrheit ist nicht immer unbedingt schön.” Ryle sieht mich einen Moment lang an. “Die nackte Wahrheit”, wiederholt er. “Das gefällt mir. […] Verrätst du mir eine nackte Wahrheit über dich, Lily?” (Zitat S.22ff) Erfolg steht für Ryle, der bald dreißig wird, an allererster Stelle. Er will keine feste Beziehung und auch auf keinen Fall Kinder haben. Lily ist da völlig gegensätzlich. Sie glaubt an die wahre, große Liebe und dass es irgendwo den einen richtigen Mann für sie gibt. “Aber ich stelle meistens ganz schnell fest, dass die, die ich kennenlerne, meinen Ansprüchen nicht genügen.[…]” “Du solltest es mal mit meiner Methode probieren.” “Und wie sieht die aus?” “One-Night-Stands.” Er grinst einladend. […] “Ich könnte nie mit jemanColleen Hoover - Nur noch ein einziges Maldem schlafen, den ich überhaupt nicht kenne” (Zitat S.30) Doch Ryle mit seiner charmanten, lockeren Art lässt nicht locker und fängt an mit ihr zu flirten: “Du hast gesagt, dass du mit jemandem, den du nicht kennst, nicht schlafen würdest… “, sagt er langsam. “Heißt das, du wärst bereit, andere Dinge mit demjenigen zu machen? Und wenn ja, welche?” Sein Blick ist so durchdringend, dass mich ein heißer Schauer durchläuft.” (Zitat S.30) Aber ehe es zu Weiterem zwischen ihnen kommen kann, klingelt sein Handy und Ryle muss dringend gehen. Lily wird ihn also nie wiedersehen. Dass es Monate später dann doch zu einem Treffen kommt, ist für sie völlig überraschend. Noch dazu, dass er der Bruder ihrer Angestellten ist, mit der sie gerade ihren eigenen Blumenladen eröffnet. Da sie so unterschiedliche Vorstellungen vom Leben haben, ist es am einfachsten sich aus dem Weg zu gehen, befinden beide. Doch das erweist sich als gar nicht so einfach, wie Ryle ihr bald daraufhin erklärt: “Die nächsten paar Monate sind wahnsinnig wichtig für meine weitere berufliche Karriere. Ich muss mich jetzt wirklich konzentrieren und darf mich durch nichts — durch gar nichts — ablenken lassen. […] Da gibt es nur ein großes Problem. Egal, was ich probiert habe… Ich schaffe es einfach nicht, dich aus meinem Kopf zu bekommen.” (Zitat S.81) Er überfällt sie mit der außergewöhnlichen Bitte, ein einziges Mal mit ihr schlafen zu dürfen, um sie danach für immer vergessen zu können…

Colleen Hoover - Nur noch ein einziges MalColleen Hoover schreibt Bücher, die vor allem eines sind: wahnsinnig mitreißend! Genauso verhält es sich mit ihrem neuen Roman, der einen von Anfang an gefangen nimmt und ohne großes Vorgeplänkel mitten hinein ins Geschehen wirft. Schon der erste Satz lässt einen stutzig werden: “Ich sitze auf der gemauerten Brüstung einer Dachterrasse, blicke zwölf Stockwerke tief auf Boston herunter und denke an Selbstmord.” (Zitat S.9) Allerdings nicht an ihren eigenen — dazu liebt Lily das Leben viel zu sehr — sondern an Suizid im Allgemeinen und was Menschen dazu bringt, diesen letzten Ausweg zu wählen. Eine Seite lang Langeweile zu empfinden — das ist in “Nur noch ein einziges Mal” geradezu unmöglich. Eine sehr flüssige und angenehme Sprache lassen einen mühelos durch die Seiten fliegen. Dazu hochdramatische, fesselnde Entwicklungen und äußerst emotionale Momente, von denen es jede Menge gibt. Colleen Hoover hat ein besonderes Thema in ihrem Roman gewählt: häusliche Gewalt in Beziehungen. Vor allem die Zwiespältigkeit der Opfer, ihrem Verständnis für den Täter, ihr Verzeihen, aber auch ihre Wut und ihre Hassgefühle beschreibt sie äußerst gelungen. Interessant sind auch die eingeschobenen (Tagebuch-)Briefe, die in kursiver Schrift abgedruckt werden und aus Lilys Vergangenheit berichten. Hier taucht eine weitere Person in dem Buch auf, die eine große Rolle in dem Leben der Ich-Erzählerin gespielt hat: Atlas, ihre erste Liebe. “Nach kurzem Blättern entdecke ich das Heft, das aus der Zeit stammt, als ich fünfzehn war, und suche nach dem Eintrag des Tages, an dem ich Atlas zum ersten Mal gesehen hatte. Bevor er in meineColleen Hoover - Nur noch ein einziges Malm Leben auftauchte, hatte ich eigentlich nie etwas Aufregendes erlebt, das es wert gewesen wäre, aufgeschrieben zu werden.” (Zitat S.37) Atlas, der auch mitbekommen hat, wie es in Lilys Familie zuging. Die Gewalttätigkeiten des Vaters. Und der von einem auf den anderen Tag aus ihrem Leben verschwand. Da der Roman bereits auf Seite 27 das F***-Wort erwähnt und auch sonst sehr viele ausschweifende, erotische Szenen schildert, ist “Nur noch ein einziges Mal” erst ab 16 Jahren zu empfehlen. Schade, dass der Verlag diese Altersangabe diesmal NICHT auf dem Umschlag aufgedruckt hat. Im Nachwort erfährt man einiges über Colleen Hoover und ihre eigene Familie und ihren Grund diese Geschichte zu erzählen. Denn, wenn sie bisher ihre Leser eigentlich eher unterhalten wollte, so hat “Nur noch ein einziges Mal” diesmal eine klare Botschaft, rührt zutiefst und ist ihr persönlichstes Buch geworden. Und auch wenn ich bei “Nächstes Jahr am selben Tag” bereits geschrieben habe, es sei eines ihrer besten Bücher, muss ich mich nun wiederholen: AUCH das aktuelle Werkt zählt zweifellos zu dem “Besten”, was Colleen Hoover bisher hervorgebracht hat.

Fazit: Ein Roman, den man kaum aus der Hand legen möchte. ABSOLUTE Leseempfehlung!!

Veröffentlicht am 02.02.2018

Dieses Buch lässt einen nicht mehr los

Scherbenmädchen
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„Scherbenmädchen“ von der amerikanischen Autorin Liz Coley ist ein Thriller, der an die Substanz geht. Ein heftiges Buch über Entführung, Verdrängung und die Spaltung einer Persönlichkeit. Besonders in ...

„Scherbenmädchen“ von der amerikanischen Autorin Liz Coley ist ein Thriller, der an die Substanz geht. Ein heftiges Buch über Entführung, Verdrängung und die Spaltung einer Persönlichkeit. Besonders in Frankreich ein großer Bestseller. Hochgradig fesselnd und verstörend. Nichts für Zartbesaitete. Aber wahrlich eines der besten Bücher, das ich dieses Jahr gelesen habe! Für Jugendliche ab 14 Jahren und Erwachsene.

Angie ist 13 Jahre alt, als sie in einem Pfadfinderzeltlager morgens zum Pinkeln in den Wald geht. Sie wird nie mehr in das Lager zurückkehren. Denn im Unterholz wartet jemand auf sie, der sie zu entführen wagt. Dann plötzlich findet sich Angie auf der Straße wieder, die zum Haus ihrer Eltern führt. In der Hand hat sie eine Tüte mit Kleidungsstücken, die sie nicht kennt. Was ist passiert? Angie kann sich an nichts mehr erinnern.

„Angie, wo… Wo bist du gewesen?“ „Das weißt du doch.“ Wieder zog sich ihr Magen schmerzhaft zusammen. „Zelten?“ Die Art, wie ihre Eltern sie anstarrten, machte ihr das Atmen schwer. „Zelten“, sagte sie noch einmal entschlossen. Dad kam die Treppe herunter. „Zelten“, wiederholte er. „Zelten?“ Seine Stimme wurde schrill. „Drei Jahre lang?“ (Zitat aus “Scherbenmädchen” Seite 16).

Liz Coley ScherbenmädchenAber scheinbar sind drei Jahre vergangen. Das sagen zumindest ihre Eltern. Eine lange Zeit, an die sie sich einfach nicht erinnern kann. Das kann doch nicht sein, oder? Doch das Gesicht im Spiegel spricht da eine andere Sprache: der Körper einer 16-Jährigen schaut ihr entgegen. Erst allmählich und mit der Hilfe einer Psychologin kommt Angie dahinter, dass in ihr vier Persönlichkeiten zutage getreten sind: Pfadfinderin, Kleine Frau, Engel und Petze. Und die haben all das Schreckliche, das sie erleben musste, an das sie nach wie vor keine Erinnerung hat, ertragen. Nur jede ihrer Persönlichkeiten kennt einen Teil der Wahrheit. Aber wird Angie es ertragen, die Puzzleteile ineinander zu fügen? Oder wird sie daran zerbrechen?

„Scherbenmädchen“ beginnt mit einem Prolog, der den Leser sofort in das Geschehen hineinversetzt. Er schildert die Erlebnisse des Entführungstages. Und er endet mit der Abspaltung ihrer Persönlichkeiten:

„Zwischen deinen Schläfen breitete sich ein stechender Schmerz aus. […] Einen kurzen Augenblick lang hast du dich zu einem winzigen festen Lichtpunkt zusammengeballt und gespürt, wie du von deinem Körper abgetrennt wurdest. Du hast dich versteckt. Und wir haben dich verborgen gehalten, bis zu wieder in Sicherheit warst. Es war eine sehr lange Zeit.“ (Seite 11)

Diese außergewöhnliche Sichtweise auf eine dissoziative Störung zu erhalten, stellt den besonderen Reiz des Buches dar. Denn es wird nicht nur aus Angies Sicht, sondern auch aus der der anderen Persönlichkeiten erzählt, die zuweilen zu Wort kommen, Erklärungen liefern und für immer mehr Zusammenhänge sorgen, um die Puzzleteile aneinander zu fügen. Vor allem greifen diese Persönlichkeiten noch immer in Angies Leben ein. Sie schreiben ihr Briefe, sprechen ihr auf Band, ziehen verruchte Kleidungsstücke an oder lassen einen Slip im Supermarkt mitgehen. Doch sie schützen Angie auch, vor dem Unheil, das immer noch in ihr Leben eindringt. Ein ungeheuerlicher Verdacht lässt sie bald begreifen, dass sie auch schon vor ihrer Entführung eine innere Person in sich hat entstehen lassen. Eine, die sie gebraucht hat, weil sie etwas Schlimmes nicht ertragen hat.
„Scherbenmädchen“ liest sich durchweg unterhaltsam und spannend. Ich konnte es kaum aus der Hand legen! Dieser Roman sollte sich definitiv einreihen, in die Armada an Bestsellern der Problemliteratur wie „Tote Mädchen lügen nicht“ von Jay Asher, „Bevor ich sterbe“ von Jenny Downham, „Die Welle“ von Morton Rhue und „Nichts: Was im Leben wichtig ist“ von Janne Teller.

Liz Coley ScherbenmädchenJedoch ist mir am Ende des Romans ein kleiner Logikfehler aufgefallen: ««««««ACHTUNG SPOILER:»»»»»» Als das Foto des Entführers veröffentlicht werden soll (ohne die Entführung zu erwähnen), damit die Öffentlichkeit über den Verbleib des Mannes in den letzten Jahren vielleicht etwas beisteuern könnte, vermuten alle bereits, dass die Presse eins und eins zusammenzählen würde und darauf kommt, wer dieser Mann ist. Gegen Ende als Angie sich entschließt den Eltern von Sam nichts zu erzählen, erfahren diese jedoch, wer der Vater ihres Kindes ist. Dabei würden diese nun doch erst recht erfahren, dass Angie die Mutter ist, wenn die Presse eins und eins zusammenzählt! Schade, fand ich auch, dass man nicht mehr erfährt, wie der Entführer tatsächlich gestorben ist, da hätte ich noch eine haarsträubende Auflösung (von Engel) erwartet. ««««««ENDE SPOILER»»»»»»

Fazit: Trotz allem ein wirklich sehr lesenswertes Buch, das man nicht so schnell vergessen wird!

Veröffentlicht am 01.02.2018

Realistische Geschichte

Die Welt wär besser ohne dich
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Die amerikanische Autorin Sarah Darer Littman hat mit “Die Welt wär besser ohne dich” einen Roman geschrieben, der an die Substanz geht. Eine Geschichte über Cybermobbing und dessen Folgen, Eifersucht ...

Die amerikanische Autorin Sarah Darer Littman hat mit “Die Welt wär besser ohne dich” einen Roman geschrieben, der an die Substanz geht. Eine Geschichte über Cybermobbing und dessen Folgen, Eifersucht und Freundschaft. Wahnsinnig authentisch und sehr bewegend geschrieben. Ein Buch, das man so schnell nicht vergessen wird! Für Jugendliche ab 14 Jahren und interessierte Erwachsene.

Sydney hat ein wichtiges Vorsprechen in der Schule vor sich. Sie will eine Hauptrolle in “Die Schöne und das Biest” ergattern und ihre nervige, ältere Schwester Lara blockiert mal wieder das Bad! Schon seit vierzig Minuten hat sie sich darin eingeschlossen. Auch ihre Mutter ist Sydney nicht wirklich eine Hilfe. Sie, die Mitglied des Stadtrats ist und vor einer wichtigen Wahl steht, möchte lieber ungestört arbeiten, als sich in die Streitereien zwischen Sydney und Lara einzumischen. Also hämmert Sydney noch einmal wütend an die Badezimmertüre. “In diesem Moment meldet sich das erste leise Unbehagen, ein mulmiges Gefühl, dass heute irgendetwas anders ist. […] Doch es ist nicht die verschlossene Türe, die mich beunruhigt. Lara schließt sich immer im Badezimmer ein. Es ist die Stille. Die Tatsache, dass sie mich nicht durch die Tür hindurch anschreit. “Lara?” Meine wachsende Sorge verdrängt die Wut. “Ist alles okay bei dir?” Nichts. Nicht mal das kleinste plätschernde Geräusch. Mit einem Anflug von Panik haste ich die Treppe hinunter und stolpere fast auf den letzten Stufen. “Mum — ich glaube, mit Lara stimmt etwas nicht”! (Zitat aus “Die Welt wär besser ohne dich” S.12). Und tatsächlich, Sydneys Schwester, die vor einiger Zeit unter Depressionen litt, liegt bewusstlos und mit einer Reihe leeren Pillendosen in der Badewanne, was Polizei und Rettungssanitäter herausfinden, als sie die Türe öffnen. Lara wird ins Krankenhaus gebracht.
DSarah Darer Littman Die Welt wär besser ohne dichie lauten Sirenen haben auch die Nachbarskinder Bree und Liam darauf aufmerksam werden lassen. Ihre Familien waren früher eng miteinander befreundet. “Eine Zeit lang war sie [Lara] ziemlich durch den Wind. Da waren wir noch in der Middle School. Ihre Eltern haben das nicht an die große Glocke gehängt, deshalb weiß fast niemand davon. Laras Mutter ist doch Politikerin. Aber ich weiß es, denn wir waren mal die besten Freundinnen. Vor allem ihr ständiges Gejammer hat dazu geführt, dass wir es nicht mehr sind.” (Zitat S.17) Obwohl ihre Mutter es Bree und Liam verboten hat, gehen sie nach draußen und Bree schießt mit ihrem Handy sogar ein Foto von der bewusstlosen Lara, die gerade abtransportiert wird. Sie lädt es auf Facebook hoch. Das gefällt vor allem Liam nicht, der früher ebenfalls mit Sydney befreundet war und nur deshalb ihre Freundschaft hat auslaufen lassen, weil sich Jungs aus seiner Klasse darüber lustig gemacht haben. Doch jetzt will er wissen, wie es Sydney und ihrer Schwester geht. Und er will wissen, was passiert ist…

“Die Welt wär besser ohne dich” beginnt mit einem Prolog aus Laras Sicht, in dem sie mehrere öffentliche Einträge eines Jungen auf ihrer Facebook-Pinnwand liest. Mit ihm — Christian — hat sie seit längerer Zeit online gechattet. In ihn hat sie sich verliebt, obwohl sie ihn noch nie getroffen hat. Und plötzlich schreibt er die schlimmsten Sachen über sie: “Du bist so ätzend. Du bist eine miese Freundin. […] Du bist so eine Loserin. Die Welt wär besser ohne dich.” (Zitat S.9/10). Das Mädchen ist völlig fassungslos. Doch als sie ihm antworten will, merkt sie, dass er ihren Kontakt blockiert hat. Daran schließt die Perspektive von Sydney an, die endlich ins Badezimmer möchte und letztendlich auf eine bewusstlose Lara stößt. Der Roman gliedert sich in mehrere Teile auf. Teil eins ist die Gegenwart und umfasst Laras Suizidversuch und die unmittelbaren Folgen darauf. Ihre Einlieferung in eine Klinik und ihr Weiterleben zu Hause. Teil zwei beginnt zweieinhalb Monate vorher und erklärt, wie es zu diesen Aussagen Christians kommen konnte. Sarah Darer Littman Die Welt wär besser ohne dich “Die Welt wär besser ohne dich” berichtet jedoch nicht nur aus Sydneys und Laras Sicht, sondern lässt auch die Geschwister Bree und Liam zu Wort kommen. Diese Perspektiven lassen ein sehr umfassendes Bild entstehen und sorgen vor allem im zweiten Teil für eine unerwartete Überraschung. Was mir sehr gut an dem Roman gefallen hat, ist die Authentizität der Protagonisten, allen voran den Schwestern Lara und Sydney und ihrer Familie. Sydneys zwiespältigen Gefühle ihrer Schwester werden besonders deutlich hervorgehoben. Einerseits hat sie es satt, dass Lara immer im Mittelpunkt steht und mit Samthandschuhen angefasst wird und sie immer zurückstecken muss: “Lara! Wach auf”, schreie ich plötzlich. Ich habe es satt, zu warten, ich habe Lara satt, ich habe alles und jeden satt. Ich bin sauer, weil ich das Vorsprechen morgen bestimmt verpassen werde — nur wegen meiner Schwester und ihren endlosen Krisen.” (Zitat S.31) Andererseits fühlt sie sich wie “die schlimmste Schwester der Welt” (Zitat S.63) und ist sich ihrer egoistischen Verhaltensweisen bewusst. Diese Zerrissenheit beobachtet Sydney auch bei ihrer Mutter: “Sie erwidert meine Umarmung und ich atme den Duft ihres Parfüms ein, das sie immer trägt. Selbst wenn Lara in Stücke zerfällt — Mum würde trotzdem Make-up auflegen und sich anziehen, als wäre sie auf dem Weg zu einem Fototermin. Vielleicht ist das der Kleber, den sie benutzt, um sich selbst zusammenzuhalten.” (Zitat S.72) Womit ersichtlich wird, dass jeder anders mit Laras Tat umgeht. Der Vater beispielsweise hat es sich in einem persönlichen Rachefeldzug zur Aufgabe gemacht in umfangreichen Tabellen zu erfassen, wer auf Christians Aussagen wie reagiert hat, da es Leute gab, die geschrieben haben, warum sich Lara nicht einfach umbringt. Auch auf Brees hochgeladene Fotos wurde einiges gepostet. Schimpfwörter einer leidvollen Vergangenheit kamen wieder ans Tageslicht, als Lara noch etwas kräftiger war und “Specki” und “Speckisaurus” genannt wurde. Sarah Darer Littman Die Welt wär besser ohne dichDie Gefährlichkeit von Cybermobbing tritt in aller Deutlichkeit hervor. Es ist erschreckend zu lesen, was Worte ausrichten können, wenn sie in einer virtuellen Welt geschrieben werden und das Leben eines jungen Menschen so drastisch verändern können. Das wird sogar Sydney bewusst: “Ich schalte mein Handy aus. […] Ich will nichts mehr von dieser widerlichen, gemeinen, geisteskranken Welt wissen. Und plötzlich verstehe ich, warum Lara es getan hat. Es ist nicht einfach, Laras Schwester zu sein. Wäre sie nur eine Mitschülerin, wäre ich wahrscheinlich nicht mit ihr befreundet. Aber sie ist meine Schwester. Und niemand, niemand, Schwester oder nicht, verdient, was da gerade mit ihr auf Facebook passiert.” (Zitat S.49) Der Roman liest sich durchgehend spannend und lässt kaum einen ruhigen Moment zu. Er fordert seine Leser dazu auf, sich auch mit unbequemen Wahrheiten auseinanderzusetzen und beispielswiese sein eigenes Online-Verhalten unter die Lupe zu nehmen. Das Ende ist realistisch und macht nachdenklich.

Ideal auch als Schullektüre beziehungsweise für eine Buchvorstellung!

Veröffentlicht am 01.02.2018

Perfekte Schullektüre

Unsichtbare Wunden
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Unsichtbare Wunden” von der deutschen Autorin Astrid Frank ist ein Roman über ein hochbrisantes Thema: Mobbing. Vor dem Hintergrund eines tödlichen Unfalls, der vielleicht keiner war, erzählt sie die Geschichte ...

Unsichtbare Wunden” von der deutschen Autorin Astrid Frank ist ein Roman über ein hochbrisantes Thema: Mobbing. Vor dem Hintergrund eines tödlichen Unfalls, der vielleicht keiner war, erzählt sie die Geschichte eines jungen Mädchens, das unverhofft zum Opfer wird. Eine authentische Schilderung, von der Entstehung bis hin zu ihrem dramatischen Ende. Äußerst packend und ergreifend geschrieben. Ein Buch, das man so schnell nicht aus den Händen legen wird! Für Jugendliche ab 12 Jahren und interessierte Erwachsene.

September 2013. Zu ihrem 13. Geburtstag erhält Anna, deren Mutter vor fünf Jahren an einem Tumor gestorben ist, von ihrem Vater ein Tagebuch. “Für deine Geheimnisse”, hat Papa gesagt, als ich dich [das Tagebuch] aus dem Geschenkpapier gewickelt habe. “Ich habe doch gar keine Geheimnisse, habe ich geantwortet. “Noch nicht”, hat Papa gesagt. “Aber mit 13 bekommt man welche.” (Zitat aus “Unsichtbare Wunden” S.7) Und allmählich gibt es dann doch ein paar Dinge, die Anna ihrem Tagebuch anvertraut. Dinge, die sie ihrem Vater nicht erzählt. Wie sich in der Schule einiges verändert hat, seit Nina — eine neue Mitschülerin — zu ihnen gekommen ist. Denn Manu, Annas beste Freundin und Seelenverwandte, ist auf einmal auch mit Nina eng befreundet. Die beiden spielen Karaoke auf der Playstation, lachen über Sachen, Astrid Frank Unsichtbare Wundendie Anna gar nicht lustig findet und Nina wagt es sogar, obwohl sie neu ist, sich den allgemeinen Frozzeleien über Anton anzuschließen. Anton, den Anna schon seit dem Kindergarten kennt, der ihr bester Freund ist. Der zwar den schwarzen Gürtel hat, sich aber nie traut sich zu wehren. Anna verteidigt ihn, auch gegenüber Nina, was dieser gar nicht gefällt. Und plötzlich wird Anna immer öfters von gemeinsamen Unternehmungen ausgeschlossen. Ins Ferienlager fahren Manu und Nina ohne sie. Sogar an Annas 14. Geburtstag gehen die beiden lieber auf ein Konzert, anstatt mit ihr zu feiern. Sie fragen nicht einmal, ob Anna mitkommen möchte. Richtig schlimm wird es, als Manus heimlicher Schwarm Paul eher an Anna als an Manu interessiert zu sein scheint. Ihre ehemals beste Freundin beschimpft sie, wie sie es wagen kann Paul anzubaggern, obwohl das doch eigentlich anders herum war. Bald fangen die ersten Hänseleien an. Alle anderen aus ihrer Clique wenden sich nach und nach von ihr ab. Niemand will mehr etwas mit Anna zu tun haben. Außer Anton, der aber selbst gedisst wird. Dann geht das Mobbing richtig los. “Ich weiß langsam nicht mehr, was mit mir los ist, ich könnte den ganzen Tag nur noch heulen. Meine Finger zittern und mein Herz beginnt zu rasen, sobald ich morgens die Augen aufmache und mir die Schule einfällt.” (Zitat S.201) Haben die anderen Recht? Ist wie vielleicht wirklich so scheiße? Allmählich richtet Anna den Hass der anderen gegen sich selbst…

Astrid Frank Unsichtbare Wunden“Unsichtbare Wunden” ist aus interessanten Erzählperspektiven geschrieben. Es beginnt mit einem Tagebucheintrag im Jahre 2013, als Anna dieses von ihrem Vater zum 13. Geburtstag geschenkt bekommt. Dann wechselt die Geschichte abrupt in das Jahr 2015 und schildert die Perspektive eines Polizisten, der eine Frau beruhigt, die soeben einen Unfall erlebt hat. Sie ist mit dem Auto auf der Bundesstraße entlanggefahren, als plötzlich wie aus dem Nichts ein Pferd samt Reiter dort hinaufgaloppiert ist. “Wenn das Pferd doch nur reden könnte. Vielleicht könnte es ihnen sagen, was genau passiert war. Aber es konnte nicht reden. Es bäumte sich auf, es wieherte, es schlug mit dem Kopf, aber es sprach kein verständliches Wort. Und es würde ihm nicht dabei helfen, den Eltern die schrecklichste Nachricht zu überbringen, die Eltern überhaupt nur erhalten konnten: die Nachricht, dass ihr Kind soeben bei einem grauenvollen Unfall ihr Leben verloren hatte.” (Zitat S.14) Es war Anna, die auf dem Pferd saß. Anna, die nun tot ist. Ihr Vater, dessen Sicht ebenfalls in dem Roman mit einfließt, kann es nicht fassen. Nun hat er nicht nur seine Frau verloren, sondern auch seine einzige Tochter. Doch vor allem die Umstände des Unfalls irritieren ihn: “Bundesstraße? Anna ritt nie über die Bundesstraße, die durch den Wald führte! Das hatte sie ihm fest versprochen! Und Elrond sollte durchgegangen sein? Elrond war noch nie durchgegangen! Nicht einmal, als er von diesem Hund angegriffen und verletzt worden war! Nein, das konnte nicht wahr sein. Er träumte nur irgendeinen blöden Albtraum, aus dem er gleich erwachen würde.” (Zitat S.19) Auch Anton, dessen Perspektive immer wieder eingeblendet wird, macht sich Gedanken darüber. War dieser Unfall vielleicht gar kein Unfall? Während der Leser ebenso ahnungslos ist wie Anton und Simon — Annas Vater — wird das aktuelle Geschehen (und Simons Rachegedanken) immer wieder von Tagebuchausschnitten unterbrochen. Annas komplette Geschichte Astrid Frank Unsichtbare Wundenwird durch diese kursiv abgedruckten Ausschnitte erzählt. Das Datum ihrer Erzählungen nähert sich dem Unfalldatum hierbei unweigerlich. Dies erzeugt unglaublich viel Spannung, zieht den Leser geradezu in einen Sog und liest sich sehr sehr emotional. Denn Annas Vater liest dieses Tagebuch, obwohl er dies nie zuvor getan hat. Obwohl er Annas Sorgen, die sie ihm zwischendurch einmal anvertraut hat, nie so ernst genommen hatte. Durch seine Andeutungen über das Gelesene, zum Beispiel als er einen von Annas Mitschülern bei der Beerdigung wütend anfährt, erhält man immer mehr Informationen, die man sich mit den Tagebuchausschnitten nach und nach zusammenpuzzeln muss: “Jetzt war Paul dran. Ein blasser Junge, der mit den Tränen kämpfte, während er ans Grab trat. […] “Das hättest du dir vielleicht vorher überlegen sollen”, zischte er ihm zu. Paul zuckte zusammen. […] “Wie bitte?” “Scher dich weg”, stieß Simon Martin hervor. “Du hast kein Recht, hier zu stehen und so zu tun, als wärst du traurig! Geh! Geh!” (Zitat S.57) Was hat Paul getan? Wer hat Schuld an dem Mobbing? Gibt es überhaupt einen Schuldigen? Oder sind es mehrere? Ein interessantes Zitat von Albert Einstein taucht zu diesen Fragen bereits zu Beginn des Romans auf: “Die Welt ist viel zu gefährlich, um darin zu leben — nicht wegen der Menschen, die Böses tun, sondern wegen der Menschen, die daneben stehen und sie gewähren lassen.” (Zitat S.11) Es ist jedoch auch die Frage, ob man das Unglück hätte verhindern können, die sowohl Anton als auch Simon beschäftigen: “Wann hätte man das Blatt wenden können? An welcher Stelle hätte er noch die Chance gehabt zu verhindern, was geschehen war? Wo hätte er eingreifen müssen, damit Anna nicht vor dieses Auto gefallen und gestorben wäre?” (S.79) Dramaturgisch ist die Geschichte, Astrid Frank Unsichtbare Wundenvor allem die Entwicklung des Mobbings, sehr gut aufgebaut. Es zeigt dessen Entstehung, die Veränderung einer Freundschaft und die der Hauptfigur durch die bald täglichen Angriffe auf äußerst realistische Weise. Man kann sich unheimlich gut in Anna hineinfühlen. Die Sprache ist einfach, klar und sehr flüssig. Das Cover sowie der Titel des Buches sind absolut passend gewählt. Letzterer wird von Anna selbst in einem Abschnitt erklärt und ist zugleich signifikant für Mobbing: “Manchmal wünschte ich, sie würden mich schlagen. Denn wenn man geschlagen wird, gucken die Leute hin! Nur wegen ein paar gemeiner Worte oder Blicke greift niemand ein. Wenn sie mich schlagen würden, dann hätte ich sichtbare Wunden! […] Meine Wunden sind tiefer. Sie sind unter meiner Haut verborgen und damit unsichtbar. Sie sind in meinem Herzen, in meinem Bauch, meinem Kopf und meiner Seele. Sie zerstören mich von innen heraus. Und niemand bekommt es mit.” (Zitat S.236)
Interessanterweise hat Astrid Frank das Thema Mobbing aufgrund einer eigenen Erfahrung in ihrer Familie (die ihres Sohnes) aufgegriffen, um darüber einen Roman zu schreiben. Auf einer eigenen, sehr gelungenen Internetseite zum Buch erfährst du jede Menge Tipps und Anregungen um mit Mobbing umzugehen.

“Unsichtbare Wunden” eignet sich zudem hervorragend für eine Buchvorstellung oder als Klassenlektüre.