Profilbild von lanasbookworld

lanasbookworld

Lesejury Profi
offline

lanasbookworld ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit lanasbookworld über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.11.2020

Eine süße Liebesgeschichte, jedoch mit wenig Tiefe

Wild like a River
0

Rezension


Wild like a River von Kira Mohn


Der Schreibstil hat mir gut gefallen, denn er war lockerleicht und ließ sich super angenehm lesen. Man schnell durch die Seiten und es entstand ein schöner ...

Rezension


Wild like a River von Kira Mohn


Der Schreibstil hat mir gut gefallen, denn er war lockerleicht und ließ sich super angenehm lesen. Man schnell durch die Seiten und es entstand ein schöner Lesefluss. Trotz des flüssigen Schreibstil und den Kapiteln aus Sicht der beiden Protagonisten hatte ich Schwierigkeiten mich in die Charaktere einzufühlen.

Die Protagonistin Haven war mir zu Anfang sehr sympathisch. Ihre Verbundenheit zur Natur und Liebe zu Tieren war wirklich schön. Ihre soziale Inkompetenz war zu einem gewissen Punkt doch verständlich, jedoch kam mir ihre Unerfahrenheit manchmal etwas weit hergeholt und gestellt vor. Zudem wurde sie im Laufe des Buches immer naiver und kam mir manchmal wie das klischeehafte Mauerblümchen vor. Demnach konnte ich nicht immer ihre Gedanken verstehen und nachvollziehen, weshalb ich mich nur schwer in sie hineinversetzen konnte.

Bei Jackson hatte ich anfangs Probleme mit ihm warm zu werden. Allerdings wurde er mir nach und nach immer sympathischer. Er war beschützerisch und gab immer Acht auf Haven. Auch wenn sein Beschützerinstinkt sehr ausgeprägt war, waren seine Sorgen verständlich.

Die Nebencharaktere waren mir alles andere als sympathisch. Jacksons Freunde wirkten unreif, denn sie benahmen sich so als wären sie noch auf der Highschool anstatt auf dem College. Auch konnte ich nicht verstehen warum Jackson mit ihnen befreundet war, da sie sich nicht wie Freunde verhielten. Besonders sein bester Freund Cayden war mir sehr unsympathisch, er war arrogant und gab immer einen blöden Kommentar ab, ohne Rücksicht auf andere zu nehmen. Nichtsdestotrotz bin ich gespannt auf seine Geschichte.

Die Handlung konnte mich schnell fesseln und mitreißen. Da das Buch zu Anfang in einem Nationalpark in Kanada spielte, wurde eine tolle Atmosphäre geschaffen. Es war wunderschön die Natur und die Tiere zu erkunden. Das Setting konnte mich begeistern und ich wäre am liebsten selber dort gewesen. Der erste Teil der Geschichte spielt in dem Nationalpark, wo sich Haven und Jackson kennenlernen und einpaar Tage miteinander verbringen. Danach ändert sich das Setting, denn Haven beschließt etwas Neues zu wagen. Ab da ging es immer weiter abwärts, sowohl mit den Charakteren als auch mit der Handlung, was ich wirklich schade fand. Ich hatte nicht den Drang weiterzulesen, da alles schleppend und stumpf wirkte und mich manches an der Geschichte dann gestört hat. Die Beziehung zwischen Jax und Haven hat sich in einem realistischen Tempo entwickelt, jedoch kam die Anziehungskraft und die Chemie zwischen den beiden nicht immer rüber. Das Buch konnte mich auf emotionaler Ebene leider nicht so wirklich abholen, denn mir haben zum Teil auch die Emotionen und die Gefühle gefehlt. Dadurch wirkte die Geschichte teilweise flach und distanziert. Insgesamt gab es meines Erachtens nach nur wenig Tiefgang. Im letzten Drittel gewann die Handlung wieder an Spannung und dort gab es eine unerwartete Wendung. Das Ende hingegen hat mir wieder gut gefallen, denn alle Probleme und Konflikte wurden gelöst, sodass keine Fragen mehr offen blieben.

Zusammenfassend ist es eher eine leichte Lektüre für Zwischendurch. Das Buch konnte mich trotz des schönen Settings nicht ganz von sich überzeugen. Jedoch kann ich es jedem, der nach einer lockeren und süßen Liebesgeschichte sucht, weiterempfehlen. 3/5 [Werbung|Rezensionsexemplar]


Klappentext:
Haven lebt als Tochter eines Rangers in einem von Kanadas Nationalparks. Nirgends fühlt sie sich so wohl wie in der wilden Natur. Menschen hingegen verunsichern sie. Sie weiß nie, was sie sagen, wie sie sich verhalten soll. Die meisten Leute finden sie seltsam. Doch dann begegnet sie Jackson, einem Studenten aus der Stadt. Er bittet sie, ihm ihre Welt zu zeigen. Und plötzlich ist da jemand, der all das, was sie bisher allein erlebt hat, mit ihr teilt. Ein verwirrend schönes, aber auch schmerzhaftes Gefühl. Denn Jackson muss bald wieder zurück in seine eigene Welt …

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.06.2020

Rezension Das sternenlose Meer

Das sternenlose Meer
0

Das sternenlose Meer – Erin Morgenstern

Ich hatte wirklich hohe Erwartungen an das Buch, wurde aber leider etwas enttäuscht. Die Idee und das Konzept des Buches fand ich toll, doch die Umsetzung konnte ...

Das sternenlose Meer – Erin Morgenstern

Ich hatte wirklich hohe Erwartungen an das Buch, wurde aber leider etwas enttäuscht. Die Idee und das Konzept des Buches fand ich toll, doch die Umsetzung konnte mich nicht überzeugen.

Der Schreibstil ist wirklich einzigartig, sehr poetisch und komplex, jedes einzelne Wort schien sorgfältig ausgewählt zu sein. Zudem war er auch sehr bildhaft, wodurch man das Gefühl hatte sich direkt im Geschehen zu befinden.

Mit Zachary konnte ich mich gut identifizieren, denn er war ein Buchliebhaber der seine Stunden am liebsten in der Bibliothek mit einem guten Buch verbrachte.
Mit den vielen anderen Charakteren wurde ich zu Anfang nicht warm, was unter anderem auch daran lag, dass sie teilweise nur kurz beschrieben wurden. Durch die hohe Anzahl an Charakteren kam man oft durcheinander und/oder wusste nicht recht um wen es sich gerade handelte.

Das Buch beginnt nicht aus der Sicht des Protagonisten, sondern mit einer Geschichte von einem Piraten und einem Mädchen, was zu Anfang schon für Verwirrung gesorgt hat. Die Geschichte nimmt dann seinen Lauf und Zachary versucht die vielen Rätsel und Geheimnisse zu lösen und zu entschlüsseln.

Die Handlung wird von einzelnen kleineren Geschichten und Märchen unterbrochen, sodass man schnell den Überblick verlor und nicht wusste welcher Zusammenhang zu dem eigentlichen Handlungsstrang bestand. Diese eingeschobenen Kapitel fügten sich dann aber im Laufe der Geschichte zusammen, wodurch man den Sinn dahinter besser verstand.

Die erste Hälfte des Buches kam mir etwas langatmig vor, denn sie konnte mich nicht richtig fesseln. Zudem tappte man oft im Dunkeln und es herrschte Verwirrung. Ab der zweiten Hälfte nahm die Geschichte dann endlich Fahrt auf, dort wurden die vielen Handlungsstränge zusammengewoben, wobei noch immer viele Fragen offen blieben. Dennoch hat mir die zweite Hälfte deutlich besser gefallen als die erste, da die Handlung um einiges spannender und unvorhersehbarer war. Zum Ende hin verlief sie dann für meinen Geschmack zu schnell, sodass vieles unklar blieb.
Allgemein war die Geschichte sehr komplex und anspruchsvoll, weshalb man sich auf die Geschichte und die Handlung einlassen und sich Zeit dafür nehmen muss.

Alles in einem fand ich die Geschichte sehr vielschichtig und kann sie jedem empfehlen der gerne märchenhafte und geheimnisvolle Fantasybücher liest.
Es ist mal ein etwas anderes und einzigartiges Buch, mich konnte es jedoch nicht ganz überzeugen.

3/5

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.06.2020

Rezension V Is For Virgin – Kelly Oram

V is for Virgin
0

Zuerst einmal finde ich es wichtig, dass man das Buch selbst lesen sollte, bevor man sich voreilig eine Meinung darüber bildet. Und wenn man seine Meinung zu dem Buch äußert, sollte die Kritik konstruktiv ...

Zuerst einmal finde ich es wichtig, dass man das Buch selbst lesen sollte, bevor man sich voreilig eine Meinung darüber bildet. Und wenn man seine Meinung zu dem Buch äußert, sollte die Kritik konstruktiv und sachlich sein.

Meine Meinung

Der Schreibstil war wieder großartig, locker und leicht zu lesen. Auch die Atmosphäre in dem Buch empfand ich als sehr angenehm, denn es wurde dieses typische Hollywood-Feeling vermittelt.
Valerie war mir zu Anfang sehr sympathisch, ihr Ehrgeiz war wirklich bewundernswert. Sie war mutig und stand für sich selbst ein. Ihre Ansichten und Beweggründe waren durchaus nachvollziehbar, denn sie machte lediglich darauf aufmerksam, dass es ok ist keinen Sex zu haben.
Jedoch wurde dies zum Ende hin immer übertriebener dargestellt. Sie zwang sich und ihre Meinung zwar niemandem auf, dramatisierte aber oft nebensächliche Dinge. Auch wurde sie mir im Laufe des Buches immer unsympatischer, denn sie handelte oft egoistisch und nahm keine Rücksicht auf ihre Freunde.
Mit Kyle hingegen wurde ich schon zu Anfang nicht warm, er kam mir immer so unnahbar und ungreifbar vor. Auch wenn er mal charmant und liebevoll war, konnte ich keine Bindung zu ihm aufbauen. Er war oft arrogant und seine teilweise sexistischen Sichtweise und Aussagen gingen mir gegen den Strich und empfand ich als sehr abtörnend.
Das Ende kam dann doch sehr schnell und die Liebesgeschichte zwischen den beiden wurde zum Teil außen vor gelassen und nur zu Anfang und zu Ende kurz angeschnitten.
An sich fand ich die Geschichte sehr amüsant und unterhaltsam, zumal vieles sehr überspitzt dargestellt wurde. Zudem sollte man bei diesem Buch bedenken, dass es ein Jugendbuch ist und man es nicht allzu ernst nehmen sollte.
Der Epilog verspricht eine romantische und emotionale Fortsetzung, weshalb ich gespannt darauf bin, wie es mit den beiden weitergeht.
Auch wenn das Buch mich nicht vollkommen überzeugen konnte, werde ich mir wahrscheinlich den zweiten Band anschaffen.

Wer gerne humorvolle und dramatische Jugendbücher liest, dem kann ich das Buch empfehlen.
3/5

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.05.2021

Leider mehr Füllmaterial als richtige Handlung...

Game of Blood
0

Rezension

Game of Blood von Shelby Mahurin
[Kann Spoiler zu Band 1 enthalten!]

Nachdem ich Game of Gold gelesen und geliebt habe, konnte ich es kaum erwarten, zu erfahren wie es mit Lou und Reid weitergeht. ...

Rezension

Game of Blood von Shelby Mahurin
[Kann Spoiler zu Band 1 enthalten!]

Nachdem ich Game of Gold gelesen und geliebt habe, konnte ich es kaum erwarten, zu erfahren wie es mit Lou und Reid weitergeht. Vor allem da Band 1 ein absolutes Fantasy-Highlight für mich war. Nichtsdestotrotz bin ich dem Buch mit etwas Skepsis begegnet.

Der Schreibstil war wieder grandios und einfach traumhaft! Dadurch, dass er sich so flüssig und angenehm ließ, sind die Seiten nur so dahin geflogen. Shelby Mahurin schreibt wirklich toll und perfekt fürs Fantasy Genre.

Lou war wieder stur, temperamentvoll aber loyal. Sie würde alles für die tun, die sie liebte, auch wenn sie dabei sich selbst opferte. Auch war sie wieder taff und mutig, denn sie scheute vor keiner Herausforderung zurück. Ich hatte dieses mal aber Schwierigkeiten, mich in sie hineinzuversetzen, demnach konnte ich ihre Entscheidungen und Handlungen nicht immer nachvollziehen.
Reid war von den beiden der stärkere Charakter, er war hin und hergerissen und man konnte seine Zwiespalt deutlich spüren. Dadurch entstand ein innere Konflikt, weshalb mir die Kapitel aus seiner Sicht etwas besser gefielen. Ein Teil von ihm war immer noch der pflichtbewusster Chasseur - ein Hexenjäger - und doch war er im Gegensatz zum ersten Band ein fast komplett anderer Mensch. Besonders seine Charakterentwicklung war richtig beeindruckend.
Es gab so viele Nebenfiguren, einige davon waren auch neu. Demnach verlor ich oft den Überblick und wusste nicht wohin mit mir. Bei den Charakteren hat mir dieses mal leider die Tiefe gefehlt. Zudem konnte ich nicht wirklich eine Bindung zu ihnen aufbauen. Obwohl sie mir in Band 1 so ans Herz gewachsen sind, kamen sie mir in diesem Buch etwas einfältig vor. Aber ungeachtet dessen waren die Nebencharaktere sehr sympathisch.

Die Handlung knüpft direkt dort an, wo Band 1 geendet hatte. Jedoch brauchte ich einige Seiten, um wieder in die Geschichte einzufinden. Der Spannungsbogen blieb bis zur Hälfte auf der Strecke, vor allem zu Anfang zog die Handlung sich extrem und ging schleppend voran. Lou, Reid und ihre Freunde befanden sich auf der Flucht, denn die Dames Blanches waren nicht die einzigen, die auf Blut aus waren. Es war die reinste Verfolgungsjagd, welche aber fast schon langweilig war.
Leider hat man hier stark gemerkt, dass es sich um ein Füllbuch handelt, da es kaum oder nur sehr wenig Handlung gab. Die Geschichte hatte einige Längen und trockene Passagen, durch die ich mich leider etwas durch quälen musste. Zwischendrin gab es aber Szenen, bei denen man richtig mitfieberte. Die Kampfszenen konnten mich packen und überraschen, einpaar von denen endeten aber zum Teil chaotisch und wirr. Es wurden Pläne geschmiedet und zudem wurde ständig davon geredet etwas gegen Morgane zu unternehmen. Doch wirklich gehandelt wurde erst am Ende.
Die Konflikte zwischen Lou und Reid waren auf die Dauer auch anstrengend und nervenaufreibend. Es gab Geheimnisse und Lügen, die ihre Beziehung um einiges komplizierter machte. Jedoch wurde ihre Bindung immer inniger und durch die vielen Herausforderungen wuchsen sie noch enger zusammen. Sie lernten einander zu vertrauen und sich so zu akzeptieren wie sie sind.
Das Ende war zwar mitreißend und actionreich, doch leider blieb ein episches Finale aus. Auch wenn es nicht unbedingt der spannendste Abschluss war, blieb es dort ziemlich offen, weshalb ich gespannt auf den letzten Band der Trilogie bin. Dieses Buch hatte so viel Potential, welches meiner Meinung nach nicht ausreichend genutzt wurde.

Insgesamt war ''Game of Blood'' im Gegensatz zu Band 1 leider eine Enttäuschung. Es gab zwar viele starke Passagen, nur überwogen hier trotzdem die langatmigen Anteile. Der Geschichte fehlte es an Inhalt und Spannung, weshalb mich das Buch nicht fesseln konnte. Es gab mehr Füllmaterial als richtige Handlung, was ich wirklich schade fand, zumal ich Game of Gold so geliebt habe. Lou und Reid, habe ich aber wieder gerne begleitet und man hat gemerkt, wie ihr Beziehung immer stärker wurde. Ich hoffe, dass Band 3 mich mehr überzeugen kann. 2.5/5 [Werbung|Rezensionsexemplar]


Klappentext:

(Band 1)

Niemand darf erfahren, dass Lou eine Hexe ist. Denn sie will weder auf dem Scheiterhaufen enden noch auf dem Opferalter der mächtigen Weißen Hexe, die sie sucht. Um sich im wahrsten Sinne des Wortes unsichtbar machen zu können, stiehlt Lou einen magischen Ring. Leider wird sie dabei ausgerechnet vom Hexenjäger Reid entdeckt. Zwar gelingt es ihr, ihre wahre Identität vor ihm zu verbergen, aber entkommen kann sie ihm nicht. Denn der Erzbischof befiehlt den beiden, zu heiraten. Plötzlich findet sich Lou als Frau eines Hexenjägers wieder, dem sie zudem gegen ihren Willen immer näher kommt …

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.04.2021

Leidenschaftlich aber oberflächlich!

Deluxe Dreams
0

Rezension

Deluxe Dreams von Karina Halle

Der Schreibstil ließ sich sehr flüssig und demnach auch angenehm lesen. Es war total süchtig-machend und fesselnd, sodass man den Drang hatte, immer weiterzulesen ...

Rezension

Deluxe Dreams von Karina Halle

Der Schreibstil ließ sich sehr flüssig und demnach auch angenehm lesen. Es war total süchtig-machend und fesselnd, sodass man den Drang hatte, immer weiterzulesen und das Buch nicht zur Seite legen konnte.

Sadie, die Protagonistin war eine Einzelgängerin und nach ihrer Trennung von ihrem Freund Tom fühlte sich sich im stich gelassen und noch einsamer. Zudem war sie eine nicht gerade wohlhabende Studentin also ein kompletter Gegensatz zu Olivier. Eigentlich war sie immer sehr vorsichtig und handelte mit Bedacht, jedoch warf sie für Olivier all ihre Zurückhaltung und Vorsicht über Bord. In ihrem Leben hatte sie nur wenige Menschen, die ihr wichtig waren, eine davon war ihre Mutter. Ich hätte gerne mehr über sie erfahren, da sie mit Depressionen zu kämpfen hatte.
Olivier war intensiv, verantwortungsvoll, charmant und romantisch. Jedoch wirkte er schnell mal aufdringlich und überschwänglich. Er war reich, heiß und begehrt, demnach könnte er eigentlich jede andere haben und doch hatte er einzig und allein Augen für Sadie.
Da das Modeimperium der Dumonts bereits im Klappentext vorkam, dachte ich, man würde mehr über die Familie erfahren. Es gab auch einige Nebencharaktere, welche man aber leider nur flüchtig kennenlernte. Allgemein konnte ich keine Bindung zu den Charakteren aufbauen, da sie so flach wirkten und besonders sympathisch waren sie mir auch nicht. Die Motive und Beweggründe der Antagonisten erschienen mir etwas lückenhaft und unvollständig. Demnach konnte ich ihre Handlungen nicht wirklich nachvollziehen.

Die Handlung hat mich sofort gefesselt. Auch wenn der Einstieg etwas abwegig war und Oliviers Fürsorge fast schon aufdringlich wirkte. Zu Anfang war das zwischen Sadie und Olivier nur ein heißer Sommerflirt. Jedoch merkten beide schnelle, dass sie nicht genug voneinander bekommen konnten. Die beiden näherten sich in einem rasanten Tempo aneinander an, was nicht gerade realistisch war, aber gerade das hat mir zu Beginn so gut gefallen. Dadurch war es aufregend, mitreißend und sehr süchtig-machend zu lesen. Anstatt das Tempo zu drosseln, entwickelte sich ihre Beziehung immer schneller weiter. Es gab einen gewissen Punkt, ungefähr ab der Hälfte, wo es mir dann doch zu schnell ging. Die Geschichte war so gehetzt, dass gar keine Zeit für eine Entwicklung und Vertiefung blieb, was ich wirklich schade fand. Es kam mir so vor als beruhte ihre Beziehung nur auf dem Verlangen nacheinander. Es gab nur wenig bis keine emotionale Tiefe. Demnach wirkte die Liebesgeschichte auf mich sehr oberflächlich und nicht greifbar. Die Gefühle, die sie füreinander hatten, waren zudem nicht nachvollziehbar. Es fehlte vor allem der offene Dialog zwischen ihnen. Die beiden sprachen meist nur über Sex oder andere Belanglosigkeiten, anstatt reinen Tisch zu machen. Vor allem zum Schluss blieben viele Dinge ungeklärt. Als die Handlung voranschreitet und Sadie immer mehr Raum in Oliviers Leben einnahm, wurde sie in einen Strudel aus Geheimnissen und Intrigen der Dumont Familie gezogen. Sie geriet zwischen die Fronten und wurde in eine Sache hineingezogen, mit der sie eigentlich nichts zu tun hatte. Das Modeimperium der Dumonts war mächtig und einflussreich. Die Familienfehde spielte hier eine große Rolle. Sie war verworren und unfassbar komplex. Durch die vielen Intrigen und Geheimnisse hielt die Handlung einpaar unerwartete Wendungen und Enthüllungen bereit. Manche von denen konnte man nichtsdestotrotz schon vorausahnen. Ich fand die Lügengespinste und Komplotte mit am interessantesten an der ganzen Geschichte. Es trug der Dynamik der Handlung bei, es war auf keinen Fall an irgendeiner Stelle langatmig. Trotz der anhaltenden Spannung ging es mit dem Buch immer steiler den Bach hinab (und das leider auch im negativen Sinne). Oliviers Geheimnis wurde in der Geschichte so aufgespielt, obwohl es ziemlich banal war. Demnach war das ganze Drama um diese eine Sache, welche vor 10 Jahren geschah meiner Meinung nach absurd und wurde unnötig dramatisiert. Das Ende hat mich ziemlich verwirrt und unzufrieden zurückgelassen. Die Geschichte endete viel zu abrupt, weshalb es für mich unvollständig war. Ich habe so viele Fragen, denn es gibt dort so einige ungelöste Probleme. Obwohl ich hoffe, dass diese in Band 2 noch beantwortet werden, denke ich nicht dass dies der Fall sein wird, zumal es in der Fortsetzung um Oliviers Schwester geht.
Eine der wenigen Dinge, die mich an dem Buch begeistern konnten, war das traumhaft schöne Setting in Frankreich. Beim Lesen der Ausflüge nach Nizza, Cannes und Paris habe ich richtig Fernweh bekommen.

Trotz dem starken Anfang konnte mich die Geschichte von Sadie und Olivier leider nicht überzeugen und hat mich demnach auch etwas enttäuscht. Die Grundidee konnte mich total catchen und hat mich erst so neugierig auf die Geschichte gebracht, leider haperte es aber bei der Umsetzung. Die Liebesgeschichte war für mich nicht ersichtlich und auch nicht authentisch, es fehlte einfach an Tiefe. Immerhin hält die Handlung so einige Wendungen bereit. Durch den flüssigen Schreibstil und die vielen Familiengeheimnisse der Dumonts, werde ich wahrscheinlich trotzdem zu Band 2 greifen, sobald dieser erscheint. 2.5/5 [Werbung|Rezensionsexemplar]



Klappentext:

Ihre Rucksacktour führt Sadie an die Riviera, doch sie erlebt Nizza nicht von der Sonnenseite. Als sie überfallen wird, eilt ihr ein attraktiver Fremder zu Hilfe. Ihr Retter ist Olivier Dumont, der begehrteste Junggeselle Frankreichs und Erbe des Modeimperiums. Olivier zieht sie in seinen Bann – und in eine Welt voller Glamour, Luxus und Leidenschaft. Er erfüllt ihr all ihre Träume und erobert ihr Herz. Schon bald jedoch muss Sadie erkennen, wie zerbrechlich ihr Glück ist. Denn hinter der glitzernden Fassade der Dumont-Dynastie lauern Abgründe und Gefahren, die ihre und Oliviers Liebe für immer zerstören könnten …

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere