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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.08.2021

interessant

Im Reich der hungrigen Geister
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Dr. Gabor Maté, einer der weltweit anerkanntesten Experten der Suchtpsychologie, ermöglicht dem Leser hinter einen Blick auf die Hintergründe von Suchtverhalten. Hierbei schreibt er nicht nur aus seiner ...

Dr. Gabor Maté, einer der weltweit anerkanntesten Experten der Suchtpsychologie, ermöglicht dem Leser hinter einen Blick auf die Hintergründe von Suchtverhalten. Hierbei schreibt er nicht nur aus seiner sich entwickelten Sicht, die sich im Laufe jahrzehnterlanger Arbeit als Arzt im Drogenmilieu entwickelt hat, sondern auch über andere Suchtverhalten, wie zu Alkohol, Heroin, Sex, Nikotin, Arbeit oder Glücksspiel.

Der Autor beschreibt, dass überwiegend ein traumatisches Erlebnis in der Kindheit Grund für spätere Suchtverhalten bildet. Häufig wird dieses Erlebnis verdrängt und die Person ist sich dessen nicht mehr bewußt oder möchte an diesem Problem nich arbeiten. Dr.Gabor Maté zeigt weiter auf, welche Mechanismen und Strategien der Suchtkranke nutzt, sich dem Trauma nicht zu stellen, sondern eher durch die Sucht Schmerzbekämpfung und Erleichterung zu verspüren. Schwachstellen in der Ausbildung von medizinischem Personal, Interviews mit Suchtkranken und Betroffenen, hergestellte Zusammenhänge, mögliche Wege aus der Sucht, Suchtprävention und auch persönliche Erfahrungen des Autors mit seiner Suchtproblematik eröffnen beim Lesen Einblicke aus ganz unterschiedlichen Perspektiven.

Die Beschreibungen und Einblicke, die man erhält, fallen sehr vielschichtig und manchemal ziemlich hart aus; ich musste immer wieder Pausen einlegen. Insgesamt fand ich das Buch sehr interessant.

Veröffentlicht am 25.08.2021

tolle, ansprechende, alltagstaugliche und leicht nachzuarbeitende Rezepte

Japaneasy
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Nach einer kurzen Einführung in die japanische Küche und den wichtigsten zehn Zutaten, die man mittlerweile in jedem Supermarkt problemlos erhalten sollte, stellt Tim Anderson die Zusammensetzung einer ...

Nach einer kurzen Einführung in die japanische Küche und den wichtigsten zehn Zutaten, die man mittlerweile in jedem Supermarkt problemlos erhalten sollte, stellt Tim Anderson die Zusammensetzung einer typischen japanischen Mahlzeit vor, die aus aus einem Reis- oder Nudelgericht, solo oder kombiniert mit kleinen Speisen oder vielen Speisen auf kleinen Tellerchen besteht. In diesem Buch wird besonderen Wert auf die Einfachheit der Zubereitung und der Speisen gelegt; wenn man es aufwändiger möchte, kann man dieses durch Kombination der einzelnen Rezepte erreichen. Sehr sympatisch finde ich, dass Tim Anderson nicht im Geringsten die Werbetrommel für weitere Haushaltsgegenstände und Küchenutensilien rührt; ganz im Gegenteil: er spricht ausdrücklich an, dass man diese überhaupt nicht benötige. Das zeigt er zum Beispiel bei der Nutzung eines Geschirrtuches anstelle einer Sushimatte.

Die Rezepte sind in verschiedene Kapitel unterteilt: einfache Snacks und Beilagen, kleine Gerichte, Sushi. große Gerichte, große Reis- und Nudelgerichte, Grundsaucen und Würzmittel, Desserts sowie Getränke. Die Rezepte sind allesamt super erklärt und absolut einfach nachzuarbeiten. Als Ziel war gestzt, dass 20 Minuten ausreichen, da es sich um alltagstaugliche Rezepte handelt. Zu vielen Gerichten gibt es Fotos; gerne hätte ich die zu allen Gerichten gehabt. Jedes Rezept enthält eine Angabe zum Schwierigkeitsgrad, jedesmal total witzig und auf das jeweilige Rezept abgestimmt – einfach köstlich. Ein paar meiner Favoriten sind „mit Miso glasierte Auberginen“, „Gyoza“, „Katsu-Curry“, „Japanischer Reisauflauf mit Meeresfrüchten“ sowie „Chiliöl à la Ramen-Shop“. Zwischendurch finden sich auch immer wieder Beschreibungen und Überlegungen des Autors, beispielsweise über hinfällige Ausreden, ebenfalls sehr humorvoll geschrieben und mit viel Spaß zu lesen.

Ganz selten schreibe ich etwas zum Cover; dieses hier ist demaßen schön und rundum gelungen, dass ich es bei diesem Buch aber muss. Suppenschale, Essstäbchen sowie der Schriftzug Japaneasy sind erhaben geprägt, haben eine glatte Oberfläche. Wenn man im Buch liest, fühlt man immer wieder diese glatte, glänzende Schale und die weiteren Hervorhebungen und erfreut sich an diesem begreifbarem Cover. Das gesamte Buch wurde ausgesprochen schön und liebevoll gestaltet und macht schon alleine beim Durchblättern Spaß, gute Laune und Appetit auf die vorgestellten Speisen.

Die abwechslungsreichen, einfachen und schmackhaften Rezepte finde ich sehr ansprechend; selbst Kochanfänger sollten damit problemlos beeindruckende Mahlzeiten nachkochen können.

Veröffentlicht am 23.08.2021

ein duftes Füllhorn an tollen, ganz vielfältigen Retepturen

Die kleine Duft-Manufaktur
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Fern Freen führt in diesem Buch zunächst Grundlagenwissen ein, beipielsweise in verschiedene Formen von Parfum, Kopf-, Herz- und Basisnot, Mischungsverhältnisse, Duftfamilien und Duftkreis, mischen und ...

Fern Freen führt in diesem Buch zunächst Grundlagenwissen ein, beipielsweise in verschiedene Formen von Parfum, Kopf-, Herz- und Basisnot, Mischungsverhältnisse, Duftfamilien und Duftkreis, mischen und lagern, Zutaten oder auch Zubehör. Dabei beschreibt sie alles sehr leicht verständlich, ausreichend ausführlich und sehr anschaulich; Skizzen, Bilder und Diagramme ergänzen die Erklärungen.

Den größten Anteil des Buches machen die 60 Rezepturen samt Anleitungen aus, welche unvergleichlich vielseitig und abwechslungsreich ausfallen. Egal, ob edc, parfum, Öl- oder festes Parfum, Körperspray, Duftroller und -stifte, Körperbutter, Badesalz, Raumspray, Duftstecker-Nachfüllung, selbstgemachter Stäbchen-Diffuser, Duftmelts -, riegel und -Kerzen und noch vieles mehr – jedes Rezept und jede Anleitung ist ein absoluter Treffer. In meinem Buch sind so viele Rezpturen mit Post-its gekennzeichnet, dass ich durch Farben und Positionen versucht habe, eine Reihenfolge festzulegen. Alle Anleitungen sind derart gut beschrieben, dass selbst ein vollkommen Ungeübter sofort erfolgreich nacharbeiten kann. Mir gefällt besonders gut, dass nicht einfach mit Tröpfeln von Duftölen in eine Trägersubstanz abgespeist wird, sondern es sich tatsächlich um richtige Anleitungen handelt, für die auch Blüten und andere Zutaten verwendet werden. Ich bin völlig überwältigt von dem Reichtum an unterschiedlichen Produkten, Duftrichtungen und Möglichkeiten, die Rezepte nach seinen Vorlieben abzuwandeln.

Veröffentlicht am 21.08.2021

sehr informativer und hilfreicher Praxis-Ratgeber

Die Feige
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Norbert Liedmeier zeigt in diesem Buch auf, in welchen Zeiten und auf welchen Wegen der Feigenbaum seinen Weg genommen hat und, wo und wie bestimmte Sorten und Züchtungen bei uns wachsen und reifen. Immer ...

Norbert Liedmeier zeigt in diesem Buch auf, in welchen Zeiten und auf welchen Wegen der Feigenbaum seinen Weg genommen hat und, wo und wie bestimmte Sorten und Züchtungen bei uns wachsen und reifen. Immer wieder gibt es zahlreiche Erzählungen aus alten Göttersagen, religiösen Übermittlungen oder anderen Zeitzeugenberichten.

Sehr interessant fand ich die Erläuterungen zur Bestäubung oder selbstbefruchtenden Feigenbäumen oder -büschen, über die verschiebenen Sorten mit Sommer- undoder Herbstfeigen oder der Vermehrung durch Stecklinge sowie die weitere Pflege seines Zöglings. Ausgesprochen hilfreich waren für mich die Sortenübersichten und -beschreibungen, so dass ich genau weiss, welche Sorten für mich bzw. meinen Garten in Frage kommen.

Norbert Liedmeier beschreibt die Feige samt Anbau und Pflege so ausführlich, interessant und begeistert, dass er direkt ansteckt, den Leser selber begeistert und infiziert. Als sehr schöne Abrundung des Ganzen empfinde ich die vielen, schönen Fotos, die Tabellen sowie die ansprechenden, gut erklärten und abwechslungsreichen Rezepte am Ende des Buches.

Veröffentlicht am 20.08.2021

weise und bereichernd

Ich hatte nicht immer, was ich wollte, aber alles, was ich brauchte
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Björn Natthiko Lindeblatt beschreibt, wie er nach seiner Berufs- und Karriereaufgabe 17 Jahre als buddhistischer Wald-/Mönch lebte und wie er nach seiner Rückkehr mit Depressionen zu kämpfen hatte, dann ...

Björn Natthiko Lindeblatt beschreibt, wie er nach seiner Berufs- und Karriereaufgabe 17 Jahre als buddhistischer Wald-/Mönch lebte und wie er nach seiner Rückkehr mit Depressionen zu kämpfen hatte, dann seinen Weg gefunden hat und nun als Vortragsredner und Meditationslehrer tätig ist, seinen inneren Frieden gefunden hat. Dieses Buch hat er zusammen mit den beiden genannten Co-Autoren geschrieben.

In leichter Weise wird der Weg erzählt, den Natthiko gegangen ist, Einsichten und Erkenntnisse gesammelt und erlebt hat. Diese vermittelt er mit offenem Herzen, weise und wahr. Manchmal berichtet er auch von Geschichten seiner Lehrer; einzelne davon waren mir vertraut (gut, schlecht; wer weiß das schon? bzw. vielleicht, viellet auch nicht.). Ich finde es immer wieder schön, auch an bereits gelesene Inhalte erinnert zu werden. Natthiko berichtet von seiner Suche nach Wahrheiten und auch nach dem Leben danach, was ich ebenso interessant fand. Dabei erzählt er sehr persönlich, beispielsweise von seinem Wunsch, sich zu verlieben oder von Krankheiten und der Sicht auf sowie dem Umgang mit dem Tod, nicht nur ihn selber, sondern auch seinen Vater betreffend.

Das Buch läßt beim Lesen leise und achtsam an Natthikos Weg, seinen Einsichten und Erkenntnissen teilhaben . Manchmal wirkt es sehr entspannt; es bringt den Leser zur Ruhe, zum Nachdenken und zur Dankbarkeit.