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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.10.2019

Zurücklehnen und Schottland genießen

Sommerwind in den Highlands
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Ella Sommerfeld kennen wir bereits aus „Sommerküsse in der Toskana“, wo sie Gast in Franzi Marinos Pension ist und als Schriftstellerin unter einer Schreibblockade leidet.
Damit beginnt nun der Roman, ...

Ella Sommerfeld kennen wir bereits aus „Sommerküsse in der Toskana“, wo sie Gast in Franzi Marinos Pension ist und als Schriftstellerin unter einer Schreibblockade leidet.
Damit beginnt nun der Roman, in dem es um ihre Geschichte geht.
Den vom Verlag verlangten Roman hat sie dann doch irgendwie schreiben können, empfindet ihn aber nicht als ihren eignen, weil er zu sehr fremdgesteuert war. Als ihre Agentin ein Angebot des erfolgreichen Thrillerautors Max Heinemann zu einem gemeinsamen Liebesroman bekommt, sagt Ella kurzerhand ein Schreibseminar in Schottland zu, um der Entscheidung zu entkommen. Dort nimmt sie der authentische Burgherr McArthur unter seine Fittiche. Sie beginnt sich mehr und mehr wohlzufühlen, wäre da nicht einer ihrer Schüler, der außergewöhnlich talentierte Patrick Röder, der sich sehr um sie bemüht.
Julia Rodeit ist wieder ein wunderbarer Wohlfühlroman voller zarter Emotionen, sympathischer und origineller Charaktere, toller Landschaftsaufnahmen und einem Happy End gelungen. Es gab ebenso spannende und energiegeladene wie witzige und herzerweichende Situationen.
Das Cover ist wundervoll und passend ausgesucht. Genauso habe ich mir die Burg mit dem Garten und dem tosenden Meer vorgestellt.
Ich vergebe volle Punktzahl und eine unbedingte Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 30.09.2019

emotional, leidenschaftlich, fesselnd, kraftvoll, spannend, einfach gut gemacht

Dirty Rich – Verbotenes Verlangen
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Lori muss am Ende ihres bis dahin sehr erfolgreichen Jurastudiums in Stanford eine Pause einlegen, weil ihr Vater ihr nach seinem Tod jede Menge Schulden hinterlassen hat und ihre Mutter schwer erkrankt ...

Lori muss am Ende ihres bis dahin sehr erfolgreichen Jurastudiums in Stanford eine Pause einlegen, weil ihr Vater ihr nach seinem Tod jede Menge Schulden hinterlassen hat und ihre Mutter schwer erkrankt ist. Deswegen schlägt sie sich mit 4 Jobs durch. Ziel ist es, den Schuldenberg abzutragen und das Studium zu beenden, denn ihr großes Ziel ist es Prozeßanwältin zu werden. Als sie eines Morgens in New Yorks hektischen Straßen mit einem attraktiven Fremden zusammenstößt, fühlt sie sich sofort zu ihm hingezogen. Später begegnet sie ihm in einer Bar und folgt ihm spontan in sein Hotelzimmer, wo sie einen hammermäßigen One-night-stand hat, der sich über mehrere Kapitel zieht. Am nächsten Morgen verlässt sie heimlich das Hotelzimmer und verschwindet. Was sie nicht ahnt, ist, daß Cole sich ebenfalls sehr von ihr angezogen fühlt und sie daraufhin wochenlang in New York sucht. Als er sich dann im Verlauf als ihr neuer Chef entpuppt, nimmt die Geschichte nochmal an Fahrt auf.
Ich habe das Buch in 2 Tagen gelesen, obwohl es nicht gerade kurz ist. Zum einen waren die erotischen Szenen so dermaßen fesselnd, daß ich es nicht weglegen konnte. Ich habe ja bereits erwähnt, daß die Szene im Hotel sich über mehrere Kapitel zieht, dabei ist sie aber kein einziges Mal langweilig. Es prickelt durchgehend. Ich habe mir noch nie so viel Mal „wow!“ notiert wie hier. Die Anziehungskraft zwischen den Protagonisten ist mit Händen greifbar. Wie kann eine Autorin dieses Knistern nur ein ganzes Buch lang durchhalten, ohne daß es sich irgendwann ausreizt?
Dann sind da die wahnsinnig tollen Beschreibungen der Protagonisten. Cole wird als gefährlich attraktiv und von einer Aura der Macht umgebener starker Charakter beschrieben, ein Alpha-Mann, dabei ist er trotzdem sehr emotional, gerade gegenüber Lori, daß einem andauernd das Herz aufgeht. Lori ist eine ebenfalls wunderbar starke Persönlichkeit, die ihren Mann steht, dabei noch gut aussieht und eine knallharte schlagfertige Anwältin abgibt. Der Schlagabtausch zwischen den beiden ist zum einen herrlich erfrischend geschrieben, zum anderen aber auch sehr emotional, wo es um die eigenen Sehnsüchte geht. Sätze wie „Ich lasse zu, daß er mich berührt, ohne mich zu berühren“ oder „Manchmal begegnen sich die richtigen Menschen zum falschen Zeitpunkt“ haben mir in dem Kontext sehr gut gefallen.
Das Buch ist keinesfalls platt, nur weil es ständig knistert. Es ist emotional, leidenschaftlich, fesselnd, kraftvoll, zuweilen richtig spannend und gut gemacht.
Klare Leseempfehlung und volle Punktzahl von mir!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Gefühl
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.09.2019

Verkupplungsversuche mit Tiefgang

Es soll Liebe sein
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Dieses Buch habe ich in einem kostenlosen Bücherregal gefunden und innerhalb von 2 Tagen gelesen. Die Rezension schreibe ich nun aus dem Gedächtnis, da ich das Buch bereits ins nächste kostenlose Regal ...

Dieses Buch habe ich in einem kostenlosen Bücherregal gefunden und innerhalb von 2 Tagen gelesen. Die Rezension schreibe ich nun aus dem Gedächtnis, da ich das Buch bereits ins nächste kostenlose Regal gestellt habe.
Cassie ist mehr oder weniger aufgrund inkompetenter (akademischer) Eltern bei ihren Nachbarn, den Darlings, aufgewachsen. Die Darlings sind eine sehr sympathische und liebevolle Londoner Familie mit zwei Söhnen in Cassies Alter. Ben und Fritz sind gutaussehend und beliebt, aber leider völlig untauglich zum Verheiraten, da sie keine festen Einkommen haben, völlig chaotisch sind und noch bei Mami Phoebe wohnen, die die beiden idealisiert. Phoebe ist eine Art Mutterersatz und Vertraute für Cassie. Leider ist sie unheilbar erkrankt und bittet Cassie deshalb darum, geeignete Bräute für ihre beiden Söhne zu finden, damit sie die beiden nach ihrem Tod gut vorsorgt weiß.
Die Geschichte wird äußerst einfühlsam erzählt. Nicht nur die letzten Monate von Phoebe sind sehr ergreifend, sondern auch die Entwicklung der Charaktere. Alle machen bedingt durch innere und äußere Zwänge eine interessante und gut nachvollziehbare Wandlung durch. Durchweg alle Charaktere profitieren davon. Die Entwicklung wird so sensibel beschrieben, daß ich mich sehr gut in alle Personen versetzten konnte, auch wenn ich teilweise anders handeln würde. Jeder hat letztendlich eine gut begründete Erklärung für sein Verhalten. Ich fand das überhaupt nicht realitätsfern, sondern es hat in meinen Augen die Vielschichtigkeit der Gesellschaft gezeigt. Obwohl sich manche Szenen seitenweise hinziehen, habe ich das nie als langweilig oder lästig empfunden. Evtl. hätte man vielleicht die letzte Wendung um Fitzens Affäre etwas abkürzen können. Die hatte sich zu dem Zeitpunkt dann schon ziemlich erschöpft.
Ich bewundere Cassie für ihre Geduld und Stärke. Sie erschien mir eher wie eine lebende Person als ein erfundener Charakter. Sie durfte weinen, lachen, unglücklich bis hin zu depressiv und wieder glücklich sein.
Auch Phoebe war mir sehr nahe. Mich fasziniert ihre Stärke, Zielstrebigkeit und ausnahmslose Herzensgüte, auch im Angesicht des Todes.
Das Auf und Ab der Gefühlswelt aller Protagonisten war sehr plastisch und hervorragend ausgearbeitet.
Das Buch bot jedoch viel mehr: Situationskomik, Spannung und Drama.
Es setzte sich intelligent mit echten Freundschaften, Familiensinn, persönlichen Zielen, Geborgenheit, Eifersucht, Trauer, Selbstverwirklichung und Einsamkeit auseinander.

Veröffentlicht am 06.09.2019

Für alle, die gern am Glück anderer teilnehmen!

Cherish Love
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Sailor Bishop ist gerade dabei, sein eigenes Geschäft aufzubauen. Da kommt ihm seine rothaarige Traumfrau mit der Alabasterhaut unerwartet in die Quere. Bald merken die beiden, daß sie sich nicht nur ...


Sailor Bishop ist gerade dabei, sein eigenes Geschäft aufzubauen. Da kommt ihm seine rothaarige Traumfrau mit der Alabasterhaut unerwartet in die Quere. Bald merken die beiden, daß sie sich nicht nur sehr anziehend finden, sondern auch noch aus der Schule kennen. Damals hatte Isa Rain allerdings auf einer Party eine unschöne Begegnung, die sie bis ins Erwachsenenalter verfolgt und immernoch an manch einer Entscheidung hindert. Auch Sailor schleppt hartnäckigen Seelenbalast aus früher Kindheit mit sich herum. Doch die Gefühle, die beide füreinander entwickeln, sind stärker als die Vergangenheit.
Der Autorin ist es gelungen, eine wunderbare Liebesgeschichte zu verfassen, die mich kein einziges Mal gelangweilt hat. War anfangs nur heiße knisternde Erotik zwischen den beiden vorhanden, baute sich die Beziehung allmählich und unaufhörlich auf. Durch gute Dialoge und phantasievolle Szenen wirkte sie nie flach. Die Autorin webt geschickt Nebenschauplätze in die Geschichte ein.
Der Leser verfolgt Familienstreitigkeiten, fühlt bei Konflikten im Rahmen von Herkunft und Abstammung mit den Protagonisten mit, wird Zeuge von Selbstverwirklichung und leidet auf der Suche nach Zugehörigkeit mit.
Die Protagonisten lernen, daß man selbstgesteckte Ziele immer wieder neu bewerten und manchmal zugunsten höherer Güter ändern muss, ohne sich dabei selbst aufzugeben und sie lernen, sich ihren Geistern zu stellen.
Die Dialoge wirken real und ungestelzt. Die Charaktere der Protagonisten sind so, wie man sich gute Freunde wünschen würde: liebeswürdig, strebsam, ehrlich, phantasievoll und mit ausgeprägtem Familiensinn. Auch alle Nebendarsteller haben das Potential zu einer eigenen Geschichte.
Als Leser erlebt man eine liebevolle Geschichte rund um Leidenschaft, Erotik, Selbstverwirklichung und Freundschaft.
Absolute Leseempfehlung für alle, die gern am Glück anderer teilnehmen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
  • Gefühl/Erotik
Veröffentlicht am 12.08.2019

Wunderschön und tiefgründig

Show me the Stars
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Liv Baumgart ist freie Journalistin beim Globus in Hamburg. Sie hat ihr Journalismus-Studium in Rekordzeit mit guten Noten abgeschlossen und hofft nun auf eine Festanstellung. Als ihr hoch angepriesener ...


Liv Baumgart ist freie Journalistin beim Globus in Hamburg. Sie hat ihr Journalismus-Studium in Rekordzeit mit guten Noten abgeschlossen und hofft nun auf eine Festanstellung. Als ihr hoch angepriesener Artikel über einen ehemaligen Kinderstar nicht wie angekündigt in der Zeitung erscheinen kann, sieht Liv ihre ersehnte Festanstellung in weite Ferne rücken. Sie beginnt, sich nach alternativen Jobs umzusehen und stößt auf die Anzeige eines deutschen Besitzers eines irischen Leuchtturms, der aus gesundheitlichen Gründen nach einem Housesitter für 6 Monate sucht. Kurzerhand packt sie ihre Sachen und verschwindet nach Irland. Dort trifft sie auf Kjer, einen gut aussehenden Iren, der sie mit seinem Schiff einmal wöchentlich mit Lebensmitteln versorgen soll. Er erscheint ihr sehr feinfühlig, doch alle Welt warnt sie immerwieder vor ihm. So wird ihre Gefühlswelt immer wieder hin und her gerissen.

Der Autorin ist ein wunderbar gefühlvolles Werk gelungen, ohne auch nur ein einziges Mal kitschig zu wirken. Die Dialoge der tiefgründig ausgearbeiteten Charaktere sind glaubhaft. Die Entwicklung der beiden Protagonisten ist sehr schön zu verfolgen. Es finden sich zahlreiche magische Momente, die mir das Herz überfließen ließen. Wunderbare zwischenmenschliche Momente lassen nicht nur die Protagonisten, sondern auch den Leser schwindelig werden. Manche Abschnitte sind reine Poesie: „Sonnenstrahlen, die das Meer in Brand setzen.“ „Das Meer in seiner Ausschließlichkeit“. „Aquarell aus Himmel und Meer“.
Durch die angenehm bildhafte Sprache wird die jeweilige Umgebung, sei es der Leuchtturm mit seinen einzelnen Zimmern oder die irische Landschaft, so intensiv beschrieben, daß man im Buch spazieren gehen kann.
Wortschöpfungen wie „Kühlschrankmeditation“ oder „Hypochondergejammer“ ließen mich immerwieder auch schmunzeln.

Show me the Stars ist ein wunderschön tiefgründig ausgearbeiteter, doch niemals langweilig oder kitschig wirkender Liebesroman. Er erzählt eine Geschichte von Freundschaft und die Reise zu sich selbst. Es finden sich zahlreiche magische Momente. Der Titel hätte nicht besser passen können.