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Veröffentlicht am 15.06.2017

Verlauf der Handlung doch ein wenig langatmig, trotzdem interessanter Ansatz

Dicionum 1: Du darfst dich nicht verlieben
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Cover und Kurzbeschreibung haben mich auf dieses Buch aufmerksam gemacht und ich hatte das Glück, bei der Leserunde von Lovelybooks dabei zu sein und somit "Dicionum - Du darfst dich nicht verlieben" von ...

Cover und Kurzbeschreibung haben mich auf dieses Buch aufmerksam gemacht und ich hatte das Glück, bei der Leserunde von Lovelybooks dabei zu sein und somit "Dicionum - Du darfst dich nicht verlieben" von Vivien Summer mitzulesen.

Ich bin ein wenig zwiegespalten über dieses Buch. Einerseits klingt es super interessant und macht neugierig. Die Protagonistin Katie ist eigentlich auch recht sympathisch und scheint einen ziemlich starken Charakter zu haben. Die Storyline ist spannend, auch wenn sie an andere Bücher erinnert, steckt trotzdem scheinbar so viel mehr dahinter.
Allerdings gibt es für mich auch noch die andere Seite: die Geschichte wirft eine Menge an Fragen auf, immer wieder und immer neue Fragen, die aber sehr spät oder auch gar nicht in dem Buch beantwortet werden. Ehrlich gesagt stört mich so etwas dann doch ein wenig, denn ich erlebe dadurch kaum Fortschritt in der Geschichte. Außerdem ist die Beziehung zwischen den Charakteren auch ein wenig.. fragwürdig. Gerade zwischen Katie und Will scheint es eine Vergangenheit gegeben zu haben, die zwischen den beiden steht und sie auch so wohl immer wieder zusammenbringt, allerdings benimmt sich Will Katie gegenüber nicht gerade sehr nett und trotzdem rennt Katie ihm immer wieder nach. Für mich nicht nachvollziehbar, weswegen es mir das Buch immer wieder schwer gemacht hat.

Die Story liest sich ansonsten doch recht gut, der Schreibstil der Autorin ist angenehm und läd zum weiterblättern ein.
Der Cliffhanger am Ende des Buches ist nicht überraschend, aber er kam dennoch sehr plötzlich und ich muss sagen, dass ich mich danach weiterhin sehr uninformiert fühlte. Mag sein, dass der erste Teil von Dicionum hauptsächlich Charaktere vorstellt und Fragen aufwirft, dennoch sollte es eine gesunde Mischung sein und den Leser nicht ahnungslos zurück lassen.

Alles in allem ist "Dicionum - Du darft dich nicht verlieben" von Vivien Summer ein interessanter erster Band einer Trilogie, allerdings für mich doch etwas zu langatmig im Verlauf. Ich kann mir trotzdem gut vorstellen, dass Fantasy-Fans, vielleicht gerade Liebhaber der Edelstein-Trilogie von Kerstin Gier, die Reihe sehr ansprechend finden. Ich bin mir noch nicht sicher, ob Band zwei von mir gelesen wird, wobei ich ja doch hoffe, dass dort endlich mal ein wenig Licht in die Sache gebracht wird.

Veröffentlicht am 23.05.2017

Wenn deine DNA die Zukunft bestimmt...

Infernale (Band 1)
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"Infernale" von Sophie Jordan ist schon ein kleines Highlight im Buchregal. Nicht nur der Schreibstil der Autorin nimmt einen sofort mit und hält an einem fest, auch die Geschichte um und über Davy war ...

"Infernale" von Sophie Jordan ist schon ein kleines Highlight im Buchregal. Nicht nur der Schreibstil der Autorin nimmt einen sofort mit und hält an einem fest, auch die Geschichte um und über Davy war etwas völlig Neues von der Idee her und hat richtig überzeugt.
Allen voran hat die Autorin mit Davy einen sehr symphatischen Charakter hervor gebracht, ihre Geschichte zu erleben war ein Auf und Ab an Gefühlen in unterschiedlichen Situationen. Ihre Entwicklung zu beobachten, von der heilen Familie bis zu den Konsequenzen ihres DNA-Test war spannend und packend.
Natürlich darf auch nichts fürs Herz fehlen, allerdings ist die Beziehung zwischen ihr und Sean nie aufdringlich oder störend, sondern fügt sich super ein in die Gesamtsituation der Geschichte.
Auch die anderen Charaktere sind sehr passend dargestellt, sowohl Davys "normale" Freunde als später auch die Jugendlichen mit dem Gen. Zusammenhalt und Gruppenzwang gehörten ebenso zur Geschichte und machten die ganzen Situationen sehr realistisch.
Hervorstechend sind außerdem die Enden eines Kapitels, erklärende Texte oder aufschlussreiche Chatgespräche rundeten das Kapitel immer wieder sehr gut ab und machten neugierig auf die weitere Entwicklung der Story.
"Infernale" von Sophie Jordan ist ein faszinierender Auftakt einer Dystopie-Reihe, erfrischend und spannend geschrieben und ohne Zweifel ein wirklich guter Page-Turner.

Veröffentlicht am 23.05.2017

Leider etwas schwaches Ende der Royal-Reihe

Royal 6: Eine Liebe aus Samt
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Viterra wird angegriffen. Ein Schock für Tatyana, die sich auf der Hochzeit von Claire befindet, als sie die fremden Soldaten beobachtet, wie sie den Palast stürmen. Schlechten Gewissens flieht sie mit ...

Viterra wird angegriffen. Ein Schock für Tatyana, die sich auf der Hochzeit von Claire befindet, als sie die fremden Soldaten beobachtet, wie sie den Palast stürmen. Schlechten Gewissens flieht sie mit Henry aus dem Palast und landet an einem Ort, den sie nicht erwartet hatte. Entschlossen, das Königreich zu retten, bricht sie mit anderen Flüchtlingen auf in einen ungewissen Kampf. Wird sie Viterra retten können?

Der sechste Band aus der Royal-Serie "Eine Liebe aus Samt" von Valentina Fast hat nichts mehr mit den Vorgängern zu tun. Waren die ersten fünf Bücher noch um die Auswahl einer Prinzessin für Viterra, geht es nun mehr um Kämpfe und Befreiungen. Trotz des etwas anderen vordergründigen Thema kommt die Liebe in der Geschichte nicht zu kurz und wieder bleibt der Schreibstil der Autorin locker und auf den Punkt gebracht.

Als Leser ist dieser Band wohl der informativste der sechs Bücher, denn hier bekommt man auch einen Einblick der Welt außerhalb der Glaskuppel von Viterra. Auch bekommt Tatyana nochmal einen richtigen Schub, nachdem die Story zu Beginn scheinbar gar nicht voran kommt.
Heraussticht auch noch die wechselne Erzählperspektive, in den ersten fünf Büchern wird alles aus Tatyanas Sicht geschildert, doch im sechsten Buch bekommen auch andere Charaktere einige Kapitel, um aus ihrer Sicht erzählen zu können, was wirklich wichtig ist, denn durch ihre Flucht kann Tatyana nicht wissen, was sich im Palast abspielt, das macht die ganze Geschichte ein wenig erfrischender.

Vom Ende war ich leider nicht ganz so überzeugt, alles in allem wirklich gelungen, dennoch hinterlässt es einen leichten bitteren Nachgeschmack. Auch der Epilog hat mich dann nicht mehr so gepackt. Dennoch ist das Buch nochmal mehr eine tolle Fortsetzung der Geschichte, in der es nun auch nicht mehr nur um Liebe geht, sondern auch um Freundschaft, Misstrauen und Intrigen.

Wer die Royal-Reihe bis Band fünf gelesen hat, sollte auch nicht auf den sechsten Teil verzichten. "Eine Liebe aus Samt" ist genauso zu empfehlen wie alle anderen Vorgänger.

Veröffentlicht am 23.05.2017

Interessant für Zwischendurch

Royal: Princess. Der Tag der Entscheidung (Royal-Spin-off)
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Evelina, Prinzessin von Viterra, steht noch dasselbe bevor, was ihr Bruder Phillip nun schon durchmacht: Eine Prinzenwahl, um einen Ehemann zu finden. Während Phillips Auswahl stattfindet, wird sie aus ...

Evelina, Prinzessin von Viterra, steht noch dasselbe bevor, was ihr Bruder Phillip nun schon durchmacht: Eine Prinzenwahl, um einen Ehemann zu finden. Während Phillips Auswahl stattfindet, wird sie aus dem Palast ausquatiert, denn niemand weiß, dass Evelina die Prinzessin ist und niemand soll sie vor ihrer Wahl zu Gesicht bekommen. Doch Evelina ist alles andere als die typische Prinzessin: mit ihrer rebellischen Art setzt sie sich immer wieder ein wenig zur Wehr, so auch, als sie sich heimlich auf einen Maskenball schleicht, ohne zu wissen, dass dieser der Beginn eines Abenteuers werden kann..

"Princess - Der Tag der Entscheidung" ist ein Spin-Off der "Royal"-Reihe von Valentina Fast, es wäre deswegen durchaus empfehlenswert, erst diese zu lesen, bevor man zu "Princess" greift ;)

Puh, wie fang ich jetzt am besten hiermit an?
Ich hab mich sehr gefreut, dass zur Royal-Reihe noch ein Spin-Off erschien, denn mir hat die Story rund um Viterra eigentlich sehr gut gefallen. Allerdings war ich dann doch ein wenig enttäuscht und ernüchtert, nachdem ich es gelesen habe, da ich mir dann doch (auch durch den Titel) etwas völlig anderes vorgestellt hatte..

Große positive Eindrücke gab es, als es um die Geheimnisse um und in Viterra ging, diese werden nocheinmal näher beleuchtet und auch ein wenig mehr hinterrfragt. Auch gefiel mir die nähere Beschreibung der Welt ausserhalb der Kuppel.
Ich glaube, dass waren die einzigen Punkte, die mir wirklich gefallen haben. Natürlich ist die Story im Allgemeinen nicht schlecht, nur folgen Szenen und Situationen Schlag auf Schlag, man rauscht fast durch das gesamte Buch. Mir fehlte beim Lesen irgendwie immer irgendwas, ich konnte mich nicht in die Personen wirklich hineinversetzen und ihre Handlungen verstehen.

Das Spin-Off ist ein interessantes Buch, jedoch kommt es meiner Meinung nicht wirklich an die Royal-Reihe ran. Eine nette Geschichte für Zwischendurch und für alle, die Viterra in ihr Herz geschlossen haben. Leider hatte ich ganz andere Erwartungen an das Buch (allein schon durch den Titel).

Veröffentlicht am 23.05.2017

Wie das Leben manchmal spielt..

Ghetto Bitch
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Nele kann sich kein besseres Leben vorstellen: Sie lebt in der wohlhabeneren Gegend von Hamburg, braucht sich keine Gedanken um Geld zu machen, hat den bestaussehensten Jungen der Schule zum Freund, sie ...


Nele kann sich kein besseres Leben vorstellen: Sie lebt in der wohlhabeneren Gegend von Hamburg, braucht sich keine Gedanken um Geld zu machen, hat den bestaussehensten Jungen der Schule zum Freund, sie selbst gehört zu den beliebten Mädchen, was wünscht man sich mehr? Die Ernüchterung kommt, als ihr Vater mit dem Auto verunglückt und dem Rest der Familie einen Haufen an Schulden hinterlässt. Nun heißt es nicht mehr Starbucks sondern die Bäckerei um die Ecke, denn Nele muss mit ihrer Mutter und ihrem Bruder Timo ihre alte Umgebung verlassen und ins "Ghetto" ziehen. Um kein Mitleid zu erregen und auch den dummen Sprüchen aus dem Weg zu gehen, bricht sie mit ihrer alten Umgebung komplett ab.

Reaitätsnah und mit leichten Unterschichtenklischees unterlegt, das ist "Ghetto Bitch" von Gernot Gricksch. Durch den sehr einfach gehaltenen Schreibstil ist dieses Buch eine wirklich super Lektüre für Zwischendurch, die die Sichtweisen der unterschiedlichen Schichten wunderbar beschreibt.

Situationen aus dem alltäglichen Leben werden schön herausgearbeitet, glaubhaft dargestellt und durch die momentane Jugendsprache wunderbar unterlegt. Neles Charakterwandlung vom reichen Mädchen zu einem "normalen" Teenager ist super umgesetzt. Auch die Probleme, die der Umzug und die neuen Menschen mit sich bringen sind nicht einfach aus dem Nichts gegriffen, sondern beschreiben sehr gut die Unterschiede, die Nele mit ihrer Familie in der neuen Umgebung erlebt.

"Ghetto Bitch" ist ein wirklich schöner und lebhafter Jugendroman, der mit seinem Thema doch auch zum Nachdenken anregt.