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Veröffentlicht am 31.10.2018

Tolle Idee, trotz kleiner Schwächen empfehlenswert

Himmelstochter
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Die 17-jährige Caitlyn hat es nicht leicht im Leben. Ihre Mutter ist sehr früh verstorben und ihr Vater ein Alkoholiker, der seine Gewalt nicht in den Griff bekommt. Auch in der Schule ist sie eher nicht ...

Die 17-jährige Caitlyn hat es nicht leicht im Leben. Ihre Mutter ist sehr früh verstorben und ihr Vater ein Alkoholiker, der seine Gewalt nicht in den Griff bekommt. Auch in der Schule ist sie eher nicht so beliebt. Einzig ihr Freund Jonathan steht ihr zur Seite. Bis eines Tages Aiden in ihre Klasse kommt und ihr etwas offenbart, was ihr Leben ordentlich durcheinander bringt. Etwas, was sie nie gewagt hätte zu träumen...

Caitlyn ist ein ziemlich starker Charakter, der sich im Laufe der Geschichte noch etwas entwickelt. Leider eher zum Negativen, denn sie wird recht naiv. Zwischen ihr und Aiden fliegen jedoch relativ schnell die Funken. Zunächst allerdings nur, weil sie wundervolle Diskussionen haben, die mir sehr gefielen. Aiden ist ein besonders starken Charakter, an dem ich viel Freude hatte.

Hier und da ist der Stil der Autorin noch etwas unausgereift und es liest sich etwas holprig. Gerade zu Beginn war das noch öfter der Fall. Auch so manches Fehlerchen hat sich noch in die Geschichte geschummelt. Gerade die Umsetzung ihrer Idee war daher auch noch etwas schwach. Obwohl mir diese Art, Engel in einem Buch zu verarbeiten durchaus gefiel. Das Ende lässt auf einen zweiten Band hoffen, den ich durchaus gewillt bin zu lesen, weil mir die Story und ihre Figuren sehr zugesagt haben.

Fazit: Trotz vieler unnötiger Fehler und kleiner Schwächen im Mittelteil, habe ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen, da die Idee mir sehr gefiel. Ich hoffe darauf, dass dies im Folgeband dann ausgebessert wird, sodass ich weiterhin mit Lyn und Aiden mitfiebern kann. Für mich ein durchaus gelungenes Debüt.

Veröffentlicht am 30.10.2018

Spannende Kämpfe, Rätsel zum mitfiebern, neue Herausforderungen

Palace of Glass - Die Wächterin
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Palace of Glass ist wieder so ein Buch, welches ich eine Zeit lang auf so ziemlich jedem Blog gesehen habe, dem ich folge. Dementsprechend hoch waren wieder einmal meine Erwartungen.

Die Geschichte gliedert ...

Palace of Glass ist wieder so ein Buch, welches ich eine Zeit lang auf so ziemlich jedem Blog gesehen habe, dem ich folge. Dementsprechend hoch waren wieder einmal meine Erwartungen.

Die Geschichte gliedert sich im Buch in vier Abschnitte. Im ersten lernt man als Leser Rea erstmal kennen. Und bereits hier war ich immer wieder an einem Punkt, wo ich nicht weiter lesen wollte. Für mich fehlte es zu Beginn einfach an Spannung und obwohl man sofort mitten im Geschehen war, fehlte mir einfach dieses gewisse Etwas, was mich am Buch hielt…

Man lernt also die Welt, in der Rea lebt kennen und erfährt nach und nach etwas über die Magdalenen, sowie die Gesetze des Landes, die der Gesellschaft zum Schutz vor Gedankenmanipulation dienen. So richtig an Fahrt kommt dann auf, als Rea eine Anstellung beim Prinzen bekommt.

Das gewählte Setting ist eigentlich genial. Es ist faszinierend zu sehen, wie viel Angst die Menschen doch vor Berührungen haben, aber auch, wie sich einige danach sehnen, seien es Magdalenen, oder eben normale Menschen. Die Charaktere sind allesamt klasse ausgearbeitet und die Story ist sehr tiefsinnig. Man weiß nie, wem man trauen kann und hegt hinter jedem der Figuren einen Verdacht, eine Magdalene zu sein, oder anderes zu planen. Mir vielen überraschenden Wendungen gespikt, geht es dann irgendwann auf ein wirklich großartiges Ende zu, welches mich wirklich mitgerissen hat. Mit etwas mehr Tiefe an einigen Stellen und weniger Teile, an denen es sich so manches mal gezogen hat, wäre es für mich eine vollends runde Geschichte gewesen.

Denn ansonsten hat einfach alles gepasst. Spannende Kämpfe, Rätsel zum mitfiebern, neue Herausforderungen und auch die Liebe kommt nicht zu kurz. Die Idee gefällt mir gut und je mehr ich in der Welt Fuß gefasst habe, desto interessanter wurde es auch. Hier hätte es ruhig noch etwas tiefer in die erschaffene Welt gehen können und mehr Informationen zu den Magdalenen geben können. Aber ich habe ja noch ein paar Bücher vor mir und hoffe, dass mich dort noch etwas mehr erwartet, was meine Neugierde besiegen kann. Der erste Band ist eine solide, runde Story, die ich daher sehr gern weiter empfehle.

Veröffentlicht am 30.10.2018

Was passierte in den 8 Monaten dazwischen???

No heartbeat before coffee
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Durch den wirklich angenehmen Schreibstil kam ich schnell in die tolle Story rein. Diana, kurz Di, ist einstweilen etwas kratzbürstig unterwegs, und das obwohl sie gerade zu Beginn kurz vorm abnippeln ...

Durch den wirklich angenehmen Schreibstil kam ich schnell in die tolle Story rein. Diana, kurz Di, ist einstweilen etwas kratzbürstig unterwegs, und das obwohl sie gerade zu Beginn kurz vorm abnippeln war. Hmm… In ihrer Situation versteh ich es aber, dass sie nicht immer ruhig bleiben kann und genoss vor allem die Momente, in denen sie tatsächlich ihre bissigen Kommentare herunterschlucken konnte und einfach nur auf ihr Gegenüber eingegangen ist. Dies war meistens Jamie, ein 200 jahre alter Werwolf, der zwar auch schnell mal aus der Haut fährt, aber für so manche Herzklopfmomente sorgen konnte. Ich liebe die hitzigen Diskussionen der beiden, aber auch, dass man mit beiden wirklich Pferde stehlen könnte.

Von Anfang an heißt es auch gleich Rätselraten. Wie kann Di ihren Fluch lösen? Wer steckt hinter den Morden? Und was stimmt eigentlich nicht mit Jamies Verlobten? Zwischendurch gab es auch noch eine noch wichtigere Frage, nämlich: Was passierte in den 8 Monaten dazwischen???

Die Geschichte machte nämlich einen enormen Zeitsprung, der mich erstmal verwirrte. Da wurde dann plötzlich Lebensrettender Kaffee erwähnt und das Problem mit dem Sonnenaufgang ist dann wohl nicht mehr so wichtig… Ja, so manches mal war ich tatsächlich verwirrt.

Trotz der vielen wirren Phasen, hat sich die Story wirklich gut Lesen lassen. Ich mochte die Charaktere, ich mochte die Idee und noch mehr mochte ich es, wenn eines der vielen Rätsel gelöst wurde. Am Ende wurde ich allerdings sehr abrupt stehen gelassen und bin eigentlich recht unzufrieden gewesen, weil nicht alle Fragen geklärt wurden. Mittlerweile weiß ich, dass ein zweiter Band erscheinen soll und lasse dem Buch daher sein sehr offenes Ende. No Heartbeat before coffee ist ein Titel, der nicht treffender sein könnte, verwöhnte meine grauen Gehirnzellen und befriedigte die Lust auf Fantasygeschichten. Für mich gehört es zu eines der vielen Bücher aus dem Drachenmond Verlag, die man gelesen haben muss.

Veröffentlicht am 30.10.2018

Schwierige Themen hart erzählt

Ain't Nobody 1: Halte mich
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Also zunächst muss ich erstmal anmerken, wie lange ich eigentlich schon um dieses Buch herumgeschlichen bin. Gerade, weil ich wusste, dass dort viele schwierige Themen behandelt werden.

Es hat sich von ...

Also zunächst muss ich erstmal anmerken, wie lange ich eigentlich schon um dieses Buch herumgeschlichen bin. Gerade, weil ich wusste, dass dort viele schwierige Themen behandelt werden.

Es hat sich von Beginn an relativ gut lesen lassen, aber dennoch hat es eine Weile gebraucht, bis ich wirklich into it war. Dementsprechend war das erste Drittel für mich noch recht zäh.

Der Rest war dafür umso erstaunlicher und gerade zum Schluss konnte ich die Finger kaum noch davon lassen. Gerade, wenn man denkt „Ah, jetzt wird alles gut“, kommt noch ein ganz gewaltiger Knall zum Ende. Und dann auch noch son richtig schöner Cliffhanger.

Nichts desto trotz habe ich auch hier und da kleine Punkte gefunden, die mich zeitweise etwas gestört haben. Fangen wir bei den „schwierigen Themen“ an. Behandelt werden Probleme, wie Missbrauch, häusliche Gewalt, Fremdenfeindlichkeit, Gewalt im Allgemeinen, Magersucht und Drogenmissbrauch. An sich wirklich gut gewählt und auch kombiniert. Allerdings war es mir so manches mal to much. Gerade da, wo es für mich interessanter gewesen wäre, wurde etwas ziemlich schnell abgehakt und andere Stellen waren mir einfach zu langatmig.

Anna und Karim sind beide aus schwierigen Verhältnissen. Während Annas Mutter vor allem die Augen verschließt und ihrer Tochter nicht glaubt, hat Karim auch viele Probleme, die durch Gewalt und Drogen geprägt wurden. Dennoch spürt man beim Lesen, dass sie sich beide irgendwo gut tun. An manchen Stellen reagiert Anna mir doch etwas zu sehr überdramatisiert, aber Karim schafft es immer wieder, sie auf den Boden zu holen. Aber auch Anna bekommt ihren Panther gut unter Kontrolle, sodass er zur Schmusekatze mutiert.

An den richtigen Stellen wird Spannung aufgebaut, was ich sehr gut finde. Jedoch flaut sie oftmals wieder zu schnell ab. Dennoch spürt man immer mehr, dass sich die Situation zu sehr zuspitzt und sich die beiden Protagonisten zu sicher in ihrem Umfeld fühlen. Der beste Beweis dafür ist dann auch das Ende von Band eins, welches mich nun neugieriger denn je, auf den zweiten Teil, zurückgelassen hat. Trotz vieler Kritikpunkte, finde ich die Zusammenstellung doch recht gelungen und kann Ain’t Nobody: halte mich wirklich empfehlen.

Veröffentlicht am 30.10.2018

Idee genial - Ende eher mangelhaft

Mind Games
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In Lunas Welt spielt sich das komplette Leben der Menschen in der virtuellen Welt ab. Keine Verletzungen mehr, keine Krankheiten. Was zunächst recht positiv klingt, ist aber eigentlich ziemlich erschreckend. ...

In Lunas Welt spielt sich das komplette Leben der Menschen in der virtuellen Welt ab. Keine Verletzungen mehr, keine Krankheiten. Was zunächst recht positiv klingt, ist aber eigentlich ziemlich erschreckend. Was passiert mit der echten Welt, wenn sich niemand mehr außerhalb seiner virtuellen Welt trifft? Wie können Menschen so Erfahrungen sammeln? Kann man so überhaupt einen Menschen wirklich fühlen und Gefühle für ihn entwickeln?

Luna als Verweigerin bekommt natürlich hautnah mit, wie sich ihr Umfeld abschottet, wie die Menschen eine Lüge leben. Sie selbst möchte keinen Chip, um in dieser virtuellen Welt zu leben. Auch ihre Großmutter rät ihr davon ab. Aber warum?

Dies gilt es eigentlich während der ganzen Geschichte herauszufinden. Warum reagiert Lunas Körper so aggressiv auf die virtuelle Welt? Warum kann Luna Dinge sehn, die andere nicht sehen? Was hat das alles mir ihrer Mutter zu tun?

Ich finde es einerseits erschreckend, wie real das Ganze gehalten wurde. Dass Eltern tatsächlich begeistert davon sind, dass Kinder nicht mehr rausgehen, um Erfahrungen zu sammeln, dass Menschen sich nicht mehr draußen verabreden, sondern nur noch virtuell. Wie soll die Menschheit da bestehen bleiben?

Mir wurde hier ziemlich Eindrucksvoll gezeigt, dass nicht jedes bisschen Modernisierung gut ist. Ich muss mich nicht von der virtuellen Welt so sehr beeinflussen lassen, sondern lieber die Echte Welt erleben und wahrnehmen. Wie viel Technik tut dem Menschen auf Dauer gut? Und sollte man jede Erneuerung mit Kusshand hinnehmen, oder lieber auch mal Dinge hinterfragen?

Mind Games regte sehr zum Denken an. Allerdings fühlte sich der komplette Text sehr kalt und Gefühllos an. Emotionen kamen überhaupt nicht bei mir an. Lunas Bewunderung für Gecko war mir nicht klar genug. Trotz angenehm einfachem Schreibstil, waren manche Sätze sehr abgehakt.

Wie auch schon bei Book of Lies wirkte auch hier das Ende, wie schnell mal Salopp hingeschrieben. Keinerlei Emotionen, viel zu hohes Tempo, keinerlei Kreativität obwohl die komplette Grundlage der Idee so unglaublich viel hergegeben hätte. Meiner Meinung nach, wurde gerade bei der Lösung der gesamten Geschichte unheimlich viel Potential verschenkt.

Die geschaffene Atmosphäre ist sehr beklemmend und düster gehalten und gibt eine angenehme Grundstimmung vor, die durchaus zur Idee und dem gewählten Setting passt, nur ist das auf Dauer einfach zu kalt für den kompletten Inhalt. Vor allem, wenn hier auch von Familienbande, Freundschaft und auch Liebe innerhalb und außerhalb der Virtuellen Welt berichtet wird.

Fazit: Die Story war grandios, verwirrend, aber auf seine Weise durchaus Spannend, auch ohne große Action geladene Szenen. Hier wird ein sehr komplexes Konstrukt aufgebaut und erklärt, bei dem man als Leser immer voll dabei sein muss, um auch die vielen aufkommenden Wendungen zu begreifen. Trotz kleiner Mängel auf emotionaler Ebene, wartet Mind Games mit einem Fingerzeig auf seine Leser. Man soll sich Gedanken machen über die eigene Zukunft. Dies ist ihr gelungen.