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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.03.2021

Gern gelesen

Spuk in Hill House
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Das Buch wird auch der Sicht von Nell erzählt. Sie ist eine junge Frau, die viel Zeit damit verbrachte ihre Mutter zu umsorgen. Was soll ich sagen. Diese Frau sollte sich unbedingt Hilfe suchen, war einer ...

Das Buch wird auch der Sicht von Nell erzählt. Sie ist eine junge Frau, die viel Zeit damit verbrachte ihre Mutter zu umsorgen. Was soll ich sagen. Diese Frau sollte sich unbedingt Hilfe suchen, war einer meiner ersten Gedanken nachdem ich das Buch begonnen hatte. Was Romy, mit der ich der Buch gemeinsam las, und ich so gar nicht auf dem Schirm hatte, war, dass der Film "Das Geisterschloss" die Verfilmung des Buches ist - wer den Trailer anschaut, kann dort einen 1:1 Dialog zwischen Nell und Theo sehen. Zwar erinnere ich mich kaum mehr an diesen, aber beim Lesen schwirrten einige Szenen bildlich vor meinem inneren Auge als hätte ich ihn erst gestern geschaut. Wohingegen das Buch mit der Serie wenig gemein hat, aber trotzdem wirklich sehenswert ist.

Manchmal fand ich, dass das Haus hätte etwas mehr Raum bekommen können und in anderen Momenten erschlug es einen förmlich. Die Atmosphäre ist weitestgehend gut getroffen. Ich habe es auf jeden Fall sehr gerne gelesen, besonders wegen der subtilen Spannung und der ruhigen Handlung. Der Schreibstil war gut und flüssig zu lesen. Die Protagonisten etwas daneben. Die Dialoge gewöhnungsbedürftig. Letzteres lässt sich vermutlich auf das Alter der Geschichte zurück führen. Damals führte man wohl noch etwas anders als heute Konversation. Schlussendlich habe ich aber dennoch verstehen können was mir das Buch sagen wollte. Denke ich. Ganz so sicher kann man sich da nicht sein, da es zwar einen teils typische Gruselgeschichte ist, aber - so interpretiere ich es zumindest - über die menschliche Psyche und Ängste einfließt. Das merkt man sehr gut an den Unsicherheiten bzw. der Art, wie Nell Situationen einschätzt oder Dinge auffasst. Hierdurch wirkt der Ablauf oftmals auch etwas bizarr. Doch ich denke, hier näher darauf einzugehen würde zu viel vorwegnehmen.

Ich für meinen Teil kann das Buch nur empfehlen. Man sollte auf jeden Fall unvoreingenommen dran gehen. Wer sich unsicher ist, weil er die Serie schon gesehen hat, der kann ohne Probleme noch das Buch lesen, da die Geschichten sich komplett von einander unterscheiden. Einzig das Haus könnte das selbe sein. Mich hat es auf jeden Fall so begeistert, dass ich direkt zum nächsten Buch der Autorin gegriffen habe.

Fazit:

Ein packendes Buch, das man gelesen haben sollte. Schräge Charaktere, Spannung und Atmosphäre gibt's garantiert.

Veröffentlicht am 15.03.2021

Galaktisch gut.

Aurora erwacht
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Eigentlich könnte ich dieses Buch mit zwei Worten beschreiben: Einfach episch! Doch ich hab mir sagen lassen, dass eine gute Rezension anders aussieht. Also ehrlich gesagt, weiß ich nicht, welchen Klappentext ...

Eigentlich könnte ich dieses Buch mit zwei Worten beschreiben: Einfach episch! Doch ich hab mir sagen lassen, dass eine gute Rezension anders aussieht. Also ehrlich gesagt, weiß ich nicht, welchen Klappentext ich ursprünglich zu dem Buch gelesen habe, aber es war auf jeden Fall nicht der auf der Verlagsseite, denn dieser hätte mich vermutlich mehr abgeschreckt, weil er mich an viel zu viel andere Werke erinnert und ich einen Abklatsch dessen erwartet hätte. Glücklicherweise war dem nicht so, denn das Buch ist einfach phänomenal. Flottes Tempo, geniale Dialog und Sterne bis zum Abwinken. Okay, nicht so richtig, aber man kommt schon rum. Auch die angerissenen Geschichten der einzelnen Spezies fand ich unglaublich spannend und ich habe mich sehr gefreut, dass diese Raum fanden, da so vieles greifbarer wurde.

Die Charaktere finde ich unglaublich toll gezeichnet und jeder auf seine Art sympathisch. Selbst das Team der "Firefly" kommt da nicht ran. Es gab tatsächlich die eine oder andere Szene, die mich an andere Si-Fi Abenteuer erinnerten. Der letze Ort, den das Squad besucht lies mich stark an "Nausicaä im Tal der Winde" denken, aber wieder auf seine eigene Art. Ich denke, dass das aber auch zu erwarten ist in mancherlei Hinsicht, denn auch Autoren können (und sollten) das Rad nicht neu erfinden. Es ist ein guter Moment an eine andere Szene erinnert zu werden, die sich aber ganz eigenständig entwickelt und das ist aus meiner Sicht die Kunst dabei, welche die beiden Autoren in diesem Buch auch sehr gut umgesetzt haben.

Der Schreibstil war flüssig und gut zu lesen, das Zusammenspiel der Charaktere wirkte authentisch und man wird nicht mit schnödem Technikkram gelangweilt. Die (unbekannten) Begriffe wie Uniglass -modernes Tablet oder Telefon - bekommt man zwar nicht explizit erklärt, kann sich diese aber binnen kürzester Zeit wunderbar ableiten. Also von mir aus können wir dann direkt mit der Fortsetzung der Geschichte weiter machen, denn scheinbar geht es jetzt erst richtig los. Zudem vermisse ich den Schlagabtausch inzwischen schon.

Fazit:

Ein fantastisch galaktisches Abenteuer, welches aufgrund des Zusammenspiels der unterschiedlichen Charaktere einfach doppelt Freude bereitet.

Veröffentlicht am 11.03.2021

Einfach genial.

Die Farben der Magie
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Erstmal zu dem Inhalt des Buches, denn irgendwie verrät der Klappentext nicht wirklich viel darüber. In diesem Band, dem für mich ersten Band der Zauberer Reihe, trifft Rincewind auf den Touristen und ...

Erstmal zu dem Inhalt des Buches, denn irgendwie verrät der Klappentext nicht wirklich viel darüber. In diesem Band, dem für mich ersten Band der Zauberer Reihe, trifft Rincewind auf den Touristen und versucht diesem, so hilfsbereit wie er ist, ohne jeglichen Hintergedanken auf Entlohnung oder ähnliches, die Stadt Ank-Morpork zu zeigen. Der Tourist wird außerdem von einer Truhe voller Dinge - mitunter Mengen an Gold - begleitet, was ihm in der einen oder anderen Situation zum Verhängnis wird - oder auch nicht. Ich werde jetzt nicht gesondert erwähnen, dass meine Beschreibung vielleicht nicht ganz den Tatsachen entspricht oder vor Sarkasmus nur so trieft, sondern gehe einfach davon aus, dass man das so herauslesen kann. Da Rincewind also irgendwie an den Touristen gebunden ist - so ganz habe ich das nicht verstanden, oder wieder vergessen habe -, erleben sie gemeinsam einige Abenteuer.

Ich muss gestehen, dass ich unglaublich froh war zuvor die Serie "Good Omens" sowie den Film "Hogfather" gesehen zu haben, denn zum einen wurde mir so deutlich vor Augen geführt wie unfassbar trocken der Humor ist/ sein kann und wie verquert die Scheibenwelt ist. Ein absoluter Pluspunkt, denn mit Rincewind als Fremdenführer hat man schlichtweg verloren. Irgendwo hatte ich zuvor auch gelesen, dass einige Bücher des Autors zwar eine zusammenhängende Geschichte enthielt, aber die Kapitel im Grunde kleine Kurzgeschichten seien. Ob das so stimmt, weiß ich nicht, doch mit diesem Hintergedanken zu lesen, war doch sehr viel angenehmer. Besonders der Sprung zwischen Kapitel eins und zwar war doch schon sehr extrem und zusammenhangslos. Danach war es etwas besser.

Google war in der Tat auch beim Lesen mein bester Freund und würde ich die Anschaffung der eBooks als rentabel ansehen, wären sie mein klarer Favorit, denn das Nachschlagen diverser Wörter bzw. Wortkreationen wäre viel einfacher. Da diese aber etwa genauso viel kosten - oder nur unwesentlich weniger - als das Print, nö.

Bezüglich der Geschichte bin ich sehr froh schon des Öfteren gelesen zu haben, dass die ersten Bände jene sind, die einen am meisten verwirren, denn so habe ich Motivation dran zu bleiben. Der Stil gefällt mir unfassbar gut, wenngleich man wirklich bei der Sache bleiben muss. Ich hätte auch nie gedacht, dass meine Rezension zu einem etwa 250 Seiten Buch so lange ausfallen kann und ich könnte auch noch eine ganze Weile so weiter machen. Ich freue mich auf jeden Fall schon sehr auf andere Bände des Autor und glücklich, dass ich es gewagt habe mich auf dieses Abenteuer einzulassen. Terry Pratchatt erfindet die Welt neu, auf eine irritierende und doch unterhaltsame Art.

Fazit:

Ein skurriles und unterhaltsame Abenteuer in der Scheibenwelt. Der erste Besuch dort ist etwas irritierend, aber machbar.

Veröffentlicht am 11.03.2021

Positiv überrascht.

Talus
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Ich hatte ja erst ein bisschen Bedenken, weil ich total auf das Buch hingefiebert hatte; zu hohe Erwartung, zu viel Vorfreude. Ihr könnt es fühlen? Gut. Dann kann ich euch jetzt verraten, dass ich nicht ...

Ich hatte ja erst ein bisschen Bedenken, weil ich total auf das Buch hingefiebert hatte; zu hohe Erwartung, zu viel Vorfreude. Ihr könnt es fühlen? Gut. Dann kann ich euch jetzt verraten, dass ich nicht enttäuscht wurde. Klar, das Buch hätte gut und gerne doppelt so lang sein dürfen, aber durch das zügige Erzähltempo, die knackigen Kapitel mit wechselnden Erzählperspektiven, muss ich sagen, hat es so vollkommen gereicht. Der Stil war sehr flüssig zu lesen und ich hoffe sehr, dass es dann bald weiter geht.

Die Charaktere fand ich schön gezeichnet und die Idee mit der unterirdischen magischen Welt fand ich grandios. Wobei ich gestehen muss, dass ich mich in dieser magischen Welt nicht so richtig zurecht fand. Die verschiedenen Gilden waren logisch und leicht verständlich. Es gab so manche Stelle, die ich mehrfach lesen musste, einfach um mich zurecht finden zu können. Besonders in der einen Szene als Erin an einem bestimmten Ort in dieser Welt war und etwas suchte. Mal grob umschrieben, ohne zu spoilern. Auch mancherlei Zugänge in diese Welt waren mir ein Rätsel, aber vielleicht übersteigt das einfach meine Fantasie.

An sich fand ich es ein richtig tolles Leseerlebnis und bin sehr froh, dass ich spontan zu dem Buch gegriffen habe. Ich hatte es wirklich ruck zuck durch. Das Ende ist zwar teilweise offen, lässt mich aber zufrieden zurück. Wie schon erwähnt, hätte es vielleicht etwas mehr Tiefgang haben können, was aber durch die Art komplett ausgeglichen wurde.

Fazit:

Ein magisches Abenteuer in Edinburgh mit absoluter Sogwirkung, zügigem Erzähltempo und knackigen Kapiteln.

Veröffentlicht am 08.03.2021

Einfach gut.

Tinte & Siegel
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Eigentlich hätte sich das Buch schon auf den ersten Seiten unbeliebt machen müssen, denn ganz ehrlich... Ich liebe Rosinen. Besonders Schokorosinen. Es ist eine unangefochtene Liebe in Sachen Süßwaren. ...

Eigentlich hätte sich das Buch schon auf den ersten Seiten unbeliebt machen müssen, denn ganz ehrlich... Ich liebe Rosinen. Besonders Schokorosinen. Es ist eine unangefochtene Liebe in Sachen Süßwaren. Und was macht der Autor? Bezeichnet diese als verderbenbringende Perversion. Glücklicherweise konnte es mich jedoch im selben Zuge durch seinen Humor überzeugen. Teilweise war dieser mir in der Summe auch etwas zu flach und dreckig, aber es hat gepasst und dem Lesevergmügen keinen Abbruch getan. Ich liebe dieses Herumgereite auf so manchem Klischee, das sich selbst auf die Schippe nehmen und überhaupt harmonieren die gegensätzlichen Charaktere gut mit einander. Wer sich übrigens nichts unter Hobgoblin, Barghest, Bampot und anderen Namen bzw. Bezeichnungen vorstellen kann, der hat die Möglichkeit dies im Glossar am Ende des Buches nachzuschlagen. Irritierend fand ich gelegentlich, dass der Hauptprotagonist schon 60 ist. Seiner Art zu Folge hätte ich ihn vermutlich eher in den Schieber Teenager oder junger Erwachsener gepackt. Wie gesagt, das war jedoch nur gelegentlich der Fall.

Die Geschichte selbst gefiel mir richtig gut und ich bin schon super gespannt auf die Folgebände. Besonders wegen bereits erwähnter Charaktere sowie dem Setting. Zwar war ich noch nie in Schottland, aber zumindest nah dran in England und mein Herz blutet noch heute, dass es zeitlich für einen Abstecher nicht reichte. Gerade deswegen liebe ich Bücher, die dort spielen noch mehr. Besonders spannend fand ich die Idee hinter den Siegelwächtern und auch deren, äh, weltweite "Population". Gerade hier finde ich es doppelt toll, dass es eine Reihe ist, da es noch so viel zu erfahren gibt und Al McBarrish bringt ebenfalls eine eigene Geschichte mit, die einer Fortsetzung würdig ist.

Scheinbar habe ich früher immer die falschen Urban Fantsy Bücher gelesen, denn auch hier bleibt es nicht nur oberflächlich. Die Charaktere bekommen Vergangenheit, Ecken und Kanten. Ein gewisser Tiefgang ist gegeben und Humor hat das gute Stück zusätzlich noch im Gepäck. Im Grunde alles was man für schöne Lesestunden benötigt, abgesehen davon, dass es noch keinen Termin für die Fortsetzung gibt, die - zumindest bei mir - schon sehnlichst erwartet wird. Ach, und das Cover ist ein absoluter Hingucker!

Fazit:

Wer auf schottische Feenwesen, Kobodle, dreckigen und schwarzen Humor steht in Kombination mit sympatischen, aber grundverschiedenen Charakteren, sollte dieses Buch nicht verpassen.