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Veröffentlicht am 07.08.2020

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Find Me Finde mich
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Es fällt mir nicht leicht diese Besprechung zu schreiben. Ich habe mich wahnsinnig auf dieses Buch gefreut. Call me by your Name war für mich ein ganz besonderes Buch, die Gefühle, die es beim Lesen geweckt ...

Es fällt mir nicht leicht diese Besprechung zu schreiben. Ich habe mich wahnsinnig auf dieses Buch gefreut. Call me by your Name war für mich ein ganz besonderes Buch, die Gefühle, die es beim Lesen geweckt hat seufzt wie gesagt, etwas Besonderes.

Natürlich war mir klar, dass Find Me daran nicht ran kommen wird, dass es aber so läuft, habe ich nicht gedacht. Mir war bewusst, dass es in diesem Buch auch um den Vater von Elio geht. Und vielleicht hätte ich das ganze auch anders empfunden, wenn diese erste Geschichte mir besser gefallen hätte.

Der Schreibstil war schon bei seinen anderen Büchern nicht ganz meins, aber dies hat auch einen gewissen Reiz ausgemacht, raus aus der Lese-Komfortzone. Aber hier fand es ich zum Teil wirklich anstrengend.

Das Buch ist in drei Teile geteilt, wobei es innerhalb dieser keine Kapitel gibt. So zog es sich schon unwillkürlich bei mir, weil mir die verschiedenen Parts ohne Unterteilung so lang erschienen. Im ersten ging es nun um den Vater von Elio, der auf einer Zugreise eine viel jüngere und natürlich wunderschöne Frau kennenlernt und alles, was darauf in dieser Geschichte folgte, fand ich zu übertrieben. Ja es war wieder dieses besondere, eine intensive Liebe, die den Leser mit reizen soll, aber dies hat bei mir hier nicht funktioniert.

Auch der nächste Abschnitt konnte mich nicht überzeugen. Es hat sich angefühlt wie ein langes Warten. Wann geht es endlich um Elio und Oliver? In diesem Abschnitt ging es zwar um die beiden, aber nicht zusammen. Elio lernt einen, auch wieder viel älteren Mann kennen. Ich habe kein Problem mit einem großen Altersunterschied, hatte ich tatsächlich auch schon. Aber hier schien es mir zu sehr aus der Luft gegriffen. Ich meine, Frau lernt einen viel älteren Mann kennen und wirft alles über den Haufen und das nur aufgrund eines Tages, um es überspitzt auszudrücken.

Und dann kam er endlich der Abschnitt über die beiden, wie sie sich wiedersehen. Ich habe so gehofft das diese wenigen Seiten, das davor wieder wegmachen, dass sich das Durchhalten gelohnt hat. Aber auch hier, habe ich einfach mehr erwartet, ohne zu sehr ins Detail zu gehen.

Es gab durchaus schöne Szene und auch wieder poetische Sätze. Und hätte das drumherum mehr für mich gestimmt, hätte ich diese bestimmt mehr würdigen können. Doch so war es im Großen und Ganzen leider eine Enttäuschung für mich.

Veröffentlicht am 06.04.2020

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Frankly in Love
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Der Klappentext von Frankly in Love hat mich sofort angesprochen. Und ich habe mich richtig auf die Geschichte gefreut. Leider war ich dann doch etwas enttäuscht.


Erzählt wird das Buch aus der Ich-Perspektive ...

Der Klappentext von Frankly in Love hat mich sofort angesprochen. Und ich habe mich richtig auf die Geschichte gefreut. Leider war ich dann doch etwas enttäuscht.


Erzählt wird das Buch aus der Ich-Perspektive von Frank, was ich grundsätzlich sehr mag. Hier fand ich es aber manchmal eher anstrengend. Frank ist keineswegs unsympathisch, daran lag es nicht. Doch hat er und auch seine Freunde eine sehr umgangssprachliche Art zu sprechen. Und auch manche von seinen Gedankengängen fand ich eher abstrus. Ich konnte mich nicht wirklich in ihn hineinversetzen und habe keinen Zugang zu ihm bekommen. Ich kann nicht beurteilen, in wieweit der Sprachgebrauch einfach dem heutigen Zeitgeist angepasst wurde. Doch mich hat es immer wieder aus der Geschichte geworfen und einfach gestört. Aber wie gesagt, vielleicht ist es auch einfach authentisch?


Die Themen wie Identität, Rassismus und kulturelle Unterschiede fand ich sehr interessant. Diese waren auch einer der Hauptgründe, warum ich dieses Jugendbuch lesen wollte. Und was dies angeht, wurde ich nicht enttäuscht. Der Autor führt dem Leser schön vor Augen, wie Alltagsrassismus aussieht und verdeutlicht wie oft dieser vorkommt. Außerdem werden auch die kulturellen Unterschiede aufgezeigt und wie es dazu kommt bzw. wie diese über Generationen am Leben erhalten werden. Dieser Grad, zwischen der eigenen Kultur erhalten, aber sich auch den neuen Gegebenheiten anpassen. Die eigene Identität nicht verlieren, aber sich auch nicht durch andere definieren lassen, nur weil man aus einem bestimmten Land kommt oder eine bestimmte Hautfarbe hat. All diese Aspekte bringt der Autor gut in die Geschichte ein.


Leider hat mir auf Dauer etwas die Handlung gefehlt. Ich fand, es passiert einfach auf die Summe der Seiten gesehen nicht viel, sodass ich mich manchmal dazu überreden musste weiterzulesen. Die familiäre Situation von Frank fand ich durchaus interessant und die Passagen wo das Zusammenspiel von ihm und seinen Eltern thematisiert wurde, habe ich auch gerne gelesen. Aber den Romance Anteil fand ich eher nicht so spannend. Die süße Lovestory konnte mich überhaupt nicht packen. Es gibt viele ernste Gedankengänge, doch so wirklich fesseln und auch emotional packen konnte mich die Geschichte erst gegen Ende.


Nichtsdestotrotz finde ich das Buch trotzdem empfehlenswert, besonders wenn man sich von einer jugendlichen Sprache nicht abschrecken lässt (ein Blick in die Leseprobe ist dabei hilfreich). Alleine schon, weil die Themen Rassismus / Alltagsrassismus und auch die Frage, "Wer bin ich?" die wohl alle Jugendlichen und auch manchen Erwachsenen von Zeit zu Zeit beschäftigt in Frankly in Love thematisiert werden.

Veröffentlicht am 04.04.2020

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Die Wunderfabrik – Keiner darf es wissen!
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Die Wunderfabrik, das hört sich nach einer fantasievollen und magischen Geschichte an. Das Cover strahlt für mich Spaß und Freude aus, und macht sehr neugierig auf das Buch.


Die zwölfjährige Winnie, ...

Die Wunderfabrik, das hört sich nach einer fantasievollen und magischen Geschichte an. Das Cover strahlt für mich Spaß und Freude aus, und macht sehr neugierig auf das Buch.


Die zwölfjährige Winnie, ihre große Schwester Cecilia und ihr kleiner Bruder Henry verbringen ihre Sommerferien bei den Großeltern, da ihre Eltern beruflich verreisen müssen. Die Großeltern haben die Geschwister bis dato kaum kennengelernt, deswegen sind sie doch ein bisschen überrascht, dass diese von sich aus anbieten, dass die Kinder dort bleiben können. Ganz so wild sind die drei nicht darauf, denn aus dem belebten London für ein paar Wochen in ein kleines Kaff zu ziehen, wo es nicht mal Internet gibt, scheint nicht sehr attraktiv.


Der Anfang der Geschichte hat mir richtig gut gefallen. Ich war sehr gespannt, was die Kinder alles bei den Großeltern erwartet. Leider Flaute die Freude immer mehr ab, da sich die Geschichte für mich immer mehr zog. Nachdem die Kinder bei den Großeltern gelandet sind, passiert eine Zeitl ang nicht viel und mir fiel es schwer am Ball zu bleiben, da mir die Spannung fehlte.


Was mir das Lesen zusätzlich erschwert hat, war die Atmosphäre, die mich richtig runtergezogen hat. Ich mag skurrile Charaktere, die schrullig und verschoben sind. Aber die Großeltern gingen für mich gar nicht. Sie waren so kaltherzig und abweisend zu den Kindern. Ich möchte gar nicht zu sehr ins Detail gehen, aber mich hat es richtig belastet zu lesen, wie die drei behandelt werden. Zugutehalten kann man hier der Autorin, dass sie es geschafft hat, diese Niedergeschlagenheit der Kids gut an mich als Leser zu transportieren. Nach einer Weile wurde es auch wieder besser, aber trotzdem wurde ich mit den Großeltern nicht warm.


Ich hatte die Hoffnung, dass das tragische Trio, dies auffangen wird und sie so Bezugspersonen für die Kinder werden. Dies passierte zwar ein bisschen, doch nicht in dem Ausmaß wie ich es mir gewünscht hätte. Und ich verstehe vollkommen, dass die Bezeichnung tragischen Trio humorvoll gemeint ist. Doch trifft es leider nicht meinen Humor. Zur Information, das tragische Trio besteht aus einer Blinden sowie einer Tauben Frau und einem Kleinwüchsigen Mann.


Gut gefallen hat mir der Zusammenhalt der Geschwister, wobei ihnen ja kaum etwas anderes übrig bleibt, als zusammenzuhalten. Es kam sehr schön beim Lesen raus, wie sehr sie sich mögen und was für ein gutes Team sie sind. So mochte ich die Szenen, in denen sie als Geschwister zusammen agiert haben.


Gegen Ende wurde die Geschichte dann wieder besser, konnte aber nicht den schwachen Mittelteil für mich Ausgleichen. Die Idee mit der Wunderfabrik finde ich ziemlich cool, doch leider wurde sehr viel Potenzial verschenkt. Und die Umsetzung hat mir zum Großen Teil nicht gefallen.


Veröffentlicht am 08.03.2020

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Das neunte Haus
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Der Klappentext hat mich sogleich angesprochen. Ich hatte richtig Lust auf so eine Geschichte mit vielen Geheimnissen und dem Campus Leben. Noch dazu die Geister Thematik, und Leigh Bardugo als Autorin ...

Der Klappentext hat mich sogleich angesprochen. Ich hatte richtig Lust auf so eine Geschichte mit vielen Geheimnissen und dem Campus Leben. Noch dazu die Geister Thematik, und Leigh Bardugo als Autorin hat mich auch Neugierig gemacht.


Leider hatte ich dann zu Beginn große Probleme in die Geschichte zu kommen. Ich brauche am Anfang keinen Erklärbär, der dem Leser alle Informationen auf dem Silbertablett serviert. Aber so ein bisschen an Hintergrundwissen brauche ich dann schon, um mich in der jeweiligen Welt zurechtzufinden. Und hier hatte ich zumeist Fragezeichen in den Augen.


Es gibt auch immer wieder Zeitsprünge, die ich durchaus mag. Oft machen sie die Geschichte interessanter. Doch hier haben sie bei mir leider zusätzlich für Verwirrung gesorgt. Kaum war ich etwas in der jeweiligen Handlung angekommen, wechselte die Szene schon wieder und da waren sie wieder, die Fragezeichen in meinen Augen.



Natürlich wurde es mit der Zeit besser, vieles wurde nach und nach erklärt. Aber auch, als ich dann mehr durchblickte, fehlte mir noch die Spannung. Leider konnte mich die Handlung nicht fesseln und meine Gedanken schweiften beim Lesen immer wieder ab. Dabei fand ich die Idee der Geschichte durchaus interessant. Doch mit Alex der Protagonistin wurde ich nicht warm.


Nach einer gewissen Zeit habe ich dann angefangen die Geschichte querzulesen und sie dann letztendlich abgebrochen. Ich hatte einfach so gar keine Freude an der Geschichte. Habe aber nun schon öfters gehört, dass das letzte vierte sehr gut sein soll. Das kann ich leider nicht beurteilen. Vielleicht wäre die Geschichte wirklich noch besser geworden. Oder vielleicht ist das Haus der Neun einfach nicht mein Buch. Man sollte sich auf jeden Fall darüber bewusst sein, dass es kein Buch ist, dass man so einfach weg lesen kann. Man muss sich definitiv auf die Geschichte konzentrieren, um einen Überblick zu erhalten und auch durchzublicken.

Da ich das Buch nicht als ganzes bewerten kann, da ich es abgebrochen habe, kann ich nur jedem empfehlen, den die Geschichte anspricht, sich ein eigenes Bild zu machen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.09.2019

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Deine letzte Nachricht. Für immer.
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Dies ist eine Sammlung von letzten Nachrichten, dass es da emotional wird, ist zu erwartet. Im Vorfeld habe ich schon bei vielen gehört, dass sie das Buch zu Tränen gerührt hat, dies war bei mir leider ...

Dies ist eine Sammlung von letzten Nachrichten, dass es da emotional wird, ist zu erwartet. Im Vorfeld habe ich schon bei vielen gehört, dass sie das Buch zu Tränen gerührt hat, dies war bei mir leider nicht so. Auch konnte ich leider nichts positives aus den letzten Worten ziehen, sie haben mir weder Kraft gegeben noch mich motiviert*. Um ehrlich zu sein, haben sie mich eher runter gezogen. Viele der Nachrichten sind von Menschen, die sich dann umgebracht haben. Aber die Schicksale der Menschen, die nach diesen Nachrichten einen Unfall oder ähnliches hatten, haben mir zugesetzt.

Die Aufmachung ist wirklich toll und das Buch ist wirklich schön anzuschauen, tolles Design von innen und außen. Aber für mich war es eher nichts, da es mich eher runter gezogen hat.

* dies habe ich auch nicht von dem Buch erwartet, es aber bei einigen anderen gelesen bzw. wird auch von der Autorin Bezug darauf genommen, bei wie vielen Menschen diese letzten Worte etwas positives bewirkt haben.