Profilbild von j-elster

j-elster

Lesejury Profi
offline

j-elster ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit j-elster über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.04.2018

Spannender Auftakt zur Reihe

Vertrauen und Verrat (Kampf um Demora 1)
0

Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, dachte ich eigentlich, es würde sich in eine völlig andere Richtung entwickeln. Eigentlich hatte ich damit gerechnet, dass die Mädchen mit Männern verkuppelt ...

Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, dachte ich eigentlich, es würde sich in eine völlig andere Richtung entwickeln. Eigentlich hatte ich damit gerechnet, dass die Mädchen mit Männern verkuppelt werden, ohne dass dabei auf ihre Wünsche und Bedürfnisse eingegangen wird. Doch die Kupplerin versucht immer, so gut es ihr möglich ist, die idealen Paare zusammenzubringen, immer in Hinblick darauf beide Seiten glücklich zu machen. Sie beweist eine gute Menschenkenntnis und erkennt auch recht schnell, dass Sage auf keinen Fall verheiratet werden möchte, sieht in ihr aber Potenzial. Statt sie zu verkuppeln zu versuchen, nimmt sie Sage als Lehrling auf. Dabei ist es ihre Aufgabe, die Mädchen zu beobachten und so viel wie möglich über deren Charakter herauszufinden.

In Demora bahnt sich ein Krieg an, was ihre Reise alles andere als sicher macht. Deshalb werden sie von einer Gruppe von Soldaten begleitet, die für den Schutz der jungen Frauen verantwortlich sind. Und während Sage weiter die Mädchen beobachtet und auch Zeit mit den Soldaten verbringt, beginnt sie völlig unbewusst, ihr Herz zu öffnen.

Am Anfang merkt man, wie die Geschichte erst in die Gänge kommen muss und es dauert ein bisschen, bis wirklich Spannung aufkommt. Als die Handlung jedoch fahrt aufnimmt, wird man für die langen Ausführungen zu Beginn belohnt. Die Geschichte war aber dennoch nie langweilig. Besonders ab dem letzten Drittel, konnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht.

Sage ist eine sympathische Protagonistin, die ich sofort ins Herz geschlossen hatte und wahnsinnig gerne durch die Geschichte begleitet habe. Sie ist neugierig, mutig und hat ein großes Herz. Außerdem hat Sage eine sehr gute Auffassungsgabe und bemerkt Dinge, die vielen über lange Zeit verborgen bleiben.

Obwohl Vertrauen und Verrat, im Gegensatz zu vielen Auftaktbänden, nicht mit einem Cliffhanger endet, bin ich dennoch schon gespannt wie es weitergeht und freue mich auf den nächsten Teil. Eine tolle Geschichte, die sich anders entwickelt hat, als zunächst angenommen und mir gerade deshalb besonders gut gefallen hat.

Veröffentlicht am 26.04.2018

Tolle Geschichte

Herz aus Schatten
0

Nach Light & Darkness und Water & Air konnte ich es kaum erwarten Herz aus Schatten zu lesen. Ich mag Laura Kneidl Schreibstil sehr gerne und bin in großer Fan ihrer Bücher – sowohl im Bereich Fantasy ...

Nach Light & Darkness und Water & Air konnte ich es kaum erwarten Herz aus Schatten zu lesen. Ich mag Laura Kneidl Schreibstil sehr gerne und bin in großer Fan ihrer Bücher – sowohl im Bereich Fantasy als auch New Adult.

Herz aus Schatten zu lesen war für mich etwas ganz besonderes. Durch meine tschechischen Wurzeln und mein Glück die Sprache einigermaßen zu beherraschen, waren mir viele Namen und Begriffe die Laura Kneidl im Buch verwendet hat bekannt und gaben mir ein Gefühl von Vertrautheit der Geschichte und ihrer Handlungsorte. Ich musste lauthals loslachen, als ich las dass sich die Leute Schattenläufer-Hovno (also seine Exkremente) ins Gesicht schmierten um jünger auszusehen. ;D

Der Schreibstil der Autorin war locker und flüssig. Durchwegs fiel es mir leicht, mir die Situationen und orte bildlich vorzustellen und mich richtig in die Geschichte einzuleben.

Kayla mochte ich sehr gerne und empfand sie als eine sympathische und angenehme Protagonistin, auch wenn sie mir auf den ersten paar Seiten ein wenig unnahbar erschien. Dies legte sich jedoch schnell und es fiel mir leicht mich in sie und ihre Ängste und Sorgen hineinzuversetzen. Sie ist schlagfertig und hat keine Angst ihre Meinung zu vertreten, auch wenn sie dafür von anderen kritisiert werden könnte.

Lilek ist innerlich zerrissen zwischen seinen Gefühlen als Mensch und den Treiben und der Blutlust seines inneren Monsters. Durchwegs konnte man seinen inneren Konflikt mitfühlen und nachvollziehen. Obwhol er zu Beginn in sich gekehrt erscheint, ist er ein sehr sympathischer Proatgonist.

Zur Geschichte an sich muss ich sagen, dass sie mir sehr gut gefallen hat, ich jedoch eigentlich mit etwas anderem gerechnet hatte und dadurch zeitweise schon sehr überrascht war. Zu Beginn des Buches lernt man alle wichtigen Charaktere kennen und bekommt ein Verständnis dafür, wie sich die Einwohner von Praha und die Bändiger zueinander verhalten und welche Konflikte und Meinungsverschiedenheiten zwischen den beiden Gruppen herrschen. Kayla, die sich davor sträubt eine Bändigerin zu sein, steht oftmals zwischen diesen beiden Positionen und hat dadurch ein gutes Verständnis für die Sorgen und Ängste die die Bewohner Prahas beschäftigen. Dadruch bekommt man während dem Lesen immer wieder einen Eindruck wie beide Seiten zu bestimmten Themen und Ereignissen stehen.

Obwohl sie sich selbst nicht als geeignete Bändigern sieht, schafft sie es einen Schattenwolf zu bändigen. Von Beginn an merkt man, dass sie Lilek, wie sie ihn liebevoll getauft hat, nicht nur als Monster sieht sondern ihm Intelligenz und Emotionen zuschreibt. Und Lilek ist auch viel mehr, als bloß ein Monster, denn völlig unerwartet verwandelt er sich in einen Menschen. Er kann sich jedoch nicht an seine Vergangenheit erinnern und weiß auch nicht, wie er in ein Monster verwandelt wurde. Während sich die Angriffe auf die Bewohner Prahas häufen und die Bedrohung immer mehr zunimmt, versuchen die Beiden hinter das Geheimnis seiner Verwandlung zu kommen.

Die Geschichte war spannend, witzig und durchwegs kurzweilig. Jedoch rechnete ich aufgrund Cover und Klappentext mit viel mehr Romantik, als tatsächlich vorhanden. Für mich hat es aber perfekt zur Geschichte gepasst und die Liebesgeschichte viel mehr in den Vordergurnd zu rücken, hätte sich beim Lesen bestimmt falsch angefühlt. Deshalb fand ich es ideal und war postiv überrascht, dass Herz aus Schatten sich von den üblichen Geschichten abgehoben hat.

Herz aus Schatten war eine wundevolle Fantasygeschichte voller Geheimnisse die einen beim Lesen in den Bann zieht. Abschließend habe ich eigentlich nur noch eine Frage. Wo bitte bleibt Band 2? Ich würde so gerne noch viel mehr über Kayla und Lilek erfahren!

Veröffentlicht am 26.04.2018

Tolles Buch. mit toller Message

DUMPLIN'
0

Dumplin war für mich eine überaus positive Überraschung. Die Autorin hat einen mitreißenden Schreibstil und man merkt bei jedem Wort, ihre eigene Begeisterung für ihre Protagonisten. Ihre bildhaften Beschreibungen ...

Dumplin war für mich eine überaus positive Überraschung. Die Autorin hat einen mitreißenden Schreibstil und man merkt bei jedem Wort, ihre eigene Begeisterung für ihre Protagonisten. Ihre bildhaften Beschreibungen und der lockere Schreibstil ermöglichen dem Leser innerhalb kürzester Seit völlig in die Geschichte einzutauchen und sich in die Handlung hineinzuversetzen.

Obwohl Willowdean nicht dem gängigen Schönheitsideal entspricht, strahlt sie Selbstbewusstsein aus und ist durch ihre Art bei den meisten beliebt. Neben der Schule jobbt sie an der Kasse in einem Fast-Food Restaurant, zusammen mit dem gutaussehenden Bo, in den sie sich augenblicklich verguckt. Entgegen ihrer Erwartung, hat auch Bo Interesse an ihr. Obwohl sie sich mit ihren extra Kilos nie unwohl gefühlt hat, trotz den Kommentaren ihrer Mutter und Mitschüler, kommen ihr Zweifel, als Bo und sie sich immer näher kommen. Um es sich selbst und den anderen zu beweisen, dass es keinen Grund gibt sich für seine Makel zu schämen, beschließt sie beim jährlichen Schönheitswettbewerb ihrer Stadt teilzunehmen.

Willowdean ist eine äußerst starke Persönlichkeit, die es immer wieder schafft zu überraschen. Sie ist stark, ja, aber dennoch hat sie ihr Päckchen zu tragen und oftmals mit Selbstzweifeln zu kämpfen. Ich mochte es, dass die Protagonistin nicht auf ein unnahbares Treppchen gestellt wurde, als wäre sie perfekt, sondern ihr auch Fehlentscheidungen zugestanden wurden.

Zwischendrin gab es ein paar Momente in denen ich ihre Entscheidungen nicht ganz nachvollziehen konnte, dennoch war Willowdean eine äußerst authentische Protagonistin, die mehrfach beweist wie wichtig es ist, Mut zu beweisen und sich selbst nicht im Weg zu stehen.

Ein wirklich tolles Buch mit einer wahrhaft schönen Message, dass es völlig in Ordnung ist, nicht einem Ideal zu entsprechen und sich deshalb weniger schön oder wertvoll zu finden.

Veröffentlicht am 01.04.2018

Ein grandioses Buch

Scythe – Der Zorn der Gerechten
0

Nachdem Citra als Scythe ausgewählt wurde, hat sie, als Scythe Anastasia, im Laufe der Zeit ihre ganz besondere Art der Nachlese entwickelt. Obwohl diese nicht nur auf Zustimmung trifft, merkt man wie ...

Nachdem Citra als Scythe ausgewählt wurde, hat sie, als Scythe Anastasia, im Laufe der Zeit ihre ganz besondere Art der Nachlese entwickelt. Obwohl diese nicht nur auf Zustimmung trifft, merkt man wie sie langsam aber sicher ihren Weg gefunden hat und sich mit ihrem Leben als Scythe beginnt identifizieren zu können. Obwohl sie nach wie vor keine Spaß am Töten hat und immer wieder Dinge auftauchen, die für sie nicht so einfach sind.

Rowan, der es am Ende des vorherigen Teils geschafft hat zu fliehen, geht einen ganz anderen Weg. Wie auch Citra, steht er vielen Dingen im Scythetum sehr kritisch gegenüber und versucht etwas dagegen zu unternehmen. Wenn auch oftmals mit sehr drastischen Mitteln.

Beide Charaktere mochte ich bereits im ersten Band sehr gerne und sie spielten auch wieder eine sehr wichtige Rolle. Eine weitere Rolle die im zweiten Band noch viel mehr in den Vordergrund gerückt ist, ist jene des Thunderheads. Nicht nur erfährt man noch viel mehr über die Hintergründe und Entwicklungen der Menschheit, man bekommt auch einen Einblick über die Gründe wieso bestimmte Dinge so sind. Am besten haben mir jedoch die Einblicke in die Gedankenwelt des Thunderheads zu bekommen, die vieles noch logischer gemacht haben, einen aber auch immer sehr nachdenklich gestimmt haben. Nicht nur die Gedanken über die Entwicklungen im Scythetum, sondern auch viele Philosophische Fragen werden aufgeworfen und geben der Geschichte noch mehr Tiefe.

Die Handlung wird, wie auch im vorherigen Band, aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt und ist von der ersten bis zur letzten Seite packend. Und obwohl ich wieder mit einer mitreißenden Handlung gerechnet habe, gab es besonders zum Ende hin Ereignisse mit denen ich nicht im geringsten gerechnet hatte und die einen beim Lesen sprachlos zurücklassen. Auf jeden Fall ein spannendes Buch mit vielen interessanten Charakteren und einen Cliffhanger, der große Lust auf den nächsten Band macht.

Veröffentlicht am 01.04.2018

Tolle Geschichte

Scythe – Die Hüter des Todes
0

In einer Welt ohne lebensbedrohliche Krankheiten, muss das Gleichgewicht der Menschheit auf andere Art und Weise erhalten werden. Denn Denn obwohl die Menschheit perfekt ausgereift zu sein scheint, muss ...

In einer Welt ohne lebensbedrohliche Krankheiten, muss das Gleichgewicht der Menschheit auf andere Art und Weise erhalten werden. Denn Denn obwohl die Menschheit perfekt ausgereift zu sein scheint, muss eine Überbevölkerung verhindert werden. Die Entscheidung darüber, wer für den endgültigen Tod durch die Nachlese ausgewählt wird, treffen die Scythe. Dabei Entscheiden die Hüter des Todes nach einem festgelegten Kodex. Doch was geschieht wenn einige entscheiden, diesen nicht mehr zu befolgen?

Citra und Rowan kommen zwar aus unterschiedlichen Verhältnissen, haben jedoch eines gemeinsam. Sie wollen auf keinen Fall zu den Scythes gehören. Doch als Scythe Faraday sich dazu entschließt die beiden als seine Lehrlinge aufzunehmen, begreifen sie, dass sie keine andere Wahl haben als sich mit ihrer neuen Situation zurechtzufinden. Und bald wird ihnen klar, dass manche ihrer Meinungen, nicht hundertprozentig der Wahrheit entsprechen. Denn nicht alle Scythes sind schlechte Menschen und genießen das Töten. Gleichsam ist auch die Welt der Scythes nicht gefreit von jenen, die alles dafür tun um ihre eigenen Ideale durchzusetzen.

Citra und Rowan sind zwei sehr spannend Charaktere und ihre Entwicklung und die Veränderungen in ihrer Denkweise mitzuverfolgen, machte die Geschichte noch interessanter. Obwohl sich die beiden in vielen ihrer Eigenschaften unterscheiden, haben sie eindeutig ihre Loyalität und ihren Sinn für Gerechtigkeit gemein. Durch ihre Unterschiedlichkeiten ergänzen sie einander als Protagonisten sehr gut und beleuchten die Geschehnisse aus unterschiedlichen Sichtweisen.

Ich fand es recht einfach mich in die Welt, die der Autor in diesem Buch geschaffen hat, einzulesen. Man bekommt alle wichtigen Informationen, ohne das die Geschichte langatmig wird und kann die Handlungen gut nachvollziehen. Dennoch fehlt es nicht an Spannung und unerwarteten Wendungen im Laufe des Buches. Nach jedem Kapitel war ich neugierig und wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Eine wirklich sehr packende Geschichte die einen nur schwer wieder loslässt. Auch das Ende fand ich sehr gelungen, weshalb ich auch direkt mit dem zweiten Band begonnen habe.

Für mich ein wirklich tolles Buch, dass nicht nur durch einen angenehmen Schreibstil sondern insbesondere durch die spannende Handlung und die tollen Ideen des Autors überzeugt.