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Veröffentlicht am 17.09.2020

Höfische Intrigen, abenteuerliche Reisen und gefährliche Dunkelheit

Chroniken der Dämmerung, Band 1: Moonlight Touch
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Jennifer Alice Jager entführt den Leser in eine großartige Fantasiewelt, die für mich absolut originell und sehr ausgearbeitet gewirkt hat.
Wir haben einen zweigeteilten Kontinent, die Welt der Menschen ...

Jennifer Alice Jager entführt den Leser in eine großartige Fantasiewelt, die für mich absolut originell und sehr ausgearbeitet gewirkt hat.
Wir haben einen zweigeteilten Kontinent, die Welt der Menschen und das Reich der Alben. Aber auch die verschiedenen Arten untereinander sind von Konflikten und Intrige gebeutelt, sodass ein wackeliger Frieden herrscht.
Sheera gehört zu den unterdrückten Nachtalben und ist für ihr diebisches Können bekannt. Nun ja, nicht bekannt, denn das tut sie natürlich im Geheimen. Bis plötzlich die Gardisten der Hochalbenkönigin vor ihrer Tür stehen und sie sich fragen muss, ob ihre Diebeszüge wirklich so geheim sind, wie Sheera bisher dachte.
Die Protagonistin hat mir jedenfalls sehr gut gefallen, da sie selbstbewusst, frech und ziemlich sarkastisch war und sich doch nicht selbst überschätzt hat und stets ihre Pläne durchdenkt. Sie hatte außerdem etwas von einem Adrenalinjunkie, was sehr unterhaltsam war.
Die Story konnte mich besonders in der ersten Hälfte fesseln, da ich zum Anfang etwas an Throne of Glass erinnert wurde. Danach kamen einige Handlungsstränge, die eine andere Richtung eingeschlagen haben und es zu einer ganz anderen Geschichte gemacht haben.
Gleich zu Beginn des Buches werden immer wieder Perspektivwechsel zu einem gewissen Lysander eingeschoben, die mich ehrlich gesagt etwas gestört haben. Anfangs war mir einfach nicht klar, was er für eine Rolle spielt, sodass ich seine Perspektive langweilig fand und als sich dann so einiges aufgetan hatte, war auch schon Sheeras Geschichte weiter fortgeschritten, sodass er mir nicht mehr so wichtig vorkam. Ich denke, im zweiten Teil wird er vielleicht noch wichtig sein.
Die zweite Hälfte des Buches konnte mich im Vergleich zur ersten dann doch eher weniger begeistern, da es einfach sehr viel Handlung wurde. Sheera hat etwas von ihrer Klarheit verloren und öfter unbeherrscht und unüberlegt reagiert, was ein starker Unterschied zum Beginn war. Die Story war mir einfach zu intrigant und gefüllt, um sie genießen zu können. Natürlich ist das auch ein Punkt der sie abwechslungsreich und vielfältig machen kann, aber das sieht wohl jeder anders.
Schlussendlich ist Jager eine fantastische Geschichte mit viel Abwechslung und Abenteuer gelungen, die mir wirklich gut gefallen hat.

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Veröffentlicht am 15.09.2020

Abenteuer in der französischen Hauptstadt

Die kleine Patisserie in Paris
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Meine Reiselust wurde durch dieses Buch aufs schlimmste entfacht und ich würde am liebsten in den nächsten Flieger nach Paris hüpfen und mir die im Roman beschriebenen Sehenswürdigkeiten anschauen, die ...

Meine Reiselust wurde durch dieses Buch aufs schlimmste entfacht und ich würde am liebsten in den nächsten Flieger nach Paris hüpfen und mir die im Roman beschriebenen Sehenswürdigkeiten anschauen, die gebackenen Köstlichkeiten genießen und den französischen Lebensstil in mich aufsaugen.
Nina kommt in die Stadt um für ihren Jugendschwarm als Assistentin zu arbeiten. Das es dabei zu einigen Komplikationen kommen kann, ist wohl glasklar!
Ich mochte Nina auf Anhieb und hatte zum allerersten Mal Probleme mit dem männlichen Charakter Sebastian. Mir hätte es vermutlich geholfen, wenn ein paar Kapitel aus seiner Sicht gewesen wären, denn seine extrem miese Laune und die Distanziertheit gegenüber Nina waren wirklich unerklärlich und haben ihn nicht gerade in meiner Achtung steigen lassen. Aber zum Ende hin klärt sich natürlich alles, inklusive verträumten Seufzen und Herzchen in den Augen.
Mein Lieblingsaspekt des Buches ist und bleibt aber die Patisserie, denn sie bildet das Herzstück der Geschichte, genau wie die tollen Nebencharaktere, die alle durch die Backstätte zusammen geführt werden.
Die Backthematik des Buches ist aber auch äußerst heimtückisch, also macht euch ja nicht hungrig ans Lesen!

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Veröffentlicht am 15.09.2020

Im Bücherbus durch Schottland

Happy Ever After – Wo dich das Leben anlächelt
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Den ersten Teil der Happy Ever After Reihe, den ihr unabhängig lesen könnt, habe ich sehr genossen und war glücklich, als ich diese Fortsetzung hier zum ersten Mal erblickt habe.
Die Rückkehr in das verschlafene ...

Den ersten Teil der Happy Ever After Reihe, den ihr unabhängig lesen könnt, habe ich sehr genossen und war glücklich, als ich diese Fortsetzung hier zum ersten Mal erblickt habe.
Die Rückkehr in das verschlafene schottische Nest war wirklich wundervoll und wieder einmal konnte mich die Autorin mit den Naturbeschreibungen rund um Loch Ness verzaubern.
Die neue Protagonistin Zoey landet mit ihrem stummen Sohn im Norden der Insel, weil dort die Aussicht auf einen Job besteht: die Übernahme des Bücherbus. Aber natürlich nur als Vertretung bis Besitzerin Nina wieder einsatzfähig ist.
Da Zoey aber auch eine Unterkunft braucht, ist ein Zweitjob nötig und sie verwandelt sich in eine Art Mary Poppins und wird zum Au Pair Mädchen für die verwahrlosten Kinder eines verarmten schottischen Adligen...
Die Geschichte war einfach wieder genial, ich liebe es wie Jenny Colgan mehrere Elemente zu einer Story verwebt, die einfach nur spannend ist.
Das Buch ist auch ganz schön lang geworden, was mich ein bisschen abgeschreckt hat, weil ich mich gefragt habe, was denn dort alles passieren soll, aber es gab keine unnötigen Längen oder dergleichen.
Nur die Charaktere haben mir in diesem Buch nicht so zugesagt, da ich keine so gute Verbindung zu ihnen herstellen konnte. Komischerweise waren auch die Protagonisten aus dem ersten Band, die wir hier wieder treffen, ganz anders und teilweise unsympathisch. Das hat sich aber eher auf die Hauptfiguren bezogen und durch lebensnahe Nebencharaktere war die Geschichte doch sehr lebendig.
An sich finde ich das Buch eine Spur schlechter als den ersten, aber trotzdem sehr angenehm zu lesen.
Das ganze Buch ist auch durch die fahrende Buchhandlung von der Liebe zu Büchern durchdrungen. Das spürt man als Leser sofort und damit nimmt das Buch einen klitzekleinen Platz in meinem herzen ein.

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Veröffentlicht am 09.09.2020

Jugendliche Rockstar-Romance

Rock'n'Love (Ein Rockstar-Roman) (Die Rockstar-Reihe )
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Der Einstieg in diese Geschichte ist mir sehr leicht gefallen, denn der Schreibstil der Autorin ist flüssig und gespickt mit einem tollen Humor.

Die ganze Geschichte unterliegt der Tatsache, dass die ...

Der Einstieg in diese Geschichte ist mir sehr leicht gefallen, denn der Schreibstil der Autorin ist flüssig und gespickt mit einem tollen Humor.

Die ganze Geschichte unterliegt der Tatsache, dass die Protagonisten noch jung sind, also sollte man sich vorher klar machen, dass es eine Young Adult Geschichte ist und die Charaktere sich auch so verhalten.

Emily ist unsere weibliche Hauptfigur und hat so einige Besonderheiten. Sie ist im Geheimen die Sängerin einer Band (welche Musikrichtung ist mir bis zum Ende nicht so ganz klar) und keiner aus ihrem direkten Umfeld weiß davon. Umso schockierender als ihr Mitschüler Sean plötzlich vor der Bühne steht und ihr zuhört!

Mir hat das Grundkonzept wirklich gut gefallen, auch wenn zum Beispiel mit dem Klassenunterschied zwischen Sean und Emily ein paar Klischees aufgegriffen werden.

Sean ist zu Beginn des Buches ein überheblich wirkender, reicher Junge, der immer bekommt, was er möchte. Erst nach und nach erfährt man mehr über ihn, sodass er im Laufe der Geschichte mehr Tiefe gewinnt. Trotzdem bleibt er immer noch überheblich, was für mich aber einen großen Teil des Humors in dem Buch ausmacht.

Die Beziehung zwischen Emily und Sean hat mich immer wieder zum Lachen gebracht, denn sie streiten unentwegt, ohne wirklich zu streiten. Hier geht es wirklich nach dem Spruch "Was sich neckt, das liebt sich".

An sich hatten beide Protas teilweise ein sehr festes, klischeehaftes Denken an sich, was man auch ihrem Alter zuschreiben kann. Ich habe das nicht allzu ernst genommen und mich so nicht daran gestört.

Das Lesen habe ich wirklich genossen und auch, dass es keinen unnötigen Endkonflikt gibt, hat mir gut gefallen. Das ganze Buch erzählt wirklich davon, wie sich zwei unterschiedliche Charaktere annähern.

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Veröffentlicht am 29.08.2020

Über ein Leben

Wo die Sterne tanzen
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Dieses Buch erzählt die Geschichte von Nele.
Einem jungen Mädchen mit Träumen. Einer Frau mit Sehnsüchten. Einem Stern am Himmel. Von Nele eben.
Das Buch springt durch die Jahre und bietet dem Leser damit ...

Dieses Buch erzählt die Geschichte von Nele.
Einem jungen Mädchen mit Träumen. Einer Frau mit Sehnsüchten. Einem Stern am Himmel. Von Nele eben.
Das Buch springt durch die Jahre und bietet dem Leser damit den Einblick in verschiedene Momente von Neles Leben. Diese Frau verbringt ihre Sommer seit ihrer Kindheit auf der Nordseeinsel Juist und dieses junge Mädchen ist in ihren besten Freund verliebt.
Die Spannung in diesem Buch lag weniger in einer dramatischen Handlung und eher an der Frage, wie aus Nele die wurde, die sie heute ist. Man spürt, dass sie vom Leben gezeichnet war, Entscheidungen getroffen hat, die sie beeinflusst haben, aber man wusste nicht sofort, was genau da denn passiert ist. Das hat bei mir den Drang erzeugt, weiterlesen zu wollen, auch wenn mir die Nele, die auf Juist im Jahr 2019, nicht auf Anhieb sympathisch war. Aber das brauchte sie nicht unbedingt, denn irgendwie war sie sich selbst auch nicht sympathisch. Sie war mit sich selbst nicht im Reinen und dieses Buch erzählt auch die Geschichte, wie sie sich immer noch verändert. Vergangenheit trifft auf Zukunft trifft auf Vergangenheit.
Eigentlich kann man aus diesem Buch mitnehmen, dass das Leben niemals still steht. In jeder Sekunde werden Entscheidungen getroffen, die man nicht mehr rückgängig machen kann und die das Leben beeinflussen können oder eben nicht. Jeder Mensch kann sich entwickeln und sich verändern, und wenn einem der momentane Zustand nicht gefällt, sollte man ihn nicht stillstehen lassen, sondern nach den Sternen greifen und sie an sich reißen.
Und wo die Sterne vom Himmel fallen und Träume wahr werden, da entstehen Geschichten wie diese, die es würdig sind, in einem Buch gebannt zu werden.

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