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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Eine schöne Mischung aus Jane Austin und Downton Abbey

Der Heiratsplan
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Anfang des 19. Jahrhunderts träumt Frederica nur von ihrem Debüt in London.
Als älteste Tochter des Viscounts of Panswick glaubt sie sich nun ihrem Traum nahe.
Doch der verstorbene Herr Papa hat der Familie ...

Anfang des 19. Jahrhunderts träumt Frederica nur von ihrem Debüt in London.
Als älteste Tochter des Viscounts of Panswick glaubt sie sich nun ihrem Traum nahe.
Doch der verstorbene Herr Papa hat der Familie leider nur einen riesigen Berg Schulden hinterlassen. Zwar gibt es ein Erbe der Großmutter mütterlicherseits, aber das steht nur dem ältesten Sohn und leider erst zu dessen Volljährigkeit in drei Jahren zu. Doch die Frauen der Familie sind zum Glück nicht so unselbständig wie sonst üblich und so wird schnell ein Rettungsplan geschmiedet.
Statt Frederica soll die etwas jüngere und viel hübschere Penelope debütieren und innerhalb kürzester Zeit einen reichen Ehemann angeln, der bereit ist das Anwesen zu retten.

Natürlich lässt sich der Plan nicht ohne Verwickelungen und Rückschläge verwirklichen, aber am Ende sind doch alle glücklich und zufrieden, selbst wenn es anders ist als zu Anfang geplant.

Natürlich war die Geschichte vorhersehbar und teilweise etwas zu temporeich und oberflächig. Aber wenn ein historischer Roman nur gut 200 Seiten hat war das für mich schon fast zu erwarten.

Angekündigt wurde der Roman mit dem Satz: „Sophia Farago ist die Queen of Regency und "Der Heiratsplan" das Buch für alle Fans von Downton Abbey.“ Daher habe ich einen kurzweiligen amüsanten Roman erwartet und genau das auch erhalten. Hätte ich mich nicht aufgrund einer Leserunde immer wieder bremsen und kurze Pausen einlegen müssen, hätte ich das Buch wahrscheinlich in einem Rutsch gelesen.

Dies ist der erste Teil der Lancroft Abbey Reihe und ich freue mich schon auf die weiteren Teile.

Von mir gibt es 5 von 5 Sternen

Veröffentlicht am 15.09.2016

Ein nur aus Worten erschaffenes Universum voller Bilder und Gefühle

Kernstaub
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Ich bitte schon vorab um Entschuldigung für meine unzureichende Rezension.

Leider habe ich nicht das Talent von Marie Graßhoff, aus Worten Welten zu erschaffen. Sie dagegen hat es nicht nur geschafft ...

Ich bitte schon vorab um Entschuldigung für meine unzureichende Rezension.

Leider habe ich nicht das Talent von Marie Graßhoff, aus Worten Welten zu erschaffen. Sie dagegen hat es nicht nur geschafft mit Worten Bilder zu malen, sondern direkt ein ganzes Universum.
Ein Universum, das auf den ersten Blick wie unseres ist. Bei genauerem Hinsehen jedoch ist es ganz anders.

Mara ist der einzige Störfaktor in diesem Universum, der verhindert, dass alle anderen Seelen ihr endgültiges Ziel erreichen. Seit Milliarden Jahren gefangen im ewigen Zyklus von Tod und Wiedergeburt und gejagt, von Wächtern die sie endgültig aus dem System tilgen wollen, ist Juan ihr einziger Begleiter. Doch ausgerechnet er hasst sie in diesem Leben und möchte nichts mit ihr zu tun haben.

Zu Anfang kann sich Mara an die vergangenen Leben nicht erinnern, doch nach und nach kehren die Erinnerungen wieder und wir Leser erinnern uns mit ihr. Dadurch erschließen sich einem nach und nach die Unterschiede und Besonderheiten.

Der größte Teil der Geschichte wird in der Ich-Form aus Maras Sicht erzählt. Aber auch andere Personen kommen zu Wort, jedoch nur aus der Erzählperspektive. Dadurch stand mit Mara von allen Personen am nächsten.
In verschiedenen Rückblenden erfährt man aber nicht nur Maras, sondern auch die Erinnerung andere Protagonisten.

Dieses Buch lässt sich in keine Schublade stecken. Es ist sowohl Fantasy wie auch Liebesroman oder Thriller. Voller Spannung aber auch poetisch leisen Tönen. Eine Symphonie aus Worten, die einen am Ende sprachlos und voller Bilder und Gefühle zurücklässt. Mit dem Wunsch noch viel mehr zu erfahren.

Da es sich hier um den 1. Teil einer Trilogie mit über 1000 Buchseiten handelt, freue ich mich jetzt schon auf viele weitere unterhaltsame Lesestunden.

Dieses Buch bekommt von mir volle 5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Was für eine zauberhafte Geschichte!

Ein Jahr ohne Juli
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Juli ist Jennys beste Freundin.

Sie kennen sich schon seit Jahren und verbringe, wie jedes Jahr, zusammen mit ihren jeweiligen Eltern und kleinen Brüdern eine Ferienwoche in einem Ferienpark.

Da beide ...

Juli ist Jennys beste Freundin.

Sie kennen sich schon seit Jahren und verbringe, wie jedes Jahr, zusammen mit ihren jeweiligen Eltern und kleinen Brüdern eine Ferienwoche in einem Ferienpark.

Da beide nach den Ferien auf verschiedene Schulen gehen werden fragen sie sich, ob ihre Freundschaft halten wird. Wenn man doch nur in die Zukunft schauen könnte.

Manchmal ist es merkwürdig auf welche Weise sich Wünsche erfüllen können, denn zufällig macht Jenny eine Zeitreise. Genauer genommen reist sie erst ein und später auch noch zwei und drei Jahre in die Zukunft.

Dabei merkt sie, dass es nicht immer gut ist die Zukunft zu kennen und sie zu ändern ist noch mal so schwer.


Dieses Buch ist für Kinder ab 10 Jahre empfohlen. Dem Schreibstil merkt man die Zielgruppe auch an.

Aber selbst, wenn ich schon sehr lange nicht mehr zur Zielgruppe gehöre hat mir dieses Buch sehr gut gefallen.

Es zeigt wie wichtig wirklich echte Freunde sind und was man bereit sein muss für solche Freundschaften zu tun. Und diese Wahrheit gilt für alle Altersgruppen.

Für eine Challenge war ich nur auf der Suche, nach einem kleinen, schnell lesbaren Buch mit „Juli“ im Titel. Gefunden habe ich einen kleinen Schatz.

Dieses wunderbare Buch bekommt von mir 5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Eine besondere Reise, die nicht nur zu einem Ziel führt.

Weit weg und ganz nah
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Ich habe das Buch im Urlaub, während der Fahrt auf einer Rundreise und abends ca. 30 Minuten als Bettlektüre, gelesen.
Was sehr passend war, da die vier Hauptakteure auch in ca. 70% des Buches auf dem ...

Ich habe das Buch im Urlaub, während der Fahrt auf einer Rundreise und abends ca. 30 Minuten als Bettlektüre, gelesen.
Was sehr passend war, da die vier Hauptakteure auch in ca. 70% des Buches auf dem Weg sind.

Die Geschichte wird durchgehend erzählt, aber in mehreren Kapiteln ändert sich die Sichtweise.
Während es am Anfang nur die Sicht von Jess ist, kommen im Laufe des Buches auch die Sichtweisen von Ed, Tanzie und Nicky dazu. Da direkt am Anfang der Kapitel steht, aus welcher Sicht, ist das auch sehr gut nachvollziehbar. Als Leser hat man dadurch immer einen kleinen Informationsvorteil, da man die Gedanken und Gefühle aller kennenlernt.

Die taffe Jess, die wie eine Löwin darum kämpft, dass ihre Kinder nicht zu kurz kommen. Wobei eins der Kinder sogar „nur“ ihr Stiefsohn ist.
Die hochbegabte Tanzie, derentwegen der „Road Trip“ unternommen wird.
Der verschlossene Nicky, der von seinen leiblichen Eltern nacheinander verlassen wurde und sich nur ganz langsam öffnen kann.
Und schließlich der, in der EDV-Branche, erfolgreiche Ed, der die finanziellen Probleme der kleinen Familie erst nicht nachvollziehen kann.

Ed hilft der kleinen Familie, als der fast unerschöpfliche Optimismus von Jess, an ihre Grenzen gekommen ist und sie nicht mehr weiter weiß. Dabei handelt er aber nicht uneigennützig als Retter in der Not, sondern es ist für ihn eher eine Flucht, denn so muss er sich seinen eigentlichen Fehlern und Verantwortungen nicht stellen.

Dies war das 3. Buch, das ich von Jojo Moyes gelesen/gehört habe. Alle drei Bücher sind vollkommen eigenständig, aber alle drei haben mir sehr gut gefallen.
Die Schreibweise von Jojo Moyes nimmt einen von der ersten Seite an gefangen und man kann sofort ganz eintauchen in die Geschichte.
Von mir gibt es für dieses Buch: 4 ½ (auf 5 aufgerundete) Sterne.
den halben Stern Abzug, weil an ein paar Stellen dann doch etwas zu viele Zufälle konstruiert wurden, damit die Geschichte die gewünschte Wendung nimmt.

Veröffentlicht am 15.09.2016

sensationeller Abschluss

Dämon der Spiegelkrieger
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Eigentlich gehöre ich zur Fraktion der Liebesromanleser und mache einen ganz weiten Bogen um alles, wo auch nur ansatzweise Blut raustropfen könnte.
Aus diesem Buch tropft das Blut nicht, nein, es fließt ...

Eigentlich gehöre ich zur Fraktion der Liebesromanleser und mache einen ganz weiten Bogen um alles, wo auch nur ansatzweise Blut raustropfen könnte.
Aus diesem Buch tropft das Blut nicht, nein, es fließt in Strömen. Aber trotzdem bin ich restlos begeistert.

Werner Karl hat es in dieser Trilogie meisterhaft verstanden seine LeserInnen ganz langsam heran zu führen.
Im ersten Buch sind wir noch sehr im historischen Genre unterwegs. Mit einigen unerwarteten Wendungen und Fantasy Elementen. Das hält sich aber noch im Rahmen und die Rollen zwischen Gut und Böse sind ziemlich eindeutig verteilt.
Im zweiten Buch nimmt der Fantasy Anteil deutlich zu und es wird schon sehr Dark und blutig. Auch die Rollen zwischen Gut und Böse sind längst nicht mehr so genau verteilt
In diesem dritten Buch überwiegt eindeutig er Dark Fantasy Teil, denn historisch belegbar ist die Story nicht mehr. Aus Feinden werden Freunde oder zumindest Verbündete. Der Dämon ist wahrlich dämonisch und seine menschlichen Ursprünge sind bald kaum noch zu erkennen.

Alle drei Bücher gemeinsam ist der absolut meisterhafte Schreibstil.
Es gibt weder Längen noch unlogische Begebenheiten. Durch immer neue überraschende Wendungen, bleibt die Spannung die ganze Zeit über erhalten. Auch wenn man zwischen verschiedenen Schauplätzen wechselt ist immer ein roter Faden zu erkennen. Als Leser hechelt man von Seite zu Seite um zu erfahren, was noch alles passiert und wie es weitergeht.

Ich bin froh, dass ich der Empfehlung zum ersten Buch gefolgt bin. Andernfalls wäre mir ein grandiose Trilogie entgangen.