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Veröffentlicht am 19.10.2020

Eine Geschichte mit vielen historischen Persönlichkeiten

Die Gabe der Sattlerin
1

Es ist das Jahr 1781, die junge Sattlerstochter Charlotte flüchtet am frühen Morgen kurz vor ihrer Hochzeit mit dem Amtmann Julius Magnus Lenscheider.
Charlotte kann sich die Ehe mit dem viel älteren Amtmann ...

Es ist das Jahr 1781, die junge Sattlerstochter Charlotte flüchtet am frühen Morgen kurz vor ihrer Hochzeit mit dem Amtmann Julius Magnus Lenscheider.
Charlotte kann sich die Ehe mit dem viel älteren Amtmann plötzlich nicht mehr vorstellen.
Unterwegs fällt sie in die Hände einer Räuberbande. Der Räuberhauptmann Hannikel schmiedet einen Plan.
Charlotte soll auf dem Gestüt Marbach ausspionieren wann die nächste Geldlieferung eintrifft, dann ist sie frei, ansonst sind ihre Schwestern in Gefahr.
Auf dem Gestüt angekommen gibt sie sich unter falschem Namen als Sattlerin aus und bekommt die Aufgabe einen Sattel für den Herzog Carl Eugen anzufertigen
Auch der junge Friedrich Schiller wird als Pferdedoktor zum Gestüt Marbach geschickt.
Dort behandelt er als Regimentsarzt die Kranken und Invaliden des Regiments, dass die Räuber aufspüren soll und kümmert sich um die edlen Zuchtpferde des Gestützt.
Wenn es seine Zeit erlaubt überarbeitet er sein Theaterstück „Die Räuber“ das in Mannheim aufgeführt werden soll.
„Die Gabe der Sattlerin“ ist der neue Historische Roman von Ralf H. Dorweiler.
Es ist die Geschichte einer jungen und starken Frau die sich nicht in eine Ehe drängen lässt, die mit ihrer Hände Arbeit für sich selber sorgen möchte.
Es ist die Geschichte des jungen Friedrich Schiller der als Regimentsarzt ein Regiment aus Alten und Invaliden betreut. Die Kassen des Herzogs sind leer, Friedrich hat schon lange keinen Sold mehr gesehen.
Und es ist die Geschichte des verschwenderischen Herzog Carl Eugen.
Eine vielseitige Geschichte mit verschiedenen Handlungssträngen und mit vielen tollen Charakteren.
Zu Beginn ist ein Personenregister vorangestellt. Schon da hat mich begeistert, dass so viele historische Persönlichkeiten in die Handlung eingewoben wurden.
Der Leser erfährt einiges über den verschwenderischen Lebenswandel des Herzogs Carl Eugen.
Auch wenn er das Geld mit vollen Händen ausgab wurde er mir im Laufe der Geschichte immer sympathischer.
Auch über die Herstellung eines Sattels und die verschiedenen Lederarten erfährt man etwas.
Und als Leser ist man hautnah dabei wie der junge Friedrich Schiller seine Räuber überarbeitet.
Auch die Räuberbande mit ihrem Anführer Hannikel ist historisch überliefert genauso wie das Regiment, dass aus Alten und Invaliden besteht.
Ralf H. Dorweiler erzählt die Geschichte sehr kurzweilig und anschaulich. Man kann sich alles sehr gut vorstellen. Das Gestüt Marbach gibt es ja heute noch.
Der Autor baut so einige überraschende Wendungen ein und auch der Humor kommt nicht zu kurz, so einige Male habe ich schon schmunzeln müssen.
„Die Gabe der Sattlerin“ ist ein historischer Roman mit einigen überlieferten Persönlichkeiten, den ich gerne weiterempfehlen möchte.

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Veröffentlicht am 24.09.2020

Jung, spritzig, frech

Liebe, Eis und Schnee
0

Natalie und Chase sind für einen Wochenendtrip zu einer Hütte in Vermont unterwegs.
Sie werden von einem Schneesturm überrascht. Chase muss mit seinem Porsche (ohne Winterreifen) immer langsamer fahren ...

Natalie und Chase sind für einen Wochenendtrip zu einer Hütte in Vermont unterwegs.
Sie werden von einem Schneesturm überrascht. Chase muss mit seinem Porsche (ohne Winterreifen) immer langsamer fahren und bleibt schließlich im Schnee stecken. Das Pärchen, dass in der High Society zu Hause ist hat alles dabei für ein gemütliches Wochenende in einer warmen und komfortablen Hütte.
Warme Kleidung, und wasserfesten Schuhe gehören nicht dazu.
Da es keinen Handyempfang gibt macht sich Chase nach langer Überredungskunst auf den Weg um Hilfe zu holen.
Als Natalie schon befürchtet im Auto zu erfrieren kommt zum Glück Jake als Retter und nach kurzer Zeit finden sie auch Chase kurz vor dem Erfrieren an einem Baum lehnen.
Jake nimmt die Beiden zum Aufwärmen mit in seine Hütte.
Liebe, Eis und Schnee ist ein junger, spritziger Roman von Annabelle Costa bei dem auch der Humor nicht fehlt.
Natalie hat mir auf Anhieb gefallen. Sie ist zwar reich und hat nur Designerklamotten aber sie scheut die Arbeit nicht. Sie hat sich als Köchin ein erfolgreiches Cateringunternehmen aufgebaut.
Essen ist für sie eine Leidenschaft die alle Sinne berühren muss.
Chase hingegen mochte ich nicht so richtig leiden. Wollte er doch Natalie in den Schnee rausschicken um Hilfe zu holen. Er ist ein Drückeberger der immer andere vorschickt und richtig gearbeitet hat er offensichtlich auch noch nie.
So hat er mir auch nicht besonders leidgetan als er halb erfroren, bei Jake auf dem Sofa lag und kaum bei Bewusstsein war.
Jake hingegen mochte ich dann wieder, auch wenn er aussah wie ein Waldschrat.
Er hat eine nette Art und hat ohne zu fragen die Beiden gleich aufgenommen.
Ich kann mir gut vorstellen, dass Natalie bei seinem Anblick erschrocken ist. Sie hätte es nicht gewundert einen Axtmörder vor sich zu haben.
Nach dem Jake sich am nächsten Tag den Bart und die Haare geschnitten hat muss er dann doch recht ansehnlich ausgesehen haben. Allerdings spürt man, dass ihn ein Geheimnis umgibt.
So leben die drei ein paar Tage auf engstem Raum in einer Hütte ohne Strom und warmem Wasser was natürlich zu Spannungen führt.
Im letzten Drittel nimmt die Geschichte dann einen ganz unerwarteten Verlauf und aus der leichten Unterhaltung wird Spannung.
Liebe, Eis und Schnee hat mich durch Annabelle Costas leichtem und lockerem Schreibstil gut unterhalten.
Ein Buch genau richtig für die kommende kältere Jahreszeit. Am besten man liest es eingemummelt in eine warme Decke bei einer Tasse heißen Tee.

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Veröffentlicht am 06.09.2020

Spannende Ermittlungen in traumhafter Umgebung

Neid kennt kein Gebot
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Bei einer Wanderung finden deutsche Touristen in einem Weiher einen Müllsack mit einem abgetrennten Arm.
Nach und nach tauchen mehr Leichenteile auf, nur der Kopf bleibt verschwunden.
Ohne Kopf gibt es ...

Bei einer Wanderung finden deutsche Touristen in einem Weiher einen Müllsack mit einem abgetrennten Arm.
Nach und nach tauchen mehr Leichenteile auf, nur der Kopf bleibt verschwunden.
Ohne Kopf gibt es keine Identifizierung der Leiche.
Einziger Hinweis ist eine Vernarbung am Zeigefinger des gefundenen Arms. Eine typische Verletzung bei Köchen.
Die Ermittlungen laufen auf Hochtour.
Dabei arbeiten die Polizia di Stato und die Carabinieri Hand in Hand.
„Neid kennt kein Gebot“ ist mittlerweile schon der 8. Südtirol Krimi von Ralph Neubauer.
Für mich ist es der 1. Krimi des Autors und wird mit Sicherheit nicht der letzte gewesen sein.
Der Autor selber lebt im Rheinland, beschreibt aber die schöne Landschaft Südtirols so, als würde er jeden Tag durch die Berge wandern.
Das Buch hat mich durch seinen Lokalkolorit verzaubert. Ich mag Südtirol gerne, war schon an einigen der beschriebenen Orte. Auch im Restaurant Hidalgo war ich schon sehr gut speisen.
Der Fall ist spannend, die Ermittlungen kommen am Anfang nur langsam voran.
Auffällig ist, dass die Leiche fachmännisch zerlegt wurde.
Dass spricht dafür, dass der Täter aus der fleischverarbeitenden Industrie kommt. Aber auch Jäger und Köche kommen hierfür in Frage.
Der Kreis aus dem der Täter stammen könnte ist riesig.
Bei den Ermittlungen arbeiten die Polizia di Stato und die Carabinieri Hand in Hand.
Tommaso der bei den Carabinieri arbeitet und Fabio von der Polizia die Stato sind schon lange gut befreundet was die Zusammenarbeit erleichtert.
Die gute Zusammenarbeit ist wohl nicht üblich da die verschiedenen Polizeieinheiten in Italien in Konkurrenz zueinander stehen.
Dazu gibt es eine gute Erläuterung im Anhang.
Der Schreibstil von Ralph Neubauer ist flüssig und leicht verständlich. Der Autor versteht die Kunst den Spannungsbogen von Anfang bis Ende zu spannen.
„Neid kennt kein Gebot“ hat mich sowohl mit dem Spannenden Kriminalfall wie auch mit der Beschreibung einer wunderschönen Region bestens unterhalten.

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Veröffentlicht am 11.08.2020

Wohlfühlroman

Zauberblütenzeit
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„Zauberblütenzeit“ ist nun schon der 3. Band der Reihe Im alten Land von Gabriella Engelmann.
Die 3 Freundinnen Leonie, Nina und Stella verbringen ein gemeinsames Wochenende in der „Villa zum Verlieben“ ...

„Zauberblütenzeit“ ist nun schon der 3. Band der Reihe Im alten Land von Gabriella Engelmann.
Die 3 Freundinnen Leonie, Nina und Stella verbringen ein gemeinsames Wochenende in der „Villa zum Verlieben“ in Hamburg.
Überschattet wird das Wochenende von den Problemen die die 3 Freundinnen mit sich rumtragen.
Da geht es um Existenzängste, ein Thema das gerade zur Zeit sehr aktuell ist.
Es geht um die Überlastung die Beruf und Familie mit sich bringt. Bin ich gut genug in meinem Beruf? Muss ich mir mehr Zeit für meine Familie nehmen? Eine Angst die viele Mütter in sich tragen.
Und nicht zu Letzt um die Angst dem Partner nicht mehr zu genügen. Unerfüllter Kinderwunsch, was wenn mein Partner unbedingt ein Kind möchte und ich diesen Wunsch nicht erfüllen kann.
Diese Probleme und Ängste, die viele Frauen kennen verteilt die Autorin auf ihre 3 Protagonisten.
Ich denke damit erreicht Gabriella Engelmann viele Frauenherzen.
Verpackt ist das Ganze in eine unterhaltsame Geschichte.
Der Schreibstil der Autorin ist unkompliziert, flüssig und leicht verständlich.
Man kann sich also mit diesem Roman im Urlaub, am Wochenende oder einfach an einem freien Abend einfach zurücklegen, sich entspannen und das Buch genießen.
Auch wenn die Frauen alle ihre Probleme ausbreiten ist es ein echter Wohlfühlroman.

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Veröffentlicht am 30.07.2020

Starken Frauen gehört die Welt

Willkommen im Flanagans (Das Hotel unserer Träume 1)
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London Silvester 1959, der Auftakt in das neue Jahrzehnt wird im Luxushotel Flanagans groß gefeiert.
Linda Lansing hat es weit mit ihrem Hotel gebracht seit sie es vor 10 Jahren von ihrem Vater geerbt ...

London Silvester 1959, der Auftakt in das neue Jahrzehnt wird im Luxushotel Flanagans groß gefeiert.
Linda Lansing hat es weit mit ihrem Hotel gebracht seit sie es vor 10 Jahren von ihrem Vater geerbt hat.
Dabei hatten es ihr, ihre Cousins, denen 20% des Hotels gehören nicht leicht gemacht. Zu gerne hätten sie Linda scheitern sehen und das Hotel ganz übernommen.
Auch in dieser Silvesternacht droht ihr Cousin damit, dass Linda scheitern würde und das Hotel verkaufen müsse. Dabei liebt Linda das Hotel mittlerweile und möchte es im Sinne ihres Vaters weiterführen.
Die schwedische Erfolgsautorin Åsa Hellberg hat mit ihrem neuen Roman
„Willkommen im Flanagans-Das Hotel unserer Träume“ den Auftakt einer Saga um das Luxushotel in London gemacht.
Linda war gerade mal 21 Jahre als sie das Hotel von ihrem Vater geerbt hatte.
Ihre Mutter ist schon gestorben als Linda noch ganz klein war. Aufgewachsen ist sie bei ihrer Großmutter im beschaulichen Fjällbacka in Schweden.
Plötzlich soll Linda ein Hotel übernehmen, dass auch noch verschuldet ist. Ihre Cousins denen 20% des Hotels gehören warten nur darauf, dass Linda scheitert.
Zum Glück trifft Linda Mary, eine starke und intelligente Frau die mit einem reichen Mann verheiratet ist und alles kennt was Rang und Namen hat.
Die zwei Frauen werden beste Freundinnen und Mary berät Linda wie sie das Hotel zum Laufen bringt.
Für ein Privatleben bleibt Linda kaum Zeit und wenn es mal einen Mann in ihrem Leben gibt wird sie bitter enttäuscht.
Zu den beiden starken Frauen gesellen sich noch zwei weitere starke Frauen die im Hotel angestellt sind.
Elinor und Emma, beide kommen aus ärmlichen Verhältnissen und kämpfen für ein besseres Leben. Wobei Elinor auf Grund ihrer Hautfarbe zu dieser Zeit leider die geringeren Chancen hat.
4 starke Frauen die das Bestehen des Hotels beeinflussen.
All das fast Åsa Hellberg zu einer fesselnden Geschichte zusammen. Die Beschreibung Londons und des Hotels lassen beim Lesen schnell Bilder im Kopf entstehen.
Es ist auch schön zu lesen wie aus der jungen Linda eine starke, selbstbewusste und erfolgreiche Frau wird.
Ich freue mich schon auf den 2. Band und möchte noch viele rauschende Feste im Flanagans miterleben.

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