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Veröffentlicht am 12.05.2023

Ich liebs einfach

Gameshow – Der Preis der Gier
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An Dystopien kann ich selten vorbeigehen, daher war klar, dass ich „Gameshow“ von Franzi Kopka unbedingt lesen muss.
Also nicht lange gefackelt und los ging es.

Der Schreibstil der Autorin hat mich sofort ...

An Dystopien kann ich selten vorbeigehen, daher war klar, dass ich „Gameshow“ von Franzi Kopka unbedingt lesen muss.
Also nicht lange gefackelt und los ging es.

Der Schreibstil der Autorin hat mich sofort gefangen genommen. Sie schreibt sehr fesselnd und bildhaft. Ich mochte besonders diese düstere, aber doch leicht tragende Atmosphäre wahnsinnig gern.
Im Fokus steht hierbei Cass, deren Perspektive wir auch erfahren. Eine sehr starke Protagonistin, die mir sehr ans Herz ging. Insbesondere wenn man ihren Background beachtet und dabei so viel Schmerz, aber auch Sehnsucht hervorkommt. Vor allem mochte ich aber ihre Verletzlichkeit, als auch ihre innere Stärke total gern.
Daneben mochte ich Jax und Flannery total gern. Man begegnet hier einer Vielzahl an Protagonisten, was nicht immer von Tiefe geprägt ist. Dennoch haben sie etwas an sich, das mich sofort mitgerissen hat.
Es ist einfach ihre Art und was sie damit transportieren und wie sie miteinander agieren.

Der Einstieg fiel mir sofort leicht. Was vor allem an Cass und ihrer plötzlichen Degradierung lag. Es hat mich menschlich gesehen enorm mitgenommen, zudem konnte ich ihr Leid unglaublich gut spüren.
Diese Welt spielt im Jahre 2126 und alles wird von einem System beherrscht.
Die Hintergrundinformationen sind noch recht mager. Man kann sich einen groben Überblick verschaffen und begreift dennoch enorm schnell ,wie perfide und gewissenlos diese Welt ist und wie schnell man vom Himmel in die Hölle fallen kann.
Was extrem beängstigend und grausam ist.
Besonders die einzelnen Ebenen fand ich enorm interessant. Wobei mir da noch etwas der Kopf schwirrt, weil ich es noch nicht komplett entwirren kann.
Hierbei liegt jedoch eher der Fokus auf Cass‘ Weiterentwicklung auf der zwischenmenschlichen Ebene. Was entgegen meiner Erwartungen, total interessant und vielseitig war. Auch wirkte die Liebesgeschichte nicht deplatziert. Stattdessen sorgte sie für Wärme und Zugehörigkeit. Vertrauen und Loyalität spielen hier eine große Rolle, was in Cass eine große Zerreißprobe darstellt.
Denn Fakt ist, Vertrauen ist ein zartes Gutes, dass nicht leichtfertig verschwendet werden darf.

Ich fand die Handlung enorm spannend und vielseitig, gerade weil hier immer wieder neue Elemente dazukommen, die das Ganze noch größer und komplexer machen.
Und trotzdem ist noch genügend Platz für Tragik und kleinere Dramen.
Es gab einige Momente, die mich enorm mitgenommen haben, dass es mich innerlich förmlich zerrissen hat.
In die Spiele selbst bekommt man einen kleinen Einblick, was schon ziemlich deftig war, sonst ist die Handlung diesbezüglich sehr rar gesät.
Cass muss sich ihren neuen Platz erkämpfen und ich mag die Intention in den NoClans total gern.
Es gibt ordentlich Konflikte und Reibereien und trotzdem gibt es noch sehr viel Platz für Gefühl und Wärme.
Der erste Band strotzt zwar nicht vor Wendungen, dennoch hat er mich verzaubert und ich bin mega gespannt, wie es weitergeht. Kurzum ich liebs einfach.
Ich hoffe sehr, dass im zweiten Band auch etwas tiefer gegraben wird.

Fazit:
Band 1 der Gameshow Reihe von Franzi Kopka konnte mich total begeistern und in den Bann ziehen.
Ein sehr sanfter, aber doch auch eindringlicher Start, der klarmacht, dass die nicht viele Möglichkeiten bleiben, wenn du am Leben bleiben willst.
Ich liebs einfach. Ich freu mich mega darauf, wie es weitergeht.
Unbedingt lesen

Veröffentlicht am 12.05.2023

Ein (Psycho) Thriller der auf so unglaublich vielen Ebenen überrascht

Wenn sie wüsste
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"Wenn sie wüsste“ von Freida McFadden hat mich von der Thematik her total angesprochen, ich liebe gerade diese Art von Storys sehr.
Und eins ist mal sicher, der Titel ist Programm. Und egal, wie viele ...

"Wenn sie wüsste“ von Freida McFadden hat mich von der Thematik her total angesprochen, ich liebe gerade diese Art von Storys sehr.
Und eins ist mal sicher, der Titel ist Programm. Und egal, wie viele Thesen man aufstellt, es kommt garantiert anders, als man denkt.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr fesselnd und einnehmend. Ich mochte diese drückende aber auch beklemmende Atmosphäre unglaublich gern.
In diesem Thriller stehen genau drei Personen im Fokus. Millie, Andrew und Nina.
Ich mochte alle auf ihre eigene Art und Weise sehr gern. Sie sind stark, mutig und verstörend intensiv.
Und man traut ihnen keinen Meter weit.
Jeder hat etwas zu verbergen, Geheimnisse, die alles düsterer erscheinen lassen.
Aber genau das macht sie in meinen Augen auch so genial. Jeder hat seine Geschichte, es hat sie verändert, geprägt. Dabei platzen die Narben immer wieder auf, weil es immer etwas gibt, das sie stetig aufreißt.
Dabei äußert sich dies auf unterschiedliche und verhängnisvolle Art und Weise.
Dabei erfährt man zunächst nur wenig darüber.
Man sieht nur eine Verrückte, einen wunderbaren Mann und ein Hausmädchen.
Aber egal, was du dir gerade in deinem Hirn zusammenspinnst, es ist garantiert falsch.

Dieser Thriller lebt überwiegend durch seine ungeahnten Twists, was dem eigenen Verstand nicht unbedingt erträglich ist.
Fakt ist jedoch, unschuldig ist hier niemand.
Es kommt immer auf den jeweiligen Blickwinkel an. Bis du eben noch im Himmel, kannst du dich im nächsten Moment schon in der Hölle befinden.
Dieser Thriller ist in meinen Augen einfach unglaublich brillant ausgearbeitet.
Dabei bindet die Autorin hier wirklich ernste Themen ein, die nicht unberührt lassen. Stattdessen hat man das Gefühl, dass man sich ständig damit befassen muss, um dieses große Ganze auch wirklich verstehen zu können. Aber tut man das jemals wirklich?
Zweifel, Wut und riesengroße Fragezeichen reichen sich förmlich die Hand und man hat keine Ahnung, wie man aus diesem tödlichen Labyrinth herausfinden soll.

Im psychologischen Bereich wurde hier eine Meisterleistung vollführt. Denn wie alles zusammenhängt, ist so genial und klug durchdacht, dass man direkt Respekt zollen muss.
Dabei erfährt man auch viele Details aus der Vergangenheit und Gegenwart, was es in meinen Augen auch so nachvollziehbar gemacht hat. Was aber nicht heißt, dass man es gutheißt.
Menschlich gesehen, haben mich einige Aspekte extrem fertig gemacht, weil es kaum zu verstehen und noch weniger zu verkraften ist. Und der Punkt ist, hier wird aufs übelste manipuliert, gedemütigt und gequält und das auf jede erdenkliche Art und Weise.
Welche Wahl hat man also noch, wenn man sich und sein Leben nicht verlieren möchte?

Was hier passiert, ist so perfide und grausam, dass mir oft die Worte gefehlt haben.
Denn wir begegnen hier einer tödlichen Stille, die zur grausamen Falle wird.
Leben oder Sterben – du hast die Wahl.
Das einzige Manko ist, dass ich gern über eine Person gern mehr erfahren hätte, das war mir leider zu schwammig. Auch wenn ich sagen muss, dass ich trotzdem mega begeistert bin.
Besonders das Ende öffnet noch einmal völlig neue Türen.
Unbedingt mehr von Freida McFadden.

Fazit:
Freida McFadden hat mir „Wenn die wüsste“ einen Pageturner zu Papier gebracht, den man kaum aus der Hand legen kann.
Ein (Psycho) Thriller der auf so unglaublich vielen Ebenen überrascht, dabei in düstere Abgründe führt und dir aufzeigt, dass du niemals sicher bist.
Verstörend intensiv und unglaublich nervenaufreibend.
Unbedingt mehr von Freida McFadden.
Ich bin absolut begeistert.

Veröffentlicht am 30.04.2023

Spannend und atmosphärisch

Tödlicher Ostfriesenschwindel. Ostfrieslandkrimi
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"Tödlicher Ostfriesenschwindel “ von Elke Nansen ist bereits der 14.Band um die beiden smarten Ermittler Richard Faber und Rike Waatstedt. Ich liebe diese Reihe sehr und konnte mich endlich ausgiebig dem ...

"Tödlicher Ostfriesenschwindel “ von Elke Nansen ist bereits der 14.Band um die beiden smarten Ermittler Richard Faber und Rike Waatstedt. Ich liebe diese Reihe sehr und konnte mich endlich ausgiebig dem aktuellen Fall widmen.

Elke Nansen hat eine überaus fesselnde und charismatische Art zu schreiben. Man ist mittendrin und erlebt es förmlich hautnah mit.
Auch wenn dieser Fall überaus ernst und brisant ist, so schafft sie es immer wieder, durch Humor an den richtigen Stellen das Ganze etwas aufzulockern.
Überwiegend erfahren wir dabei die Perspektiven der beiden Ermittler, die etwas unkonventionell sind, aber gerade dadurch sehr viele Sympathiepunkte sammeln.
Opa Knut und Philipp mag ich ganz besonders gern. Letzterer bekommt dabei eine etwas größere Rolle, was mir ungemein gut gefallen hat. Er ist zwar mitunter etwas schwierig, macht das aber mit seinem reinen Herzen wieder wett. Und Tamme ist wieder der Oberknaller.
Daneben punkten auch die Nebencharaktere mit enormer Durchschlagskraft. Nicht immer sympathisch, aber durchaus greifbar und ausdrucksstark. Allesamt glänzen sie mit Authentizität und Lebendigkeit.

Der Einstieg verlief reibungslos. Es ist jedes Mal, als würde man nach Hause kommen.
Unterstützend dazu erfährt man auch immer wieder kleine Rückblicke, so das der Einstieg auch nicht so schwer ist.
Die Thematik diesmal ist extrem brisant und birgt so einige Risiken.
Identitätsdiebstahl, Erpressung, Mord.
Um es mal kurz anzureißen.
Doch was steckt dahinter?
Hier erstreckt sich ein gut gesponnenes Netz, das so leicht nicht zu durchtrennen ist.
Die Taten selbst waren sehr spannend. Aber noch raffinierter sind die Ermittlungen, bei denen kein Auge trocken bleibt.
Es wird unkonventionell ermittelt und das auf eine Art und Weise, die einfach nur grandios ist.
Dabei konnte ich mir den ein oder anderen Schmunzler nicht verkneifen.
Man spürt aber auch, wie diese Einheit funktioniert und dass man blind untereinander vertrauen muss.
Daneben entdeckt man Skrupellosigkeit, Perfidität und Kalkül.
In diesem Ausmaß war das besonders erschreckend. Zumal man spürt, wie leicht der Mensch manipulierbar und erpressbar wird. Die Folgen dessen sind kaum abzusehen.

Elke Nansen dringt dabei auch tiefer in die Charaktere vor und zeigt auf, dass nicht immer alles so ist, wie es scheint.
Mir hat dieser Fall wieder unglaublich viel Spaß bereitet. Es ist einfach immer wieder ein Genuss.
Ich bin gespannt, womit wir es als nächstes zu tun bekommen.
Unbedingt lesen. Zumal hier nichts vorhersehbar ist.

Fazit:
Mit dem 14.Band konnten mich Richard Faber und Rike Waatstedt wieder ausnahmslos begeistern.
Ein sehr komplexer Fall, der zeigt, wie leicht der Mensch zum Angriffsziel wird.
Spannend und atmosphärisch.
Unbedingt lesen.

Veröffentlicht am 23.04.2023

Beeindruckend, tiefgreifend und unglaublich emotional

Unsterblich
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Bereits vor Jahren konnte mich Michaela Kastel mit ihrer Art zu schreiben unglaublich begeistern.
Jedes Mal freue ich mich aufs Neue, einen Thriller von ihr zu entdecken und zu erleben.
Aber mit „Unsterblich ...

Bereits vor Jahren konnte mich Michaela Kastel mit ihrer Art zu schreiben unglaublich begeistern.
Jedes Mal freue ich mich aufs Neue, einen Thriller von ihr zu entdecken und zu erleben.
Aber mit „Unsterblich “ hat sie etwas völlig Neues erschaffen, das mich noch immer nicht loslässt. Es liegt fern von jeder Moral und Vorstellungskraft .

In meinen Augen ist sie eine begnadete Autorin mit unglaublich viel Feingefühl für das Monströse und Skurrile.
Dabei geht es in keinster Weise um Gut oder Böse. Sie zeigt uns Menschen mit Stärken und Schwächen.
In jedem liegt das Böse verborgen und es braucht nur den Bruchteil einer Sekunde, diesen herauszukitzeln.
Ist es erstmal passiert, ist es schwer wieder rückgängig zu machen. Zudem macht man sich keine Vorstellung davon, was es mit einem selbst macht.
Die Charaktere in diesem Buch sind besonders herausragend ausgearbeitet.
Sonja geht dabei besonders ans Herz, weil wir alles aus ihrer Perspektive erleben.
Ihre Entwicklung, ihre Wandlung hautnah miterleben.
Ebenfalls beeindrucken die Nebencharaktere unfassbar. Sie seziert sie vor den eigenen Augen. Dabei entdeckt man Dinge, die man nie für möglich halten würde. Die zutiefst schockieren und verstören.
Aber das tut das Leben manchmal auch, oder?
Einzig ihr Freund blieb mir zu blass, ihn konnte ich am wenigsten fühlen.

Ich kann gar nicht mit Worten beschreiben, was dieser ungewöhnliche Thriller mit mir gemacht hat.
Sonja ist Präparatorin und das mit Leib und Seele. Es wird sehr detailliert auf diese Thematik eingegangen, was sehr faszinierend und interessant ist.
Dabei verstört es auch auf eine eigene Art und Weise.
Es wird hier gezielt mit menschlichen Ängsten gespielt. Mal subtil, mal auf tiefgreifende Art und Weise.
Dabei ist der Mensch selbst der größte Schrecken.

Puh, emotional gesehen hat es mich unglaublich fertig gemacht. Vor allem, was mit Sonja passiert ist. Aber auch die Tragik und die Trauer dahinter.
Ich mochte sie sehr für ihre introvertierte Art.
Sie hatte etwas schmerzhaftes und einsames an sich, das mich immens gefangen nahm.
Es ist in meinen Augen ein sehr eigenwilliger Thriller, der niemals laut und tosend daherkommt. Sondern immer leise und subtil.
Es gibt Ausbrüche, es gibt menschliches Leid und enorm große Verzweiflung, diese brechen sich stillschweigend Bahn.
Besonders die leisen Töne sind das entscheidende. Sie brennen sich ein.
Sie verankern sich unwiderruflich.

Die Thematik ist dabei äußerst faszinierend, besonders mit welchen Kuriositäten Sonja betraut wird.
Doch als Klara verschwindet, entwickelt es eine völlig neue Dimension.
Es wird emotionaler und verzweifelter.
Dabei mischen sich Tragik und Menschlichkeit auf beachtliche Art und Weise.
Es werden so gezielt Wendungen platziert, die man so niemals erwartet hätte, die darum um so mehr schockieren und berühren.
Dabei werden Wahrheiten ans Licht gezerrt, die so viel mehr freilegen, als es reine Bösartigkeit tun kann.
Denn manchmal ist der Mensch selbst sein größter Feind.
Ich bin einfach nur zutiefst beeindruckt, mit welcher Finesse und Feingefühl hier agiert wurde. Ein Umstand, der mich noch jetzt sprachlos macht.

Fazit:
Michaela Kastel hat mit „Unsterblich “ einen Thriller zum Leben erweckt, der nach Perfektion strebt und dabei die eigenen Dämonen ans Licht zerrt.
Beeindruckend, tiefgreifend und unglaublich emotional.
Ein Thriller, der so viel mehr freigelegt, als es der Mensch je könnte.
Ich bin absolut sprachlos über so viel Finesse und Feingefühl.
Unbedingt lesen.

Veröffentlicht am 17.04.2023

ein fulminantes Finale , das es wirklich in sich hat.

The Witches of Silent Creek 2: Zweites Herz
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Nachdem mir schon der erste Band rund um The Witches of Silent Creek von Ayla Dade gefallen hat, war ich total gespannt auf den zweiten Band.

Ayla Dade hat auch hier wieder einen sehr fesselnden und einnehmenden ...

Nachdem mir schon der erste Band rund um The Witches of Silent Creek von Ayla Dade gefallen hat, war ich total gespannt auf den zweiten Band.

Ayla Dade hat auch hier wieder einen sehr fesselnden und einnehmenden Schreibstil. Dabei mochte ich besonders die düstere und leicht melancholische Atmosphäre unglaublich gern.
Auch hier erfahren wir wieder unterschiedliche Perspektiven, je nachdem, wer gerade im Zentrum des Geschehens steht.
Im Gegensatz zu Band 1 konnte mich hier vor allem Didre stark begeistern. Sie wirkt so verloren, total crazy und trotzdem stark und sensibel. Besonders diese Mischung hatte es mir einfach angetan.
Ich hab sie so sehr gefühlt, dass es schon weh tat.
Auch die anderen Charaktere begeistern absolut. Auch wenn sie nicht immer mit glanzvollen Momenten punkten, was nicht unbedingt dazu beiträgt, Sympathie zu ernten.
Aber genau das mochte ich so gern. Sie dürfen laut und gewaltig, böse und verzweifelt sein. Und hinterlassen dabei trotzdem etwas, was am Inneren rührt.
Ganz besonders die Entwicklung ist enorm. Was leider nicht ohne Blessuren vonstatten geht. Es macht wütend und trotzdem ist da einfach noch so viel mehr.

Entgegen meiner Vermutung bin ich direkt wieder gut in die Handlung hineingekommen.
Ayla Dade legt direkt so viele Emotionen und Atmosphäre in die Seiten, dass ich es direkt wieder unglaublich gern gelesen habe.
Nachdem der erste Band doch die ein oder andere Länge aufzuweisen hatte, gab Ayla Dade hier richtig Gas und das in einem halsbrecherischen Tempo, dass einem fast schwindelig wird.
Es gibt leise und eindrucksvolle Momente.
Selbstgeißelung, Schmerz und Traurigkeit.
Tragisch gesponnene Schicksalsfäden, die für so viel Aufruhr und Dramatik sorgen.
Und genau diese Momente sorgen dafür, dass man immer wieder innehalten und durchatmen kann.
Und ja, es gibt Liebe. Aber diese ist so schmerzhaft intensiv, zerstörerisch und trotzdem wohltuend, dass es sich einfach nur perfekt einfügt.

Hier muss man extrem gut aufpassen, weil so unglaublich viel passiert.
Dabei geht es teilweise recht brutal und ungeschönt zur Sache. Besonders sein Herz sollte man dabei ausschalten, weil es dich sonst innerlich zerreißt.
Es gab Momente, die ich extrem erschütternd fand. Es waren nicht nur die Taten an sich, sondern was es mit einem selbst gemacht hat. Was dabei zwischen die Zeilen gelegt wurde.
Manchmal ist fühlen keine Option, wenn man daran nicht zugrunde gehen möchte.
Man wird von einer gelungenen Wende in die nächste geworfen und zudem kommen hier Erkenntnisse und Wahrheiten ans Licht, die alles in eine völlig neue Sphäre heben.
Dabei geht es oftmals sehr perfide und skrupellos zu. Zudem wird das Innerste der Charaktere förmlich auseinandergepflückt und das so akribisch, dass man einfach nur sprachlos ist.
Aber man taucht auch in bittersüße und unglaublich schöne Momente ein, die für einen klitzekleinen Moment die dunklen Schatten vertreiben und etwas Licht durchlassen.

Ich bin absolut überrascht, wie wenig eindimensional alles ausgearbeitet wurde.
Dass nicht alles einfach ist, man aber trotzdem etwas daraus ziehen kann.
Sie agiert sowohl feinfühlig, als auch subtil.
In meinen Augen ein absolut gigantisches Finale, das Band 1 bei weitem übertrifft.
Denn Fakt ist, mit dieser Art und Fülle der Ausarbeitung habe ich nie im Leben gerechnet.
Unbedingt lesen.

Fazit:
Mit „The Witches of Silent Creek: Zweites Herz“ gelingt Ayla Dade ein fulminantes Finale , das es wirklich in sich hat.
Dramatisch, wendungsreich und emotional.
Eine rasante Achterbahnfahrt an Emotionen und Erkenntnissen, die es wirklich in sich hat.
Ich bin absolut geplättet.
Unbedingt lesen.