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Veröffentlicht am 13.04.2017

Nachschlagewerk für das persönliche Bibellesen

Widersprüche in der Bibel?
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Ziel des Buches

Die Intention hinter diesem Buch ist sehr gut in dem Vorwort beschrieben:
Es gibt viele Quellen, die angebliche Widersprüche in der Bibel aufzeigen. „Doch unterschiedliche Aussagen müssen ...

Ziel des Buches

Die Intention hinter diesem Buch ist sehr gut in dem Vorwort beschrieben:
Es gibt viele Quellen, die angebliche Widersprüche in der Bibel aufzeigen. „Doch unterschiedliche Aussagen müssen nicht zwingend widersprüchlich sein. Sie können sich auch ergänzen oder das Thema von verschiedenen Seiten beleuchten. […] Dabei handelt es sich um „Rechenfehler“, „Zählfehler“, „naturwissenschaftliche Fehler“, „geschichtliche Fehler“ und „inhaltliche Widersprüche“.“ (S. 13) All diese verschiedenen Arten von Widersprüchen werden in diesem Buch behandelt.
Es geht aber nicht darum, die eine einzige wahre Gegebenheit zu finden, sondern darum, mindestens eine logische Erklärung zu liefern, wie die vermeintlich widersprüchlichen Antworten zusammen passen können. Dies allein genügt, um zu beweisen, dass ein Widerspruch nicht zwingend gegeben sein muss.

Die möglichen Erklärungen für die unterschiedlichen, biblischen Aussagen sind nicht nach Themen sondern nach chronologischer Reihenfolge der biblischen Bücher geordnet. Ein Stichwort- und Bibelstellenverzeichnis zum Schluss des Buches ermöglichen eine spezifische Suche.


Meine Meinung

Übersetzungen
Besonders gut hat mir gefallen, dass nicht nur eine deutsche Übersetzung zur Erklärung der Bibelstellen verwendet wurde, sondern auch der hebräische und griechische Grundtext. Dadurch ist das Bibelverständnis unabhängig von der Übersetzung. Auch können so Unstimmigkeiten aufgrund der deutschen Sprache verständlich erklärt werden.

Verständlichkeit
Zwar kenne ich bekannte Bibelstellen, aber selbst lese ich doch selten in der Bibel. Daher habe ich kein detailliertes Wissen über die einzelnen Geschichten. Folglich ist es mir manchmal schwer gefallen, allen Erklärungen und Zusammenhängen zu folgen. Auch nach mehrfachen Lesen einzelner Stellen konnte ich hin und wieder diese einfach nicht verstehen bzw. manchmal ergab für mich das Geschriebene auch einen Widerspruch.
Obwohl diese Fälle insgesamt Ausnahmen waren, ist das Buch eher für bibelfeste Menschen geeignet, die den ganzen Erklärungen wahrscheinlich besser folgen können. Einen Skeptiker bringen manche Ansätze vielleicht noch mehr zum Zweifeln und interessierte, aber unsichere Menschen bezüglich des Glaubens kann das Buch vielleicht auch mehr verwirren als helfen. Daher ist es für die Arbeit mit solchen Menschen zwar geeignet, aber nicht um es ihnen direkt zum Lesen zu geben – zumindest meiner Ansicht nach. Allerdings merkt man beim Lesen durchaus, dass die Text aus christlicher Sicht geschrieben wurde und daher manchmal auch leicht evangelisierenden Charakter besitzen.

Nachschlagewerk statt Lesebuch
Weiterhin ist zu erwähnen, dass man das Buch nicht am Stück lesen kann. Es werden ganz interessante Zusammenhänge gebildet und viele Widersprüche, die erklärt werden, wären mir beim Bibellesen nicht einmal aufgefallen. Dennoch ist es kein Buch, welches man einfach so mal weg liest. Das liegt für mich persönlich aber zum Teil daran, dass manche Kapitel hintereinander sich vermehrt um angeblich falsche Mengenangaben oder sonstige falsche Zahlen handeln. Diese Erklärungen sind wichtig für das Bibelstudium, können aber beim reinen Lesen des Buches etwas trocken werden.
Insgesamt ist das Buch für mich daher eher ein Nachschlagebuch. Wenn ich über eine Bibelstelle stolpere, kann ich in diesem Buch gezielt Erklärungen dazu lesen.


Fazit

Das Buch behandelt sehr interessante Fragen. Auf die meisten davon wäre ich beim Bibellesen wahrscheinlich überhaupt nicht gestoßen, da ich zu unaufmerksam Bibel lese. Es ist daher umso spannender, die passenden Kapitel aus diesem Buch zu der Bibelstelle zu lesen. Man bekommt dadurch einen genaueren Blick auf das Wort Gottes.
Daher eignet sich das Buch ideal zum Nachschlagen bei vermeintlichen Widersprüchen. Dabei richtet es sich meiner Meinung nach aber eher an bereits bibelfeste Christen, entweder für ihr persönliches Bibelstudium, oder auch um beispielsweise zweifelnden Menschen zu helfen, die Bibel als Gottes Wort anzunehmen, indem vermeintliche Widersprüche aufgeklärt werden.


Inhaltsverzeichnis

I. Vorwort
Warum ist dieses Thema so wichtig, dass darüber ein Buch verfasst wurde?
Grundsätzliche Erwägungen
Genauigkeit der Überlieferung der Bibel

II. Antworten auf 131 Fragen
1. Gibt es zwei Schöpfungsberichte?
1.1. Wurden die Menschen vor den Pflanzen erschaffen?
1.2. Steht die Erschaffung des Menschen in Kapitel 2,7 im Widerspruch zu Kapitel 1,27?
1.3. Wurden die Menschen vor den Tieren erschaffen?
1.4. Lassen sich Evolutionstheorie und Schöpfung kombinieren?
Noch ein wichtiger Hinweis: Der Textzusammenhang
2. Was sind die Folgen für Adam, wenn er von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen isst?
3. Fressen Schlangen Staub?
4. Hatte die Schlange vor dem Sündenfall Beine?
5. Widersprüche im Sintflutbericht?
5.1. War Japhet der älteste Sohn Noahs?
5.2. Wie viele reine Tiere nahm Noah mit in die Arche?
5.3. Wie lange sollten die Menschen nach der Sintflut leben?
6. Wann fand die Sprachenverwirrung statt?
7. War Tarah 205 oder 145 Jahre alt, als er starb?
8. In welcher Stadt wurde Abram von Gott berufen?
9. Welcher Name ist wirklich älter: Hebron oder Kirjat-Arba?
10. Wie heißen die Frauen Esaus?
11. An wen wurde Joseph verkauft?
12. Wer brachte Joseph nach Ägypten?
13. Wann fanden die Brüder Josephs das Geld in ihren Säcken?
14. Wie viele Menschen kamen aus dem Haus Jakobs nach Ägypten?
15. Widersprüche bei den 10 Plagen?
15.1. Wie konnten die ägyptischen Zauberer die erste Plage nachmachen, wenn doch schon Mose alles vorhandene Wasser in Blut verwandelt hatte?
15.2. Starb das Vieh in Ägypten dreimal?
16. Kann man Gott sehen oder nicht?
17. Ist der Hase ein Wiederkäuer?
18. Warum bezeichnet die Bibel Fledermäuse und Insekten als Vögel?
19. Besitzen Heuschrecken nur vier Füße?
20. Rechenfehler in 4. Mose 3?
21. Bereut Gott sein Tun oder nicht?
22. Starben 24.000 oder 23.000 Israeliten?
23. Hat Josua die Stadt Jerusalem erobert?
24. Zählfehler in Josua 15 und 19?
25. Kaufte Abraham oder Jakob eine Grabstätte in Sichem?
26. War Samuel vom Stamm Levi oder Ephraim?
27. Hatte Isai sieben oder acht Söhne?
28. Kannte Saul David oder kannte er ihn nicht?
29. War Abjathar oder Ahimelech Hoherpriester, als David die Schaubrote aß?
30. Vor welchem König verstellte David sich?
31. Wer hat Saul getötet?
32. Wann brachte David die Bundeslade nach Jerusalem?
33. Hatte Michal Kinder oder nicht?
34. Wie viele Soldaten nahm David in der Schlacht gegen Hadadeser gefangen?
35. Wie viele Wagenkämpfer der Syrer starben in der Schlacht mit David?
36. Wie viele Kinder hatte Absalom?
37. Wer tötete Goliath?
38. Wie viele Männer erschlug Jaschobam auf einmal?
39. Ließ Gott oder Satan David die Volkszählung durchführen?
40. Wie viele Kämpfer wurden in Israel und Juda gefunden?
41. Wie lange dauerte die Hungersnot?
42. Wie viele Pferdestände besaß Salomo?
43. Wie viele Aufseher hatte Salomo für den Bau des Tempels berufen?
44. Die Kreiszahl Pi
45. Wie viele Liter enthält das Waschbecken beim Tempel?
46. Wer war die Mutter Abijas?
47. Wie lange regierte Baesa?
48. Regierte Omri sechs oder zwölf Jahre?
49. Wie alt war Ahasja, als er König von Jerusalem wurde?
50. Rechenfehler in Esra 1?
51. Wie viele Juden kehrten aus Babel zurück?
52. Saß Jojakims Sohn auf dem Thron Davids?
53. Wie alt war Jojakin, als er den Thron bestieg, und wie lange regierte dieser König?
54. Ist Gott ein Gott der Rache oder der Liebe?
55. Kann ein Mensch einen anderen Menschen erlösen?
56. Wie kann eine Kugel Enden bzw. Ecken besitzen?
57. Kann Jesus Christus den Thron Davids erben, auch wenn er ein Nachkomme Jojakims ist?
58. War Nebukadnezar der Vater oder Großvater Belsazars?
59. Widersprüche in den Geschlechtsregistern des Herrn Jesus?
59.1. Eine allgemeine Antwort
59.2. Welcher Sohn Davids befindet sich in der Abstammungslinie des Herrn Jesus?
59.3. Wer war der Vater von Ussija?
59.4. Wer war der Vater von Jekonja?
59.5. War Jekonja oder Neri der Vater von Schealtiel?
59.6. Wie hieß der Vater Serubbabels und welcher seiner Söhne war ein Vorfahre von Jesus Christus?
59.7. Wer war der Vater Josephs?
59.8. Wie viele Generationen gab es zwischen dem babylonischen Exil und Jesus Christus?
59.9. War Kenan oder Arpaksad der Vater von Schelach (Sala)?
60. War das Leben des Herrn Jesus nach seiner Geburt in Gefahr?
61. Kannte Johannes der Täufer den Herrn Jesus oder nicht?
62. Wo war der Herr Jesus drei Tage nach seiner Taufe?
63. Wie hieß der 10. Jünger?
64. Als Johannes der Täufer Jesus Christus taufte, wusste er wirklich, wen er taufte?
65. Hat Jesus Christus Petrus und Andreas am See von Galiläa oder am Jordanufer getroffen?
66. Kam der Hauptmann persönlich zu Jesus Christus, um ihn zu bitten, seinen Knecht zu heilen?
67. Wie viele Besessene wurden geheilt?
68. Wer saß am Zollhaus: Matthäus oder Levi?
69. War die Tochter von Jairus tot oder nicht?
70. Durften die Jünger einen Stab tragen?
71. Hat Jesus Christus im Verborgenen geredet?
72. Fehlerhafte Pflanzenkunde in der Bibel? – Das Senfkorn
73. Wie reagierten die Jünger, als der Herr Jesus über das Wasser ging?
74. Wodurch erfuhr Petrus, dass Jesus der Christus ist?
75. Hat Herodes gedacht, dass Jesus der aus den Toten auferstandene Johannes der Täufer war?
76. Wie viele Blinde wurden geheilt?
77. Reinigte Jesus Christus den Tempel morgens oder abends?
78. Verdorrte der Feigenbaum sofort?
79. Auf wie viele Eseln ritt Jesus Christus nach Jerusalem?
80. Was sagt der Herr Jesus über sein eigenes Zeugnis?
81. Die Salbung in Bethanien
82. Wie oft krähte der Hahn, als Petrus den Herrn Jesus verleugnete?
83. Wie oft entfernte sich Jesus Christus im Garten Gethsemane von seinen Jüngern, um zu beten?
84. Was sind die Worte der drei Gebete des Herrn Jesus in Gethsemane?
85. Wollte Jesus Christus, dass Gott ihn vor der Kreuzigung bewahren sollte?
86. Hat Judas den Herrn Jesus geküsst, obwohl das im Johannes-Evangelium nicht erwähnt wird?
87. Wie starb Judas?
88. Wer kaufte den Acker vom Verräterlohn?
89. Warum heißt dieser Acker Blutacker?
90. Wer trug das Kreuz?
91. Widersprüche während der Kreuzigung?
91.1. Wo war der Herr Jesus zur 6. Stunde?
91.2. Widersprüche bei der Aufschrift am Kreuz?
91.3. Haben beide Verbrecher den Herrn Jesus am Kreuz verspottet?
91.4. Wann war Jesus Christus im Paradies?
91.5. In welcher Sprache rief Jesus Christus am Kreuz „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“
91.6. Wann zerriss der Vorhang?
91.7. Was waren die letzten Worte des Herrn Jesus am Kreuz?
91.8. Was genau sagte der Hauptmann, als Jesus Christus starb?
92. Widersprüchliche Angaben über die Zeit im Grab?
92.1. War der Herr Jesus tatsächlich drei Tage und drei Nächte im Grab?
92.2. Ist der Leib des Herrn Jesus nach den jüdischen Bestattungsriten gesalbt worden, bevor man ihn bestattete und wann kauften die Frauen die Gewürzsalben?
93. Widersprüchliche Angaben über die Auferstehung?
93.1. Besuchten die Frauen während der Morgendämmerung oder erst bei Sonnenaufgang das Grab?
93.2. Wo war der große Stein, als die Frauen zum Grab gingen?
93.3. Zu welchem Zweck gingen die Frauen zum Grab?
93.4. Hat jemand den Frauen gesagt, was mit dem Leib Jesu geschah?
93.5. Wann traf Maria von Magdala zum ersten Mal den auferstandenen Herrn und wie reagierte sie?
94. Wie viele Jüngern erschien Jesus Christus nach seiner Auferstehung?
95. Was für Anweisungen gab der Herr Jesus seinen Aposteln?
96. Wann gingen die Apostel zurück nach Galiläa?
97. War der Herr Jesus wirklich der Einzige, der in den Himmel hinaufgestiegen ist?
98. Sitzt oder steht der Herr Jesus nach seiner Himmelfahrt zur Rechten Gottes?
99. Wer hörte die Stimme, als Paulus auf dem Weg nach Damaskus war?
100. Wer fiel alles zu Boden, als Paulus das Licht sah?
101. Hat Paulus sofort erfahren, was Gott für einen Auftrag für ihn hatte?
102. Rechtfertigung aus Glauben oder aus Werken?
103. Wer wird wessen Last tragen?
104. Ist das Gesetz nützlich?
105. Sündigen alle Menschen?
106. Welcher Weg führt zu Gott?

III. Bibelstellenverzeichnis

IV. Stichwortverzeichnis

Veröffentlicht am 16.02.2017

zum Sammeln neuer Ideen und Variationen

Easy. Überraschend. Low Carb.
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Inhalt

Einführung

In der Einführung wird erklärt, dass es verschiedene Low-Carb-Varianten gibt. Low Carb selbst wird nur ganz kurz erklärt. Dafür werden auf Bücher und Internetseiten verwiesen, die sich ...

Inhalt

Einführung

In der Einführung wird erklärt, dass es verschiedene Low-Carb-Varianten gibt. Low Carb selbst wird nur ganz kurz erklärt. Dafür werden auf Bücher und Internetseiten verwiesen, die sich ausführlicher damit beschäftigen.
In diesem Buch steht vor allem das Fett im Fokus, also Low Carb High Fat (LCHF). Bei dieser Low-Carb-Variante soll der Fettanteil bei Mahlzeiten mehr als Kohlenhydrate und Eiweiß zusammen sein. Dennoch muss man die Gesamtanzahl der Kalorien beachten, da man nicht unendlich Fett und Eiweiß essen kann, wenn man abnehmen möchte.
Daher gibt es ein paar Rechenbeispiel zur Kalorienberechnung, Hinweise zum Abnehmen und Verweise auf weitere Informationsquellen.
Wenn man sich – wie ich – lieber generell nach Low Carb ernähren möchte und den Fettanteil nicht so hoch bemessen mag, soll man einfach den Anteil an Öl und Butter reduzieren und dafür mehr Gemüse verwenden.
Die Rezepte bestehen meist aus einer Kombination von Fleisch, Fisch oder Eiern mit reichlich gutem Fett und Salten bzw. stärkearmen Gemüsesorten. Dadurch sind auch Variationen und neue Kombinationen möglich.
Die Besonderheit dieses Buches ist, dass es 15 Rezepte für Brote gibt. Diese kann man dann auch als Beilage verwenden.
Für manche ist vielleicht noch relevant, dass alle Rezepte – auch die Brotrezepte – glutenfrei sind.


Aufstriche und Brot

Zutaten
Zwei Seiten lang wird erstmals grundlegendes zum Brotbacken erzählt. Dazu gehört zum einen, wo man die Zutaten finden kann: nämlich in Bioläden und Reformhäusern. Allerdings sind manche Mehle sehr schwer zu besorgen. Daher wird auf ein paar Internetseiten verwiesen, über die man diese Mehle kaufen kann.
Beim Durchstöbern der verschiedensten Lebensmittelläden auf die benötigten Zutaten ist mir folgendes aufgefallen: In „einfacheren“ Lebensmittelläden wie Aldi, Lidl oder Normal kann man die benötigten Zutaten überhaupt nicht finden. DM und Müller – aber vor allem DM – sind dagegen schon bessere Anlaufstellen und auch in der ländlichen Umgebung recht gut vertreten. Der tegut in meiner Stadt hat auch ein paar Zutaten vorhanden gehabt. Dieser hatte aber vor allem Produkte von Alnatura vorrätig. Daher sind Alnatura selbst und alle Lebensmittelläden, die Alnatura-Produkte führen ebenfalls eine gute Anlaufstelle. Allerdings wird man nirgends alles finden – außer vielleicht in Reformhäusern, das konnte ich bis jetzt noch nicht testen. Vor allem konnte ich keine Flohsamenschalen auftreiben. Somit ist man entweder auf Reformhäuser (falls sie es besitzen) oder das Internet angewiesen.
Das betone ich nur so stark, weil man sich bewusst sein muss, dass man nicht einfach so mal schnell ein Brot backen kann. Es bedarf längerfristige Planung was die Zutaten betrifft.

Küchenausstattung
Außerdem muss man bedenken, dass man eine ausreichende Küchenausstattung benötigt. Dieser Hinweis richtet sich vor allem an alle Studenten- und Singlehaushalte, die ja meist doch nicht alle möglichen Küchengeräte besitzen. Es werden idealerweise zwei Kastenformen benötigt (eine größere mit ca. 11x24 cm und eine kleinere mit ca. 9x20 cm). Zum Zerkleinern der Chia- bzw. Leinsamen braucht man einen normalen Mixer oder einen Blitzhacker. Zusätzlich ist ein Kuchengitter zum Auskühlen des Brotes von Vorteil.

Brotsorten
Aufgrund der mangelnden Küchenausstattung (ich lebe momentan in einer Studenten-WG) konnte ich noch keine Brotrezepte testen. Allerdings sind es echt eine Menge Rezepte für die unterschiedlichsten Brote. Auch Brötchenrezepte sind dabei. Ich habe mir auch schon drei Stück ausgesucht, die ich selbst ausprobieren möchte, sobald mir dies möglich ist.

Rezepte
Wie gesagt, konnte ich die Rezepte bis jetzt noch nicht auf ihre Umsetzbarkeit prüfen. Allerdings ist mir bereits beim Durchlesen aufgefallen, dass die Verwendung mancher Zutaten nicht bei allen Rezepten gleich beschrieben wird. So findet man bei manchen Brotsorten auf der Zutatenliste „frisch gemahlene Gold-Leinsamen“ bzw. „frisch gemahlene braune Leinsamen“. Und bei anderen steht nur „Gold-Leinsamen“ bzw. „braune Leinsamen“ da. Allerdings werden dann beide Samen gemahlen verwendet. Demnach wird bei der ersten Variante im Rezept selbst nicht mehr beschrieben, wie man denn frisch gemahlene Leinsamen zustande bringt. Bei der zweiten Variante wird aber sehr wohl erklärt, wie die Leinsamen zu mahlen sind. Dies finde ich sehr schade, da nur beim zweiten und sechsten Brotrezept erklärt wird, wie man die Samen mahlen kann. Doch selbst wenn die Erklärung bereits beim ersten Rezept gefolgt wäre, finde ich das sehr schade. Denn wenn ich das erste Brot gar nicht backen möchte, komme ich ja nicht auf die Idee, mir erst einmal dieses Rezept durchzulesen, bevor ich mein eigentliches Brot backe. Vor allem für Brotbackanfänger wie mich ist das sehr schade, da ich ohne ausführliche Erklärungen total aufgeschmissen bin.
Das führt mich auch zu meinem zweiten Kritikpunkt. Dieser ist zwar nicht so gravierend, aber dennoch schade. Denn es wird in den Rezepten immer nur von „trockenen Zutaten“ geredet. Es mag zwar logisch sein, welche Zutaten damit gemeint sind, sobald ich diese vor mir habe, doch ohne konkrete Aufzählung bin ich mir als Anfänger doch ein wenig unsicher, ob ich nicht doch etwas übersehen habe. Hier wäre mir eine ganz ausführliche Erklärung viel lieber gewesen, zumal auf den einzelnen Seiten zumeist noch genügend Platz vorhanden war.

Aufstriche
Zu den Aufstrichen kann ich leider noch nicht viel sagen. Die meisten klangen für meinen Geschmack zu exotisch und werde sie deshalb wohl auch nie ausprobieren. Ein paar wenige werde ich aber wohl irgendwann testen – aber nur wenn ich dafür genügend Zeit habe.


Fisch und Fleisch

Wie bereits in der Einführung erwähnt wurde, sind die Zutatenliste, Rezepte und Nährwertangaben nach den einzelnen Bestandteilen – also z.B. Fleischzubereitung und Beilage – getrennt. Diese Trennung wird farblich hervorgehoben. Dadurch kann man prima einzelne Rezepte miteinander kombinieren.
Es gibt unter anderem ein Rezept für Burger mit selbst gemachten Fleisch-Patties und eigenen Brötchen. Dazu gibt es sogar Rezepte für die verschiedensten Burgersaucen. Ich persönlich werde vor allem das Pizzarezept in naher Zukunft testen.
Bei den Semmelknödeln muss man allerdings bedenken, dass man für diese vorher ein bestimmtes, selbst gebackenes Low-Carb-Brot benötigt.
Da ich momentan an meiner Bachelorarbeit arbeite und viel Zeit vor dem Schreibtisch verbringe, gibt es bei mir momentan schnelle, einfache Rezepte. Daher konnte ich bis jetzt keine Fleisch- und Fischrezepte ausprobieren. Allerdings gibt es schon ein paar – wenn auch nicht alle –, die mich interessieren.


Vegetarisch

Auch hier gibt es wieder die farbliche Trennung der einzelnen Rezeptbestandteile. Allerdings bestehen hier manche Gerichte nicht aus mehreren Bestandteilen. Daher fällt bei diesen die Unterteilung weg.
Auch für Vegetarier gibt es ein Pizzarezept, welches ich unbedingt einmal ausprobieren möchte. Auch Rezepte wie „Blattspinat mit Mandel-Parmesan-Klößchen“ oder „Mandelgnocchi mit brauner Butter und Parmesan“ werden wohl in naher Zukunft in meiner Küche getestet. Ebenso sehen die gefüllten Ochsenherztomaten mit Käse-Nuss-Kruste sehr lecker aus.

Butternut-Halloumi-Rösti

Zutaten
Ich konnte nicht so ganz nach Rezept kochen, da ich Schwierigkeiten hatte manche Zutaten zu kaufen. Auch meinem Bruder, der in einer anderen Stadt wohnt, erging es ähnlich. Für uns beide ist es ein Rätsel wo man einen Stängel Koriandergrün kaufen kann. Mag sein, dass es das in Bioläden gibt, aber diese gibt es wiederum nicht überall – zumindest nicht auf dem Land. Auch den Halloumi-Käse konnte ich nicht in meinem Lebensmittelladen finden – und ich möchte ja nicht für ein Rezept durch 10 Geschäfte laufen müssen … Stattdessen habe ich einfach Mozzarella genommen. Mein Bruder hat Feta verwendet. Auch habe ich das Guarkernmehl einfach weggelassen, da man nur einen Teelöffel benötigt und ich nicht für ein Rezept ein Mehl anschaffe, von dem ich sowieso nicht weiß, wo ich es kaufen kann. Mein Bruder hat dagegen einfaches Roggenmehl verwendet. So oder so gelingt einem das Rezept dennoch. Da ich nicht so gerne scharf esse, habe ich auch die Chilischote und die Chiliflocken weggelassen. Sowohl mein Bruder als auch ich haben auch einen anderen Kürbis verwendet. Wie Du siehst, ist es nicht immer ganz leicht nach Rezept zu kochen. Allerdings wurden unsere Ergebnisse dennoch sehr lecker!

Menge
Für zwei Personen wird nur 150 g Kürbisfruchtfleisch verwendet. Das war allerdings weder bei meiner Kürbissorte, noch bei der meines Bruders die Hälfte des Kürbisses. Und man möchte ja schließlich nicht nur ein Zehntel des Kürbisses verwenden. Daher haben wir beide einfach die Hälfte verwendet. Allerdings ergab sich daraus das Problem, dass wir beide die falschen Mengen der restlichen Zutaten hatten. Das war aber letztendlich überhaupt nicht schlimm. Es hat bei uns beiden auch so prima geklappt. In Zukunft kauft man einfach gleich mehr ein.
Allerdings halte ich vier so kleine Röstis für zwei Personen für zu wenig. Ich bin ein recht kleines Mädchen, das nicht so viel isst, und habe dennoch mehr als vier Röstis gegessen.

Rezept
Die Beschreibung beginnt gleich damit, dass man den Kürbis und den Käse fein raspeln soll. Das fand ich sehr schade, da dies erst mein zweites Kürbisrezept war. Es wäre daher schön gewesen, wenn erst einmal Erklärung abgegeben wird, wie man den Kürbis schält und am besten zerteilt.
Dem restlichen Rezept konnte ich aber anschließend sehr gut folgen.
Allerdings wurde zum Schluss erwähnt, dass dazu ein Kräuterquark oder Frischkäse-Zitrone-Minze-Dip (welcher ebenfalls im Buch beschrieben wird) sehr gut dazu passt. Nun stand ich da mit meinen fertigen Röstis und hatte keinen Dip eingekauft. Natürlich hatte ich mir vor dem Einkaufen nicht bis zum Schluss das Rezept durchgelesen und da kein Kräuterquark auf der Zutatenliste stand, wurde auch keiner eingekauft. Zum Glück hatte ich noch etwas Kräuterfrischkäse, Naturjoghurt und normalen Quark zuhause und konnte mir damit einen leckeren Dip zubereiten.

Ergebnis
Obwohl ich bei dem Rezept einige Veränderungen vorgenommen habe, war das Ergebnis sehr lecker. Mein Bruder wollte daraufhin auch das Rezept haben und hat es gleich am nächsten Tag mit seiner Freundin gekocht. Ich kenne bereits ein ähnliches Rezept, fand dieses aber von der Konsistenz besser. Daher werde ich dieses Gericht noch öfters – wenn auch immer etwas abgewandelt – kochen. Man kann auch wirklich ruhig eine andere Kürbissorte verwenden und Zutaten, die einem nicht schmecken, einfach weglassen.

Sellerie in Mandelkruste mit Fischkäse-Zitrone-Minze-Dip

Zutaten
Wie bereits beim vorherigen Rezept konnte ich auch hier mich nicht ganz an die Zutatenliste halten. Für den Dip habe ich statt griechischem Joghurt einfach normalen Naturjoghurt verwendet. Die Mayonnaise habe ich einfach weggelassen. Auch konnte ich keinen Stängel Minze auftreiben. Daraus folgt: Ich habe mir einfach einen eigenen Kräuterdip (ähnlich wie beim vorherigem Gericht) hergestellt. Und es hat sehr lecker zu den panierten Selleriescheiben geschmeckt.
Ebenfalls habe ich einfach den Essig genommen, den ich momentan zuhause habe.

Rezept
Zu dem Dip kann ich natürlich jetzt wenig sagen, schließlich habe ich meine eigene Kreation verwendet. Allerdings gibt es dafür mehr zum Sellerie zu sagen. Manche Arbeitsschritte fand ich etwas überflüssig. So soll man, nachdem der Sellerie in Scheiben geschnitten und geschält ist, ihn in einen Topf mit Essigwasser legen, damit dieser weiß bleibt. Allerdings war ich damit recht schnell fertig, sodass er sowieso im Anschluss gekocht wurde. Ob daher dieser Schritt wirklich notwendig ist, ist fragwürdig. Genau genommen wird der Sellerie auch nicht gekocht, sondern mit einem Dämpfeinsatz so gedämpft, dass der Sellerie das Wasser nicht berührt. Da ich aber in einer typischen Studenten-WG wohne, haben wir so etwas wie einen Dämpfeinsatz nicht. Bei mir wurde der Sellerie einfach ein wenig gekocht …
Also ich habe zuvor noch nie paniert – nur ein paar Mal bei meiner Oma zugeschaut – und war mit der Vorgehensweise etwas überfordert. Es war ein ziemliches Gepansche. Im Nachhinein habe ich dann nochmal meine Oma gefragt, wie sie paniert. Und sie hat ebenfalls gemeint, dass die im Buch beschriebene Vorgehensweise nicht die beste ist. Statt den Eiern nimmt man besser Naturjohurt. Das werde ich das nächste Mal ausprobieren.

Ergebnis
Ich finde die Idee Gemüse zu panieren richtig klasse. Darauf wäre ich wohl selbst nicht gekommen. Außerdem hatte dadurch der Sellerie nicht mehr so einen starken Eigengeschmack; zusammen mit dem Dip war es einfach lecker. Dieses Gericht wird es bei mir bestimmt noch öfter geben – vielleicht auch mal mit anderen Gemüsesorten.
Allerdings werde ich in Zukunft wohl nicht mehr nur gemahlene Mandeln verwenden, denn diese sind recht teuer. Da ich mich persönlich einfach nur gesund und mit möglichst wenigen Kohlenhydraten ernähren möchte, finde ich ein wenig anderes Mehl nicht weiter tragisch. Vor allem wenn ich in ein paar Jahren eine Familie haben sollte, ist das einfach nicht für den Geldbeutel tragbar.


Schnelle Gerichte

Einführung
Damit man auch wenn es schnell gehen muss, sich nach LCHF ernähren kann, sind vor den Rezepten ein paar Zutaten aufgelistet, die man immer im Haus haben sollte.
Auch gibt es ein paar Vorschläge für Sandwiche, Lunchboxen und Variationsmöglichkeiten für Rühreier und Omeletts.

Rezepte
Etwas verwundert war ich über die „Eier im Hackfleischmantel“. Diese sind gewiss lecker, aber wenn ich keine Zeit habe, dann habe ich auch keine Zeit um hartgekochte Eier mit Hackfleisch zu umschließen. Angegebene Zubereitungszeit: 30 Minuten. Zum Vergleich die Kürbis-Röstis brauchen angeblich 35 Minuten – also nicht nennenswert länger. Und das ist die angegebene Zeit. Ich brauche beim ersten Mal immer wesentlich länger. Die Topinambur-Avocado-Suppe braucht angeblich sogar 35 Minuten Zubereitungszeit. Was daran schnell gehen soll, weiß ich wirklich nicht. Also im Vergleich zu den anderen Rezepten ist es nicht viel schneller.
Allerdings brauchen die meisten Rezepte so 20 Minuten, was ich noch in Ordnung finde. Ein paar benötigen auch 25 Minuten.
Schade finde ich allerdings, dass es nur ein Rezept gibt, das nur 10 Minuten braucht – nämlich die „Avocado in Pancetta“.

Avocado in Pancetta

Ich habe statt einer Avocado zwei Stück zubereitet. Daher habe ich auch länger als 10 Minuten gebraucht. Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, habe ich sogar länger als 20 Minuten gebraucht.
Statt des Pancettas habe ich normalen Bacon verwendet. Auch habe ich deutlich mehr als nur die doppelte Menge des Rezeptes gebraucht.
Mir und meiner Familie hat es richtig gut geschmeckt. Selbst meiner Schwester, die kein Avocado-Fan ist, möchte es, da der Bacongeschmack den typischen Avocadogeschmack überdeckt.
Allerdings ist es wirklich nur ein Snack und nicht zum Sattessen. Der Vorschlag des Rezeptbuches dazu einen grünen Salat zu servieren, hat mir sehr gut gefallen. Dadurch wird ein einfacherer Salat etwas Besonderes und man kann dann auch davon satt werden.
Daher werde ich die Bacon-Avocados bestimmt noch öfters machen.

Lauchsuppe mit Cheddar und Hackfleisch

Das Rezept habe ich zwar nicht getestet, aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es sehr lecker ist, denn ich habe ein ähnliches Rezept, welches immer wieder gerne esse. Mein Freund mag es ebenfalls sehr gerne. Also probiert dieses Rezept unbedingt mal aus!


Frühstücksideen und Desserts

In diesem Kapitel befinden sich nur sehr wenige Rezepte. Dies wurde allerdings laut Einführung bewusst so gewählt, da der süße Geschmack dem Gehirn signalisiert, „dass jetzt etwas Süßes kommt, was schon die Ausschüttung von Insulin auslösen kann – fast so, als hätte man normalen Zucker gegessen, was bekanntlich zu Heißhungerattacken und unkontrolliertem Essen führen kann.“ (S. 11)


Anhang

Im Anhang befinden sich der Index und das Beilagenregister. Den Index finde ich persönlich sehr unübersichtlich und verwirrend gestaltet. Im Großen und Ganzen ist er natürlich nach Alphabet sortiert, teilweise aber auch wieder nach Kategorien – und das nicht immer ganz konsequent. Zumindest hatte ich diesen Eindruck.
Das Beilagenregister soll dazu dienen, dass man leichter Fisch- und Fleischsorten mit den verschiedensten Beilagen kombinieren kann.


Optik

Das Buch ist recht gut und schwer. Das finde ich beim Kochen sehr praktisch, da ich so im ganzen Buch eine Seite aufschlagen kann und sie liegen bleibt. Ich möchte ja nicht ständig blättern müssen und immer irgendwelche Gegenstände auf die Seiten stellen zu müssen, finde ich auch etwas unhandlich.
Gerade beim Kochen ist es auch wichtig, dass das Buch nicht zu empfindlich ist. Daher finde ich es richtig gut, dass es eine Fadenbindung und feste Buchdeckel besitzt. Zudem sind die Seiten recht kräftig und reißen nicht so schnell ein.
Die einzelnen Seiten sind außerdem sehr schön gestalten. Man hat (fast) immer auf der einen Seite das Rezept und auf der anderen Seite das dazugehörige Bild. Bei Kochbüchern ist es mir persönlich sehr wichtig, dass es zu jedem Rezept ein Bild gibt, denn ohne weiß ich nicht so recht auf was ich mich einlasse und meide dadurch das Rezept. Daher finde ich es echt schön, dass es in diesem Buch überall Bilder zu den Rezepten gibt. Diese sind zudem sehr groß und schön gestaltet.


Fazit

Die Rezepte, die ich bis jetzt aus dem Buch gekocht habe, haben mir gut gefallen. Allerdings sollte man diese immer an seine individuellen Vorlieben anpassen. Auch gibt es noch viele weitere Rezepte, dich ich noch ausprobieren möchte. Dennoch werde ich mich wohl auch an einige niemals versuchen.
Die Rezeptbeschreibungen haben mir allerdings nicht immer zugesagt. An manchen Stellen wären zusätzliche Informationen hilfreich gewesen. Gerade Kochanfänger – für die dieses Buch laut Einführung auch sein soll – benötigen so noch eine weitere externe Informationsquelle.
Vor allem für Brotliebhaber ist dieses Buch geeignet, da man hauptsächlich mit Samen bäckt und nicht irgendwelche besonderen – und meist teuren – Mehle benötigt. Und wenn doch, dann nur in einer kleinen Menge.
Außerdem fand ich es gut, dass der Schwerpunkt des Buches auf den Rezepten und nicht auf Informationen zu Low Carb liegt. Auch die Gestaltung und die Qualität der Buchmaterialen haben mich überzeugt.

Veröffentlicht am 09.02.2017

eine unglaubliche Liebesgeschichte - bei Gott ist nichts unmöglich

Liebe ohne Limits
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Inhalt

Nick Vujicic erzählt zusammen mit seiner Frau Kanae ihre gemeinsame Liebesgeschichte: angefangen von Nicks Singel-Leben und Kanaes Kindheit über ihr erstes Treffen bis hin zu der Geburt ihres ersten ...

Inhalt

Nick Vujicic erzählt zusammen mit seiner Frau Kanae ihre gemeinsame Liebesgeschichte: angefangen von Nicks Singel-Leben und Kanaes Kindheit über ihr erstes Treffen bis hin zu der Geburt ihres ersten Sohnes Kiyoshi.
Ihre gemeinsame Geschichte wird immer wieder von Ratschlägen bzw. Tipps unterbrochen, die sie einem Menschen in der jeweiligen Situation geben möchten. Als Nick beispielsweise von seinem Single-Leben und seiner Sehnsucht danach, geliebt zu werden und die richtige Frau zu finden, erzählt, versucht er dem Leser, der sich vielleicht auch gerade in der gleichen Situation befindet, mit seinen Erfahrungen zu helfen. Er spricht dabei immer wieder den Leser direkt an und versucht ihn in dieser Situation zu unterstützen und möchte durch seine Tipps dem Leser zeigen, wie man damit umgehen kann bzw. worauf man achten sollte.


Meine Meinung

Als ich angefangen habe, das Buch zu lesen, bin ich davon ausgegangen, dass in diesem Buch einzig allein die Liebesgeschichte zwischen Nick und Kanae erzählt wird. Anfangs war ich etwas enttäuscht, dass sich auch recht häufig an den Leser gewandt wird, um ihn in der jeweiligen Situation zu unterstützen. Da dies das erste Buch von Nick Vujicic ist, das ich gelesen habe, weiß ich nicht, ob dies bei all seinen Büchern der Fall ist und man daher damit eigentlich hätte rechnen können.
Da ich momentan in einer Beziehung bin, haben mich allerdings die Ratschläge zum Single-Leben nicht wirklich interessiert. Im Nachhinein muss ich aber zugeben, dass ich auch aus diesen Kapiteln immer wieder etwas für mein Leben herausziehen konnte. Auch die Kapitel zu einer jungen Ehe bzw. jungen Familie enthielten viele Punkte, die man bereits in einer ganz normalen Beziehung anwenden kann und sollte.
Rückblickend betrachtet sind die Abschnitte über ihre Liebesgeschichte und die Abschnitte über Tipps in der jeweiligen Situation gut ausgeglichen. Da auch bei letzteren Nick und Kanae immer wieder persönliche Beispiele anbringen, hatte man manchmal sogar den Eindruck, dass sie einfach weiter über sich erzählen.
Besonders hat mir als Frau gefallen, dass auch Kanae zu Wort kommt – dies wird durch eine andere Schriftart verdeutlicht. Gerade bei „Frauen-Themen“ wie die Geburt oder die Zeit danach, erzählt sie etwas ausführlicher über die Zeit. Allerdings wird die Geschichte doch hauptsächlich von Nick erzählt. Das fand ich teilweise etwas schade, da er gegen Ende hin sich nur noch an zukünftige Väter richtet. Dass manches, wenn nicht sogar das meiste, auch für zukünftige Mütter und Ehefrauen gilt, wird aber nirgends erwähnt. Natürlich kann man dann einfach die Stellen auch auf sich selbst übertragen, aber man fühlt sich dadurch einfach nicht mehr so angesprochen. Für mein Gefühl kam daher Kanae zu selten zu Wort.
Was mir dagegen besonders gut gefallen hat, ist, dass Nick und Kanae sehr offen über persönliche Angelegenheiten sprechen. Davor habe ich großen Respekt. So sprechen sie nicht nur ihre Ängste und Zweifel an, sondern auch ihre Fehler und Themen wie Sex und Schwangerschaft. Gerade das Thema Sex klammern sie nicht aus. Natürlich erzählen sie keine privaten Erlebnisse, aber sie behandeln immer wieder das Thema in Bezug auf seine Wichtigkeit in der Ehe und wie man z.B. auch nach der Geburt des ersten Kindes das Liebesleben nicht zu kurz kommen lässt.
Obwohl man beim Lesen richtig spürt wie sehr sich die beiden lieben, beschönigen sie nichts. So sprechen die beiden auch Dinge an, die nicht so gut gelaufen sind und an denen sie arbeiten müssen.
Beim Lesen vergisst man manchmal sogar, dass Nick keine Glieder besitzt. Er redet so natürlich darüber und macht hier und da sogar Späße über seine Einschränkungen, die überhaupt nicht sarkastisch sind. Es freut einem richtig, dass Gott Nick so reich beschenkt hat und ihn nicht mit seiner Behinderung allein gelassen hat. Bei Gott sind wirklich alle Dinge möglich. Dies zu sehen bzw. zu lesen, gibt gerade mir als zweifelnder und sich Sorgen machender Christ wieder neue Hoffnung.
Nick und Kanae erwähnen auch immer wieder ihren Glauben und wie wichtig er für sie ist. Dennoch wenden sie sich nicht nur an christliche Leser. Sie betonen außerdem immer wieder, dass sie niemanden etwas vorschreiben möchten, sondern nur ihre Erfahrungen mit uns teilen wollen, damit wir daraus lernen können.
Im Mittelteil des Buchs befinden sich acht Seiten mit Farbfotos, die einen noch tiefer in die Geschichte einsinken lassen. Auch durch die Anrede „du“ fühlt man sich immer direkt angesprochen, als würden die zwei mit einem persönlich reden.


Fazit

„Liebe ohne Limits“ erzählt die wunderbare Liebesgeschichte von Nick und Kanae, die selbst Nicks Eltern nicht für möglich gehalten haben. Gerade deshalb zeigt sie, dass bei Gott kein Ding unmöglich ist und er für uns einen wundervollen Plan hat, auch wenn wir diesen gerade nicht sehen können.
Zudem sprechen Nick und Kanae immer wieder den Leser persönlich an und geben ihm Hilfestellungen, um die jeweilige Situation zu meistern.

Veröffentlicht am 21.10.2016

märchenhaft schön!

Goddess of Poison - Tödliche Berührung
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Inhalt

Als die widergeborene Gottgleiche Daunen wohnt Twylla seit ein paar Jahren in dem königlichen Schloss. Da in ihrem Körper ein tödliches Gift fließt, stirbt jeder bei der kleinsten Berührung. Nur ...

Inhalt

Als die widergeborene Gottgleiche Daunen wohnt Twylla seit ein paar Jahren in dem königlichen Schloss. Da in ihrem Körper ein tödliches Gift fließt, stirbt jeder bei der kleinsten Berührung. Nur die königliche Familie wurde von den Göttern erwählt, sodass sie Twylla ohne Gefahr berühren kann. Doch diese haben kaum Kontakt zu ihr, sodass sie ein einsames Leben führt. Doch als sie eine neue Wache zugeteilt bekommt, bringt er ihr Leben durcheinander. Er weckt in ihr sowohl neue als auch bereits längst vergessene Gefühle. Außerdem schürt er in ihr Zweifel. Zweifel über ihre wahre Identität und die Götter. Wird sie diesen Zweifeln erliegen und ihn wählen? Oder bleibt sie der Königsfamilie treu, der sie so viel zu verdanken hat, und nimmt den Prinzen zum Gemahl?


Meine Meinung

Die Schreibweise hat mir sehr gut gefallen. Man hat das Gefühl, ein längst vergessenes Märchen zu lesen. Deshalb hat es mich auch nicht weiter gestört, dass eine ganze Zeit lang kaum etwas passiert. Man findet sich nach und nach immer mehr in der Welt zurecht und versteht Twylla immer besser. Nachdem sie eine neue Wache bekommen hat, bahnt sich eine Dreiecksbeziehung an; Twylla ist eigentlich dem Prinzen versprochen, entwickelt aber Gefühle für ihre Wache. Es ist allerdings keine typische Dreiecksbeziehung, weshalb es mich nicht genervt hat, dass ein Mädchen mal wieder zwischen zwei Jungs entscheiden muss.
Zudem kommt mit Lief – der Wache – Schwung in die Geschichte. Auch wenn Twylla ihm hoffnungslos verfällt und dadurch den Prinzen zunächst zurückweist, fand ich den Prinzen dennoch sympathisch; selbst wenn er sich nicht immer richtig verhält. Genau wie Twylla ist auch er in dem System gefangen und wird von der Königin gesteuert.
Als in die Geschichte mehr Handlung kam, gab es auch einige Wendungen und Tatsachen, mit denen ich nicht gerechnet hatte. Auch das Ende hatte ich so nicht erwartet. Es ist ein schönes, gutes Ende, obwohl es etwas offen ist und ich es mir etwas anders gewünscht hatte.


Fazit

„Tödliche Berührung“ ist daher eine angenehme Lektüre zum Entspannen und Träumen. Der Schreibstil ist angenehm und auch wenn anfangs nicht all so viel passiert, möchte man dennoch ständig weiter lesen. Wer „Die Beschenkte“ von Kirstin Cashore mag, wird auch dieses Buch lieben.

Veröffentlicht am 10.10.2016

abenteuerliche und doch entspannende Lektüre

Kobrin - Die schwarzen Türme
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Inhalt

Nach der Niederlage gegen die Menschen und Zwerge mussten sich die Schatten, auch Nox genannt, zurückziehen. Seitdem sinnen sie auf Rache und wollen das Menschenreich erobern. Doch eine große Mauer ...

Inhalt

Nach der Niederlage gegen die Menschen und Zwerge mussten sich die Schatten, auch Nox genannt, zurückziehen. Seitdem sinnen sie auf Rache und wollen das Menschenreich erobern. Doch eine große Mauer schützt dieses vor den Nox. Nur an einer Seite ist die Mauer offen, denn dort grenzt an das Menschenreich der Wald. Dieser ist von den unterschiedlichsten Waldbewohnern bevölkert, welche von der Waldkönigin und den Waldgeistern beschützt werden. Deshalb traut sich niemand von außerhalb in den Wald.
In dem Waldreich Aragorn leben die Wesen friedlich miteinander und sind daher eigentlich nicht zu fürchten. So lebt auch die Elfe Kobrin in ihrer Heimatstadt Immerblau und muss sich wie jeder Teenager mit fiesen Klassenkameraden herumschlagen. Da sie keine Magie sehen bzw. fühlen kann, wird sie von diesen besonders gequält und erniedrigt. Doch als der Wald anfängt zu brennen, der Schutz des Reichs Aragorn schwindet und somit auch die Waldbewohner in Gefahr schweben, erwacht eine außergewöhnliche Macht in Kobrin. Diese muss die junge Elfe aber erst noch durchschauen und verstehen. Währenddessen begibt sie sich mit ihrer Familie auf eine lange Reise, denn nur Kobrin kann das Reich retten. Sie muss den Auserwählten finden und ihm das geheimnisvolle grüne Samtbeutelchen überreichen …


Meine Meinung

Parallel zu Kobrins Geschichte erfährt man auch von dem menschlichen Magier Daidalor, der auf der Spur der Nox ist, um rechtzeitig das Reich der Menschen warnen zu können. Die Erzählungen über ihn sind immer kürzer als die über Kobrin. Dennoch bekommt man einen guten Einblick in die Geschichte und Denkweise der Menschen. Da er sich außerdem als ein Gefolgsmann der Nox ausgibt, erfährt man auch einiges über diese und wie es auf der „bösen“ Seite aussieht. Als Magier ist Daidalor in der Lage eine zweite Persönlichkeit zu erschaffen. Somit wohnen zwei Seelen in einem Körper. Dieser Umstand wird sehr gut und nachvollziehbar beschrieben. Auch welche Persönlichkeit gerade am Handeln oder Denken ist, wird sehr gut dargestellt.
Kobrin ist anfangs einfach nur eine Elfenschülerin. Selbst als sie von der alten Kräuterhexe die Aufgabe zugeteilt bekommen hat, den Auserwählten zu finden, verändert Kobrin sich nicht wirklich. Egal wie viel passiert, sie möchte immer zu allererst ihre Familie und als nächstes erst den Auserwählten finden. Meistens braucht sie auch ewig um zu handeln oder wegzulaufen. Selbst als ihr andere, höhere Autoritäten es ihr befehlen bzw. nahelegen und sie in Todesgefahr ist, braucht sie ewig um sich in Bewegung zu setzten. Beides ist vielleicht verständlich, fand ich aber schade. So übernimmt Kobrin nie wirklich ihre Aufgabe und kommt damit dem Auserwählten auch kein Stück näher. Dennoch war mir Kobrin von Anfang an sympathisch und ist es auch geblieben.
Allerdings fand ich teilweise ihre Familienkonstellation etwas verwirrend. Auch das Alter der Zwillinge war mir ein Rätsel. Einerseits werden sie als junge Kinder geschildert, sodass ich sie mir anfangs so um die fünf Jahre alt vorgestellt hatte. Später handeln sie aber eher wie Teenager. Das fand ich ebenfalls schade und nicht optimal umgesetzt.


Fazit

Das Buch hat mir gut gefallen. Die Geschichte hat zwar ein paar Schwächen, ist aber im Großen und Ganzen dennoch ein besonderes Lesevergnügen. Allerdings ist das Ende noch sehr offen. Im zweiten Teil „Alania - Das Lied der Geister“ ist Kobrin nicht mehr die Hauptperson. Erst im dritten Band spielt sie wieder eine größere Rolle. Ich hoffe daher sehr, dass die weiteren zwei Bänden dem ersten gerecht werden und der Abschluss der Reihe zufriedenstellend ist.