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Veröffentlicht am 05.09.2021

Ein fesselnder Thriller, dem aber mehr Emotionalität und Tempo nicht geschadet hätte

Die Stieftochter
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Zu ” Die Stieftochter ” von Ildy Bach hab ich eher zufällig gegriffen.
Ein Thriller, der mich letztendlich mit seiner Vielschichtigkeit überraschen konnte.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm ...

Zu ” Die Stieftochter ” von Ildy Bach hab ich eher zufällig gegriffen.
Ein Thriller, der mich letztendlich mit seiner Vielschichtigkeit überraschen konnte.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm zu lesen. Einnehmend, eindringlich und sehr fesselnd.
Die Atmosphäre empfand ich als sehr drückend und düster, was meine Neugier auf die Story nur noch mehr verstärkte.
Im Fokus steht Tess,die Stieftochter von Becca.
Zu Anfang hatte sie nicht unbedingt meine Sympathie. Es musste wachsen, damit ich Tess’ Besonderheit erkennen konnte.
Aufgrund dessen dass Tess sehr unnahbar ist, gestaltet sich das zunächst schwierig, doch mit der Zeit fand ich Zugang zu ihr.
Aber eine extrem hohe Gefühlsachterbahn wurde es dennoch nicht bei mir.
Was vielleicht daran liegen mag, dass die übrigen Charaktere nicht wirklich sympathisch waren.
Dennoch mochte ich das Facettenreichtum des Ganzen.
Ganz besonders die Entwicklung sticht hier ganz klar heraus. Denn manchmal muss man über seinen Horizont hinauswachsen, um den wahren Kern zu entdecken.
Man erfährt hierbei u.a die Perspektiven von Tess und einer weiteren Person.
Letztere hat mir besonders Rätsel aufgegeben, weil es einen völlig anderen Handlungsstrang darstellte und mitten in die Abgründe der menschlichen Seele führt.
Eine Thematik, die mich schmerzlich getroffen hat und die mich wirklich ununterbrochen fesselte und emotional berührte.

In dieser Story hat man das Gefühl, sie bestehe aus einer ganzen Wand aus Geheimnissen.
Jeder hat eins, was es letztendlich auch wirklich so düster und gehaltvoll machte.
Aber niemand lässt sich in die Karten schauen.
Ein perfides Spiel, in dem nur einer gewinnen kann.
Man wird in seinem Glauben erschüttert und begreift nicht, wie wenig Menschlichkeit vorhanden ist, wenn es um die eigenen Vorteile geht.
Skrupellos, abgründig und manisch wird ein Ziel verfolgt, das niemals gut enden kann.

Obwohl ich dachte, es wäre sehr vorhersehbar, war es das letztendlich doch nicht.
Denn hier werden Twists eingebaut, die dem Ganzen eine völlig neue Richtung geben und den Blickwinkel erweitern.
Man muss erkennen, dass man letztendlich niemanden wirklich kennt.
Ildy Bach gelingt ein sehr nervenaufreibender Thriller, der sich jedoch als recht ruhig und eindringlich darstellt.
Sie lässt die Mauern fallen und zerrt alles ans Licht.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten hat mich dieser Thriller sehr gut unterhalten, auch wenn manchmal etwas mehr Tempo nicht geschadet hätte.

Fazit:
Ildy Bach gelingt mit “Die Stieftochter ” ein sehr eindringlicher und nervenaufreibender Thriller, der merklich erschüttert und so einige Geheimnisse ans Licht bringt, die man so nicht erwarten würde.
Eine “Heldin” die sich vor allem durch die Entwicklung hervortut und damit in großes Erstaunen versetzt.
Ein Thriller, der offenbart wie manipulativ und intrigant das eigene Umfeld ist und man letztendlich niemanden wirklich trauen kann.
Ein Thriller, der mich gut unterhalten konnte , dem aber mehr Emotionalität und Tempo nicht geschadet hätte.

Veröffentlicht am 05.09.2021

Er braucht zwar etwas, um in Schwung zu kommen, aber dann reißt er völlig mit

The French Girl
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Es wurde mal wieder Zeit für einen Thriller und “The French Girl” von Lexie Elliott hat mich unheimlich angesprochen.
Zudem ist es ein Debüt, was meine Neugier nur noch mehr verstärkte.
Diese Story hat ...

Es wurde mal wieder Zeit für einen Thriller und “The French Girl” von Lexie Elliott hat mich unheimlich angesprochen.
Zudem ist es ein Debüt, was meine Neugier nur noch mehr verstärkte.
Diese Story hat mich durch sämtliche Höhen und Tiefen geschickt und dabei so eine bedrohliche Atmosphäre versprüht, dass dadurch die Abgründe der menschlichen Seele nur noch mehr verstärkt wurden.

Der Schreibstil der Autorin ist ungemein eindringlich und fesselnd.
Die Atmosphäre beklemmend und düster. Fast von erdrückender Stille gezeichnet.
Einsamkeit, Verletzlichkeit und Angst bricht daraus hervor, was die Handlung in der Story unglaublich gut unterstreicht und für die unterschiedlichsten Gedankengänge und Empfindungen sorgt.
Besonders die Charaktere haben mir ungemein gut gefallen. Allen voran Kate, deren Perspektive wir hier auch erfahren.
Bei Kate hatte ich immer das Gefühl, sie fühle sich unzulänglich, verloren und einsam.
Aber zugleich bringt sie auch Entschlossenheit mit. Aber dennoch hat man das Gefühl, egal wie weit sie rennt, sie kommt nicht an.
Das liegt vielleicht an den Narben in ihrer Seele, vielleicht macht sie sich aber auch nur selbst klein.
Ihre Perspektive hat dennoch dafür gesorgt, dass ich sie kennen – und lieben lernen konnte.
Ihren Schmerz, ihre Stille und Verzweiflung.
Denn Kate macht es einem nicht einfach. Sie ist sehr unnahbar und lässt nur schwer Kontakt zu. Aber hat man diese Mauer erstmal durchbrochen, versteht und erkennt man alles viel besser.
Daneben kommen noch andere Charaktere zum Zuge. Besonders Lara und Tom haben mir gut gefallen. Besonders Lara, weil sie mir immer wieder ein Lächeln entlockt hat.
Insgesamt sind die Charaktere zwar etwas blass ,aber für die Handlung ist es ausreichend. Da der Fokus doch sehr auf Kate liegt.
Emotional gesehen hatte ich etwas Schwierigkeiten und der Zugang gelang mir erst nach einiger Zeit.
Dadurch wohnt dem Ganzen etwas tragendes und drückendes bei, was nur noch mehr Beklemmung versprüht.

Es dauerte etwas bis die Handlung mich im Griff hatte. Weil gerade am Anfang viel unbedeutendes passiert und man erstmal sortieren muss.
Die Thematik ist definitiv nicht neu, mir hat jedoch die Umsetzung ausgenommen gut gefallen. Zudem es der Autorin geschickt gelungen ist, mich bis zum Schluss im Dunkeln tappen zu lassen.
Dadurch hat mich die entscheidende Szene zwar schockiert, aber nicht völlig überrascht.
Da die Autorin hier auch mit psychologischen und mystischen Elementen zu spielen weiß.
Das hat mir diesmal wirklich gut gefallen, weil es einen Halt ,einen Anker darstellte.
Etwas woran man sich klammern konnte.
Die Handlung selbst ist recht ruhig und die Spannung ist dabei eher unterschwellig spürbar.
Oft fragt man sich wirklich, was diese Menschen verbinden.
Denn hier geht es auch um Gier, Neid und Eifersucht.
Manipulation und Intrigen spielen ebenfalls eine Rolle, wodurch das Ganze stellenweise sehr eindringlich und intensiv wird.
Schlussendlich hat mir dieser Thriller sehr gut gefallen.
Er braucht zwar etwas, um in Schwung zu kommen, aber dann reißt er völlig mit.

Fazit:
Müsste ich dieses Buch in drei Worten beschreiben, würde ich sagen: Einsamkeit, Schmerz und unheilvolle Stille.
Ein Thriller der möglicherweise nicht jedem liegt, da er sehr ruhig und beklemmend ist.
Auch braucht er etwas um in Schwung zu kommen.
Mich konnte Lexie Elliott von ihrem Debüt überzeugen.
Denn sie bietet eine nervenaufreibende Handlung, die so einiges zutage bringt.
Mich hat sie bis zum Schluss im Dunkeln tappen lassen.
Ich bin gespannt auf ihr nächstes Werk.

Veröffentlicht am 29.08.2021

Atmosphärisch, intensiv und wahnsinnig emotional

Skinborn
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Mit Werwolf Romance hatte ich bisher gar nichts am Hut. Allerdings hat mich der Klappentext dieser Story so neugierig gemacht, dass ich es unbedingt lesen musste.

Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten. ...

Mit Werwolf Romance hatte ich bisher gar nichts am Hut. Allerdings hat mich der Klappentext dieser Story so neugierig gemacht, dass ich es unbedingt lesen musste.

Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten. Leicht verständlich, zudem ließ es sich einfach toll lesen.
Am Anfang der Story wirkte alles recht plump und ich begann schon die Augen zu verdrehen.
Aber wider Erwarten zog mich die Story immer mehr in seinen Bann.
Das plumpe wich und es entwickelte sich eine Handlung, die mich vor allem auf der emotionalen und psychologischen Ebene unglaublich gepackt und berührt hat.
Chenny und Doug haben sofort mein Herz erobert.
Ganz besonders Doug, der so viel Herz und Stärke zeigte. Er zeigte, dass er eben kein gewissenloses Individuum ist. Was mich wohl am meisten überrascht hat.
Er zeigte Facetten von sich, die ihn so viel verletzlicher und menschlicher machten.
Von Chenny dagegen konnte ich mir lange gar kein Bild machen. Ja ich verurteilte sie, ich sah nicht das, was sie sah.
Was sie ihr ganzes Leben lang mitmachte und wie es sie formte.
Ich kannte ihre Welt einfach nicht.
Und dann erschienen Lynn und Joseph auf der Bildfläche und ich war einfach nur so sehr begeistert.
Vor allem von Lynn.
Von ihrer Unbeugsamkeit, ihrer Sturheit und einfach ihrer ganzen Art.
Sie ordnet sich nicht unter. Zeigt trotz ihrer Jugendlichkeit und Unerfahrenheit sehr viel Stärke und Mut.
Und daneben haben mich Dan und Kathy total beeindruckt, vor allem Kathy mit ihrer Weisheit und Herzlichkeit.
Wer könnte sie nicht sofort ins Herz schließen. Sie ist der Anker zwischen den beiden Welten, der alles zusammenhält.
Stabilisiert und für viel Ausgeglichenheit sorgt.
Allesamt fand ich die Charaktere wahnsinnig gut greifbar und glaubhaft.
Stück für Stück haben sie mein Herz erobert und es mit so viel Wärme geflutet, dass dieser Zauber einfach alles überstrahlte.
Charaktere, die so lebendig sind, dass sie ein Teil von dir werden und das empfand ich gerade hier als ungemein wichtig und essentiell. Damit man das große Ganze verstehen und kompensieren kann.

Interessant fand ich tatsächlich den Aufbau des Buches. Denn es ist in drei Teile gegliedert, worin man jeweils eine andere Perspektive erfährt. Das war anders, aber hat mir unglaublich gut gefallen.
Weil man dadurch eine völlig andere Perspektive auf die Charaktere erhält.
Zudem sorgt es für sehr viel Tiefe und Intensität.
Ohne Zweifel ist es ein Liebesroman. Aber anders, als man erwarten würde.
Es ist die Liebe zueinander, zum Leben, zu Stärke und Mut.
Joy Styx lässt uns sämtliche Facetten dessen spüren und das hat mich wohl am meisten berührt.
Er scheut sich nicht vor Konflikten und Konfrontationen innerhalb und außerhalb der Rudel. Nein, es gibt dem Ganzen so viel mehr Biss und Spannung.
Dabei erfährt man auch viel über die Hintergründe, was unglaublich interessant und faszinierend war, aber auch verstörend und schmerzhaft.
Man erkennt einfach, dass man erst sich selbst finden muss, um auch seinen Platz finden zu können.
Besonders Vertrauen und Loyalität wird sehr groß geschrieben, was letztendlich auch sehr wichtig für alles ist.

Die Handlung war durchweg spannend, allerdings muss ich auch sagen, dass es für mich zu viele Liebesszenen gab. Auf den ersten Blick wirkt das sehr plump und eindimensional. Aber hat man den Grundkern erstmal verstanden, erkennt man ,dass es unabdingbar für diese Story ist.
Denn auf dieser Ebene spielt sich sehr viel essentielles ab.
Dadurch kommen besonders die zwischenmenschlichen Aspekte sehr gut zum Vorschein. Trotzdem hätte mir weniger mehr gefallen.

Es ist keine Story die mit intelligenten Twists überrascht. Viel mehr entwickelt sich die Geschichte weiter und man erfährt, warum die Charaktere sind, wie sie eben sind.
Auch die Idee mit den unterschiedlichen Arten von Werwölfen fand ich unglaublich gut gelungen. Es ist sehr vielschichtig und facettenreich. Daneben fand ich diese Thematik unglaublich gut erklärt.
Der Abschluss des Ganzen hat mir gut gefallen. Da es ein abgeschlossener Roman ist, bleibt nichts offen. Es ist allerdings noch Potenzial für weitere Bände offen und ich würde mich sehr freuen, mehr von den beiden Clans zu lesen.

Schlussendlich ein Roman, der nur langsam in Schwung kommt, aber dann mit viel Emotionalität, Action und wichtigen Werten punktet.

Fazit:
Joy Styx hat mit Skinborn einen ganz besonderen Werwolf Roman erschaffen.
Atmosphärisch, intensiv und wahnsinnig emotional.
Zunächst noch etwas zwiegespalten, hat dieses Werk absolut mein Herz erobert.
Es hat sich unter meine Haut gegraben und seine Spuren hinterlassen.
Denn neben den Konflikten zwischen den Clans ,hebt es sehr wichtige Werte hervor.
Trotz Kritik hat es mich absolut begeistert und beeindruckt. Unbedingt mehr davon.

Veröffentlicht am 29.08.2021

Es geht nicht um die Monster, die wir sehen, sondern diese, die uns verborgen bleiben

Southern Gothic - Das Grauen wohnt nebenan
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“Southern Gothic ” hat mich allein durch das Cover schon so unglaublich angesprochen, der Klappentext tat sein übriges und ich war nicht mehr zu bremsen.
Bekam ich das, was ich erwartet habe?
Nein, definitiv ...

“Southern Gothic ” hat mich allein durch das Cover schon so unglaublich angesprochen, der Klappentext tat sein übriges und ich war nicht mehr zu bremsen.
Bekam ich das, was ich erwartet habe?
Nein, definitiv nicht. Dieses Buch hat mich absolut überrascht und das auf jeder erdenklichen Ebene.

Der Schreibstil des Autors hat mir richtig gut gefallen. Einnehmend und absolut fesselnd.
Er schafft dazu eine sehr düstere ,drückende und unheimliche Atmosphäre, die perfekt zur Handlung passt.
Die Charaktere haben mich definitiv mitgerissen, allen voran Patricia ,da man ihre Perspektive auch erfährt.
Sie hat eine ungeheure Leidenschaft und sehr viel Stärke in sich.
Hat sie sich einmal festgebissen, läßt sie nicht mehr los und kämpft bis zum letzten Akt der Verzweiflung. Ich mochte es sehr, wie sie agiert hat, konnte ihre Verzweiflung, ihre Angst und Hilflosigkeit spüren.
Und daneben haben mich auch Slick und James Harris überrascht und definitiv für sich eingenommen.
Aber außer Patricia, blieben die anderen Charaktere leider etwas blass für mich. Was bis auf eine Person, hier auch nicht so tragisch ist. Denn im Vordergrund steht der Fokus auf etwas ganz anderem.
Was mir allerdings hier verstärkt aufgefallen ist, wie unterwürfig und klein die Frauen gehalten wurden. Als wären sie nichts weiter wert, als der Dreck unter den Schuhen.
Dabei sollte man sich vergegenwärtigen dass immer die Frauen es sind, die alles zusammenhalten und es mit Stärke versehen. Sie sind der Anker in dieser gnadenlosen Welt.
Doch alles in allem waren die Charaktere für mich glaubhaft, spürbar und einfach durch und durch mit Leben gefüllt.

Das Geschehen spielt sich von 1988 bis 1997 ab.
Man wird direkt mit dem Südstaatenflair in den Bann gezogen. Ebenso werden hier ganz klar Rassenunterschiede gemacht.
Bist du ein Weißer hast du Glück, wenn du schwarz bist, interessiert sich niemand für dich.
Das sind Themen die sehr sorgsam und feinfühlig eingewoben werden und dadurch bekommt dieses Werk eine noch größere Bedeutung und zugleich Beklemmung.
Was aber noch nicht das ganze Drama darstellt. Denn Hendrix hat eine ganz eigene Art für Dramatik und Tragik zu sorgen. Er fasst gesellschaftskritische Themen auf und bietet sie ungeschönt dar. Die 80er Jahre waren in den Südstaaten voller Missstände, wodurch man das Gefühl hat in den 50er Jahren gelandet zu sein. Und dieses Gefühl hatte ich einfach die ganze Zeit über.
Das ist eine Thematik die unglaublich wütend und zugleich hilflos macht.
Und dann bildet er einen Trupp an Frauen, gekleidet als Buchclub und sie bieten kräftig Paroli. Natürlich geht es hier vordergründig um einen Vampir oder was immer er sein mag.
Es wird manipuliert, intrigiert und mit Hass und Perfidität um sich geworfen.
Aber letztendlich ist das nur die Hülle, für etwas sehr viel wichtigeres.

Die ersten 100 Seiten verliefen für mich sehr schleppend. Es war nichts halbes und nichts ganzes und ich wusste einfach nicht, was mir hier mitgeteilt werden sollte.
Dadurch dass der Klappentext schon sehr spoilert, wusste ich, worauf es hinausläuft. Was extrem schade ist, weil dadurch die Spannung größtenteils rausgenommen wird.
Ich war nicht mehr ganz so schockiert und erschüttert, wie ich hätte sein sollen.
Die Handlung kam für mich dann doch noch extrem gut in Fahrt. Was mir unglaublich gut gefallen hat. Ich war ab diesem Punkt nicht mehr von der Geschichte wegzubekommen.
Allein die Idee mit dem Buchclub hat mich sehr begeistert und ja, es gab auch amüsante Stellen. Was dem Ganzen etwas Leichtigkeit verschafft hat.
Der Kern der Story wurde in meinen Augen jedoch etwas oberflächlich behandelt.
Aber ist dieses Monströse und Widernatürliche tatsächlich der Fokus?
Oder geht es vielmehr darum, was wir bereit sind zutun, um das zu schützen was wir lieben?
Macht uns das zu Monstern oder zu Helden?

Nein, ich bekam nicht das, was ich erwartet habe?
Ich bekam sehr brutale Taten, eine sehr feinfühlige und sensible Handlung, die sich ihren Weg zu ihren eigenen Monstern freikämpft, um sie letztendlich zu bekämpfen.
Monster sind nicht immer sichtbar.
Manchmal stärken sie uns und manchmal schwächen sie uns.
Das ist mit viel Schmerz, Verzweiflung und Wut verbunden und bei Gott, ich hab an Patricias Seite gekämpft.
Für sie, um sie.
Es ist manisch, voller Hürden und Wagnisse.
Es giert nach dem, was du bist.
Es zerbricht dich äußerlich und innerlich, bist du nur noch ein blasser Abklatsch von dir selbst bist. Aber genau das, tut auch das Leben in dieser Zeit an diesem Ort dir an.
Denn hier geht es nicht nur um das Monster, das wir sehen. Hier geht es um so viel mehr.
Eine Story, die mich nach einer kleinen Durststrecke absolut begeistert hat, auch wenn ich mir noch mehr Erklärungen gewünscht hätte.
Denn teilweise ist es sehr skurril, abgedreht und von schwarzem Humor begleitet.
Mich konnte es absolut fesseln und mitreißen.

Fazit:
Grady Hendrix hat mit “Southern Gothic ” eine sehr düstere und schwere Story verfasst, die aufgrund der Thematik und deren Umsetzung nicht jedem liegt.
Mich hat es nach einer kleinen Durststrecke absolut gefesselt und begeistert.
Was vielleicht auch daran liegt, dass es skurril, abgedreht und von schwarzem Humor begleitet war.
Doch daneben geht es nicht um die Monster, die wir sehen, sondern diese, die uns verborgen bleiben.
Keine Story die mit großartigen Twists punktet, die aber mit gesellschaftskritischen Themen aufwartet, die definitiv für Zunder im Getriebe sorgen.
Definitiv lesenswert.

Veröffentlicht am 24.08.2021

Herzzerreißend, tragisch und unglaublich dynamisch und faszinierend

Wenn die Nebel flüstern, erwacht mein Herz
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“Wenn die Nebel flüstern, erwacht mein Herz” von Kathrin Lange ist ein wundervoller Jugendroman voller Mythen, Geheimnisse und Gefahren.
Ein Roman der in der Gegenwart spielt, seine Wurzeln aber bis tief ...

“Wenn die Nebel flüstern, erwacht mein Herz” von Kathrin Lange ist ein wundervoller Jugendroman voller Mythen, Geheimnisse und Gefahren.
Ein Roman der in der Gegenwart spielt, seine Wurzeln aber bis tief in die Vergangenheit reichen.
Bereits der Klappentext hat mich so begeistert, dass ich es unbedingt lesen musste und am Ende war ich einfach nur total gerührt und glücklich gleichermaßen.

Der Schreibstil der Autorin hat mir unglaublich gut gefallen.
Einnehmend, unglaublich fesselnd und so poetisch und bildhaft, dass man direkt gefangen ist.
Besonders die Details haben mir so unglaublich gut gefallen, weil sie so viel Dunkelheit, Schmerz und Tragik verkörpern.
Jessa hat mich mit ihrer Art sofort begeistert. Eine Protagonistin die nicht der Norm entspringt. Sondern sich von der Masse abhebt mit ihren blauen Haaren, den Piercing und den Tattoos. Und das spiegelt sich auch in ihrer ganzen Art wieder.
Leidenschaftlich, kompromisslos, tough. Sie hat ihren eigenen Kopf und lässt sich nichts vormachen, was mir unglaublich gut gefallen hat. Aufgrund ihrer Vergangenheit trägt sie unglaublich viel Stärke und Mut in sich, was ihr auf High Moor Grange zugute kommt.
Auch Christopher und Adrian haben mir unglaublich gut gefallen. Auch wenn sie sich ganz gerne mal selbst bemitleidet haben. Aber hey, das dürfen sie auch.
Geheimnisvoll, düster und gefährlich.
Sie haben mich total fasziniert mit ihrer ganzen Art. Sie lassen sich nicht in die Karten schauen und doch spürt man, dass in Ihnen viel Dunkelheit, Melancholie und Tragik schlummert.
Der Schmerz ,den sie ausstrahlen ist so unglaublich groß, dass man ihn fast greifen und spüren kann.
Auch die Nebencharaktere sind absolut authentisch und greifbar.
Man kann ihre Handlungen und Gedankengänge wahnsinnig gut nachvollziehen und dadurch auch tief in ihr Innerstes sehen.

Das Setting hat mir richtig gut gefallen, weil dieses alte Herrenhaus seine eigene Sprache spricht und verbunden mit dem Nebel und dem Moor für viel Mystik und Tragik sorgt.
Die Geschichte hat mich sofort gepackt, dabei hatte ich überhaupt keine Ahnung wohin es mich führen würde.
Das ich mit Shakespeare und historischen Fakten in Berührung kommen würde, hat mich nicht nur total überrascht, sondern auch sehr beeindruckt.
Die Idee mit dem Fluch ist sehr faszinierend und die Autorin hat daraus eine dramatische und tragende Story gemacht, die mich eine Fülle an Emotionen durchlaufen ließ.
Die Hintergründe dessen haben mich wirklich erschüttert und mitgenommen und ja, man kann es nachvollziehen, wie es dazu kommen konnte und zwar auf beiden Seiten.
Aber es geht nicht nur darum, dass der Fluch alle ins Verderben stößt.
Es geht auch um Jessa und Alice.
Es geht um Vertrauen, Loyalität und Freundschaft.
Es geht darum sich weiterzuentwickeln, sein eigenes Ich zu finden, Grenzen zu überwinden, zu hinterfragen und somit auch zu erkennen, wer man eigentlich ist und wie wertvoll.

Wir bekommen es hier mit Menschen zutun, die nicht perfekt sind, die viele Schatten in ihrer Vergangenheit haben, was sie letztendlich geformt und zu dem gemacht hat, was sie jetzt sind.
So viel Tragik, Schmerz und Verzweiflung.
So viel Wut und Angst.
All dies konnte ich ganz tief drinnen fühlen und das hat diese Story noch so viel intensiver und beklemmender gemacht.
Kathrin Lange punktet mit einigen Wendungen, die ich so nicht erwartet hätte.
Ein Roman der so magisch und poetisch ist, dass er Spuren hinterlässt.
Sie zeigt Liebe in all ihren Facetten und offenbart wie viel das Herz fühlen und sehen kann.

Ebenso haben mich die mystischen Elemente sehr verzaubert, weil es zeigt, dass der Schein leicht trügen kann.
Dabei hält sie die Spannung konstant aufrecht, diese ist aber eher unterschwellig spürbar.
Diese Story ist sehr rau, atmosphärisch und einfach so unglaublich vielschichtig und faszinierend.
Ich hab es in einem Zug verschlungen, weil es mich nicht losgelassen hat und daneben so viel wichtige Werte zwischen die Zeilen legt.
Am Ende überschlugen sich fast die Ereignisse und ich war gleichermaßen angespannt und glücklich.
Ein Muss für Romantasy Fans.

Fazit:
Kathrin Lange hat mit ” Wenn die Nebel flüstern, erwacht mein Herz” einen gefühlvollen, intensiven und mystischen Roman erschaffen, der sich tief in die Haut gräbt und mit vielen Geheimnissen und Mystik punktet.
Ein Roman der offenbart wie wichtig Vertrauen, Loyalität und Freundschaft ist.
Ein altes Herrenhaus, zwei Brüder und ein Fluch der alles verändert.
Die Gegenwart, die Vergangenheit, alles.
Herzzerreißend, tragisch und unglaublich dynamisch und faszinierend.
Ein Muss für Romantasy Fans.
Ich bin absolut begeistert.