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Veröffentlicht am 24.04.2022

ein psychologisch gut durchdachter Roman, der den Leser in die tiefsten Abgründe der menschlichen Psyche führt

Alexandra
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„Alexandra“ von Natasha Bell ist mir vor allem durch den interessanten Klappentext aufgefallen.
Ich mag Thriller über vermisste Personen und in welche Richtung die Ausarbeitung erfolgt. Denn die Möglichkeiten ...

„Alexandra“ von Natasha Bell ist mir vor allem durch den interessanten Klappentext aufgefallen.
Ich mag Thriller über vermisste Personen und in welche Richtung die Ausarbeitung erfolgt. Denn die Möglichkeiten dessen, sind sehr vielfältig und individuell einsetzbar.
Bei Alexandra allerdings fehlen mir wirklich die Worte. Ich bin wirklich sprachlos, denn das hatte ich mit Sicherheit nicht erwartet.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und leicht zu lesen. Ich möchte sogar behaupten, es ist ein leichter Sog vorhanden, denn ich konnte die Geschichte kaum zur Seite legen.
Anstrengend zu lesen, war dagegen die wirklich kleine Schrift im Buch. Aber auch daran gewöhnt man sich irgendwann.
Natasha Bell gelang es spielend leicht eine drückende, schwere und tragende Atmosphäre zu zaubern.
Im Fokus stehen Alex und ihr Mann Marc.
Es war schwer für mich zu beiden eine Verbindung aufzubauen. Aber zu Marc gelang es mir noch am ehesten, weil er authentisch und menschlich agiert. Weil er mich mit seiner Art wirklich bewegt hat.
Ich mochte seine Zerbrechlichkeit, seinen Schmerz, aber auch seinen ungebrochenen Willen und sein Durchhaltevermögen unglaublich gern
Er irrt völlig einsam und verloren umher ,er droht an diesen Geschehnissen , die sein Leben völlig verändert, ja sogar zerstört haben, zu zerbrechen.
Man spürt seine Wandlung, seine Veränderung unglaublich gut und mein Gott, ich konnte mich so gut in ihn hineinversetzen.
Alex dagegen blieb mir immer fremd. Als würde ich sie durch einen Nebel betrachten, aber nie an sie herankommen können.
Dabei erzählt uns quasi Alex ihre Geschichte.
Ich muss zu Beginn wirklich sagen, dass es für mich hier keinerlei Thrill zu verzeichnen gab.
Die Spannung, die Energie und auch Action fehlte komplett.
Die Handlung bestand aus Erlebnissen aus Vergangenheit und Gegenwart und wirklich oft, hat es sich sehr gezogen, weil es so belanglos, so unbedeutend war.
Dagegen ist die Idee dahinter unglaublich brillant und erfrischend.
Ich mag die Thematik sehr, hab es aber noch nie in dieser Form gelesen.
Es ist egoistisch, es ist perfide und unglaublich grausam.
Unmenschlich, manisch und brutal.
Aber auf der anderen Seite auch sehr genial.
Denn was hier konzipiert wurde, ist mit viel Finesse entworfen.
Mit viel Fantasie, Individualität und Leidenschaft ins Leben gerufen.
Als Leser irrt man völlig hilflos umher und weiß eigentlich gar nicht, was die Autorin uns damit sagen will.
Und vor allem weiß man überhaupt nicht, was mit Alex passiert ist.
Dafür spürt man den Schmerz und die Verzweiflung von Marc umso intensiver.
Es hat mir das Herz gebrochen, denn ich hab so mit ihm gelitten, war so wütend, aber auch unfassbar traurig und verloren.
Erst am Ende gelang es der Autorin ,das Ruder rumzureißen und mich völlig schockiert und sprachlos zu machen.
Das war extrem heftig und wirklich harter Tobak. Es geht sehr an die Nieren.
Denn man kann sich nicht vorstellen, dass ein Mensch zu so etwas fähig ist.
Völlig kalt und empathielos agiert.
Ein Thriller ist es in meinen Augen nicht, aber ein Roman, der definitiv lesenswert ist.

Fazit:
Alexandra von Natasha Bell ist in meinen Augen in keinster Weise ein Thriller.
Aber ein psychologisch gut durchdachter Roman, der den Leser in die tiefsten Abgründe der menschlichen Psyche führt.
Manisch, perfide und brutal.
Zwar zieht sich die Story etwas, aber das Ende ist spektakulär und geht wirklich an die Nieren.

Veröffentlicht am 29.03.2022

Ein solider zweiter Band, der für mich jedoch noch etwas mehr hätte sein können

Like Fire We Burn
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Nachdem mir schon der erste Band der Winterdreams Reihe von Ayla Dade so unglaublich gut gefallen hat, war ich umso gespannter auf den zweiten Band.
Aria und Wyatt hat man bereits im Vorgänger schon kennenlernen ...

Nachdem mir schon der erste Band der Winterdreams Reihe von Ayla Dade so unglaublich gut gefallen hat, war ich umso gespannter auf den zweiten Band.
Aria und Wyatt hat man bereits im Vorgänger schon kennenlernen dürfen, aber hier erreichen sie nochmal ein völlig neues Level.
Aria und Wyatt gleichen sich mehr ,als sie denken.
Einsam, verloren,haben sie irgendwo die Spur verloren.
Wyatt kompensiert es mit Eishockey und dem Willen zurückzukehren.
Aber was ist mit Aria?
Aria muss erkennen, dass sie mehr als Aria und Wyatt ist. Das sie eine eigene Persönlichkeit mit Zielen, Träumen und Wünschen ist. Sie untergräbt ihr eigenes Sein, weil ihr gebrochenes Herz zu viele Narben in sich trägt.
Sie kann nicht vor, sie kann nicht zurück.
Alles dreht sich um Wyatt.
Aber was ist mit dem Menschen Aria?
Ich mochte beide wahnsinnig gern.
Denn die Dämonen ihrer Vergangenheit drücken sie nieder und lassen sie kaum zu Atem kommen.
Ihre Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit bricht immer wieder durch.
Und obwohl mir ihr ewiges Hin und Her wirklich die Nerven geraubt hat, so haben sie mir auch viel von ihren verletzlichen Seelen gezeigt. Was so viel Schmerz und Angst offenbart hat
Ich möchte ehrlich sein, dieser Band ist anders, als ich erwartet hätte.
Leise, sanft und trotzdem brodelt so unglaublich viel unter der Oberfläche.
Ich mochte die leisen ,ziehenden Schwingungen, ich mochte die dramatischen Schübe und trotzdem hatte ich das Gefühl, die Konflikte werden nicht richtig ausgetragen und aufgearbeitet.
Da ist so viel in der Schwebe, aber energisch daran gearbeitet wurde nicht wirklich.
Man wartet immer wieder auf den Knall der Erlösung und des Vorankommens, aber es will einfach nichts kommen.
Mir persönlich blieb bei beiden die Weiterentwicklung auf der Strecke.
Wo ist das Ich? Es gibt immer nur das Wir.
Was mir persönlich etwas weniger gefallen hat, weil man sich nur mit dem anderen definiert. Aber wo bleibt die eigene Persönlichkeit?
Ich konnte mich jedoch in beide gut hineinversetzen und auch ihre Handlungen weitgehend nachvollziehen und trotzdem war da ein Stillstand, der alles bröckeln und auseinandergleiten ließ.
Dafür punktet die Autorin mit ernsten Themen, die niemals leichtfertig behandelt werden sollten.
Die Handlung rund um Camila hat mir doch einige nachdenkliche Momente beschert.
Der Grund der Trennung der beiden ,war mir jedoch etwas zu wenig, zu nichtssagend.
Das heißt nicht, dass es nicht Nichts ist.
Es ist sogar verdammt viel.
Ich hatte mir nur einfach mehr erhofft
Schlussendlich ein Roman ,der mit großen Gefühlen, Ängsten und einigen Schüben Dramatik punktet.
Ein solider zweiter Band, der für mich jedoch noch etwas mehr hätte sein können.

Fazit:
Der erste Band hat mir enorm gut gefallen.
Leider kommt da Arias und Wyatts Geschichte nicht ganz mithalten.
Eine Story, die sich gut lesen ließ und mich auch wirklich herausgefordert hat.
Gerade weil die leisen Töne für so viel Konflikte sorgten, aber gleichzeitig eine große Sehnsucht und Qual transportieren.
Ich hatte mir bezüglich des Hintergrundes einfach noch ein kleines bisschen mehr erhofft.

Veröffentlicht am 12.02.2022

Es hätte so unfassbar toll werden können

Die Vertraute
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"Die Vertraute“ von Gilly MacMillan klang einfach so gut, dass ich es unbedingt lesen musste. Meine Erwartungen waren eigentlich quasi nicht vorhanden, weshalb ich mich umso mehr auf das Buch gefreut habe. ...

"Die Vertraute“ von Gilly MacMillan klang einfach so gut, dass ich es unbedingt lesen musste. Meine Erwartungen waren eigentlich quasi nicht vorhanden, weshalb ich mich umso mehr auf das Buch gefreut habe. Zudem ist es das erste Buch der Autorin für mich und ich war definitiv mehr als gespannt und neugierig darauf.
Der Schreibstil der Autorin empfand ich als sehr einnehmend und fesselnd.
Die Atmosphäre unglaublich schwer und drückend.
Ich weiß wirklich nicht, was dieses Buch an sich hatte, aber tatsächlich hatte ich unglaublich viel Spaß bei der Story und konnte es nur schwer aus der Hand legen.
Im Fokus steht Lucy, deren Perspektive wir auch erfahren. Dieser Umstand sollte sie mit Tiefe und Intensität ausstatten.
Aber tatsächlich hatte ich das Gefühl, sie nicht ein Stück zu kennen.
Gilly MacMillan hat hier eine sehr vielschichtige und überaus faszinierende Persönlichkeit erschaffen, deren Bann man immer mehr erliegt.
Ich konnte Lucy nur schwer widerstehen.
Dabei mochte ich sie nicht einmal.
Das klingt total verquer, aber sie hat mich nicht mehr losgelassen.
Im Laufe der Handlung erfährt man wahnsinnig viel über sie, aber gleichzeitig hat man das Gefühl, rein gar nichts über sie zu erfahren. Man fragt sich immer mehr, was mit Lucy eigentlich nicht stimmt.
Paranoia, Wahn, oder einfach nur zuviel unaufgearbeitete Dinge, die sie an sich selbst zweifeln lassen.
Dafür setzt sich die Autorin sehr intensiv und tiefgreifend mit ihrer Vergangenheit auseinander. Denn darum geht es hier auch in erster Linie.
Denn Lucy hat eine tragende Vergangenheit, die auch ihre Gegenwart überschattet.
Ganz nebenbei geht es auch um die Gegenwart, in der so einige mysteriöse Dinge passieren.
Oft hat man wirklich das Gefühl, nicht zwischen Realität und Wahn zu unterscheiden.
Zudem verkompliziert sich auch Lucys Persönlichkeit, was die Dinge nur umso schwerer machen.
Ist Lucy Opfer oder Täter?
So ganz weiß man dies niemals.
Gilly MacMillan widmet sich in erster Linie den psychologischen Aspekten und das macht sie einfach unglaublich großartig.
Von der Thematik war ich wahnsinnig begeistert und ich war wirklich gespannt, inwieweit ich mit meinen Vermutungen richtig liege.
Der Autorin gelingt es wahnsinnig gut, die Spannung konstant aufrechtzuerhalten.
Bis zum Schluss hab ich gerätselt, um was es hier wirklich geht.
Denn zum einen gibt es viele Ungereimtheiten in der Vergangenheit, die sich in der Gegenwart dann fortführen.
Fast hat man das Gefühl, Lucy ziehe alles Böse und Unglück magnetisch an und jeder, der ihr begegnet ist dem Untergang geweiht.
Im Laufe der Handlung wurde die Story immer komplexer und irgendwie auch komplizierter.
Mir war es fast zuviel des Guten.
Und mein Gott, es hätte so großartig werden können. Hätte wohlgemerkt.
Denn die Grundidee ist sehr grandios und vielfältig. Der perfekte Grundstein wurde gelegt, die Autorin schwenkt jedoch um und entscheidet sich in eine andere Richtung zu gehen.
Das ist grundsätzlich nicht falsch.
Aber auf mich wirkte es unglaubwürdig und wenig überzeugend, zumal der rote Faden, der die ganze Zeit da war, einfach gekappt wurde.
Das Ende hat mich sehr unzufrieden zurückgelassen.
Ich hatte mir etwas völlig anderes erhofft, zudem blieb es auch relativ offen.
Was für mich einfach ein bitterer Beigeschmack ist.
Letztendlich zwar ein unglaublich spannender und vielschichtiger Thriller, mit einer großartigen Grundidee, der mich wirklich begeistert hat, dessen Potential aber nicht ausgeschöpft wurde.
Schade.

Fazit:
Es hätte so unfassbar toll werden können.
„Die Vertraute “ von Gilly MacMillan ist ein vielschichtiger und überaus faszinierender Thriller, dem eine sehr interessante Grundidee innewohnt.
Mir hat es unglaublich viel Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen, weil ich bis zum Schluss keine Ahnung hatte, wie es enden würde.
Leider wurde das vorhandene Potential nicht gänzlich ausgeschöpft, was einfach unfassbar schade ist.
Das Ende hat mich sehr ernüchtert und am Glauben zweifeln lassen.
Zumal die essentiellen Aspekte zu wenig Gehör fanden. Dafür punkte die Autorin im psychologischen Bereich, denn dieser ist unfassbar gut ausgearbeitet.
So unsagbar schade, dass hier nicht mehr herausgeholt wurde.

Veröffentlicht am 11.11.2021

Creepy, bittersüß und nicht von dieser Welt

Layla
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Nachdem mir das letzte Buch der Autorin unglaublich gut gefallen hat, war ich gespannt, womit sie sich in „Layla “ beschäftigen würde. Da die Cover recht ähnlich sind, könnte man vermuten, auch der Inhalt ...

Nachdem mir das letzte Buch der Autorin unglaublich gut gefallen hat, war ich gespannt, womit sie sich in „Layla “ beschäftigen würde. Da die Cover recht ähnlich sind, könnte man vermuten, auch der Inhalt wäre ähnlich. Womit man aber komplett daneben liegt.
Colleen Hoover probiert sich momentan viel und gern aus. In „Verity“ konnte sie damit begeistern. Doch gelingt ihr das auch bei Layla?
Dieses Buch wird die Leserschaft vor eine Zerreißprobe stellen. Entweder man mag es oder eben nicht. Dazwischen gibt es scheinbar nichts.
Ihr Schreibstil ist einnehmend und fesselnd, wodurch ich direkt ans Geschehen gebunden wurde.
Die Atmosphäre ist dabei sehr geheimnisvoll, schwer und leicht tragend, was einfach gut zur Story passt.
Im Prinzip besteht diese Story aus zwei Personen. Leider erfährt man hier nur Leeds‘ Perspektive, was ich mitunter etwas schade fand. Da Layla so nicht die richtige Möglichkeit zur eigenen Entfaltung hat. Was aber nicht heißt,dass sie keine Tiefe hat.
Ich mochte Leeds direkt.
Seine Bodenständigkeit, seine Liebe zu Layla. Dennoch tat er Sachen, die ich nicht gutheißen konnte.
Ganz anders Layla. Sie ist anders, eine verrückte, quirlige Person, die mich einfach immer mit ihrer Art zum lachen brachte.
Ich mochte es, wie sie die Dinge sah, ihren Humor, der vielleicht nicht jeder versteht.
Insgesamt sehr authentische und greifbare Charaktere, die mich absolut begeistern und für sich einnehmen konnten. Aber ihre Ausarbeitung der eigenen Persönlichkeit war mir leider etwas zu blass. Da hätte man nicht mehr herausholen können.
In die Story selbst, kam ich sofort sehr gut hinein und zugleich wurde mein Interesse immens geweckt. Da es Kapitel mit der Überschrift gibt „Die Befragung“ ,weckte das sofort ein sehr befremdliches und beklemmendes Gefühl. Man spürte, da läuft etwas gewaltig schief.
Schon bald verdichteten sich die Anzeichen, dass wir es hier nicht mit einer normalen Liebesgeschichte zutun haben.
Dieser Grundgedanke hat mir prinzipiell enorm gut gefallen.
Aber gerade am Anfang gab es für mich bei der Umsetzung einige Logikfehler. Wer sich mit dieser Thematik auskennt, der weiß, dass es nicht so einfach funktionieren kann.
Es passierte zu reibungslos.
Wo blieb Angst, Panik und Verzweiflung?
Abgesehen davon hat Colleen Hoover sehr große Kreativität bewiesen.
Denn die Thematik ist ziemlich verstörend und zudem noch komplex.
Daraus eine vielschichtige Liebesgeschichte zu produzieren, quasi undenkbar.
Aber ihr ist es definitiv gelungen.
Auf verquere Art und Weise hat mich das sehr begeistert, weil sie besonders dem emotionalen Aspekt sehr viel Bedeutung und Intensität beimisst.
Die Handlung hat mich eine Zeitlang sehr amüsiert, wobei die Charaktere es wohl nicht so witzig fanden.
Aber es hat mich sehr fasziniert, wie Leeds mit allem umgegangen ist.
Wie er selbst vor eine Zerreißprobe gestellt wurde, die ihn hilflos machte und man spürte einfach ,wie er einen inneren Umbruch mitmachte.
Dadurch das man Vergangenheit, als auch Gegenwart erlebt, übt es eine morbide Faszination aus,der auch ich mich nicht entziehen konnte.
Colleen Hoover hat hier sehr viel Feingefühl gegenüber den Charakteren bewiesen.
Durch die vielen Dialoge hatte man jedoch im Mittelteil das Gefühl, es passiere eigentlich kaum etwas. Wobei ja eigentlich eine Menge passiert ist.
Meine anfängliche Vermutung, es wäre sehr vorhersehbar, wurde im Keim erstickt.
Denn sie bringt gekonnt Wendungen ein, die ich so niemals erwartet hätte.
Das war wie ein Schlag in den Magen. Das hat mich definitiv sprachlos gemacht.
Und zugleich zeigt sie damit die eigentliche Brisanz dahinter auf. Denn der Grundgedanke ist ziemlich verstörend und noch dazu beängstigend.
Das Ende bot wieder einen Schwall an Emotionen. Tatsächlich bin ich mir nicht sicher, ob mir nicht ein anderes Ende besser gefallen hätte, einfach weil es dann für mich realistischer gewesen wäre.
Nichtsdestotrotz konnte mich dieser Roman wirklich begeistern. Sie wagt sich in ein Genre vor, dass sie gar nicht mal so schlecht meistert, leider hat es mir an einigen Stellen an Tiefe und Details gefehlt.
Auch wenn sie wirklich gut die Hintergründe mit der eigentlichen Handlung verknüpft.
Ich bin gespannt, womit sie sich als nächstes befasst.

Fazit:
Layla wird die Gemüter spalten.
Creepy, bittersüß und nicht von dieser Welt.
Eine interessante Story, die mich aufgrund ihrer Andersartigkeit begeistern und für sich einnehmen konnte. Auch wenn es mir vereinzelt an Tiefe und mehr Details gefehlt hat, so ist es ihr gelungen ,mich absolut zu faszinieren.
Es ist anders, verrückt und gleichzeitig verstörend und beklemmend.
Und vielleicht macht das ,den besonderen Reiz von Layla aus.
Trotz kleinen Schwächen, konnte es mich emotional mitreißen und vor eine schier große Zerreißprobe stellen.
Prinzipiell wirklich gut, aber es wird sehr romantisiert ,es wäre noch einiges mehr an Potenzial möglich gewesen.
Wer sich gern mit unerklärlichen Phänomenen beschäftigt, verknüpft mit einer Lovestory, den könnte dieses Buch wirklich gut unterhalten.

Veröffentlicht am 09.10.2021

Ein Auftakt, der es mir nicht leicht gemacht hat

Burning Bridges
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Die Fletcher University von Tami Fisher wollte ich schon lange lesen.
Aber tatsächlich hab ich für den ersten Band, „Burning Bridges “ zwei Anläufe benötigt.
Vor einem Jahr kam ich überhaupt nicht rein, ...

Die Fletcher University von Tami Fisher wollte ich schon lange lesen.
Aber tatsächlich hab ich für den ersten Band, „Burning Bridges “ zwei Anläufe benötigt.
Vor einem Jahr kam ich überhaupt nicht rein, was mich wirklich geärgert hat.
Aber jetzt waren wir halbwegs kompatibel miteinander.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr leicht und einnehmend. Es klingt seltsam, wenn ich das sagen muss, aber es ist eine Hassliebe zwischen uns.
Ich weiß nicht so recht, ob ich es lieben oder hassen soll.
Ob ich lachen oder weinen soll.
Selten hab ich mich bei einem Buch so aufgeregt und mit den Augen gerollt.
Daran ist nicht mal die Story selbst Schuld.
Denn die Idee fand ich klasse und Ches sowie Creed hab ich von Anfang an vergöttert. Generell hatte ich hier einfach eine Schwäche für die männlichen Charaktere, besonders ein Charakter der am Schluss zum Zuge kam, hat mich unglaublich begeistert.
Was mich wirklich an den Rand des Wahnsinns getrieben hat, war Ella.
Dabei kann sie nicht einmal etwas dafür.
Sanft, impulsiv und notorisch naiv.
Ella ist eine kleine Weltverbessererin.
Aber Ella bekommt es hier mit knallharten Kerlen zutun, denen sie ganz sicher nicht gewachsen ist.
Mich hat grundsätzlich gestört wie dumm und naiv Ella dargestellt wurde.
Sämtliche Klischees werden dabei bedient.
Alles was uns in die Wege gelegt wird, wird getrost ignoriert und Ella wird natürlich ein Opfer davon.
Mir tat es in der Seele weh und sie tat mir einfach so leid. Weil Ella einfach soviel mehr ist.
Aber bereits am Anfang bei dem Überfall zeigt sie sich von einer nicht gerade glorreichen Seite. Und ich dachte mir nur, wie dumm und unbedarft kann ein Mensch eigentlich sein.
Aber Ella hat mich auch unglaublich oft zum lachen gebracht. Was einfach total wichtig ist, weil gerade durch Ches die Atmosphäre sehr ernst, drückend und auch etwas melancholisch ist.
Ich liebe Ches. Er ist einfach unglaublich.
Herzensgut, geheimnisvoll und rau.
Dadurch das man eben auch von Ella und Ches die Perspektiven erfährt, kann man sie unglaublich gut kennenlernen und fühlen.
Ich muss dazu sagen, nicht alle Charaktere sind sympathisch. Auch kann man nicht zu allen eine Bindung aufbauen.
Aber insgesamt sehr greifbar und authentisch.
Aber Ella wurde mir einfach zu überspitzt dargestellt.

Die Handlung selbst fand ich toll.
Besonders Ches Hintergrund hat mir wahnsinnig gut gefallen und mir bittersüße Emotionen verschafft.
Es geht sehr humorvoll, aber auch ernst zu.
Wobei es immer wieder Höhen und Tiefen gibt.
Die Thematik hat mir richtig gut gefallen. Auch wenn sie mir das ein oder andere Mal vom Ablauf her zu glatt war.
Aber insgesamt schmälert es das Lesevergnügen nicht.
Ich mochte, welche Werte Ella in sich trug und das ihr Ches‘ Glück ,wichtiger war als ihr eigener. Das sagt so viel über ihr Innerstes aus.

Ches selbst merkt man die innere Zerrissenheit mehr als deutlich an.
Aufopferungsvoll, ehrlich und mutig.
Es gibt eine ganze Menge Drama.
Aber im Endeffekt auch von Herzschmerz und wichtigen Werten begleitet.
Auch wenn es mich wirklich aufgeregt hat, wie Ella teilweise agiert hat, so mochte ich die Story trotzdem sehr gern.
Zwar etwas vorhersehbar und manchmal etwas unausgereift, was die Umsetzung angeht, aber wenn ich nicht in diesem Buch lassen kann, dann hat es etwas .
Und Ches hat definitiv ein Herz berührt.
Ich hoffe sehr, dass die anderen weiblichen Protagonisten mich mit ihrer Art mehr überzeugen können.

Fazit:
Burning Bridges war für mich ein sehr schwieriger Auftakt der Fletcher University Reihe.
Eigentlich richtig toll und zum dahinschmelzen.
Leider hab ich mich regelmäßig darüber aufgeregt, wie schrecklich Ella dargestellt wurde. Dabei trägt sie so unglaublich schöne und wichtige Werte in sich.
Ja und Ches und Creed ,das ist einfach nur unfassbar große Liebe.
Ein sehr einfühlsamer, aber auch ernster Roman über Schuld und Unschuld und die Angst ,die Vergangenheit nicht hinter sich lassen zu können.
Obwohl wir kleinere Probleme miteinander hatten, bin ich gespannt wie es weitergeht.