Profilbild von Wencke

Wencke

Lesejury Star
offline

Wencke ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Wencke über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.06.2019

Hätte ich mir fesselnder gewünscht

Das Leuchten jenes Sommers
0

Mir hatte seiner Zeit die Leseprobe sehr gut gefallen. Mit zwei Handlungssträngen, einer zu Beginn des zweiten Weltkrieges und einer in der Gegenwart, erzählt dieser Roman im wunderschönen Cornwall.

Im ...

Mir hatte seiner Zeit die Leseprobe sehr gut gefallen. Mit zwei Handlungssträngen, einer zu Beginn des zweiten Weltkrieges und einer in der Gegenwart, erzählt dieser Roman im wunderschönen Cornwall.

Im August 1939 kommt Maddys Schwester Georgina von einer Europareise zurück, Maddy spürt, dass sich die bisher wunderbare Beziehung zwischen den Geschwistern verändert hat. Es liegt an Victor, Georginas Freund, der sich zwischen die beiden drängt.

In der Gegenwart lesen wir von Chloe, die eigentlich ein perfektes Leben führt. Sie erfährt gerade, dass sie schwanger ist. Sie ist verheiratet lebt in einem wunderschönen Haus und hat einen Mann, der sie über alles liebt. Langsam merkt Chloe, dass die Liebe von ihrem Mann sie erdrückt und Chloe nicht das Leben führt, so wie sie es gerne möchte, sondern ihr Mann bestimmt quasi, wie sie ihr Leben zu führen hat.

Ich war mir im Vorfeld sehr sicher, dass mich dieses Buch überzeugen würde, dem war aber leider nicht so. Ich brauchte rund 100 Seiten um überhaupt richtig in diese Geschichte hineinzufinden. Der Schreibstil ist auch sehr flüssig und leicht verständlich geschrieben. Aber das, was im Vorfeld so vielversprechend klingt hat mich während des Lesens nicht so überzeugt. Die Geschichte plätscherte so dahin, ich habe es gelesen ohne dass sich beim Lesen eine Spannung aufgebaut hat.

Schade, ich hatte mehr erwartet.

Veröffentlicht am 04.05.2019

Das politische Bonn im Jahr 1972

Rheinblick
0

Die Gestaltung des gebundenen Buches hat mir sehr gut gefallen, das Titelbild gefällt und das Buch fühlt sich gut an und lässt sich gut in der Hand halten.

Vom Inhalt her geht es zum einen um Hilde. ...

Die Gestaltung des gebundenen Buches hat mir sehr gut gefallen, das Titelbild gefällt und das Buch fühlt sich gut an und lässt sich gut in der Hand halten.

Vom Inhalt her geht es zum einen um Hilde. Sie ist Inhaberin der Kneipe "Rheinblick" sie liegt am Rande des Bonner Regierungsviertels. Das Publikum in Hildes Kneipe ist grundsätzlich gemischt, aber der überwiegende Teil ihrer Gäste ist im politischen Zirkus zu Hause. So bekommt sie vieles mit, was nicht für jedes Ohr bestimmt ist. Für Hilde ist klar, dass das von ihr Gehörte bei ihr bleibt.

Eine weitere Protagonistin ist Sonja. Sie kommt aus einfachen Verhältnissen und lebt ihren Traumberuf als Krankenschwester und Logopädin. Ihr nächster Patient ist kein geringerer als Willy Brandt, der nach seiner erfolgreichen Wahl zum Bundeskanzler, Probleme mit seiner Stimme hat. Sie ist zu absoluter Verschwiegenheit verpflichtet.

Insgesamt fand ich diesen Roman, der im Jahr 1972 in Bonn erzählt sehr interessant. Allein mit dem Gedanken, dass das vor meiner Zeit war und ich aus dieser Zeit sehr wenig weiß. Eigentlich meint man, dass das Jahr 1972 noch nicht so lange her ist, aber die Unterschiede zur heutigen Zeit sind enorm.

Veröffentlicht am 10.03.2019

Guter Auftakt der Doggerland-Trilogie

Doggerland. Fehltritt (Ein Doggerland-Krimi 1)
0

Fehltritt ist das erste Buch der Doggerland-Trilogie. Zunächst einmal finde ich es eine absolut gelungene Idee, diesen Kriminalroman auf der vor sehr langer Zeit versunkenen Inselgruppe Doggerland erzählen ...

Fehltritt ist das erste Buch der Doggerland-Trilogie. Zunächst einmal finde ich es eine absolut gelungene Idee, diesen Kriminalroman auf der vor sehr langer Zeit versunkenen Inselgruppe Doggerland erzählen zu lassen. Von Doggerland hatte ich bis dahin noch nichts gehört, aber es gab sie wirklich - und schon was gelernt - perfekt! Sehr passend dazu finde ich auch die Innenseite vom Buchrücken, wo eine Karte von Doggerland gezeigt wird.

Ein Fehltritt, von dem in diesem Buch zu lesen ist, dass Kommissarin Karen Eiken Hornby nach einem ausschweifenden Austernfest in einem Hotelbett neben ihrem Chef aufwacht, den sie dazu nicht einmal leiden kann. Sie war so stark alkoholisiert, dass sie einen regelrechten Filmriss hatte und sich zunächst gar nicht erinnern konnte. Am nächsten Tag erhält sie die Leitung in einem Mordfall: Die Ex-Frau von ihrem Chef wurde in ihrem Haus ermordet.

Der Ort, wo dieser Roman erzählt, sowie die Buchbeschreibung haben mich sehr neugierig auf das Buch gemacht. Der Schreibstil ist locker und leicht und das Buch somit gut zu lesen. Allerdings ist dieses insgesamt über 500 Seiten starke Buch für meinen Geschmack teilweise zu ausführlich geschrieben, so dass für mein Empfinden die Spannung auf der Strecke geblieben ist.

Das Ende war für mich doch überraschend, aber sehr gut gemacht, dass war für mich dann doch noch ein versöhnlicher Abschluss für dieses Buch.

Ob ich die nächsten beiden Bände dieser Trilogie noch lesen möchte, muss ich noch schauen.

Veröffentlicht am 04.02.2019

Kein Katzenbach-Fan

Der Verfolger
0

Ich kann mich nicht daran erinnern, ein Buch von John Katzenbach gelesen zu haben. Die Cover sind mir wohl bekannt und haben auch einen Wiedererkennungswert. Somit kenne ich auch das Buch "Der Patient" ...

Ich kann mich nicht daran erinnern, ein Buch von John Katzenbach gelesen zu haben. Die Cover sind mir wohl bekannt und haben auch einen Wiedererkennungswert. Somit kenne ich auch das Buch "Der Patient" nicht, worauf dieser Thriller aufbaut.

5 Jahre ist es nun her, dass der Psychiater Dr. Frederick Starks meinte, einen Menschen erschossen zu haben. 5 Jahre lang hat er sich in seinem neuen Leben gut eingelebt und hat während dieser Zeit oft seinen Wohnort gewechselt. Er fühlt sich sicher. Doch eines Tages taucht "Rumpelstilzchen" als Patient in seiner Praxis auf. Mehr möchte ich zum Inhalt nicht verraten, es soll ja für den Nichtkenner dieses Buches spannend bleiben.

Insgesamt wählt der Autor für diesen Psychothriller eine klare und verständliche Sprache. Aber es ist mir schwer gefallen, so manche Handlungen und Verhaltensweisen nachzuvollziehen. Ich konnte die Spannung / den Thrill nicht so recht greifen. Gefühlt plätscherte ein Großteil des Buches so dahin.

Irgendwas hat mich bisher davon abgehalten, die Bücher von John Katzenbach zu lesen. Und nach diesem Buch kann ich ganz klar sagen, dass ich kein Fan von Katzenbach bin und ich denke sobald auch nicht werde.

Es ist sicherlich kein schlechtes Buch, aber einfach nichts für mich - schade.

Veröffentlicht am 24.11.2018

True-Crime aus Norddeutschland

Die Elemente des Todes
0

Dieses Buch hat mich erst neugierig gemacht, als ich mitbekommen habe, dass es ein True-Crime-Thriller aus Norddeutschland ist und den konnte ich mir nicht entgehen lassen. Insgesamt ist es ein guter Thriller, ...

Dieses Buch hat mich erst neugierig gemacht, als ich mitbekommen habe, dass es ein True-Crime-Thriller aus Norddeutschland ist und den konnte ich mir nicht entgehen lassen. Insgesamt ist es ein guter Thriller, obwohl er mich nicht absolut überzeugen konnte, was aber nicht damit zusammen hing, dass man quasi von Anfang an wusste, wer der Täter ist. Auf der einen Seite geschrieben aus der Sicht des Täters auf der anderen Seite, wie die Polizei versucht, dem Täter auf die Spur zu kommen, das fand ich schon sehr interessant und spannend.
Ich fand diesen Thriller an manchen Stellen einfach zu langatmig und für einen Thriller zu wenig fesselnd. Aber da können die Empfindungen auch unterschiedlich sein.
Was mich an diesem Thriller erschüttert, dass er sich an einer wahren Geschichte orientiert.