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Veröffentlicht am 15.03.2017

eine grausame Geschichte....

Das Parfum
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Das Parfum ist ein sehr bekanntes Buch von Patrick Süskind. Die Geschichte ist außergewöhnlich, allerdings merkt man das "Alter" des Buches.

Inhalt:
Im 18-ten Jahrhundert lebte in Frankreich ein Mann, ...

Das Parfum ist ein sehr bekanntes Buch von Patrick Süskind. Die Geschichte ist außergewöhnlich, allerdings merkt man das "Alter" des Buches.

Inhalt:
Im 18-ten Jahrhundert lebte in Frankreich ein Mann, der zu den genialsten und abscheulichsten Gestalten seiner Epoche gehörte. Seine Geschichte, die Geschichte eines Mörders, wird in diesem Buch beschrieben.
Er heißt Jean-Baptiste Grenouile. Er ist ausgestattet mit einem absoluten Geruchssinn, selbst hat er aber keinen Geruch. Als Mensch ohne Geruch zum Außenseiter verurteilt, erschließt er sich die Welt von Gerüchen und Dürften, die er regelrecht in sich aufsaugt. So folgte Grenouille dem Duft eines jungen, schönen Mädchens, das er schließlich tötet, um ihren Duft in allen Feinheiten in sich aufzunehmen. Er erkennt seine Begabung und beschließt, der größte Parfumeur aller Zeiten zu werden...

Charakter Grenouille:
Als Leser kann man sich die Person Grenouille sehr gut vorstellen. Er ist super beschrieben und ich musste oft den Kopf über ihn schütteln. Man kann sich durch ihn gut in die damalige Zeit hineinversetzen. Vor allem sein Geruchssinn ist total interessant und gut beschrieben. Allerdings hat mich hier die Ausführung der Gerüche teils etwas genervt. Die Gerüche werden in langen Sätzen und mit sehr vielen Worten beschrieben. Sicher wollte der Autor, die Gerüche so detailgetreu beschreiben wie möglich, allerdings wahr es für mich etwas nervig.

Story:
Die Story ist außergewöhnlich und wirklich toll. Grenouille "sieht" die Welt mit seiner Nase. Das finde ich sehr interessant. Die Geschichte ist sehr gut nachvollziehbar. Wir können uns gar nicht vorstellen, wie es ist alles zu riechen. Vieles ist für die Menschen ja selbstverständlich. Das fand ich super.
Allerdings war für mich die Story nicht immer schlüssig. Der Autor springt von einer Person plötzlich zur Nächsten & erzählt 3 Kapitel über diese, bevor er wieder zurück kommt.
Außerdem gibt es zwischendurch Stellen, die von einem allgemeinen Erzähler erzählt werden. Auch die Träume von Grenouille waren für mich nicht immer klar als Traum zu erkennen.

Schreibstil:
Der Schreibstil ist recht alt (das Buch ist ja auch aus dem Jahr '85). Ich fande ihn etwas anstrengend und teils langatmig zu lesen und habe recht lange für die recht wenigen Seiten gebraucht.

Fazit:
Durch die etwas ältere Sprache fand ich das Buch etwas schwer zu lesen.
Außerdem war für mich die Story nicht immer schlüssig, oder wurde (in Bezug auf einzelne Personen) sehr schnell beendet.
Trotzdem ein Meisterwerk, was man mal gelesen haben sollte. Ich habe glaube ich zu viel erwartet.

Veröffentlicht am 01.03.2017

toller zweiter Teil, allerdings fehlt etwas die Spannung und Tiefe...

Knochenarbeit
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Der zweite Fall für Tempe Brennan, der meiner Meinung nach, hauptsächlich bezüglich der Spannung, etwas schwächer ist als Teil 1.

Inhalt:
Tempe Brennan wird zu einem niedergebrannten Haus in der Nähe ...

Der zweite Fall für Tempe Brennan, der meiner Meinung nach, hauptsächlich bezüglich der Spannung, etwas schwächer ist als Teil 1.

Inhalt:
Tempe Brennan wird zu einem niedergebrannten Haus in der Nähe von Quebec gerufen. Sie weiß sofort, dass ihr nichts Angenehmes bevorsteht. Es gibt 7 Leichen: ein verkohltes Paar, eine erschossene alte Frau, ein junges Paar mit tödlichen Schnittwunden & zwei Babies. Gleichzeitig wird sie mit der Ausgrabung und Exhumierung einer Nonne beauftragt. Erste Spuren im Fall der 7 Leichen führen nach North Carolina, zu einer sonderbaren Sekte. Bei der Ermittlung zusammen mit ihrem alten Verehrer Detective Ryan sticht Tempe offenbar in ein Wespennest, denn auf einmal ist sie selbst in Gefahr...

Meine Meinung:
Man ist am Anfang des Buches direkt im Geschehen. Tempe Brennan soll eine Nonne exhumieren. Schon hier läuft nicht alles nach Plan. Ich fand es sehr interessant dies zu lesen, da eine Exhumierung ja etwas Besonderes ist. Der Fall rund um die Nonne war allerdings im Allgemeinen nicht sonderlich spannend. Die Geschichte spielt nebenbei und zieht sich durchs ganze Buch, hat mit den eigentlichen Mordfällen und Ermittlungen allerdings nichts zu tun.

Die Entdeckung der Leichen ist wieder ziemlich grausam.
Kurze Zeit später, stößt Tempe Brennan unabhängig von den anderen auf neue Leichen.
Es gibt also mehrere Fälle, die von unterschiedlichen Behörden ermittelt werden. Dies fand ich teils etwas durcheinander. Am Ende geben diese allerdings alle einen Sinn

Wieder war es sehr interessant die anthropologische Arbeit zu lesen, da hier auch wirklich ins Detail gegangen wurde.
Trotzdem kam die Spannung etwas zu kurz. Vieles wurde nur oberflächlich angekratzt, oder erwähnt & im Nachhinein nicht erklärt. Das fand ich etwas schade.
Am Ende war alles klar, hat mich aber nicht umgehauen.

Auch hier war der Schreibstil teils etwas schwer und ich musste das Buch ab und zu weglegen.

Fazit:
Das Buch ist gut gelungen und die Story, vor allem die Mordfälle, sind interessant. Allerdings baute sich, zumin bei mir, die Spannung nicht so richtig auf. Dies lag vor allem daran, dass die Handlung zwischen den Fällen hin und her sprang und die Ermittlungen mehr oder weniger im Hintergrund abliefen. Trotzdem ein solider zweiter Teil. (Der erste ist aber besser)

Veröffentlicht am 09.02.2017

schöne Liebesgeschichte, der etwas die Tiefe fehlt....

Zeit im Wind
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Zeit im Wind ist eine tolle Liebesgeschichte. Die Umsetzung ist Nicholas Sparks allerdings nicht so gut gelungen.


Inhalt:
Beaufort, North Carolina, im Jahre 1958. Es ist das letzte Highschool-Jahr ...

Zeit im Wind ist eine tolle Liebesgeschichte. Die Umsetzung ist Nicholas Sparks allerdings nicht so gut gelungen.


Inhalt:
Beaufort, North Carolina, im Jahre 1958. Es ist das letzte Highschool-Jahr für Landon, als er sich beim Schulball notgedrungen mit der Außenseiterin Jamie arrangieren muss. Doch zwischen dem ungleichen Paar entwickelt sich eine ungewöhnlich intensive Liebesbeziehung, die auch von einem schweren Schicksalsschlag nicht erschüttert werden kann.


Story:
Die Liebesgeschichte ist sehr schön gedacht. Am Anfang etwas langweilig, wird sie zum Ende hin doch etwas spannender und romantisch.

Die Charaktere sind sehr gut gelungen und als Leser kann man sie sich gut vorstellen. Auch die Gefühle zwischen beiden kommen deutlich zum Vorschein. Der Schicksalsschlag, der beide erschüttert, ist äußerst traurig, passt aber super in die Story.

Leider fehlt es im allgemeinen an Tiefe. Die Geschichte wird recht oberflächlich und "lahm" erzählt. Man merkt die Gefühle und die Emotionen, allerdings konnte ich nicht wirklich eintauchen. Sie haben mich nicht mitgerissen. Das Buch ist einfach zu kurz. Ein paar mehr Seiten hätten der Story durchaus gut getan.


Erzählweise:
Die Geschichte wird aus der Sicht des nun älteren Landon erzählt. Er denkt also an seine Vergangenheit und erzählt seine Geschichte.
Leider bleibt man aber in der Zeit des älteren Landon. Ich konnte nicht wirklich in die Zeit von 1958 eintauchen. Ein Zeitsprung hätte viel besser gepasst.
Es kommt teilweise zu Zeitsprüngen innerhalb von zwei Sätzen. Danach ist man wieder in der anderen. Mich hat das ziemlich gestört.


Schreibstil:
Der Schreibstil ist leicht und locker. Ich habe das Buch schnell durchgelesen. Allerdings ist es eher was zum zwischendurch lesen & wie schon erwähnt nicht zu richtigen Abtauchen in die Story.


Fazit:
Die Idee der Geschichte hinter "Zeit im Wind" ist sehr toll. Es sollte eine romantische und gleichzeitig tragische Liebesgeschichte werden. Allerdings fehlt es etwas an der Umsetzung. Die Story ist recht oberflächlich ohne Tiefe.
Trotzdem am kleine Liebesstory für zwischendurch nicht schlecht.

Veröffentlicht am 08.02.2017

viel Witz und Humor, weniger Spannung

Fastenopfer
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"Fastenopfer" ist ein toller Unterhaltungsroman. Für mich eher weniger ein Krimi.

Die Charaktere, besonders der Kommisar Max Kramer, seine unerwiderte Liebe Maria Evita, die attraktive Staatsanwältin ...

"Fastenopfer" ist ein toller Unterhaltungsroman. Für mich eher weniger ein Krimi.

Die Charaktere, besonders der Kommisar Max Kramer, seine unerwiderte Liebe Maria Evita, die attraktive Staatsanwältin Tina Rasske und die Haushälterin Schosi haben alle ihren besonderen Charme. Schosi ist wirklich ein Unikat und dem Autor sehr gut gelungen. Die schon im Klappentext erwähnte Staatsanwältin kam mir dagegen etwas zu kurz.

Durch die Story zieht sich wie ein roter Faden der Humor. Nicht nur die teilweise eingebaute bayrische Sprache sondern auch die zahlreiche lustigen Szenen machen das Buch zu einer tollen Unterhaltung.

Spannung fehlt allerdings an vielen Ecken. Den Anfang fand ich spannend. Der Mord wird sehr gut beschrieben, leider rückt er dann etwas in den Hintergrund.
Die Frage nach dem Mörder ist zwar allgegenwärtig. Allerdings wirken die Ermittler und alle anderen Personen eher gelangweilt darüber.

Es wird schnell klar, das es scheinbar bei einigen beteiligen Personen Geheimnisse gibt. Das ist toll gemacht. Allerdings konnte ich weniger "mitermitteln" da ich das Gefühl hatte, die Ermittler selbst und die Geschichten der Bewohner im Dorf sind wichtiger.

Am Ende wurde alles aufgeklärt, doch auch nicht übermäßig. Gerade am Ende hätte die Story noch mehr ausgeschmückt werden können.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig und trotz bayrischer Phasen sehr gut zu lesen.

Fazit:
Für einen Krimi fehlt die Spannung. Allerdings haben die Charaktere sehr viel Witz und Charme.
Ab und an kam auch einmal eine kleine Überraschung, so dass der Autor immer wieder zum weiterlesen anregt.
Allgemein hätte die Story mehr Tiefe und etwas Spannung vertragen können. Man merkt leider das es nur 248 Seiten sind.

Wer aber auf die Spannung nicht so viel Wert legt und ein leichtes Buch zur Unterhaltung und auch zum Mitlachen sucht, der ist bei "Fastenopfer" genau richtig.

Veröffentlicht am 21.01.2017

Anfang und Ende super, in der Mitte fehlt die Spannung

Cupido
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Inhalt:

Die junge Jurastudentin Chloe wird eines Nachts in ihrer Wohnung von einem maskiertem Mann überfallen und brutal vergewaltigt. Der Täter wird nie gefasst. & auch anderen Frauen passiert das selbe.
12 ...

Inhalt:

Die junge Jurastudentin Chloe wird eines Nachts in ihrer Wohnung von einem maskiertem Mann überfallen und brutal vergewaltigt. Der Täter wird nie gefasst. & auch anderen Frauen passiert das selbe.
12 Jahre später trifft die Staatsanwältin C.J.Townsend auf William Rupert Bantling, dem vermeintlichen Mörder von mindestens 10 Frauen.
Die Staatsanwältin versucht mit allen Mittel diesen Mann in die Todeszelle zu bringen, doch scheinbar sind die Morde nicht der einzige Grund dazu...


Meine Meinung:

Das Buch beginnt äußerst grauenhaft. Die Beschreibung der jungen Jurastudentin wird recht detailreich und spannend geschrieben.

Dann kommt es zu einem Zeitsprung von 12 Jahren. Dieser kam für mich recht plötzlich und ich habe den Zusammenhang nicht verstanden. Dies klärt sich aber später auf.

Die Staatsanwältin C.J.Townsend ist sehr sympathisch und man kann sich in sie hineinversetzen. Die scheint eine starke Frau zu sein, die aber aus ihrere Vergangenheit einige Wunden zu tragen hat. Ihre Handlungen sind sehr gut nachvollziehbar.
Auch die Ermittler und alle anderen Personen sind sehr authentisch.

Während der Ermittlungen bezüglich der Morde gibt es ein großes Hin und Her. Vorallem vor Gericht und bei der Arbeit der Polizei. Mir hat dabei etwas die Spannung gefehlt und es hat sich etwas gezogen. Es ist nicht mehr wirklich ein Thriller. Die Ermittlungen sind recht oberflächlich und wirklich grausam und spannend ist es nicht.

Außerdem fand ich es schade, dass der Mörder so früh feststand. Meiner Meinung nach war die Story etwas vorhersehbar. Das Ende hingegen war wieder überraschend. Das hat es bei mir nochmal ein bisschen spannender gemacht.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und leicht.


Fazit:
Allgemein hat mir etwas die Spannung gefehlt. Es ist meiner Meinung nach nicht wirklich ein Thriller. Es wird sehr viel Wert auf die Sicht der Staatsanwaltschaft gelegt, aber nicht auf die Morde oder den Mörder selbst.
Das Ende war wieder spannend, da es überraschend kam.

Die Geschichte war super gedacht, nur etwas in de Länge gezogen und im größten Teil fehlt die Spannung.