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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.12.2016

ein unglaubliches Gotteszeugnis

Berufen, den Menschen zu dienen
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Inhalt

Kent und Amber leben zusammen mit ihren zwei Kindern Ruby und Stephan in Liberia, denn dort arbeitet Kent als Missionsarzt. Doch dann bricht Ebola in Westafrika aus und entwickelt sich zu einer ...

Inhalt

Kent und Amber leben zusammen mit ihren zwei Kindern Ruby und Stephan in Liberia, denn dort arbeitet Kent als Missionsarzt. Doch dann bricht Ebola in Westafrika aus und entwickelt sich zu einer Epidemie. Kents Arbeit und auch das ganze Familienleben verändern sich von Grund auf. Es gibt zu viele Kranke, zu wenige Ärzte und Pfleger, zu wenige Medikamente und medizinische Hilfsmittel. Dazu kommen die lokalen Traditionen, die den Kampf gegen Ebola erschweren. Trotz hoher Sicherheitsmaßnahmen, infiziert sich Kent mit dieser schrecklichen Krankheit. Und erneut verändert sich das Leben der kleinen Familie von einem Moment auf den anderen.


Meine Meinung

Anfangs wird über Ebola allgemein und über die Arbeit vor Ort informiert. Diese Informationen waren sehr interessant und nötig, sich die Situation vorstellen zu können. Ich hatte damals die Ebola-Epidemie nicht aktiv verfolgt und daher fehlten mir einige wichtige Fakten. Ich kann mir allerdings gut vorstellen, dass auch jemand, der die Situation intensiver verfolgt hat, beim Lesen einiges Neues erfährt.
Anschließend wurde berichtet, wie Gott von Anfang an Kents und Ambers Weg bereitet und begleitet hat. Es wird erzählt, wie sie sich kennen lernten und schließlich heirateten, wie in beiden der Wunsch zu missionieren wuchs und wie Gott sie darauf vorbereitet hat. Diese Vorgeschichte erscheint einem vielleicht im ersten Moment als unwichtig. Doch sie ist es keineswegs. Man bekommt dadurch gleich zu Beginn einen Eindruck wie Gott diese beiden Menschen führt und bei ihnen ist. So kann man den folgenden Seiten viel besser folgen und die Situation verstehen. Zudem ist es einfach schön zu lesen, wie Gott auch in den alltäglichen, „kleinen“ Dingen wirkt; dass er einen Plan für uns hat und diesen gut vorbereitet hat.
Danach geht es in der Geschichte in Liberia weiter. Kent und Amber berichten von den ersten Ebola-Fällen und wie sie persönlich und auch wie das Krankenhaus, an dem Kent arbeitet, darauf reagiert haben. Es folgt seine Krankheit sowie seine Evakuierung. Vor allem diese Kapitel haben mich sehr berührt. Manchmal habe ich sogar geweint.

Kents und Ambers Gedanken, Gefühle und Reaktionen sind nachvollziehbar. Sie öffnen sich sehr dem Leser, wovor ich sehr großen Respekt habe. Auch dadurch, dass Amber und Kent mehr oder weniger abwechselnd aus ihrer Perspektive das Geschehene berichten, kann man sich besonders gut in die jeweilige Person hineinversetzten. Zudem bekommt man dadurch sowohl Kents Sicht als Arzt und Patient als auch Ambers Sicht als Missionarsfrau und Frau eines Ebola-Patienten mit.

Der Ausgang der Krankheit und wie es danach mit der kleine Familie weiter ging, wird ausführlich erzählt, was mir gut gefallen hat. Allerdings berichtet Kent auch von ihrer Berufung, Menschen zu diene. Diese Betonung auf den Dienst an den Menschen finde ich etwas schwierig, da er auch durch den Buchtitel sehr präsent ist. Einerseits muss man als Christ offen die Wahrheit sagen können, ohne dass man dies ihm vorwirft. Andererseits wirkt es für Außenstehende – und auch teilweise auf mich – so, als seien Kent und Amber von sich überzeugt, im Sinne von „Ach sind wir nicht tolle, demütige, dienende Christen.“ Vielleicht bin ich da etwas überempfindlich, aber auf mich wirkt das ein wenig angeberisch, eingebildet und nicht demütig. Im ganzen Buch hatte ich aber nicht den Eindruck, dass die beiden damit angeben wollen. Nachdem ich eine Weile darüber nachgedacht habe, finde ich die abschließenden Worte sehr schön, denn sie regen zum Nachdenken an und finden im angemessenen Rahmen statt. Außerdem bekommt man Dank Kents Schreibweise nicht den Eindruck, dass er sich etwas darauf einbildet. Den Titel hätte man dennoch anders gestalten sollen. Denn so bekommt man gleich zu Beginn einen falschen Eindruck von Kent und Amber, fängt daraufhin überhaupt nicht an das Buch zu lesen und bleibt bei seiner falschen Meinung.


Fazit

Abgesehen von den ganzen Informationen über Ebola ist diese Geschichte ein unglaubliches Gotteszeugnis. Nicht nur, weil Kent und Nancy wieder gesund wurden, sondern auch, weil sie zeigt, was unerschütterliches Gottvertrauen ausmacht. Amber und Kent müssen so viel durchstehen, jeder hat seine eigene Last, und doch kommen keine Zweifel an Gott und seine Herrlichkeit auf. Ich beneide sie keineswegs um diese Situation, doch ich bewundere ihre Stärke und ihr Vertrauen auf Gott. Zudem zeigt sich durch ihre Geschichte deutlich, dass und wie Gott in unserem Leben wirkt. Er hat einen Plan für uns.

Veröffentlicht am 12.12.2016

klassische Fantasy, so wie sie sein soll

Tochter der Träume
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Inhalt

Leyna wächst als einfaches Mädchen in einem armen Bergdorf auf. Dort wohnt sie mit ihrer Mutter, ihrem kleinen Bruder sowie mit ihrem besten Freund Lodon und dessen kleinen Bruder Kilian.
Jedes ...

Inhalt

Leyna wächst als einfaches Mädchen in einem armen Bergdorf auf. Dort wohnt sie mit ihrer Mutter, ihrem kleinen Bruder sowie mit ihrem besten Freund Lodon und dessen kleinen Bruder Kilian.
Jedes Jahr aufs Neue wählt an einem bestimmten Tag jeder der vier Götter ein Gotteskind aus. Ursprünglich sollten diese dann zusammen den König beraten, damit das Volk in Frieden leben kann.
Allerdings versuchten irgendwann die Gotteskinder den König vom Thron zu stürzen. Der alte König wurde dabei getötet, doch die Kinder wurden von dessen früheren Berater aufgehalten. Seitdem herrscht dieser als König über das Land. Und seitdem werden jedes Jahr aufs Neue die Gotteskinder von den Soldaten verschleppt.
Doch als der Tag der Erwählung erneut gekommen ist, offenbart sich ein Gotteskind dem Volk nicht. Leyna spürt genau, dass sie auf einmal die Macht Caidras, der Göttin des Herbstes, in sich trägt, doch ihr Mal erscheint einfach nicht auf ihrer Schulter. Die Soldaten wissen nicht, was sie nun tun sollen und wollen deshalb einfach Kilian mitnehmen. Daraufhin gesteht Leyna verzweifelt, dass sie das Gotteskind ist. Doch ohne das Mal glauben die Soldaten ihr nicht und nehmen Kilian stattdessen mit sich.
Mit schweren Herzen verlässt Leyna in der folgenden Nacht ihre Familia, um Kilian zu retten. Unterwegs lernt sie ihre Kräfte kennen und findet auch treue Begleiter, die sie bei den verschiedensten Herausforderungen unterstützen. Wird Leyna Kilian und das ganze Volk befreien können? Und ist der König wirklich, der der er zu sein scheint?


Meine Meinung

Mir hat der erste Band von Tochter der Träume sehr gut gefallen. Er besteht aus genau der richtigen Mischung von Ereignissen und Erklärungen. Auch die Naturbeschreibungen sind genau richtig, nicht zu lang, aber lang genug, dass man sich die Umgebung sehr gut vorstellen kann.
Ich konnte der Geschichte sehr gut folgen. Man hat sich in der Welt nicht verirrt. Und selbst wenn man etwas die Orientierung verlieren sollte, gibt es eine Landkarte, die im gedruckten Buch abgebildet ist – allerdings nicht im E-Book.
Leyna als Hauptfigur hat mir sehr gut gefallen. Manchmal war sie allerdings etwas dickköpfig und hat das Große und Ganze aus den Augen verloren. Auch hat mich gestört, dass sie nicht damit zurecht kam, jemanden getötet zu haben, aber ohne schlechtes Gewissen Sivan in Situationen zwingt, in denen er für Leyna Menschen umbringen muss. Diese Tote zählt sie aber nicht zu denen, die sie verschuldet hat.
Aber irgendeine Schwäche braucht jeder Charakter. Und um diese Schwäche auszugleichen, hat sie Sivan. Auch Tarin ist wichtig, denn er lehrt sie Magie. Für manche mag Leyna vielleicht zu begabt im Kampf und in der Magie sein, doch ich finde, eine Heldin darf das auch ruhig sein. Sie wurde von der Göttin erwählt und somit ist es kein Wunder, dass in ihr ungewöhnliche Gaben schlummern. Die Figur Urs rundet die Truppe ab. Manchmal ist er ganz schön nervig, aber irgendwie ist er auch ganz süß. Was mir besonders an diesen vieren gefällt, ist, dass sich keine oder kaum eine Liebesgeschichte anbahnt. Tarin und Sivan kommen gut miteinander klar. Es gibt keine Eifersucht oder Neid. Ich fand dies sehr erfrischend und entspannend. Tarin erkennt Sivans Stärken im Kampf und beim taktischen Denken an, und respektiert seine Entscheidungen und Befehle. Es entsteht kein Ego-Gehabe um Leyna oder wer männlicher ist. Wie gesagt, hat mir das sehr gut gefallen.
Außerdem ist die Geschichte gut durchdacht. Sie enthält demnach keine Logikfehler. Manchmal scheint es einem im ersten Moment so, doch im Nachhinein wird die Gegebenheit bzw. der Vorfall logisch erklärt.
Dazu kommt, dass die Geschichte nicht nur aus Leynas Perspektive erzählt wird. Auch Lodon, Sivan, Tarin und sogar der König mit seinem Schurken Dranoel kommen zu Wort. Diese Einblicke finde ich sehr interessant. Sie machen die ganze Geschichte noch spannender und man wird dadurch nur noch neugieriger. Außerdem kann man tiefer in die Geschichte eintauchen, da man einen besseren Überblick über die ganze Welt und die verschiedenen Personen bekommt.

Zudem fand ich die Geschichte sehr schön gestaltet. Nicht nur das Cover, sondern auch die Innengestaltung finde ich sehr schön. Vor allem unter den E-Books gibt es wenige, die mir so gut gefallen haben, denn jedes Kapitel beginnt mit der gleichen wunderschönen Verzierung.


Fazit

Alles in allem ist Tochter der Träume. Land im Schatten eine wundervolle Fantasygeschichte, so wie sie sein soll. Sie besitzt die richtige Mischung aus Ereignissen und Beschreibungen, aus Erklärungen und offen gebliebenen Fragen. Man taucht sofort in die Welt von Leyna ein und möchte am liebsten immer weiter lesen. Ich bin schon sehr auf den nächsten Band gespannt.

Veröffentlicht am 01.11.2016

berührt das Herz und regt zum Nachdenken und Handeln an

LOVE YOUR NEIGHBOUR
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Inhalt

David Togni hat mit seinen relativ jungen Leben schon sehr viele Tiefen, aber auch Höhen erlebt. In diesem Buch erzählt er von diesen: wie er mit Gott aufgewachsen ist, sich von ihm losgesagt hat ...

Inhalt

David Togni hat mit seinen relativ jungen Leben schon sehr viele Tiefen, aber auch Höhen erlebt. In diesem Buch erzählt er von diesen: wie er mit Gott aufgewachsen ist, sich von ihm losgesagt hat und wieder zu Jesus fand. Seine Glaubenserfahrungen und die Wunder, die er miterlebt hat oder die Jesus durch ihn gewirkte, haben mich sehr berührt. Wer also eine Lebensgeschichte lesen will, bei der man spürt wie Gott immer noch lebendig ist und in uns wirkt, der muss einfach diese Geschichte lesen. Von Davids Leben selbst, möchte ich hier noch gar nichts erzählen, das muss man einfach selbst lesen.


Meine Meinung

Allgemein
Den Einstieg fand ich etwas schwierig, ja vielleicht sogar langweilig – allerdings waren daran wohl auch meine falschen Erwartungen Schuld. Man erfährt wie David durch Gott auf die Idee gekommen ist, das Modelabel Love Your Neighbour (kurz: LYN) zu gründen. Es ist zwar interessant, allerdings hätte ich mir das zu einer späteren Stelle gewünscht. Als ich das Buch aufschlug, war ich gespannt auf seine Lebensgeschichte und nicht auf LYN. Allerdings dreht sich das ganze Buch, um gelebte Nächstenliebe, weshalb es wohl berechtigt ist, erst das Projekt dazu vorzustellen.
Als es dann zu seiner Lebensgeschichte kam, war ich richtig gefesselt. Andrea Specht erzählt die Ereignisse aus Davids Perspektive sehr eindrücklich. Nicht nur einmal kamen mir die Tränen, sei es aus Traurigkeit, oder weil mein Herz so sehr berührt wurde. Was bei seiner Lebensgeschichte ganz wichtig ist, man muss als Leser bereits sein, daran zu glauben, dass Gott alles möglich macht. Egal, ob Krankenheilung, Dämonenaustreibung oder Zungenrede bzw. Sprachengebet. Mit Gott ist alles möglich und er bewirkt heute noch die gleichen Wunder wie zu Zeit Jesu, wie im Alten Testament. Aber ich muss zugeben, mir ist es anfangs auch nicht leicht gefallen, das alles zu glauben. Zu leicht zweifelt man daran, weil man es einfach nicht gewohnt ist und nicht mehr wirklich daran glaubt.

Sprache
Obwohl ich wirklich von diesem Buch begeistert bin, finde ich es schade, dass so viele (ungebräuchliche) englische Wörter verwendet wurden. Das hat das Lesen schon erschwert, obwohl ich die Wörter verstand. Mag sein, dass David in Wirklichkeit so redet, aber seine lockere, offene Art wurde dem Leser auch ohne die Anglizismen übermittelt. Und wegen diesen kann z.B. meine Oma das Buch nicht lesen, da damals kein Englisch an der Volksschule gelehrt wurde.

Nächstenliebe
Dieser Kritikpunkt ist zwar schade, wiegt aber nicht die positiven Seiten auf. Denn seitdem ich von Davids Geschichte gehört habe und erst recht nachdem ich davon gelesen habe, wächst in mir das Bedürfnis anderen Menschen zu helfen und ihnen von Jesus zu erzählen. Ich bewundere wie menschlich David mit Obdachlosen umgeht, wie er ihnen hilft und Nächstenliebe lebt. Die zahlreichen Beispiele wie er das konkret im Alltag umsetzt, helfen einem ungemein dabei, eine Vorstellung davon zu bekommen. So kann man sich besser über seine eigenen Möglichkeiten klar werden und diese umsetzen.

Darstellung Davids
Allerdings erscheint dadurch einem David manchmal auch als Super-Christ, der etwas eingebildet ist und den man beneidet. All die positiven Eigenschaften, von denen Andrea Specht erzählt, werden ja doch aus seiner Perspektive erzählt und somit spricht er von sich selbst in positiver Weise. Da fällt es mir persönlich schwer zu unterscheiden, ob das berechtigte, sachliche Selbstbetrachtung oder Einbildung ist. Nicht nur mir erging das so, sondern auch einer weiteren Teilnehmerin der Leserunde. Das ist daher sehr schade. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, das David eingebildet ist – dafür redet er zu liebevoll von anderen Menschen.
Gegen den Neid hilft er einem manchmal selbst. Er lässt das Negative ja schließlich nicht aus. Außerdem erzählt er immer, dass Jesus in ihm wirkt, und nicht er selbst es bewirkt. Seine Demut ist zwar ebenfalls bewundernswert, aber man braucht nicht neidisch auf David sein. Das musste ich mir bei der Lektüre und beim Nachdenken darüber immer wieder vor Augen halten. Er musste und muss immer noch sehr viel durchleiden. Und schließlich kann weder er noch ich etwas ohne Gott bewirken. Daher muss ich mich nicht schämen, wenn Gott nicht in solcher Weise durch mich wirkt. Es liegt in seinem Ermessen, wen er zu was gebrauchen kann. Ich bin schon gespannt, was er mit mir vorhat. Denn auch wenn mich Davids Engagement angesteckt hat, werde ich wohl doch nicht in gleicher Weise tätig sein können. Aber ich möchte nun Menschen mit Liebe begegnen, ihnen helfen, für sie beten und wenn möglich von Jesus erzählen.


Gestaltung

Die Farbe Gold zieht sich durch das ganze Buch. Sie befindet sich nicht nur auf dem Cover, sondern auch das Vorsatzpapier ist Gold. Ebenso sind alle möglichen Auszeichnungen im Text durch das Gold zusätzlich hervorgehoben. Zudem werden in der gleichen Farbe im Fließtext immer wieder einzelne Sätze besonders hervorgehoben. Allerdings ist es hin und wieder vorgekommen, dass der hervorgehobene Satz im Fließtext erst nach der Hervorhebung auftaucht. Das fand ich dann etwas verwirrend. Auch haben mich diese Hervorhebungen im Lesefluss gestört. Sie sind zwar schön und besonders, aber bringen meiner Meinung nach keinen Mehrwert für die Geschichte.
Zu Beginn jedes Kapitels befindet sich auf der linken Seite ein schwarz-weiß-Foto. Am Ende des Buches sind dann auch nochmal zwei Doppelseiten durch schwarz-weiß-Fotos gefüllt.


Fazit

Das Buch ist für alle, die die Geschichte hinter dem Modelabel Love Your Neighbour interessiert.
Für alle, die eine wahre Geschichte über Gottes Wunder und Wirken in der Gegenwart lesen möchten.
Für alle, die sich von Davids Nächstenliebe anstecken lassen möchten.
Und wegen der Sprache bzw. den englischen Ausdrücken ist die Geschichte besser für junge Erwachsene und Junggebliebene geeignet.
Alles in allem kann ich dieses Buch nur empfehlen. Davids Geschichte hat mich sehr berührt, zum Nachdenken angeregt und motiviert, selbst wie David zu handeln.

Veröffentlicht am 25.10.2016

Ein Muss für diesen und alle weiteren Winter!

Die silberne Königin
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Inhalt

Emma muss selbst als junge Frau in den Bergwerken der Stadt Silberglanz arbeiten, um sich und ihren Vater durch den Winter zu bringen, den ewigen Winter. Frühling und Sommer sind für die Menschen ...

Inhalt

Emma muss selbst als junge Frau in den Bergwerken der Stadt Silberglanz arbeiten, um sich und ihren Vater durch den Winter zu bringen, den ewigen Winter. Frühling und Sommer sind für die Menschen längst Legenden. Das Land Glanzvoll wird bereits seit Jahren von der eisigen Kälte regiert. Und dessen König Casper entstammt einer Familie, die genauso eisig und grausam wie der Winter ist. Jeder seiner Untertanen versucht ihm so gut es geht aus dem Weg zu gehen.
So ist Emma ihm nie begegnet, obwohl sie in der gleichen Stadt wie der König aufgewachsen ist. Doch eines Tages gerät sie zu nah an das Schloss heran und erblickt den Schatten des Königs im Fenster. Kurz darauf wird sie von einem schwarzen Schatten verfolgt. Ohne es selbst zu wissen gerät Emma so immer mehr in Gefahr …


Meine Meinung

Die Geschichte nimmt einen von Anfang an bis hin zur letzten Seite gefangen. Man möchte am liebsten ständig weiterlesen. Der Schreibstil ist flüssig und einfach klasse. Auch die Charaktere wirken auf mich lebendig und echt. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen, natürlich v.a. in Emma.
Das Besondere an dieser Geschichte ist, dass es eigentlich zwei Geschichten sind. Denn in Emmas Geschichte ist durch Madame Weltfremd die Geschichte der silbernen Königin eingebettet. Als Madame Weltfremd diese dann aus bestimmten Gründen nicht mehr fortsetzen kann, erzählt Emma selbst sie weiter. So durchzieht die Geschichte der silbernen Königin das ganze Buch und lässt es zu einer Einheit werden. Die Abschnitte von Emmas Geschichte und der Geschichte der silbernen Königin haben eine gute Länge. Auch wechseln sie sich zu passenden Zeitpunkten ab, wodurch nicht nur einmal die Spannung gehalten wird und man daher gleich weiter liest.
Das Ende hat mir gut gefallen, und lässt keine Fragen oder Wünsche offen. Allerdings zieht es sich ein wenig in die Länge, was ich persönlich aber nicht so schlimm fand, da noch einiges passiert.
Allerdings fällt es einem anfangs etwas schwer die Begriffe Glanzvoll und Silberglanz richtig einzuordnen. Deshalb nochmal: Glanzvoll ist das ganze Land und Silberglanz die Stadt.


Fazit

Die in der Winterlandschaft eingebettete Geschichte wirkt auf einen wie ein wunderschönes Märchen. Sie eignet sich daher perfekt für kalte Herbst- und Wintertage. Mit einer kuscheligen Decke und einer Tasse Tee möchte man das Buch überhaupt nicht mehr weglegen. Ich werde daher die Geschichte ganz bestimmt noch einmal lesen und empfehle sie unbedingt weiter!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Atmosphäre
  • Figuren
  • Gefühl
  • Handlung
Veröffentlicht am 19.10.2016

Muslime verstehen und lieben lernen

Basiswissen Islam
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„Es ist wichtig, die Lebens- und Denkweise der Muslime zu verstehen, um mit ihnen sinnvoll kommunizieren zu können. Überzeugte Christen müssen richtig über den Islam informiert werden. Oft beruhen allgemein ...

„Es ist wichtig, die Lebens- und Denkweise der Muslime zu verstehen, um mit ihnen sinnvoll kommunizieren zu können. Überzeugte Christen müssen richtig über den Islam informiert werden. Oft beruhen allgemein verbreitete Vorstellungen auf Falschinformationen und lösen eher Ängste aus, anstatt zu helfen.“ (Seite 17)

„Ein Grund für den geringen Kontakt zwischen Christen und Muslimen ist Unwissenheit, wodurch Angst entsteht, die dazu führt, dass man den Kontakt mit Muslimen meidet. Dieses Buch soll Christen helfen, den Islam und die Muslime kennenzulernen, dann die Furcht zu verlieren und anzufangen, herausfordernde Fragen zu stellen.“ (Seite 179)


Inhalt

Dieses Buch beinhaltet sowohl eine detaillierte Einführung in die Lehre des Islam, als auch ausführliche, praktische Tipps für den Umgang mit Muslimen. Außerdem werden einem Hilfestellungen gegeben, wie man Argumente gegen den christlichen Glauben widerlegen kann und wie man mit diesen umgehen kann. Zum Schluss gibt es noch einen Überblick über aktuelle Entwicklungen.
In der Leseprobe findest Du sowohl das ausführliche Inhaltsverzeichnis, welches Dir einen genaueren Überblick über den Inhalt gibt, als auch das Vorwort, welches Dir eine detailliertere Erläuterung zur Zielsetzung des Buchs bietet. Zudem enthält die Leseprobe den Anfang des ersten Kapitels, wodurch Du selbst einen Einblick in den Aufbau und die Gestaltung des Buchs bekommst.


Meine Meinung

Allgemein
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es bietet zum einem einen sehr guten Überblick über den islamischen Glauben und zum anderen hilft er beim Umgang mit den Muslimen. Gerade beim Lesen von Literatur, die allein die islamische Lehre einem näher bringt, entwickelt sich in mir eine Abneigung gegen den Islam und leider auch somit eine Abneigung gegen die Muslime. Dies ist mir zwar auch hier passiert, als ich die verqueren Lehren gelesen habe, aber dafür hat mich der zweite Teil aufgerüttelt und meine negativen Gefühle verschwinden lassen. Die Muslime sind dann für einen selbst nicht mehr die Bösen, sondern Menschen wie Du und ich, die von dem Islam befreit werden müssen. Zudem wird auch das Verhalten vieler Christen in der Vergangenheit und der Zukunft kritisch betrachtet, sodass man versteht, welche Fehler wir bereits begangen haben und was wir im Umgang mit den Muslimen in Zukunft besser machen müssen.
Besonders das Kapitel zu den aktuellen Entwicklungen hat mir geholfen, die ganzen verschiedenen islamischen Richtungen und Gruppierungen unterscheiden zu können. Ich werde dieses Kapitel wohl noch öfters durchlesen, bis ich die einzelnen Gruppen auseinanderhalten kann. Diese aktuellen Entwicklungen sind auch auf dem neuesten Stand – zumindest für das Jahr 2015, in dem die 6. Auflage, die ich rezensiere, herauskam. Leider ist bei anderen Angaben von Zahlen nicht immer erkenntlich, ob das der Stand der 1. oder der 6. Auflage ist.

Strukturierung des Buches
Das Buch kann zudem von Anfang an oder kapitelweise gelesen werden. Somit wiederholen sich zwar an manchen Stellen die Informationen, aber das schadet auf keinen Fall. Denn man erfährt in diesem Buch so viel, dass man diese sowieso nicht alle beim ersten Mal Lesen behalten kann. Außerdem werden immer wieder, meist nach größeren Unterkapiteln, mögliche Fragen aufgelistet, die man einem Muslim in einem Gespräch über den Glauben stellen kann. Diese sind so formuliert, dass der islamische Glaube nicht direkt angegriffen oder kritisiert wird, sondern vielmehr der Muslim seinen Glauben selbst hinterfragen muss, um eine Antwort geben zu können. Dabei ist ganz wichtig: „Setzen Sie nicht voraus, dass Sie wissen, was Muslime glauben. Fragen Sie sie persönlich.“ (Seite 18)
Zudem gibt es am Ende des Buches ein Verzeichnis, in dem die im Buch erwähnten arabisch-islamischen Begriffe nochmal alphabetisch aufgelistet und erklärt sind. Auch die Verweise auf andere Kapitel im Buch helfen besonders beim späteren Nachschlagen. Ebenso wie die Verweise befinden sich auch Hinweise auf weiterführende Literatur in den Fußnoten. So kann man wahlweise bestimmte Themen vertiefen. Dafür ist auch die Bibliographie am Ende des Buches hilfreich, die zusätzlich auch noch empfohlene Literatur enthält.
Bilder und Graphiken lockern immer wieder das Buch auf und fördern das bessere Verständnis. Auch Infokästen und besonders hervorgehobene wahre Geschichten lassen das Buch zu einem vielseitigen Lesevergnügen werden. Besonders diese Berichte über Begegnungen des Autors mit Muslimen fand ich interessant und lehrreich.
Dank der vielen Unterkapitel, die das Buch in kurze Abschnitte aufteilen, kann man die einzelnen Informationen viel besser verinnerlichen. Aufgrund der vielen Untergliederungen eignet sich das Buch auch für das spätere Nachschlagen. Allerdings wäre hierfür ein Hardcover geeigneter gewesen, denn meine Paperbackausgabe sieht mittlerweile etwas mitgenommen aus, obwohl ich noch nicht wirklich zum Nachschlagen gekommen bin.

Verständlichkeit des Inhalts
An sich sind die Erklärungen und Beschreibungen so geschrieben, dass sie auch ein Laie verstehen kann. Allerdings sind die Sätze öfters stark verschachtelt und daher von der Grammatik her schwer verständlich. Manche Sätze musste ich daher mehrmals lesen, bis ich sie verstanden hatte. Es kam leider auch ab und zu vor, dass Sätze so unglücklich formuliert waren, dass sie in meinen Augen einen Widerspruch beinhalteten. Erst nach mehrmaligen Lesen konnte ich verstehen, wie es wohl der Autor gemeint hat.
Leider sind nicht nur die Formulierungen für einen Laien nicht immer ganz verständlich. Zum Beispiel wurden zwei Begriffe für die islamischen Überlieferungen verwendet, die nicht von Anfang an klar voneinander getrennt wurden. Und selbst als sie differenziert wurden, konnte ich nicht ganz den Unterschied verstehen. Allerdings kann ich jetzt auch nicht beurteilen, ob das an der Thematik an sich liegt oder an der Erklärung selbst.
Zudem werden manche Begriffe nicht immer genau wiedergegeben wie z.B. „Dar al-Dawa“ auf Seite 87 und „Dawa“ auf Seite 89. So findet man auch nicht immer gleich Begriffe hinten im Verzeichnis. Für einen Laien wie mich ist dann auch nicht der Unterschied zwischen den beiden Begriffen verständlich, wenn sie im Kontext gleicht verwendet und erklärt werden.


Fazit

Das Buch hat mir nicht nur vieles über die islamische Lehre beigebracht und Hilfe in Gesprächen und im Umgang mit Muslimen gegeben, sondern mir auch einiges über meinen eigenen Glauben vermittelt. Ich kann es daher trotz kleiner Mängel jedem vom ganzen Herzen empfehlen, der kaum Ahnung vom Islam hat und mit Muslimen richtig umgehen möchte.