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Veröffentlicht am 20.08.2020

Unrealistisch und langatmig!

A is for Abstinence
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Rezension

A is for Abstinence von Kelly Oram

Nach dem Cliffhanger des ersten Bandes war ich wirklich gespannt zu erfahren wie es mit Kyle und Valerie weitergeht. Da mich V is for Virgin nicht komplett ...

Rezension

A is for Abstinence von Kelly Oram

Nach dem Cliffhanger des ersten Bandes war ich wirklich gespannt zu erfahren wie es mit Kyle und Valerie weitergeht. Da mich V is for Virgin nicht komplett überzeugen konnte, waren meine Erwartungen an dieses Buch nicht allzu hoch. Nichtsdestotrotz hat es mich leider etwas enttäuscht.

Kelly Orams Schreibstil war wirklich angenehm zu lesen, denn er war locker, leicht und flüssig. Dadurch bin ich schnell durch die Seiten gekommen und hatte einen guten Lesefluss.

Kyle war mir wie auch schon im ersten Teil nicht sonderlich sympathisch. Er war immer noch sehr egoistisch, unreif und arrogant, jedoch besserte sich das im Laufe des Buches denn er wurde einfühlsamer und behandelte Valerie liebevoll. Ich konnte es mir bei seinen egozentrischen und sexistischen Gedanken jedoch nicht verkneifen das ein oder andere Mal die Augen zu verdrehen.
Valerie mochte ich zu Anfang des ersten Bandes noch, doch im Laufe dessen wurde sie mir immer unsympathischer, dies änderte sich auch nicht in diesem Buch. Sie kam mir zudem wie eine Fremde vor, denn sie verhielt sich sehr distanziert und abweisend. Außerdem war ihr Verhalten Kyle gegenüber oft unfair und verwirrend. Auch die Nebencharaktere waren mir nicht sonderlich sympathisch, abgesehen von Vals Bruder und ihren Freundinnen Robin und Cara, wirkten sie allesamt sehr flach und charakterlos.

Die Beziehung der beiden durchlief eine schwer nachvollziehbare Entwicklung. Denn nachdem sie sich vier Jahre nicht gesehen hatten, waren sie aus Kyles Sicht direkt nach dem ersten Date wieder ein Paar. Zudem hatte ich das Gefühl, dass die Beziehung hauptsächlich von Kyle ausging und seine Gefühle für Val dementsprechend unerwidert blieben. Die Dynamik zwischen den beiden war allgemein sehr unrealistisch, denn mir kamen sie wie zwei Fremde vor und doch war schon die Rede von Liebe. Die Gefühle konnten meiner Meinung nach nicht wirklich vermittelt werden, was unter anderem daran lag, dass sie nicht nachvollziehbar waren. Der Geschichte fehlte es definitiv an Spannung und Drama, wovon es im ersten Band nicht mangelte. Auch an Tiefe hat es mir gefehlt, denn die Beziehung war sehr oberflächlich. Außerdem war die Handlung uninteressant und eintönig, weshalb es in dem Buch einige Längen gab. Zum Ende hin wurde vieles wieder überstürzt und es wirkte alles sehr gehetzt.

Insgesamt konnte mich die Geschichte rund um Valerie und Kyle auch dieses mal nicht überzeugen.
Da es an dem Schreibstil nichts zu bemängeln gibt bekommt das Buch trotz der laschen Handlung und den unauthentischen Charakteren 2/5

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Veröffentlicht am 13.02.2021

Problematisch und sehr enttäuschend!

Not Your Type
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Rezension

Not Your Type von Alicia Zett

Ich habe mich wirklich sehr auf das Buch gefreut, denn eine Queere Geschichte mit einem Roadtrip, was will man mehr? Demnach war die Enttäuschung leider umso größer. ...

Rezension

Not Your Type von Alicia Zett

Ich habe mich wirklich sehr auf das Buch gefreut, denn eine Queere Geschichte mit einem Roadtrip, was will man mehr? Demnach war die Enttäuschung leider umso größer. Das Buch war in vielerlei Hinsicht problematisch. Zwar war es nicht komplett schlecht, nur die vielen fragwürdigen Szenen haben mir dann leider das Leseerlebnis verdorben.

Fangen wir mit dem Schreibstil an, den fand ich eigentlich ganz angenehm zu lesen. Er war sehr detailliert und bildhaft, sodass man sich alles gut vorstellen konnte. Nichtsdestotrotz kam ich eher schleppend voran, was aber nicht unbedingt am Schreibstil liegen muss.

Die Protagonistin Marie hatte immer alles bis ins kleinste Detail geplant.. naja alles bis auf ihre eigen Zukunft. Ich mochte sie eigentlich ganz gerne nur hat mir bei ihrem Charakter einfach die Tiefe gefehlt, zumal vieles einfach oberflächlich wirkte.

Fynn hatte mit vielen Ängsten und Traumata zu kämpfen. Es kam mir so vor, als hätte er nicht wirklich eine Persönlichkeit und ich habe mich gefragt wer er ohne diese bedrückenden und düsteren Gefühle und die Depressionen ist. Mir erschien es nämlich so, als würde sein Charakter einzig und allein darin bestehen, dass er trans war und sich selbst dafür hasste.

Ich hatte zum Teil das Gefühl, die beiden Protagonisten gar nicht richtig zu kennen. Beide machten zwar eine Charakterentwicklung durch, welche für mich aber nicht nachvollziehbar war.

Joon war einer der sympathischeren Charakteren, umso enttäuschender fand ich dann, dass bei ihm so tief in die Klischeekiste gegriffen wurde. Denn er war Koreaner, hörte ausschließlich K-Pop, lief überall mit einer Kamera rum, liebte Essen über alles und war demnach auch etwas fülliger. Außerdem gab es da noch so eine schöne Bemerkung gleich zu Anfang, ich zitiere „[...],wie aufgeschmissen er ohne seinen Mac ist. Typisch Asiate,[...]“. Also diese Bemerkung hätte man sich doch auch sparen können. Chiara- Maries beste Freundin mochte ich von all den Charakteren am liebsten, da sie immer für marie da war und sie unterstützte.

Das Buch beinhaltet eine Vielzahl an triggernden Inhalten, von denen einige nicht mal in der Triggerwarnung erwähnt wurden. Man hat wirklich gemerkt, dass dieses Buch für weiße cis Menschen geschrieben wurde. Auch wenn man sich nur wenig mit dem Thema beschäftigt haben sollte, müsste man doch wissen, dass Deadnaming ein No-Go ist. Ich möchte jetzt nicht spoilern aber das Fremdouting hatte einen wirklich bitteren Geschmack hinterlassen, denn nicht mal ein fiktiver Charakter hat es verdient so geoutet zu werden wie Fynn. Meiner Meinung nach hätte man da sensibler sein sollen, da diese Szene auf mich besonders problematisch wirkte. Auch dass Transfeindliche Gewalt in dem Buch vorkam, war alles andere als angenehm. Dies kam mir im Endeffekt auch äußerst überflüssig vor, da es in keinster Weise dem Plot beitrugen und im Laufe der Geschichte nicht wieder aufgegriffen wurden. Auch gab es besonders in der ersten Hälfte des Buches einige ableistische Äußerungen, wo ich auch nur den Kopf schütteln konnte. Denn seien wir ehrlich ''normal sein'' wird deutlich überbewertet. Die Stimmung war so bedrückend und schwer, dass es mich beim Lesen total runter gezogen hat. Normalerweise habe ich damit kein Problem, nur hier in der Geschichte ist es mir umso deutlicher aufgefallen.

Ich fand es außerdem sehr merkwürdig, dass Joon Fynn einfach mir nichts dir nichts ohne das Einverständnis der anderen zu dem Roadtrip mit schleppte. Was die Beziehung zwischen Marie und Fynn angeht, hat sich diese auch wirklich im Schneckentempo entwickelt. Zwar mussten sie zuerst Vertrauen zueinander aufbauen und sich kennenlernen aber trotzdem kam mir die Entwicklung viel zu langsam vor. Man hätte da die erste Hälfte des Buches um einiges kürzen können, da dort nicht wirklich viel geschah.Um ehrlich zu sein hat mich die Beziehung zwischen Maries Freunden Chiara und Noah mehr interessiert als die von den eigentlich Protagonisten. Es fehlte einfach an Chemie, denn auch die Anziehungskraft wurde einfach nicht deutlich. Der Funke konnte bei mir leider nicht überspringen, sodass mich die Beziehung zwischen Marie und Fynn nicht wirklich überzeugen konnte. Zudem wurde es so dargestellt, als ob Fynns Zweifel und Selbsthass durch die Beziehung zu Marie gänzlich verschwunden wäre, was meines Erachtens nach einfach unrealistisch war. Die Aussprache zwischen den beiden kam mir auch irgendwie unvollständig vor, da vieles übergangen oder ausgelassen wurde. Was ich am meisten an dem Buch mochte, war das Setting beziehungsweise die vielen Schauplätze. Besonders die Szenen in Italien haben mir Heimweh beschert. Ich konnte mir die Szenerie wirklich bildlich vorstellen und es hat sich so angefühlt, als wäre man selbst dort.

Ich kann verstehen, dass die Autorin mit diesem Buch ein besseres Verständnis für Transidentität schaffen wollte. Ich persönlich sehe mich jedoch in vielen Aspekten nicht in der Position, über diese zu urteilen geschweige denn diese zu bewerten. Zwar finde ich es schön, dass immer mehr Bücher über dieses Thema auf dem deutschen Markt vorzufinden sind, jedoch kann ich dieses Buch leider nicht weiterempfehlen. Die Geschichte hat mich enttäuscht und sehr frustriert, weshalb ich während des Lesens mit dem Gedanken gespielt hatte, es abzubrechen.
Bitte beachtet dabei, dass dies nur meine eigene Meinung zu dem Buch ist und sich damit niemand in irgendeiner Weise angegriffen fühlen sollte. 1.5/5 [Werbung|Rezensionsexemplar]



Klappentext:

Wenn du glaubst, dass man dich nicht lieben kann – und jemand es trotzdem tut. Einfühlsam, fesselnd und wunderbar romantisch erzählt Alicia Zett die Liebesgeschichte von Marie und Fynn im New-Adult-Roman »Not Your Type«.

Die zwanzigjährige Studentin Marie ist in ihren stillen Kommilitonen Fynn verliebt, und auch Fynn empfindet für Marie mehr, als er sich selbst eingestehen will. Denn eigentlich lässt Fynn niemanden an sich heran: Keiner soll wissen, dass er trans ist. Einen wie ihn kann man nicht lieben, meint er. Doch dann finden sich Fynn und Marie unversehens mit einigen Freunden auf einem Roadtrip nach Italien wieder. Langsam kommen die beiden einander näher, das Mittelmeer als Ziel vor Augen. Jetzt muss Fynn sich entscheiden, wie viel er Marie anvertrauen kann, ohne sie für immer zu verlieren …

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Veröffentlicht am 08.01.2021

Zu viel Kitsch, zu wenig Verdorbenheit

Snyper
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Rezension

Snyper von Crystal May

Den Schreibstil fand ich ganz angenehm und er ließ sich sehr locker lesen, sodass man schnell und problemlos durch die Seiten kam.

Die Charaktere wirkten auf mich allesamt ...

Rezension

Snyper von Crystal May

Den Schreibstil fand ich ganz angenehm und er ließ sich sehr locker lesen, sodass man schnell und problemlos durch die Seiten kam.

Die Charaktere wirkten auf mich allesamt charakterlos und flach. Ich konnte einfach keine Verbindung zu ihnen aufbauen, geschweige denn mich in sie hineinversetzen, da sie für mich nicht authentisch waren. Besonders mit der Protagonistin Payton hatte ich meine Probleme, sie war die Englischlehrerin von Snypers Sohn. Sie verhielt sich leichtsinnig, naiv – wie das typische unwissende, brave Püppchen und so ließ sie sich auch von Sny behandeln. Sie fügte sich ihm wie eine willenlose Puppe. Ich hatte mir bei ihrem Charakter mehr Bissigkeit, mehr Temperament gewünscht. Zwar legte sie ab der hälfte eine erstaunliche Charakterentwicklung hin, wobei es mir dort eher so vorkam als wurde ein Schalter umgelegt. Ungeachtet dessen blieb sie leider einfältig und gab nur etwas mehr Kontra. Die Affäre zwischen ihrem Ex-Freund und ihrer Mutter war so ziemlich das einzige, was ihrem Charakter einen Hauch Farbe verlieh.
Snyper war mir da auch nicht viel sympathischer, er war ein drogen- und sexsüchtiger Psychopath, was erstmal gute Voraussetzungen für einen DR Charakter waren. Jedoch fehlte die Verruchtheit und Bösartigkeit. Angst- oder respekteinflößend war er schon gar nicht, denn er sprach immer wieder leere Drohungen aus, welche er nie in die Tat umsetzte. Zum Ende hin machte aber auch er eine nennenswerte Charakterentwicklung durch, er besserte sich für Payton.
Mir kamen die Nebencharaktere zum Teil sogar interessanter vor als die Protagonisten.

Die Handlung wurde im Laufe des Buches immer zäher und zog sich demnach wie Kaugummi. Viel Inhalt hatte diese leider auch nicht, weshalb mich die Geschichte einfach nicht fesseln konnte und ich schnell das Interesse verlor. Für mich war das Buch für einen Dark Romance Roman nicht düster, nicht verdorben genug. Es fehlte an Spannung und Dramatik. Die Gefühlsduselei passte einfach nicht ins Bild und wirkte dadurch, wie auch manche Sexszenen erzwungen und künstlich – für mich nicht nachvollziehbar. Leider empfand ich auch die erotischen Szenen als gekünstelt und verfehlt. Die zahlreichen Zeitsprünge trugen der Handlung zudem nicht im positiven Sinne bei. Denn dadurch wurde der ganze Handlungsstrang durcheinander gebracht, sodass man gar nicht mehr wusste was der Sinn der Handlung sein sollte. Da zu Anfang verdeutlicht wurde, dass es sich um eine Reihe handelt, man jedoch die Bücher auch unabhängig voneinander lesen kann, hätte ich mir da an einigen Stellen mehr Aufklärung gewünscht. Durch die vielen Wissenslücken kam das ein oder andere mal Verwirrung bei mir auf.
Zwar war das Ende nicht zu übertrieben kitschig, nichtsdestotrotz kam es viel zu schnell und ein klärendes Gespräch zwischen Snyper und Payton blieb auch aus.

Die Geschichte hatte mit dem Kartell, der Stadt und dem Club wirklich großes Potenzial, welches meiner Meinung nach nicht ausgeschöpft wurde, was ich sehr bedauere. Es könnte vielleicht ein passender Dark Romance Roman für Einsteiger sein, für mich war es leider nichts..
Von daher denke ich nicht, dass ich die Reihe weiterlesen werde.1,5/5 [Werbung|Rezensionsexemplar]
Abschließend möchte ich hinzufügen, dass dies meine persönlich Meinung zu dem Buch ist. Wenn euch das Buch gefallen hat, ist das doch toll – Meinungen sind verschieden, was auch gut so ist!
Falls ihr es noch lesen möchtet, tut das und macht euch ein eigenes Bild von der Geschichte, bildet euch eine eigene Meinung dazu.

Klappentext:
PAYTON Gestern war ich noch in einer glücklichen Beziehung. Heute erwische ich meinen Freund dabei, wie er meine Mutter vögelt. Jetzt finde ich mich sturzbetrunken in einem dieser zwielichtigen Nachtclubs wieder, in denen ich eigentlich nichts zu suchen habe, und lege mich auch noch mit dem tätowierten Barkeeper an.
Eigentlich bin ich nicht naiv.
Eigentlich lasse ich mich nicht auf düstere Typen ein.
Eigentlich halte ich mich von Scharfschützengewehren fern.
Eigentlich.
In sich abgeschlossener DARK ROMANCE Einzelband mit Happy End Garantie!
Es werden weitere Romane der Reihe folgen, doch diese handeln von anderen Personen.
Snyper ist eine überarbeitete Neuauflage. Alle Folgetitel der Adler-Kartell-Reihe werden neu verfasst.
Aus irgendeinem Grund bist du schlecht erzogen, Payton.
Ich werde dich erziehen.
Der Künstler in mir will beschäftigt werden.
Du wirst nicht nur meine Muse sein, nein. Du bist mein Kunstwerk.
Wenn ich mit dir fertig bin, kann kein Spiegelbild der Welt mehr deine Schönheit einfangen. Du bist doch in diese Bar gekommen, um deinem Meister zu begegnen.
Oder nicht?

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Veröffentlicht am 29.08.2020

Eine wirkliche Enttäuschung...

Very First Time
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Rezension

Very First Time von Cameron Lund

Ich habe bei der Geschichte auf eine leichte romantische Komödie mit weiblicher Stärke gehofft und wurde leider mächtig enttäuscht. Anstatt einer humorvollen ...

Rezension

Very First Time von Cameron Lund

Ich habe bei der Geschichte auf eine leichte romantische Komödie mit weiblicher Stärke gehofft und wurde leider mächtig enttäuscht. Anstatt einer humorvollen und süßen Liebesgeschichte gab es ein klischeehaftes und problematisches Highschool-Teenie Drama.

Der Schreibstil hat mir im Gegensatz zum Rest gut gefallen, denn er war sehr locker und leicht. Man hat gemerkt, dass das Buch an eine jüngere Zielgruppe gerichtet ist und der Schreibstil dem somit angepasst wurde.

Die Charaktere waren mir allesamt unsympathisch, sie benahmen sich mit ihren 18 jahren wie 14-Jährige pubertierende Teenager. Keely fand ich zu Anfang noch ganz sympathisch doch dies änderte sich im Laufe des Buches. Ich konnte weder ihre Gedanken noch ihr Handlungen nachvollziehen geschweige denn verstehen. Sie war naiv, ließ sich leicht beeinflussen und war in meinen Augen schwach, da sie nicht für sich selbst einstehen konnte. Der Charakter der der Bezeichnung sympathisch noch am nähesten kam, war Andrew, der loyale beste Freund. Jedoch benahm er sich auch oft unreif und handelte irrational.

Dean, der andere Love-Interest kam mir etwas schmierig vor, da er rücksichtslos, leichtsinnig handelte und sehr fordernd war. Jedoch hatte er was Keely anging nichts falsch gemacht, nur sie verhielt sich ihm gegenüber unfair und unehrlich. Die Charaktere gingen mir nach der Zeit ziemlich auf den Geist, vor allem Danielle, sie war die typische arrogante 'Oberzicke' und trotzdem bezeichnete Keely sie als Freundin. Aufgrund der fehlenden Authentizität konnte ich keine Bindung zu den Charakteren aufbauen.

Die American Highschool Klischees wurden hier voll ausgeschöpft, diese machten die Geschichte unrealistisch und vorhersehbar. Normalerweise habe kein Problem mit Klischees, doch in diesem Buch haben sie mich sehr gestört. Das Buch war gefüllt von veralteten Stereotypen und Geschlechterrollen. Wenn die Männer Sex haben wollten bekamen sie den auch, es ging nur um das Vergnügen auf der männlichen Seite, das der Frauen wurde komplett außen vor gelassen. Es gab so viele Probleme, welche man durch offene und ehrliche Gespräche hätte auflösen können, weshalb immer mehr Missverständnisse auftraten. Es gab toxische Freundschaften sowie problematische Beziehungen, welche gleichermaßen zermürbend und ermüdend waren. Zudem fand ich es wirklich schockierend, wie die Mädchen sich in dem Buch gegenseitig erniedrigten. Ich hatte hier weiblichen Zusammenhalt erwarten, stattdessen fand ich nur Slutshaming und Mobbing. Das Frauenbild, das hier vermittelt wurde war beschämend. Dass Jungfräuligkeit in dem Buch als so etwas wie eine Krankheit angesehen wird, war vollkommen paradox. Sex wird als eine solche Dringlichkeit dargestellt, wodurch die Leser des Buches viel zu sehr unter Druck gesetzt werden zumal dieser gesellschaftliche Druck ohnehin schon vorhanden ist. Die Dreiecksbeziehung war stumpf und vorhersehbar, da sie wie bereits erwähnt einige Klischees beinhaltet. Der Plot am Ende hat mich doch etwas überrascht, denn er kam unerwartet. Doch Keelys Aktion war wirklich leichtsinnig, absurd und übertrieben. Des weiteren war das Ende viel zu hektisch und kam zu schnell. Ich hätte mir da eine Aussprache erhofft, welche leider nicht eintraf.

Insgesamt konnte mich das Buch nicht überzeugen, die Message in dem Buch wurde komplett verfehlt. Das Thema Sex und Jungfräuligkeit wurde hier meines Erachtens nach vollkommen falsch angegangen. Deshalb ist es meinerseits nicht weiterzuempfehlen.

1,5/5 [Werbung|Rezensionsexemplar]

Klappentext:

Die 18-jährige Keely steht kurz vor ihrem Highschool-Abschluss, und sie freut sich schon riesig auf das Collegeleben. Doch eins ist für sie klar: Bevor es so weit ist, will sie endlich ihr erstes Mal hinter sich zu bringen. Auf keinen Fall kann sie sich am College als Anfängerin in Sachen Sex outen. Ein Plan muss her, und Keely beschließt, dass für das erste Mal niemand besser geeignet ist als ihr bester Freund Andrew. Immerhin kennen die beiden sich schon ewig, also werden ihnen bestimmt keine Gefühle im Weg stehen. Oder etwa doch?

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Veröffentlicht am 15.06.2020

Eine wirkliche Enttäuschung

True Love
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True Love - Amy & Aiden von Kitty Clark

Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, war ich sehr gespannt auf das Buch und habe mich darauf gefreut, es zu lesen. Aber ich wurde leider enttäuscht.

Der ...

True Love - Amy & Aiden von Kitty Clark

Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, war ich sehr gespannt auf das Buch und habe mich darauf gefreut, es zu lesen. Aber ich wurde leider enttäuscht.

Der Schreibstil war etwas gewöhnungsbedürftig, weshalb es etwas anstrengend zu lesen war. Vor allem da in manchen Textpassagen in jedem zweiten Satz ein Ausrufezeichen kam.
Ich bin sehr schnell durch die Seiten gekommen, was nicht daran lag dass es mir so gut gefallen hat sondern daran, dass ich vieles quer gelesen habe, da die Handlung mich einfach nicht fesseln konnte.

Mit den Charakteren bin ich allgemein nicht warm geworden, die Protagonisten ist sehr naiv, egoistisch, und unreif für ihre 25 Jahre.
Zudem konnte ich Amys Gedankengänge nicht verstehen, geschweige nachvollziehen, denn sie handelte oft impulsiv und leichtsinnig. Auch benahm sie sich teilweise ? und war für meinen Geschmack immer zu aufgedreht und euphorisch. Ihre Charakterentwicklung ließ sehr zu wünschen übrig, denn die war so gut wie nicht vorhanden.
Aiden war in dieser Hinsicht etwas sympathischer, obwohl er mir immer noch sehr charakterlos und flach vorkam. Durch sein 'Geheimnis' wurde ihm etwas Tiefe verliehen, wobei es etwas erzwungen wirkte, da das Thema nur kurz angesprochen wurde.

Die Liebesgeschichte zwischen Amy und Aiden konnte ich auch nicht wirklich nachvollziehen, zumal es vom Tempo her sehr unrealistisch war. Die Zeitspanne in dem das Buch spielt wurde auch nicht deutlich, sodass ich das Gefühl hatte die beiden würden sich nach einer Woche in einander verlieben.
Zudem gab es meiner Meinung nach viel zu viele und abrupte Orts-/Schauplatzwechsel, welche für Verwirrung gesorgt haben. Dadurch wirkte die ganze Geschichte gehetzt und man konnte der Handlung oft nicht folgen. Zudem wurde vieles überspitzt und übertrieben dargestellt, da Amy oft Dinge unnötig dramatisierte.
Ich hätte mir im Allgemeinen mehr Details und Genauigkeit, sowie vielschichtigere und sympathischere Charaktere gewünscht.

Insgesamt konnte mich die Geschichte nicht überzeugen und das Buch hätte einpaar hundert Seiten mehr vertragen können. Wenn ihr gerne kitschige Bücher lest, die in der Toskana spielen, könnt ihr es euch mal anschauen und euch eine eigene Meinung dazu bilden. Ich hoffe es fühlt sich hier keiner angegriffen aber das ist meine persönliche Meinung zu dem Buch, denn für mich war es nun mal ein kompletter Reinfall.

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