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Veröffentlicht am 24.03.2019

Eine Liebe in den Südstaaten

Ein Mann für alle Nächte
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Nach dem Tod ihrer Mutter kehrt Vivien Leigh Rochet nach Hause zurück, um sich um die Beerdigung zu kümmern. Die Schauspielerin war lange nicht dort und trifft jetzt wieder auf die Whitley-Shulers, die ...

Nach dem Tod ihrer Mutter kehrt Vivien Leigh Rochet nach Hause zurück, um sich um die Beerdigung zu kümmern. Die Schauspielerin war lange nicht dort und trifft jetzt wieder auf die Whitley-Shulers, die reiche Familie, in deren Kutscherhaus sie mit ihrer Mutter gewohnt hat, als sie ein Kind war. Und Henry Whitley-Shuler zeigt großes Interesse an Vivien, anders als in ihrer Kindheit. Wird sie dem reichen Erben vertrauen können?

Vivien und ihre Heimkehr fand ich sehr witzig. Die reiche Südstaatenfamilie, die Vivien immer nur geduldet hat, geht auch jetzt äußerst fragwürdig mit der bekannten Schauspielerin um. Nur Henry heißt sie wirklich willkommen und hilft ihr bei den Problemen mit der Beerdigung ihrer Mutter. Und die aufkeimende Liebesbeziehung zwischen Vivien und Henry ist schön. Besonders das Verhältnis zwischen Vivien und Nonnie Whitley-Shuler, der Matriarchin der Familie, brachte mich zum Schmunzeln, denn die Südstaatenlady beleidigte auf so unterschwellige Art und Weise, dass es sehr amüsant war.

Eine schöne Liebesgeschichte für einen Frühlingstag, die ich sehr genossen habe. Rachel Gibson hat es einfach drauf, einen unterhaltsamen Liebesroman zu schreiben. Schön!

Veröffentlicht am 23.03.2019

Vergessene Orte

Die ewigen Toten
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David Hunter wird in ein geschlossenes altes Krankenhaus gerufen, in dem eine mumifizierte Leiche gefunden wurde. Noch während der Bergung stoßen die Ermittler auf einen versteckten Raum, in dem zwei weitere ...

David Hunter wird in ein geschlossenes altes Krankenhaus gerufen, in dem eine mumifizierte Leiche gefunden wurde. Noch während der Bergung stoßen die Ermittler auf einen versteckten Raum, in dem zwei weitere Leichen liegen. Was geschah in dem seit Jahren geschlossenen Krankenhaus? David Hunter versucht die Wahrheit herauszufinden.

Wieder ein spannender Fall für den forensischen Anthropologen David Hunter. Zwischen den Toten scheint es auf den ersten Blick keine Verbindung zu geben, doch nach und nach findet die Polizei die Wahrheit heraus. Während Hunter sich im Umfeld des Krankenhauses um eine alte Frau und ihren bettlägerigen Sohn kümmert, geschehen weitere Unglücke, in deren Mittelpunkt er zu stehen scheint. Auch das Privatleben Hunters geht voran, wobei mich hier der Ausgang traurig gemacht hat. Ich hoffe, dass es im nächsten Buch wieder aufwärts geht mit David und Rachel, waren sie einem Happy End doch schon ganz nah.

Der Ausgang des Falles war überraschend, auch wenn ich teilweise ahnte, worum es gehen könnte. Wieder ein guter Fall für David Hunter, der mich neugierig – gerade in Bezug auf Hunters Privatleben – auf den nächsten Teil warten lässt. Gut!

Veröffentlicht am 21.03.2019

Ab auf die Insel

Wild Games - In einer heißen Nacht
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Abby, die als Journalistin für eine Zeitschrift Bücher rezensiert (oder wie sie gerne sagt: verreißt), wird von ihrer Chefin zur Teilnahme an einer Reality-Show gezwungen. Zusammen mit den anderen Kandidaten ...

Abby, die als Journalistin für eine Zeitschrift Bücher rezensiert (oder wie sie gerne sagt: verreißt), wird von ihrer Chefin zur Teilnahme an einer Reality-Show gezwungen. Zusammen mit den anderen Kandidaten wird sie auf einer einsamen Insel ausgesetzt und muss fortan ausgerechnet mit dem arroganten Dean im Team Aufgaben bewältigen, um am Ende die Chance auf den Gewinn von 2 Mio. Dollar zu haben. Zuerst sind Dean und sie wie Hund und Katz, doch nach und nach findet Abby ihn immer weniger blöd und auch er scheint angetan von ihr.

Ich finde die Grundidee und die Umsetzung dieser im Roman wirklich witzig. Abby ist nicht unbedingt die perfekte Kandidatin für die Show, sie findet sich viel zu gewöhnlich zwischen all den gutaussehenden Paradiesvögeln, die mit ihr auf die Insel gezogen sind. Die Scharmützel zwischen ihr und Dean fand ich wirklich amüsant und so musste ich bei den Show-Spielen oft laut lachen, weil die beiden einfach zu köstlich waren, wenn sie sich gegenseitig beschimpften. Auch die entstehende Liebesbeziehung zwischen ihnen fand ich nett und so las ich das Buch mit einem Dauergrinsen.

Das Buch ist gute Unterhaltung und liest sich mal eben so weg. Nett!

Veröffentlicht am 18.03.2019

Das Herz sagt: Spring!

Sterne sieht man nur im Dunkeln
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Eigentlich müsste Anni umfassbar glücklich sein: Ihr langjähriger Freund Thies macht ihr einen Heiratsantrag und ihr Chef bietet ihr eine Beförderung an, für die sie allerdings von Bremen nach Berlin ziehen ...

Eigentlich müsste Anni umfassbar glücklich sein: Ihr langjähriger Freund Thies macht ihr einen Heiratsantrag und ihr Chef bietet ihr eine Beförderung an, für die sie allerdings von Bremen nach Berlin ziehen müsste. Doch nichts ist so, wie Anni es sich gewünscht hat, denn eigentlich hatten Thies und sie beschlossen, auch ohne Heiratsurkunde glücklich zu sein, und nach Berlin ziehen nur junge Leute. Kurzentschlossen lässt sie sich beurlauben und folgt dem Ruf ihrer einstigen besten Freundin nach Norderney, wo diese ein Café betreibt. Hier will sich Anni darüber klar werden, was sie wirklich vom Leben will.

Eigentlich mochte ich Anni und konnte ihre Zweifel an den Veränderungen in ihrem Leben gut nachvollziehen. Dem Ruf der Postkarte ihrer Jugendfreundin nach Norderney zu folgen konnte ich auch gut verstehen. Ein bisschen genervt hat mich das Hin und Her zwischen Anni und Marie. Zuerst war alles Friede, Freude, Eierkuchen und im nächsten Moment waren die beiden zickig zueinander, ohne dass man als Leser wusste, warum. Irgendwann erfuhr man den Grund, was mich aber dann an Annis spontaner Reise zweifeln ließ. Trotzdem fand ich Annis Aufenthalt an der Nordsee mit dem heimeligen Café, der kleinen Dachwohnung und den neuen Leuten schön zu lesen.

Für mich machten die gedruckten Grußkartentexte, die Anni nebenberuflich entwarf, einen großen Reiz des Buches aus. Zum Glück gibt es eine Adresse, wo man die Poster oder Postkarten bestellen kann, denn die Texte sind wirklich herzallerliebst.

Insgesamt hat mich Annis Geschichte gut unterhalten, obwohl ich sie manchmal gerne schütteln wollte, weil sie vermeintlich alles hatte und doch nicht glücklich werden wollte! Am Ende wird ja alles irgendwie gut, was mich sehr gefreut hat. Schöne Liebesgeschichte vor toller Kulisse!

Veröffentlicht am 17.03.2019

Fesselnder historischer Krimi

1793
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Aus dem Fatburen wird eine grausam zugerichtete Leiche geborgen. Dem Toten fehlen Arme, Beine und Augen. Gemeinsam versuchen der Jurist Cecil Winge und der einarmige Jean Michael Cardell, der die Leiche ...

Aus dem Fatburen wird eine grausam zugerichtete Leiche geborgen. Dem Toten fehlen Arme, Beine und Augen. Gemeinsam versuchen der Jurist Cecil Winge und der einarmige Jean Michael Cardell, der die Leiche aus dem Fluss geborgen hat, den Mörder zu finden. Dabei müssen sie tief eintauchen in das Leben in Stockholm im Jahre 1793. Keine einfache Aufgabe, die beiden Männern alles abverlangt.

Normalerweise lese ich keine historischen Romane, doch die Geschichte hat mich einfach angesprochen, weshalb ich Cecil und Jean Michael bei ihren Recherchen begleiten wollte. Der Autor schafft es, dem Leser das Leben in Stockholm 1793 so nahe zu bringen, dass man den Schmutz und das Elend geradezu riechen kann. Für das normale Volk ist das Leben in der Stadt kein Zuckerschlecken und die Armen müssen Tag für Tag um ihr Überleben kämpfen.

Im ersten Teil des Romans geht es um das Auffinden der Leiche und das Zusammenfinden von Cecil Winge und Jean Michael Cardell, während im zweiten und dritten Teil die Geschehnisse vor dem Mord geschildert werden. Alles ist faszinierend und treibt die Geschichte voran. Gleichzeitig bekommt man einen Einblick in das Leben der Menschen in dieser Zeit. Es ist schmuddelig, brutal und spannend und lädt nicht direkt zum Verweilen ein.

Cecil und Jean Michael sind ein tolles Ermittlerteam. Der erste ein Denker, der analytisch an den Fall herangeht, während Jean Michael der „Aufräumer“ ist, der auf seine Art die Leute zum Reden bringt. Ich könnte mir sehr gut weitere Fälle der beiden vorstellen, wenn da nicht Cecils Krankheit wäre, die das unmöglich macht. Schade, wirklich sehr schade.

Ein historischer Krimi, der mich sehr gut unterhalten hat, während ich noch vieles über die Weltgeschichte gelernt habe. Gut erzählt, vielschichtig und grausam. Tolle Geschichte!