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Veröffentlicht am 25.10.2022

Spannendes und faszinierendes Abenteuer eines kleinen Eisbären mit vielen Informationen und zauberhaften Illustrationen.

Der kleine Polarbär - Zu Hause in der Arktis
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Inhalt:

Der kleine Polarbär lebt mit seiner Mutter und seiner Zwillingsschwester in der eisigen Arktis.

In dieser frostigen Gegend gibt es viel zu entdecken und noch mehr zu lernen:

Wie schwimmt man?

Wo ...

Inhalt:

Der kleine Polarbär lebt mit seiner Mutter und seiner Zwillingsschwester in der eisigen Arktis.

In dieser frostigen Gegend gibt es viel zu entdecken und noch mehr zu lernen:

Wie schwimmt man?

Wo gibt es Nahrung?

Wie jagt man?

Der kleine Eisbär möchte alles ganz genau wissen und begibt sich auf eine spannende Reise durch das ewige Eis.


Altersempfehlung:

etwa ab 4 Jahre


Illustrationen:

Bereits die Gestaltung des faszinierenden Polarlichts begeistern Jung und Alt.

Atmosphärische und mit viel Liebe zum Detail gezeichnete Illustrationen ergänzen die Sachgeschichte.

Der kleine Polarbär ist einfach goldig. Man entdeckt gemeinsam mit ihm und seiner Zwillingsschwester die eisige Welt im Norden.


Mein Eindruck:

In der Reihe "Tierkinder und ihr Zuhause" sind bereits "Der kleine Orang-Utan - Zu Hause im Regenwald" und "Der kleine Wal - Zu Hause im Ozean" erschienen. Kindersachbilderbücher, die Wissenswertes mit einer Geschichte verknüpfen.

Es gelingt der Autorin sehr gut, sachliche Informationen rund um das Leben der Eisbären in eine so abenteuerliche, warmherzige und interessante Geschichte zu verpacken.

Das spannende Abenteuer des kleinen Eisbären, den wir sofort ins Herz geschlossen haben, ist gefüllt mit vielen Informationen über ihn, seine Artgenossen und seinen Lebensraum.

Man begleitet den kleinen Bären aber nicht nur bei seinen ersten Schritten außerhalb der Wohnhöhle, dem Planschen und Toben im Meer, sondern auch bei der Nahrungssuche.

Hier wird auch das harte Leben in der Wildnis aufgezeigt: Konkurrenz, Fressfeinde, Hunger und Bedrohung des Lebensraums (z. B. durch steigende Temperaturen).

Auf der letzten Doppelseite findet sich zusätzliches Sachwissen, bei dem auch Erwachsene vielleicht noch Neues erfahren. Zudem werden Klima- und Naturschutz thematisiert.

Ein faszinierendes Sachbilderbuch, welches mit liebevoll gestalteten Illustrationen und einer spannenden Geschichte das Leben der Polarbären anschaulich aufzeigt und hierbei viele Informationen bietet.


Fazit:

Eine mit viel Herz und Liebe erzählte Geschichte über das Leben eines kleinen Eisbären.

Vervollständigt durch zahlreiche Sachinformationen, die kindgerecht in das Abenteuer integriert werden und traumhafte Illustrationen.

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Rezensiertes Buch: "Der kleine Polarbär - Zu Hause in der Arktis" aus dem Jahr 2022

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.10.2022

Rasantes und unterhaltsames Abenteuer über Geister, künstliche Intelligenz und Handyspiele.

SpooKI: Ins Netz gegangen
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Inhalt:

Robert ist ein ganz normaler Junge.

Seine Familie hingegen ist eher unkonventionell: Eltern, Großvater und sogar der Hund sind Geister.

Gerade erst ist es ihm und seiner Freundin Isabella gelungen, ...

Inhalt:

Robert ist ein ganz normaler Junge.

Seine Familie hingegen ist eher unkonventionell: Eltern, Großvater und sogar der Hund sind Geister.

Gerade erst ist es ihm und seiner Freundin Isabella gelungen, eine mysteriöse KI namens Medusa auf die falsche Fährte zu locken, da taucht in seinem Umfeld plötzlich ein sonderbares Handyspiel auf.

Alle sind ganz besessen von "Reality Crash".

Ob Medusa dahintersteckt?

Und dann ist da noch die bevorstehende Geisterprüfung, deren Bestehen sicherstellt, dass Robert weiterhin bei seiner Geisterfamilie wohnen darf.

Zum Glück erhält er Unterstützung von Isabella und seinem Geistercousin Lorenzo.


Band 2 der Reihe.
Mit Glow-in-the-Dark-Cover!


Altersempfehlung:

ab 9 Jahre


Einbandgestaltung/Cover/Illustrationen:

Die Bücher der Reihe machen optisch einen sehr hochwertigen Eindruck. Dies ist unter anderem den Glow-in-the-Dark-Effekten zu verdanken: die Geister auf dem Cover sowie weitere Elemente leuchten im Dunkeln. Sowohl auf der Vorder- und Rückseite wie auch auf dem Buchrücken.

Eine doppelseitige, farbige Zeichnung im Buchvorsatz zeigt alle Charaktere, die in diesem Abenteuer eine Rolle spielen werden.

Ganz besonders die Geister sind wunderbar gestaltet. Man merkt schnell, dass Hund Unfug seinem Namen alle Ehre machen wird und auch Cousin Lorenzo etwas verrückt (aber liebenswert) ist.

Coole schwarz-weiß Illustrationen ergänzen das Abenteuer, alle paar Seiten werden der "Spielstand" oder ein Ausschnitt des gehypten Handyspiels gezeigt.


Meine Meinung:

Dies ist der zweite Band der SpooKI-Abenteuerreihe. Obwohl in Kurzfassung die vorherigen Ereignisse aufgegriffen werden, empfiehlt es sich, mit dem ersten Buch zu beginnen.

Eines der großen Fragezeichen am Ende des Reihenauftaktes war Roberts Herkunft. Wie ist ein "normaler" Junge in der Geisterfamilie gelandet? Dieses Geheimnis wird nun endlich gelüftet. Auch über Isabella und ihre Familie erfährt man mehr.

Nach einem kurzen Rückblick werden die neuen Ereignisse von Robert selbst erzählt.

Der 12-jährige ist mutig und aufgeschlossen. In seiner Geisterfamilie ist er der einzig "Normale", für einige seiner Mitschüler aber noch immer "der Freak". Robert hat keinen blassen Schimmer von Technik. Erst seit kurzem hat er ein Handy, denn seine Geisterfamilie sieht darin nur neumodischen und unnützen Schnickschnack.

Isabella ist Roberts beste Freundin und hilft ihm mehr als einmal aus der Patsche. Nicht zuletzt, da sie ein Ass in Informatik ist. Gerade erst hat sie einen eigenen Roboter in Katzenform gebaut und programmiert. Das clevere Mädchen ist zudem die Einzige, die die Geisterfamilie sehen kann.

Geistercousin Lorenzo hat es faustdick hinter den Ohren: ein echter Spaßvogel und Chaot. Wenn es aber brenzlig wird, ist er sofort zur Stelle.

Auch die Nebencharaktere sind mit viel Liebe zum Detail gestaltet.

Opa Arthur beispielsweise hat ein Faible für Filme und bringt immer wieder Zitate aus "Rocky" oder "Stirb langsam" und weiteren Klassikern.

In der mit Humor und Charme erzählten Geschichte werden auch aktuelle Themen angesprochen wie beispielsweise Handysucht und deren Auswirkungen. Das gehypte Handyspiel ist nicht nur fordernd und kennt kein Nein (Deinstallation, Ignorieren usw. unmöglich). Es verleitet zu Challenges in der realen Welt und winkt mit Bonuspunkten und realen Belohnungen.

"Das ist alles irgendwie unheimlich, findet ihr nicht?" Besorgt schaute Preeti uns an.

Justus winkte ab. "Ist doch einfach nur ein Spiel."

"Wirklich?", fragte Isabella. "Ist es das?"

(vgl. S. 175)

Aus dem vermeintlichen "Spiel" wird plötzlich Ernst und die Charaktere wachsen erneut über sich hinaus.

Die Geschichte entwickelt sich schnell zu einem rasanten Abenteuer und einer spannenden Rettungsmission.

Das Ende lässt auf einen dritten Band hoffen.

"Diese Runde geht an euch. Neues Spiel, neues Glück! Wir treffen uns im nächsten Level"

(vgl. S. 282)


Fazit:

Eine gelungene Fortsetzung:

fesselnde und phantasievolle Geschichte mit erfrischend frechen Charakteren und unheimlich coolen Illustrationen.


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Rezensiertes Buch: "SpooKI - Ins Netz gegangen" aus dem Jahr 2022

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.10.2022

Ein exotischer und atmosphärischer Jugend-Krimi mit Herz und Charme und zwei erfrischend frechen Hobbydetektivinnen.

Der Tod setzt Segel
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Inhalt:

Im Dezember des Jahres 1936 reisen Daisy Wells und ihre Detektivkollegin Hazel Wong gemeinsam mit Freundin Amina El Maghrabi in ihre Heimat Ägypten.

Neben einer Nilkreuzfahrt und dem Besuch von ...

Inhalt:

Im Dezember des Jahres 1936 reisen Daisy Wells und ihre Detektivkollegin Hazel Wong gemeinsam mit Freundin Amina El Maghrabi in ihre Heimat Ägypten.

Neben einer Nilkreuzfahrt und dem Besuch von Tempeln und Pyramiden freuen sich die Mädchen auf eine abwechslungsreiche Zeit.

Wie nicht anders zu erwarten, kommt ihnen schon nach kurzer Zeit an Bord der Hatschepsut ein Mordfall dazwischen:

Die Anführerin einer Gruppe, deren Mitglieder sich für Reinkarnationen alter Pharaonen und Königinnen halten, wird in ihrer Kabine erstochen aufgefunden.

Ob ihre schlafwandelnde Adoptivtochter die Tat begangen hat? Oder wäre diese Lösung zu offensichtlich?

Daisy und Hazel sind fest entschlossen, den Fall zu lösen. Auch als sie selbst in Gefahr geraten ...


Altersempfehlung:

ab 12 Jahre


Mein Eindruck:

Dies ist der neunte (und letzte) Fall für die Nachwuchsdetektivinnen Daisy und Hazel. Vorkenntnisse sind jedoch nicht nötig.

Nach einer literarischen Verbeugung vor "Mord im Orientexpress" folgt nun eine Hommage an Agatha Christies "Der Tod auf dem Nil".

Die beiden 15-jährigen Internatsschülerinnen bilden den Detektivclub "Wells & Wong".

Die Mädchen sind zwar optisch und charakterlich grundverschieden, doch verbindet sie eine tiefe Freundschaft. Aufgrund ihres Alters dienen sie dem Leser zudem hervorragend als Identifikationsfiguren.

Bei ihren Ermittlungen erhalten sie Unterstützung von Mitschülerinnen oder - wie in diesem Fall - von den beiden Junior-Pinkertons Alexander und George.

Das Abenteuer ist verfasst als Bericht, in der Ich-Form von Schriftführerin Hazel.

Zu Beginn finden sich Skizzen des Kreuzfahrtschiffes sowie eine Personenübersicht (Mitreisende, Angestellte). Hierbei hat die Fülle an Personen (die halbe Verwandtschaft reist mit) hin und wieder für Verwirrung gesorgt.

Der Schreibstil ist mitreißend, humorvoll und trotz Handlung im Jahr 1936 nicht altbacken und gut verständlich.

Die Kulisse wird wie immer detailliert und atmosphärisch beschrieben. Dieses Mal wirkt das Setting zudem exotisch und faszinierend, auch wenn kulinarische und kulturelle Besonderheiten weniger in die Geschichte einfließen.

Für einen Whodunit-Krimi typisch, finden sich verschiedene, überspitzt gezeichnete Verdächtige und diverse Fährten, die bei der Lektüre zu den wildesten Spekulationen verleiten.

Alleine die skurrile Gruppierung "Der Atem des Lebens“ und deren nicht minder sonderbaren Mitglieder haben es in sich. Die Beziehungen und Entwicklung der Hauptfiguren dagegen tritt in den Hintergrund.

Was mir an dieser Krimireihe sehr gefällt, ist die übersichtliche Strukturierung: die unterschiedlichen Phasen der Ermittlung (Vorgeschichte, Mord, Ausschluss verdächtiger Personen, abschließenden Auflösung) werden in einzelne Teile separiert.

Abschließend findet sich Aminas Ägypten-Führer, ein Glossar mit Erläuterungen (Fremdwörter, Besonderheiten usw.).

Robin Stevens hat mit "Wells & Wong" eine witzige und unterhaltsame Detektivreihe geschaffen: spannend, originell und mit viel Charme. Ein großartiges Lesevergnügen für Fans englischer Kriminalromane!

Dieser neunte Band liest sich wie ein finaler Fall, aber wer weiß, ob Wells & Wong nicht noch ein zehntes Mal ermitteln


Fazit:

Der neunte (und letzte) Teil der charmant-witzigen Jugend-Krimi-Reihe!

Eine abwechslungsreich und spannend gestaltete Detektivgeschichte zum Mitraten mit zwei starken Protagonistinnen, die sich hervorragend ergänzen.

Abermals ein atmosphärisch rundum gelungenes Abenteuer in exotischer Kulisse.


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Rezensiertes Buch: "Ein Fall für Wells & Wong: Der Tod setzt Segel" aus dem Jahr 2021

  • Einzelne Kategorien
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.10.2022

Skurrile Charaktere erleben ein kurioses und rasantes Abenteuer. Erzählt mit Charme und Witz, ergänzt durch fröhlich-freche Illustrationen.

Charlie und die Schokoladenfabrik
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Inhalt:

Charlie Bucket hat es nicht leicht. Er lebt mit seiner Familie in einem winzigen, heruntergekommenen Holzhaus und das Geld reicht für die sieben Personen kaum zum Leben.

Trotzdem wird das Ersparte ...

Inhalt:

Charlie Bucket hat es nicht leicht. Er lebt mit seiner Familie in einem winzigen, heruntergekommenen Holzhaus und das Geld reicht für die sieben Personen kaum zum Leben.

Trotzdem wird das Ersparte an Charlies Geburtstag zusammengekratzt für eine Tafel Schokolade. Aber nicht für irgendeine Süßigkeit, sondern für Willy Wonkas weltberühmte und köstliche Schokolade.

Das Besondere: Wer darin eines der fünf goldenen Tickets findet, ist herzlich eingeladen von Willy Wonka höchstpersönlich zu einer Führung durch die sagenumwobene Schokoladenfabrik, hinter deren Mauern Zauber und Geheimnisse lauern, die man sich kaum vorstellen kann.


Altersempfehlung:

ab etwa 9 Jahre


Illustrationen:

Farbenfrohe Illustrationen (mal klein, mal halb- und oft sogar ganzseitig) ergänzen die turbulente Handlung. Zudem zieren unzählige kleine Zeichnungen von Süßigkeiten die Seiten.

Die Gestaltung der Personen ist schlicht und wirkt oft nur grob skizziert. Die effektvolle Mimik leidet hierunter allerdings wenig. Sie ist herrlich lustig und überspitzt und man muss unweigerlich schmunzeln.

Der Zeichenstil von Quentin Blake gefällt mir sehr und in Farbe kommt das kunterbunte Treiben in der geheimnisvollen Schokoladenfabrik noch besser zur Geltung.

Sogar die Seitenzahlen sind farbig und variieren je nach Kapitel.


Mein Eindruck:

Das Abenteuer ist sehr gut strukturiert. Zuallererst werden die handelnden Personen kurz und prägnant mit passender Illustration vorgestellt.

Der Schreibstil ist humorvoll und altersgerecht. Lesende werden immer wieder direkt angesprochen und so in die Handlung hineingezogen.

Jeder Charakter hat seine ganz besonderen Eigenheiten:

Charlie ist clever, herzensgut und ein wahrer Optimist. Obwohl das Leben es nicht so gut mit ihm und seiner Familie meint, glaubt er stets an das Gute und verliert (fast) nie die Hoffnung.

Die vier Kinder, die ebenfalls dank des goldenen Tickets die Schokoladenfabrik besuchen dürfen, sind von ganz anderem Schlag: verwöhnt, gierig, überheblich und egoistisch.

Kurz gesagt: sehr unsympathisch!

Willy Wonka ist eine außergewöhnliche und exzentrische Persönlichkeit. Viele halten ihn schlichtweg für durchgeknallt. Dass er die Tore seiner Fabrik für eine Führung öffnet, gehört zu einem Plan, denn normalerweise ist alles, was hinter den Mauern geschieht, streng geheim.

Die Reise durch die kunterbunte und vor Kuriositäten sprudelnde Produktion wird spannend und mit viel Humor und Phantasie erzählt. Angefangen bei den Umpa-Lumpas, kleinen quirligen Wesen, die Schokolade herstellen, bis hin zu verrückten technischen Geräten. Wahrhaftig eine zauberhafte und außergewöhnliche Fabrik.

Einige Szenen sind sehr überspitzt und schonungslos geschildert: die ungezogenen Kinder widersetzen sich allen Warnungen und landen unverhofft im Schokoladenfluss oder im Müllschlucker. Die Umpa-Lumpas besingen anschließend eindrucksvoll und sehr ehrlich das Schicksal der Rotzlöffel.

Hiervon sollte man sich aber keinesfalls abschrecken lassen. Am Ende geht es für alle glimpflich aus und die Ereignisse verdeutlichen umso mehr, wie und warum sich Charlies Leben zum Positiven wandelt.
Eine Leseempfehlung für alle Jungen und Mädchen, die lustige, absurde, phantasievolle und rasante Abenteuer mögen.


Fazit:

Eine turbulente, fantastische und unterhaltsame Geschichte, die mit viel Humor erzählt wird.

Lustige, herrlich skurrile Charaktere und fröhlich-freche Illustrationen runden die Erzählung ab.

Wer die Verfilmung mag, der wird auch das Buch lieben!


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Rezensierte Ausgabe: "Charlie und die Schokoladenfabrik" farbig illustriertes Hardcover aus dem Jahr 2022

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.10.2022

Ein spannendes und warmherziges Abenteuer über die turbulente Rettung eines Familienbetriebs und den Beginn einer ganz besonderen Freundschaft.

Die Muskeltiere und Ewig Fünfter
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Inhalt:

Im Laden von Frau Fröhlich läuft so einiges schief: der neue Vermieter hat sich in den Kopf gesetzt, das Haus zu renovieren und zu modernisieren. Eine Überschwemmung des Kellers ist hier noch ...

Inhalt:

Im Laden von Frau Fröhlich läuft so einiges schief: der neue Vermieter hat sich in den Kopf gesetzt, das Haus zu renovieren und zu modernisieren. Eine Überschwemmung des Kellers ist hier noch das kleinste Übel. Ob Frau Fröhlich aus ihrem Feinkostgeschäft vertrieben werden soll?

Die Muskeltiere können hierbei nicht tatenlos zu sehen und mischen sich so gut es geht ein.

Dabei haben sie gerade ganz andere Sorgen:

Picandou hat nach einem Sturm ein herrenloses Ei mitgebracht und dieses "versehentlich" ausgebrütet.

Das zerzauste Küken hat die kleine Maus nun als Mutterersatz auserkoren und wirbelt das Leben der Nager tüchtig durcheinander.

Ob es ihnen gelingen wird, das Geschäft zu retten und die Eltern des kleinen Kerlchens zu finden?


Altersempfehlung:

ab 5 Jahren (zum Vorlesen)
oder ab etwa 8 Jahren (zum Selberlesen)


Illustrationen:

Den Buchvorsatz schmücken Portraits der vier Muskeltiere sowie eines des kleinen Ewig Fünfter. So hat man die Hauptfiguren direkt vor Augen.

Auf fast jeder Doppelseite finden sich kleine bis mittelgroße farbenfrohe Zeichnungen, die die Handlung widerspiegeln, Easter Eggs verstecken und die vier Muskeltiere zum Leben erwecken.

Die Gestaltung der freundlichen Nager gefällt wie immer sehr und auch optisch werden die Unterschiede der bunten Truppe hervorragend dargestellt.

Ewig Fünfter ist so goldig und man muss ihn einfach gern haben. Das niedliche, verschmuste Kerlchen stielt allen anderen die Show. Spätestens wenn man das zauselige, gescheckte Küken mit einem übergroßen, pinken Schnuller im Schnabel sieht, ist man verliebt.


Mein Eindruck:

Es gibt inzwischen mehrere Bände der Muskeltier-Reihe für verschiedene Lesealter:
zum Vorlesen mit je 200 Seiten, zum Selberlesen mit etwa 128 Seiten und als "Erst ich ein Stück, dann du"-Variante mit knapp 80 Seiten.

Es ist aber unerheblich, mit welchem Abenteuer man beginnt. Wir haben mitten in der Buchreihe mit dem Weihnachtsabenteuer begonnen, teilweise querbeet gelesen und hatten nie Verständnisprobleme.

Alle Geschichten sind in sich abgeschlossen und vor Beginn werden im Vorsatz des Buches die Muskeltiere mit Bild und Namen gezeigt.
Abschließend gibt es einige Erklärungen (Aussprachetipps zu den französischen Namen, Hamburgerisch und Verweis auf die "echten" Musketiere)

Wer die herzensgute Bande bereits kennt, für den gleicht jedes neue Abenteuer einer Heimkehr. Schon nach wenigen Seiten fühlt man sich wieder wie zu Hause. Dank der detaillierten Beschreibung der Mäusehöhle im Keller von Frau Fröhlichs Feinkostladen kann man sich das gemütliche Heim der Nager wunderbar vorstellen. Ute Krause schafft mit viel Liebe eine heimelige und wohlig vertraute Atmosphäre.

Mäuserich Picandou, Rattendame Gruyère, Kneipenmaus Pomme de Terre und Hamster Bertram von Backenbart sind ein ungewöhnliches Team. Sie sind sympathisch und haben das Herz am rechten Fleck. Jeder für sich ist ein ganz besonderer Typ und trotz ihrer Unterschiede passt am Ende das Motto "Einer für alle, alle für einen!" einfach hervorragend.

In diesem Abenteuer wird die Freundschaft der vier Muskeltiere auf die Probe gestellt:
Das zottelige und ewig hungrige Küken bringt reichlich Trubel in das sonst eher ruhige Leben der vier Nager. Ewig Fünfter ist dabei so drollig, dass man ihn einfach lieb haben muss.

Alle Muskeltiere helfen so gut es geht (Hamster Bertram besorgt sogar einen "Stöpsel" für das quäkende Küken), aber gegen Nix-Mama, wie Ewig Fünfter den kleinen Picandou liebevoll nennt, kommen sie nicht an. Auf Schritt und Tritt folgt Ewig Fünfter der kleinen Maus und ahmt Bewegungen und Sprechverhalten nach.

Dass obendrein die Existenz des Feinkostgeschäfts in Gefahr ist und die Nager der gutherzigen Frau Fröhlich aus der Patsche helfen möchten, sorgt für weitere Spannung.

Doch die Muskeltiere geben so schnell nicht auf.

"Ihr seht, für jedes Problem gibt es irgendwann eine Lösung. Man muss sie nur finden!"
(Bertram, vgl. S. 63)

Auch der kleine Ewig Fünfter - man rätselt fleißig mit, ob er eine Taube, eine Ente oder etwas ganz anderes ist - erweist sich dank seiner erwachenden Flugkünste als kleiner, großer Held. "Und mutig wie ein echtes Muskeltier." (Bertram, vgl. S. 85)

Ute Krause erzählt das Abenteuer mit viel Charme und Wortwitz. Der Hamburger Schnack von Pomme de Terre wie auch die Sprachfehler bei einigen Nebencharakteren (z. B. Wortwiederholungen bei Möwen oder das Gur-r-r-ren der Taube) lassen sich wie immer beim Vorlesen großartig inszenieren und sorgen für Unterhaltung.

Das fantasievolle und lustige Abenteuer vermittelt ganz nebenbei wichtige Werte und sorgt dank mutigen Nagetieren, einer fesselnden Rettungsaktion und der herzerwärmenden Familienzusammenführung für großartige Unterhaltung.

Eine (Vor-)Leseempfehlung für Jung und Alt!


Fazit:

Eine Kinderbuchreihe, die ich Groß und Klein wärmstens ans Herz legen möchte. Ute Krause erzählt warmherzig und humorvoll eine spannende und turbulente Geschichte.

Mit liebenswerten Charakteren und zauberhaften, farbenfrohen Illustrationen bieten die Abenteuer ein wunderbares (Vor-)Lesevergnügen.

Unser Highlight ist der gemütliche Picandou als Mutter wider Willen!


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Rezensiertes Buch: "Die Muskeltiere und Ewig Fünfter" aus dem Jahr 2022

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  • Charaktere